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Facebook und die soziale Kohäsion

Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet Facebook zur Steigerung des Sozialen Zusammenhalts?

Masterarbeit 2011 87 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leben im Informationszeitalter
2.1 Lebenswelten im Informationszeitalter
2.1.2 Informationstechnologien als neue Kapitalform
2.1.3 Informationstechnologien als Aufklärungsform
2.1.4 Kritik am Informationszeitalter
2.2 Die Internetkommunikation
2.2.2 Internetkommunikation – kommunikative Grenzen aufheben
2.2.3 Kritik an der Entgrenzung
2.3 Internet und Ethik
2.3.2 Informationsfluss und –ethik heute
2.3.3 Die Cyberspace- Ethik

3 Soziale Netzwerke
3.1 Das Internet und seine Soziologie
3.1.2 Virtuelle Gesellschaft – Eine Theorie
3.1.3 Die virtuelle Gesellschaft
3.1.4 Sozialstruktur der virtuellen Gesellschaft
3.2 Soziale Netzwerke
3.2.2 Definition und begriffliche Abgrenzung
3.2.3 Ansätze zur Erklärung des Phänomens „Soziale Netzwerke“
3.3 Die Entwicklung der Sozialer Netzwerke
3.3.2 Neues Soziales Kapital
3.3.3 Soziale Netzwerke – sozial- und kulturwissenschaftliches Verständnis
3.4 Soziale Netzwerke enger gefasst

4 Facebook
4.1 Facebooks Funktionen
4.2 Durchschnittliche Nutzungsweise von Facebook
4.2.2 Nutzer und Nutzung
4.2.3 Intensität der Facebook- Nutzung – Ergebnisse einer quantitativen Onlinebefragung
4.2.4 Motive der Facebook- Nutzung
4.2.5 Stellenwert der Facebook – Nutzung
4.2.6 Nutzung der Kommunikationstools auf Facebook
4.3 Die Bedeutung von Online- Bekanntschaften
4.4 Interaktionsmuster in Facebook

5 Virtuelle Realität vs. Real Life - ein kritischer Überblick

6 Soziale Kohäsion
6.1 Facebook – ein möglicher Weg zur Auflösung von Regierungsformen?
6.2 Facebook und die Möglichkeit zur Integration und Anerkennung
6.3 Facebook als Möglichkeit zur Partizipation
6.4 Facebook und Möglichkeit der Solidarität und sozialen Integration
6.5 Facebook als Gatekeeper
6.6 Facebook und der Kampf um Anerkennung
6.7 Facebook als Möglichkeit der ständigen politischen Partizipation
6.8 Versuch einer eigenen Definition von Soziale Kohäsion

7 Möglichkeiten und Grenzen von Facebook für den sozialen

Zusammenhalt

8 Ausblick

9 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die sich im Laufe der Zeit entwickelten unterschiedlichen Internetplattformen, das Social Media[1], haben einen medialen und sozialen Paradigmenwechsel mit sich gebracht. Immer mehr Menschen schreiben und veröffentlichen Inhalte im Netz - und das immer schneller. Dabei ist es egal ob über negative Vorkommnisse, Katastrophen oder positive Ergebnisse berichtet wird. Mit dem „Web 2.0“ und den damit verbundenen Social Media gehen die Informationen schneller als zuvor um die Welt und unterliegen keiner Selektion. Ob Smartphone oder Computer, mit dem Senden-Button stellt man die Informationen weltweit online abrufbar. Die Menschen berichten somit über alles Mögliche; Stars, Politik, Erdbeben oder große Unternehmen.

Mit dieser Entwicklung haben sich die Möglichkeit der Internetnutzung und Informationsgewinnung sehr verändert. Jeder kann mittlerweile eine beachtete Stimme im weltweiten Netz werden. Man kann sich in Echtzeit austauschen, Informationen zu seinen Lieblingsthemen suchen und Gleichgesinnte über Grenzen hinweg finden. Wer sich also mit Social Media auskennt hat unendlich viele Möglichkeiten.

Doch nur die notwenigen Kompetenzen schützen vor den Risiken, die diese Entwicklung mit sich gebracht hat. Das Wissen über Social Media gibt einem die Kontrolle über die eigens eingestellten Informationen. [2]

Facebook ist einer der vielen sozialen Internetplattformen im Netz. Doch diese Plattform ist durch ihre Beliebtheit und den daraus resultierenden angemeldeten Nutzer mittlerweile zur wichtigsten und vielseitigsten der westlichen Welt geworden. Es ist das bedeutendste Online-Medium zum Weitersagen digitaler Inhalte. Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit, regelmäßig Informationen individueller Art zu aktualisieren. Hinzu kommt die Verbindung zu allen anderen Plattformen des sozialen Netzwerks. Durch diese virtuelle Verbindung wird es zu einer allumfassenden Interaktionsmöglichkeit der Menschheit. Man kann sich Facebook demnach als einen großen, bunten, virtuellen Marktplatz mit unendlich vielen Möglichkeiten vorstellen. Schwindt zieht aufgrund der großen Anzahl an Nutzern einen Vergleich zu einem eigenständigen Land; „wäre Facebook ein Land, wäre es das viertgrößte der Erde!“[3]

Diese Entwicklung gleicht einem sozialen Wandel, in dem zwischenmenschliche Beziehungen entstehen können, die sowohl positiv als auch negativ verlaufen. Doch die Interaktion der Menschen mit ihrer Umwelt lassen die Sozialen Netzwerke zum Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit werden. Es wird in der Arbeit nach einer gemeinsamen Lösung gesucht, die die Menschen befähigen soll, freie Entscheidungen für eine bessere Gestaltung ihres Lebens zu treffen.[4] Somit werden die virtuellen Plattformen zum Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. Diese Thesis konzentriert sich jedoch nicht auf das Arbeitsfeld direkt, sondern auf die dadurch entstehende Möglichkeit des sozialen Zusammenhalts, der Sozialen Kohäsion. Es stellt sich die Frage, in wie weit es möglich ist, durch diese Plattformen und speziell durch Facebook ein Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl zu bekommen, um so den „Zustand“ der sozialen Integration und des sozialen Zusammenhalts „herzustellen“. Um zu einer Antwort auf diese Frage zu kommen, muss zunächst eine Übersicht zu Facebook dargestellt werden. So werden wichtige Bereiche für die Beantwortung thematisiert, wie zum Beispiel die Motivation der Anmeldung, die Interaktionsmuster und die Bedeutung von den Online-Bekanntschaften. Um einen Bezug zur Sozialen Kohäsion herzustellen, werden theoretische Texte aus dem Studium hinzugezogen und einzelne Aspekte mit Facebook und dem sozialen Zusammenhalt diskutiert.

Um der Beantwortung der Frage aber gerecht zu werden, wird zunächst über die Entwicklung im Informationszeitalter und die damit verbundene Internetkommunikation eingestiegen. Erst dann folgt eine allgemeine Thematisierung der Sozialen Netzwerke und eine Analyse ihrer Bedeutung für die Gesellschaft. In Kapitel 3.4 wird zudem ein kritischer Überblick zu den Sozialen Netzwerke dargestellt und enthält eine enger gefasste Beschreibung, die zu Facebook hinführt. In Kapitel vier werden die wichtigsten Informationen zu diesem Sozialen Netzwerk und dessen unterschiedlichen Nutzungs-, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten thematisiert. Dabei werden Aspekte angesprochen, die aus meiner Sicht wichtig für die Beantwortung der Frage sind. Über eine Gegenüberstellung der realen und virtuellen Welt wird in Kapitel fünf der Einstieg zur Sozialen Kohäsion vorgenommen. Grundlage sind dabei ausgewählte Texte aus dem Studium, die man speziell auf Facebook und den sozialen Zusammenhalt beziehen kann. Danach folgt die kritische Thematisierung der Möglichkeiten und Grenzen. Im letzten Kapitel dann folgen ein Fazit und die Beantwortung der Frage.

