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Aphorismen und Twitter

Digitale Kurztexte im Kontext von Gattungs- und Mediengeschichte

Bachelorarbeit 2011 57 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffe: Aphorismus, Web 2.0 und Twitter
1.1. Der Aphorismus: Eine umstrittene Gattung
1.1.1. Definitionskonzepte
1.1.2. Wortgeschichte
1.1.3. Gattungsgeschichte des literarischen Aphorismus
1.2. Web 2.0: Vom Konsumenten zum Produzenten
1.2.1. Vom World Wide Web zum Web 2.0
1.2.2. Der Autor im Web 2.0
1.3. Twitter: Das Mikroblog-Netzwerk
1.3.1. Wie funktioniert Twitter?
1.3.2. Gründungsgeschichte

2. Aphorismen und Twitter
2.1. Twitter und Literatur: Der Mikroblogger als literarischer Autor
2.1.1. Beispiele für die Verbreitung von digitalen Kurztexten
2.2. Können Mikroblog-Texte Aphorismen sein? Eine Analyse anhand von Merkmalen des Aphorismus
2.2.1. Kürze und Konzision
2.2.2. Prosaform und Nichtfiktionalität
2.2.3. Kotextuelle Isolation
2.2.4. Themendiversität
2.2.5. Autorintention
2.2.6. Aktive Rezeption
2.3. Fazit

3. Ausblick: Die Bedeutung von Twitter für die Literatur und den

Aphorismus

Literaturverzeichnis

Einleitung

Der Aphorismus ist eine der wenigen literarischen Gattungen, die in ihrer gesamten Breite schwierig zu fassen ist. Die literaturwissenschaftliche Forschung konnte bis heute weder den Umfang der Erzeugnisse noch eine einheitliche Definition eindeutig festmachen. Die Aphoristiker1 selbst haben immer wieder versucht, den Kern und die Bedeutung dieser kleinen Textsorte in eben solchen Gedankensplittern selbstreflexiv zu verfassen, so auch der Schriftsteller Martin Kessel: „Aphorismen in die Welt senden heißt nach einem Nicken des Einverständnisses fahnden.“2

Mit diesem Aphorismus von 1960 umschreibt er eine Besonderheit der Gattung.

Aufgrund der für sie charakteristischen Kürze und Konzision sowie der Subjektivität ist der Rezipient fragmentarischer Texte gezwungen, das Gesagte weiterzudenken und durch eigenes Wissen und individuelle Erfahrung zu überprüfen. In kurzen, pointierten Sprüchen äußerten sich Aphoristiker wie Georg Christoph Lichtenberg, der mit seinen tagebuchartigen Sudelbuch-Eintragungen die ersten idealtypischen Aphorismen schuf, so wie auch Marie von Ebner-Eschenbach, Christian Morgenstern oder Karl Kraus subjektiv zu Ethik, Moral, Philosophie, Literatur, Politik und vielen anderen Bereichen, die sie berührten, immer basierend auf persönlichen Erfahrungen.

Auf Twitter, einem Online-Kurznachrichtendienst, entstehen zur Zeit ähnliche Erzeugnisse. Dort verbreiten Twitter-Nutzer mit Pseudonymen wie „HappySchnitzel und „assenassenov kurze Sprüche, die ihren Alltag widerspiegeln: „Wir fragen nicht, wie’s uns geht, sondern nur, woran’s liegt.“3 und „Morgen ist auch noch ein Alltag.4 sind zwei von tausenden Beispielen. Twitter bietet dabei seinen Nutzern eine besondere Herausforderung: In dem Eingabefeld ist nur Platz für 140 Zeichen. Ursprünglich als Plattform gegründet, auf der man seinen Freunden, den sogenannten „Followern“ mitteilen konnte, was man gerade tut, wird Twitter heute, fünf Jahre nach seiner Gründung, unter anderem von Unternehmen als Marketingplattform, von den Medien zur Verbreitung neuester Nachrichten und von vielen privaten Nutzern als öffentliches Notiz- und Tagebuch genutzt. Twitter ist damit ein eigenständiges soziales Netzwerk, das steigende Nutzerzahlen zu verzeichnen hat. Aufgrund der Neuartigkeit dieser Plattform, die auf dem simplen Schreiben, Versenden und Lesen von digitalen Massen-Kurznachrichten, sogenannten Tweets, basiert, loten die User noch immer die vielen Möglichkeiten und damit die mögliche Bedeutung eines solchen textbasierten Netzwerkes aus. Dabei experimentieren sie mit Worten und sehen die Begrenzung auf 140 Zeichen als Herausforderung, Persönliches, Kurioses, Witziges und Nachdenkliches konzis zu formulieren. Darin steckt ein Potenzial für die Literatur, das die Literaturwissenschaft noch nicht erkannt hat.

