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Spielanalyse Wanderball

Seminararbeit 2007 9 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. DAS SPIEL
1.1 Name des Spiels
1.2 Spielidee / Konstitutive Spielregel
1.3 Beschreibung des Spiels
1.3.1 Organisation
1.3.2 Verlauf
1.3.3 Regulative Spielregeln
1.4 Variationen
1.4.1 Wettwanderball
1.4.2 König
1.4.3 Läufer gegen Werfer

2. ASPEKTE UND KRITERIEN ZUR BEWERTUNG UND BEURTEILUNG DES SPIELS; EINSATZMÖGLICHKEITEN UND BEDEUTUNG FÜR DEN UNTERRICHT; WESENT- LICHE LERNZIELE
2.1 Sportp ä dagogische Aspekte und Lernziele
2.1.1 Individualentwicklung
2.1.2 Sozialentwicklung
2.2 Sportmotorische Aspekte und Lernziele
2.2.1 Konditionsschulung
2.2.2 Technikschulung
2.2.3 Taktikschulung

3. METHODIK UND VERMITTLUNG DES SPIELS
3.1 Auswahl des Spiels bei der Unterrichtsplanung
3.1.1 Adressatengruppe
3.1.2 Räumliche und zeitliche Gegebenheiten
3.2 Organisation und Lehrweise
3.2.1 Vorbereitung
3.2.2 Einteilung der Spielgruppen
3.2.3 Zweckmäßiger Ordnugnsrahmen
3.2.4 Lehrweise

1. DAS SPIEL

1.1 Name des Spiels

Wanderball ist ein Spiel, das sowohl in Großgruppen als auch in Gruppen ab 5 Mitspielern gespielt werden.

1.2 Spielidee / Konstitutive Spielregel

Die Spielidee ist, einen Ball in der Gruppe wandern zu lassen.

1.3 Beschreibung des Spiels

1.3.1 Organisation

Die Spieler stellen sich im Kreis auf. Als Spielgerät wird ein Ball benötigt.

1.3.2 Verlauf

Der Ball wird reihum weitergegeben.

1.3.3 Regulative Spielregeln

- Art des Balls
- Anzahl der Bälle (mit einem beginnend, zur Steigerung mehrere einsetzen)
- Weitergabeart des Balls (geben, werfen, rollen, indirekter Pass, mit dem Fuß...)
- Ordnungsrahmen (Reihe, Gasse, Linie...)
- Abstand der Spieler zueinander
- Anzahl der Spieler
- ggf. mehrere Mannschaften, damit eine höhere Intensität gegeben ist

1.4 Variationen

1.4.1 Wettwanderball

Die Spieler stellen sich im Kreis auf. Als Spielgeräte dienen zwei Bälle unterschiedlicher Farbe. Der Ball wird reihum an jeden zweiten Mitspieler weitergegeben. Ein Ball soll den anderen einholen. Bei gerader Spieleranzahl entstehen dabei zwei Mannschaften, die gegeneinander spielen.

Die meisten regulativen Regeln des Urspiels sind auch auf Wettwanderball zu beziehen. Anstelle eines Kreises können sich auch mehrere bilden, so viele wie es Mannschaften gibt (jeweils zwischen fünf und zehn Spielern). Dann könnte die Aufgabe lauten: „Wer schafft es am schnellsten den Ball x-mal durch die ganze Gruppe zu geben?“ Auch hier ist der Ordnungsrahmen variabel. In der Reihenaufstellung kann der Ball auch durch die Beine weitergegeben werden.

1.4.2 König

Ein König steht in einem festgelegten Abstand (ca. 3-6 m) seiner Mannschaft gegenüber auf einer festen Position. Die restlichen Mitspieler stehen in einer Linie oder Reihe. Der König hat jeweils den Ball. Er spielt den Ball zum ersten Spieler (in der Linie außen, in der Reihe vorne). Dieser spielt zurück zum König und hockt sich nieder. Der König spielt den zweiten Spieler an usw. Wenn der König zum letzten Spieler gespielt hat, stellt er sich hintern an und der erste Spieler wird zum König. Bei welcher Mannschaft waren zuerst alle einmal König?

Die meisten regulativen Regeln der Urform treffen auch hier zu. Der König spielt, nachdem er dem letzten Kind zugepasst hat, wieder diesem Kind zu, sodass es wieder aufstehen muss, rückwärts bringt er so die Linie / Reihe wieder in die Ausgangsposition.

