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Warum kann die Neurowissenschaft die Frage der Willensfreiheit nicht beantworten?

Seminararbeit 2011 19 Seiten

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Argumente, die gegen die Willensfreiheit sprechen
2.1. Libets Nachweis von neurophysiologischen Vorbereitungen im Gehirn
2.2. Aufgezwungene Gehirnaktivitäten, die als „eigener Wille“ interpretiert werden

3. Argumente, die für die Willensfreiheit sprechen
3.1. Die subjektive Primärevidenz von Entscheidungsfreiheit
3.2. Das Argument des ganzen Ich’s

4. Die Kritik von Maxwell Bennett und Peter Hacker an der Neurowissenschaft
4.1. Die Sprachkritik und der mereologische Fehlschluss
4.2. Die Kritik an der Reduktion der qualitativen Beschaffenheit von Bewusstsein und Erfahrung

5. Die Kritik von Peter Janich an der Neurowissenschaft
5.1. Die generelle Problematik der neurowissenschaftlichen Sprache
5.2. Kritik der Objektsprache
5.3. Kritik der Parasprache
5.4. Kritik der Metasprache

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

„Des Menschen Wille, das ist sein Glück“ – Dieses Zitat stammt von Friedrich von Schiller und reißt eine Thematik der Wissenschaft an, deren Ausmaß heute kaum mehr überschaubar ist. Bereits Platon philosophierte vor mehr als zwei Jahrtausenden in seiner Seelenlehre darüber, was es mit dem Willen des Menschen auf sich hat. Etabliert hat sich über den Zeitraum ein bis heute währender wissenschaftlicher Disput verschiedener Fachrichtungen, aber auch allerhand Positionen innerhalb einzelner Fächer, ob denn so etwas wie Willensfreiheit existent ist oder nicht. Dabei hat sich in den letzten Jahrzehnten ein relativ neuer Wissenschaftszweig vehement in die Diskussion eingemischt. Es handelt sich dabei um die Neurowissenschaften, die sich aufgrund ihrer Erkenntnisse der letzten Jahre dazu befähigt sieht, bei der Frage der Willensfreiheit neue Antworten liefern zu können.

Dabei vertritt eine Reihe von Vertretern des Faches (wie Wolf Singer und Gerhard Roth), die Meinung, dass wir uns von unserem heute gängigen Bild des Menschen, der einen freien Willen besitzt, verabschieden müssen. Sind Gedanken, Wünsche und letztendlich Entscheidungen nur das Ergebnis neuronaler Impulse und Prozesse im Gehirn und wird so unser Gefühl des Bewusstseins produziert? Oder allgemeiner formuliert: Sind wir in unserer Entscheidungsfindung in irgendeiner Art determiniert?

In dieser Ausarbeitung wird dargelegt werden, warum die Neurowissenschaft die Frage nach der Existenz eines freien Willens gegenwärtig nicht beantworten kann. Um eine Grundlage zu bieten, worauf die Diskussion um die Willensfreiheit zwischen der Hirnforschung und Philosophie zurückgeht, werden im Folgenden zunächst die Hauptargumente, die einerseits gegen und andererseits für einen freien Willen sprechen, dargelegt werden. Darauffolgend werden im nächsten Kapitel sprachkritische Einwände von Maxwell Bennett und Peter Hacker an der Neurowissenschaft vorgestellt werden. Diesem Kapitel schließt sich dann eine Zusammenfassung von Peter Janichs Werk „Kein neues Menschenbild“ an. Er kritisiert ebenfalls die Sprache der Hirnforschung. Ziel ist es, in dieser Ausarbeitung zu zeigen, dass die Disziplin der Hirnforschung zunächst einmal ihre eigene Fachsprache entwickeln und gewisse sprachliche Schwächen überwinden muss. Am Ende der Ausarbeitung werden die wesentlichen Punkte der kritischen Einwände noch einmal zusammengefasst und ein abschließendes Fazit gezogen.

2. Argumente, die gegen die Willensfreiheit sprechen

Es gibt eine ganze Reihe neurowissenschaftlicher Argumente, die dafür sprechen, dass es keine Willensfreiheit im Sinne der freien Entscheidung gibt. In dieser Ausarbeitung werden im Folgenden die zwei Hauptargumentationsstränge skizziert werden, die die Existenz eines freien Willens bestreiten. Bekannte Vertreter sind hierbei Neurowissenschaftler wie Wolf Singer oder Gerhard Roth.

