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Aktuelle Szenarien zur Entwicklung der Immobilienwirtschaft in Deutschland

Seminararbeit 2011 20 Seiten

VWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Immobilienwirtschaft
1.1. Definition Immobilie
1.2. Definition Immobilienwirtschaft

2. Stellenwert der Immobilien in der Gesellschaft

3. Wohnungsmarkt in Deutschland...

4. Auswirkung der demografischen Faktors auf die Immobilienwirtschaft

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft befindet sich seit einiger Zeit in tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen. Der ansteigende materielle Wohlstand in den Nachkriegsjahrzehnten hat zu einer stetigen Vergrößerung der Pro- Kopf-Wohnfläche in der der Bundesrepublik Deutschland geführt. Sollte dieser Trend weiter anhalten, so wird in Deutschland eine durchschnittliche Wohnfläche von 46 Quadratmeter (2005) auf 56 Quadratmeter im Jahr 2030 anwachsen. (Bruhn 2011, S.206)

Immobilien spielen eine sehr große Rolle in der heutigen Zeit, da Menschen immer mehr Zeit in einer Immobilie verbringen. Gutes Wohnen ermöglicht soziale Sicherheit und eröffnet Lebensräume. Parallel leistet das Immobilien-Geschäft einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und der Beschäftigung. Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist eine Wachstumsbranche (siehe Abbildung 1), seit 1991 hat die Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in dieser Branche um 80 Prozent zugenommen. (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin 2009 S.5 und S.10)

Ein Aspekt, der die Wichtigkeit dieses Marktes unterstreicht, ist dass Ende 2009 die Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte 4,67 Billionen Euro betrugen, dagegen standen Gesamtverbindlichkeiten von 1,53 Billionen Euro, von welchen 1,1 Billionen Euro aus Wohnungsbaukrediten stammen. (H.Lindmayer, 2011 S.197)

Laut TNS Infratest hielten im Jahr 2008 88 Prozent der Bevölkerung ein selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge für äußerst geeignet. Diese Entwicklung zeigt, dass eine große Mehrheit der Deutschen ihre eigenen vier Wände als sichere und anstrebenswerte Art der Altersvorsorge ansehen. (Metz, 2009 S.47)

Die Nachfrage nach dem Gut „Wohnen“ hat Ökonomen sowohl in theoretischer als auch in empirischer Hinsicht seit langem beschäftigt. Aufgrund eines Bündels von Besonderheiten wie langer Lebensdauer, individuellem Gut mit heterogenen Eigenschaften, besteht keine einfache Handelbarkeit. Schlechte Infrastrukturen sowie unterschiedliche Präferenzordnungen auf den Märkten möglicher Nachfrager, lässt ein theoretisches Konzept der Nachfrage nach dem Gut Wohnen wesentlich schwieriger in ein geschlossenes Modell übertragen als dies bei klassischen ökonomischen Modellen der Fall ist. Gleichzeitig gibt ein großer Teil der Bevölkerung im Schnitt ein Drittel oder mehr seines Nettoeinkommens zum Konsum dieses Gutes aus; abträgliche finanzielle Rücklagen sind in Wohnimmobilienvermögen gebunden. (Reichsthaler, 1/2006 S.5)

In den Ballungsgebieten der Bundesrepublik herrscht ein Wohnungsmangel, wie z.B in Hamburg oder München. Dort fehlen mehrere Tausend Wohneinheiten. (belegen Quelle) Gleichzeitig gibt es Regionen in Deutschland die aufgrund demografischer Veränderungen ständig an Bevölkerung verlieren und die entsprechend einen Wohnungsleerstand aufweisen. (Statistisches Bundesamt Destatis 2011, S.23-25)

In meiner vorliegenden Arbeit werde ich auf die Entwicklung der WohnImmobilienwirtschaft in Deutschland eingehen. Ich werde als erstes die Begriffe Immobilie und Immobilienwirtschaft definieren. Im weiteren Verlauf werde ich auf den Wohnungsmarkt als einen der größten Bestandteile der deutschen Immobilienwirtschaft eingehen, und seine Entwicklung der vergangenen Jahre betrachten. Ich werde nur über den Stellenwert der Wohnungsimmobilie in der Vergangenheit, Gegenwart und in der möglichen Zukunft in unserer Gesellschaft sprechen, und auf die Entwicklung des Wohnungsbestandes in Ost - und Westdeutschland eingehen.

Desweiteren werde ich die Veränderungen in der Wohnungsnachfrage mit Hinblick auf die Veränderungen in demografischer Entwicklung in der BRD betrachten. Ich werde dabei der folgenden Frage nachgehen: was sind die wichtigsten Ursachen für die steigenden Miet- und Wohnungspreise in den deutschen Städten?

