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Chinas wirtschaftlicher Aufstieg seit dem Ende der Ära Mao Zedongs bis heute

Facharbeit (Schule) 2011 19 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Informationen zur Geographie und Demographie Chinas
2.1 Geographie
2.1.1 Lage
2.1.2 Relief
2.1.3 Klima
2.1.4 Böden
2.1.5 Bodenschätze
2.2 Demographie
2.2.1 Bevölkerungsverteilung und Entwicklung
2.2.2 Kultur

3. Der wirtschaftliche Umbruch während und nach der Ära Mao Zedongs
3.1 Mao Zedong und die chinesische Wirtschaft
3.2 Machtwechsel nach dem Tod Mao Zedongs
3.3 Deng Xiaopings Reformen

4. Chinas wirtschaftlicher Stand heute
4.1 Die drei Sektoren
4.1.1 Landwirtschaft
4.1.2 Industrie
4.1.3 Dienstleistung
4.2 Infrastruktur (Teilaspekte)
4.3 Allgemeine Grunddaten
4.3.1 Export und Import
4.3.2 Arbeitskräftepotential
4.3.3 Jüngste wirtschaftliche Entwicklung

5. Fazit (S.

6. Quellenverzeichnis

1. Vorwort

„Made in China“ – Wer kennt diesen Schriftzug nicht? Doch warum ist dieser auf jedem zweiten Produkt zu sehen, wenn wir beispielsweise durch ein Elektrowarengeschäft gehen?

Meine Facharbeit thematisiert den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas seit dem Ende der Ära Mao Zedongs sowie Chinas aktuellen wirtschaftlichen Stand.

Ich interessiere mich aus mehreren Gründen für dieses Themenfeld. Zum einen bin ich im Vorfeld häufig auf Fragen gestoßen, die ich aufgrund meiner rudimentären Grundkenntnisse über Chinas Geschichte nicht beantworten konnte. Aus diesem Aspekt heraus hat sich die Motivation entwickelt, eben jene Geschichte zu recherchieren und so die Informationslücken zu schließen.

Zum anderen habe ich mich von je her für Wirtschaft interessiert, was auch ein Grund dafür ist, warum ich das Fach Erdkunde gewählt habe. Ich hoffe, dass ich durch das Schreiben dieser Facharbeit Erkenntnisse zu wirtschaftlichen Vorgängen erhalte, die sich wesentlich von denen unseres westlichen Systems unterscheiden.

Des Weiteren stellt sich für mich die Frage, warum ein Land wie China, dass meines Wissens als Schwellenland gilt, einen so hohen Einfluss auf den Rest der Welt haben kann.

Vielleicht löst sich mit der Arbeit auch das Rätsel um das schier omnipräsente „Made in China“.

2. China Allgemein: Geographie und Demographie

2.1 Geographie

2.1.1 Lage

Die Volksrepublik China (im Folgenden als „China“ bezeichnet) liegt in Ostasien und grenzt im Osten und Süden an den pazifischen Ozean. Sie hat eine Fläche von 9579000 km² (27-mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland) und ist damit hinter Russland, Kanada und den USA das viertgrößte Land der Erde. China erstreckt sich vom 72. ° östlicher Länge bis zum 135. ° östlicher Länge und vom 53. ° nördlicher Breite bis zum 21. ° nördlicher Breite. Dabei grenzt es an 14 Länder (gegen den Uhrzeigersinn): Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Birma, Laos, Vietnam, Demokratische Volksrepublik Korea. Häufig bilden natürliche Hindernisse die Grenzen. So wird China im Südwesten durch den Himalaya, im Norden durch die Wüste Gobi sowie die Flüsse Ussuri und Amur, im Osten durch das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer von umliegenden Ländern abgegrenzt.[1]

