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Projektarbeit zum Thema Existenzgründung

Von der Entwicklung einer Geschäftsidee über Kostenplanung und Marketingkonzept bis zu Steuern und Versicherungen

von Carolin Gehle (Autor) Inga Kramer (Autor) Vanessa Siemer (Autor)

Facharbeit (Schule) 2010 46 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Entwicklung einer Geschäftsidee
1.1 Einleitung
1.2 Idee
1.3 Erweiterung

2 Erkundung des Marktes
2.1 Marktgröße
2.2 Zielgruppe
2.3 Erreichung der Kunden
2.4 Konkurrenz

3 Rechtsformen
3.1 Darstellung der Rechtsformen
3.2 Eigene Unternehmensform

4 Strategiemeeting
4.1 Korrekturen
4.2 Teamkultur
4.3 Definitionen
4.3.1 Produkt
4.3.2 Produktidee
4.3.3 Marke
4.3.4 Unternehmenskultur
4.3.5 Teamkultur
4.3.6 Projektmanagement

5 Konzeptpapier

6 Standortanalyse
6.1 Erläuterung der Standortfaktoren
6.2 Beurteilung der Kriterien

7 Kostenplan
7.1 Finanzierung und Investition
7.2 Sonderformen der Finanzierung
7.3 Investition
7.4 Zusammenhang von Finanzierung und Investition
7.5 Ziele der Investition

8 Öffentliche Förderprogramme für die Existenzgründung

9 Definition Marketing

10 Stellung des Marketings im Unternehmen

11 Geschichte des Marketing
11.1 Begriffsentstehung
11.2 Historische Entwicklung des Marketings

12 Marketing-Mix
12.1 Produktpolitik
12.1.1 Produktplanung
12.1.2 Produktdesign
12.1.3 Produktpolitische Entscheidungen
12.1.4 Produktlebenszyklus
12.1.5 Einordnung des Rescue Trackers in die Produktpolitik
12.2 Preispolitik
12.2.1 Kostenkalkulation
12.2.2 Preisdifferenzierung
12.2.3 Preisstrategien
12.2.4 Konditionenpolitik
12.3 Kommunikationspolitik
12.4 Corporate Identity
12.5 Distributionspolitik
12.6 Sortimentspolitik

13 Marktforschung

14 Marketingkonzept

15 Steuern
15.1 Gewerbesteuer
15.2 Körperschaftsteuer
15.3 Einkommensteuer
15.4 Unternehmensrelevante Steuerarten
15.5 Auswirkungen einer Umsatzsteuererhöhung

16 Beiträge

17 Gebühren

18 Versicherungen

19 Quellenverzeichnis

1 Entwicklung einer Geschäftsidee

1.1 Einleitung

Die erste Aufgabe bestand darin, eine Geschäftsidee zu entwickeln. Diese sollte evolutio­när oder innovativ sein. Ebenso gab es die Möglichkeit, ein Konzept zu imitieren oder ein zum Verkauf stehendes Unternehmen zu übernehmen. Unser Produkt ist als innovative Weiterentwicklung einzustufen, da auf dem Markt bereits Geräte mit grundsätzlich vergleichbaren Funktionen vorhanden sind.[1] Dabei stellt unsere Entwicklung jedoch eine Kombination dieser verschiedenen Funktionen dar, die in ihrer Gesamtheit dem Zweck dienen, ein bestimmtes Problem zu lösen.

1.2 Idee

Die grundsätzliche Idee bei diesem Produkt ist ein mit einem GPS-Sender ausgestattetes Armband, welches durch einen bestimmten Auslöser ein Alarmsignal aussendet. Dies ge­schieht folgendermaßen:

