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Der demografische Wandel in der Seniorengeneration

Auswirkungen auf denTourismus in Deutschland und Österreich

Wissenschaftlicher Aufsatz 2011 34 Seiten

Tourismus - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

I. Abstract

II. Seniorengeneration; Forschungsstand und Situationsanalyse
2.1 Demografie Deutschlands und Österreichs
2.2 Demografie der Gruppe 50 bis 85-Jährigen
2.3 Sozioökonomie
2.3.1 Bildungssituation
2.3.2 Kaufkraft
2.3.3 Einkommenssituation
2.4 Konsumverhalten

III. Bedürfnisse und Angebote
3.1 Bedürfnisse der Senioren und Erwartungen
3.2 Entwicklung Reisetrends, Urlaubs- und Reiseintensität
3.3 Reiseverhalten und Tendenzen
3.4 Angebote Reiseveranstalter
3.5 Angebote Seniorenhotel

IV. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufbau der Bevölkerung Deutschlands zum Stichtag 01.12.1910 und 31.12. 1950

Abbildung 2: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am 01.01.1999 und geschätzt am 01.01.2050

Abbildung 3 : Vergleich Female Germany und Male Germany

Abbildung 4: Vergleich Female Austria und Male Austria

Abbildung 5: Deutsche und Österreichische Frauen im Jahre- und Altersvergleich

Abbildung 6: Entwicklung der Deutschen und Österreichischen Bevölkerung 2020 im Vergleich

Abbildung 7: Nettoeinkommen privat. Haushalte nach Altersklassen

Abbildung 8: Ausgabefähiges Einkommen

Abbildung 9: Ausgaben je Reise und Person

Abbildung 10: Reiseidensität der Senioren versus Reisen gesamt Bevölkerung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Schulbildung nach Altersgruppen

Tabelle 2: Entwicklung der Urlaubsreisen im Alter von 60 Jahren 2002 bis 2050

Tabelle 3: Anstieg der Urlaubsreisen der 60 bis 74-jährigen bis 2030 bzw. 2050

Tabelle 4: Anstieg der Urlaubsreisen der 75-jährigen und Ältere bis 2050

Tabelle 5: Tendenzen im Reiseverhalten

Tabelle 6: Anzahl der ausgewerteten Angebote des ÖRK

Tabelle 7: eigene Darstellung Auswertung diverser Reisekataloge November 2009, Saison 2009

I. Abstract

In den kommenden 40 Jahren wird die Weltbevölkerung um rund 50 Prozent anwachsen, dies gilt jedoch nicht für die reichen Industriestaaten. Dort nimmt die Bevölkerung, bei gleichzeitiger Überalterung der Gesellschaft, ab. Diese Situation wird unser Wirtschaftssystem sehr stark beeinflussen und verändern und auch den Tourismus wesentlich beeinflus­sen. Die Anforderungen und Wünsche der Kundschaft verändern sich, aber gerade hierin liegen auch die Chan­cen für den Tourismus.

Im Gegensatz zu Japan und Amerika, die sich schon seit den 70ern mit der Frage der Auswirkungen des demografischen Wandels beschäftigen, sind ausführliche Untersuchungen hierüber und speziell bezogen auf den Tourismus bzw. Untersuchungen die sich ausschließlich mit speziellen Reiseangeboten für die Zielgruppe beschäftigen im deutschsprachigen Raum noch sehr spärlich. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist daher die Fragestellung, wie der demografische Wandel der Senioren sich künftig auf die Tourismusindustrie auswirken wird. Die Anforderungen und Wünsche der Kundschaft verändern sich – und genau hierin liegen die Chanc­en für den Tourismus.

Die Gruppe der Senioren ab 60 Jahre umfassen in Deutschland derzeit ca. 17,2 Millionen Menschen[1]. Berücksichtigt man zusätzlich die Gruppe 50+ bis 60-Jährige mit 11,7 Millionen, so handelt es sich in Deutschland um eine Zielgruppe von insgesamt ca. 28,9 Millionen Menschen. In Österreich beträgt diese Gruppe 2,8 Millionen[2], ebenfalls bezogen auf das Jahr 2010. Damit umfasst das Marktsegment der 50+ bis 85-Jährigen insgesamt ein Volumen von 31,7 Millionen Menschen. Dies ist derzeit rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung beider Länder.

I.1 Einleitung

Es wird die demografische Situation der zu erwartenden Entwicklung in Deutschland und Österreich aufgezeigt. Die weitere demografische Betrachtung begrenzt sich auf die Gruppe 50- bis 85-Jährigen und stellt eine Verhältnismäßigkeit her. Im Rahmen der Sozioökonomie werden das geschlechterspezifische veränderte Bildungsniveau der eben definierten Zielgruppe, die Kaufkraft, die Einkommenssituation sowie das Konsumverhalten der Gäste untersucht und dargestellt.

Weiterhin werden die Bedürfnisse und das Anspruchsverhalten der älteren Gäste, die Entwicklung von Reistrends, die Urlaubs- und Reiseintensität, Reiseverhalten und Tendenzen definiert sowie die bestehenden Angebote untersucht.

Im Rahmen einer Analyse werden die Angebote von diversen Reiseveranstaltern für die Zielgruppe untersucht.

In der Zusammenfassung wird auf die Notwendigkeit der Umgestaltung bzw. Neuorientierung von Tourismusbetrieben mit dem Hintergrund der sich abzeichnenden Strukturentwicklung der Bevölkerung eingegangen.

Bei den Recherchen konnte nicht festgestellt werden, dass es bereits Untersuchungen gibt, die sich ausschließlich mit speziellen Reiseangeboten, bezogen auf die Bedürfnisse von 50- bis 80-Jährigen befassen. Auch die Anzahl von „Seniorenhotels“ ist bezogen auf die die Größe der Zielgruppe äußerst gering.

