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Das Unterrichtsthema „Antike Lebenswelten – Die griechischen Poleis“ und die Methode des Stationenlernens

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 51 Seiten

Didaktik - Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Begriffsklärung

2 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtsreihe insgesamt
2.1 Inhaltliche Vorgaben des Kernlehrplans über die Beschäftigung mit dem antiken Griechenland
2.2 Anwendungsmöglichkeiten, Vor- und Nachteile der Methode des Stationenlernens
2.3 Inhaltlicher Aufbau des Stationenlernens und gesetzter Zeitrahmen

3 Die Lern-Stationen und ihre Themen im Einzelnen: Methodisch-didaktischer und fachwissenschaftlicher Hintergrund
3.1 Griechenland - Der geografische Raum: Lebensbasis und Handlungsspielraum
3.1.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund
3.1.2 Fachwissenschaftlicher Hintergrund
3.2 Der Weg durch die Geschichte Griechenlands
3.2.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund
3.2.2 Fachwissenschaftlicher Hintergrund
3.3 Die Olympischen Spiele
3.3.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund
3.3.2 Fachwissenschaftlicher Hintergrund
3.4 Die Götter der Griechen
3.4.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund
3.4.2 Fachwissenschaftlicher Hintergrund

4 Didaktischer Verlauf der Unterrichtsreihe vom Einstieg bis zur Abschlussdiskussion
4.1 Einstieg in das Thema „Das antike Griechenland“
4.2 Das „Stationenlernen Griechenland“
4.2.1 Aufbau der Stationenarbeit im Klassenraum und Schüler-Rundgang
4.2.2 Planungsphase mit dem Laufzettel und Beginn der eigentlichen Arbeit
4.2.3 Abschlussdiskussion, Leistungsbewertung und nachfolgender Unterricht

5 Schlussbemerkungen

6 Bibliographie

7 Anhang

1 Einführung und Begriffsklärung

In dieser Arbeit wird eine Unterrichtsreihe über das antike Griechenland für die Jahrgangsstufe 5 in der Gesamtschule vorgestellt, welche die Methode des Stationenlernens umsetzt. „Stationenlernen“ ist „eine der bekanntesten und beliebtesten Formen des offenen Unterrichts“, bei der Schüler/innen an Lernstationen ein „in verschiedene Teilaspekte differenzierte[s] Thema“ bearbeiten.[1] Dabei sind die Lernziele der einzelnen Stationen abgestimmt auf das „übergreifende Lernziel des Unterrichts“, wobei der gesamte Unterrichtsinhalt gleichzeitig angeboten wird. Die Schüler/innen bestimmen weitgehend selbst über die Reihenfolge ihrer Arbeit und die „Verweildauer“ an den einzelnen Stationen, welche unterschiedliche Arbeitsmaterialien und Aufträge für diese bereithalten. Die Methode des Stationenlernens ermöglicht es der Lehrperson, vielfältige Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsniveau anzubieten. Sie gibt den Lernenden die Freiheit und zugleich die Verantwortung, die Lernstationen nach eigenen Interessen auszuwählen und ihren Lernweg selbstständig und weitgehend individuell zu gestalten.[2]

Das „Stationenlernen Griechenland“ besteht aus vier Stationen, die jeweils Pflicht-, Erweiterungs- und Vertiefungsthemen enthalten, welche verschiedene Aspekte des jeweiligen übergreifenden Stationsthemas behandeln.[3] Nach Bearbeitung der Pflichtthemen dürfen die Lernenden die Stationsthemen nach Wahl erweitern und vertiefen, wobei sie selbst über die Reihenfolge bestimmen.[4] Die vier Stationen gliedern sich in die folgenden Hauptthemen auf:[5]

- Griechenland - Der geografische Raum: Lebensbasis und Handlungsspielraum
- Der Weg durch die Geschichte Griechenlands
- Die Olympischen Spiele
- Die Götter der Griechen

Laut Peter Gautschi ist die Arbeitsform des Stationenlernens in besonderem Maße für die Vermittlung von „Multiperspektivität“, und „Kontroversität“ geeignet.[6] Laut Klaus Bergmann

beinhaltet die „Multiperspektivität“ die Perspektivität „der aus der Vergangenheit erhaltenen Quellen“ und die „Kontroversität“ die Perspektivität „der von späteren Betrachtern und Forschern vorgelegten Darstellungen über einen historischen Sachverhalt“.[7] Für die Inhalte der Unterrichtsreihe „Stationenlernen Griechenland“ spielt bei einigen Themen (z.B. Die Olympischen Spiele) die Multiperspektivität eine wichtige Rolle.[8]

