Lade Inhalt...

Die Belagerung von Kaiserswerth im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714)

Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 27 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Spanische Erbfolgekrieg und seine Ursachen

2. Die frühneuzeitliche Belagerung -ein Versuch zur Konstruktion eines Idealtypus-
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Der Idealtypus
2.3 Auswirkungen auf die Bevölkerung

3. Die Belagerung von Kaiserswerth 1702 - ein Idealtypus?

4. Fazit

5. Literatur- und Quellenverzeichnis

Einleitung

Die Auseinandersetzung mit einem militärgeschichtlichen Thema -hier der Belagerung von Kaiserswerth im Spanischen Erbfolgekrieg- im Rahmen einer geschichtswissenschaftlichen Arbeit, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Die Militärgeschichte als anerkannte Subdisziplin der Geschichtswissenschaft existiert in Deutschland erst seit Ende der 1960er Jahre.1 Aber warum entwickelte sie sich erst so spät als geschichtswissenschaftliche Unterkategorie heraus?

Anfangs galt die Militärgeschichte als eigenständige Fachwissenschaft, die als Kriegswissenschaft betrachtet wurde und hauptsächlich seit dem 19. Jahrhundert als fest etabliertes Fach in Militärakademien und Generalstabsschulen fungierte. Sie wurde „von Militärs für Militärs“2 betrieben.3 Grundlegendes Ziel im 19. Jahrhundert war es, wie beispielsweise in Max Jähns dreibändiger Geschichte der Kriegswissenschaften (1889-91) deutlich wird, Erfahrungen vergangener Kriege zu sammeln, sie praktisch zu analysieren, um für einen neuen Krieg vorzubereiten. Erste Versuche, militär- und kriegsgeschichtliche Ereignisse in die Geschichtswissenschaft einzugliedern, wurden von Hans Delbrück in der vierbändigen Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte (1900-20) unternommen. Mit diesem Vorhaben stieß er aber bei Militärs und Professorenkollegen auf Ablehnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde insbesondere von alliierter Seite der Fokus auf Offiziersmemoiren gerichtet.4 Der Durchbruch gelang mit der Gründung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) 1957. Nicht nur durch die wissenschaftliche Aufarbeitung der Wehrmacht und des Zweiten Weltkrieges erlangte das MGFA nationales und internationales Ansehen und Akzeptanz. Seit den 1990er Jahren findet eine zunehmende Durchdringung mit kulturwissenschaftlichen Ansätzen, wie beispielsweise geschlechtergeschichtlichen Aspekten, statt. Ins Zentrum der Militärgeschichte ist auch die Operationsgeschichte gerückt, die militärische Manöver in der Geschichte behandelt. Insbesondere sind es die Aktionen einzelner Soldaten im Kontext der Kriege. Sie verbindet den Operationsraum mit dem Erfahrungs- und Kulturraum (der Soldaten). Dies sollte nach Rolf-Dieter Müller, Professor für Militärgeschichte an der HU Berlin, in Deutschland stärker betrachtet werden. An den angelsächsischen Universitäten bildet die Militärgeschichte ein fest etabliertes und traditionsreiches Fach.5

Neben den Soldaten im Kontext der Kriege muss auch -analog zu den neuen Forschungsansätzen- die Gesellschaft im Kontext der Kriege betrachtet werden.6 In dieser Arbeit wird anhand der Belagerung von Kaiserswerth 1702 eine einzelne militärische Aktion betrachtet. Ziel ist es, die Auswirkungen der Belagerung bzw. dieser militärischen Operation auf Soldaten und Bevölkerung der Festung aufzuzeigen. Ferner wird der Frage nachgegangen, ob es sich bei dieser Belagerung um eine idealtypische handelt. Der Idealtypus und die Belagerung von Kaiserswerth werden anhand zeitgenössischer wie sekundärer Quellen untersucht. Erbfolgekriege (hier der Spanische) sind ein interessantes Forschungsfeld, da sie im 17. und 18. Jahrhundert in einer Zeit stattfanden, in der die europäischen (Fürsten-)Staaten besonders häufig in Kriege verwickelt waren.7 Außerdem treten hier die komplizierten dynastischen Verwandtschafts- und Verflechtungsverhältnisse mit ihren innewohnenden Problemen offen zutage. Daniel Horath zeigt, dass gerade bei Belagerungen die Auswirkungen der kriegerischen Manöver auf die Zivilbevölkerung der Festungsstädte sichtbar werden.8

Im ersten Kapitel wird der Spanische Erbfolgekrieg zur besseren Kontextualisierung der Belagerung von Kaiserswerth kurz skizziert. Im zweiten Kapitel wird der Idealtypus einer Belagerung anhand von zeitgenössischen Traktaten und Sekundärliteratur erarbeitet, damit im dritten Kapitel eruiert werden kann, ob die Belagerung von Kaiserswerth diesem Idealtypus entspricht. Weiterhin wird überprüft, welche Aus- und Nachwirkungen die Belagerung auf die Zivilbevölkerung und Soldaten hatte. In einem abschließenden Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf mögliche neue Forschungsansätze gegeben.