- Eine der Zielgruppe entsprechende Person trägt ein Armband, welches wie oben be­schrieben mit einem GPS-Sender ausgestattet ist. Diese Person ist in diesem Bei­spiel ein in einem Pflegeheim lebender Mann.
- Dieser Mann macht nun einen Spaziergang in einem nahe gelegenen Park. Plötz­lich erleidet er einen Schwächeanfall, der Puls sinkt plötzlich und es kommt zu einer kurzandauernden Bewusstlosigkeit, auch Synkope genannt[2].
- Durch die eintretende Bewusstlosigkeit stürzt der Mann und schlägt mit dem Kopf auf den Boden auf.
- Das Armband ist mit einem Sensor ausgestattet (ähnlich wie bei handelsüblichen Puls-Uhren), der ständig den Puls des Trägers überprüft.
- Sinkt dieser nun schlagartig, wie es bei einer Ohnmacht geschieht, unter seinen üblichen Normalwert (in der Regel 60 – 80 Schläge pro Minute) auf einen kritischen Wert (unter 40 Schläge pro Minute), wird ein Signal ausgesendet. Oft ist der Puls in diesen Fällen nicht mehr am Handgelenk messbar, woraufhin ebenfalls eine Meldung erfolgt.
- Dieses Signal erhält ein bestimmter Endgerätnutzer.
- Dieser Nutzer könnte der Leiter des Pflegeheims sein, sowie jeder weitere diensthabende Mitarbeiter. Die Anzahl der Endgerätnutzer ist variabel.
- Empfängt nun ein Mitarbeiter dieses Signal, ertönt ein akustisches Signal und der Standort des Armbandträgers wird auf einer Übersichtskarte angezeigt, ähnlich wie bei Navigationssystemen.
- Infolgedessen kann der bewusstlose Mann umgehend aufgefunden werden, um eventuelle Hirnblutung schnellstmöglich zu behandeln.

Wäre die Person nicht umgehend gefunden worden, hätte die Kopfverletzung zu schweren Hirnblutungen, eventuell sogar zum Tod führen können. Die Lösung, die dieses Produkt letztendlich bietet, ist eine erhöhte Sicherheit für gefährdete Gruppen (mehr unter Punkt 2.2). Durch die Möglichkeit, in Ohnmacht gefallene bzw. durch Bewusstlosigkeit verletzte oder ertrinkende Personen umgehend zu retten, wird die Gefahr für diese Menschen, sich ernsthaft zu verletzen oder zu sterben, stark begrenzt.

1.3 Erweiterung

Dieses Armband eignet sich somit vor allem für Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeheime und Schwimmbäder. Die Schwimmbad-Variante unterscheidet sich jedoch von der „Standard“-Variante insofern, dass zusätzlich ein Transponder auf RFDI-Basis im Armband eingebaut werden soll, wodurch der herkömmliche Spind-Schlüssel ersetzt werden kann.

2 Erkundung des Marktes

2.1 Marktgröße

Die Marktgröße bezieht sich auf die Anzahl der Einrichtungen, die durch unser Produkt angesprochen werden. Dazu zählen:

- Krankenhäuser mit 2083 Einrichtungen[3]
- Pflegeheime mit 11.029 Einrichtungen[4]
- Schwimmbäder mit ca. 10.000 Einrichtungen[5]

2.2 Zielgruppe

Unsere Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen mit Demenzerkrankungen und psychisch und physisch (Schwerst-)Behinderte. Dies sind besonders gefährdete Gruppen, da sie sich oft selbst nicht helfen können und Gefahren nicht richtig einzuschätzen zu wissen. Ebenso gehören jegliche Personen- und Altersklasse von Schwimmbadnutzern dazu, da im Schwimmbad jeder der Gefahr ausgesetzt ist, zu ertrinken.

2.3 Erreichung der Kunden

Potenzielle Kunden kann man auf vielfältige Weise erreichen. Beispielsweise durch elektronische Medien wie Fernsehen, Hörfunk und das Internet, aber auch durch klassische Maßnahmen wie Anzeigen und Fachzeitschriften. Ebenso gibt es die Möglichkeit, das Produkt auf speziellen Messen vorzustellen.

Vor allem durch:

a) Fakten (Bsp.): „In Deutschland gab es bis Ende August 458 tödliche verlaufende Badeunfälle.“[6]
b) Gefühle (Bsp.): „Wollen Sie, dass ihr Kind möglicherweise ertrinkt?“

werden Kunden angesprochen und darin bestärkt, ein Produkt zu erwerben.