2 Leben im Zeitalter des Internets

2.1 Lebenswelten im Informationszeitalter

Grundsätzlich gibt es eine Unterscheidung von zwei Lebenswelten, der privaten und öffentlichen. Lebenswelten werden von den Menschen subjektiv und individuell erfahren, da sie sich aus der menschlichen und räumlichen Umwelt zusammensetzen. Die private Lebenswelt wird bestimmt durch persönliche Eigenschaften wie zum Beispiel Sprache, Charakter und Stimmung. Andere Menschen können diese Welt miterleben, doch sie gestaltet sich von Individuum zu Individuum anders. [5]

Die öffentliche Lebenswelt setzt sich aus den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Werten, Normen, Traditionen, Sitten und Regeln zusammen. Doch sie ist somit nicht gleichzeitig objektiv. Jeder zieht seinen eigenen Nutzen daraus, so dass sie ebenfalls subjektiv gestaltet und individuell erfahren wird. Zudem gibt jeder in dieser Welt zur Gestaltung etwas dazu, es lassen sich so immer nur Bruchstücke jedes Einzelnen wieder finden. Vor der Entwicklung des Informationszeitalters war eine Trennung von Öffentlich und Privat möglich, doch die Entstehung der wissenschaftlichen Welt verbindet alle drei Welten. Sie nimmt Einfluss und „dieser Einfluss ist darin begründet, dass Wissenschaft nicht die Welt an sich, sondern die kausal verstehbare Welt vor Augen führt“. Die wissenschaftliche Welt hilft den Menschen beim Verstehen der Beziehung Ursache und Wirkung. Sie hat somit einen hohen Einfluss auf die anderen Lebenswelten, da sie aktiv technisch eingreifen kann. Mit dieser zweckmäßigen Verbindung lassen sich die drei Lebenswelten informationstechnisch gestalten. Der Rückzug in die private Lebenswelt ist demnach nur bedingt möglich. Beispiel einer ständigen Öffentlichkeit sind die persönlich eingerichtete Seiten in den Sozialen Netzwerken des Internets, die ständig online sind, auch wenn man es selbst nicht ist.[6]

Capurro schreibt 1995 in seinen weiteren Ausführungen zur wissenschaftlichen Lebenswelt, dass die Formung der Informationsgesellschaft durch die Kommunikations- und Informationstechnologien noch nicht vollendet sei. Bereits heute zeigt sich, wie wahr diese Aussage ist. Wurden früher die Universitäten und der Staat als Wissensmonopol bezeichnet, so lösen die heutigen Informationstechnologien diese Machtposition ab. Die in der Neuzeit angestrebte Einheit des Wissens auf philosophischer und politischer Ebene wird zum postmodernen Wissen der gesamten Menschheit. Folge davon ist der Pluralismus für die Menschen, die sich in den unendlichen Wegen der informationstechnischen Vernetzung verlieren und sich so ihrer Mitbestimmung unterwerfen.

In diesem Zusammenhang stellte sich Capurro die Frage nach der Möglichkeit des Nutzens dieser Technologien und des Wissens. Hinzu kommt, ob die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien die Gesellschaft nicht monoton und einheitlich machen. [7]

Die Welt wird mit dieser Informationsflut eine chaotische Welt. Sie verbindet fast alles miteinander und stellt zu einer aneinander Reihung von Informationen eine Beziehung ohne auffällige Besonderheiten her. Sloterdijk thematisiert in seinem Buch „Kritik der zynischen Vernunft“ von 1983 in diesem Zusammenhang die Gleichheit und Gleichgültigkeit.

„Nur weil sie sich auf dem Nullpunkt gedanklicher Durchdringung festgesetzt haben, können sie alles geben und alles sagen, und dies wiederum alles auf einmal. Sie haben nur ein einziges intelligibles Element: das ´Und´. Mit diesem ´Und´ lässt sch buchstäblich alles zum Nachbarn machen. ... In der Gleichgültigkeit des ´Und´ gegenüber den Dingen, die es nebeneinanderstellt, liegt der Sproß zu einer zynischen Entwicklung. Denn es erzeugt durch die bloße Aneinanderreihung und die äußerliche syntagmatische Beziehung zwischen allem eine Einerleiheit, die den aneinandergereihten Dingen Unrecht tut. ... Aus der Gleichförmigkeit der ´Und´- Reihe wird schleichend eine sachliche Gleichwertigkeit und eine subjektive Gleichgültigkeit“.[8]

Man fürchtet den Verlust der Kritikfähigkeit und der Identität. Die Auflösung von Zeit und Raum beinhaltet den Verlust von Lebensrhythmus und Orientierung. Es kommt zu Realitätsverlust und die Gruppe der Gesellschaft wird zu einer Masse.[9]

Habermas sieht in dieser Entwicklung die Chance für den Aufbau einer demokratischen und rationalen Gesellschaft und schreibt hierüber in seinem Buch „Theorie des kommunikativen Handelns“. Zu den sprachabhängigen Medien, die auch zu den Massenmedien gehören, sagt Habermas: Sie

„lösen Kommunikationsvorgänge aus der Provinzialität raumzeitlich beschränkte Kontexte und lassen Öffentlichkeit entstehen, indem sie die abstrakte Gleichzeitigkeit eines virtuell präsent gehaltenen Netzes von räumlich und zeitlich weit entfernten Kommunikationsinhalten herstellen und Botschaften für vervielfältigte Kontexte verfügbar halten“.[10]

In Bezug auf die Findung eines Konsenses ist die Informations- und Kommunikationstechnologie entlastend und vereinfacht. Außerdem besteht die Möglichkeit der Unauffindbarkeit, so dass jegliche Form von Kritik ausbleiben kann. Foucault stellt in Bezug auf die Uniformität fest, dass die Informationstechnologien die Möglichkeiten der Selbstveränderung durch Befriedigung der Wissbegierde aufzeigen. Er schreibt hierzu:

„Das Problem besteht darin, die Informationskanäle, -brücken, -mittel, die Radio- und Fernsehnetze, die Zeitung zu vervielfältigen. Die Wissbegierde ist ein Laster, das nach und nach vom Christentum, von der Philosophie und sogar von einer bestimmten Wissenschaftskonzeption stigmatisiert worden ist. Wissbegierde, Nichtigkeit. Dennoch gefällt mir das Wort; es suggeriert mit etwas anderes: es evoziert die ´Sorge´; es evoziert, dass man sich um das was existiert und was existieren könnte bemüht“.[11]

Schlussfolgernd kann man aus diesem Kapitel ziehen, dass viele der genannten Befürchtungen in Bezug auf die Gleichförmigkeit und Gleichgültigkeit übertrieben sind. Es kommt immer auf den Menschen selbst an, inwiefern er für sich selbst den Individualismus und Pluralismus aufgibt. Doch die Bezeichnung der Gesellschaft als homogene Einheit ist zu hoch gegriffen. [12]