1. Immobilienwirtschaft

1.1. Definition Immobilie

Immobilien sind langlebige Gebrauchsgüter, die standortgebunden sind. Hoch- und Tiefbauten sowie Grundstücke die bebaut sind oder bebaut werden sollen, werden dem Begriff Immobilien zugeordnet. (o.V. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2009, S.19)

Ein wesentliches Merkmal des Wirtschaftsgutes Immobilie ist Immobilität, das heißt Standortgebundenheit und Unbeweglichkeit. Somit hängt die Vermarktung einer Immobilie sehr stark von den standortspezifischen Merkmalen, den regionalen Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituationen, der technischen und kulturellen Infrastruktur sowie von ökologischen Faktoren ab. Aus dieser Standortgebundenheit entwickelt sich eine Vielzahl von Märkten die zwangsläufig die Besonderheit und Einmaligkeit jeder Immobilie unterstreichen. Jede Immobilie ist einzigartig. (belegen) Unabhängig von Stadt, Region, Gemeinde und Stadtbezirk, selbst bei dem gleichem Grundriss in ein und dem selben Haus bleibt jede Wohnung ein Unikat, weil solche Faktoren wie unterschiedliche Beleuchtung und Lärmdurchlässigkeit auf sie einwirken. (Brauer 2011, S.10)

1.2. Definition Immobilienwirtschaft

Der Begriff Immobilienwirtschaft sollte aus mindesten zwei Perspektiven betrachtet werden. Aus produktionstheoretischer Sicht stellen Immobilien für Firmen wertvolle Ressourcendar,dieimProduktionsprozesseingesetztwerden.Iminvestitionstheoretischen Verständnis bezeichnen Immobilien Kapitalanlagen oder Sachvermögen. Für die privaten Haushalte steht die Nutzung der Wohnräume meistens in Vordergrund, darüber hinaus sind Immobilien für Altersvorsorge, Kreditsicherung und als Geldanlage von Bedeutung. („o.V.“ Statistischer Bundesamt Berlin 2007, S.9)

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft in Deutschland wurde bisher nicht in vollem Umgang erkannt und wahrgenommen. Auch die Definition des Begriffes „Immobilienwirtschaft“ ist nicht eindeutig geregelt.

Laut der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif) wird schnell deutlich, dass die herkömmliche Definition der Immobilienwirtschaft als funktional abgegrenzter Teilbereich einer Volkswirtschaft, der sich nur mit Immobilienbeständen, sowie mit ihrer Nutzung und Bewirtschaftung von Immobilien beschäftigt, nicht ausreichend ist. (Hirschner 2007, S.4)

Die giv e.V differenziert den Begriff Immobilienwirtschaft nach den Immobilienbeständen sowie deren Zusammensetzung und Alter ebenso wie nach deren Eigentümer. Außerdem werden solche Aspekte wie institutionelle, funktionale und physische Veränderungen der Bauwerkbestände und deren Bewirtschaftung betrachtet. (Hirschner, Joachim S.4) Die Immobilienwirtschaft beinhaltet alle wirtschaftlichen Besonderheiten, bei denen das Wirtschaftsgut Immobilie im Ergebnis des Leistungsprozesses geschaffen wird. Und Immobilie als wesentlicher Produktionsfaktor gilt dann, wenn ein Leistungsprozess eines Immobilienunternehmers erbracht wird um anschließend einen wirtschaftlichen Zweck aus der Immobilie erzielen zu können. (Brauer 2011, S.9)

Mit rund 86 Prozent machen Immobilien einen herausragenden Anteil am deutschen Anlagevermögen aus. Wenn die gesamten Grundstücke hinzugezählt werden so beläuft sich der Gesamtwert auf rund 9 Billionen Euro. Die privaten Haushalte investieren die Hälfte ihres Vermögens in Immobilien.(„o.V.“ Bundes Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2009, S.19)

Die Bruttowertschöpfung stieg seit 1991 um 80 Prozent, die Gesamtwirtschaft wuchs um 18 Prozent und im Baugewerbe gab es einen Rückgang von 29 Prozent. Insgesamt erwirtschaftete das Grundstück- und Wohnungswesen im Jahr 2006 eine Bruttowertschöpfung von 251Mrd. Euro, was 12 Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland wiederspiegelte. („o.V.“ Bundes Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2009, S.20)

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Details

Seiten
20
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656085676
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v183945
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Außenhandel und Wirtschaftsintegration
Note
3.0
Schlagworte
Immobilien Wohnunen Deutschland Wirtschaft VWL Seminararbeit

Autor

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Titel: Aktuelle Szenarien zur Entwicklung der Immobilienwirtschaft in Deutschland