Aufgrund ihrer formellen und inhaltlichen Ähnlichkeit zu Aphorismen soll die Arbeit der Frage nachgehen, ob neue digitale Kurztexte zu dieser literarischen Gattung hinzugezählt werden können und welche Bedeutung sie vor dem Hintergrund der Gattungsgeschichte des Aphorismus und der Mediengeschichte des Internets einnehmen. Die literarische Gattung „Aphorismus“ ist „Teil einer nichtfiktionalen Kunstprosa, [...] eine literarische Zweckform, eine offene Form [und] eine der bedeutendsten literarischen Kleinformen“5, die vielleicht durch das Internet auf eine neue Ebene des Austausches zwischen Verfasser und Leser gehoben werden kann. Twitterer könnten damit den Aphorismus in neuer Form wiederbeleben. Ist Twitter gar das Sudelbuch der Digital Natives? In der Analyse heißt deshalb die zentrale Frage: Können Tweets Aphorismen sein?

Seit Hypertexte in den 1990ern und Weblogs in den letzten zehn Jahren das Internet zu einer Spielwiese für Amateur-Autoren und -Journalisten machte, änderte sich das Konzept der Autorschaft6. Das Web 2.0, die technische und soziale Weiterentwicklung des World Wide Web, machte den Konsumenten zum Produzenten und vereinfachte damit die Veröffentlichung von eigenen Texten. Für den Leser bietet dieses Medium die Chance, direkt auf Geschriebenes zu reagieren, Feedback zu geben, es weiterzudenken und so mit dem Verfasser in einen direkten Austausch zu treten. Der Aphorismus scheint nur auf diese Chance gewartet zu haben, ist er doch eine der wenigen Textsorten, die auf das Weiterdenken des Lesers angewiesen ist - ein Bruchstück, ein „Torso“7, der erst durch die eigene Erfahrung individuell verstehbar und vollkommen wird. Allerdings soll hier auf die ausführliche Beschreibung von Autorschaftskonzepten und die Änderung im Zuge der Digitalisierung verzichtet werden.

Während zu Hypertexten und Weblogs schon eine umfassendere wissenschaftliche Untersuchung erfolgt ist, fehlt bisher das Augenmerk auf das literarische Potenzial von Mikroblogging-Netzwerken wie Twitter. Bisher erschienen nur zwei journalistische Artikel8, die sich weniger wissenschaftlich mit dem Phänomen der aphoristischen Texte bei Twitter beschäftigten. In beiden wird die hier zu untersuchende These aufgestellt, dass Twitter „die Wiedergeburt des Aphorismus in digitalem Gewand“9 einläute. Zu Twitter allein sind hauptsächlich Bücher, die Twitter als Marketinginstrument beschreiben10, erschienen. Die Gefahr, dass es sich bei Twitter nur um einen Hype von kurzer Dauer handelt und wissenschaftliche Ergebnisse dazu nicht lange aktuell bleiben, besteht. Dennoch soll hier die Untersuchung eines Phänomens erfolgen, das eine große Rolle für die lange Tradition des Aphorismus und für die moderne Produktion und Rezeption von Literatur spielen kann.

Aphorismen wurden oft als „Aschenbrödel der Literaturwissenschaft“11 bezeichnet - eine Gattung, die erst im Laufe des 19. Jahrhunderts als Gattung anerkannt wurde und erst ab 1933 größere Aufmerksamkeit in der Forschung12 erhielt. Im Definitionsteil der Arbeit sollen zunächst einige Ansätze zur Definition der Gattung skizziert werden. Dabei werden unter anderem zwei Literaturwissenschaftler vorgestellt, die sich beide bis heute der Aphorismus-Forschung widmen und jeweils durch eine andere Herangehensweise den Aphorismus von ähnlichen Gattungen, wie Sprichworten und Essays, abzugrenzen versuchen: Harald Fricke schrieb mit seiner 1984 erschienen Monografie „Der Aphorismus“13 ein wegweisendes Werk, das eine stark abgrenzende Definition enthält, die zwar häufig kritisiert wurde, allerdings schulbildend14 wirkte und die Forschung bis heute beeinflusst. Demgegenüber skeptisch eingestellt ist Friedemann Spicker, der sein gesamtes literaturwissenschaftliches Werk der Geschichte und Definition des Aphorismus widmete. Danach sollen kurz die Wort- und Gattungsgeschichte, die sich erst sein Beginn des 19. Jahrhunderts überschneiden15, beschrieben werden.

Um die Rolle des Kurznachrichtendienstes Twitter im Kontext des Internets zu verdeutlichen, folgt eine genauere Beleuchtung des Konzepts des Web 2.0 als neues Mitmach-Medium. Denn dieses bildete die Basis, auf der soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube und Twitter entstehen konnten. Schließlich soll die Gründungsgeschichte, Funktionsweise und Rolle des als Mikroblog-Service angelegten Web 2.0-Dienstes Twitter beleuchtet werden.

