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Ausfüllen eines Dauerauftrages (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau)

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2011 20 Seiten

AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung

Leseprobe

Inhalt

I. Rahmenbedingungen
1. Adressat
2. Ort
3. Zeitpunkt
4. Dauer

II. Didaktische Analyse
1. Thema
2. Lernziele
3. Schlüsselkompetenzen
4. Einzelne Lernschritte

III. Methodische Analyse
1. Methodische Festlegung
2. Medieneinsatz

IV. Ablaufplan der Unterweisung

V. Lernerfolgskontrolle

VI. Anlagen

Literaturverzeichnis

I. Rahmenbedingungen

1. Adressat

Bei der Adressatenanalyse handelt es sich um die Feststellung der Lernvoraussetzungen der Zielgruppe.[1] Es wird dabei zuerst der Ist-Stand festgestellt wie z.B. die Qualifikation, die Motivation und das Potenzial des Auszubildenden. Vorliegend findet die Unterweisung mit einem Auszubildenden statt. Daher beschränkt sich die Zielgruppe auf eine Person, die nun nachfolgend kurz untersucht wird.

Name: Stefan Müller

Alter: 20 Jahre

Geschlecht: Männlich

Ausbildungsberuf: Bankkaufmann

Ausbildungsstand: Erstes Ausbildungshalbjahr

Vorbildung: Allgemeine Hochschulreife mit gutem Ergebnis

Fachliche Kenntnisse: Der theoretische Unterricht in der Berufsschule zu dem Thema nationaler Zahlungsverkehr wurde im Berichtsheft dokumentiert.

Durch diese Kenntnisse sind dem Auszubildenden die einzelnen Bestandteile eines Dauerauftrages bereits bekannt.

Eine vorangegangene Unterweisung hatte das Ausfüllen eines Überweisungsformulars zum Thema. Außerdem hat der Auszubildende bereits praktische Erfahrungen in Kundengesprächen am Schalter gesammelt. Insbesondere hat er bereits mehrere Kundengespräche mit Kollegen zum Dauerauftrag-Verfahren verfolgt und das Ausfüllen eines Formulars beobachtet.

Leistungsfähigkeit: Hr. Müller zeigt sich rhetorisch und sprachlich geschickt. Die Kunden schätzen ihn als einen freundlichen Mitarbeiter. Er ist fähig sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und aufgenommene Informationen zu behalten. Hr. Müller zeichnet sich vor allem durch seine gute und schnelle Auffassungsgabe aus.

Motivation: Hr. Müller hat bisher großes Interesse an den Ausbildungsinhalten gezeigt und ist gegenüber Kunden und Vorgesetzten sehr aufgeschlossen. Dies zeigt sich durch sein aktives und konstruktives Fragen. Er erhofft sich durch die Unterweisung mehr Souveränität im Alltag.

2. Ort

Die Wahl des Ausbildungsortes soll gewährleisten, dass das Unterweisungsgespräch ansprechend gestaltet und nicht unterbrochen wird. Insofern wird ein vom Kundenschalter etwas abgesetztes Beratungszimmer gewählt. In Abstimmung mit einem Kollegen wird das Telefon auf diesen umgestellt. Das Beratungszimmer ist angenehm temperiert und mit ergonomisch geformten Stühlen ausgestattet, was ein gutes Arbeiten im Sitzen ermöglicht. Der Raum wird durch ein großes Fenster mit Tageslicht beleuchtet. Die entsprechenden Formulare für einen Dauerauftrag liegen in ausreichender Anzahl griffbereit auf dem Schreibtisch. Neben dem Schreibtisch ist ein Flipchart aufgebaut.

3. Zeitpunkt

Die Unterweisung findet im ersten Ausbildungshalbjahr statt. In einer vorangegangene Unterweisung wurde dem Auszubildenden das Formular einer Inlandsüberweisung und dessen ordnungsgemäße Beschriftung erläutert. Diese bereits erlernte Fertigkeit beherrscht Hr. Müller sehr gut. Die vorangegangene Unterweisung eignet sich wegen dem engen thematischen Bezug gut für das heutige Ausbildungsthema.