2.1. Libets Nachweis von neurophysiologischen Vorbereitungen im Gehirn

Viele Neurowissenschaftler sehen im Ergebnis eines Versuchs von Benjamin Libet aus dem Jahre 1979 den Beweis darin, dass es eine freie Willensentscheidung nicht gibt. Im Experiment saßen eine Reihe von Versuchspersonen zusammen und alle blickten auf eine schnell laufende Uhr. Der Auftrag Libets lautete dann, dass alle Teilnehmer sich, sobald sie den Drang verspürten, ihre Hand heben zu wollen, die Uhranzeige merken sollten. Libet stellte dabei fest, dass im Mittel von 40 Versuchen circa 0,2 Sekunden vor der eigentlichen Bewegung der Entschluss gefasst wurde, die Hand zu heben. Das war im Sinne des Experiments auch das, was Libet erwartet hatte. Gleichzeitig hatte er die Versuchsteilnehmer aber noch an Elektroden angeschlossen, die die Hirnströme im Großhirn maßen (Elektroenzephalogramm, EEG). Dabei kam er zu einer überraschenden Erkenntnis: Bereits eine halbe Sekunde vor einer Willkürbewegung setzten in dem Bereich des Gehirns, der für spontane Bewegungsabläufe zuständig ist, messbare Hirnströme ein. Erst circa 300 Millisekunden später kam der Zeitpunkt, an dem die Probanden den Entschluss fassten, sich zu bewegen. Dies ist für viele Neurowissenschaftler der experimentelle Beweis dafür, dass es so etwas, wie den freien Willen nicht gibt, da die neurologische Vorbereitung offensichtlich der bewussten Entscheidung vorgelagert ist[1].

2.2. Aufgezwungene Gehirnaktivitäten, die als „eigener Wille“ interpretiert werden

Es gibt neuere Versuche, die den Beweis erbracht haben, dass durch äußerlich eingesetzte elektrische Impulse Gehirnaktivitäten aufgezwungen werden können. Durch am Kopf angebrachte Elektroden scheint es möglich zu sein, bestimmte Hirnareale elektrisch anzuregen. Das Besondere daran ist, dass teilnehmende Probanten dabei diese erzwungenen Aktivitäten anschließend teilweise als eigenes Wollen interpretieren. So hatten sie den Eindruck, dass sie spontan selbst einen Entschluss gefasst hatten oder sich zu etwas entschieden haben[2]. Hier lässt sich laut Hubert Markl jedoch der Einwand erheben, dass das Gehirn die Eigenschaft besitzt, aus unvollständigen Daten und Informationen ebenfalls etwas Wahrscheinliches und Sinnvolles zu konstruieren. Man könne deshalb nicht gleich aus einigen elektrischer Reizen, die vermeintliche Willensakte hervorrufen, schließen, dass gleich die komplette Willensfreiheit in Frage zu stellen ist. Hier könnte man genauso die außergewöhnliche Fähigkeit des menschlichen Gehirns betonen, dass aus unvollständigen neuronalen Reizen sinnvolle Zusammenhänge konstruiert werden, um „angemessen darauf reagieren zu können“[3].

3. Argumente, die für die Willensfreiheit sprechen

Den Argumenten, die gegen einen freien Willen sprechen, stehen entsprechende Gegenpositionen gegenüber, die hier nun ebenfalls in zwei Unterpunkten vorgestellt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Positionen, die aus der Existenz- und Sprachphilosophie heraus entwickelt worden sind.

