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Die Rolle der Frau in der römischen Antike

Essay 2008 5 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Thema: Die Rolle der Frau in der römischen Antike

In Bezug auf die Rolle der Frau in der Antike ist es zunächst wichtig zu erwähnen, dass es Unterschiede zwischen römischen Frauen und denen aus anderen antiken Gesellschaften gegeben hat. In Rom hatten sie mehr Rechte und mussten nicht, wie beispielsweise in Griechenland, Abseits der Gesellschaft leben. Das bedeutete aber noch nicht, dass sie auch politische Rechte besaßen.

Die Frauen zur damaligen Zeit waren zwar in gewissem Maße emanzipiert, aber auf keinen Fall vollkommen gleichberechtigt. Allerdings waren sie auch nie absolut abhängig von ihrem Ehemann. Eine Abhängigkeit bestand nur zum Vater, was aber auch für die Männer galt. Diese „Patria Potestas“ endete erst mit dem Tod des Vaters oder wenn er den Römer/ die Römerin emanzipierte. Ein Mann war damit vollkommen rechtsfähig und konnte die „Patria Potestas“ selbst ausüben. Frauen mussten dagegen erst drei Kinder zur Welt bringen, um ohne einen Vormund über ihr eigenes Vermögen zu entscheiden zu können. Außerdem konnte sie nie die „Patria Potestas“ über jemand anderen haben.

Soziale Stellung

Das Ansehen der Frau in der römischen Antike war keinesfalls so schlecht, wie man heute vielleicht vermuten mag. Ganz im Gegenteil: Sie hatten innerhalb der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Ihr Aufgabenbereich umfasste neben der Kindererziehung auch das Spinnen der Wolle, das Weben unterschiedlichster Stoffe oder das Nähen der Kleidung für die ganze Familie. Für die eigentliche Hausarbeit, auf die sie ja auch schon während der Erziehung von ihrer Mutter vorbereitet wurde, war die Frau in der Antike nur zuständig, wenn sie selbst einem niedrigeren Stand angehörte. Andernfalls übernahmen Sklaven diese Aufgaben für die Frau. Außerdem galt sie auch in gewisser Weise als Autoritätsperson für die gesamte Familie. Sie verwaltete Haus und Hof alleine und musste ein gesellschaftliches Vorbild sein. Deshalb gehörte es auch zu ihren Pflichten, dass sie an öffentlichen und privaten Kulten teilnahm.

Kindheit und Ausbildung der Frau

Die Mädchen wurden schon früh von ihren Müttern auf ihre spätere Rolle als Ehefrau vorbereitet. Von ihnen lernten sie schon in ihrer Kindheit, den Haushalt zu führen. Dies galt als eine der Haupttugenden der römischen Frauen. Neben der Arbeit im Haushalt kam für viele Frauen auch die Arbeit in den Betrieben der Männer dazu. Diese waren meistens handwerkliche Betriebe, die Frauen arbeiteten dann als Händlerinnen für beispielsweise Kleidung oder sie waren für die Küchenführung zuständig. Trotzdem kamen einige auch in den Genuss einer weiterführenden Ausbildung. Viele Mädchen, die zum Teil auch aus den niedrigeren Gesellschaftsschichten kamen, lernten an öffentlichen Schulen das Lesen und Schreiben. Kamen sie aus höheren Schichten, beschäftigten sie sich sogar mit der Philosophie.

Die Ehe

Sowohl Verlobung als auch die Eheschließung selbst fanden in der Antike schon sehr früh statt. Oft schon mit dem Erreichen des gesetzlichen Mindestalters von 12 Jahren, zumal die Ehe auch eine politisch-geschäftliche Verbindung zu der Familie des Ehemannes bedeutete. Voraussetzung für eine Eheschließung war allerdings die Tatsache, dass die Verbindung standesgemäß zu sein hatte. So durften Patrizier beispielsweise keine Plebejer heiraten. Ab circa 300 vor Christus wurde die manus-freie Ehe immer mehr eingeführt, was bedeutete, dass die Frau nicht mehr gänzlich von ihrem Mann abhängig war. Außerdem hatte sie das Recht, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Dazu musste sie lediglich mit all ihren Besitztümern das gemeinsame Haus verlassen. Scheidungen kamen in diesem Zeitalter häufig vor, da die meisten Ehen zuvor arrangiert waren und viele Familien nach einer gewissen Zeit einfach kein Interesse mehr an der bestehenden Verbindung hatten. Die Ehe an sich war für die meisten Mädchen allerdings zunächst eine massive Veränderung, da sie das Elternhaus sehr schnell und plötzlich verlassen mussten und auf einmal selbst Verantwortung für sich und auch ihren Mann zu tragen hatten.

Weibliche Tugenden

Als römische Frau hatte man unsichtbar zu sein. Das bedeutete, dass man sich hauptsächlich im Haus aufhielt, beziehungsweise aufzuhalten hatte. Dazu gehörte außerdem, dass sie die Tugenden Einfachheit, Sparsamkeit, Ehrlichkeit und Frömmigkeit vertrat. Als speziell für die Frau geltende Tugend kam zudem noch Keuschheit dazu. Wenn sich eine Witwe nach dem Tod des Mannes nicht wiederverheiratete, galt sie als besonders keusch. Das konnte allerdings im Widerspruch dazu stehen, dass von jungen Witwen eigentlich erwartet wurde, dass sie wieder heiraten.

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Details

Seiten
5
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656047278
ISBN (Buch)
9783656754664
Dateigröße
335 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v181480
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
Schlagworte
Anitke Rolle der Frau

Autor

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Titel: Die Rolle der Frau in der römischen Antike