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Die Bedeutung des Traums in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und Thomas Manns "Der Tod in Venedig"

Bachelorarbeit 2011 41 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wiener Moderne
2.1 Die neue Ästhetik der Wiener Moderne
2.2 Einflüsseder WienerModerne

3. Arthur Schnitzler Traumnovelle
3.1 Hinführung zum Werk unter Berücksichtigung kontextueller Bezüge
3.2 Informationen zu TitelundEntstehungszeitraum
3.3 Inhaltsangabe
3.4 Werkanalyse
3.4.1 Die Novelle
3.4.2 Der Aufbau
3.4.3 Die Erzähltechnik

4. DieBedeutung des Traums inder Traumnovelle
4.1 Zwischen Traumund Wirklichkeit
4.2 Derexplizite Traum
4.2.1 Albertines Traum als Flucht aus der Wirklichkeit
4.2.2 Albertines Traum alsZeugnisder erlebten Wirklichkeit
4.2.3 Albertines Traum alsMärchendarstellung
4.3 Die traumhafte Handlung
4.3.1 FridolinsNachterlebnissealsFluchtausder Wirklichkeit
4.3.2 Traumhaft verzerrte Realität
4.4 Das Verhältnis von Traum zur traumhaften Handlung

5. Freuds Traumdeutung in Schnitzlers Traumnovelle

6. Thomas Mann Der Tod in Venedig
6.1 LiteraturgeschichtlicherHintergrund des Werks
6.2 Hinführung zum Werk unter Berücksichtigung kontextueller Bezüge
6.3 Inhaltsangabe
6.4 Werkanalyse
6.4.1 Dernovellistische Aufbau
6.4.2 Die Erzähltechnik

7. Die Bedeutung des Traums in Der Tod in 'Venedig
7.1 Aschenbachs Tagtraum
7.2 AschenbachsNachttraum

8. Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Lange Zeit galten die Träume als Botschaften der Götter. Eine der ältesten Überlieferungen über die Deutung der Träume geht bereits auf das Jahr 1150 vor Christus zurück. Das Hieratische Traumbuch der Ägypter enthielt eine stichpunktartige Auflistung der häufigsten Traumsymbole, die nur von den höchsten Priestern gedeutet und dokumentiert wurden. Man ging davon aus, dass die menschliche Seele den Körper im Traum verlässt und in den himmlischen Urozean „Nun“ aufsteigt. Im „Nun“ empfing die Seele die Träume von den Göttern, die den Menschen die Zukunft enthüllten und sie vor drohenden Gefahren schützen sollten.1 Auch in der Bibel findet man Traumschilderungen, die als Prophezeiung künftigen Geschehens angesehen wurden, wie zum Beispiel den Traum des Pharao, den Josef durch Gottes Weisheit und Gottes Kraft deutete und ihm sieben fette und sieben magere Jahre prophezeite.2

Seit der griechischen Antike wurde das Thema des Traums, speziell das des Traumbewusstseins, zunehmend auch zum Gegenstand vieler philosophischer Reflexionen. So forschte zum Beispiel Aristoteles nach den physischen und psychischen Ursachen der prophetischen Träume und versuchte die Seelentätigkeit des Schlafenden losgelöst von göttlicher Einwirkung auf innermenschliche Gesetzmäßigkeiten zurückzuführen. Nach diesem ersten Versuch rückte die wissenschaftliche Traumauffassung jedoch bis in das 19.Jahrhundert in den Hintergrund.3 Erst Wissenschaftler wie Johannes Müller (18011858) oder Wilhelm Wundt (1832-1922) widmeten dem Traum erneut unter physiologischen Gesichtspunkten ausführliche Studien und mit Sigmund Freuds Traumdeutung (1900) gelang schließlich auch der wissenschaftliche Durchbruch auf dem Gebiet der Psychologie. Freud (1856-1939), der Begründer der Psychoanalyse, verankerte den Traum in den dynamischen psychischen Vorgängen des Träumenden selbst. Er gab den Trauminhalten einen Sinn und sah den Traum als Weg zum Unterbewusstsein des Menschen und damit zum eigentlichen Wesen seiner Persönlichkeit, seiner Seele.4 Die neuen Erkenntnisse Freuds galten jedoch nicht nur als großer Fortschritt in der Medizin, sie eröffneten auch ein völlig neues Potenzial für die Literatur, die aus der Psychoanalyse Freuds vielfältige Anregungen schöpfte.