Im zweiten Hauptteil erfolgt schließlich die eigentliche Untersuchung der zentralen Fragestellung, ob Tweets Aphorismen sein können. Beispiele kreativer Literaturproduktion auf Twitter, die Webseite Twitkrit.de, auf der interessante Tweets analysiert werden, zahlreiche Twitterlesungen und Twitter-Lyrik-Wettbewerbe zeigen, dass digitale Kurztexte schon eine literarische Bedeutung erlangt haben und ein interessiertes Publikum existiert. Schließlich sollen digitale Kurztexte anhand von Merkmalen des Aphorismus, die in der Forschung größtenteils akzeptiert sind, genauer untersucht werden.

Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und es soll versucht werden, einen prospektiven Ausblick auf die Bedeutung von Twitter für Aphorismen und die Literatur zu geben.

1. Begriffe: Aphorismus, Web 2.0 und Twitter

1.1. Der Aphorismus: Eine umstrittene Gattung

Aphorismen waren „häufig Gegenstand aphoristischer Selbstreflexion, nicht aber Objekt wissenschaftlicher Forschung“16. Die Aphorismusforschung bemühte sich erst seit den 1970ern verstärkt und kontinuierlich um die Untersuchung dieser Gattung.17 In den großen Literaturgeschichten wurde die Gattung bis vor kurzem fast gänzlich ausgeklammert. Man könnte sich fragen, ob die Texte zu klein sind, um wahrgenommen zu werden, oder ihre Zwischenstellung zwischen Poesie und Philosophie der Grund dafür ist.18

Erst mit der Veröffentlichung der Monografie Harald Frickes „Aphorismus“ setzte 1984 ein großes Bestreben ein, diese umstrittene Gattung zu definieren, um sie von verwandten Textsorten wie dem Sprichwort, dem Essay oder dem Epigramm abzugrenzen. Umstritten deshalb, weil die Versuche, die Gattung zu definieren, bis heute sehr kontrovers verlaufen und die Aphorismusforschung sich seit den 1980ern in verschiedene Richtungen bewegt hat.19 So konstatiert der Aphorismusforscher Friedemann Spicker noch 2010: „Als unsystematisches Erlebnisdenken und Erkenntnis- Spiel im Grenzgebiet von Wissenschaft, Philosophie und Literatur bleibt dieser Aphorismus im besonderen Maße auf kritische Weiterarbeit angewiesen.“20 Laut Gerhard Fieguth liegt die Ursache in einer Reihe widersprüchlicher Strukturen [des Aphorismus]. Dazu gehören beispielsweise die Gegensätze von sprachlicher Kürze und gedanklich-ideenhafter Weite, von strenger pointierter Form und flüchtiger Notiz, von betont subjektiver Grundhaltung und Anspruch auf Allgemeingültigkeit [...]21.

Ein weiteres Grundproblem liegt darin, dass nicht alle unter dem Titel „Aphorismus“ veröffentlichten Texte Aphorismen sind und umgekehrt. So wurden oftmals Zitate aus Nachlässen oder Tagebüchern, sowie Auszüge aus Romanen oder Dramen in Aphorismus-Sammlungen aufgenommen, obwohl sie nicht genuin als Aphorismen verfasst wurden. Und andersherum bezeichneten die Aphoristiker selbst ihre Werke meist nicht so, weshalb die Gattung seit dem Beginn der Gattungsgeschichte im 19. Jahrhundert durch eine erstaunliche Begriffsvielfalt geprägt ist. Herder nannte sie beispielsweise „Gedanken“, Schlegel bezeichnete sie als „Fragmente“ und „Ideen“, Canetti als bloße „Aufzeichnungen“.22 Literaturwissenschaftler hatten deshalb immer mit der Inkongruenz zwischen Begriff und Gattung zu kämpfen.

Problematisch wird es, wenn Gattungstheoretiker Werken die Bezeichnung „Aphorismen“ aberkennen, obwohl der Autor seine Texte so bezeichnete.23 So wird die „Gattungsgeschichte [...] konstruiert über die Zuordnung oder Ausschließung der unter verschiedenen Bezeichnungen firmierenden Sache“24. Auch international gibt es keine einheitlichen Gattungsnamen. In Frankreich werden sie meist als „maximes“ und in England als „maxims“ oder „aphorisms“ bezeichnet25, wobei sich dahinter auch meist ein etwas anderes Gattungsverständnis als im deutschsprachigen Raum verbirgt. Dazu kommt, dass die Bezeichnung „Aphorismus“ im deutschen Raum nicht immer die Bedeutung einer literarischen Prosaform hatte, weshalb auch die Geschichte von Wort und Gattung an sich nicht deckungsgleich ist: „Es gibt nämlich hier [...] im historischen Längsschnitt eine Diskrepanz zwischen der Wortgeschichte der Vokabel ,Aphorismus‘ und der Begriffsgeschichte des Begriffs des ,Aphorismus‘.“26 Zum Aphorismus, wie wir ihn heute aus der Literatur kennen, gab es mehrere Entwicklungsstufen. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts fallen im deutschsprachigen Raum Gattung und Vokabel zusammen.