II. Seniorengeneration; Forschungsstand und Situationsanalyse

„Kombinierte Angebote der Tourismus- und Pflegedienstleistungsbranche, welche die Bedürfnisse der Angehörigen von z. B. Langzeitkranken oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt, sind derzeit im touristischen Markt noch selten.“[3]

Der Tourismus für Seniorenreisende ist insgesamt noch ein sehr junges Forschungsfeld. Es gibt zwar bereits zahlreiche demografische Erhebungen von verschiedenen Instituten und Forschungs­gemeinschaften, jedoch sind in diesen Untersuchungen die Wünsche und Vorstellungen, hinsichtlich des Reiseverhaltens, sowie der Bezug auf die Altersstruktur oft nur nebeneinander dargestellt. Unter dem Begriff „ältere Reisende“ oder Senioren wird in dieser Ausarbeitung bzw. Untersuchung die Altersgruppe der 50 bis 85-Jährige verstanden, da davon ausgegangen wurde, dass die Reisetätigkeit der über 85-jährigen, alleine aus biologischen Gründen, geringer sein dürfte.

Wenn man den menschlichen Lebenszyklus in Abschnitte einteilt, so würde bisher der 1. Abschnitt die Jugend, der 2. Abschnitt das Arbeitsleben und der 3. Abschnitt das Pensionsalter umfassen. Die heutige Senioren Generation befindet sich aber nicht mehr im dritten Lebensabschnitt, dies war früher. Die heutige Seniorengeneration ist aber mobiler und gesünder, als es früher der Fall war, es somit kann von einem „vierten“ Lebensabschnitt gesprochen werden. Immer mehr ältere Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes Spaß am Leben und genießen das bzw. ihr „Alter“ in vollen Zügen. Sie sind aktiv, initiativ und auch innovativ „unterwegs“. 100-jährige waren vor nicht einmal 50 Jahren noch selten, heute stehen diese teilweise noch aktiv im Leben. Im Straßenverkehr sind 80-jährige und ältere keine Seltenheit mehr.

2.1 Demografie Deutschlands und Österreichs

Die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland stellt sich im Vergleich der Jahre 1910 und 1950 wie folgt dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufbau der Bevölkerung Deutschlands zum Stichtag 01.12.1910 und 31.12. 1950[4]

Die ursprünglich bekannte Altersstruktur in Form eine Pyramide aus dem Jahr 1910 verwandelt sich mehr und mehr in die Silhouette eines Baumes. Die stattfindende Vergreisung ist deutlich sichtbar, das Verhältnis zwischen Alt und Jung verschiebt sich immer mehr.

Die weitere zu erwartende Entwicklung bis 2050 stellt sich wie folgt dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am 01.01.1999 und geschätzt am 01.01.2050[5]

Aus der oben dargestellten Grafik, lässt sich zum Stichtag 01.01.1999 eine deutliche „Feminisierung“ der Seniorengesellschaft erkennen. Diese Situation ist zurückzuführen auf das höhere Durchschnittsalter von Frauen im Vergleich zu den Männern. Die Gründe hierfür sind zum Teil sehr viel­schichtig und zu einem nicht unerheblichen Teil bedingt durch die Auswirkungen des 2. Weltkrieges.

In Österreich ist eine ähnliche, um nicht zu sagen sogar fast idente Entwicklung wie in Deutschland festzustellen. Die Untersuchungen zeigen für den Zeitraum bis 2050, entsprechend der Neu­durchrechnung der Bevölkerungsprognose für Österreich und die Bundesländer nach den Ergebnissen der aktuellen Prognose, dass die Bevölkerung Österreichs auch in Zu­kunft weiterhin stark wachsen wird. Es wird eine Zunahme auf 9,52 Mio.[6] bis 2050 erwartet.

Auch hier verschiebt sich die Alterss­truktur deutlich hin zu den älteren Menschen. Derzeit sind 22% der Be­völkerung im Alter von 60 und mehr Jahren, mittelfristig (2020) werden es 26% und langfristig (ca. ab 2030) sogar mehr als 30% sein. Bis 2075 wird diese Gruppe einen Anteil von ca. 33,9% haben[7]. Insgesamt ist die Entwicklung der Demografie mit der in Deutschland vom Grundsatz her vergleichbar. Dies wird in der nachfolgenden Abbildung deutlich:

[...]


[1] Quelle: U.S. Census Bureau International Data Base (IDB), Population Division, Country Germany, http://www.census.gov/ipc/www/idb/country.php, Page Last Modified: February 23, 2011 - IDB Version: Data:10.1228 Code:11.0216

[2] Quelle: U.S. Census Bureau International Data Base (IDB), Population Division, Country Austria, http://www.census.gov/ipc/www/idb/country.php, Page Last Modified: February 23, 2011 - IDB Version: Data:10.1228 Code:11.0216

[3] Quelle: http//www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/berichte/ab101... Zukunfttrends im Tourismus / Neuorientierung der touristischen Produktgestaltung und –vermarktung

[4] Quelle: Statistisches Bundesamt 2000 -15-0346. BRD

[5] Quelle: Statistisches Bundesamt 2000 -15-0346.

[6] Quelle: Statistik Austria Bevölkerungsprognose vom 28.10.2008

[7] Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsprognose 2008, Erstellt am 28.10.2008.

Details

Seiten
34
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640993901
ISBN (Buch)
9783640995783
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v177584
Note
Schlagworte
Seniorengeneration Seniorenreisen Demografischer Wandel

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Titel: Der demografische Wandel in der Seniorengeneration