2.1.1 Informationstechnologie als neue Kapitalform

Die heutigen Informationstechnologien bringen ein neues Verständnis von Natur und Gesellschaft mit sich, denn jemandem etwas auf der ursprünglichen sozialen Ebene, über die face- to- face Kommunikation[13], mitzuteilen ist auf der informationstechnischen Ebene etwas Anderes. Informationen zu übermitteln und auszutauschen ist entwicklungspsychologisch auf der realen Ebene gleich, doch das Verstehen, die Sprache, die Mitteilung und das Verstehen auf der abstrakten, virtuellen Ebene können unterschiedlich und individuell ausfallen. Menschen, die den transformierten und übersetzten Sinn der Internetkommunikation nicht verstehen, haben Schwierigkeiten mit dieser Form der menschlichen Interaktion. Die Kommunikation im Internet ist somit eine sich künstlich verselbstständigte Sphäre, die den zwischenmenschlichen Austausch ermöglicht. Doch die Trennung vom Urheber, Anonymisierung und Versachlichung sind ebenfalls mit der Verselbstständigung dieser Sphäre verbunden. [14]

Hinzu kommt, dass die Menschen zu einem großen Teil die Kontrolle über die Informationssphäre verlieren. Sie können nicht mehr hinter die Kulissen schauen und alle Informationen, Hintergründe und Intentionen vollständig erfassen. Die Vielfalt lässt dies nicht zu und birgt die Gefahr einer Abhängigkeit beider Seiten. Sowohl die Kommunikation mit Anderen als auch die Informationsbeschaffung sind nur bedingt möglich. Das Gleiche gilt für die eigene Kommunikation und das Bereitstellen von Informationen. Der Vorwurf an die Informationssphäre ist die Reduktion im technischen wie auch im gesellschaftlichen Bereich. Nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die Kommunikation wird nicht mehr in der Gesamtheit erfasst, da wichtige Hintergrundinformationen fehlen.[15]

2.1.2 Informationstechnologie als Aufklärungsform

Unter Aufklärung versteht man die Autonomie der Wissensermittlung und –vermittlung. Dabei stellt sich früher wie auch heute die Frage nach der Arbeit mit dem Verstand. Wie kann man jemand etwas mitteilen, in Bezug auf das Verständnis, und wem teilt man etwas mit, in Bezug auf das Verstehen. Danach erst stellt sich die Frage nach der Verbreitung des Wissens.

In der Antike erfolgte diese Verbreitung mit Hilfe von Texten. Eine Darstellung der Aufklärung in diesem Zeitalter lässt sich am besten durch die bekannten Aufsätze von Kant machen. Er spricht von einem öffentlichen und privaten Gebrauch der Sprache. Dabei wird das Gesagte durch die Macht von Militär, Religion, Wirtschaft und Politik zensiert. Um dies zu umgehen und die Worte der Aufklärung dienlich zu machen, stellt man seine Wissensbekundungen in gedruckten Worten dem Mitteilungsraum zu Verfügung. Dabei geht man bei der Erstellung der Texte davon aus, dass der Urheber diese unter Gebrauch seiner Vernunft aufgeschrieben hat.

Zu späteren Zeiten, als die ersten Grenzen dieser Form der Aufklärung sichtbar wurden, wurde die Oralität als Freiheit des Denkens und Instrument der Aufklärung genutzt. Wichtig dabei war immer das Vorhandensein des Mitteilungsraums, denn sonst hätte das Wissen und die Informationen die Masse nicht erreicht. Doch auch diese Form der Aufklärung hatte seine Grenzen, denn das verbreitete Wissen ist lediglich nur die Spitze des Eisbergs.

Auch in der heutigen Zeit ist die Aufklärung von großer Bedeutung. Sie hat zum größten Teil aber das Medium gewechselt. Neben den Fachbüchern kann man sich im Internet über alle Themen informieren. Doch auch hier gibt es Grenzen. Informationen werden nicht weitergeben, Menschen haben das Lesen nicht erlernt oder die Erreichbarkeit des Internets ist eingeschränkt. [16]

2.1.3 Kritik am Informationszeitalter

Marshall McLuhan hat vor einiger Zeit das Internet als Stofflieferant für neue Gedanken bezeichnet, der aber gleichzeitig den Prozess des Denkens formt.[17] Nicholas Carr baut auf dieser Aussage seine Kritik an der Entwicklung des Internets auf. Hierbei bezieht er sich auf die nGenera Studie, die die Auswirkung dieser Technologie auf die Jugend untersucht. Herausgefunden wurde, dass sich die Informationsaufnahme verändert hat. Die Jugend von heute überfliegt die Gesamtheit der Texte im Internet, auf der gezielten Suche nach Informationen. Dem konzentriertem und ungestörtem Bücherlesen sind die meisten nicht mehr mächtig. Denn „still und leise, gezielt und ungehindert wird der lineare Geist von einem neuen Geist verdrängt, der Informationen in kurzen, zusammenhangslosen und oft überlappenden Stössen serviert bekommen möchte und muss – je schnelle, desto besser“. [18]

Der Entwicklung vom Internet bis hin zu Web 2.0 konnte sich keiner entziehen. Suchmaschinen und Hyperlinks liefern das, wonach man sucht. Das Internet hat einen weit reichenden Einfluss auf die Menschen. Ihre alltäglichen Gewohnheiten und Abläufe haben sich geändert. Sie haben sich zu einer Art „Hochgeschwindigkeitsprozessor“ gewandelt, wobei die Nutzung des Internet das Gehirn beeinflusst. Online gehen bedeutet heute oberflächliches Lesen und hastiges, zerstreutes Denken. Dies wird durch unterschiedliche Studien, unter anderem auch durch die der nGenera, bewiesen. Man nimmt sogar an, dass bei einem exzessiven Gebrauch das Gehirn die Strukturen des Internets annehmen würde. Somit ist diese Technologie eine der Mächtigsten in Bezug auf das Denken. Es fordert die gesamte Aufmerksamkeit und blendet dabei die reale Umwelt aus.

Diese Entwicklung setzt das bewusste und unbewusste Denken aufs Spiel. Die Konzentration wird geschwächt. Simple zu verarbeitende Signale werden bevorzugt. Dies hat einen negativen Einfluss auf die neuronalen Verbindungen und die alten Fähigkeiten im Gehirn, wie zum Beispiel das konzentrierte Lesen. Es besteht die Gefahr, dass ungenutzte Neuronen und Synapsen für andere, neue Fähigkeiten gebraucht werden und die alten somit verloren gehen. Eine Chance dieser Entwicklung wird bei älteren Menschen gesehen, die durch das Surfen im Netz zahlreiche Hirnfunktionen aktivieren und so fitter bleiben. Doch durch die Benutzung des Internets bleiben die Fähigkeiten zum konzentrierten, ungestörten Lesen weitgehend ungenutzt. [19]

Hinzu kommt die Multimedialität von Text, Foto, Klang und animierten Bildern. Multimedianutzung bedeutet in diesem Fall die geteilte Aufmerksamkeit und gefährdet dadurch das Auffassungsvermögen und die Lernergebnisse. Das Gehirn hat mit der Zeit gelernt, sich auf das jeweilig Neue zu konzentrieren.