1.1.1. Definitionskonzepte

Einen Definitionsvorschlag, der einerseits „literaturhistorisch begründet, logisch transparent, gattungssystematisch trennscharf und dabei ebenso einfach wie einfach anwendbar ist“27 und andererseits von vielen anderen Aphorismusforschern wie Friedemann Spicker oder Stephan Fedler stark kritisiert wurde, stammt von Harald Fricke. In seiner 1984 erschienenen Monografie „Aphorismus“ äußert er zunächst Kritik an der bisherigen „Neigung zum Irrationalismus in der Aphorismen-Forschung“28, die die Gattung spekulativ-psychologistisch betrachtete und dabei das >aphoristische Denken<29 analysierte statt innerliterarisch zu argumentieren. Bisher fixierte man sich auf den Autor und seine Denkweise und weniger auf eine sprachlich-literarische Gattungsbestimmung30. Die Charakterisierung eines antisystematischen aphoristischen Denkens erfolgt zwar noch heute in der Forschungsliteratur31, ist jedoch nicht primäres Gattungsmerkmal. Genauer geht Fricke unter anderem auf Franz H. Mautner ein, der mit seiner 1933 erschienenen Studie „Der Aphorismus als literarische Gattung“32 ihn und folgende Literaturwissenschaftler in ihrem Schaffen deutlich beeinflusste.

Harald Fricke verfasste in seiner Monografie eine systematische Definition, was seine Absicht, endlich eine eindeutige Definition zu schaffen, verdeutlicht. Aphorismen sind nach Fricke geprägt durch die drei notwendigen Merkmale ‘Kotextuelle Isolation’, ‘Prosaform’ und ‘Nichtfiktionalität’ [sowie] die [...] vier alternativen Merkmale ‘Einzelsatz’, ‘Konzision’, ‘Sprachliche Pointe’ und ‘Sachliche Pointe’ [...]. Diese alternativen Merkmale können auch gemeinsam auftreten, und wenigstens eines davon muß [sic!] in jedem Aphorismus vorhanden sein [...].33

Fricke hat seit 1984 seinen Ansatz konsequent weitergeführt. So findet sich in einem aktuelleren Beitrag im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft von 1997 folgende, der ursprünglichen sehr ähnelnde Definition: Der Aphorismus ist demnach ein (1) Nichtfiktionaler Text in (2) Prosa in einer Serie gleichartiger Texte, innerhalb dieser Serie aber jeweils (3) von den Nachbartexten isoliert, also in der Reihenfolge ohne Sinnveränderung vertauschbar; zusätzlich (4a) in einem einzelnen Satz oder auch (4b) anderweitig in konziser Weise formuliert oder auch (4c) sprachlich pointiert oder auch (4d) sachlich pointiert.34

Das Besondere des Aphorismus stellt für Fricke das Fehlen eines situativen Kontexts sowie eines verbalen Kotextes dar. Zwar gäbe es viele literarische Texte, bei denen nicht klar ist, in welcher kommunikativen Situation sich das Geschehen im Text abspielt und wie der äußere Zusammenhang aussieht, allerdings fehle bei Aphorismen außerdem „der innere Zusammenhang mit dem unmittelbar davor und danach Geäußerten“35. Deshalb konstatiert Fricke auch, dass der Aphorismus „keine Statue, sondern ein künstlich gemachter Torso“36 sei. Diese Eigenschaft verdeutlicht auch ein Aphorismus Friedrich Schlegels aus der romantischen Zeitschrift Athenaeum: „Ein Fragment muß gleich einem kleinen Kunstwerke von der umgebenden Welt ganz abgesondert und in sich selbst vollendet sein wie ein Igel.“37

Erst das Fehlen des Kon- und Kotexts „erlaubt uns die aphoristische Rezeption“38, die durch die eigene geistige Leistung des Lesers gekennzeichnet ist. Daraus resultiert für Fricke das zentrale Kriterium seiner Definition: die kotextuelle Isolation. Das Signal liegt in der üblichen Darstellung von Aphorismen in Ketten: „Ein Aphorismus schließt an seinen Vorgänger nicht unmittelbar an und wird von seinem Nachfolger nicht unmittelbar fortgesetzt.“ Fricke betont die wechselseitige Unabhängigkeit zwischen den einzelnen Aphorismen, um der editorischen Handhabe, „Blütenlese“ aus zusammenhängenden Romanen, Dramen oder Gedichten zu betreiben, entgegenzuwirken.39 Auch bei „editorischer Resteverwertung“40 von Nachlässen besteht ein Abgrenzungsproblem, das Fricke durch dieses Kriterium beheben will.