1.4.3 Läufer gegen Werfer

Es gibt eine Läufer- und eine Werfermannschaft. Die Mitglieder der Läufermannschaft sitzen neben- oder hintereinander. Die Werfermannschaft bildet eine Gasse. Nacheinander umrundet jedes Kind der Läufermannschaft die gesamte Gruppe und setzt sich wieder hin. In der gleichen Zeit passen sich die Werfer im Zick-zack-Kurs einen Ball durch die Gasse und wieder zurück. Dies muss so oft geschehen wie Läufer in der anderen Mannschaft sind. Anschließend werden die Aufgaben gewechselt. Wer ist schneller?

2. ASPEKTE UND KRITERIEN ZUR BEWERTUNG UND BEURTEILUNG DES SPIELS; EINSATZMÖGLICHKEITEN UND BEDEUTUNG FÜR DEN UNTERRICHT; WESENT- LICHE LERNZIELE

2.1 Sportpädagogische Aspekte und Lernziele

2.1.1 Individualentwicklung

Jedem Kind sollte das Spiel Freude bringen. Wichtig ist, dass die Kinder erfahren, dass ein Spiel auch ohne Gewinner und Verlierer Spaß machen kann (Ball-überhol-Spiel).

Die Urform des Spiels ist leicht verständlich. Die Kinder werden langsam an das Regelwerk herangeführt. Bei der Erarbeitung neuer Regeln sollten die Kinder unbedingt miteingebunden werden. Hier können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Umwelt mitgestalten. Allmählich lernen die Kinder Regeln aufzustellen, diese anzuerkennen und einzuhalten.

Die Kinder lernen, dass Ehrlichkeit einen hohen Stellenwert besitzt. Nur wenn sich alle an die Regeln halten, kann das Spiel allen Freude bereiten. Außerdem lernen die Kinder den Umgang mit Selbstdisziplin. Manchmal kommt es zu Wartezeiten, in denen die Kinder geduldig sein müssen.

Die Kinder erfahren ihre Schwächen und müssen sich diese eingestehen. Dadurch erhöht sich ihre Frustrationstoleranz. Sie lernen Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Auch das Selbstbewusstsein wird gefördert. Jeder wird automatisch in das Spielgeschehen eingebunden. Auch die Einzelleistung von schwächeren Kindern kann zum Mannschaftserfolg beitragen. Schwächere Schüler überwinden Ängste, weil das Spiel in einer sehr einfachen Form eingeführt werden kann.

Weiter lernen die Kinder, sich zu konzentrieren. Bei mehreren Bällen aus verschiedenen Richtungen ist der Überblick gefragt. Es muss flexibel agiert werden. Sie lernen zu beobachten, antizipieren und situationsgerecht zu handeln. Die Leistungsbereitschaft steigt, da das eigene Team zum Erfolg geführt werden will.

2.1.2 Sozialentwicklung

Innerhalb eines Teams ist das kooperative Handeln wichtig. Dafür ist eine sprachliche und außersprachliche Kommunikation notwendig. Die Kinder lernen, verbal, taktil und visuell mit dem Partner Kontakt aufzunehmen.

Wanderball lässt Schwächen der anderen im motorischen Bereich schnell erkennen. Diese gilt es zu akzeptieren und zu kompensieren. Vorsichtiges Zuspiel und Passgenauigkeit beziehen die Schwächeren ins Spiel ein. Gleichzeitig kann man seine eigenen Stärken ohne egoistische Tendenzen einsetzen.

Kommt es zu Fehlern in der eigenen Mannschaft, wird die Konfliktfähigkeit geschult. In diesem Zusammenhang lernen die Kinder, konstruktive Kritik zu geben (Umgangsformen) und auch selber anzunehmen.

Aufgrund der räumlichen Trennung von Mannschaften fällt die Einordnung in die Spielgruppe leicht. Partner und Gegner lassen sich gut unterscheiden. Beim Wettkampfspiel kommt der Aspekt des Siegs und der Niederlage hinzu.

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Details

Seiten
9
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640992850
ISBN (Buch)
9783656369998
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v177541
Institution / Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
2,0
Schlagworte
spielanalyse wanderball

Autor

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Titel: Spielanalyse Wanderball