In der vorliegenden Arbeit soll unter diesem Gesichtspunkt zunächst dargestellt werden, inwiefern sich die Literatur um die Jahrhundertwende mit dem Thema des Traums und dem Seelenleben des Menschen auseinandergesetzt hat. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Strömung der Wiener Moderne, welche einen Wandel der literarischen Darstellungen provozierte. In einem nächsten Schritt wird erarbeitet, welchen Einfluss Sigmund Freuds Psychoanalyse auf die Literatur dieser Zeit ausübte und es werden die Grundzüge seiner Traumdeutung vorgestellt.

Die darauffolgenden Kapitel bilden das Zentrum dieser Arbeit und beziehen sich auf die Bücher Traumnovelle von Arthur Schnitzler und Der Tod in 'Venedig von Thomas Mann. In beiden Werken spielt der Traum eine entscheidende Rolle und bildet somit den Mittelpunkt meiner Untersuchungen. Dabei wird stets der Frage nach der Bedeutung des Traums nachgegangen. Zunächst wird neben allgemeinen Informationen wie Entstehungszeitraum und Inhalt der Werke der Traum als künstlerisches Prinzip analysiert. Dieses schließt sowohl eine Analyse des Aufbaus, als auch der Erzähltechnik ein. Die Hauptuntersuchungen widmen sich den Träumen der jeweiligen Protagonisten. Dazu wird eine detaillierte Darstellung der Träume vorgenommen und der Trauminhalt unter Berücksichtigung verschiedener Deutungsmuster hinterfragt. Neben einigen biografischen Bezügen zu den Autoren werden dabei vor allem Sigmund Freuds psychoanalytische Erkenntnisse über den Traum herangezogen. In der Schlussbetrachtung werden die gewonnenen Ergebnisse dieser Arbeit zusammenfassend dargestellt und ein Ausblick zu weiteren Untersuchungsansätzen geliefert.

2.Die Wiener Moderne

2.1 Die neue Ästhetik der Wiener Moderne

Das ausgehende 19.- und beginnende 20.Jahrhundert ist durch mehrere, sich überlagernde Literaturströmungen gekennzeichnet. Mit dem um 1880 entstehenden Naturalismus, der mit dem traditionellen idealistischen Modell des Realismus bricht, steht nicht mehr nur ausschließlich das Schöne und Heile im Mittelpunkt der literarischen Wahrnehmung und Darstellung. Der Naturalismus versteht sich eher als eine literarische Revolution, die auch das Hässliche in das ästhetische Bewusstsein ruft, und somit „ein möglichst genaues Abbild des Lebens, besonders der politischen und sozialen Wirklichkeit“5 schafft. In der Auseinandersetzung mit dem Naturalismus, der in Berlin und München seine Zentren hatte, entsteht um 1890 in der österreichischen Stadt Wien die Gegenströmung der Wiener Moderne, die einen Wandel der literarischen Darstellung von außen nach innen, das heißt von der Objektivität zur Subjektivität provoziert und somit einen neuen Kunststil erschafft, der das Ich, die Seele und den Traum problematisiert.6 1893 beschreibt Hugo von Hofmannsthal in seinem Aufsatz Gabriele D'annunzio diese moderne Strömung, und legt damit einen repräsentativen Grundgedanken für das neue ästhetische Bewusstsein der Wiener Moderne zugrunde.