Problematisch wird diese enge Definition, wenn Aphorismen aus Nachlässen und Tagebüchern nach postumer Veröffentlichung durch Frickes strengen Kriterienkatalog zu „Definitionsopfern“41 gemacht werden, weil sie nicht genuin isoliert verfasst, sondern von fremder Hand ediert wurden. Auf diese Problematik wurde von Seiten der Wissenschaft durch das notwendige Merkmal der Autorintention reagiert, das weiter unten näher definiert wird.

Im Historischen Wörterbuch der Rhetorik geht Fricke in seinem Lexikonartikel auch besonders auf die rhetorischen Mittel ein, die in Aphorismen “in auffällig verdichteter Weise“42 vorkommen und die leseraktivierende Wirkung dieser Gattung unterstützen. Mittel wie Antithese, Exempel, Neologismus und Paradoxon dienen dabei der Überspitzung, Aussparung, Überrumpelung und Verrätselung in Aphorismen und regen damit den Rezipienten zur Reflexion über das Gesagte an.

Die jüngere Forschung orientiert sich zwar an Frickes Definition, die bis heute die einzige so trennscharfe Definition geblieben ist, plädiert aber zumeist zugunsten eines offeneren Ansatzes und geht dabei mit größerer Vorsicht vor.

Stephan Fedler, der sich in seiner Dissertation „Der Aphorismus. Begriffsspiel zwischen Philosophie und Poesie“ Frickes Definition als Basis und Gegenpol43 widmete, kritisiert Frickes präzise Definition vor allem in Bezug auf die kotextuelle Isolation. Für ihn „sind keine systematischen und auch keine endgültigen Bestimmungen möglich“44, denn „Frickes exakte Definition des Aphorismus [führt] notwendigerweise zu einem zu engen Begriff der Gattung“45. Dennoch unternimmt er den Versuch die Gattung statt mit Isolierung primär durch „Isolierbarkeit“ zu bestimmen, das heißt „ein Satz [bleibt] losgelöst von einer handlungsorientierten Kommunikationssituation verstehbar“ und ist damit verweisungsfähig, ergibt also „unabhängig von seinem Kon- und Kotext Sinn“.46 Problematisch ist allerdings, dass dieses Kriterium auch für andere Textsorten gilt und demnach eine Abgrenzung des Aphorismus zu anderen Gattungen erschwert. Fedler argumentiert jedoch, dass es vielmehr unserem Vorverständnis entspräche, wenn wir einen Tagebucheintrag oder beispielsweise Goethes „Aphorismen“ unter dem Titel „Aus Ottiliens Tagebuche“ auch zu den Aphorismen zählen würden.47 Damit könne jeder Satz, „ob literarischen Unsprungs oder nicht, der als isolierter verstehbar ist“48, ein Aphorismus sein und als Subgattung in Werken anderer (und damit auch fiktionaler) Gattungen auftreten49.

Für das Bestreben der Literaturwissenschaft, Gattungen voneinander abzugrenzen, ist dieser sehr weit gefasste Definitionsansatz sicherlich ein problematischer. Dieter Lamping verdeutlicht allerdings in seinem „Handbuch der literarischen Gattungen“, dass Abgrenzungen zu benachbarten Gattungen in einzelnen Fällen hilfreich sein können, „aufs Ganze gesehen sind sie jedoch mitunter in ihrer Pauschalität und Rigidität fragwürdig“50, so auch Frickes Ansatz, den Jan-Steffen Mohr als „definitorischen Rigorismus“51 kritisiert. Daran wird deutlich, dass über „das Maß an Geschlossenheit (und damit Ausschließungskraft) der Definition [...] in der Forschung weniger Konsens [besteht]“52.

Was Friedemann Spicker in seinem Lexikonbeitrag des „Metzler Lexikon Literatur“ von 2007 als mittlerweile von der Forschung anerkanntes Kriterium für Aphorismen sieht, ist das der Autorintention. Diese ist eine Weiterführung der kotextuellen Isolation und bezieht sich auf das Problem, dass in von fremder Hand zusammengestellten Anthologien „echte und unechte Aphorismen bzw. Aphorismenbände ohne Kennzeichnunge nebeneinander präsentiert werden“53 und so viele Autoren postum zu Aphoristikern gemacht werden. Deshalb sollten nur Texte als echte Aphorismen gelten, die „vom Autor gewollt sind, ohne daß [sic!] man beim Autor deswegen ein Gattungsbewußtsein [sic!] voraussetzen müßte [sic!]“54 und von ihm genuin in „kontextuell isolierte[r], nichtfiktionale[r], konzise[r], pointierte[r] literarische[r] Prosaform“55 bewusst oder unbewusst verfasst wurden. Das schließt sogenannte „Sekundäraphorismen“ aus anderen Zusammenhängen aus.56 Bei Tagebüchern aus Nachlässen allerdings, bei denen man nie sicher sein kann, ob ein Text „flüchtige, private Notiz [oder] gültiges, gewissermaßen >verabschiedetes< Notat ist, muss man im Einzelfall anhand biografischer Notizen entscheiden.57

