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Multicultural Teams

Communication and Intercultural Management

von Christian J. Hassel (Autor) Carsten Beckmann (Autor) Marko Broschinski (Autor) Matthias Höse (Autor)

Seminararbeit 2011 20 Seiten

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Fragestellung und Vorgehensweise

2 Relevante Team-Theorien
2.1 Begriffsdefinition: Team
2.2 Abgrenzung unterschiedlicher Team-Arten
2.3 Teambildung
2.4 Vor- und Nachteile von Teamarbeit

3 Stereotype und Umgang mit fremder Kultur
3.1 Relevante Theorien
3.2 Kommunikation als Schlüsselfaktor

4 Kulturanalyse
4.1 USA, weiblich
4.2 Großbritannien, weiblich
4.3 Frankreich, männlich
4.4 Frankreich, weiblich
4.5 Singapur, männlich
4.6 Singapur, weiblich
4.7 Indien, männlich
4.8 Deutschland, männlich
4.9 Teameigenschaften

5 Handlungsempfehlungen
5.1 Teamarbeit - Together each achieves more!
5.2 Berücksichtigung der Stereotype und fremder Kultur

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Teamarten nach Adler

Abbildung 2: Teamarten nach Thomas/Kerr

Abbildung 3: Teamarten nach Thomas/Inkson

Abbildung 4: Herausforderung in der Teamarbeit

Abbildung 5: Vor- und Nachteile der Teamarbeit

Abbildung 6: Stereotyp USA-weiblich

Abbildung 7: Stereotyp Großbritannien-weiblich

Abbildung 8: Stereotyp Frankreich-männlich

Abbildung 9: Stereotyp Frankreich-weiblich

Abbildung 10: Stereotyp Singapur-männlich

Abbildung 11: Stereotyp Singapur-weiblich

Abbildung 12: Stereotyp Indien-männlich

Abbildung 13: Stereotyp Deutschland-männlich

Abbildung 14: Stereotype Teameigenschaften (alt)

Abbildung 15: Stereotype Teameigenschaften (neu)

Abbildung 16: Empfehlungen zur Interaktion

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Fragestellung und Vorgehensweise

Aus der vorgegebenen Fragestellung ergeben sich für den deutschen Mitarbeiter diverse Fragen und Vorbereitungsprobleme. Diese konzentrieren sich nach Auffassung der Verfasser insbesondere auf die Themenfelder:

Teamarbeit in einem virtuellen Team

Umgang mit den unterschiedlichen Kulturen Beachtung der vorherrschenden Stereotype Um dem deutschen Mitarbeiter Antworten auf diese Fragen zu liefern, wird im Rahmen dieser Arbeit zunächst ein kurzer Überblick über relevante Theorien zu Teams, interkultureller Kommunikation sowie der Stereotype und dem Umgang mit einer fremden Kultur gegeben. Im Anschluss werden auf Grundlage dieser Erkenntnisse konkrete Handlungsempfehlungen vorgestellt.

2 Relevante Team-Theorien

Um ein grundlegendes Verständnis für die Teamarbeit zu schaffen, werden im nachfolgenden Teil der Arbeit neben der Begriffsdefinition, unterschiedliche Arten von Teams sowie die Vor- und Nachteile der Teamarbeit dargestellt.

2.1 Begriffsdefinition: Team

Zur Begriffsdefinition können die Erkenntnisse nach Mabey und Caird (1999, S. 7 ff) herangezogen werden. Demnach lässt sich ein Team anhand der folgenden Kriterien definieren:

- Ein Team besteht mindestens aus zwei Mitgliedern
- Die Mitglieder tragen zur Erreichung der Teamziele mit Ihren individuellen Fähigkeiten bei
- Die Identität des Teams unterscheidet sich von den individuellen Identitäten
- Es existieren interne und externe Kommunikationspfade
- Es erfolgt eine aufgaben- und zielorientierte Strukturbeschreibung des Teams
- Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Teameffizienz

Aufbauend auf dieser grundlegenden Definition lassen sich durch die Berücksichtigung weiterer Kriterien unterschiedliche Team-Arten voneinander abgrenzen.

2.2 Abgrenzung unterschiedlicher Team-Arten

Eine Möglichkeit zur Abgrenzung unterschiedlicher Team-Arten bietet die Diversifikation des Teams. Im Rahmen der Zusammenstellung der Teammitglieder lassen sich nach Adler (2008, S. 132-134) vier Arten von Teams unterscheiden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neben der Abgrenzung von Teams nach der Art ihrer Zusammenstellung, unter- scheiden Thomas/Kerr (2004, S. 135) Teams nach der Art ihrer Aufgabe und Interak- tion. Diese Differenzierung erscheint deshalb so bedeutend, da je nach Ausprägung dieser Kriterien die Relevanz des multikulturellen Aspektes zu- oder abnimmt (2004, S. 135).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine weitere Möglichkeit zur Abgrenzung von Teams ist die Unterscheidung nach der Art ihrer Präsenz (Thomas & Inkson, 2004, S. 136):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusätzlich können die zuvor beschrieben Team-Arten nach dem Grad ihrer Heraus- forderung, für die Zusammenarbeit der einzelnen Teammitglieder, unterschieden werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie in Abbildung 4 dargestellt, handelt es sich bei dem in der Fragestellung zu dieser Arbeit geschilderten virtuellen und multikulturellen Team um eine Konstellation, welche dem höchsten Herausforderungsniveau zuzuordnen ist. Um dem erhöhten Risiko eines Scheiterns dieses Teams präventiv zu begegnen, muss bereits die Teambildung möglichst optimal verlaufen.