2.4 Konkurrenz

Unser Produkt hat im weitesten Sinne keine direkten Konkurrenten. Trotzdem können Unternehmen, die ähnliche Dienste anbieten, zu Konkurrenten werden. Dazu gehören besonders Firmen, die GPS-Produkte anbieten und entwickeln bzw. weiterentwickeln. Auch auf RFID basierte Technologien und eventuell auch Hersteller von Pulsmessuhren könnten als Konkurrenz angesehen werden.

3 Rechtsformen

3.1 Darstellung der Rechtsformen

Siehe Anlage 1 – Rechtsformen

3.2 Eigene Unternehmensform

Wir haben uns für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) als Unternehmensform entschieden. Ein Grund dafür war unter anderem, dass die Gesellschafter nur mit ihren Stammeinlagen haften. Diese müssen mindestens 100,00 € betragen. Das Stammkapital zur Gründung einer GmbH beträgt lediglich 25.000,00 €.[7] Da die GmbH eine eigene Rechtsordnung hat, gehört sie zu den juristischen Personen und haftet als solche nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Zudem ist die Unternehmensführung sehr flexibel, da jeder Gesellschafter diese übernehmen kann, jedoch auch eine speziell dafür beauftragte Person.

4 Strategiemeeting

4.1 Korrekturen

Von Beginn des Arbeitsauftrages bis zur Fertigstellung haben wir unsere Idee in einigen wesentlichen Punkten abgeändert. Die Funktion, ein Signal über GPS zu senden wurde hinzugefügt. Ebenso haben wir festgelegt, ausschließlich die Pulsfrequenz als Alarmauslöser festzulegen. Letztendlich wurden die potenziellen Abnehmer ausgeweitet auf Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeheime, wohingegen ursprünglich nur das Schwimmbad geplant war.

4.2 Teamkultur

Die Teamkultur innerhalb der Gruppe kann noch verbessert werden. Zwar wurden Konflikte und Probleme einvernehmlich erfasst und gelöst, so muss jedoch die Aufgabenbearbeitung optimiert werden. Vor allem grundsätzliche Fragen müssen zu Anfang geklärt werden. Bei Verständnisproblemen sollte die Aufgabenstellung im Team besprochen werden, außerdem sind die Aufgaben gleichermaßen zu verteilen, um eine gerechte Belastung der Teammitglieder zu gewährleisten.

4.3 Definitionen

4.3.1 Produkt

Ein Produkt wird hergestellt oder angeboten, um Bedürfnisse der Verbraucher zu befriedigen. Dies können Verbrauchsgüter (z. B. Kaffee) oder Gebrauchsgüter (z. B. Kaffeemaschine) sein. Ein Produkt wird in folgende Punkte eingeteilt:[8]

- Definition
- Produzent (Hersteller)
- Ort der Herstellung
- Preis

4.3.2 Produktidee

Die Grundvorstellung einer Dienstleistung oder eines Ver- bzw. Gebrauchsgutes, welche unter bestimmten Bedingungen zu vermarkten wären, kann man als Produktidee bezeichnen. Diese sollte vor allem innovativ bzw. evolutionär sein, um am Markt erfolgreich zu sein. Wichtig dabei ist abzuwägen, wie hoch der Nutzen für die Abnehmer sein könnte und ob es realisierbar ist, mit dieser Idee einen Gewinn zu erzielen.[9]

4.3.3 Marke

Markenprodukte sind Produkte, die am Markt besonders erfolgreich sind. Durch Marken werden diese Produkte (wie z. B. Adidas-Sportartikel, BMW Autos) vom Verbraucher schneller wahrgenommen und in der Regel als qualitativ hochwertig eingestuft, sie gelten somit als Erkennungszeichen. Dienstleistungen können ebenfalls unter einem Markenzeichen stehen.

