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Das Gilgamesch-Epos. Eine Zusammenfassung

Essay 2011 16 Seiten

Orientalistik / Sinologie - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Das Gilgamesch-Epos

3. Die Sintflutgeschichte

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Gilgamesch-Epos gilt als der berühmteste Text des Alten Orients und ist wohl eine der ältesten Erzählungen der Menschheit. Die Überlieferung der Geschichten von Gilgamesch lassen sich bis in das 3. Jahrtausend vor Christus zurückverfolgen. Die letzte bekannte Fassung wurde höchstwahrscheinlich vom Autor Sin-leqi-unnini im 11. Jahrhundert verfasst, der die alten Texte überarbeitete. Diese ist auch die am besten erhaltene Fassung und wurde in jungbabylonisch geschrieben. Die wichtigsten Textquellen zur Rekonstruktion des Epos wurden in der Bibliothek des Herrschers Assurbanipals in Ninive auf dem Gebiert des heutigen Iraks gefunden. Zu dieser Zeit wurden in Mesopotamien die Werke auf sonnengetrockneten oder gebrannten Tontafeln in Keilschrift festgehalten. Das Epos dreht sich um den Held und Herrscher Gilgamesch, der versucht die Grenzen seines Daseins zu überwinden und Unsterblichkeit zu erreichen. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein Wesen. Die Rolle des Menschen in der Gesellschaft, sein Leiden, und der Tod werden thematisiert. Somit behandelt dieses Epos aktuelle menschliche Probleme in einem mehr als dreitausendjährigem Gewand (vgl. Sallaberger, 2008, S. 7-9). Das Gilgamesch-Epos umfasst elf Tafeln und wurde durch eine zwölfte Tafel aus einer sumerischen Erzählung ergänzt. Bis zum heutigen Tage ist die gesamte Geschichte nicht erschlossen und es wird davon ausgegangen, dass ein Drittel des Textes noch nicht entdeckt wurde. Folglich sind einige Handlungsabläufe teilweise unbekannt und inhaltlich nicht nachvollziehbar (vgl. Röllig, 2009, S.13). Eine Tontafel entspricht aus heutiger Sicht einem Kapitel. Der Inhalt des Epos wird im Folgenden anhand der ninivitischen Version zusammengefasst (vgl. Sallaberger, 2008, S. 10). Das dritte Kapitel widmet sich einer individuell ausgewählten Thematik bezüglich des Gilgamesch Epos. Es wird die Sintflutgeschichte in Mesopotamien behandelt.

2. Das Gilgamesch-Epos

Tafel 1 - Gilgamesch in Uruk und Enkidu in der Steppe

Die Erzählung beginnt mit der Vorstellung des Königs Gilgamesch, welcher die Stadt Uruk regiert. Er verkörpert die Summe der Weisheit, der alle Geheimnisse aufdeckt. Er ist sehr wissbegierig und lotet seine Grenzen aus. Gilgamesch wurde in Uruk geboren und ist der Erbauer der Stadtmauer von Uruk, welche in der Welt seines Gleichen sucht. Die Stadt ist dreieinhalb Quadratmeilen groß und besteht aus einem Wohnviertel, einem Palmengarten, einer Lehmgrube und dem Tempel Ischtar. Gilgamesch wird als großer, kräftiger und bärtiger Mann mit vollem Haar beschrieben. Er ist wie ein wilder Stier der immer voran geht. Gilgamesch ist zwei Drittel Gott und ein Drittel Mensch. Seinen Untertanen gegenüber ist er jedoch nicht sehr barmherzig. Er lässt die Söhne nicht zu ihren Vätern, die Töchter nicht zu ihren Müttern und die Jungfrauen nicht zu ihren Geliebten. Die Untertanen rufen die Götter an und bitten um Hilfe. Der Stadtgott Anu von Uruk hört ihre Klagen. Er befiehlt Aruru Gilgamesch einen Rivalen zu erschaffen. Diese schöpft dafür in der Steppe Enkidu. Er ist ebenfalls sehr stark aber im Gegensatz zu Gilgamesch auch ein Spross der Stille. Er lebt in der Steppe wie ein Tier. Den Jägern verscheucht er das Tier und zerstört deren Fallen. Ein Jäger berichtet Gilgamesch von seinem Treiben. Mit Hilfe der Dirne Schamchat soll Enkidu mit menschlichen Reizen verführt werden. Nach sechs Tagen Liebe verlässt Enkidu Schamchat und geht zu den Tieren zurück. Diese jedoch wenden sich von ihm ab. Daraufhin kehrt er zur Dirne zurück, die ihn mit nach Uruk nimmt, damit er Gilgamesch zähmt und sein Freund und Berater wird. Enkidu ist Gilgamesch bereits im Traum erschienen und er erwartet ihn (vgl. Röllig, 2009, S. 33-42).