1. Der Spanische Erbfolgekrieg und seine Ursachen

Um das spanische Thronerbe wurde schon vor 1701 gefochten, im sogenannten „Devolutionskrieg“ (1667-68). Ausgangslage war ein 24jähriger Krieg zwischen Spanien und Frankreich. Im Pyrenäenfrieden 1659 musste der spanische König Philipp IV. (1605-65) Gebietsverluste hinnehmen. Um den Frieden zu garantieren, wurde die Tochter Philipps, Maria Theresia (1638-83) aus der spanischen Habsburgerlinie, an den jungen Bourbonen Ludwig XIV. (1638-1715) verheiratet.9 Maria Theresia wurde zum Erbverzicht unter Rücksichtnahme auf das europäische Dynastiegleichgewicht beim Tod ihres Vaters Philipp IV. angehalten, damit die französische und spanische Krone nicht in einer Person verschmilzt.10 Als Entschädigung wurde Ludwig XIV. eine Mitgift von 500000 Goldécus versprochen, die seiner Ansicht nach aber nie zur Auszahlung kam. 1665 starb König Philipp IV. und der kränkliche Karl II., dessen Sohn aus zweiter Ehe, bestieg den Thron. Ludwig XIV. meldete aber Ansprüche auf Teile der Spanischen Niederlande an, da ja die Mitgift nicht ausbezahlt worden wäre und der Nachlass auf die Nachkommen des Verstorbenen „devolviere“, also „übertragen“11 würde. Ludwig berief sich auf das „ius devolutionis“ bzw. auf das brabantische Erbrecht, das besagt, dass Nachkommen aus erster Ehe denjenigen aus zweiter Ehe bevorrechtigt seien, weshalb der französische König einen berechtigten Anspruch auf Teile der Spanischen Niederlande habe.12

Der für Frankreich erfolgreiche Ausgang dieses Krieges bildete die Basis für die weitere französische Vormachtstellung unter Ludwig XIV. in Europa.13 Mit dem Tod des kinderlosen Karl II. 1700 flammte die Erbfolgefrage in Spanien erneut auf. Es trat dabei eine offene Rivalität zwischen den zwei vorherrschenden Herrscherhäusern Österreich und Frankreich zutage. Durch die dynastischen Verflechtungen war die Bandbreite an Kandidaten hoch. Auf französischer Seite kamen der Sohn Ludwig XIV. Louis der Dauphin (1661-1712) und dessen drei Söhne in Frage: Ludwig von Burgund (1682-1712), Philipp von Anjou (1683-1746) und Karl von Berry (1685-1714). Für Österreich wären Kaiser Leopold I. (1640-1705) und seine Kinder in Betracht gekommen, da seine Eltern Kaiser Ferdinand III. (1608-57) und die jüngste Tochter des spanischen Königs Philipp III. (1578-1621), Maria Anna (1606-46), keinen Erbverzicht erklärten, wie das beispielsweise bei Maria Theresia der Fall war. So war der Erzherzog Karl, Sohn Kaiser Leopolds, aussichtsreichster Kandidat der Habsburger auf den spanischen Thron, auch weil seine Schwester zu seinen Gunsten auf jegliche Erbansprüche verzichtete.14

Auch das Herzogtum Savoyen erhob einen Anspruch auf die spanische Krone. Dadurch, dass Catilina, eine Schwester König Philipp III., Herzog Karl Emanuel I. (1560-1630) von Savoyen geehelicht hatte, konnte deren Nachkomme Viktor Amadeus II. (1666-1732) erbrechtliche Ansprüche auf den Thron erheben. Genauso in Frage kam der bayerische Kurfürst Maximilian II. Emanuel (1661-1729). Er war mit Maria Antonia (1669-92) verheiratet, einer Tochter Kaiser Leopolds und dessen Frau Margarethe Theresa (1651-73), die wiederum Bruder des verstorbenen Karl II. bzw. Tochter Philipp IV. war. Kurz: die Ehefrau des bayerischen Kurfürsten war die Nichte Karl II.15