Geschützt werden können z. B. Worte, Melodien und Abbildungen (z. B. das KIK-T-Shirt). Markenschutz besteht EU-weit für zehn Jahre und kann, wenn beantragt, verlängert werden.[10]

4.3.4 Unternehmenskultur

Die Art und Weise wie ein Unternehmen, also von der Geschäftsführung bis zu den ausführenden Mitarbeitern, durch bestimmte Prinzipien und Denkweisen beeinflusst wird, bezeichnet man als Unternehmenskultur. Ziel einer guten Unternehmenskultur ist es vor allem, Vorteile für den Wettbewerb daraus zu erzielen. Außerdem entsteht ein gutes Betriebsklima, was somit auch die Mitarbeiterzufriedenheit fördert.[11]

4.3.5 Teamkultur

Der wichtigste Bestandteil der Teamkultur ist vor allem das betriebliche Ziel, welches das Team erreichen soll, wie z. B. die Entwicklung einer innovativen Produktidee. Gibt es durch die Organisation des Teams keine Zielkonflikte innerhalb der Mitglieder, beeinflusst dies die Teamkultur positiv. In einer gut strukturierten Teamkultur bearbeitet und erfüllt jedes Teammitglied die ihm zugewiesenen Aufgaben.[12]

4.3.6 Projektmanagement

Ein Projekt wird durch einen oder mehrere Projektmanager „gemanaged“, also geleitet und hat in der Regel einen Termin, an dem es beendet sein muss, sowie ein festgelegtes Kostenbudget. Dieser weist alle an dem Projekt beteiligten Mitarbeiter die Aufgaben zu, die bearbeitet werden müssen, um das Projektziel zu erreichen. Es wird vor allem festgelegt, was genau zu tun ist, wer für welche Aufgabe zuständig ist und wie eine Aufgabe bearbeitet werden muss. Ziel des Projektmanagements ist somit auch, den Ablauf eines Projektes festzulegen. Dies kann durch Planungstechniken wie der Netzplantechnik oder dem Balkendiagramm erfolgen.[13]

5 Konzeptpapier

Siehe Anlage 2: Konzeptpapier

6 Standortanalyse

Die Standortentscheidung ist wichtig, weil sie den Betrieb und seine Entwicklung langfristig festlegt. Die wirtschaftlichen Kriterien, nach denen unterschiedliche Standorte beurteilt werden, nennt man Standortfaktoren.

