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Die Entwicklung des Sportfernsehens in Deutschland

Seminararbeit 2011 22 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Ahkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des Fernsehens
2.1 Technische und historische Entwicklung
2.2 Verbreitung in Deutschland

3. Sportfernsehen
3.1 Anfänge
3.2 Erste regelmäßige Sportsendungen
3.2.1 Die Sportschau
3.1.2. Das aktuelle Sportstudio
3.3 Private Sportsendungen
3.3.1 Anpfiff
3.3.2 ran
3.4 Sportsender
3.4.1 Eurosport
3.4.2 DSF

4. Praxisreflexion- Sportfernsehen heute
4.1 Veränderung der Marktlage
4.2 Einfluss durch Agenturen
4.3 Entstehung von Trends

5. Fazit

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung l: Funktionsweise der Nipkow-Scheibe

Abbildung 2: Sport-Sendezeit in Deutschland von 1953-1962

Abbildung 3: Marktanteile der Fernsehsender in Deutschland in20io

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

l. Einleitung

Die deutsche Sportfernsehlandschaft hat in den letzten 60 Jahren eine Entwicklung erfahren, die ihresgleichen sucht. Angefangen bei einzelnen Übertragungen beson­derer Ereignisse wie dem Fußball-WM-Finale in Bern 1954, über die regelmäßige (wöchentliche) Berichterstattung wichtiger Ereignisse, der Zusammenfassung der Ergebnisse der Fussball-BL bis hin zum 24-Stunden-Empfang von Sportfernsehen, der seit den 90er Jahren möglich ist. Diese Seminararbeit analysiert den Werde­gang von Sportfernsehen in Deutschland in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.

Zielsetzung

Die Zielsetzung sieht wie folgt aus: Für den Leser soll vorab eine Grundlage bezüg­lich der Verbreitung des Fernsehens in Deutschland erhalten, um sich ein Bild da­von machen zu können, welche Mittel sich dem Sportfernsehen in Deutschland bie­ten. Ist dies erfolgt, soll im Hauptteil, dem dritten Kapitel, anhand der Historie der letzten 60 Jahre aufgezeigt werden, wie sich das Sportfernsehen in Deutschland gewandelt hat. Im vierten Kapitel wird, im historischen Kontext, die Veränderung der Marktlage sowie den Einfluss von Agenturen und Trends auf die heutige Sport­fernsehlandschaft betrachtet.

Gang der Untersuchung

Das zweite Kapitel stellt eine kurze Einleitung zum Thema „Fernsehen“ als solches dar, ohne dabei auf Sport im Besonderen einzugehen, vielmehr wird die historische und technische Entwicklung geprüft. Der zweite Teil dieses Kapitels beschreibt zu­sätzlich die fortschreitende Verbreitung des Mediums Fernsehen in Deutschland.

Das dritte Kapitel, der Hauptteil dieser Arbeit, verdeutlicht den Fortschritt des Sportfernsehens in Deutschland durch Betrachtung des zeitlichen Verlaufs. Dies beginnt mit regelmäßig ausgestrahlten Sportsendungen, bis hin zu den reinen Sportsendern, die vor ca. zwanzig Jahre auf den Markt kamen. Dabei wird sowohl der inhaltliche Aspekt, als auch der Aspekt der Marktlage betrachtet.

Im vierten Kapitel wird die aktuelle Lage dargestellt, außerdem werden potenzielle Einflussfaktoren beschrieben und beleuchtet, bevor das fünfte Kapitel die Arbeit mit einem kurzen Fazit zusammenfasst.

Problemstellung

Der Beginn der Arbeit befasst sich mit der Thematik der technischen Entwicklung des Fernsehens. Um den ursprünglichen Kern der Arbeit zu erreichen, wird die Entwicklung des Fernsehens auf eine angemessene Kürze beschränkt.

Dementsprechend wird der Teil der Entwicklung des Fernsehens bis 1950[1] größten­teils außen vor gelassen. Eine Zusammenfassung erfolgt in Kapitel 2.1 zu Beginn. Ab Kapitel 2.1.1 liegt der Fokus auf den in Deutschland erhältlichen Technologien.

Ein Faktor, der weitgehend außen vor bleibt, ist das Bezahlfernsehen. Premiere, DF-1 und Sky bleiben in dieser Arbeit weitgehend unberücksichtigt, ebenso wie Eu­rosport 2 und andere kostenpflichtige Programme. Diese Entscheidung ist der Tat­sache geschuldet, das sie nicht mit den frei empfangbaren Programmen vergleich­bar sind. Fernsehzuschauer müssten (zusätzliche) Kosten aufbringen. Zudem wür­den zusätzliche Bezüge zum Thema „Bezahlfernsehen in Deutschland“ dem Rah­men der Arbeit sprengen.

Sowohl die für die Gliederung gewählten Sendungen, als auch die Vergleichbarkeit verschiedener Zeitpunkte bedingen, dass sich große Teile dieser Arbeit auf die Fussball-BL und die Vermarktung der dazugehörigen Rechte beziehen.