Friedemann Spicker, „führender zeitgenössischer Aphorismuskenner“58, steht Frickes Definiton ebenfalls skeptisch gegenüber und liefert ein „radikal historisierendes Gegenkonzept“59. Er plädiert für einen historischen Aphorismusbegriff, der dem eines systematischen von Fricke gegenübersteht. Daraus resultiert „- im Gegensatz zu dem Idealkonzept der Trennschärfe - eine gerade für den Aphorismus unerläßliche [sic!] Offenheit“60, die Spicker verfolgt. Dennoch beschreibt er Frickes Definition als „Orientierungspunkt für die seither erschienenen Studien, auch wenn ihre Geltung eingeschränkt und mit Skepsis betrachtet wird“61. Spicker schließt sich selbst den Skeptikern62 an und kritisiert Frickes „rigorose Selektion per Kriterienüberprüfung und Ausschluß [sic!] aus der Gattung“63, denn dieser schließt beispielsweise Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“ von 1851 aus und bezeichnet sie als „nichtaphoristisch“64, weil er „nicht in, sondern über Aphorismen zur Lebensweisheit“65 geschrieben habe. Zwar bedeute Frickes Definition Klarheit und Eindeutigkeit und ist eine „theoretisch äußerst gesichert[...]“66, jedoch stellt sie die Theorie über die Phänomene wobei Fricke Aphorismen bedingungslos ausgrenzt, „wenn diese der Theorie nicht standhalten“.67

Spicker dagegen beschreibt Aphorismen über die Begriffsgeschichte, indem er „vom Primat der Zeugnisse her in einem weniger strengen Ansatz die semantische Mitte des Begriffs“68 untersucht. So versucht er auch anhand des Wortgebrauchs der Autoren die Begriffs- und Gattungsgeschichte nachzuvollziehen. Jan-Steffen Mohr kritisiert wiederum diese radikale Offenheit: „Die stupende Materialfülle seiner Darstellung stellt diesen Versuch auf eine solide Basis, der freilich die Trennschärfe, die eben Frickes Kriterien versprechen, abgeht.“69 Für die Abgrenzungsproblematik zu benachbarten Gattungen wie Fragment, Tagebuch und Essay stellt Spicker deshalb fest, dass sich „insgesamt das Ineinander und teilweise Übereinander der Gattungsbegriffe [abzeichnet]“70 und die Grenzen fließend werden. Damit vertritt Spicker den Ansatz, „Aphorismus“ als Oberbegriff verwandter Formen, die wiederum „historische Ausprägungen, Untergattungen und Typen“ sind, zu verstehen.71 Doch auch er sieht ein, dass sein offener Ansatz für sich allein problematisch ist und zitiert deshalb Ulrich Joost, der den „den angemessenen mittleren Rezeptionsweg“72 beschreibt:

Frickes deduktiver Zugriff [...] räumt glücklich auf in der Begriffsverwirrung einer übrigens beachtlichen, immerhin siebzigjährigen neueren A[phorismusf]orschung. [...] Den entgegengesetzten, nämlich strikt historisch-induktiven Weg wählte Friedemann Spicker [...]; beide Arbeiten ergänzen sich ausgezeichnet.73

Diese Feststellung beweisen auch aktuellere Forschungsbeiträge74, die sich an den Werken Frickes und Spickers gleichermaßen orientieren.

Für den Vergleich digitaler Kurztexte mit Aphorismen soll im zweiten Kapitel ein eher strengerer Definitionsansatz verfolgt werden. Dieser orientiert sich an Merkmalen, für den ein grundsätzlicher Konsens in der Forschung herrscht. Die charakterisierenden Eigenschaften Kürze und Konzision, Prosaform und Nichtfiktionalität, kotextuelle Isolation, Themendiversität, Autorintention und aktive Rezeption sollen deshalb als Kriterienkatalog für Aphorismen in dieser Arbeit gelten und werden an späterer Stelle weiter ausgeführt.