Zudem fördern die vielfältigen Themen und Aufgaben des Stationenlernens die Entwicklung von Geschichtsbewusstsein bei den jungen Lernenden. Nach der Definition Hans-Jürgen Pandels ist „Geschichtsbewusstsein“ als „mentale Struktur“ zu verstehen, die sich aus dem Erfassen und Verstehen der folgenden Kategorien ergibt: Zeitbewusstsein (früher - heute/morgen), Wirklichkeitsbewusstsein (real/historisch - imaginär), Historizitätsbewusstsein (statisch - veränderlich), Identitätsbewusstsein (wir - ihr/sie), politisches Bewusstsein (oben - unten), ökonomisch-soziales Bewusstsein (arm - reich) und moralisches Bewusstsein (richtig - falsch).[9]

Im Besonderen soll es in der Stationenarbeit zum Thema Griechenland bei den Schüler/innen der Jahrgangsstufe 5 darum gehen, eigenständiges Arbeiten im Umgang mit Karten und Sekundärliteratur sowie auf einer einfachen Ebene mit Quellentexten und bildlichen Darstellungen einzuüben. Auch oft als selbstverständlich oder einfach angesehene Tätigkeiten wie das genaue Lesen von Aufgabenstellungen oder das ordentliche Führen einer Mappe zur Stationenarbeit usw. werden bei den Kindern geschult. Zusätzlich soll die Stationenarbeit dazu beitragen, die sozialen Kompetenzen der Lernenden zu fördern, kreatives Arbeiten zu ermöglichen und - durch das Erlebnis eigenständigen Arbeitens - die Wahrnehmung der eigenen Selbstwirksamkeit zu stärken und auf diese Weise zur Steigerung der Motivation und einer positiven Einstellung zum Geschichtsunterricht beizutragen.[10] Durch die Vielzahl der gesetzten Ziele in ganz unterschiedlichen Bereichen zeigt sich, wie viel Potential die Stationenarbeit für den Unterricht hat.

Für die Methode des Stationenlernens gibt es verschiedene Bezeichnungen und Erscheinungsformen, wie z.B. „Lernzirkel“, „Lernstatt“, „Lernwerkstatt“, „Zukunftswerkstatt“, „Lernstraße“, „Planarbeit“ usw., die in der Pädagogik zum Teil widersprüchlich definiert werden.

Inhaltlich unterscheidet z.B. Peter Gautschi die Zielsetzungen des klassischen „Stationenlernens“, der „Zukunftswerkstatt“, der „Lernstatt“ und der „Lernwerkstatt“.[11] In der hier vorliegenden Arbeit wird, wenn man Gautschis Bezeichnungen folgt, die Umsetzung einer „Lernwerkstatt“ behandelt. Genauer handelt es sich dabei um eine „Erarbeitungswerkstatt“, bei der nach einer thematischen Hinführung im Plenum „das Thema umfassend, aber aufgeteilt auf unterschiedliche Stationen dargeboten“ wird, wobei dies „mit einer stärkeren Gewichtung des Erlebens, Erkundens“ und der „intellektuellen Erarbeitung“ einhergeht als dies z.B. in einer „Einstiegswerkstatt“ der Fall wäre, bei der es um eine erste Begegnung mit einem Thema und das Aufwerfen von Fragen geht.[12]

In dieser Arbeit werden zunächst im Rahmen didaktischer Überlegungen zur gesamten geplanten Unterrichtsreihe die Vorgaben des Lehrplans erläutert, an der sich die Stationenarbeit orientiert. Anschließend werden die Anwendungsmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile der Methode beleuchtet. Schließlich wird der Aufbau des „Stationenlernens Griechenland“ erklärt und der gesetzte Zeitrahmen beschrieben. Darauffolgend werden die vier Stationen und ihre einzelnen Themen genauer vorgestellt und aus methodisch-didaktischer sowie aus fachwissenschaftlicher Sicht erläutert. Abschließend wird der didaktische Verlauf der Unterrichtsreihe aufgezeigt, wobei zusätzlich zum Ablauf des Stationenlernens auch die Stunden für den Einstieg ins Unterrichtsthemas und die Abschlussdiskussion nach dem Stationenlernen dargestellt werden.

2 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtsreihe insgesamt

2.1 Inhaltliche Vorgaben des Kernlehrplans über die Beschäftigung mit dem antiken Griechenland

Die für die Jahrgangsstufe 5/6 an der Gesamtschule entwickelte Unterrichtsreihe „Stationenlernen Griechenland“ orientiert sich am Kernlehrplan des Fachs Gesellschaftslehre, welches an der Gesamtschule die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik umfasst.[13] Der Lehrplan sieht die Beschäftigung mit dem obligatorischen „Inhaltsfeld 2“, „Antike Lebenswelten - Griechische Poleis und Imperium Romanum“, vor.[14] Der Schwerpunkt in Bezug auf das antike Griechenland liegt dabei auf den „Lebensbedingungen und Formen politischer Beteiligung in der griechischen Polis“[15]. Die Stationenarbeit ist, nach einer kurzen Plenumsrunde, zum direkten Einstieg in das Thema konzipiert und konzentriert sich vorrangig auf die Vermittlung der Lebensbedingungen und der Kultur im alten Griechenland, wobei gedacht ist, dass sich nach der Stationenarbeit eine Beschäftigung mit den Poleis Athen und Sparta sowie der athenischen Demokratie zur Zeit des Perikles anschließt. In Bezug auf die im Lehrplan beschriebenen konkretisierten Sachkompetenzen im Inhaltsfeld 2 sollen die Inhalte der Stationenarbeit die Lernenden dazu befähigen, - „die räumlichen und die gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Entstehung der griechischen Stadtstaaten” zu erklären und - „in elementarer Form den Zusammenhang von Götterglauben und Kultur im antiken Griechenland” zu erläutern.[16]