„Heute scheinen zwei Dinge modern zu sein: die Analyse des Lebens und die Flucht aus dem Leben. Gering ist die Freude an Handlung, am Zusammenspiel der äußeren und inneren Lebensmächte, am Wilhelm-Meisterlichen Lebenlemen und am Shakespearischen Wettlauf. Man treibt Anatomie des eigenen Seelenlebens, oder man träumt. Reflexion oder Phantasie, Spiegelbild oder Traumbild.“7

2.2 Einflüsse der Wiener Moderne

Die Wiener Moderne knüpft mit ihrer neu gewonnenen literarischen Erkenntnis, die Bezug auf das Bewusstsein und Unterbewusstsein des Menschen, auf seine inneren Gefühle und Seelenzustände nimmt, ideengeschichtlich an Ernst Machs Erkenntnistheorie Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen (1886) und Sigmund Freuds psychoanalytischer Traumdeutung (1900) an, welche einen neuen Weg zur Untersuchung des Ichs geebnet haben.8

„In [Machs] Erkenntnistheorie, die das Ich als einen ,Komplex von Erinnerungen, Stimmungen, Gefühlen‘ definiert, leugnet Mach ,die Einheit des Bewusstseins‘.“9 Nach Mach besteht das Ich demnach aus einer Summe von Empfindungskomplexen und unterliegt ständigen Veränderungen. Von diesem Standpunkt aus erforscht er das menschliche Bewusstsein. Er setzt das Ich relativ beständigen Empfindungen aus und löst es in einzelne Elemente auf, die ein Verstehen und Erkennen des Ichs im absoluten Ganzen nicht mehr möglich erscheinen lassen. Mach kommt zu der Auffassung, dass das Ich unrettbar ist und es nicht mehr als eine Einheit empfunden werden kann.10 „Nicht das Ich ist das Primäre, sondern die Elemente. [...] Die Elemente bilden das Ich.“11 Machs gewonnene Erkenntnisse bilden für die Autoren der Wiener Moderne eine notwendige Grundlage des ästhetischen Bewusstseins. Betrachtet der Naturalismus die Literatur als ein Mittel, welches die Determinierung des Ichs durch die sozialen Umstände beschreibt, so setzen die Schriftsteller der Wiener Moderne sich mit dem Ausdruck von Seelenzuständen auseinander, die das problematische Ich reflektieren und somit das wahrnehmende Ich als Subjekt in den Mittelpunkt seiner augenblicklichen Eindrücke und Gefühle stellt. Von nicht geringerer Tragweite für die Autoren der Wiener Moderne waren die Forschungen des Wiener Arztes Sigmund Freud, der entgegen Machs Deutung des „unrettbaren Ichs“ auf die Therapie der menschlichen kranken Seele zielt. „Auf dem Wege zur Entwicklung einer therapeutischen Behandlungsmethode von psychischen Störungen war Freud auf die verdrängten Konflikte des ,Unterbewussten‘ gestoßen [und] er entdeckte, dass die im Wachzustand wirkende ,Zensur‘ im Schlaf abgeschwächt wird und somit der Traum den Zugang zu den verschlossenen Welten der Psyche öffnen kann“.12 Freud bedient sich der therapeutischen Methode der Selbstanalyse, mit der er die Gesetze des Ablaufes im Unbewussten abzuleiten versucht und kommt zu der Erkenntnis, dass der Traum eine Wunscherfüllung ist,13 und dass „das Träumen [sich] anstelle des Handelns [setzt]“14. Der Traum wird demnach als Mittel zur Bestimmung des Seelenzustands genutzt und es wird ihm ein hoher Grad an Realität beigemessen, denn „das Traumbild war eine Erinnerung“15 und hat „einen Sinn und psychischen Wert“16. Dass mit Hilfe des Traums nun auch die Möglichkeit bestand, verborgene sexuelle Wünsche und Triebe zu offenbaren17 und die These Freuds, dass „das Studium des Traumes [...] nicht nur die beste Vorbereitung für das der Neurosen [ist], der Traum selbst ist auch ein neurotisches Symptom, und zwar eines, das den für uns unschätzbaren Wert hat, bei allen Gesunden vorzukommen“18, wurde von einigen seiner Zeitgenossen stark kritisiert und galt als eine heftige Provokation der konventionellen Sittengemälde. Der Traum wurde trotz dessen zu einem ernsten Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchungen und gerade wegen seiner Brisanz zunehmend auch zum Schreibanlass vieler Autoren, die die Analyse des Unterbewussten zum Selbststudium und ihre neue Ausrichtung auf psychopathologische Phänomene für die literarische Tätigkeit nutzten.