Diese Entwicklung bietet sowohl Vor- als auch Nachteile für den Alltag. Besonders positiv zu bewerten ist die schnelle Reaktion auf das Neue. Je schneller die Reaktion ist, desto besser kann man im Endeffekt mit neuen Medien umgehen und desto geschickter kann man die Aufmerksamkeit abwechselnd auf unterschiedliche Aufgaben lenken. Doch das kreative, konzentrierte und problemlösende Denken geht verloren. Es wird lückenhaft und schwächer. „Wenn wir die Welt nur noch durch den Computer begreifen, verkümmert unsere eigene Intelligenz zu einer künstlichen Intelligenz“. [20]

2.2 Die Internetkommunikation

Das Internet ist ein Mittel der[21] Kommunikation und ein Medium der ersten und zweiten Ordnung. Die erste Ordnung wird abgedeckt, indem das Internet ein technisches Instrument mit unterschiedlichen Übertragungsarten darstellt. In der zweiten Ordnung ist es eine Institution mit bestimmten Nutzungsmustern. Im Folgenden wird auf diesen beiden Punkten näher eingegangen. [22]

In der ersten Ordnung bietet das Internet die technische Infrastruktur für den Austausch von Daten. Es ist für jeden zugänglich, ohne dass der „Besitzer“ Erlaubnisse erteilen darf. Hinzu kommt, dass die Kommunikation im Internet unterschiedliche Kommunikationsmodi zulässt. Es ist ein Kommunikationsraum für Vieles. Das Internet besteht aus gespeicherten Informationen, man kann dort E-Mails versenden und empfangen, sich an Diskussionen in Foren beteiligen, sprachlich mit anderen in Interaktion treten oder Interaktion im virtuellen Raum gestalten. Es ist somit ein Raum für Meinungen, Daten, Formulare, Texte, Bilder, Briefe und Telefonate. [23]

Das Internet bietet, wie eben geschildert, unterschiedliche Formen der Kommunikation an. Eine Trennung zwischen den traditionellen Kommunikationsformen und den neuen Formen der Kommunikationstechnik ist heute nicht mehr möglich. Durch diese Form der Kommunikation kann man mit einer oder vielen unterschiedlichen Personen interagieren. Dabei ist es nicht raumgebunden oder findet gleichzeitig statt. Vieles geschieht anonym und ist nicht körpergebunden. Die Wörter, Texte und Meinungen stigmatisieren nicht. Doch die Eingabe ist beschränkt auf eine bestimmte Größe der Dateien oder einer bestimmten Anzahl an Wörtern. [24]

Das Internet als Medium der zweiten Ordnung ist teilnahmeoffen. Die Strukturen für die Kommunikation sind reziprok (Prinzip der Gegenseitigkeit, wechselseitig und aufeinander bezogen) und diskursiv (aufeinander aufbauend). Die Beteiligung im Internet ist für jeden zugänglich, durch soziale Statusmerkmale wie Beruf, Bildung und Einkommen darf kein unterschiedlicher Zugang für die Individuen geschaffen werden. Dies gilt auch für die Veröffentlichung von Themen im Netz. Die Interaktion im Internet erfordert keine Rollenverteilung, wie zum Beispiel Moderator oder Sprecher und Hörer. Jeder hat das Recht alle Rollen innerhalb einer Kommunikation einzunehmen und jeder übernimmt im Sprechakt die Informationsfunktion, Artikulationsfunktion und Organisationsfunktion.

Für die Nutzung des Internets bedarf es neben den technischen Voraussetzungen einiger Kompetenzen. Für den Bereich der Sozialen Netzwerke wichtige Kompetenzen sind der Wille zur Gemeinschaft und sozialen Interaktion, sowie das Wissen über Regeln, Verfahren und Sicherheit.[25]

Die Internetkommunikation entsteht aber nur dann, wenn das Internet genutzt wird und dies geschieht aus unterschiedlichen Motivationen heraus. Entweder man ist auf der Suche nach Informationen, möchte an Diskussion teilnehmen, sucht Formulare, zum Beispiel für die Steuererklärung, möchte E-Mails versenden oder soziale Kontakte und Interaktion in Sozialen Netzwerken aufbauen. Die eine Motivation schließt die andere nicht aus, so dass ein Nutzer aus verschiedenen Gründen das Internet nutzt.

Das Markforschungsunternehmen GfK hat 2000/2001 die Studie „Online Monitor“ mittels einer langfristigen Beobachtung durchgeführt. Da das Unternehmen nur alle zehn Jahre eine Forschung in Deutschland durchführt, ist dies die aktuellste Studie in diesem Bereich. Geforscht wurde nach den Gründen der Internetnutzung, nach den Nutzern und nach Trends, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Im Folgenden werden für diese Arbeit wesentliche Ergebnisse der Studie aufgezeigt. [26]

GfK hat herausgefunden, dass im Laufe der Jahre der Anteil der Frauen, die das Internet nutzen, gestiegen ist. Der Anteil der Männer hingegen ist gesunken. Die weltweite Reichweite des Internets hat zugenommen, so dass die Nutzung in allen Altersgruppen angestiegen ist. Grundsätzlich gilt aber, je jünger die Personen sind, desto größer ist die Nutzung des Internets. Zusätzlich wurde herausgefunden, dass das Medium von den Menschen eher im privaten Bereich genutzt wird als am Arbeitsplatz. Zudem kommt hinzu, dass die Internetnutzung Unterschiede in Bezug auf den Bildungsstatus aufweist. Je gebildeter Personen sind, desto geringer ist ihre Zeit, die sie im Internet verbringen.[27] Doch im Zusammenhang dieser Untersuchung sind folgende Ergebnisse, die auch Hagen und Kamps herausgefunden haben, besonders wichtig:

„Online- Nutzer sind häufig besonders aufgeschlossene und politisch- engagierte Personen mit hoher Innovationsbereitschaft, hoher Einschätzung ihrer eigenen Kreativität, auch ehrgeizige, einflussreiche Personen und Meinungsführer, die ihre Umgebung als Vorbild dienen (oder dienen zu glauben)“.[28]

Dies bedeutet aber wiederum nicht, dass „alte“ Medien weniger genutzt werden. Viel eher kann man sagen, dass, wenn jemand neue Medien intensiv nutzt, dieser auch häufig auf traditionelle Medien zurückgreift.[29]

2.2.1 Internetkommunikation – kommunikative Grenzen aufhaben

Das Internet ist ein Kommunikationsraum mit unterschiedlichen Möglichkeiten und gleichzeitig ein Sozialraum mit eigenen Werten, Normen und Eigenschaften.

So kann man mit Hilfe des Internets Raum und Zeit überwinden, egal wie weit die Entfernung des Kommunikationspartners ist. Wichtig dafür sind nur die technischen Voraussetzungen. Ein weiterer Vorteil ist die Geschwindigkeit. Auch wenn wir in einem Zeitalter angekommen sind, in der die Post, das Telefon und Telefax bei entsprechender technischen Ausstattung fähig sind, unterschiedliche Orte der Welt zu erreichen, so ist das Internet doch schneller. Doch vor allem wichtig zu erwähnen und ein besonderer Vorteil ist die Entstehung von neuen Sozialen Räumen. [30]

Von Sozialraum oder Sozialen Räume wird in der Soziologie, Pädagogik und Sozialen Arbeit oft gesprochen, wenn es um die räumliche Umgebung und ihre Verbindung mit dem sozialen Handeln geht. Man spricht hier von einem Lebensraum und dessen sozialer Umwelt, in dem gesellschaftliche Entwicklungsprozesse entstehen und sich manifestieren. [31]