Darüber hinaus ist mit jeder Lernstation der Erwerb weiterer Sachkompetenzen und Methodenkompetenzen wie dem Umgang mit Karten, Text- und Bildquellen, sowie teilweise Urteils- und Handlungskompetenzen verbunden, die in Kapitel 3 und auf der Übersichtstabelle zur Stationenarbeit näher konkretisiert werden.

2.2 Anwendungsmöglichkeiten, Vor- und Nachteile der Methode des Stationenlernens

Prinzipiell ist die Methode des Stationenlernens für Themen geeignet, die sich in sinnvolle Teilaspekte für einzelne Lernstationen aufgliedern lassen und bei denen es möglich ist, sich dem Inhalt in einer beliebigen Reihenfolge zu widmen.[17] Dies ist bei der konzipierten Unterrichtsreihe der Fall.

Desweiteren bietet Stationenarbeit eine „willkommene methodische Abwechslung zum gängigen Klassenunterricht“[18] und stellt zugleich eine Möglichkeit für selbstgesteuertes und gemeinsames Lernen dar, welches einen motivierenden Einfluss auf die Lernbereitschaft der Schüler/innen haben kann. Nach der Selbstbestimmungstheorie der Motivation von Deci und Ryan beeinflussen das Erleben von Autonomie und Kompetenz bzw. eigener Fähigkeit sowie die soziale Einbindung in einer Lernsituation die Lernmotivation.[19] Die Stationenarbeit als Form selbstgesteuerten Lernens mit weitgehend freier Material- und Aufgabenwahl, selbstständiger Zeit- und Arbeitsplanung, der Möglichkeit für kreatives Arbeiten (je nach Aufgabenstellung) und der Möglichkeit zur Partnerarbeit bietet für die Entstehung von Lernmotivation folglich eine sehr erfolgversprechende Lernumgebung. Laut Irmintraut Hegele zeigen Forschungsbefunde, dass die Methode des Stationenlernens auf positive Weise „die Kreativität, die Einstellung zum Schullernen und vor allem die Selbstständigkeit der Schüler/innen“ beeinflusst.[20]

Außerdem ergibt sich durch die Methode der Stationenarbeit in besonderem Maße eine Möglichkeit zur „Inneren Differenzierung“. Nach Klafki und Stöcker hat die Innere Differenzierung bzw. Binnendifferenzierung die „Schaffung von Chancengleichheit“ zum Ziel und beinhaltet den Versuch, „optimale Lernmöglichkeiten“ für jedes einzelne Kind (bzw. Jugendlichen) zu schaffen.[21] Die Stationenarbeit, die ein individuelles Lerntempo, Wahlmöglichkeiten bei den Themen und Aufgabenstellungen sowie den Umgang mit verschiedenen Materialien ermöglicht, bietet hierfür eine ideale Arbeitsform, da den verschiedenen „Lerntypen“ (visuell, auditiv, kinästhetisch; global/analytisch) mehr gerecht werden kann als z.B. der lehrerzentrierte Klassenunterricht.[22] Gutes Gelingen hängt hierbei allerdings von einem gut zusammengestellten Lernangebot seitens der Lehrperson ab, welche sich über die unterschiedlichen Leistungsniveaus und Lerntypen bewusst sein muss, und ebenso davon, dass die Lehrperson die Schüler/innen z.B. bei der Auswahl von für sie geeigneten (Wahl-)Stationen berät und bei Schwierigkeiten Hilfestellung gibt.[23]

Die Methode des Stationenlernens wird außerdem der Erkenntnis gerecht, dass Lernen ein individueller und eigenständiger Konstruktionsprozess ist, welcher jede/r Lernende selbst vollziehen muss.[24] Daher ist es, wie Peter Gautschi formuliert, „notwendig, dass Lernende ihr eigenes Lernen selber bewusst steuern, damit sie in der Lage sind, sich selbst konkrete Ziele zu setzen, ihr Anspruchsniveau zu definieren und Erwartungen zu formulieren. Erfolgreiche Lernerinnen und Lerner setzen sich also aktiv mit ‚Wie‘ des Lernens auseinander.“[25]