2. Die Entwicklung des Fernsehens

Bis zum heutigen Tag hat Fernsehen in der westlichen Welt einen festen Stellen­wert erreicht. Welche technologische Neuerung der Grundstein für das heutige Fernsehen war, ist nicht genau geklärt. Dementsprechend werden bei der Suche nach dem Vater der Fernsehtechnologie mehrere Namen wiedergegeben. Vor allem aber werden Paul Nipkow (Erfinder der Nipkow-Scheibe[2] ) und Alexander Bain (Er­findung des Faxgerätes, die erste Möglichkeit der Bildzerlegung) genannt.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Funktionsweise der Nipkow-Scheibe. Quelle: (Schmidt, 2008 S.

Diese Erfindungen wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Erwähnenswerte Schritte auf dem Weg zum Fernsehend er 1950er Jahre sind seit der Erfindung der Nipkow-Scheibe unter anderem die Erfindung der Braun‘schen Röhre 1897[4] [5] [6], und die des Televisors von J.L. Baird5 6, auf dessen Grundlage die ersten Fernseh­sender der Welt (BBC, NBC, CBS und die australische ABC) ihre ersten Programme ausstrahlen.[7]

2.1 Technische und historische Entwicklung

Der Land, der als erster ein regelmäßiges Programm hatte, war Deutschland. Hier wurde ab 1935 der Fernsehsender Paul Nipkow produziert. Kurz vor Ende des zwei­ten Weltkrieges musste dieser Sender den Betrieb einstellen.[8]

Nach dem Ende des Krieges wurde 1950 die ARD gegründet? 8[9] [10] ; sie war jedoch nicht der Sender, der vier Jahre später von der Fussball-WM in der Schweiz berich­tet. Diese Aufgabe übernahm der NWDR aus Hamburg.[11]

Im Verlauf der Jahre nahm die Qualität der Geräte zu, wobei der Durchschnittswert für ein einzelnes, neues Gerät in den folgenden Jahren zurückging. Während in den USA das Farbfernsehen schon seit 1954 verfügbar war, kam diese technologische Neuerung erst 1967 in Deutschland an[12]. Im Gegensatz zu den USA wird in Deutschland und den meisten anderen westeuropäischen Staaten die PAL[13] - Technologie eingesetzt.

Dieser Entwicklung folgten in den 1980er Jahren die Einführung des Fernsehens in Stereo sowie die des Videotextes.[14] Dies sollte bis zur Entwicklung von digitalem Fernsehen und HDTV nach der Jahrtausendwende der letzte große Entwicklungs­schritt bleiben. Was dagegen die Zahl und Variation der Sender betraf, die mittler­weile einzelne Regionen oder spezielle Zielgruppen ansprach, so gab es hier einen exponentiellen Anstieg seit der Mitte der 1990er Jahre.[15]

2.2 Verbreitung in Deutschland

Die Verbreitung von Fernsehen in Deutschland verläuft hingegen ruhiger. Während es beim „Wunder von Bern“ ca. 20.000 Geräte (« teilnehmende Haushalte) in der gesamten Bundesrepublik gab[16], waren bei der Fussball-WM 1978 bereits über 20 Millionen Haushalte im Besitz eines Fernsehers, was einer Quote von 93% ent­spricht. Weitere 30 Jahre später (nach der Zusammenführung der beiden deut­schen Staaten) waren 94% aller Haushalte («37 Mio.) im Besitz eines Fernsehgerä­tes[17].

[...]


[1] Gründungsjahr derARD. Quelle: (Dörr, et al., 2010 S. 66)

[2] Vgl. (Schmidt, 2008 S. 18ff)

[3] Vgl. (Adelmann, 2001 S. 206)

[4] Vgl. (Wolfschmidt, 2007 S. 209f)

[5] Vgl. (Plake, 2004 S. 15)

[6] Vgl. (Burns, 2000 S. 40ff)

[7] Vgl. (Straubhaar, et al., 2008 S. 250ff)

[8] Vgl. (Unger, et al., 2007 S. 185)

[9] Vgl. (Oppermann, 1969 S. 508)

[10] Vgl. (Altendorfer, 2004 S. 329)

[11] Vgl. (Leonhard, et al., 2002 S. 2389)

[12] Vgl. (Altendorfer, 2006 S. 438f)

[13] PAL: Phase-Alternation-Line. Weitere Informationen und Quelle: (Waldraff, 2004 S. 124)

[14] Vgl. (Illik, 2002 S. 8)

[15] Vgl. (Radtke, 2010 S. 240ff)

[16] Vgl. (o.V., 2006)

[17] Vgl. (Statistisches Bundesamt, 2011)

Details

Seiten
22
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656018551
ISBN (Buch)
9783656018834
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v179522
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
2,7
Schlagworte
Übertragungsrechte Sport Fernsehen TV Sportübertragungen Anteil Sport im Fernsehen

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