1.1.2. Wortgeschichte

„Bemerkungen“, „Ideen“, „Maximen“75 - so bezeichnete Georg Christoph Lichtenberg seine Einträge in sein sogenanntes „Sudelbuch“. Der Physikprofessor, der später als Begründer des Aphorismus gelten wird, schrieb bis zu seinem Tod 179976 verschiedenste Eintragungen in diese Hefte, dabei war ihm jedoch nicht bewusst, dass er auch und vor allem Aphorismen verfasste, die heute als „idealtypisch“77 gelten. Die Ursache liegt darin, dass dieses Wort zu seiner Zeit noch anders konnotiert war. Dennoch gilt Lichtenberg bis heute als Begründer des Aphorismus.78 Lichtenberg kannte den Begriff Aphorismus im Sinne einer älteren Bedeutung: als Lehrbuchaphorismus79 und als moralistische Kurzform. In Lichtenbergs Begriffsverständnis zeigt sich nur unterschwellig eine literarische Komponente.80 Seine eigenen, „scheinbar nicht druckbaren privaten Einfälle und Bemerkungen“81 ordnete er aber dieser nicht explizit zu. In einer Sudelbuch-Notiz beschrieb er einmal den Zweck seiner Eintragungen: „Schmierbuch-Methode bestens zu empfehlen. Keine Wendung, keinen Ausdruck unaufgeschrieben zu lassen. Reichtum erwirbt man sich auch durch Ersparung der Pfennigs-Wahrheiten.“82

[...]


1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden in der gesamten Arbeit die männlichen Formen benutzt, die weibliche Form wird dabei stets mitgedacht.

2 Martin Kessel: Gegengabe. Aphoristisches Kompendium für hellere Köpfe. Darmstadt 1960, S. 214.

3 Tweet von „HappySchnitzel (2011). URL: http://twitter.com/#!/HappySchnitzel/status/ 78465786674552832 (Stand: 09.09.2011).

4 Tweet von „assenassenov (2011). URL: http://twitter.com/#!/assenassenov/status/52114966483976192 (Stand: 09.09.2011).

5 Friedemann Spicker: Studien zum deutschen Aphorismu im 20. Jahrhundert. Tübingen 2000, S. 1.

6 vgl. Florian Hartling: Der digitale Autor. Autorschaft im Zeitalter des Internets. Bielefeld 2009.

7 Harald Fri>2

8 vgl. Astrid Herbold: Langweilst du dich auch so wie mich? In: Das Magazin 6 (2011), S. 24-26 und Matthias Heine: Status: Schlecht gelaunt. In: Die Welt (2010). URL: http://www.welt.de/print/die_welt/ kultur/article11874582/Status-Schlecht-gelaunt.html (Stand: 09.09.2011).

9 Herbold: Langweilst du dich? (2011), S. 24.

10 vgl. Twitter-Marketing. Wer mitmacht, gewinnt! Hrsg. von Sonja Salmen und Helmut Beckmann. Stuttgart 2010, Tamar Weinberg: Social Media Marketing. Strategien für Twitter, Facebook & Co. Köln 2010.

11 Thomas Stölzel: Rohe und polierte Gedanken. Studien zur Wirkungsweise aphoristischer Texte. Freiburg im Breisgau 1998, S. 23.

12 1933 schrieb Franz H. Mautner den ersten größeren Aufsatz zum literarischen Aphorismus: Franz H. Mautner: Der Aphorismus als literarische Gattung (1933). In: Der Aphorismus. zur Geschichte, zu den Formen und Möglichkeiten einer literarischen Gattung. Hrsg. von Gerhard Neumann. Darmstadt 1976, S. 19-74.

13 Harald Fri>

14 Friedemann Spicker: Die deutsche Aphorismusforschung seit 1990. Ein Forschungsbericht (Teil I). In: Lichtenberg-Jahrbuch 2008. Hrsg. von Ulrich Joost und Alexander Neumann. Heidelberg 2008, S. 189-229, hier: S. 192.

15 Zymner, Rüdiger: Aphorismus. In: Kleine literarische Formen in Einzeldarstellungen. Stuttgart 2002, S. 27-53, hier: S. 34.

16 Harald Fri>17 vgl. Friedemann Spicker: Der Aphorismus. Begriff und Gattung von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1912. Berlin 1997.

18 Ders.: Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert. Spiel, Bild, Erkenntnis. Tübingen 2004, S. 10.

19 Ders.: Aphorismusforschung (2008), S. 189.

20 Ders.: Nachwort. In: Es lebt der Mensch, solang er irrt. Deutsche Aphorismen. Hrsg. von dems. Stuttgart 2010, S. 319-330, hier: S. 321.

21 Gerhard Fieguth: Nachwort. In: Deutsche Aphorismen. Hrsg. von dems. Stuttgart 1994, S. 352-392, hier: S. 352.

22 Dieter Lamping: Der Aphorismus. In: Formen der Literatur: in Einzeldarstellungen. Hrsg. von Otto Knörrich. Stuttgart 21991, S. 21-27, hier: S. 21.

23 Spicker: Begriff und Gattung (1997), S. 3.

24 ebd., S. 2.

25 Lamping: Der Aphorismus (1991), S. 21.

26 Zymner: Aphorismus (2002), S. 31.

27 ebd.