Für Gautschi ist dies notwendig zur Herausbildung der „Kompetenz, selbst erfolgreich zu lernen“, welche er als „Schlüsselqualifikation“ in der heutigen Zeit sieht.[26] Da keine Lehrperson dazu in der Lage ist den Lernenden das Lernen bzw. den Konstruktionsprozess, der mit dem Wissenserwerb und der (Um-)strukturierung von Wissen einhergeht, abzunehmen, ist es sinnvoll, für die Schüler/innen einen interesseweckenden „Spielraum zur eigenaktiven Gestaltung des Lernprozesses“ zu schaffen, in welchem die Lehrperson als „Lernbegleiter“, „Berater“ oder „Coach“ bei Bedarf hilfreich zur Seite steht.[27] Genau dies kann durch die Methode des Stationenlernens geleistet werden. Neben der Tatsache, dass Stationenlernen den Schüler/innen die Möglichkeit zu einem selbstgesteuerten, interessegeleiteten Lernen bietet, besteht zusätzlich die Chance soziale Kompetenzen auszubilden, z.B. wenn es darum geht, sich gegenseitig zu helfen oder Konflikte untereinander zu lösen usw.[28] Desweiteren bietet die selbstständige Planung und Durchführung der Stationenarbeit für jede/n Schüler/in eine Gelegenheit Eigenständigkeit zu üben und Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen.

Um mit der Methode des Stationenlernens erfolgreich im Unterricht zu arbeiten, sind allerdings einige Aspekte zu berücksichtigen. Zum einen existieren bei offenen Unterrichtsformen wie der Stationenarbeit nämlich „Vorbehalte gegenüber der Effektivität des kognitiven Lernens“.[29] Diese hängen aber nicht mit der Methode selbst zusammen, sondern mit der unterrichtspraktischen Realisation der Arbeitsform durch die Lehrperson. Hier ist anzumerken, dass die didaktisch- methodische Planung des Stationenlernens, die Anpassung des Stoffes an die Schülergruppe, das Sicherstellen der Vertrautheit der Schüler/innen mit den darin geforderten Arbeitstechniken usw. von der Lehrperson unbedingt berücksichtigt werden müssen. Zum anderen muss seitens der Lehrperson besonders darauf geachtet werden, dass für leistungsschwächere Schüler/innen Hilfen angeboten werden. Denn diese Lernenden sind aufgrund der offenen Unterrichtsstruktur möglicherweise mit der erwarteten Selbstständigkeit überfordert und bedürfen daher einer größeren Vorstrukturierung und eventuell weiterer Orientierungshilfen im Arbeitsprozess sowie abgeänderter Aufgabenformate.[30]

Für den Einsatz des Stationenlernens muss die Lehrperson bereit sein, einen sehr umfangreichen zusätzlichen Arbeitsaufwand für die Sammlung von Materialien und die detaillierte Vorbereitung und Erstellung der Stationenarbeit in Kauf zu nehmen. Während der Arbeitsaufwand in der Vorbereitung sehr hoch ist, ändert sich dies jedoch während der Arbeitsphasen im Unterricht, in welcher die Lehrperson in den Hintergrund tritt: Hier benötigt die Lehrperson ein „differenziertes Rollenverständnis“ in der Hinsicht, dass sie während des Stationenlernens schlicht als „Lernbegleiter“ und „Berater“ fungiert und schließlich am Ende die in der Stationenarbeit anfallenden Arbeiten „korrigier[t], kontrollier[t] oder beurteil[t]“.[31]

2.3 Inhaltlicher Aufbau des Stationenlernens und gesetzter Zeitrahmen

Das „Stationenlernen Griechenland“ besteht insgesamt aus 18 verschiedenen Themen, wovon 6 Themen für die Schüler/innen obligatorisch sind. Folglich haben die Schüler/innen eine große Auswahl aus einem Überangebot von Wahlthemen, wodurch ihnen ein weitgehend selbstgesteuertes Lernen ermöglicht wird.[32] Die Vorgabe für die Schüler/innen bezüglich der Wahlthemen beinhaltet - wie auf den für die Schüler/innen zur Verfügung gestellten Hinweisblättern angegeben - die Vorgabe, dass sie von 7 Erweiterungsthemen mindestens 3 Themen, und von 5 Vertiefungsthemen mindestens 2 Themen auswählen sollen. Die vorgegebene Mindestanzahl an Stationen soll es möglich machen, dass zum einen alle Schüler/innen - auch die Leistungsschwächeren - ein bestimmtes Arbeitspensum bzw. Ziel erreichen und dass es zum anderen leistungsstärkeren oder schneller arbeitenden Schüler/innen dabei immer noch freisteht, weitere Stationen zusätzlich zu bearbeiten.[33]

Wichtig ist, dass die Schüler/innen bei jeder angefangenen Station zunächst die Pflichtthemen bearbeiten, da diese eine Wissensgrundlage für die Erweiterungs- und Vertiefungsstationen bilden. Ob die Schüler/innen aber zuerst die Pflichtthemen aller Stationen nacheinander abarbeiten und dann Erweiterungen und Vertiefungen wählen oder sich von Station zu Station durcharbeiten, bleibt ihnen überlassen. Diese Auswahlmöglichkeit soll den individuellen Lerntypen der globalen und analytischen Lerner gerecht werden. Denn während die globalen Lerner am liebsten das „große Ganze“ begreifen wollen, also am liebsten zuerst einen Überblick über alle Stationen gewinnen möchten, bevor es ins Detail geht, vertiefen im Gegenteil analytische Lerner lieber zuerst ihr Wissen in einem Thema bevor sie sich ein anderes erarbeiten.