3.1. Die subjektive Primärevidenz von Entscheidungsfreiheit

Das erste Argument zielt darauf, dass wir als Menschen selbst introspektiv am besten wissen müssten, dass wir ein Bewusstsein besitzen und freie Entscheidungen treffen können und damit über einen freien Willen verfügen[4]. Jeder Mensch könne, so Hubert Markl, diese „primäre Erfahrungstatsache“ nicht leugnen, wohingegen Neurowissenschaftler uns nur eine deterministische Theorie über die Wirklichkeit liefern können, die jederzeit falsifizierbar bleibt[5]. Wir erleben es als Tatsache, dass wir ein Bewusstsein besitzen, welches uns suggeriert, dass wir freie Entscheidungen treffen können. Warum sollen wir nun einer Theorie glauben, die das widerlegt? Hubert Markl erklärt hierbei, dass er manchmal den Einwand hört, dass man ja dann auch daran glauben müsse, dass sich die Sonne um die Erde dreht und nicht umgekehrt, da man introspektiv diesen Eindruck habe. Hierbei sei es aber möglich, die Relativbewegung zwischen Erde und Sonne zu erklären, sodass die ptolemäische und die kopernikanische Erklärung objektiv überprüfbar werden. Das nicht zutreffende, ptolemäische Konstrukt gilt danach als falsifiziert, da das kopernikanische Weltbild objektiv überprüfbar ist. Dahingegen könne man noch so oft Gerhard Roth und Wolf Singer gehört oder gelesen haben, dem Menschen bleibe nach wie vor die subjektive Primärerfahrungsgewissheit, dass man sich entscheiden könne, ob man ihren Argumenten folgen will oder nicht, wodurch uns unser eigenes Bewusstsein eindrucksvoll zeige, dass wir eine gefühlte, freie Entscheidung treffen. Der Mensch brauche keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, um zu wissen, ob er einen freien Willen besitzt oder nicht, da er täglich unzählige Male Entscheidungen treffen müsse, die er introspektiv als frei wahrnehme[6].

3.2. Das Argument des ganzen Ichs

Das zweite Argument, welches dafür spricht, dass wir einen freien Willen besitzen, thematisiert die Problematik, dass es keine Trennung zwischen dem ICH als gesamten, menschlichem Körper inklusive des Gehirns und seinem EGO, dem Geist oder Bewusstsein, gibt. Dabei geht es um die prinzipielle Debatte, dass es unmöglich ist, den Körper vom bewussten, selbstdenkenden Menschen zu teilen. Dies hätte höchst dramatische Folgen, so Markl, wenn Behauptungen wie von Wolf Singer, dass Menschen für ihre Handlungen nicht verantwortlich gemacht werden könnten, da ihr unbewusstes Gehirn ihnen gewisse Handlungen aufzwinge, der Realität entsprächen[7]. So müsste unter der Annahme, dass der Mensch über keinen freien Willen verfügt, das gesamte Strafrecht neu überdacht werden, da in Deutschland ein normativer Schuldbegriff vorliegt, der auf dem Gedanken der Willensfreiheit beruhe. Die Vorwerfbarkeit von einem schuldhaften Vergehen könnte nicht aufrecht erhalten werden, sobald ein Leib-Seele-Dualismus dafür sorgen würde, dass der bewusstlose Körper (inklusive des Gehirns) dem EGO keine bewusste Entscheidung mehr überlässt oder ihm nur noch eine Veto-Funktion offensteht. Eine Trennung zwischen zwei Entitäten, dem ICH und dem EGO ist in keinem Falle sinnvoll, da Menschen sich nur als „ganze Menschen“ gegenübertreten. So ist der Mensch immer ein untrennbares Konstrukt aus „Leib und Seele, Unbewusstes und Bewusstsein“[8]. Doch was ist Bewusstsein dann, wenn es keine Sache und kein Ding ist, die dem ICH gegenübergestellt werden kann? John R. Searle beschreibt in seinem Werk „Freiheit und Neurobiologie“ Bewusstsein als eine Eigenschaft des Körpers und des Gehirns, so wie ein Rad die Eigenschaft der Festigkeit besitzt[9]. Dabei bestehe ein Rad zunächst einmal aus Molekülen und diese verursachen „die höherstufige oder Systemeigenschaft der Festigkeit“[10]. Die Eigenschaft der Festigkeit beeinflusse wiederum das Verhalten der einzelnen Moleküle. In diesem Sinne müsse man sich dann Bewusstsein als eine Eigenschaft des menschlichen Körpers und seinem Gehirn vorstellen. Es kann Wirkungen beispielsweise auf der Ebene der Neuronen haben, genauso wie die Eigenschaft der Festigkeit die Moleküle des Rades betrifft. Searle entgeht dadurch einem Dualismus zwischen ICH und EGO.