In seinem Testament hatte Karl II. verfügt, dass Philipp von Anjou die erste und Karl von Berry die zweite Wahl für seine Nachfolge sein sollten. Philipp, der Herzog von Anjou, bestieg zwar 1700 als Philipp V. den spanischen Thron, trotzdem sahen die europäischen Staaten einen Krieg als unausweichlich an und rüsteten auf.16 Dem (habsburgischen) Kaiser war daran gelegen, eine Superiorität Ludwig XIV. zu verhindern, woraufhin er ein Bündnis nach den ersten militärischen Operationen gegen Frankreich in Italien mit Wilhelm III. (1650-1702), König von England und Statthalter der Niederlande, schmiedete.17 Damit wurde erneut eine „Große Allianz“, hier die Haager Allianz, zwischen Österreich, England und den Niederlanden geschlossen, wie sie schon im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) Bestand hatte. Diesem Bündnis schlossen sich Savoyen, Preußen, die meisten deutschen Länder und Portugal an. Die Niederlande und England hatten das Ziel, das spanische Imperium zu teilen, um eine Machtakkumulation entweder in französischer oder österreichischer Hand zu verhindern.18 Im April 1702 griffen die alliierten Staaten Holland, England, Preußen und die Kurpfalz die kurkölnischen Stellungen unter französischer Verwaltung bei Kaiserswerth an und belagerten sie.19 Das war der Auftakt für die Rückdrängung Frankreichs vom westlichen Kriegs-schauplatz an Maas und Niederrhein. Zuvor war Wilhelm III. im März gestorben, dessen Nachfolge als Oberkommandant der Streitkräfte John Churchill, Erster Herzog von Marlborough, antrat.20 Durch das Bündnis von Max Emanuel von Bayern mit Ludwig XIV. fand 1704 durch die Eroberung von Passau ein französisches Vordringen bis zu den österreichischen Erbländern statt.21 1706 verschlechterte sich die Lage Frankreichs, was sich insbesondere mit der verlorenen Schlacht bei Ramillies zeigte. Marlborough konnte die komplette französische Festungskette in Flandern sprengen, was dem Sonnenkönig den Verlust der spanischen Niederlande bescherte.22 Endgültig positiv für die Allianz wirkten sich der Sieg in der Schlacht bei Oudenarde 1708, die erfolgreiche Belagerung von Lille und die siegreiche Feldschlacht bei Malplaquet 1709 aus.23

Durch den plötzlichen Tod des Kaisers Leopold 1711 und die Krönung seines Sohnes zum Kaiser (Karl VI.), offenbarte sich die Möglichkeit einer Universalmonarchie zugunsten der Habsburger.24 Da dies insbesondere Holland und England ablehnten, kam es zum vorzeitigen Frieden von Utrecht 1713. Der Bourbone Philipp V. blieb spanischer König, während die Besitzungen in Italien -außer Sizilien- den Habsburgern zugeteilt wurden und die holländischen Generalstaaten sieben Grenzfestungen zu Frankreich erhielten. Ein Jahr später, im Frieden von Rastatt 1714, musste diesen Bedingungen auch der neue Kaiser Karl VI. zustimmen und verzichtete auf die spanische Krone. Frankreich verlor große Teile seiner Kolonien an England und stand nach dem Spanischen Erbfolgekrieg „nur“ als eine Großmacht neben anderen: Österreich, England und Russland, das durch den Sieg Peter des Großen im Nordischen Krieg (1700-21) an europäischer Bedeutung gewann.25

2. Die frühneuzeitliche Belagerung -ein Versuch zur Konstruktion eines Idealtypus-

2.1 Vorbemerkungen

Im ersten Kapitel sind die Ursachen, Auswirkungen und Abläufe des Spanischen Erbfolgekriegs sowie die Entwicklung der sich gegenüberstehenden Kriegsparteien skizziert worden. Nun soll das Hauptaugenmerk auf die Belagerung als ein kriegerisches Manöver im Spanischen Erbfolgekrieg gerichtet werden, das, wie in der Einleitung erwähnt, besonderes Interesse aufgrund der direkten Auswirkung, gerade auf die Zivilbevölkerung, verdient. Bevor ein Belagerungsidealtypus erarbeitet werden kann, müssen zum besseren Verständnis noch einige Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte der Belagerung und damit einhergehend der Befestigungsanlagen vorgetroffen werden.