Durchschnittlich wird für die Bearbeitung der mindestens 11 Stationen pro Schüler/in ein Zeitrahmen von 10 Stunden (und den restlichen Minuten der ersten Einführungsstunde zum Stationenlernen)[34] einkalkuliert; für den ersten allgemeinen Einstieg in das Thema „Griechenland“ selbst sind zudem eine Doppelstunde sowie für die Abschlussdiskussion, eine kurze Vertiefungsphase und die Leistungsbewertung zwei weitere Einzelstunden eingeplant, sodass sich dieses - bei drei Stunden Gesellschaftslehre pro Woche - über etwas viereinhalb Wochen erstreckt. Der Zeitrahmen für die Durchführung der Methode ist recht weit gesteckt, weil zu erwarten ist, dass die jungen Lernenden in der 5. Jahrgangsstufe einiges an Zeit benötigen werden, um das selbstständige Arbeiten an den Stationsthemen zu erlernen und um zu Beginn überhaupt den Aufbau der Methode und den Arbeitsablauf zu begreifen.

3 Die Lern-Stationen und ihre Themen im Einzelnen:

Methodisch-didaktischer und fachwissenschaftlicher Hintergrund[35]

3.1 Griechenland - Der geografische Raum: Lebensbasis und Handlungsspielraum

3.1.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund

Im Vordergrund bei dieser Station steht der Erwerb von Methodenkompetenzen im Umgang mit Karten aus Atlanten und dem Schulbuch, welcher intensiv bei ausnahmsweise gleich drei Pflichtthemen geübt wird. Das Thema „Wo liegt Griechenland?“ fordert die Beschäftigung mit dem heutigen Griechenland wohingegen das Thema „Übersichtskarte: Landschaft und Stadtstaaten im alten Griechenland“ die geografischen Verhältnisse und Bezeichnungen zur Zeit der Antike einführt. Die beiden Stationen zusammen tragen so zur Förderung von „Zeitbewusstsein“ und „Historizitätsbewusstsein“ bei.[36] Mit einem Infotext und einer topografischen Karte aus dem Schulbuch macht das dritte Pflichtthema „Quiz ‚Richtig oder Falsch‘? […]“ mit der Landschaft und dem Besiedlungsraum des alten Griechenland vertraut und fordert zu Definition des Begriffes „Polis“ auf. Das Erweiterungsthema „Puzzlespiel ‚Die Stadtstaaten des antiken Griechenland‘“ veranschaulicht die Lage der Stadtstaaten/Poleis, welche hier auf einer großen Karte mit Legekärtchen an die richtigen Orte „gepuzzelt“ werden müssen und so ein praktisches Arbeiten durch Hantieren fordern. Zur Selbstkontrolle muss ein Rätsel zum Puzzle gelöst und ein Lösungssatz herausgefunden werden, der die mächtigsten Stadtstaaten Athen und Sparta benennt. Das zweite wählbare Erweiterungsthema zur griechischen Kolonisation hält wiederum einen kurzen Infotext und eine Karte bereit, führt die Begriffe „Mutter-„ und „Tochterstadt“ ein, für welche in einem Quiz mithilfe der Karte herausgefunden werden muss, ob es sich nun um Heimatstadt oder Kolonie handelt. Das Vertiefungsthema zur Station behandelt die griechische Kolonisation etwas intensiver und fordert die Beantwortung von mindestens einer von drei Fragen, die sich auf den Infotext im Schulbuch beziehen. Hier wird gründliches Lesen und Durchdringen der historischen Zusammenhänge verlangt, um die Fragen entsprechend beantworten zu können. Die Beschäftigung mit der griechischen Kolonisation fördert hierbei im Rahmen des Geschichtsbewusstseins die „ökonomisch-soziale“ Dimension.[37]

In Bezug auf die im Kernlehrplan Gesellschaftslehre formulierten Kompetenzen werden mit dieser Station im Bereich der Sachkompetenzen teilweise fächerübergreifend auch Erwartungen im Fach Erdkunde abgedeckt. Die Schüler/innen

- „ordnen einfache historische [bzw. in Erdkunde „einfache fachbezogene”] Sachverhalte ein (SK 1)”, und
- „formulieren ein erstes Grundverständnis zentraler Dimensionen und wenden historische Fachbegriffe[bzw. in Erdkunde einfach “Fachbegriffe”] sachgerecht an (SK 2)”.[38]