6.1 Erläuterung der Standortfaktoren

- Kundennähe
Kundennähe hat für ein Unternehmen hohe Priorität, denn so kann das Produkt schneller vor Ort sein. Allerdings ist es nicht immer möglich dies einzuhalten. Einige Unternehmen haben ihre Kunden direkt im Ausland. Die Bedingungen für unser Unternehmen sind gut, denn bei unserem Projekt ist der Kundenservice sehr wichtig.[14]
- Arbeitskräfteangebot
Das Angebot an Arbeitskräften hat eine sehr hohe Priorität und ist eines der wichtigsten Faktoren von der Unternehmensseite. Die Bewerber müssen gut zu dem Unternehmen pas­sen und den gewünschten Anforderungen gerecht werden, damit die Qualität des Unter­nehmens erhalten bleibt.[15]
- Standortkosten
Standortkosten sind die Grundstückkosten oder Mietkosten die ein Unternehmen tragen muss. Die Standortkosten sind in ländlichen Regionen oft günstiger als in größeren Städten. Hohe Kosten entstehen auch wenn der Standort des Unternehmens an einer Autobahn liegt.[16]
- Lebens- und Arbeitsbedingungen
Dies ist die Bedingung, unter der die Arbeit durchgeführt wird. Man muss von seinem Ge­halt gut leben können. Wichtige Punkte innerhalb des Betriebes sind vor allem die Arbeits­organisation, Arbeitsplatzgestaltung und vor allem die Probleme von bestimmten Arbeits­nehmergruppen zu kontrollieren.[17]
- Angebot an Entsorgungsbetrieben
Die Unternehmen produzieren ständig Müll, oftmals auch speziellen Sondermüll. Daher ist es wichtig ein großes Angebot an Entsorgungsbetrieben zu haben. Außerdem sollte das Unternehmen auch eine soziale Verantwortung gegenüber der Umwelt tragen. In Naher Zukunft wird es verschärfte Maßnahmen hinsichtlich des Themengebiet Umwelt geben.[18]
- Lieferantennähe
Dies ist ein sehr wichtiger Standortfaktor. Der Lieferer muss die Ware zu dem angegebenen Standort abliefern können. Rohstoffe sollten nach Möglichkeit aus der Region bezogen werden, auch wenn diese preislich nicht immer die günstigsten sein sollten. Man vermeidet auf diese Weise unnötig lange Transportwege.[19]
- Attraktivität des Grundstücks / Geschäftsräume
Für das Image eines Unternehmens sind entsprechend genutzte Geschäftsräume wichtig. Sie tragen zudem zu einem guten und effektiven Arbeitsklima bei. Um Existenzgründer und Gewerbetreibende dabei finanziell zu entlasten, besteht die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Wichtig ist es dabei, dass der Miet- oder Kaufvertrag auf den Unternehmer ausgestellt sein muss. Geschäftsräume gelten in der Kostenrechnung als Kosten und sind neben der Gewerbesteuer, den Sachkosten für Gewerberäume und Personalkosten als steuerlich absetzbare Kosten anerkannt.[20]
- Verkehrslage u. Kommunikationsmöglichkeiten
Wenn ein Unternehmen keine Parkplätze zur Verfügung hat, dann werden auch keine Kunden angelockt. Es muss bei unserem Unternehmen die Möglichkeit bestehen sich mit anderen Unternehmen zu verständigen. Unsere Verkehrslage ist sehr zentral und so können die Lieferanten die Ware zu den angegebenen Bedingungen liefern. Anbindung an das Verkehrsnetz? Besonders wichtig für die Transportkostenoptimierung (Industrieunterneh­men), aber auch für die Absatzchancen für Unternehmen, die auf räumliche Kundennähe angewiesen sind (Dienstleistungsunternehmen).[21]
- Möglichkeiten der Informationsbeschaffung
Man sollte sich Tipps von anderen Unternehmen holen, um sein Schema evtl. zu verbes­sern. Bedeutungsvoll ist auch das gesamte Umfeld des Standortes. Gibt es genügend Zu­lieferer? Dies ist ein wichtiger Faktor insbesondere bei produzierenden Unternehmen. Gibt es genügend Arbeitskräfte? Zu berücksichtigen ist die jeweilige Lohnstruktur der Region. Besteht ein aktives wissenschaftliches Umfeld? Gerade bei technologieorientierten Grün­dungen (beispielsweise im Bereich Biotechnologie, IT- Branche) sind Universitäten, Fach­hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort wichtig.[22]
- Staatliche Auflagen und Verordnungen
Auflagen und Verordnungen müssen unbedingt eingehalten werden. Bei der Ausstattung der Betriebsräume machen die Arbeitsstättenverordnung und die Arbeitsstättenrichtlinien Vorgaben. Diese beziehen sich vor allem auf Raumabmessung/Raumhöhen, Raumtem­peraturen/Raumlüftung, Beleuchtung, Verkehrswege, Toiletten, Wasch- und Pausen- sowie Umkleideräume und Schallpegelwerte. Die Vorschriften erhält man über die zuständige Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt.[23]
- Angebot an Bildungseinrichtungen

Ein großes und hochwertiges Angebot an Bildungseinrichtungen bedeutet auch eine große Anzahl von qualifizierten Arbeitnehmern, die für uns in Frage kommen.[24]

6.2 Beurteilung der Kriterien

Analysiert wurden die Städte Steinfurt und Pforzheim. Die Bewertung der Bedingungen wurde durch Recherche auf den Internetseiten der jeweiligen Stadt durchgeführt.