Die entscheidendste Zäsur stellt in diesem Zusammenhang die Einführung der Pulverwaffen im Spätmittelalter dar. Vorher gab es mechanische Kriegsgeräte zum Angriff und zur Verteidigung, die sich am Vorbild der Antike orientierten.26 Auch und gerade ab dem 15. Jahrhundert fand eine Neuorientierung der Festungsbaukunst mit der Entwicklung des Kalibersystems für Geschütze des Büchsenmeisters Karl V. statt. Es galt, die Befestigungsanlagen den effizienteren Waffen anzupassen und sie so widerstandsfähiger und großräumiger für die eigene Artillerie zu gestalten.27 Einem größeren Geschütz musste also auch eine noch größere Befestigung folgen. Es entstand ein sich gegenseitiges Überbieten an Aufrüstung und Optimierung, die sich in der Regel immer zugunsten der Feuerwaffen auswirkte, da die Anpassung der Wehrbauten an die stärkere Artillerie mehr Zeit beanspruchte.28 Geoffrey Parker prägte in den 1950er Jahren für diesen gegenseitigen Wettlauf den Begriff „Military Revolution“. Mit „Revolution“ ist nicht eine Revolution im eigentlichen Sinne, sondern ein Entwicklungsverlauf gemeint: „Die Taktik (Aufstieg der Infanterie), die Technik (Leistungssteigerung der Feuerwaffen, Ausbau des Festungswesens), das innere Gefüge (funktionsbestimmte Professionalisierung des Personals), die Heeressaufbringung (gewaltiges Anwachsen der Truppenkörper), der Rechtskörper (Versuch die rechtlichen Institutionen immer enger zu fassen) und schließlich die ökonomischen Grundlagen durch eine Verteuerung des Krieges.“29

Mit dieser Entwicklung ging das Bedürfnis nach einer effektiven und schnellen Weiterentwicklung militärischer Waffen und Bauten einher. Gerade die Festungsbaukunst wurde immer stärker verwissenschaftlicht. Die Städte waren im Mittelalter noch durch die klassische Mauer rund um den Stadtkern befestigt, während die frühneuzeitlichen Städte teilweise gar zu Festungsstädten ausgebaut wurden, deren Hauptaufgabe in der militärischen Verteidigung lag. Nicht nur ihre Funktion änderte sich, sondern auch ihre Form. Die Festungsstädte wurden in bewusster Abkehr zu mittelalterlichen Städten radial oder rechtwinklig gebaut, mit einer mathematischen wie ästhetischen Komponente. So vermag es nicht verwundern, dass der Bedarf an Festungsingenieuren rasant stieg und entsprechende Lehrbücher stark nachgefragt waren.30 Die Anfänge der Neuorientierung im Festungsbau lassen sich ab dem 16. Jahrhundert in Italien feststellen. Die neue Fortifikationsweise, die „trace italienne“, beinhaltete eine Verringerung der Festungsmauerhöhe, aber eine Vergrößerung ihrer Breite, um den stärkeren Geschossen standzuhalten.31 Die Blütezeit in der Festungsbaukunst wurde unter Ludwig XIV. erreicht.32

Den wohl bekanntesten und berühmtesten Festungsbauingenieur stellt Sébastien Le Prestre de Vauban (1633-1707) dar, General, Marschall und Festungsbaumeister Ludwig XIV. Er wurde 1633 in St. Leger de Foucheret geboren, trat mit 17 Jahren in die spanische Armee ein, diente als Kadett und später im Ingenieurkorps. Nach der Gefangenschaft 1653 wechselte er ins französische Lager und leistete dort seine Dienste als Brigadier und General von Gravelingen, Ypern und Oudenarde. 1662 befestigte er Dünkirchen, später Fort Louis und Mardyk. 1669 wurde Vauban zum Generalinspekteur für alle französischen Festungen ernannt. Die Belagerung von Ath 1697 fand unter seiner Leitung statt, als erstmals sein innovatives Belagerungssystem mit den drei Parallelen und dem Rikoschettschuss zur Anwendung kam.33

Vauban konstruierte viele effiziente Befestigungen, was ihn zu einem gefragten Mann in der Festungsbaukunst machte. Er entwarf die Zitadelle als Kernwerk bzw. letzten Rückzugsort für die Belagerten in einer Festungsstadt.34 Die Zitadellen kamen insbesondere bei den strategisch wichtigen französischen Grenzstädten zum Tragen.35

Die Vaubansche Festung an sich bestand aus eckigen Bastionen, die mit Kurtinen (Wällen) durchzogen und miteinander verbunden waren. Zwischen zwei Bastionen, parallel zu den Kurtinen, befanden sich in einem Graben davor tieferliegende Tenaillen (Vorwälle). Diese Tenaillen befanden sich zwischen den Kurtinen (Innenseite der Festung) und den Ravelins (Außenseite der Festung). Ravelins waren dreieckige Vorsprünge, die zur Verteidigung der Kurtinenfront im Hauptgraben standen. An der Außenseite des Hauptgrabens, der Kontrescarpe, verlief der mit Palisaden geschützte gedeckte Weg als Kommunikationsgang und Verteidigungsstellung oberhalb der Kontrescarpe. Vor dem gedeckten Weg und dem äußeren Graben befand sich feindwärts ein abgeschrägtes Glacis für ein freies Schussfeld. Den Ravelins konnte eine Redoute vorgelagert sein, ein zur Festungsinnenseite offenes Werk als Rückzugsort.36 Neben den Ravelins gab es kleinere dreieckige Vorsprünge, die Waffenplätze. Auf den Bastionen, insbesondere den Bastionsspitzen, befand sich die Artillerie der Belagerten.37