4. Die Kritik von Maxwell Bennett und Peter Hacker an der Neurowissenschaft

Was bisher deutlich geworden ist, ist die Tatsache, dass sich viele Neurowissenschaftler und Philosophen bei der Frage der Willensfreiheit mit den hier eröffneten Argumenten konträr gegenüberstehen und einen zurzeit unlösbaren Meinungsstreit darüber austragen, wer sich hier im Recht befindet. Maxwell Bennett und Peter Hacker setzen an einem etwas anderen Punkt an und kritisieren zum Einen die verwendete Sprache und Begrifflichkeiten der Neurowissenschaften, zum Anderen erklären sie, dass es eine Art qualitativer Beschaffenheit von Bewusstsein und Erfahrung gibt, die dafür sorgt, dass auf neuronale Prozesse reduzierte Beschreibungen noch nicht die subjektiven Erlebnisgehalte im Bewusstsein wiedergeben. Ihre Kritik überschneidet sich teilweise mit dem Argument des ganzen Ichs, den Fokus legen sie jedoch auf die Sprachkritik an den Neurowissenschaften.

4.1. Die Sprachkritik und der mereologische Fehlschluss

Maxwell Bennett und Peter Hacker geben in der Einleitung ihres Bandes „Neurowissenschaft und Philosophie“ einen Überblick darüber, was die sprachliche Problematik der Neurowissenschaften beinhaltet:

„Die kognitive Neurowissenschaft überschreitet die Grenze zwischen zwei Bereichen – nämlich Neurophysiologie und Psychologie –, deren jeweilige Begriffe verschiedenartigen Kategorien angehören. Die logischen, also begrifflichen Beziehungen zwischen dem Physiologischen und dem Psychologischen sind zweifelhaft. Bei vielen psychologischen Begriffen und Begriffskategorien bereitet es große Mühe, die Optik scharf einzustellen.“[11]

So erläutern sie weiter, dass deshalb auch die großen Fragen, wie das „Geist-Gehirn-Problem“ oder auch das „Leib-Seele-Problem“ von den Neurowissenschaften unter der Verwendung der falschen Begrifflichkeiten nicht zu lösen sind[12]. Das werde daran deutlich, dass Neurowissenschaftler oftmals das Gehirn gleichsetzen mit dem Geist eines Menschen. Dadurch spreche man dem Gehirn implizit psychologische Eigenschaften zu, die es aber so eigentlich nicht besitze[13].

„Der Geist ist jedoch, wie wir geltend machen, weder eine vom Gehirn verschiedene noch eine mit dem Gehirn identische Substanz.“[14]

Menschen besitzen eine große Zahl an Eigenschaften, die wir allgemein als psychische Fähigkeiten benennen würden. So ist es uns außerdem möglich, dass wir neben unserer reinen Wahrnehmung auch Überlegungen anstellen können, es ist uns möglich, über Dinge nachzudenken, wir tragen die Eigenschaft in uns, Emotionen zu empfinden, treffen Entscheidungen und vieles mehr. All diese Fertigkeiten werden klassifiziert als psychologische Fähigkeiten und definieren uns als Menschen. Die Neurowissenschaft macht es sich zur Aufgabe, die „Bedingungen und Begleitumstände des Vorhandenseins und der Ausübung dieser Vermögen“ zu erforschen[15]. Sie ist dabei recht erfolgreich, doch gilt es zu beachten, dass all diese Fähigkeiten „ Eigenschaften von Menschen sind“ und es sich nicht um „Eigenschaften ihrer Teile“ oder des Gehirns handelt[16]. Hier vertreten Bennett und Hacker die selbe Position wie John R. Searle. Der Versuch liegt darin, einem klassischen Dualismus zwischen Gehirn und Geist zu entgehen. Die neurophysiologische Erforschung mache den Menschen nicht zu Teilen seines Gehirns oder Körpers, sondern man müsse den Menschen als „psychophysische Einheit“ verstehen[17]. Somit sind die genannten Fertigkeiten keine auf neurologische Vorgänge zu reduzierenden Fähigkeiten des Gehirns, sondern Eigenschaften des ganzen Menschen. Beide kommen zu dem Schluss, dass es den Neurowissenschaften nicht möglich ist, die psychologischen Erklärungen, die auf Grundlage der „Vielzahl von Gründen, Absichten, Zwecke, Ziele, Werte, Regeln und Konventionen“ der menschlichen Tätigkeiten entwickelt worden sind, „durch neurologische Erklärungen zu ersetzen“[18]. Hierbei bezeichnen sie es außerdem als sinnlos, einer kleineren Einheit, wie dem Menschen selbst die Fähigkeit zuzusprechen, zur Wahrnehmung oder zum Denken fähig zu sein. Das Gehirn selbst könne nicht wahrnehmen, es ermögliche es vielleicht dem Menschen, selbst ist es jedoch außerstande eine solche psychologische Eigenschaft in personalisierter Form in sich zu tragen. Die sprachliche Kritik ist nach Bennett und Hacker auch der Grund dafür, weshalb die Philosophie sich die These erlauben könne, dass bestimmte Behauptungen der Neurowissenschaft in sich sinnlos sind[19]. Sie stellen explizit die Frage, was es denn heiße, dass „ein Gehirn (etwas) sehe oder höre“[20]. Laut Bennett und Hacker begehen Neurowissenschaftler an dieser Stelle einen sogenannten „ ,mereologischen’ Fehlschluß [sic!]“, wenn sie dem Gehirn psychologische Eigenschaften zuschreiben[21].