In Geschichte

- „beschreiben [sie] grundlegende gesellschaftliche, ökonomische und politische Prozesse in der Geschichte (SK 8)“, während sie in Erdkunde
- „in elementarer Form grundlegende raumbezogene Strukturen und Prozesse (SK 6)“ skizzieren.[39]

In Bezug auf die Methodenkompetenz, die bei dieser Station vor allem mit der Nutzung von Karten gefördert wird, finden sich im Einzelnen die folgenden Kompetenzen der „Informationsbeschaffung und -entnahme“[40] :

Die Schülerinnen und Schüler

- „recherchieren unter Anleitung in eingegrenzten Mediensammlungen und beschaffen eigenständig unter Nutzung von Inhaltsverzeichnis, Register und Glossar zielgerichtet Informationen aus Schulbüchern und Atlanten (MK 1)“ und
- „arbeiten fragengeleitet Informationen aus Karten auch unter Zuhilfenahme von Symbol und Zeichenerklärungen sowie Maßstabsleiste heraus (MK 2)“[41].

Bei einem der Pflichtthemen arbeiten die Lernenden zudem an ihrer Urteilskompetenz, indem sie „grundlegende fachbezogene Sachverhalte vor dem Hintergrund vorgegebener Kriterien (UK 2)“ beurteilen.

3.1.2 Fachwissenschaftlicher Hintergrund

Aus fachwissenschaftlicher Sicht erfassen die Lernenden an dieser Lernstation den „Kernraum der griechischen Zivilisation“ zum Vergleich in der heutigen Zeit und in der Antike, in der er sich „vom Süden der Balkanhalbinsel über die Ägäis mit ihrer Inselwelt bis zur Westküste Kleinasiens“ erstreckte,[42] und von einer Landschaft mit Gebirgsketten, Talkesseln und zerklüfteten Küsten geprägt war. Dabei wird deutlich, dass durch die geografischen Bedingungen des Landes häufig einzelne Siedlungen und Dörfer räumlich voneinander getrennt waren und so oftmals nur über steile Gebirgspfade oder den Seeweg zugänglich waren.[43] Ohne - aus Gründen der didaktischen Reduktion - in der Stationenarbeit auf die „Vielzahl unterschiedlichster Ausprägungen“ der griechischen Lebensweise in den Siedlungen und ihrer „[k]onkurrierende[n] Regierungsmodelle“ einzugehen,[44] erarbeiten die Schüler/innen, dass das antike Griechenland aus vielen hundert Kleinstaaten bestand, die als „Poleis“ (bzw. im Singular als „Polis“) bezeichnet werden.[45]

Bei Wahl eines der Erweiterungsthemen und des Vertiefungsthemas erfahren die Schüler/innen zudem etwas über die griechische Kolonisationsphase zwischen 750 bis etwa 500 v. Chr., in welcher die Griechen aus Armut und Hunger ihre Heimat verließen und an den Küsten im Norden und Westen des Mittelmeerraumes neue Siedlungen gründeten.[46] Ursache dafür waren hauptsächlich ein Bevölkerungsüberschuss und die eingetretene Agrarkrise:[47] die wachsende Bevölkerung konnte unter den vorhandenen kargen landwirtschaftlichen Bedingungen nicht ausreichend ernährt werden und das Erbrecht, welches eine Aufteilung des Landes unter allen Erben (Realteilung) verlangte, führte dazu, dass innerhalb weniger Generationen aus einer Familie von Großbauern Kleinbauern wurden.[48] Im Umgang mit diesem Thema lernen die Schüler/innen die Begriffe „Mutterstadt“ für die Heimstadt der Kolonisatoren und „Tochterstadt“ für die neu gründeten Kolonien kennen.[49]

3.2 Der Weg durch die Geschichte Griechenlands

3.2.1 Die Stationsthemen und ihr methodisch-didaktischer Hintergrund

Durch die Themen dieser Station eignen sich die Lernenden Sachwissen über die griechische Geschichte an und entwickeln insbesondere durch das Pflichtthema mit dem „Zeitstrahl- Legespiel“ ein Zeit- und Historizitätsbewusstsein[50] über die etwa 5000-jährige Geschichte Griechenlands (von ca. 3000 v. Chr. bis etwa in die heutige Zeit), wobei diese sehr stark auf herausragende Entwicklungen während der Antike reduziert ist. Aus didaktisch-methodischer Sicht soll das Hantieren mit dem Zeitlegekarten auf dem sich über mehrere DIN A4-Blätter erstreckenden Zeitstrahl die zeitlichen Dimensionen für die Lernenden anschaulich und „greifbar“ machen. Das Erweiterungsthema „Wir machen ein Klassenquiz über die Geschichte Griechenlands“ hat zum Ziel, die beim Pflichtthema erworbenen Kenntnisse durch die Entwicklung eigener Fragestellungen und Antworten spielerisch zu festigen. Vertieft werden kann das geschichtliche Wissen über Griechenland mit dem Thema „Finde Infos über die alten Griechen in Büchern und im Internet“, bei welchem die Lernenden je nach Wahl zur Totenmaske aus Mykene, dem Dichter Homer, dem Gelehrten Hippokrates oder der Akropolis in Athen mithilfe von drei Leitfragen (pro Thema) Recherchen anstellen, Bilder ausdrucken und ihr Arbeitsergebnis auf Wunsch der Klasse präsentieren können. Der Fokus liegt hier ganz besonders beim selbstständigen Sammeln von Informationen, wobei das Internet als neues Medium sicherlich besondere Nutzung erfährt.

