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Unternehmenskultur - Management zwischen Motivation und Manipulation

Hausarbeit 2007 13 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Unternehmenskulturansatz
2.1 Der Paradigmenwechsel
2.2 Elemente von Unternehmenskulturen

3. Management von Unternehmenskulturen
3.1 Integration der Mitarbeiter
3.2 Motivation der Mitarbeiter

4. Kritik am Unternehmenskulturansatz

5. Zusammenfassung

Literatur

1. Einleitung

In zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen wird der Kultur eines Unternehmens eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Motivation der Mitarbeiter und damit auf den Unternehmenserfolg zugeschrieben.

Zur Definition des Unternehmenskulturbegriffs existieren diverse Ansätze. Eine für die Thematik dieser Arbeit geeignete Definition beschreibt Unternehmenskultur als „die Gesamtheit von geteilten Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter aller Stufen und somit das Erscheinungsbild eines Unternehmens prägen“ (Kobi et. al. 1986, S. 13).

Ausgehend von diesem Begriffsverständnis wird im Folgenden zunächst auf die Entstehung des Ansatzes und die Elemente von Unternehmenskulturen eingegangen, bevor im zweiten Teil das Management von Unternehmenskulturen thematisiert wird. Dabei werden insbesondere die Integrations- sowie die Motivationsfunktion von Unternehmenskulturen fokussiert, die, aufgrund ihrer wesentlichen Bedeutung für das Erreichen der Unternehmensziele, vor allem den Interessen der Arbeitgeberseite dienen (vgl. z.B. Dill et. al. 1997, S. 163).

Schließlich erfolgt im dritten Teil eine kritische Betrachtung des Ansatzes, indem dessen Legitimität in Hinblick auf die Vereinnahmung der gesamten Person des Arbeitnehmers für Unternehmenszwecke diskutiert wird.

2. Der Unternehmenskulturansatz

2.1 Der Paradigmenwechsel

Der Unternehmenskulturansatz ist bereits Anfang der 1980er Jahre als Reaktion auf den Erfolg japanischer Unternehmen, sowohl auf US-amerikanischen Märkten als auch auf dem Weltmarkt, entstanden. Die Analyse der Erfolgsfaktoren japanischer Unternehmen führte zur Identifizierung der Unternehmenskultur, welche durch eine hohe Motivation und Loyalität der Mitarbeiter geprägt ist, als entscheidenden Wett- bewerbsvorteil gegenüber amerikanischen Unternehmen (vgl. z.B. Degener 2004, S. 45).

Dieser Paradigmenwechsel lässt sich anhand des von der Unternehmensberatung McKinsey entwickelten 7-S-Modells (siehe Abbildung 1) veranschaulichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: 7-S-Modell (nach Peters/Waterman 1982, S. 10)

Das Modell zeigt die strategischen Faktoren, die für den Unternehmenserfolg von wesentlicher Bedeutung sind. Ziel der amerikanischen Unternehmen ist, dem Prinzip des „Taylorismus“ folgend, die Optimierung der drei „harten“ Faktoren Strategy, Structure und Systems, während der Erfolg der japanischen Unternehmen auf den drei „weichen“ Faktoren Staffing, Skills (fachliche und soziale Qualifikationen der Mitarbeiter) und Style (Führungsstil, Betriebsklima) basiert, die wichtige Elemente von Unternehmenskulturen darstellen (vgl. z.B. Neuberger et. al. 1987, S. 10 ff.).

2.2 Elemente von Unternehmenskulturen

Die Kultur eines Unternehmens manifestiert sich in vielfältiger Form. So können die Werte der Organisationsmitglieder ebenso Ausdruck für eine spezifische Unternehmenskultur sein, wie auch die Architektur des Firmengebäudes oder die unternehmensinterne Sprache (vgl. z.B. Prott 2004, S. 47 ff.).

Nach Schein lassen sich die Elemente von Unternehmenskulturen auf drei Bewusstseinsebenen abbilden (siehe Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Drei-Ebenen-Modell (nach Schein 1985, S. 14)

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Details

Seiten
13
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656076971
ISBN (Buch)
9783656076742
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v183351
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,7
Schlagworte
unternehmenskultur

Autor

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Titel: Unternehmenskultur - Management zwischen Motivation und Manipulation