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Nutzwertanalyse im Projektmanagement

Hausarbeit 2008 16 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Thematische Einführung / Herleitung

2. Allgemeines / Ziele

3. Vorgehensweise
3.1. Problemdefinition
3.2. Alternativen auswählen
3.3. Bewertungskriterien festlegen
3.4. Kriterien gewichten
3.5. Skala erstellen
3.6. Ermitteln des Nutzwertes der Alternativen
3.7. Entscheidung

4. Einsatzmöglichkeiten

5. Grenzen / Probleme

6. Fazit / Bewertung

7. Anhang
a. Beispiel
b. Glossar
c. Quellenverzeichnis
i. Literatur:
ii. Internet:

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 – Kriterien

Abbildung 2 – Kriterien gewichtet

Abbildung 3 – Skala

Abbildung 4 - Ermittlung des Nutzwertes

1. Einleitung

1.1. Thematische Einführung / Herleitung

Im Rahmen von Projekten ist es oft notwendig, Entscheidungen hinsichtlich bestimmter Dinge zu treffen. Dies beginnt bereits bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Projekt, geht weiter zur Auswahl der geeigneten Mitarbeiter, Make-Or-Buy-Entscheidungen, Auswahl von Kooperationspartnern, Ressourcen, bis hin zu letzendlichen, direkt das Ergebnis beeinflussenden Entscheidungen. Um eine transparentere und nachvollziehbare Entscheidung zu gewährleisten, haben sich verschiedene Maßnahmen etabliert. Eine dieser Maßnahmen ist die „Nutzwertanalyse“.

Die Nutzwertanalyse stellt, einfach betrachtet, ein System dar, das anhand von Tabellen verschiedene Kriterien, nach denen die zur Entscheidung stehenden Möglichkeiten bewertet werden sollen, erfasst, gegeneinander gewichtet und entsprechend ihrer Entscheidungsrelevanz auswertet. Aufgrund der somit geschaffenen Grundlage können die Entscheidungen übersichtlich begründet werden, was für Klarheit sorgt und Missverständnisse weitgehend ausschließt.[1]

Es haben sich 2 Ausprägungen der Nutzwertanalyse entwickelt. Zunächst gibt es eine einfache Methode, die auf logischen Zusammenhängen aufbaut und nachvollziehbare Bewertungskriterien nutzt. Zum Anderen existiert eine Variante, die sich komplexer rechnerischer Bewertungen bedient. In dieser Arbeit wird das erstgenannte, einfachere Modell betrachtet.[2]

2. Allgemeines / Ziele

Bevor die einzelnen Schritte der Nutzwertanalyse genauer erläutert und mit einem Beispiel verdeutlicht werden, soll zunächst ihr Zweck genauer betrachtet bzw. die Ziele dargestellt werden.

Die Nutzwertanalyse ist ein Mittel, welches sich nicht nur auf Projekte beschränkt. Wie im Punkt 1.2 bereits erwähnt, ist sie universell einsetzbar für viele zu treffende Entscheidungen anwendbar.[3]

Die Entscheidung basiert bei der Nutzwertanalyse nicht mehr alleine auf finaziellen Gesichtspunkten, sonder vielmehr auf dem Vergleichen und Abwägen des tatsächlichen, durch die einzelnen Möglichkeiten erzielten Mehrwertes. Man betrachtet also in der Hauptsache den direkten praktischen Nutzen der jeweiligen Lösungswege und wägt diesen gegen die anderen Möglichkeiten ab. Abschließend werden die Kosten gegengerechnet, damit auch die Wirtschaftlichkeit festgestellt werden kann.[4]

Am Anfang eines Projektes steht zunächst die Annahme des Auftrags bzw. die Weitergabe an das Projektteam. Die Anforderungen sind unter Umständen ungenau, so dass sie im ersten Schritt, unter Einbezug der Auftraggeber, genau ausformuliert und alle Kriterien festgehalten werden müssen. Nur eine genau definierte Anforderung kann ein Projekt effizient zum Erfolg führen, da nur so Unklarheiten vermieden werden.

Aufgrund der festgehaltenen Anforderungen ist es meist der Fall, dass verschiedene Lösungsansätze zur Zielerreichung verfolgt und bereitgehalten werden können. Verschiedene Wege werden von den verschiedenen Instanzen vorgeschlagen und präferiert. An dieser Stelle setzt die Methode der Nutzwertanalyse ein.[5] Um die anstehenden Entscheidungen möglichst begründet und belegbar treffen zu können, ist es erforderlich, diese detailliert zu bewerten und miteinander zu vergleichen. Dabei werden sowohl die wichtigsten zu erbringenden Ressourcen, als auch die zu erwartenden Auswirkungen bzw. Effekte der Alternativen dargelegt. Wichtig ist dabei, dass die Kriterien durchweg vergleichbar, also auf alle Alternativen anwendbar sind. Besondere Eigenschaften einzelner Alternativen können nicht zum Vergleich genutzt werden, da so eine Einheitlichkeit nicht gewährleistet ist. Man legt möglichst nur Merkmale fest, die zum Einen zur Zielerreichung nötig sind und zum Anderen die Möglichkeit bieten, alle Lösungen zu vergleichen.[6]

Wurden die Alternativen anhand der Kriterien sorgfältig abgewägt (Das Verfahren hierzu wird im nächsten Punkt näher beschrieben), so ist eine gute Grundlage für die zu treffende Entscheidung geschaffen.