„Die Mereologie ist die Logik der Relationen zwischen dem Ganzen und seinen Teilen.“[22]

Sie erklären im weiteren Verlauf ihrer Argumentation, dass man psychologische Aussagen darüber treffen könne, wie ein Mensch sich verhält, was er sieht, hört oder ob er nachdenklich ist. Dies sind jedoch alles Eigenschaften und Wesenszuschreibungen eines ganzen Menschen. Man könne diese Prädikate nicht auf einzelne Teile des Menschen übertragen, da hier der Fehlschluss begangen wird. Bennett und Hacker ziehen in einer Fußnote einen sehr plastischen Vergleich mit einem unbelebten Gegenstand, einem Auto. Wenn ein Auto schnell fahre, so folge daraus nicht, dass sein Vergaser ebenfalls schnell fahre[23]. Das leuchtet direkt ein und macht bei der Übertragung auf den Menschen und seinem Gehirn deutlich, weshalb man hier nicht einfach psychologische Wesenszuschreibungen und Eigenschaften des Menschen auf sein Gehirn übertragen darf.

[...]


[1] K.A.: Der klassische Libet-Versuch zum freien Willen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.09.2005, Seite 70/71.

[2] Vgl. Markl, Hubert: Gehirn und Geist: Biologie und Psychologie auf der Suche nach dem ganzen Menschen. In: Psychologische Rundschau. Heftnummer 56 (1). Göttingen 2005, S. 31.

[3] Ebd.

[4] Vgl. ebd., S. 32.

[5] Ebd.

[6] Vgl. ebd.

[7] Vgl. ebd.

[8] Ebd.

[9] Vgl. Searle, John R.: Freiheit und Neurobiologie. Frankfurt a.M. 2004, S. 24, 25.

[10] Ebd.

[11] Bennett, Maxwell/Hacker, Peter: Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaft. In: Bennett, Maxwell et al.: Neurowissenschaft und Philosophie. Gehirn, Geist und Sprache. Berlin 2010, S. 18.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. ebd., S. 19.

[14] Ebd.

[15] Ebd.

[16] Ebd., S. 20 .

[17] Ebd., S. 20.

[18] Ebd., S. 21.

[19] Vgl. ebd., S. 40.

[20] Ebd., S. 36.

[21] Ebd., S. 42.

[22] Ebd. S. 42.

[23] Vgl. ebd., S. 42.

Details

Seiten
19
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656050001
ISBN (Buch)
9783656050223
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v181750
Institution / Hochschule
Universität Mannheim – Philosophische Fakultät
Note
1,5
Schlagworte
Neurowissenschaft Sprache Willensfreiheit Bennett Hacker Singer Objektsprache Parasprache Metasprache Mereologie mereologischer Fehlschluss Sprachkritik Libet Janich Neurobiologie Neurophysiologie

Autor

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