Tafel II - Die Ankunft von Enkidu

Schamchat gibt Enkidu Kleidung. Sie treffen auf dem Weg nach Uruk bei Hürden auf ein paar Hirten. Sie geben ihm Brot und Bier. Er bewacht das Lager, erschlägt die Wölfe und vertreibt die Löwen während die Hirten schlafen. Als sie in Uruk eintreffen ist Gilgamesch auf dem Weg sich sein Recht, auf die erste Nacht mit einer frisch verheirateten Frau zu verbringen, einzuholen. Enkidu versperrt ihm den Weg zum Hochzeitshaus. Unter den Augen der Bevölkerung liefern sie sich einen Kampf. Da beide gleich stark waren kommt es zu keinem Ergebnis. Eine Textpassage fehlt. Sie schließen Freundschaft und sprechen mit der Mutter von Gilgamesch über die Herkunft von Enkidu und dem Wächter des Zedernwaldes Chumbaba. Sie einigen sich eine Heldentat zu begehen und indem sie Chumbaba töten. Der Wächter des Zedernwaldes ist sehr mächtig. Sein Brüllen ist die Sintflut und sein Atem der Tod. Gilgamesch antwortet auf den ängstlichen Enkidu und sagt, dass dieser keine Angst haben soll, da er ein erfahrener Kämpfer sei. Sie wollen in den Zedernwald ziehen und bereiten ihre Waffen vor. Gilgamesch geht zu den Alten der Stadt und lässt sich für den Kampf gegen Chumbaba segnen. Enkidu will die Alten von der Gefahr überzeugen und spricht zu ihnen. Die Antworten der Ältesten, sind nicht erhalten (vgl. Röllig, 2009, S. 43-48).

Tafel III - Vorbereitung für den Feldzug in den Zedernwald

Die dritte Tafel beginnt mit der Rede der Ältesten, die Gilgamesch und Enkidu auffordern, heil zurück zu kommen und gut aufeinander aufzupassen. Enkidu soll vorangehen, da er den Weg zum Zedernwald kennt. Gilgamesch und Enkidu gehen zu dessen Mutter Ninsun der Göttin von Uruk. Sie soll Gilgamesch segnen, damit er unversehrt zurückkehren kann. Ninsun nimmt ein Bad, legt ihre Gewänder an, steigt auf das Tempeldach und entzündet den Räucheraltar. Sie ruft zum Himmel und fragt, warum Gilgamesch so ruhelos ist und bittet, dass er den Kampf gegen Chumbaba heil übersteht. Der Sonnengott Schamasch soll starke Winde schicken, damit die Waffen Gilgamesch ihn töten können. Ninsu ruft Enkidu herbei und nimmt ihn zu ihrem Sohn. Gilgamesch und Enkidu sind jetzt Brüder. Auch Enkidu wird von ihr gesegnet. Gilgamesch spricht erneut zu den Alten aus Uruk. Er wiederholt seine Absichten Chumbaba zu töten und die Ältesten huldigen ihm. Die jungen Krieger laufen zu ihm und küssen ihm die Füße. Die Ältesten rufen ihn nochmals zu Besonnenheit und Vorsicht auf. Sie vertrauen den erfahrenen Krieger Enkidu ihrem König und ihre Soldaten an. Enkidu spricht zu Gilgamesch und sagt, dass er die Truppen zurück schicken soll, da diese für den Weg den sie zu gehen haben nicht geeignet sind. Gilgamesch verspricht seinen Bürgern ein großes Fest wenn sie zurückkommen (vgl. Röllig, 2009, S. 49-54).

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Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656084112
ISBN (Buch)
9783656714644
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v183881
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
Schlagworte
Gilgamesh Mesopotamien Sintflut

Autor

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Titel: Das Gilgamesch-Epos. Eine Zusammenfassung