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Die EU und ihr Verhältnis zu den USA

Seminararbeit 2010 16 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Überblick seit dem 20. Jahrhundert
2.1 Die USA
2.1.1 Der Erste Weltkrieg und seine Folgen
2.1.2 Zwischenkriegszeit mir großer Depression und dem „New Deal“
2.1.3 Der Zweite Weltkrieg
2.1.4 Nachkriegszeit und Beginn des Kalten Krieges
2.1.5 Jüngere Geschichte und Aktuelles
2.2 Europa und die Europäische Union
2.2.1 Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
2.2.2 Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Und die Entstehung der Europäischen Union

3. Differenzen
3.1 Klimaschutz durch das Kyoto-Protokoll
3.1.1 Was ist das Kyoto-Protokoll
3.1.2 Von der Konferenz in Kyoto bis zum Inkrafttreten des Protokolls
3.2 Die Todesstrafe
3.2.1 Die USA
3.2.2 Die Europäische Union
3.2.3 Deutsche im US-Amerikanischen Todestrakt
3.3 Kampf gegen den Terrorismus
3.3.1 Der Afghanistan-Krieg
3.3.2 Der Irak-Krieg

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Um das Thema meiner Hausarbeit „Die EU und ihr Verhältnis zu den USA“ näher beleuchten zu können, habe ich mich dazu entschlossen, zunächst sowohl die jüngere Geschichte der USA als auch die der Europäischen Union zu betrachten (ab dem 20. Jahrhundert).

Aus den daraus ersichtlichen Fakten ist erkennbar, dass es zwischen den USA und der EU nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch Differenzen gab bzw. gibt. Der Gliederungspunkt „Differenzen“ ist äußerst umfangreich, deshalb habe ich mich auf die drei Punkte „Umweltschutz“, „Menschenrechte“ und „internationale Sicherheit“ beschränkt. Dazu habe ich Übersichten zum Kyoto-Protokoll, zur Todesstrafe und zum Kampf gegen Terrorismus in Afghanistan und im Irak herausgearbeitet und dabei versucht sowohl die amerikanische als auch die europäische Betrachtungsweise ersichtlich zu machen.

2. Geschichtlicher Überblick ab dem 20. Jahrhundert

2.1. Die USA

2.1.1. Der Erste Weltkrieg und seine Folgen

Als in Europa der Erste Weltkrieg ausbrach, herrschte seitens der USA, unter Präsident Woodrow Wilson (1913-1921), strikte Neutralität. Weil der Anteil deutschstämmiger Immigranten in den USA erheblich war, war diese Neutralität von Anfang an gefährdet und die USA mischten sich zunächst nur leicht in das Geschehen ein.

Weil Deutschland durch eine britische Seeblockade faktisch von der Außenwelt abgeschnitten war und die Amerikaner deshalb finanzielle Einbußen im Außenhandel erlitten, streikten sie, wenn auch nur halbherzig. Die eben genannten Einbußen konnten jedoch durch den hohen Waffenbedarf der Alliierten, der durch die USA gestillt wurde, ausgeglichen werden. Deutschland wurde aufgrund eines U-Boot-Krieges mit Sanktionen gedroht.

Die USA wurden durch zwei Ereignisse zu einem zunehmend kritischen Blickwinkel gegenüber Deutschland beeinflusst: Zum Einen marschierten deutsche Truppen in das neutrale Belgien ein, zum Anderen versanken die Deutschen das britische Passagierschiff Lusitania im Mai 1915. Dabei kamen insgesamt 128 US-Bürger ums Leben.