2.1.2 Relief

Abbildung in dieserLeseprobenichtenthalten
Sowohl das Relief als auch die natürliche Vegetation Chinas sind vielseitig. Im küstennahen, zentralen Osten des Landes befinden sich große Schwemmebenen, die bis zu 100 Meter hoch sind. Hier münden die großen chinesischen Flüsse (Huang He, Jangtsekiang, Xi Jiang (über den Perlfluss)) in das Gelbe Meer bzw. Ostchinesische Meer. Weitere wichtige Flüsse Chinas sind Mekong, Brahmaputra und Amur. Jeweils nördlich und südlich der Ebenen befinden sich kleinere Gebirge wie der Wuyi Shan oder die Chingan-Gebirge mit Höhen von bis zu 2744 Metern (Paektusan). Durch West- und Zentralchina erstreckt sich der riesige Gebirgszug Kunlun Shan mit einer knappen Länge von 3000 Kilometern und einer Höhe von bis zu 7167 Metern (höchster Gipfel: Liushi Shan). Im Südwesten liegt das wohl bekannteste Hochgebirge der Welt, der Himalaya. Hier befinden sich einige der höchsten Berge der Welt, darunter der Spitzenreiter Mount Everest mit einer Höhe von 8848 Metern. In den chinesischen Hochgebirgen liegen Sedimentbecken sowie Hochebenen. Zu den wichtigsten gehören das Sichuan-Becken, das Qaidambecken, die Qinghai-Tibet-Hochebene (Hochland von Tibet) und das Lössplateau. „Das Hochland von Tibet liegt durchschnittlich 4500 m über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den höchstgelegenen Ebenen der Welt.“[2].

Im Norden und Nordwesten des Landes befinden sich zwei große Wüsten: Die Taklamakan-Wüste (300000 km²) und die Wüste Gobi (1,2 Mio. km²). (Karte S. 4)[3]

2.1.3 Klima

Die räumlichen Disparitäten wirken sich zusammen mit einem weiteren klimabestimmenden Faktor, dem Monsun (eine großräumige Luftzirkulation), auf das Klima Chinas aus. Im Sommer bringt dieser neben gelegentlichen tropischen Wirbelstürmen feuchte Luft aus dem Süden vom Pazifik. Im Winter bringt der Monsun aus Richtung Norden trockenes, kontinentales Klima.

China ist aufgrund seiner Größe in verschiedene Klimazonen bzw. Klimatypen einzuordnen. Der Südwesten Chinas liegt in der warmgemäßigten Subtropenzone. Hier herrschen sowohl winterfeuchte, sommerdürre Steppenklimate als auch lange, sommerfeuchte Steppenklimate. Zentralchina ist von sommerfeuchten Steppenklimaten geprägt. Im Norden sind winterkalte Wüstenklimate und hochkontinentale Klimate der kühlgemäßigten Zone vorherrschend. Von Süden nach Norden lässt sich ein deutliches Klimagefälle erkennen.

In Yichang (133 m über dem Meeresspiegel), einem Ort im Südwesten Chinas, beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur 16,8 °C und der durchschnittliche jährliche Niederschlag

1155 mm. Im Gegensatz dazu liegen in Harbin (Nordchina) die Jahresdurchschnittstemperatur bei 3,3 °C und der durchschnittliche jährliche Niederschlag bei 577 mm.[4]

2.1.4 Böden

„Die Böden Chinas werden - sogar schon seit dem 14. Jahrhundert - in fünf Gruppen unterteilt. Im Nordosten gibt es die Schwarzerden (Chernozem), „weiß“ werden die salzhaltigen Böden und die Wüsten im Nordwesten genannt, „grün“ die Marschen des Südostens, als „rot“ klassifiziert man die Podsole und Laterite der südlichen Hügelländer, als „gelb“ die große Ebene des Huang He.“[5]

China ist reich an natürlichen Ressourcen. Die wichtigsten sind Kohle, Eisenerz, Erdöl, Erdgas, Quecksilber, Zinn, Wolfram, Antimon (=Spießglanz), Mangan, Molybdän (dient der Stahlhärtung), Vanadium (Edukt der Nuklearchemie), Magnetit, Blei, Zink und Uran. Zudem besitzt China das weltgrößte Potential an Wasserkraft.

