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Strategische Internationalisierungsziele von Unternehmen

Hausarbeit 2011 19 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Das internationale Zielsystem

3. Allgemeine Internationalisierungsziele

3.1 Ökonomische Ziele

3.2 Nichtökonomische Ziele

4. Marktziele

5. Funktionsbereichsziele

6. Schlussfolgerungen und Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das internationale Zielsystem

Abbildung 2: Eigene Darstellung in Anlehnung an die Produkt-Markt-Matrix nach Ansoff

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung und Zielsetzung

In Zeiten der Globalisierung und der zunehmenden Sättigung von Märkten stellt sich für Unternehmen immer häufiger die Frage auf neuen Märkten unterneh­merisch tätig zu werden, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. In meiner folgenden Hausarbeit möchte ich die strategischen Internationalisie­rungsziele von Unternehmen erläutern.

Dabei werde ich mich an der Reihenfolge orientieren, in welcher die Ziele ope- rationalisiert bzw. festgelegt werden, das heißt von den Gesamtunternehmens­zielen ausgehend werde ich sachlogisch auf die untergeordneten Ziele schlie­ßen. Ich werde zunächst das internationale Zielsystem beschreiben, um dann detailliert auf die einzelnen Zielarten einzugehen.

Dabei möchte ich mich auf die drei Hauptelemente, Allgemeine Internationali­sierungsziele, Marktziele und Funktionsbereichsziele fokussieren. Im Rahmen der Funktionsbereichsziele werde ich konkret auf die Marketingziele eingehen, da sie einen erheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung der vier weiteren Funk­tionsbereichsziele haben.

2. Das internationale Zielsystem

Möchte ein Unternehmen expandieren bzw. im Ausland tätig werden, dann muss es zahlreiche unternehmerische Absichten im Vorfeld klären. Dabei wer­den, auf das Unternehmen abgestimmte Internationalisierungs-Ziele definiert. Hierbei ist es wichtig einige Schritte bei der Zielformulierung zu beachten. Zum einen müssen die Ziele klar und eindeutig formuliert werden. Zum anderen muss jedes Ziel einen Zeitbezug besitzen und real erreichbar sein.

Nur wenn alle internationalisierungsziele eines Unternehmens aufeinander ab­gestimmt sind und sich nicht gegenseitig ausschließen, kann eine erfolgreiche Expansion eines Unternehmens durchgeführt werden. Es empfiehlt sich also in einer bestimmten Reihenfolge vorzugehen, welche durch das internationale Zielsystem auf Seite 4 verdeutlicht werden soll (Vergleichen Sie zu den folgen­den Ausführungen: Prof. Dr. Berndt et al., 2010, S. 99). Ausgangspunkt der Zieldefinition sind die Gesamtunternehmensziele.

Diese sind sehr allgemein formuliert und geben die Unternehmenszielrichtung vor. Zu ihnen gehören u.a. Wachstums- und Gewinnziele, Sicherheitsziele so­wie Macht- und Prestigezeile.

Die Gesamtunternehmensziele gilt es nun zu operationalisieren, d.h. man leitet sogenannte Unterziele ab, die als allgemeine Internationalisierungsziele, Markt­ziele und Funktionsbereichsziele bezeichnet werden.

Das internationale Zielsystem lässt sich mit der folgenden Abbildung veran­schaulichen.

Gesamtuntemehmenszie e

Allgemeine

Internationale lerungsziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das internationale Zielsystem 1

Prof. Dr. R. Berndt et al., Internationales Marketing-Management, 4. Aufl., Springer Verlag Berlin, Heidelberg 2010, S. 100

3. Allgemeine Internationalisierungsziele

Unter den allgemeinen Internationalisierungszielen versteht man nach Prof. Dr. R. Berndt et al. (2010, S. 100) „Ziele, die die allgemeinen Anlässe und Motive eines Unternehmens für die Aufnahme bzw. Ausweitung der internationalen Aktivitäten zum Gegenstand haben". Konkrete Motive und Anlässe auf dem in­ternationalen Markt zu agieren bzw. zu expandieren können u.a. die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt, aber auch das Abschöpfen von Gewinnpotenzialen und Ausnutzen von Wettbewerbsvorteilen auf noch nicht erschlossenen Märkten sein. Die allgemeinen Internationalisierungsziele leiten sich aus den Gesamtunternehmenszielen ab und lassen sich wie folgt kategori­sieren.