Für die avantgardistischen Wiener Autoren eröffneten sich mit den psychoanalytischen Arbeiten Freuds völlig neue Dimensionen ihres literarischen Schaffens, was nicht nur die Thematik, sondern auch die sprachliche und motivische Gestaltung ihrer Werke betraf. Folglich heißt es bei Thomas Anz: „Die Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts ist ohne die Rezeptionsgeschichte der Psychoanalyse nicht angemessen zu begreifen - so wie umgekehrt die Psychoanalyse nicht ohne ihre Auseinandersetzung mit Literatur.“19

3. Arthur Schnitzler Traumnovelle

3.1 Hinführung zum Werk unter Berücksichtigung kontextueller Bezüge

Arthur Schnitzler (1862-1931) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne. Als Sohn eines Arztes nahm er auf Wunsch seiner Familie 1879 ein Medizinstudium auf, welches er 1885 mit der Promotion zum Dr.med abschloss. Seine eigentliche Neigung galt allerdings schon zu dieser Zeit eher der Literatur und dem Theater als der Naturwissenschaft und so arbeitete er bereits neben seiner Tätigkeit als Mediziner an seinen ersten literarischen Werken.20 „Als Sekundararzt in der Psychiatrie stieß er jedoch auf ein für ihn interessantes medizinisches Sachgebiet, das ihn anregte, über Psychiatrie, Hypnose und Suggestion zu publizieren.“21 Die Arbeiten auf medizinischen Sachgebieten blieben zwar die Ausnahme, sie erweckten jedoch ein gewisses Interesse Schnitzlers an psychologischen Phänomenen und, obwohl er sich später von dem Arztberuf abwendete, waren seine dramatischen und epischen Werke weiterhin von seinen Beschäftigungen mit der Psyche und dem Innenleben des Menschen gekennzeichnet.

Als Zeitgenosse und Kenner der Psychoanalyse Sigmund Freuds setzte sich Schnitzler unter anderem auch mit dem Motiv des Traums auseinander und erhob in seinem literarischen Werk Traumnovelle die „psychische Deskription und die diagnostische Analyse [des Traums] zu einem künstlerischen Prinzip“22.

Die Traumnovelle setzte dabei an „der Problematik der bürgerlichen Ehe, mit ihren Gefährdungen [...], ihren Glücksperspektiven [...] und ihrem Sinn im bürgerlichen Alltag“23 an. Schnitzler, dessen Leben selbst durch viele Liebschaften und zerrüttete Beziehungen gekennzeichnet war, stellte die Institution Ehe in seinem Werk auf eine harte Probe und fragte ganz im Sinne der zeitgenössischen Psychoanalyse Sigmund Freuds, nach der Reflexion des menschlichen Triebes.24 „Angesichts der anarchischen Energien der Sexualität [diskutiert die Novelle] die Chancen der Ehe, der chaosstiftenden, sich verselbstständigenden Triebdynamik entgegenzuwirken.“25