Das spitz zulaufende Bastionärsystem hat sich aus den Nachteilen des hochmittelalterlichen Rondellsystems in Form des Wehrturmes entwickelt. In der sogenannten „Transitionszeit“ bis zum 16. Jahrhundert wurde versucht, diese Nachteile zu beseitigen. Der Nachteil lag im Entstehen von toten Winkeln bei Artilleriebeschuss von der Mauer aus. Rechts und links des runden Turms standen Artilleriegeschütze, dessen gerade Schusslinien wie Tangenten am Turm vorbeiführen. Direkt vor dem Turm, im „Schatten“ der Geschütze, entstand ein toter Winkel, der für die Artillerie nicht „ausgeleuchtet“ werden konnte. Aus diesem Grund wurden sternförmige Befestigungsanlagen konstruiert.38

Nicht nur die Befestigungs-, sondern auch die Belagerungstechnik zählte zu denjenigen Disziplinen, die Vauban mathematisierte, optimierte und verbesserte. Das führt nun zum Idealtypus einer Belagerung. Durch die Verwissenschaftlichung und Mathematisierung der Belagerung verwundert es nicht, dass sich eine Idealform der Belagerung in einem Mathematischen Atlas39 findet. Der Herausgeber, Tobias Mayer (1723-62), besuchte die deutsche und Lateinschule in Esslingen. Nach seiner Abreise nach Augsburg 1743 arbeitete er dort beim Pfeffel-Verlag, veröffentlichte 1745 den Mathematischen Atlas sowie ein Buch über Kriegsbaukunst. Bis 1751 arbeitete Mayer beim Landkartenverlag Homann-Erben in Nürnberg und gab 30 Landkarten und Bücher über astronomische Vorgänge (Schwerpunkt: Mond) heraus. 1751 wurde er Professor an der Universität Göttingen, wo er zu Längenbestimmungen und geodätischen Messverfahren forschte. 1762 starb er in Göttingen.40 Zu erwähnen ist auch das mathematisch-ingenieurwissenschaftliche Traktat Leonhard Christoph Sturms (1669-1719)41, worin er insbesondere die Kriegsbau- und Befestigungskunst Vaubans erläutert. Sturm war Architekturtheoretiker und Gegner der Astrologie. 1702 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und trat 1711 das Amt des Oberbaudirektors am Hofe des mecklenburgischen Herzogs Friedrich Wilhelm an. 1719 nahm er die Stelle als Baudirektor in Braunschweig-Wolfenbüttel an, verstarb jedoch kurz nach seiner Ankunft.42

2.2 Der Idealtypus

Der erste Schritt aus der Sicht der Belagerer ist, das Umfeld und die Zufuhr des „vortheilhaftig verschantzten Lagers“ abzuschneiden und niederzubrennen sowie sich dem „Entsatz“, also einer möglichen Befreiungsaktion der belagerten Truppen von außen, zu widersetzen. Die „Trenchéen“ (Gräben) werden in zweifacher Funktion um das Befestigungslager errichtet. Das „Circumvallations=Linee“ soll den Entsatz abhalten und das „Contrevallations=Linee“ war für den Angriff auf die Festung gedacht. Die beiden Trenchéen werden „wie Sägen-Wercke mit aus und ein gebogen Winckeln gemachet“, also „zickzack“-förmig angelegt. Zwischen den Zickzack-Linien werden im Abstand von „100 biß 120 Ruthen eine Redoute oder Schantze […] geleget.“ Danach wird die Festung genau inspiziert und der schwächste Ort ausfindig gemacht. Zu dieser Schwachstelle hin werden die „Laufgræben“ eröffnet. Es gibt zwei Möglichkeiten, sich nun der Festung zu nähern, was von der Stärke bzw. Widerstandskraft der Belagerten abhängt. Wenn „die Besatzung schwach ist“ und keine Gegenoffensiven vornehmen kann, versuchen die „Arbeiter“ sich in der „ersten Nacht“ so nahe wie möglich an die Palisaden heranzugraben und die „Approchen hernach rückwärts gegen dem Lager“ zu führen. Bei starker und widerstandsfähiger Besatzung werden die Approchen „ferne von der Vestung eröfnet“ und am Eingang werden an beiden Seiten Wälle aufgehäuft, damit die Kavallerie die „Arbeiter“ von dort aus bewachen kann.

