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Der Investiturstreit

Seminararbeit 2006 15 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Das ottonisch-salische Reichs­kirchen­­­­­system 3-
2.2 Anfänge des Reformpapsttums
2.3 Der Investiturstreit
2.4 Das Wormser Konkordat

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Begriff Investitur hat nichts mit den Begriffen Inventur oder investieren zutun. Er bezeichnet die Amtseinsetzung eines Bischofs/Erzbischofs in ein Bistum/Erzbistum. Ist nicht geklärt wer einen Bischof einsetzten darf und mehrere Parteien beanspruchen das Investiturrecht für sich, kommt es zu einem Streit, dem Investiturstreit. Heutzutage ist klar, dass die katholische Kirche ihre Bischöfe alleine beruft und einsetzt. Ziel dieser Seminararbeit ist es herauszufinden wie die Investitur im Mittelalter gehandhabt wurde und wie es zu einem Investiturstreit kommen konnte. Der Zeitraum von 1075 – 1122 gilt als die Hochzeit des Investiturstreits. Eine Untersuchung der Jahre vor dem Investiturstreits ist nötig, wo vor allem das Papsttum und theologie­geschichtliche Veränderungen dieser Zeit genauer untersucht werden sollten um die entscheidenden Veränderungen zu verstehen. Zudem ist zu begutachten wie sich die deutschen Könige und Kaiser gegenüber den Päpsten und Bischöfen verhielten.

Zur Untersuchung stehen zahlreiche Quellen und sekundär Literatur zur Verfügung.

2.Hauptteil

2.1 Das ottonisch-salische Reichs­kirchen­­­­­system

Zwischen den deutschen Königen des Mittelalters und dem Oberhaupt der katholischen Kirche gab es immer eine starke Verbindung[1]. Einen Anfang dafür stellte die Kaiserkrönung Karls des Großen dar, in der sich der Papst stark in die weltliche Ordnung einmischte[2]. Das Kaisertum blieb an das Papsttum gebunden[3]. Zwar ließen sich Ottonen und Salier vom Papst zum Kaiser krönen, dennoch war in der ottonisch-salischen Epoche die Vorherrschaft des Kaiser, über den Papst, lange unbestritten. Dies zeigten die intensiven Beziehungen unterschiedlicher Kaiser zu den Päpsten, wie zum Beispiel Ottos III zu Papst Silvester II[4].

Das Verhältnis des deutschen Königs oder Kaiser zu den Bischöfen im Reich war ebenfalls was Besonderes. Durch den König erhielten die Bischöfe weltliche Macht, in dem er ihnen Immunität und Regalienrechte zugestand. Dies waren z. B. Privilegien wie Markt- und Zollrechte und eine Ausnahmestellung gegenüber weltlichen Gerichten. Im Gegenzug leisteten die Reichsbischöfe dem König den Reichsdienst. Dies konnte dazu führen das sie den König beherbergen mussten oder ihn sogar auf Feldzügen folgen sollten und selber Truppenkontingente stellen mussten. Die Bischöfe spielten also eine wichtige Rolle für die Reichsregierung. Zudem hatte das Königtum einen sakralen Charakter, weil der weltliche Akt der Thronerhebung , durch Weihe, Salbung und Krönung einen geistlichen Charakter erhielt[5]. So mit war auch unbestritten das der König das Recht hatte Bischöfe zu ernennen mit Stab und Ring, denn der König war auch Herr über die Reichseigenen Kirchen. Der König konnte also eine Domkirche inklusive den dazugehörigen Güter und Rechten durch Übergabe von Bischofsstab und Ring verleihen. Der so eingesetzte Bischof hatte so weltliche und geistliche Aufgaben zu meistern.

Dadurch verwischten sehr stark weltliche und geistliche Macht, auch Kirchengut und Reichsgut waren nicht mehr so leicht zu trennen. Weltliche und geistliche Macht waren sehr stark in einander verwoben.

2.2 Anfänge des Reformpapsttums

Das Jahr 1046n.Chr ist der Beginn des Reformpapsttums, das in den Folgejahren zunehmend etabliert werden konnte. Zunächst musste aber erstmal ein Reformer auf den Stuhl Petri gelangen.

[...]


[1] Vgl. Hartmann, Wilfried: Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Band 1, Frühes und hohes Mittelalter 750 – 1250, Stuttgart 1995, S. 9. Im Folgenden abgekürzt als Hartmann, Wilfried.

[2] Vgl. Hartmann, Wilfried, S. 9.

[3] Vgl. Hartmann, Wilfried, S. 9.

[4] Vgl. Hartmann, Wilfried, S. 9.

[5] Vgl. Santifaller, Leo: Zur Geschichte des ottonisch-salischen Reichkirchensystems, S. 23, in: Sitzungsberichte der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Band 229, Wien 1955. Im folgenden abgekürzt als Santifaller, Leo.

Details

Seiten
15
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783656030225
ISBN (Buch)
9783656030607
Dateigröße
361 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v180292
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – evangelisch Theologische Fakultät
Note
3,0
Schlagworte
Hildebrandt Gregor VII Wormser Konkordat Reformpapsttums 3 Päpste Jahr Das ottonisch-salische Reichskirchensystem Investiturstreit Otto III Silvester II Heinrich III Heinrich IV Gregor VI Clemens II

Autor

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