3.2 Informationen zu Titel und Entstehungszeitraum

Schnitzlers Traumnovelle erschien erstmals in der Modezeitschrift Die Dame, in der sie kapitelweise von Dezember 1925 bis März 1926 veröffentlicht wurde. Die erste Buchausgabe erfolgte 1926 im S. Fischer Verlag. Der Verleger riet Schnitzler zunächst dazu, seine Novelle Kein Traum ist 'völlig Traum zu nennen, was der Autor jedoch ablehnte. Schnitzler selbst hatte sein Werk unter dem Arbeitstitel Doppelnovelle begonnen,jedoch auch diesen Titel letztlich verworfen, obwohl das erzählte Geschehen mehrfach doppelt angelegt ist, was sich zum Beispiel in den zwei parallelen Träumen Albertines und Fridolins oder aber in den zwei Ebenen des Unterbewussten und Bewussten zeigt.26 Die erste Erwähnung Schnitzlers bezüglich des Stoffes reichte bis zur Jahrhundertwende zurück und lag somit rund 30 Jahre vor der Erstveröffentlichung der Traumnovelle. So notierte Schnitzler bereits am 15.06.1907 in seinem Tagebuch, dass er seiner Frau Olga Gußman über ein neues Sujet berichtet habe:27 „Derjunge Mensch, der von seiner schlafenden Geliebten fort in die Nacht hinaus zufällig in die tollsten Abenteuer verwickelt wird - sie schlafend daheim findet wie er zurückkehrt; sie wacht auf - erzählt einen ungeheuren Traum, wodurch derjunge Mensch sich wieder schuldlos fühlt.“28 Die Arbeit an der Traumnovelle begann Schnitzler erst in dem Jahr 1920. Gründe für die lange Verzögerung werden nur aus einem Tagebucheintrag deutlich, welchen er 1916 verfasste:29 „Stoffe vorgenommen keiner zieht mich mächtig genug an; - bei manchen unklar, ob er novellistisch, ob dramatisch anzugehn; - auch praktische Erwägungen stellen einigermaßen störend sich ein. Der Davos Einakter regte mich an; auch die Geschwister sind nicht ohne Reiz. Von den Novellen die Doppelgeschichte [.. ]“30

3.3 Inhaltsangabe

Schnitzlers Traumnovelle spielt in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Protagonisten der Novelle sind Fridolin, ein 35-jähriger Arzt, der sowohl in eigener Praxis als auch im Krankenhaus tätig ist, und seine Ehefrau Albertine. Sie haben eine kleine Tochter und führen eine glückliche Ehe in einem gutbürgerlichen Leben mit Haus- und Kindermädchen.

Nachdem ihre Tochter aus einem orientalischen Märchen vorgelesen hat, bringen die Eheleute diese zu Bett und beginnen anschließend eine Unterhaltung über die gemeinsame Redoute am Vorabend. Angeregt durch die Schilderungen des jeweilig anderen entlocken sie sich daraufhin weitere Geständnisse über erotische Begegnungen und geheime Wünsche, die sich während eines gemeinsamen Dänemarkurlaubs zugetragen hatten. Albertine berichtet ihm von einem Marineoffizier, der ihr in dem Hotel in Dänemark aufgefallen war und ihr reges Interesse so sehr geweckt hatte, dass sogar nur ein Wort von ihm genügt hätte, um ihrem Mann untreu zu werden. Nach kurzem Zögern gesteht auch Fridolin ihr, dass er während dieses Urlaubs ein erotisches Erlebnis hatte, in welchem ihm am Strand ein junges Mädchen begegnet war, welches ihn in ihren Bann gezogen hatte und dessen verlockender Schönheit auch er gern erlegen wäre.

[...]


1 Vgl.: Salhab, Markus: Geschichte der Traumdeutung. Die Traumdeuter des alten Ägypten unter: http://www.traeume-verstehen.de/traumblog-aktuelles/63-traumdeutung-im-alten-aegypten, 24.09.2011.

2 Vgl.: Christlicher Intemetdienst: 1. Mose - Kapitel 41. Josef deutet die Träume des Pharao unter: http://www.bibel-online.net/text/luther_1912/l_mose/41/, 24.09.2011.

3 Vgl.: Perlmann, Michaela: Der Traum in der literarischen Moderne. Zum Werk Arthur Schnitzlers. [Hrsg.u.a. von] Harms, Wolfgang, Münchner Universitätsschriften Philosophische Fakultät, Band 37, Wilhelm Fink, München, 1987, S.47.

4 Vgl.: Hinck, Valeria: Träume bei Arthur Schnitzler (1862-1931). [Hrsg. Von] Putscher, Marielene; Arbeiten der Forschungsstelle des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Köln, Band 43, Kölner medizinhistorische Beiträge, Köln, 1986, S.3.