Die Approchen werden „allezeit schrege gegen der Vestung geführet“ und die ausgegrabene Erde wird „gegen derselbe [Festung] geworfen, damit man nicht mit Geschoß dieselbe längs durch bestreichen könne.“ An den äußeren Ecken, an denen sich die Gräben in die andere Richtung, gemäß dem Zickzack-Verlauf verlagern, werden Redouten angelegt, damit sich die „Arbeiter“ bei Gegenangriff zurückziehen können. Die Approchen werden an den inneren Wendepunkten mit Parallelen verbunden, in deren Mitte „Batterien“ und „Keßel“ platziert werden. Die Batterien und Kessel sind so gebaut, dass von dort aus die vorher ausgemachte Schwachstelle der Festung beschossen werden kann, um dort auch mit „Bomben“ eine Bresche hineinzuschlagen.43

Sturm führt die Regeln an, die Vauban für die Positionierung der Batterien aufstellte. Die Batterien dürfen nicht weiter als 500 Schritt von der Festung entfernt sein; eine Bresche kann ab 300 Schritt Entfernung geschlagen werden; um die Bresche erfolgreich zu schlagen, müssen mehr Batterien auf dem eroberten Glacis der Kontrescarpe aufgestellt werden; die Schüsse werden senkrecht zum Mauerwerk, optimalerweise auch von beiden Seiten abgegeben; um ungenaue Schüsse zu vermeiden, müssen die Kanonen auf soliden Brettern stehen.44

Wenn man mit den Approchen bis an die Außenwerke der Festung gekommen ist und dort die dritte oder vierte Parallele errichtet hat, „welche ungefähr noch zo biß 40 Schritt von denen Palisaden weg ist“, sucht man im Glacis nach Minen, die die Belagerten dort zur Feindabwehr platziert haben. Danach folgt der „Sturm auf den bedeckten Weg“. Außerdem lassen sich einige Soldaten in den Palisaden eingraben, damit sie „Logementer“ errichten können, das sind Laufgräben, die die Palisaden an den Spitzen der Festung mit der dritten bzw. vierten Parallele verbinden. Nun werden die Außen- bzw. Hauptwerke ausfindig gemacht und mit einer Bresche und Sappen respektive Galerien gestürmt.45

Voraussetzung dafür ist die Eroberung des Glacis und die möglichst genaue Annäherung an den gedeckten Weg, um außerhalb der Reichweite der gegnerischen Artillerie zu gelangen.46 Bei einer gemauerten Festung gräbt man sich, wenn es trocken ist, hinunter, „biß man an den Grund der Mauer gelanget“ und legt an „drey oder vier Orten zugleich“ Minen, um die Mauer zum Einsturz zu bringen. Dann werden die Soldaten durch die Bruchstelle an die Stelle gesandt, an der sich die gegnerischen Soldaten zum Gegenangriff positioniert haben. Nach Eroberung dieser Stellen werden „Logementer“ zum gedeckten Weg errichtet (Sappen), um sich „von oben u. auf allen Seiten vor Geschütz [zu] verwahren“. Ist dieser Graben ausgehoben, wird eine „Galerie über denselben geschlagen“ und lässt ihn mit zwei Reihen Fässern zustellen. Die Zwischenräume werden mit Sandsäcken aufgefüllt, „also daß der Gang gerad auf die Façe [Außenseite der Festung47 ]des Bollwercks gehe“. Von oben wird der Gang mit „Dillen-Stücken, die mit Blech oder Kühehäuten beschlagen, u. mit Mist oder Erde beschüttet.“ Nun kommt der „Minirer“ zum Einsatz, der durch die „Futter-Mauer des Walls bricht“ und an beiden Seiten zwei Gänge „12 Schuhe lang“ gräbt. „[A]us denen leget er zwey Öfen oder Kaern an“, einen in die Mauer, den anderen „15 Sch[uhe]“ tief in die Erde. Nun wird eine „proportionirl. Quantität Pulver“ in die beiden Öfen bzw. Kammern gegeben und mittels eines Lauffeuers zur Explosion gebracht, um eine Bresche hineinzuschlagen, um sie erneut zu stürmen. Entweder kommt es dann schon, nach Ausschaltung der Gegenwehr, zur völligen Kapitulation bzw. Übergabe der Festung oder die Belagerten ziehen sich noch einmal in ein „Retrachement“ im Innern der Festung zurück, um wichtige Zeit für die Ankunft von Hilfstruppen zu gewinnen. Das gibt ihnen zusätzlich die Möglichkeit, Schäden an Festungswerken zu reparieren, und dort, wo es besonders nötig ist, Palisaden und „Fraises“ aufzuhäufen. Außerdem werden in den unterirdischen Gängen und an den Stellen, an denen die Belagerer weiter vorrücken können, Minen und „Fougaden“ angelegt, um ihr Vordringen zu verhindern.48