Die Tabelle zeigt, dass für uns vor allem ein gutes Arbeitskräfteangebot sehr wichtig ist, da unser Produkt technisch sehr aufwendig herzustellen ist. In Steinfurt gibt es viele qualifizierte Arbeitskräfte, zudem ist die Region sehr modern und von außen gut erreichbar. In Pforzheim dagegen befinden sich weniger qualifizierte Arbeitskräfte[25], die Verkehrslage ist zufriedenstellend[26]. Die Standortkosten in Pforzheim sind im oberen Niveau[27], der Vergleich der Mietspiegel der beiden Städte[28],[29] ergibt ebenfalls niedrigere Preise für Steinfurt.

Allgemein ist zu erkennen, dass Steinfurt bei den für uns höher gewichteten Faktoren besser abschneidet als Pforzheim. Ausschlaggebend ist vor allem das Arbeitskräfteangebot.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7 Kostenplan

Folgender Kostenplan gibt Aufschluss über die Höhe der Kosten in den ersten drei Jahren. Die Erläuterungen sind zu finden unter Anlage 3 – Erläuterungen zum Kostenplan. [32] [33]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7.1 Finanzierung und Investition

Ein Unternehmen ist berechtigt, verschiedene Finanzierungsarten für seine geplante Vorge­hensweise vorzunehmen. Einerseits kann das zur Verfügung stehende Kapital durch Eigenfinanzierung, oder das so genannte Fremdkapital durch Fremdfinanzierung frei gemacht werden. Hierbei wird auch nach der Herkunft des Kapitals unterschieden. Die Kapitalbeschaffung wird mit der Leistungserstellung und Leistungsverwertung in einem Unternehmen zusammengefasst.[34]

- Außenfinanzierung
Durch Kapitalgeber bzw. Eigentümer der Unternehmung wird dem bereits bestehen­den Kapitalmarkt Kapital von außen zugeführt. Der Begriff der Außenfinanzierung umfasst die Eigen-, Beteiligungs- und Fremdfinan­zierung.[35]
- Fremdfinanzierung

Die ermöglichte Beschaffung finanzieller Mittel in Form von Fremdkapital, dass von außen zugeführt wird. Dieses geschieht durch außenstehende Kapitalgeber. Die herangezoge­nen Kapitalgeber werden als Gläubiger bezeichnet. Dieses können Kreditinstitute, Lieferer oder Kunden sein.

Die Finanzierungsart wird nach bestimmten Formen gegliedert:

à Nach der Fristigkeit

- kurzfristig = Laufzeit bis zu einem Jahr
- Mittelfristig = Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren
- Langfristig = Laufzeit von über fünf Jahren

à Woher das Geld ins Unternehmen tritt (Innen- oder Außenfinanzierung)

à Rechtsstellung des Kapitalgebers

- Eigenfinanzierung (der Kapitalgeber ist Miteigentümer der Unternehmung)
- Fremdfinanzierung (der Kapitalgeber ist Gläubiger)

Man kann jedoch vertragliche Vereinbarungen treffen, in denen verschiedene Eigen­schaften wir z. B. das Mitspracherecht geändert werden kann. Die Finanzierungsposten erscheinen in der Bilanz auf der Passivseite. Bei der langfristigen Fremdfinanzierung stellen die Kreditinstitute den Unternehmen die Finanzierung ihres Anlage- und Umlaufvermögens in Form eines Darlehens zur Verfügung. Als Gegensatz bzw. als Sicherheit verlangen diese Pfandrechte oder Bürgschaften.[36]
- Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung

Oberbegriff für alle Formen gesellschaftlicher Beschaffung von Eigenkapital durch Kapital­einlagen von Gesellschaftern der Unternehmung. Die daraus hervorgehenden Rechtsfol­gen der Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung sind z. B. Mitwirkung an der Geschäftsfüh­rung, Gewinn- und Verlustverteilung, sowie Haftung, welche nach der Unternehmensform gesetzlich vorgeschrieben oder vertraglich zu vereinbaren sind, wie z.B. Anteile an der Unterneh­mung, Einlagen etc. Das Eigenkapital des Unternehmens vergrößert sich somit.[37]

[...]