2.3 Teambildung

Bereits 1965 entwickelt Tuckmann (1965) eine Theorie zur Teambildung. In dem von ihm verwendeten Modell der Teamuhr unterscheidet er die folgenden fünf Phasen:

Phase I - Forming (Orientierungsphase)

Während dieser Phase lernt sich das Team kennen. Noch bestehen keine Vertrau- ensverhältnisse, so dass eine Fixierung auf die Aufgabe und den Teamleader statt- findet.

Phase II - Storming (Konfrontationsphase)

Es findet ein Kampf um die informelle Führung der Gruppe statt. Die Phase ist durch eine außerordentliche Egozentrierung der Teammitglieder geprägt. Sollte in dieser Phase kein Konsens gefunden werden, zerfällt das Team. Finden die Mitglieder einen Konsens, kann die eigentliche Teamarbeit beginnen.

Phase III - Norming (Kooperationsphase)

Die Wir-Orientierung im Team wächst. Das gesamte Team kooperiert und eine solide Arbeitsbasis wurde gefunden. Die Führungskraft koordiniert die Aufgaben.

Phase IV - Performing (Wachstumsphase)

Nun findet die eigentliche Aufgabenbewältigung statt. Die gesamte Energie fließt in die Bewältigung dieser Aufgabe, während der Teamleader im Wesentlichen die Visi- on vorgibt.

Phase V - Adjouming (Auflösungsphase)

Nach Bewältigung der Aufgabe löst sich das Team wieder auf.

Eine weitere relevante Theorie zur Teambildung liefert Adler mit ihrem 3-Phasen Mo- dell (2008, S. 142-144). Dabei kommt der Inhalt dieses Modells dem Modell der Teamuhr von Tuckmann sehr nahe. Allerdings reduziert Adler die Anzahl der Phasen auf drei, indem sie die einzelnen Schritte logisch und prozessorientiert zusammen- fasst:

Phase I - Entry

In der ersten Phase müssen sich die einzelnen Teammitglieder kennenlernen, Beziehungen zueinander aufbauen und Vertrauen zueinander entwickeln. Je nach kultureller Herkunft der Gruppenmitglieder, kann die Dauer dieser Phase sehr stark variieren. Während Teammitglieder aus eher zielorientierten Kulturkreisen (z.B. Deutschland, USA) diese Phase sehr schnell durchlaufen, benötigen Mitglieder aus beziehungsorientierten Gesellschaften (wie z.B. die Länder Asiens) vergleichsweise mehr Zeit zum Abschluss dieser Phase.

Bereits diese kulturellen Unterschiede können den Nährboden für erste Konflikte in diesem frühen Stadium der Teambildung liefern. Während die zielorientierten Mitglie- der einerseits schnell ungeduldig werden, fühlen sich die beziehungsorientierten Mit- glieder andererseits schnell gedrängt. In der Konsequenz ist eine Gruppenbildung von Mitgliedern des gleichen Kulturkreises - innerhalb des eigentlichen Teams - wahrscheinlich. Eine Verstärkung dieses Prozesses erfolgt dadurch, dass es den Mitgliedern eines gleichen oder ähnlichen Kulturkreises leichter fällt, Vertrauen zuei- nander aufzubauen.

Da die Vertrauensbildung im gesamten Team der wesentliche Grundstein für die wei- tere und vor allem erfolgreiche Arbeit im Team ist, sollte dieser Phase die benötigte Zeit gegeben werden. Die Phase des Vertrauensaufbaus kann durch ein persönli- ches Kennlernen aller Teammitglieder zu Beginn des Projekts unterstützt und auch verkürzt werden.

Phase II - Work

Nach der einleitenden Phase beginnt die Arbeitsphase. In dieser legen die Teammit- glieder ihre Arbeitsziele und Aufgaben fest und beginnen das Problemlösungspoten- tial des Teams zu definieren. Darüber hinaus werden die Teammitglieder aufgrund ihrer heterogenen kulturellen Hintergründe unterschiedliche Herangehensweisen und Problem- oder Aufgabenlösungsmöglichkeiten mit einer höheren Anzahl an Varian- ten aufweisen.

[...]

Details

Seiten
20
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656060055
ISBN (Buch)
9783656060161
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182286
Institution / Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
1,0
Schlagworte
Intercultural Management Virtuelle Teams Team Stereotype Kultur Kommunikation

Autoren

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Titel: Multicultural Teams