Als Fougaden beschreibt Vauban spezielle Minen (Fladder-Minen), die dicht unter der Erdoberfläche platziert werden, um feindliche Übernahmen durch Sprengung derselben zu verhindern, ohne die eigene Festung zu beschädigen.49 Sollten die Belagerer den Sturm auf den gedeckten Weg mit Laufgräben vorantreiben, hätten dann die Belagerten die Gelegenheit zum Gegenangriff und könnten die Laufgräben zuschütten. Die Angreifer sind nun damit beschäftigt, die Gräben wieder auszubessern und auszugraben sowie die vorher im Glacis gelegten Minen aufzuspüren. Sollten sie zudem „die unterirdische Galerie“ finden, könnte durch Sprengung der Minen und Fougaden der Angriff „zu [einem] großem Verlust [unter] de[n] Feinde[n]“ führen. Wichtig ist dabei, dass sich die Belagerten schnell zurückziehen, „damit das Feuer aus der Vestung, und denen Außenwerckern desto beßer unter dem Feind einreißen könne.“

Bei einer Übernahme des gedeckten Weges durch die Belagerer, müssen sich die Angegriffenen mit „Logementer“ und Minen in die Flanken zurückziehen und sie verteidigen. Bei Einnahme der „Logementer“ sind diese zu sprengen.

Wenn die Belagerer die Bresche „an der Façe geleget“ haben, ergibt sich für die Belagerten die Gelegenheit, durch „Contreminieren“ und ein „Retrachement“ die Feinde beim Sturm zurückzudrängen, indem die Minen gezündet werden.50 Vauban unterscheidet drei Arten von Contreminen. Darunter versteht man die Aufspürung und Entschärfung der Minen der Angreifer in den geraden bzw. gewölbten Gängen unter den „Bollwercks-Facen“51 bzw. den Wegen unter den Wallgängen, wo man weitere Angreiferminen vermutet. Außerdem versteht man unter Contreminen „Öfen“, die man unterhalb des Glacis der Kontrescarpe und der Außenwerken anlegt, welche man mit Schwarzpulver anreichert und bei Bedarf sprengen kann.52

[...]


1 Deist, Wilhelm, Bemerkungen zur Entwicklung der Militärgeschichte in Deutschland, in: Kühne, Thomas / Ziemann, Benjamin (Hrsg.), Was ist Militärgeschichte?, Paderborn u.a. 2000 (Krieg in der Geschichte, Bd. 6. Hrsg. von Stig Förster, Bernhard Kroener, Bernd Wegner), S. 315-322, hier: S. 319.

2 Nowosadtko, Jutta, Krieg, Gewalt und Ordnung. Einführung in die Militärgeschichte (Historische Einführungen, Bd. 6. Hrsg. von Andreas Gestrich et al.), Tübingen 2002, S. 20.

3 Ebd.

4 Deist, 2000, S. 315 ff.

5 Müller, Rolf-Dieter, Militärgeschichte, Köln 2009, S. 11 ff.

6 Kroener, Bernhard, Kriegerische Gewalt und militärische Präsenz in der Neuzeit, Paderborn u.a. 2008, S. 66.

7 Burkhardt, Johannes, Die Friedlosigkeit der Frühen Neuzeit. Grundlegungen einer Theorie der Bellizität Europas, in: Zeitschrift für Historische Forschung 24 (1997), S. 509-574, hier: S. 511.

8 Hohrath, Daniel, Der Bürger im Krieg der Fürsten. Stadtbewohner und Soldaten in belagerten Städten um die Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Kroener, Bernhard / Pröve, Ralf (Hrsg.), Krieg und Frieden. Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, Paderborn u.a. 1996, S. 305-329.

9 Smid, Stefan, Der Spanische Erbfolgekrieg. Geschichte eines vergessenen Weltkriegs (1701-1714), Köln / Weimar / Wien 2011, S. 19.

10 Hattendorf, John, Die Ursprünge des Spanischen Erbfolgekrieges, in: Wegner, Bernd (Hrsg.), Wie Kriege entstehen. Zum historischen Hintergrund von Staatenkonflikten (Krieg in der Geschichte, Bd. 4), Paderborn 2003, S. 109-144, hier: S. 111.