Zudem schafft das Internet neue Orte. Nach Simmel, der sich 1992 mit Räumen der Kommunikation beschäftigt hat, gibt es für die Kommunikation nur einen allgemeinen Raum, der sich in viele unterschiedliche Stücke unterteilt, in denen über unterschiedlichste Themen geredet und diskutiert wird.[32] Doch das Internet schafft Räume mit unterschiedlichen Adressen und Adressaten und gestaltet sie mit eigenen Werten und Normen. Es bietet den Räumen eine eigene soziale Formung. Das heißt, den Nutzern steht die Möglichkeit der unterschiedlichen Rollenübernahme offen aus denen ganz unterschiedliche Beziehungen entstehen können. Zudem prägen die sozialen Handlungen und Interaktionen den Sozialen Raum. Das Internet als großer Sozialer Raum wird zu vielen, kleinen Sozialen Räumen (unterschiedlichen Foren, Chats, Gruppen und schwarze Bretter) mit gleicher Entfernung für alle erreichbar. [33]

Eine weitere Grenze, die durch die internetbasierte Kommunikation aufgehoben wird, sind die menschlichen Beschränkungen oder Behinderungen. Im Internet gibt es keine Vorurteile in Bezug auf die textbasierte Kommunikation. Außerdem werden mögliche Kommunikationshindernisse abgebaut. Werden in der Realität die Menschen aufgrund der Rasse, Geschlecht, Behinderung, Hautfarbe und Herkunft exkludiert, zeigt das geschriebene Wort in der virtuellen Welt nicht sofort seinen Ursprung. Vogelsang schreibt hierzu in einem Artikel: Durch die „netz- und spielimmanente totale Ausschaltung von personalen Prüfkriterien treten Subjektivität und präsentiertes Selbst so weit auseinander, werden so radikal entkontextualisiert, dass den wechselseitigen Identitäts- Inszenierungen und Identitäts- Unterstellungen gleichermaßen ein tendenziell unendlicher Spielraum eröffnet wird“.[34] Das subjektive und das präsentierte Selbst liegen im Internet demnach meist weit auseinander.

In der face- to- face Kommunikation sind die Rollen klar definiert. Es gibt einen Zuhörer und einen Sprecher, die mit der Zeit die Rollen tauschen. Doch das Innehaben beider Rollen zur gleichen Zeit ist nicht möglich. Hinzu kommt die Beteiligung an lediglich einer Kommunikationsgruppe. Der Vorteil der internetbasierten Kommunikation ist, dass diese Grenzen aufgehoben werden können. Man kann sich als Zuhörer und Sprecher gleichzeitig an mehreren Themen und in unterschiedlichen Gruppen einbringen. Die Schrift übernimmt hierbei die Stimme und regelt die Lautstärke. Ort und Zeit sind dabei unwichtig, denn das geschriebene Wort bleibt vorerst. Die Akteure gestalten im Internet ihre Sozialräume individuell und besitzen eine eigene, personenangepasste Freiheit. [35]

2.2.2 Kritik an der Entgrenzung

Zusammenfassend kann man festhalten, dass das Internet die Kommunikationsräume individueller gestalten lässt, die Möglichkeit bietet an vielen Themen und Diskussionen teilzunehmen, die Anwesenheit nicht zwingend erfordert und alle Worte mit gleicher Lautstärke übermittelt. Doch Ungleichheiten wie Sprache, Ausdruck oder Ignoranz gegenüber dem Internet werden der Individualität und den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten zugeschrieben. Für diese Teilnehmer lässt sich die Gleichheit und Freiheit, die über das Internet vermittelt wird, nicht nutzen. Sie werden aus den entstandenen Sozialräumen exkludiert und haben keine Vorteile durch die neu gewonnene Freiheit und Gleichheit. [36]

2.3 Internet und Ethik

Alte, traditionelle Medien wurden schon vor längerer Zeit von neuen Medien abgelöst. Der Kommunikationsmodus face –to- face wurde durch interface (Schnittstellen- Kommunikation) ersetzt. Diese Form der Massenmedien und Individualmedien geben neue Fragen zur Kommunikationsethik auf.[37] Um den Begriff der Ethik fassen zu können, muss der Begriff Moral mit aufgenommen werden. „Mores“ ist das lateinische Wort für Moral und bedeutet Sitte, Charakter. „Es steht für das persönliche gute Tun.“ Ethik, im griechischen „ethos“, bedeutet ebenfalls Sitte und Charakter aber auch Gewohnheit und Brauch. „Es ist die philosophische Lehre vom guten Handeln“. Somit ist Ethik das Handeln von Individuen nach festgelegten Regeln, Werte und Normen einer Gesellschaft. [38]

Schon seit der frühen antiken Philosophie beschäftigten sich viele Philosophen und Theoretiker mit der Öffentlichkeit und dem Privaten. Kant, ein Philosoph der Neuzeit, schrieb hierzu, dass die Öffentlichkeit aus Büchern, Schriften und niedergeschriebenen Gedanken bestand. Zum privaten zählten die Gemeinde und ihre Kommunikation untereinander. In der Öffentlichkeit durften nur die Gedanken ausgesprochen werde, die unter dem Gebrauch der Vernunft entstanden sind. Das heißt, lediglich die Gelehrten durften zum Volk sprechen und der Aufklärung dienen. Durch das Sprechen zu der Gemeinde unter dem Gebrauch der Vernunft sahen sich die intellektuellen Sprecher als Teil der Weltbevölkerung an. [39]

Zu dieser Zeit waren veröffentlichte Bücher ein Zeichen der Freiheit und dienten dem freien Gebrauch der Gedanken. Unter Vernunft gesprochene Worte und entstandene Gedanken konnten in Büchern und Schriften veröffentlicht werden. Dies war das Gut des jeweiligen Autors und stellte somit ein Sachrecht dar. Dies durfte nur dann rezitiert und zitiert werden, wenn die ausdrückliche Erlaubnis des Verfassers eingeholt wurde. So stellte für Kant die Ethik zu dieser Zeit unter anderem die Zensurfreiheit dar. Mit dieser Formulierung bringt

„Kant ... die Grundkategorien der modernen Informationsethik in ihrer dualen Spannung zu Ausdruck: Privatgebrauch vs. öffentlicher Gebrauch der Vernunft, Gelehrtenfreiheit vs. Bürgerpflicht, Oralität vs. Schrift, Freiheit zu handeln vs. Freiheit zu denken, Autor vs. Verleger, Verleger vs. Nachdrucker, Handlung (oder Diskurs) vs. Werk, Freiheit vs. Zensur.“[40]

Habermas kritisiert Kants Vorstellungen über Informationsethik unter Berücksichtigung der Bedingungen des medialen Ausmaßes.