Durch die detaillierte Auseinandersetzung mit den einzelnen Möglichkeiten und der begründeten Entscheidung für Eine, erhält man eine Grundlage auf der man ein Zielgerichtetes und strukturiertes Projekt aufbauen kann. Durch die Betrachtung von verschiedenen Möglichkeiten wird schon im Vorfeld eine unstrukturierte und damit uneffektive Arbeitsweise vermieden. Auch wird weitgehend verhindert, dass eventuelle Alternativen erst im Verlauf des Projektes betrachtet werden müssen.

3. Vorgehensweise

Bei der Vorgehensweise[7] zur Analyse des Nutzwertes bestimmter Lösungsmöglichkeiten gibt es zunächst ein grobes Schema. Dies wird jedoch je nach Literatur bzw. Quelle in unterschiedlicher Weise detailliert beschrieben und zergliedert. In dieser Arbeit soll ein Modell vorgestellt werden, welches aus meiner Sicht einen guten Konsens aus verschiedenen Varianten darstellt, da es weder zu fein unterteilt, noch zu grob ist. Eine Bewertung der einzelnen Varianten ist an dieser Stelle nicht nötig, da schlussendlich alle einen sehr ähnlichen Ablauf mit gleichem Ziel beschreiben.[8]

Um den Ablauf verdeutlichen zu können, findet sich im Anhang ein Beispiel, das sich durch die einzelnen Abschnitte zieht und diese jeweils verdeutlichen soll. Das Beispiel finden Sie im Anhang „a) Beispiel“ (S. 9-13)

3.1. Problemdefinition

Am Anfang steht die grundsätzliche[9] Definition des Ziels. Ob dieser Schritt mit zur Nutzwertanalyse gehört, oder als Voraussetzung gesehen wird, ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Da dieser Arbeitschritt aber in jedem Falle nötig ist, wird er hier mit aufgeführt.

Zunächst muss das Problem ansich genau bestimmt werden. Unpräzise und lückenhafte Aussagen über das zu erreichende Ergebnis führen meist nicht zum Erfolg, da unterschiedliche Auffassungen entstehen können. Daher ist es von hoher Wichtigkeit, das Ziel hinreichend detailliert und für alle Beteiligten verständlich festzuhalten. Außerdem ist es ebenso wichtig festzuhalten, was ausdrücklich nicht Ziel ist, damit es keine Missverständnisse gibt und das Ziel keinen unnötig hohen Umfang erhält. Es muss möglichst eng eingegrenzt und gegenüber anderen Zielen abgegrenzt werden.

3.2. Alternativen auswählen

Im nächsten[10] Schritt gilt es, verschiedene Lösungsansätze zu finden und eine Vorauswahl zu treffen. Als mögliche empfundene Lösungsansätze werden festgehalten und entsprechend, anhand ihrer Eigenschaften analysiert. Eine Vorauswahl muss getroffen werden, damit nicht völlig ungeeignete Alternativen betrachtet werden. Dies würde nur unnötigen Aufwand bedeuten. Auch empfiehlt es sich, eine nicht zu große Auswahl an Lösungsalternativen zu treffen. So kann beispielsweise zunächst eine grobe Marktanalyse (s. Glossar) stattfinden, deren Ergebnisse dann, beispielsweise anhand von KO-Kriterien oder einer kurzen, aber etwas detaillierteren Betrachtung, vorgefiltert werden.

3.3. Bewertungskriterien festlegen

Anschließend werden die Bewertungskriterien festgelegt[11]. Dies bedeutet, dass anhand des gegebenen Zieles genau Anforderungen an die Lösungsalternativen zusammengestellt werden. Man unterscheidet dabei KO-, Muss-, Soll-, Kann-, und Abgrenzungskriterien (s. Glossar). Die festgelegten Kriterien werden der Übersichtlichkeit halber in einer Tabelle zusammengefasst. Dabei sollten sie möglichst logisch gruppiert werden (funktional oder nach Wichtigkeit), um einen Überblick zu behalten.[12]

[...]


[1] Vgl. „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“, Hans Jung, S. 76

[2] Vgl. „Konzeption und Bedeutung […]“, Marco Kunze, S. 2

[3] Vgl. „Informationsmanagement: Planung, […]“,Heinrich, Lehner, Heinrich, Lehner, S. 380

[4] Vgl. „Konzeption und Bedeutung […]“, Marco Kunze, S. 1

[5] Vgl. „Material- und Logistikmanagement“, Gerd Schulte, S. 234

[6] Vgl. „Informationsmanagement: Planung, […]“,Heinrich, Lehner, Heinrich, Lehner, S. 380

[7] Vgl. „Konzeption und Bedeutung […]“, Marco Kunze, S. 3 ff.

[8] Vgl. „Produktion und Logistik“, Günther, Tempelmeier, S. 71

[9] Anhang „Beispiel“ a1

[10] Anhang „Beispiel“ a2

[11] Vgl. „Material- und Logistikmanagement“, Gerd Schulte, S. 234

[12] Anhang „Beispiel“ a3

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656022091
ISBN (Buch)
9783656021582
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v179719
Institution / Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
1,7
Schlagworte
nutzwertanalyse projektmanagement

Autor

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Titel: Nutzwertanalyse im Projektmanagement