11 Wörtlich: „herabrollen“, „herabwälzen“.

12 Smid, 2011, S. 19.

13 Ebd., S. 17.

14 Hattendorf, 2003, S. 111 f.

15 Ebd., S. 112 f.

16 Ebd., S. 138 f.

17 Falkner, James, Guide to Marlborough’s Battlefields, Barnsley 2008, S. 3 f.

18 Cilleßen, Wolfgang, Kampf um die spanische Erbfolge, in: Ders. (Hrsg.), Krieg der Bilder. Druckgraphik als Medium politischer Auseinandersetzung in Europa des Absolutismus, Berlin 1997, S. 343-351, hier: S. 343.

19 Hattendorf, 2003, S. 143.

20 Fiedler, Siegfried, Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Kabinettskriege, Koblenz 1986, S. 246.

21 Ebd., S. 248.

22 Ebd., S. 253.

23 Ebd., S. 256 f.

24 Ebd., S. 258.

25 Cilleßen, 1997, S. 343.

26 Neumann, Hartwig, Festungsbau-Kunst und -Technik. Deutsche Wehrbauarchitektur vom XV. bis XX. Jahrhundert, Erftstadt 2004, S. 9 ff.

27 Ennen, Edith, Die Festungsstadt als Forschungsgegenstand - die Herausbildung der Festungs- und Garnisonsstadt als Stadttyp, in: Beiträge zur Geschichte der frühneuzeitlichen Garnisons- und Festungsstadt. Referate und Ergebnisse der Diskussion eines Kolloqiums in Saarlouis vom 24.-27.06. 1980. Zusammengestellt von Hans-Walter Herrmann und Franz Irsigler (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung, Bd. XIII), Saarbrücken 1983, S. 19-34, hier: S. 20 f.

28 Neumann, 2004, S. 25.

29 Neugebauer, Karl-Volker (Hrsg.), Grundkurs deutsche Militärgeschichte, Bd. 1: Die Zeit bis 1914: vom Kriegshaufen zum Massenheer, München 2006, S. 26.

30 Ennen, 1983, S. 22.

31 Ostwald, Jamel, Vauban under Siege. Engineering Efficiency and Martial Vigor in the War of the Spanish Succession (History of Warfare, Bd. 41), Leiden / Boston 2007, S. 5.

32 Ennen, 1983, S. 21.

33 Smid, 2011, S. 156.

34 Neumann, 2004, S. 32.

35 Pollak, Martha, Cities at War in early modern Europe, Cambridge 2010, S. 49.

36 Smid, 2011, S. 156.

37 Neumann, 2004, S. 140.

38 Ebd., S. 132 ff.

39 Mayer, Tobias, Tab. XLI. Beschreibt kürzlich dasjenige, was bey Belagerung u. Vertheidigung einer Vestung vorzunehmen, in: Ders. (Hrsg.), Mathematischer Atlas, Augspurg/Augsburg 1745, S. 87-88.

40 Stadt Marbach am Neckar, Tobias Mayer - sein Leben, URL: http://www.schillerstadt-marbach.de/index.php?id="469" (08.09.2011).

41 Sturm, Leonhard Christoph, Der wahre Vauban, oder der von den Teutschen und Holländern verbesserte französische Ingenieur , worinnen I. die Arithmetic, II. die Geometrie, III. die off- und deffensiv-Kriegsbaukunst , nach den Grundsätzen des berühmten Herrn von Vauban, deutlich erkläret: nebst einer neuen Methode zur irregulairen Fortification, mathematisch bewiesen und mit vielen Kupfer-Stichen erläutert, Nürnberg 1737.

42 Gaab, Hans, Leonhard Christoph Sturm, Astronomie in Nürnberg, URL: http://naa.net/ain/personen/show.asp?ID="48" (12.09.2011). Die folgenden Zitate in 2.2 beziehen sich auf Mayer, 1745, S. 88, sofern nicht anders angegeben.

43 Mayer, 1745, S. 88.

44 Sturm, 1737, S. 159 f.

45 Mayer, 1745, S. 88.

46 Sturm, 1737, S. 159.

47 Ebd., S. 127 f.

48 Mayer, 1745, S. 88.

49 Sturm, 1737, S. 164.

50 Mayer, 1745, S. 88.

51 Sturm, 1737, S.

52 Ebd., S. 163 f.

Details

Seiten
27
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656055327
ISBN (Buch)
9783656055563
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182151
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen – Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte
Note
2,3
Schlagworte
Kaiserswerth Belagerung Spanischer Erbfolgekrieg 1701 1714 Vauban Johann Wilhelm Kurpfalz Leopold I. Österreich Ludwig XIV. Philipp Karl Rikoschettschuss Parallelen Hösel Abelinius Militär Gesellschaft Frühe Neuzeit Sturm Leonhard Christoph

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die Belagerung von Kaiserswerth im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714)