2.2 Demographie

2.2.1 Bevölkerungsverteilung und Entwicklung

Die chinesische Bevölkerung lebt zum größten Teil an der flachen, bisweilen hügeligen Ostküste Chinas. Die Hochgebirge und die Wüsten sind mit durchschnittlich einer Person pro Quadratkilometer kaum besiedelt.[6] Insgesamt beläuft sich die Einwohnerzahl Chinas aktuell auf 1340 Millionen Menschen.[7] Somit ist China das Land mit den meisten Einwohnern der Erde.

Abbildung in dieserLeseprobenichtenthalten
Die Geburtenrate liegt bei etwa 12 Kindern pro 1000 Einwohnern. Die Sterberate ist halb so hoch. Das jährliche Bevölkerungswachstum wird auf etwa 0,494 % geschätzt.[8]

Anhand der Bevölkerungspyramide Chinas lässt sich erkennen, dass es zu einer Überalterung der Bevölkerung kommen wird. Sie ist eine Folge der Ein-Kind-Politik (Geldstrafen bei mehreren Kindern), mit der seit dem Jahre 1979/1980 die drohende Überbevölkerung verhindert werden soll.[9] Hinzu kommen die steigenden Lebenserwartungen aufgrund besserer Lebensbedingungen und die daraus resultierende niedrigere Mortalität.

Trotz allem wird das Problem der Überbevölkerung immer noch als schwerwiegender eingestuft, als das Problem der Überalterung. Die chinesische Regierung strebt zwar die Lockerung der Ein-Kind-Politik an, ist jedoch gegen die komplette Aufhebung dieser Regelung.

Das Durchschnittsalter in China beträgt 35,2 Jahre und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 74,51 Jahren.

Der HDI (Human Development Index) liegt bei 07-0,8. Dies entspricht einem guten bis mittelmäßigen Bildungsstand, der für ein Schwellenland charakteristisch wäre. Die Analphabeten Quote beträgt etwa 8,4% - der Weltdurchschnitt etwa 18%.

Die medizinische Versorgung in China ist hoch. Auf einen Arzt kommen weniger als 1000 Einwohner.

2.2.2 Kultur

In China werden viele verschieden Sprachen gesprochen. Mandarin und Kantonesisch sind am weitesten verbreitet, wobei Mandarin das offizielle Chinesisch darstellt. Dazu gibt es noch Tibetisch (Tibet) und Mongolisch (Grenzgebiet Mongolei).

Taoismus und Buddhismus sind die wichtigsten Religionen. Das Christentum (3% - 4%) und der Islam (1 % -2 %) stellen im Gegensatz zu unserer Kultur nur eine Minderheit dar. Außerdem existiert der Konfuzianismus, der entweder als Religion oder als soziale Lehre angesehen wird und in der chinesischen Kultur einen hohen Stellenwert besitzt.

[...]


[1] Vgl. Diercke Weltatlas Rheinland-Pfalz/Saarland 2008 S.13

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China (26.02.2011)

[3] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:China_topo.png&filetimestamp=20050410170342 (03.03.2011)

[4] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Klimadiagramm-deutsch-Harbin-VR_China.png&filetimestamp=20070312062119

[5] http://www.artikel32.com/geographie/1/vegetation-china.php (27.02.11)

[6] Diercke Weltatlas Rheinland-Pfalz/Saarland 2008 S.190

[7] http://www.rp-online.de/public/kompakt/panorama/970187/Bevoelkerung-auf-ueber-134-Milliarden-angewachsen.html (28.02.2011) (1,34 Milliarden)

[8] Vgl. http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Chinapop.svg (28.02.2011)

[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Ein-Kind-Politik (28.02.2011)

Details

Seiten
19
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640987221
Dateigröße
2.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v177158
Institution / Hochschule
Vinzenz - Pallotti - Kolleg, Rheinbach
Note
13 Punkte
Schlagworte
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