„Er konnte nicht ahnen, dass diese Milieus einer ´sprechenden´ Aufklärung sowohl für eine sprachlose Indoktrination wie für eine Täuschung mit der Sprache umfunktioniert werden würde“. [41]

Ende des 20. Jahrhunderts wird der Strukturwandel von elektronischen Massenmedien der Öffentlichkeit beherrscht. Die kantische Gemeinden mit der sprechenden Aufklärung wird zu „Gutenberg Galaxis“ (McLuhan) mit verschriftlichter Aufklärung der Weltbürgerschaft. Obwohl Habermas zu diesen Zeiten lebte, hat auch er das Ausmaß dieser Informationstechnologie falsch eingeschätzt. Die elektronische Weltvernetzung ist eine andere Weltöffentlichkeit als Kant und Habermas dachten. Es ist keine Lebenswelt von Gelehrten oder eine transparente Kommunikationsgesellschaft.[42] Diese Strukturen kann man zutreffender mit Flussers Kommunikologie definieren. Es besteht zum einen aus dialogischen Medien mit Kreisen und Netzen, die die neuen Informationen erzeugen und zum anderen aus diskursiven Medien mit baumartigen, pyramidenartigen Strukturen, die die Informationen verteilen und bewahren. Beides lässt sich vereint im Internet finden und übersteigt somit die räumlichen und zeitlichen Aufklärungswege eines Buches. [43]

2.3.1 Informationsfluss und -ethik heute

Die ursprüngliche Frage nach der Verbreitung von Informationen weicht der Frage nach der Zugänglichkeit. Zudem lässt das Internet Machtstrukturen umdrehen, weil dieses Medium nur schwer reguliert werden kann. Ein Problem, was hierbei aber auftritt, ist die Frage nach der Verteilung der Information und die Informationsgerechtigkeit. Nicht umsonst gibt es informationsarme wie auch informationsreiche Gesellschaftsgruppen (WikiLeaks, gegründet 2006 für den freien Zugang zu Informationen öffentlicher Angelegenheiten). Geht man in diesem Bereich noch einen Schritt weiter, so kann man einen Internet-Krieg und Einrichtungen, die die Informationsverteilung übernehmen, voraussehen. Wo aber bleiben dann die Vernunft und das Verständnis? [44]

In der heutigen Zeit der Informationstechnologie lassen sich Gedanken- und Handlungsfreiheiten nicht mehr klar trennen. Im Zeitalter die Aufklärung durch Bücher wurden Diskussionen, Meinungen, Fragen und Kommentare getrennt vom Buch geführt und erfasst. Doch die Trennung von Theorie und Praxis ist im Internet nur geringfügig möglich. Meist bekommt man zu Themen auch gleich Meinungen, Ansichten und Diskussionsforen „mitgeliefert“. Aber ist im Internet alles erlaubt? Dies ist der Punkt, an dem Capurro von einer neuen Informationsethik spricht. Es herrscht Gedankenfreiheit im Netz, viele Foren, Chats und Diskussionsgruppen haben eigene Normen, Werte und Regeln. Die Kommunikationsplattformen sind universell, öffentlich und haben Ähnlichkeit mit der Pressefreiheit. Doch es gibt keine universelle Ethik, die anwendbar ist.[45]

Das Internet biete eine Kommunikationsgemeinschaft, die sich zu einer „idealen“ und „unbegrenzten“ Kommunikationsgemeinschaft hinbewegt. Doch ein idealer Konsens wird nicht durch rationale Argumentation und unter Berücksichtigung der Ethik gefunden. Sollte dies das angestrebte Ergebnis sein, müsste man von einem vernunftgeleiteten Menschen ausgehen. Doch das Internet ist ein Ort für täuschende, gegensätzliche und „irren“ Menschen, die die Freiheit sowohl im positiven als auch negativen Sinne nutzen. Aus diesem Grund muss über eine neue Form der Informationsethik nachgedacht werden.[46]

Capurro steigt hierbei mit der digitalen Vernetzung der Welt ein. Die vorher eingesetzten Informations- und Kontrollmonopole gibt es dabei zum größten Teil nicht mehr. Die Kriminalität im Netz ist stark angestiegen. Ein Ziel ist es somit, die Sicherheit und den Schutz jedes Einzelnen anzuheben. Dies bezieht sich nicht nur auf den elektronischen Austausch von Ware und Geld, sondern auch auf die Interaktion zwischen den Menschen. Der Umgang mit Bild, Ton, Schrift, der Datenschutz und das Copyright, die Zensur, Kontrolle und der Austausch und Zugang von Daten sind Themen, die in Hinblick auf Schutz neu diskutiert werden müssen. Es gilt die Suche nach ethisch gerechtem Handeln.[47]

Die Informationsethik befasst sich kritisch mit dem moralischen Verhalten der Menschen, dabei ist die Herstellung der totalen Gerechtigkeit ein utopisches Ziel. So beschriebt Capurro in diesem Zusammenhang die Informationsethik mit den Menschenrechten, wie zum Beispiel die Achtung der Menschenwürde, das Recht auf Vertraulichkeit, das Recht auf (Chancen-) Gleichheit, das Recht auf Privatsphäre und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Ethik bezieht sich dabei nicht allein auf das Recht. Es ist vielmehr ein kritischer Diskurs zwischen Recht und Moral (Sitten und Traditionen). Und somit ist die Frage nach Ethik von Fall zu Fall individuell unterschiedlich. Stark diskutiert wird dabei die Kontrolle der Informationsgerechtigkeit auf politisch staatlicher Ebene. Der freie Zugang, die Privatsphäre und das Recht auf freie Meinungsäußerungen stoßen auf staatliche Kontrollen.[48] Debatin zeigt in diesem Fall die Grenzen der Ethik im Netz auf. Zum einen der Bereich Wissen, wo mit Hilfe einer Suchfunktion Informationen gefunden und ohne Selektion Wissen erlangt wird. Die face- to face Kommunikation verschwindet ganz, wie auch der Autor. Meinungen und Hintergründe zu Texten können nur im gesamten Text erahnt werden. Dazu kommt der Bereich der Freiheit, welcher im Internet ganz andere Formen annimmt. Durch die Individual- und Massenkommunikation und der eigenen Selbstregulierungen werden neue Formen der Demokratie ermöglicht. Der letzte Bereich ist die Identität. Die Nutzer verwenden unterschiedliche Identitäten die zu wechselseitigen Beziehungen führen. Nicht durch Recht, sondern durch normative Selbstregulierung lässt sich Informationsethik herstellen. [49]

Der Sonderberater Clintons für den Bereich Cyberspace hat überlegt, für die Kontrolle von Internet-Namen und –Adressen Non-Profit Organisationen zu engagieren, die das Internet mit Hinblick auf Selbstkontrolle überprüfen. Doch es gibt Dinge im Netz, die entziehen sich jeglichen Kontrollmechanismen. [50]

2.3.2 Die Cyberspace - Ethik

Das Cyberspace ist eine neue Form der räumlichen und zeitlichen Gestaltung des Lebens unter der Berücksichtigung von ökonomischen, kulturellen und technischen Bedingungen. Cyberspace beschreibt somit die gesamte Online- Welt mit allen Foren, Sozialen Netzwerken und Gruppen, während der Begriff Internet das weltweite Netzwerk bestehend aus vielen Rechnernetzwerken umfasst.

Die Informationssuche im Netz gestaltet sich als sehr zeitaufwändig und bringt dürftig selektierte Ergebnisse. Capurro erwähnt hierzu, dass er das Internet nicht als Ersatz für die Bibliotheken ansieht. Vielmehr ist die Bibliothek ein Ort der Sammlung über das Weltwissen, welches über das Internet lokal zugänglich gemacht werden soll. Zudem sollen hier Informationen über diese Sammlungen zu finden sein.[51]

Für das Cyberspace gilt es das Recht auf Informationsfreiheit mit dem Recht auf Kommunikationsfreiheit für das Gelangen an Informationen zu ergänzen. Somit kann die Ungleichheit zwischen informationsreich und informationsarm teilweise aufgehoben werden. Es hilft ebenfalls dabei, die unterschiedlichen Kulturtechniken der Ethnien bekannt zu machen und zu verbreiten. Dies erhöht das Zugehörigkeitsgefühl zur Weltgesellschaft.