[...]


[1] Irmintraut Hegele, Stationenarbeit. Ein Einstieg in den offenen Unterricht. In: Jürgen Wiechmann (Hrsg.), Zwölf Unterrichtsmethoden. Vielfalt für die Praxis, Weinheim und Basel 1999, S. 58.

[2] Vgl. ebd. sowie Peter Gautschi, Lernen an Stationen. In: Ulrich Mayer et al. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2004, S. 515; Peter Gautschi, Geschichte lehren. Lernwege und Lernsituationen für Jugendliche, Bern, 2. erweiterte Auflage 2000, S. 96; Michael Sauer, Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 2001, S.108; Christian Mathis, Stationenlernen. In: Hilke Günther-Arndt (Hrsg.), Geschichts-Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2007, S. 95-98; Hilke Günther-Arndt, Aufgabenbasierter Geschichtsunterricht. In: Hilke Günther-Arndt (Hrsg.), Geschichtsdidaktik Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2005, S. 182 ff.

[3] Vgl. Gautschi 2000 und 2004.

[4] Vgl. Kapitel 3 und die Übersichtstabelle zum „Stationenlernen Griechenland“ im Anhang.

[5] Anm. d. Verf.: Die Lernstationen sind mithilfe des Materials aus Rosemarie Lang, Stationentraining Griechenland. Materialien zum Erstellen eines Lernzirkels in 15 Stationen, Donauwörth 2003 sowie mithilfe des GeschichtsLehrwerks von Sven Christoffer et al. Zeitreise 1. Ausgabe A, Leipzig 2004 und den Informationen und einigen Kopiervorlagen aus den dazugehörigen Lehrerhandreichungen entworfen worden. Die Abbildungen auf den erstellten Arbeitsblättern stammen aus diesen Büchern bzw. handelt es sich vereinzelt um ClipArts aus Microsoft Word. Die Stationenarbeit ist so erstellt, dass die Schüler/innen das Buch „zeitreise 1“ nutzen bzw. stellt die Lehrkraft Kopien der benötigten Buchseiten zur Verfügung (siehe Anhang, dort ebenfalls enthalten).

[6] Vgl. Gautschi 2004, S. 528.

[7] Klaus Bergmann, Multiperspektivität. In: Ulrich Mayer et al. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2004, S. 65-77.

[8] Vgl. die betreffenden Themen des Stationenlernens in Kapitel 3.

[9] Vgl. Bernd Schönemann, Geschichtsdidaktik, Geschichtskultur, Geschichtswissenschaft. In: Hilke Günther-Arndt (Hrsg.), Geschichtsdidaktik Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II6.

[10] Vgl. zu diesen Ausführungen Kapitel 2.2.

[11] Vgl. Gautschi 2004, S. 519-520.

[12] Vgl. ebd., S. 521. Anm. d. Verf.: Nicht zu verwechseln ist hier wiederum Gautschis „Lernwerkstatt“ mit der „Werkstattarbeit“, die eine weitere Form offenen Unterrichts darstellt, vgl. Pallasch in Wiechmann, S. 143 ff. Nachdem hier nun eine Definition der beabsichtigten Variante der Stationenarbeit gegeben wurde, wird diese im weiteren Verlauf dieser Arbeit der Einfachheit halber schlichtweg weiterhin als „Stationenarbeit“ oder „Stationenlernen“ bezeichnet.

[13] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Kernlehrplan für die Gesamtschule - Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen. Gesellschaftslehre. Erdkunde, Geschichte, Politik. (Entwurf Verbändebeteiligung: 04.10.2010). Frechen 2010. Online verfügbar unter: http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/kernlehrplaene-sek- i/gesamtschule/ (10.03.2011). Anm. d. Verf.: Dieser Lehrplan muss erst noch in Kraft gesetzt werden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die darin enthaltenen Informationen bereits im Rahmen dieser Hausarbeit nutzbar sind, da die Lehrkräfte über die Seite des Ritterbach Verlages über den Lehrplan verfügen können.