28 Fri>29 von ihm auch bezeichnet als „die aphoristische Grundhaltung / Subjektivität / Existenz“ (Fri>30 Fri>31 z. B. >Gedankenkunst< (in: Lamping: Der Aphorismus (1991), S. 22) und „Prosaform [...] als unsystematisches Erlebnisdenken“ (in: Friedemann Spicker: Aphorismus. In: Metzler Lexikon Literatur. Hrsg. von Dieter Burdorf u.a. Stuttgart 32007, S. 36-37, hier: S. 36).

32 Mautner: Der Aphorismus (1976).

33 Fri>34 Fri>7

35 Fri>36 ebd.

37 Athenaeum. Eine Zeitschrift von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel. Bd. I.2. Berlin 1798, S. 179-322. Zitiert nach Fieguth: Deutsche Aphorismen (1994), S. 74, Nr. 27.

38 Fri>39 ebd., S. 9.

40 ebd., S. 10.

41 Werner Helmich: Der moderne französische Aphorismus. Innovation und Gattungsreflexion. Tübingen 1991, S. 15.

42 Harald Fri>43 Stephan Fedler: Der Aphorismus. Begriffsspiel zwischen Philosophie und Poesie. Stuttgart 1992, S. 7.

44 ebd., S. 10.

45 ebd., S. 33.

46 ebd., S. 35.

47 ebd.

48 ebd., S. 36.

49 ebd., S. 37.

50 Dieter Lamping: Aphorismus. In: Handbuch der literarischen Gattungen. Hrsg. von dems. Stuttgart 2009, S. 17-21, hier: S. 19 f.

51 Jan-Steffen Mohr: Epigramm und Aphorismus im Verbund. Kompositionen aus kleinen Textformen im

17. und 18. Jahrhundert. Frankfurt a.M. 2007, S. 28.

52 Spicker: Aphorismus. In: Metzler (2007), S. 36.

53 Helmich: Aphorismus (1991), S. 15.

54 ebd., S. 14.

55 ebd. Diese von Helmich aufgestellte „Minimaldefinition“ diente ihm „zu diskriminatorischen Zwecken“ und soll hier beispielhaft für ähnliche Kurzdefinitionen anderer Wissenschaftler als Basis dienen.

56 Friedemann Spicker: Nachwort. In: Aphorismen der Weltliteratur. Hrsg. von dems. Stuttgart 1999, S. 305-341, hier: S. 307.

57 ebd., S. 309.

58 Stefan H. Kaszyński: Rezension zu Friedemann Spicker: Kurze Geschichte des deutschen Aphorismus. Tübingen 2007. In: Lichtenberg-Jahrbuch 2008. Hrsg. von Ulrich Joost und Alexander Neumann. Heidelberg 2008, S.231-236, hier: S. 232.

59 Mohr: Epigramm (2007), S. 29.

60 Spicker: Spiel (2004), S. 3.

61 ebd., S. 6.

62 ebd., S. 7.

63 Spicker: Begriff und Gattung (1997), S. 11.

64 Fri>65 Fri>66 Spicker: Spiel (2004), S. 6.

67 Spicker: Begriff und Gattung (1997), S. 11.

68 Spicker: Spiel (2004), S. 7.

69 Mohr: Epigramm (2007), S. 29.

70 Spicker: Spiel (2004), S. 7.

71 Mohr: Epigramm (2007), S. 29.

72 Spicker: Aphorismusforschung (2008), S. 192.

73 Ulrich Joost: »Schmierbuchmethode bestens zu empfehlen« Lichtenbergs Sudelbücher - Aphorismen. In: Les aphorismes de Lichtenberg. Hrsg. von Jean Mondot. Paris 2001, S. 24-35, hier: S. 30, Fußnote 1.

74 vgl. Zymner: Aphorismus (2002) und Lamping: Aphorismus. In: Handbuch (2009).

75 Friedemann Spicker: Vom „Sudelbuch“ zum Aphorismus. Lichtenberg und die Geschichte des Gattungsbegriffs (I). In: Lichtenberg-Jahrbuch 1997. Hrsg. von Wolfgang Promies und Ulrich Joost. Ober-Rahmstadt 1998, S. 96-115, hier: S. 101.

76 Joost: Schmierbuchmethode (2001), S. 27.

77 Harald Fricke und Urs Meyer: Nachwort. In: Abgerissene Einfälle. Deutsche Aphorismen des 18. Jahrhunderts. Hrsg. von dens. München 1998, S. 259-273, hier: S. 260.

78 Spicker: „Sudelbuch“ (1998), S. 96.

79 ebd., S. 104.

80 ebd., S. 105.

81 ebd.

82 Georg Christoph Lichtenberg: Schriften und Briefe. (ders.: Schriften und Briefe. 6 Bde. Hrsg. von Wolfgang Promies. Bd. 1). München 21973, S. 639 (F 1219). Zitiert nach Spicker: Begriff und Gattung (1997), S. 105.

Details

Seiten
57
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656053613
ISBN (Buch)
9783656053965
Dateigröße
555 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182093
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Deutsche Literatur
Note
1,3
Schlagworte
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