Doch diese Art der Vernetzung bringt nicht gleich die Ethik, das heißt untadeliges Verhalten im Netz, mit sich. Das Verhalten bleibt von Individuum zu Individuum ambivalent. Im Gegensatz zum kantischen Zeitalter entscheiden nicht mehr kirchliche, militärische und politische Ämter über den öffentlichen oder privaten Gebrauch von Gedanken, obwohl das Recht auf Meinungsäußerung eng mit dem Buchdruck verbunden ist. Die Ethik heute lässt sich hiermit nicht mehr vergleichen, doch sie braucht für das Zeitalter der elektronischen Weltvernetzung eine angemessene Verständigung über Ethik im Cyberspace.[52]

Die Wahl des Kommunikationsmediums hängt eng zusammen mit der vorherrschenden Kultur. Wurde früher noch Wert auf permanent und robust gelegt, wie bei dem Papyrus-Papier, so gilt heute der Anspruch nach Veränderungen und Universalität. Das Internet bietet neben diesen Dingen auch die Unsterblichkeit. Capurro bezieht sich hierbei auf einen Aufsatz von Heylighen und Turchin aus 2002. Sie schreiben, dass durch die Integration in das Internet das Wissen geteilt wird. Das Wissen von Anderen wird mit den eigenen Informationen und Wissensknoten verknüpft und verbindet so das interne Gehirn mit dem Externen, dem Internet. Stirbt nun eine Person, die das Wissen und die Informationen zu bestimmten Themen mit aufgearbeitet hat, so bleiben seine Gedanken lebendig und ein Teil des Individuums lebt weiter. [53]

Der Anspruch auf Veränderung und Universalität lässt sich auch in der durch das Cyberspace beschleunigten Kultur sehen. Die Kommunikation mit modernen Technologien nimmt zu, wobei vieles davon nur Illusion ist. Man kann Freundschaften beenden oder Leben retten und die Isolation der Einzelnen scheint aufgehoben zu sein. Doch tiefgreifende Gespräche und Ehrlichkeit sowie Verlässlichkeit bleiben aus. Auch die scheinbar aufgehobene Einsamkeit wird nicht wirklich durch virtuelle Freunde und Gemeinschaften ersetzt. Aber die Bereitschaft der Menschen, diese Illusionen aufrecht zu erhalten, bleibt.

Capurro merkt hier an, dass die geschriebene Sprache im Cyberspace die Form des gesprochenen Wortes annimmt. Die menschliche Vernetzung weltweit ist ein Dialog mit Beeinflussungen, Unterbrechungen, Nebeneinander und Gegeneinander reden. Ursprünge bestimmter Gedanken und Informationen sind schwer auszumachen. Hierauf kommt es auch nicht in erster Linie an. Wichtig ist die Vernetzung und Kommunikation mit eigenen Regeln, Werten und Normen. [54]

Ethik im Cyberspace bedeute somit, dass Menschen ihr Leben lokal und global öffentlich machen und offen gestalten. „Selbstgestaltung als Weltgestaltung“, wobei dieses geprägt ist durch Unbestimmtheit und wandelbarer Formung. Das menschliche Tun ist für die Gemeinschaft, Nomen, Werte und Ziele müssen losgelassen werden, um sich selbst zu definieren. Offenheit lehnt sich hierbei an Foucault an. Stoffe werden ausgetauscht und symbolische Welten umgewandelt, immer mit Berücksichtigung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Mensch wird so zu einem Weltbürger, der sich immer wieder mit dem Anderen oder das Andere in Beziehung setzt und so seine Identität ändert und anpasst. Die Intention zu sprechen liegt nicht in der Findung eines Konsenses, sondern ist der Dialog selbst, der unter eigenen Werten, Normen und Regeln stattfindet. [55]

3 Soziale Netzwerke

3.1 Das Internet und seine Soziologie

Wie aus den oberen Ausführungen zu entnehmen, kann man die Computernetze als einen sozialen Tatbestand ansehen. Diese technischen Funktionen übernehmen soziale Funktionen mit der, wie Durkheim 1895 in seinem Werk „Die Regeln der soziologischen Methode“ beschrieben hat, Realität „sui generis“; die individuellen Handlungen mit subjektiven Bedeutungen. Diese Entwicklungen sind Sozialbeziehungen materiellen Typus, durch eigene soziale Normen bestimmt.

Computernetzwerke bestehen aus „mehrere[n] miteinander verbundene[n], unabhängige[n] Computer“[56] mit der Funktion, Computerdaten, egal welchen Inhalts, beliebig auszutauschen. So dient es als Universalmedium der Kommunikation. Das Internet ist durch die vielen, unterschiedlichen kommunikativen Ereignissen ein soziales System.[57]

3.1.1 Virtuelle Gesellschaft – Eine Theorie

In der virtuellen Welt lösen sich einige traditionelle Dinge auf und werden durch andere ersetzt. So gibt es heute virtuelle Gemeinschaften, globale Dörfer, virtuelle Marktplätze und digitale Städte. Es kommt zu einer Auflösung und Entwertung der räumlich geographischen Strukturen. Und auch der Begriff der Gesellschaft, der durch die Industrialisierung geprägt wurde, unterzieht sich einem Wandel hin zur Weltgesellschaft, Multioptionsgesellschaft, Mediengesellschaft oder Wissensgesellschaft, um nur einige zu nennen. Neben diesen gibt es noch eine Vielfalt von Veränderungsprozessen und Wahlmöglichkeiten. Doch alle Versuche, die Gesellschaft mit einem Begriff im Gesamten zu erfassen scheitern, denn meist beschreiben sie nur Sub- oder Randgesellschaften. [58]

Die virtuelle Gesellschaft findet man in den virtuellen Räumen des Internets. Das heißt, dass der reale Raum die Realität durch einen virtuellen Raum überlagert, aber nicht ersetzt wird. Der Unterschied zwischen der realen und virtuellen Gesellschaft liegt somit in der Verortung, in den unterschiedlichen Räumen. Die Virtualisierung findet statt, indem mit Hilfe eines computergestützten Prozesses der reale Raum mit dem virtuellen getauscht wird. Die Virtualität ist dann das Ergebnis und Ereignis, welches von der virtuellen Gesellschaft erschaffen wird. Die virtuelle Gesellschaft generiert sich mit den sozialen Beziehungen und den computergestützten Prozessen in internationalen Netzwerken. Don Tapscott äußert sich hierzu:

„Bei der Verlagerung von Informationen weg von der analogen hin zur digitalen Form können physische Dinge virtuell werden – wodurch sich der Stoffwechsel der Wirtschaft, die Funktionsweise unserer Institution und die möglichen Beziehungen ebenso verändern wie die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit selbst“.[59]

In seinem Zusammenhang bezieht er diese Veränderungen auf die Wirtschaft, doch man kann es ebenfalls auf die gesellschaftliche Funktion übertragen, wo die räumlich gezeichneten Sozialbeziehungen durch virtuelle ersetzt werden.[60]

Zusammenfassend handelt die virtuelle Gesellschaft in einem virtuellen Raum, welcher wiederum ein Netzwerk ist. Die sozialen Beziehungen hierin zeichnen sich nicht durch die geographische Nähe aus, sondern sind zum größten Teil basierend auf gemeinsame Interessen gegründet, die sich wiederum über Zeit und Raum hinwegsetzten. Die face-to-face Kommunikation wird durch eine computergestützte ergänzt. Hinzufügen muss man aber, dass sich der virtuelle und reale Raum ergänzen können. Man kann sich aber auch so „tief“ in der virtuellen Welt verlieren, dass man den Bezug zur Realität verliert. [61]

3.1.2 Die virtuelle Gesellschaft

Dass sich frühere Industriegesellschaft zu einer virtuellen Gesellschaft gewandelt hat, ist mittlerweile nicht mehr zu bestreiten. Somit lassen sich die gesellschaftlichen Bereiche deutlich unterscheiden.