5 Vamhom,Beate(RedaktionelleLeitung) Naturalismus-Literatur, Dasaktuelle wissen.de Lexikon,Band 15, GGP Media, Pößneck, 2004, S.226.

6 Vgl.: Hoffmann, Friedrich / Rösch, Herbert: Grundlagen Stile Gestalten der deutschen Literatur. Eine geschichtliche Darstellung, 1. Auflage, Comelsen, Berlin, 1996, S.335f.

7 Hofmannsthal, Hugo von: Gabriele D'annnunzio. In: Ders.: Ausgewählte Werke in zwei Bänden. Band 2, S.Fischer, Frankfurt a. Main, 1961, S.293f.

8 Vgl.: Hoffmann, Friedrich / Rösch, Herbert: Grundlagen Stile Gestalten der deutschen Literatur, S.335.

9 Ebd.: S.335.

10 Vgl.: Mach, Emst: Antimethaphysische Bemerkungen. In: Wunberg, Gotthart (Hg.): Die Wiener Moderne. Literatur, Kunstund Musik zwischen 1890 und 1910, Reclam, Stuttgart, 1984, S.137ff.

11 Ebd.: S.141.

12 Hoffmann, Friedrich / Rösch, Herbert: Grundlagen Stile Gestalten der deutschen Literatur, S.335f.

13 Freud, Sigmund: Der Traum ist eine Wunscherfüllung. In: Wunberg, Gotthart (Hg.): Die Wiener Moderne. Literatur, Kunstund Musik zwischen 1890 und 1910, Reclam, Stuttgart, 1984, S.159.

14 Ebd.: S.160.

15 Freud, Sigmund: Brief an Wilhelm Fließ. In: Wunberg, Gotthart (Hg.): Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst undMusik zwischen 1890 und 1910, Reclam, Stuttgart, 1984, S.154.

16 Freud, Sigmund: Der Traum ist eine Wunscherfüllung. In: Wunberg, Gotthart (Hg.): Die Wiener Moderne. Literatur, Kunstund Musik zwischen 1890 und 1910, Reclam, Stuttgart, 1984, S.159.

17 Vgl.: Perlmann, Michaela: Der Traum in der literarischen Moderne, S.50.

18 Freud, Sigmund: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Und Neue Folge. In: Mitscherlich, Alexander (Hg.u.a.), Studienausgabe, Band 1, S.Fischer, Frankfurt a.Main, 1969, S.101.

19 Anz, Thomas / Pfohlmann, Oliver: Psychoanalyse in der literarischen Moderne. Eine Dokumentation. Einleitung und Wiener Moderne, Band 1, LiteraturWissenschaft.de, Marburg, 2006, S. 1.

20 Vgl.: Freund, Winfried /Freund-Spork, Walpurga: Lektüreschlüssel. Arthur Schnitzler Traumnovelle, Reclam jun., Stuttgart, 2010, S.45.

21 Ebd.: S.45.

22 Ebd.: S.51.

23 Ebd.: S.5.

24 Vgl. ebd.: S.5.

25 Ebd.: S.5.

26 Vgl.: Heizmann, Bertold: Erläuterungen und Dokumente. Arthur Schnitzler.Traumnovelle, Reclamjun., Stuttgart, 2006, S.5.

27 Vgl. ebd.: S. 55.

28 Schnitzler, Arthur: Tagebuch 1903-1908. [Hrsg. von] Welzig, Werner, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1991, S.238.

29 Vgl.: Heizmann, Bertold: Erläuterungen und Dokumente. Traumnovelle, S.56 f.

30 Schnitzler, Arthur: Tagebuch 1913-1916. [Hrsg. von] Welzig, Werner, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1983, S. 255.

Details

Seiten
41
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656063889
ISBN (Buch)
9783656064183
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182694
Institution / Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung) – Institut für deutsche Sprache und Literatur
Note
1,0
Schlagworte
bedeutung traums arthur schnitzlers traumnovelle thomas manns venedig

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Titel: Die Bedeutung des Traums in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und Thomas Manns "Der Tod in Venedig"