[1] vgl. Alonma GmbH, http://www.shop-alarm.de/alarm_GPS-Ortung_Peilsender.html, 15.09.09

[2] vgl. CNSystems AG, http://www.synkope.at/wbs.php/, 15.09.09

[3] Statistisches Bundesamt Deutschland, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/Content100/KrankenhaeuserJahre,templateId=renderPrint.psml, 15.09.09

[4] Statistisches Bundesamt Deutschland, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Sozialleistungen/Pflege/Tabellen/Content75/Pflegeeinrichtungen__Deutschland.psml. 15.09.09

[5] Statistisches Jahrbuch 2003 mit Daten aus dem Jahr 2000, http://baeder.verdi.de/material/data/baeder_in_deutschland, 15.09.09

[6] FWnetz GmbH, http://www.fwnetz.de/2008/09/17/2008-mehr-todliche-badeunfalle-als-im-vorjahr, 15.09.09

[7] vgl. ValuenetGmbH/ http://www.rechtslexikon online.de/Gesellschaft_mit_beschraenkter_Haftung_GmbH/15.09.09

[8] vgl. quality.de, http://www.quality.de/cms/lexikon/lexikon-p/produkt.html, 15.09.09

[9] vgl. Technik GmbH, http://www.gruenderleitfaden.de/produkte/produktidee, 15.09.09

[10] vgl. i-relations GmbH, http://www.marken-recht.de/dmr/framedmr.html, 15.09.09

[11] vgl. Duden Wirtschaft von A bis Z, http://www1.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=M9O9WM, 15.09.09

[12] vgl. Weiß & Senninger , http://www.teamfokus.de/teamkultur.php, 15.09.09

[13] vgl. Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse, http://www.e-teaching.org/projekt. 15.09.09

[14] vgl. TEIA AG, http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Allgemeine-Betriebswirtschaftslehre/3.1.10-Standortentscheidungen.html, 12.12.09

[15] vgl. ebenda

[16] vgl. ebenda

[17] vgl. Portal der europäischen Union, http://europa.eu/legislation_summaries/employment_and_social_policy/employment_rights_and_work_organisation/c11111_de.htm, 14.12.09

[18] vgl. Landbell, www.Landbell.de/Standort-entsorgung.html) vom 16.12.09

[19] vgl. Das Lexikon der Wirtschaft : Grundlegendes Wissen von A-Z, Bpd 2004, S. 301

[20] vgl. ebenda

[21] vgl. ebenda

[22] vgl. ebenda

[23] vgl. Das Lexikon der Wirtschaft : Grundle¬gendes Wissen von A-Z, Bpd 2004, S. 302

[24] vgl. vgl. ebenda

[25] vgl. GEFAK mbH, http://www.gefak.de/5.0.html, 16.12.09

[26] vgl. Stadt Pforzheim, http://www.pforzheim.de/wirtschaft.html, 15.12.09

[27] vgl. ebenda

[28] vgl. imowelt AG,http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoMarktMiete.aspx?GeoID=10808231000&EType=1&ESR=, 17.12.09

[29] vgl. immowelt AG, http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoMarktMiete.aspx?GeoID=10805566&EType=1&ESR=2, 17.12.09

[30] vgl. Stadt Steinfurt, http://www.steinfurt.de/layout/index.html. 11.12.09

[31] vgl. Stadt Pforzheim, http://www.pforzheim.de/. 11.12.09

[32] Abbildung siehe: Steuerung und Kontrolle – Industrie, Verlag Gehlen, S. 373

[33] Quelle: Eigene Unterlagen der Ausbildung zur Industriekauffrau

[34] vgl. Steuerung und Kontrolle: Industrie, Gehlen Verlag 2006, S. 373

[35] vgl. Steuerung und Kontrolle: Industrie, Gehlen Verlag 2006, S. 373

[36] vgl. ebenda

[37] vgl. Steuerung und Kontrolle: Industrie, Gehlen Verlag 2006, S. 374/377

Details

Seiten
46
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656003656
ISBN (Buch)
9783656003731
Dateigröße
851 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v178086
Note
2,3
Schlagworte
projektarbeit thema existenzgründung entwicklung geschäftsidee kostenplanung marketingkonzept steuern versicherungen

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