Für den endgültigen Kriegseintritt der USA am 06. April 1917 gab es zwei weitere Faktoren: Deutschland stoppte, trotz angedrohter Sanktionen, nicht den U-Boot-Krieg, der auch die USA betraf. Außerdem entsandte Deutschland ein verschlüsseltes Telegramm an Mexiko, in dem ein Bündnis, im Falle des Kriegseintritts der USA, angeboten wurde. Dieses Telegramm wurde vom britischen Geheimdienst decodiert und der US-Regierung übermittelt.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs waren für die USA mit 50.000 Toten und 200.000 Verletzten nicht unerheblich; die Amerikaner gaben ihrem Präsidenten Wilson die Schuld an diesem Verlust. Unter dem neuen, mehrheitlich gewählten Präsidenten Warren G. Harding wandten sich die USA ab 1921 wieder von europäischen Angelegenheiten ab. Trotz dieser Abwendung von Seiten der USA, blieben Außenhandelsbeziehungen konstant. Die USA übten außerdem bei internationalen Vertragsabschlüssen, wie dem „Dawes-Plan“ von 1924 und dem „Young-Plan“ von 1929, Druck auf europäische Staaten aus, die Reparationszahlungen der Deutschen an ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit anzupassen.

2.1.2. Zwischenkriegszeit mit großer Depression und dem „New Deal“

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg florierten sowohl Kultur als auch Wirtschaft der USA, dies war unter Anderem auf die gut entwickelte Werbung zurückzuführen. Bedeutsame Bereiche des Wirtschaftswachstums waren beispielsweise hoch gebaute Wolkenkratzer, die weit verbreitete Musikrichtung Jazz, die explodierende Automobilindustrie und jährliche Wachstumsraten von etwa 5%. Diese Situation wurde jedoch durch die wachsende Kriminalität, aufgrund eines Alkoholverbots von 1920, das zu illegaler Produktion und Schmuggel führte, getrübt.

Der New Yorker Börsenkrach von 1929 hatte einen Wirtschaftszusammenbruch der USA zur Folge, dazu gehörten beispielsweise Konkurse, eine hohe Arbeitslosenrate bei industriellen Berufen von bis zu 25%, der Preisfall von Agrarprodukten oder auch Obdachlosigkeit von Farmern. Außerdem folgte die zunehmende Demoralisierung der amerikanischen Bevölkerung, die das Vertrauen in eine liberale Demokratie infrage stellte.

Mit seinem Wirtschafts- und Sozialprogramm des „New Deal“ schaffte es der 1932 neu gewählte Präsident Franklin D. Roosevelt der US-Bevölkerung neues Vertrauen in die Regierung zu geben. Mit der Gründung von Exekutivbehörden schuf Roosevelt eine Grundlage für die Umsetzung seiner Reformen im industriellen Sektor, in der Landwirtschaft, im Bankensystem, im Sozialwesen und auf dem Arbeitsmarkt. Mit dem Ausbau des US-Verwaltungs- und Sozialversicherungssystems schuf er nicht nur etliche Arbeitsplätze, sondern verstärkte gleichzeitig auch seine eigene Kompetenz. Jedoch konnte die Wirtschaftskrise nicht vollkommen behoben werden.

2.1.3. Der Zweite Weltkrieg

Als erneute Kriegsanzeichen seitens Europas und Asiens auftraten, erklärten sich mehr US-Bürger als zuvor und auch Präsident Roosevelt zur Neutralität. Hierzu wurden mehrere Neutralitätsgesetze verabschiedet. Eines dieser Neutralitätsgesetze erlaubte es anderen Staaten, der USA Waffen abzukaufen, solange sie bar bezahlt und auf eigenen Schiffen abtransportiert werden konnten. Ein weiteres besagte, dass die USA Waffen an andere Staaten verkaufen oder verleihen durften, solange deren Verteidigung im vitalen Interesse der USA sei.

Gleichzeitig wurde aber auch die nationale Verteidigung vorbereitet, indem die Rüstungsindustrie ausgebaut und die Wehrpflicht eingeführt wurde.

1941 trafen sich Präsident Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill heimlich vor Neufundland, um die „Atlantik-Charta“ zu beschließen. Diese beinhaltete britisch-amerikanische Prinzipien (u. A. das Selbstbestimmungsrecht der Völker; der Zugang zum freien Welthandel zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Völker; die Freiheit der Meere und die Entwaffnung von Aggressorstaaten).

Am 07. Dezember 1941 wurde die auf Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA überraschend von japanischen Trägerflugzeugen angegriffen. Dieser, bis heute als heimtückisch bezeichnete Angriff seitens der Japaner bedeutete den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg.