3.1 Ökonomische Ziele

Die ökonomischen Ziele lassen sich in Marktstellungsziele, Kostenziele, Renta­bilitätsziele und Finanzziele untergliedern. Beginnen möchte ich mit den Markt­stellungszielen. Sie beinhalten konkrete Umsatz- oder Marktanteilsziele in Be­zug auf neu zu erschließende Märkte. Hierbei gibt es vier verschiedene Orien­tierungsmöglichkeiten die Marktstellungsziele zu formulieren:

Ethnozentrische Orientierung (Inlandsorientierung)

Polyzentrische Orientierung (Gastlandorientierung)

Regiozentrische Orientierung Geozentrische Orientierung (Weltorientierung)

Bei der ethnozentrischen bzw. Inlandsorientierung werden die Marktstellungs­ziele nach den Konzepten und Strategien des Unternehmens im Heimatland (im Folgenden Stammhaus genannt) festgelegt. Das Management und Know-how des Stammhauses wird als überlegen und erfolgreich angesehen und auf den neuen Markt übertragen. Kulturelle Unterschiede zwischen dem Heimatmarkt und dem neuen fremden Markt werden nicht berücksichtigt (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/4687/ethnozentrisch-v4.html, 13.11.10).

Auch das notwendige Personal wird vom Heimatland rekrutiert, was zum einen ein Anpassen an die Kultur des neuen Marktes verhindert aber zum anderen das Durchsetzten des erfolgreichen Unternehmenskonzepts sichert. Desweite­ren werden wichtige Entscheidungen für das ausländische Unternehmen (z.B. Investitionen) ebenfalls vom Stammhaus getroffen. (Vergleichen Sie zu den fol­genden Ausführungen: R. Kantsperger, W. H. Kunz und A. Meyer, 2004, S. 128 f)

Die polyzentrische Orientierung bzw. Gastlandorientierung kann als Gegen­stück zur ethnozentrischen Orientierung gesehen werden. Hierbei orientieren sich die Marktstellungsziele des Unternehmens an dem Know-how und Stan­dards des fremden Marktes (im Folgenden Gastland genannt). Jedes zukünftige Tochterunternehmen handelt also eigenständig und legt die Marktstellungsziele nach den landesspezifischen Besonderheiten fest. Leitende Positionen werden durch das Personal des Gastlandes besetzt, so dass kulturelle Unterschiede zwischen Heimat- und Gastland berücksichtigt werden können. Es besteht ein geringer Informationsfluss und Koordinationsaufwand zwischen dem Stamm­haus im Heimatland und den Tochterunternehmen im Gastland. Ein Beispiel für eine polyzentrische Unternehmensorientierung ist die neue Dorint Hotel GmbH mit Zentrale in Köln bei der alle Hotels im Ausland eigenständig handeln.

Eine weitere Möglichkeit Marktstellungsziele zu definieren, bietet die geozentri­sche bzw. Weltorientierung, welche u.a. bei Großunternehmen wie Mc Donalds und Coca Cola angewandt wird. Hierbei werden alle wichtigen Entscheidun­gen durch einen intensiven weltweiten Dialog zwischen allen Unternehmen her­bei geführt, welche dann für alle Gültigkeit haben. (Vergleichen Sie zu den fol­genden Ausführungen: R. Kantsperger, W. H. Kunz und A. Meyer, 2004, S. 128 f). Das bringt einen enormen Informations-, Koordinations- und Abstimmungs­aufwand mit sich, führt jedoch zu einem Ausnutzen von landesspezifischen Po­tenzialen. Führungspositionen werden von den besten Mitarbeitern weltweit besetzt.

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Details

Seiten
19
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656027836
ISBN (Buch)
9783656028079
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v180203
Institution / Hochschule
Fachhochschule Westküste Heide
Note
1,7
Schlagworte
Strategische Ziele Internationalisierungsziele Hotelketten

Autor

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Titel: Strategische Internationalisierungsziele von Unternehmen