In der Technologie sind nicht nur Multimedia und die globale Vernetzung zu erwähnen, sondern auch die Virtual Reality. Es ist gelungen, den Menschen in eine computergenerierte Umwelt zu integrieren. Die Realität wird ersetzt durch eine künstlich echtwirkende Welt des Computers und die individuellen Reaktionen werden in Echtzeit umgesetzt. Die Virtual Reality hat die Absicht, die virtuelle Realität als echte Realität zu vermitteln. Es entsteht eine neuartige Mensch-Maschinen-Kommunikation, in der bisher gültige Grenzen aufgehoben werden und die Welt hinter dem Bildschirm betreten werden kann. Somit ist der Virtual Reality keine Grenze mehr gesetzt.[62]

In dem Bereich der Ökonomie kommt es zur Auflösung von Arbeitsplatz und Betrieb, Einrichtung oder Institution. Es ist eine räumliche Trennung möglich, die in Form von Telearbeit (die Kommunikation über Telefon, Handy oder Internet) die realen Büros gegen virtuelle eintauscht. Die Virtual Company verbindet den realen und virtuellen Raum miteinander. [63]

In der Politik sind die Infragestellung der Nation und die Verlagerung der Machtverhältnisse mögliche Folgen der virtuellen Gesellschaft. Den globalen Netzwerken stehen keine Grenzen im Wege in Bezug auf den Waren-, Geld-, und Informationsfluss. Da stellt sich nun dem Staat die Frage, wie diese Grenzüberschreitungen aus rechtlicher Sicht kontrolliert werden können. Eine Form des internationalen Rechts muss hier zu tragen kommen. Zudem werden Hoheitsgebiete der Nationalstaaten in Frage gestellt und die allgemeine, nationale Kontrolle erschwert (Beispiel sind die aktuellen Fälle der Steuerhinterziehung). Doch die virtuelle Realität ermöglicht auch eine Modernisierung und Verbesserung der Demokratie, da neue virtuelle Instrumente genutzt werden können. [64]

[...]


[1] Social Media ist ein Sammelbegriff für alle Sozialen Netzwerke die zum Austausch von Informationen, Meinungen und Erfahrungen dienen. Dabei ist es egal in welcher Form der Austausch stattfinden, mit Hilfe von Fotos, Videos oder Text. (Quelle: Schlüter, Tim und Münz, Michael 2010: S. 9)

[2] vgl.: Schlüter, Tim und Münz, Michael 2010: 6 - 7

[3] Schwindt, Annette 2010: 11 - 17

[4] vgl.: IFSW (2005): Definition der professionellen Sozialen Arbeit

[5] vgl.: Capurro, Rafael 1995: 13 - 14

[6] ebd., S. 14 - 15

[7] ebd., S. 37

[8] Sloterdijk, Peter 1983: 571 - 573

[9] vgl.: Capurro, Rafael 1995: 38

[10] Habermas, Jürgen 1988: 573

[11] Foucault, Michel 1984: 17

[12] vgl.: Capurro, Rafael 1995: 39 - 41

[13] face- to- face Kommunikation ist das persönliche, gegenüberstehende Sprechen mit anwesenden Personen (Quelle: Wirtschaftslexikon: Face- to Face- Kommunikation).

[14] vgl.: Capurro, Rafael 1995: 68 - 69

[15] ebd., S. 72 - 73

[16] ebd., S. 110 - 112

[17] vgl.: Carr, Nicholas 2011: 16

[18] Carr, Nicholas 2011: 16

[19] ebd., S. 16 - 18

[20] ebd., S. 19 - 21

[21] Unter Berücksichtigung der verschiedenen Definitionen von Kommunikation wird es in diesem Sinne verstanden als zwischenmenschlicher Austausch von Informationen mit Hilfe von Symbolen, das heißt mit Hilfe von sprachlichen und/oder nicht-sprachlichen Mitteln. Dieser Austausch ist absichtsgelenkt und zielgerichtet und wirkt verändernd auf das Bewusstsein der Kommunizierenden. (Quelle: Europa- Universität Viadrina –„Begriffsindex).

[22] vgl.: Wesselmann, Christoph 2002: 106

[23] ebd., S. 109 -110

[24] ebd., S. 111 - 112

[25] ebd., S. 120 - 121

[26] ebd., S. 125

[27] ebd., S. 126 - 130

[28] vgl.: Hagen, Lutz und Kamps, Klaus 1999: 212

[29] Wesselmann, Christoph 2002: 131

[30] vgl.: Stegbauer, Christian und Rausch, Alexander 2006: 43 - 44

[31] vgl.: Hofinger, Karl F 2011: Sozialraumanalyse

[32] vgl.: Simmel, Georg 1992: 690

[33] vgl.: Stegbauer, Christian und Rausch, Alexander 2006: 44

[34] Vogelsang, Waldemar 1999: 73

[35] vgl.: Stegbauer, Christian und Rausch, Alexander 2006: 45 - 46

[36] ebd., S. 47 - 50

[37] vgl.: Capurro, Rafael 2003: S. 75

[38] vgl.: Antor, Gregor, Bleidick und Ulrich 2000: 76

[39] ebd., S. 76

[40] ebd., S. 77 - 78

[41] Habermas, Jürgen 1995: 11

[42] vgl.: Antor, Gregor, Bleidick und Ulrich 2000: 78

[43] vgl.: Flusser, Vilem 1996: 71 - 76

[44] vgl.: Capurro, Rafael 2003: 80

[45] ebd., S. 81

[46] ebd., S. 82 - 83

[47] ebd., S. 83 - 84

[48] ebd., S. 85- 86

[49] vgl.: Debatin, Bernhard 1998: Ethik und Internet – Überlegungen zur normativen Problematik von hochvernetzter Computerkommunikation

[50] vgl.: Capurro, Rafael 2003: 86

[51] vgl.: Capurro, Rafael 2003: 136

[52] ebd., S. 137

[53] ebd., S. 138 - 139

[54] ebd., S. 139 -140

[55] ebd., S. 140 - 141

[56] vgl.: Tanenbaum, Andrew 1990: 2

[57] vgl.: Rost, Martin 1997: 14 - 24

[58] vgl.: Brühl, Achim 1997: 44 - 45

[59] Tapscott, Don 1996: 71

[60] vgl.: Brühl, Achim 1997: 46 - 47

[61] ebd., S. 47 - 48

[62] vgl.: Brühl, Achim 1997: 50 - 51

[63] ebd., S. 51

[64] ebd., S. 54 - 55

Details

Seiten
87
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656029120
ISBN (Buch)
9783656029212
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v180251
Institution / Hochschule
Hochschule Emden/Leer – Soziale Arbeit und Gesundheit
Note
2,15
Schlagworte
Soziale Netzwerke Facebook sozialer Zusammenhalt soziale Kohäsion Web 2.0 Social Media

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Titel: Facebook und die soziale Kohäsion