Nach der Einkreisung Deutschlands durch sowjetische und alliierte Truppen, kapitulierten die Deutschen letztendlich am 8. Mai 1945. Hiermit galt der Zweite Weltkrieg als beendet und die USA wurden während Potsdamer Konferenz (17.07-02.08.1945) zu einer von vier Besatzungsmächten Deutschlands ernannt.

Indes führten die Vereinigten Staaten einen erbitterten Seekrieg gegen Japan, da Japan trotz etlicher Niederlagen nicht dazu bereit war, zu kapitulieren. Erst als sich Roosevelts Nachfolger Harry S. Truman dazu entschloss, am 6. August 1945 eine Atombombe über Hiroshima und am 9. August eine über Nagasaki abzuwerfen, erklärten die Japaner schließlich am 14. August 1945 ihre Kapitulation.

2.1.4. Nachkriegszeit und Beginn des Kalten Krieges

Die meisten Länder der Welt waren nun entweder durch den Kommunismus oder die demokratischen Ziele der USA und ihrer Verbündeten geprägt. So entstand 1945 der Kalte Krieg, der sich bis in die 1990er Jahre hinein belief. Er wird als Konflikt zwischen den Westmächten unter der Führung der USA und dem Ostblock unter sowjetischer Führung beschrieben, der unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges angetragen wurde. Charakterisierend für den Kalten Krieg war das Wettrüsten beider Systeme und auch der Konkurrenzkampf in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Technologie und Sport. Als Ende dieses Konfliktes wird heutzutage der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 gesehen.

2.1.5. Jüngere Geschichte und Aktuelles

Die jüngere Geschichte der Vereinigten Staaten ist durch die Amtszeiten der Präsidenten Bill Clinton (1993-2001) und George W. Bush (2001-2009) geprägt. Während Clinton soziales Engagement, beispielsweise in Somalia, Haiti oder Bosnien-Herzegowina, zeigte, wandte sich Bush, vor allem nach den Anschlägen des 11. September 2001 auf das World Trade Center, der Bekämpfung des Terrorismus zu. Während seiner Amtszeit betrieben die Vereinigten Staaten sowohl in Afghanistan als auch im Irak Krieg. 2009 trat Barack Obama, der 44. Präsident der USA, das Erbe der Amtszeit Bush‘ an, das u. A. aus der Aufhaltung des Klimawandels, den Folgen der globalen Finanzkrise, der Bekämpfung von Terrororganisationen, wie Al-Qaida und die Taliban, und dem zivilen Wiederaufbauvon Afghanistan und dem Irak bestand bzw. besteht.

2.2. Europa und die Europäische Union

2.2.1. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (einiges ergibt sich auch schon aus der Geschichte der USA)

Europa wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts u. A. durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg oder auch durch die Weltwirtschaftskrise geprägt.

1914 begann der Erste Weltkrieg zwischen den Mittelmächten, die aus dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und dem Italienischem Königreich bestanden, und Frankreich, Russland, Großbritannien und Serbien, die zusammen die Entente-Mächte1 bildeten. Ursachen hierfür waren hauptsächlich territoriale Konflikte. Später traten auch Japan, Portugal, Rumänien, Griechenland und die USA dem Krieg bei, bei dem etwa 17 Millionen Menschen ihr Leben ließen. 1918 legten die beteiligten Mächte den Krieg nieder und die Mittelmächte mussten eine erhebliche Niederlage verbüßen. Das Ende des Krieges wurde formal allerdings erst 1919 mit dem Vertrag von Versailles besiegelt, in dem festgelegt wurde,dass das Deutsche Reich und seine Verbündeten allein Schuld am Krieg gehabt haben und deshalb Reparationszahlungen an die Siegermächte zahlen müssen.

[...]


1 frz.entente : Einvernehmen, Vereinbarung, Absprache

Details

Seiten
16
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656083573
ISBN (Buch)
9783656083436
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v183839
Institution / Hochschule
Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)
Note
1,3
Schlagworte
verhältnis

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Titel: Die EU und ihr Verhältnis zu den USA