[14] Vgl. ebd. S. 88. Anm. d. Verf.: Das in dieser Arbeit angewendete Verfahren der Unterrichtsplanung richtet sich nach den Ratschlägen Norbert Zwölfers, der empfiehlt zunächst von der kompletten Unterrichtseinheit auszugehen, die angestrebten Lernziele herauszustellen und dann immer kleinschrittiger bis hin zu den Einzelstunden vorzugehen. Vgl. Norbert Zwölfer, Die Vorbereitung einer Geschichtsstunde. In: Hilke Günther-Arndt (Hrsg.), Geschichtsdidaktik Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2005, S. 197-205.

[15] Ebd. S. 96.

[16] Ebd.

[17] Vgl. Gautschi 2004, S. 516.

[18] Ebd., vgl. Silke Riedl, „Das war doch auch gar kein Unterricht!“. Erfahrungen mit einer Stationsarbeit im Fach Gesellschaftslehre. In: Pädagogik 6/08, S. 10-13.

[19] Vgl. Ruth Rustemeyer, Einführung in die Unterrichtspsychologie, Frankfurt 2004, S.30.

[20] Hegele, S. 61.

[21] Wolfgang Klafki, Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim 1985, S. 121.

[22] Vgl. Hegele, S. 60 und vgl. Gautschi 2004, S. 522.

[23] Vgl. Hegele, S. 65 und Gautschi 2004, S. 519.

[24] Vgl. Elsbeth Stern, Lernen. Was wissen wir über erfolgreiches Lernen in der Schule? In: Pädagogik 58 (1), S. 45-49. Online verfügbar unter: http://www.ifvll.ethz.ch/people/sterne/stern_lernen_paedagogik_2006.pdf, (10.03.2011); vgl. Hegele, S. 60.

[25] Gautschi 2004, S. 518.

[26] Vgl. ebd., ähnlich Hegele vgl. S. 60-61.

[27] Vgl. ebd. sowie S. 516.

[28] Vgl. Hegele, S. 59.

[29] Vgl. ebd. S. 60-61.

[30] Vgl. ebd. S. 61-62, vgl. Gautschi 2004, S. 518.

[31] Vgl. Gautschi 2004, S. 516.

[32] Vgl. Mathis, S. 96.

[33] Anm. d. Verf.: Zusätzlich wird die Lehrkraft diesen Schüler/innen anbieten, das nach der Stationenarbeit anstehende Klassenquiz vorzubereiten.

[34] Vgl. im Anhang im Unterrichtsverlaufsplan, S. 3.

[35] Anm. d. Verf.: Für dieses Kapitel ist bewusst die Entscheidung getroffen worden, zuerst die Themen der Stationen vorzustellen, den methodisch-didaktischen Hintergrund zu den Aufgabenstellungen/Materialien und die Kompetenzerwartungen zu erläutern. Erst danach wird ein fachwissenschaftlicher Teil über die historischen Inhalte selbst angeschlossen, der die historischen Zusammenhänge darstellt und dabei entsprechend der für die einzelnen thematisch weit gefächerten Stationsthemen vorgenommenen didaktischen Reduktion nicht zu weit in die Tiefe zu geht. Vgl. zu den Ausführungen in diesem Kapitel übrigens immer begleitend die Übersichtstabelle zum „Stationenlernen Griechenland“ mit den zus ä tzlich f ü r die Sch ü ler/innen ausformulierten Lernzielen sowie die einzelnen Arbeitsmaterialien der Stationen im Anhang.

[36] Vgl. Schönemann, S. 16.

[37] Vgl. ebd.

[38] Vgl. KLP S. 153 und S. 159 sowie zu den Kompetenzen auch immer die übersichtlichere, aber abgekürzte Übersichtstabelle zum Stationenlernen im Anhang.

[39] Vgl. ebd.

[40] Vgl. ebd. S.160.

[41] Vgl. ebd. S. 161.

[42] Pedro Barceló, Kleine griechische Geschichte, Darmstadt 2004, S. 11.

[43] Werner Dahlheim, Die griechisch-römische Antike. Bd. 1 Griechenland, 2. durchgesehene und aktualisierte Auflage, Paderborn 1994, S. 18.

[44] Barceló, S. 25, vgl. 26. Anm. d. Verf.: Ein Vergleich der Poleis Athen und Sparta schließt sich im Unterricht nach der Stationenarbeit an.

[45] Vgl. Barceló S. 25 ff., vgl. Dahlheim S. 38 ff.

[46] Vgl. Dahlheim, S. 51 ff.

[47] Anm. d. Verf.: Diese wird aus Gründen der didaktischen Reduktion nicht eingehender in der Stationenarbeit vertieft.

[48] Vgl. Dahlheim, S. 47-48.

[49] Vgl. ebd. S. 58 ff.

[50] Vgl. Schönemann, S. 16.

Details

Seiten
51
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640992102
ISBN (Buch)
9783640992089
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v176869
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,0
Schlagworte
Unterrichtsentwurf Stundenentwurf Unterrichtsreihe Griechen Stationenlernen Stationsarbeit

Autor

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Titel: Das Unterrichtsthema „Antike Lebenswelten – Die griechischen Poleis“ und die Methode des Stationenlernens