Für die Unterweisung wird an einem Donnerstag ein fester Termin für den darauffolgenden Dienstag um 09:15 Uhr vereinbart. Die Terminplanung ermöglicht die mentale Vorbereitung sowohl des Auszubildenden als auch des Ausbilders. Es wird ein Dienstag gewählt, weil der Einstieg in die Arbeitswoche bereits stattgefunden hat. Die Gedanken konzentrieren sich nicht auf das Wochenende oder die Aufgaben, die eventuell letzte Woche nicht erledigt werden konnten. Als Zeitpunkt für die Unterweisung wird 09:15 Uhr vereinbart. Dieser befindet sich zwischen 8 und 10 Uhr in der Phase, in der vormittags das Maximum der physiologisch bedingten Leistungsfähigkeit erreicht wird.[2] Dort ist die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit sehr hoch und die täglichen Routinearbeiten dürften bereits erledigt sein. Ferner deckt diese Zeitspanne die gesamte Dauer der geplanten Unterweisung ab und lässt neben den geplanten Unterweisungspunkten Freiraum für Ergänzungen und weitere offene Fragen.

Bereits im Vorfeld wurde mit den anderen Service-Kräften vereinbart, dass der Auszubildende den nächsten Dauerauftrag am Schalter für einen Kunden ausfüllt. So wird gewährleistet, dass das Erlernte wiederholt wird und die erlangten Kenntnisse zeitnah gefestigt werden.

4. Dauer

Die Unterweisung hat einen veranschlagten Zeitraum von ungefähr 15 Minuten. Damit soll erreicht werden, dass auf Grund der kurzen Dauer die Konzentrationsfähigkeit erhalten bleibt und Hr. Müller trotz der kurzen Dauer die Informationen verinnerlichen kann.

II. Didaktische Analyse

1. Thema

Hr. Müller soll als Auszubildender gemäß Ausbildungsrahmenplan in einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten Fertigkeiten und Kenntnisse über den nationalen Zahlungsverkehr (§ 3 Nr. 3.2) erhalten. Dies ist laut Ausbildungsverordnung (BankKfm/KfrAusbV) für das erste Ausbildungsjahr vorgesehen.

Der nationale Zahlungsverkehr umfasst laut Ausbildungsrahmenplan

-beim Barzahlungsverkehr unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften und der

Organisation des ausbildenden Unternehmens mitwirken,

-rechtliche Bestimmungen und vertragliche Vereinbarungen bei der Abwicklung des

Zahlungsverkehrs anwenden,

-Kunden über kartenbezogene Dienstleistungen beraten sowie Zahlungs- und

Kreditkarten anbieten,

-Produkte des ausbildenden Unternehmens im Rahmen des Elektronic-Banking

darstellen

und die Groblernziele der Unterweisung

-Kunden bei der Wahl der Zahlungsart beraten (§ 3 Nr. 3.2 a)),
-die Bearbeitung von Zahlungsverkehrsaufträgen an Beispielen

erläutern (§ 3 Nr. 3.2 c)).

Es erfolgt demgemäß eine Zuordnung des Themas im Ausbildungsrahmenplan. Weiterhin tangiert es partiell weiter gefasste Ausbildungspunkte, wie z.B. den Datenschutz. Das Unterweisungsthema wurde ebenso durch die Kulturministerkonferenz im Lernfeld 2: „Konten führen“ aufgegriffen, dort ist der Dauerauftrag unter Punkt „Zahlungen mit Überweisungen, Schecks, Lastschriften und Karten im Überblick“ einzuordnen.

Der betriebliche Ausbildungsplan wurde gem. § 5 BankKfm/KfrAusbV nach den sachlichen und zeitlichen Vorgaben des Ausbildungsrahmenplanes erstellt. Zur Vermittlung der oben angegebenen Kenntnisse wird der Auszubildende bereits seit mehreren Wochen in einer Zweigstelle des Kreditinstitutes eingesetzt. Parallel dazu werden theoretische Kenntnisse in der Berufsschule an zwei Wochentagen vermittelt. Ferner hat Hr. Müller an einem dreitätigen Einführungsseminar des Kreditinstitutes teilgenommen, das u.a. die Formulare Überweisung, Scheck, Lastschrift und Dauerauftrag vorstellte.

Das ausgesuchte Themengebiet für die Unterweisung ist im alltäglichen Kundenkontakt ein ständiges Gesprächsthema. Durch die Unterweisung gewinnt der Auszubildende an Souveränität bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen und Beantwortung von Kundenanfragen. Ferner bietet es dem Auszubildenden die Möglichkeit seine Fachkompetenz unter Beweis zu stellen und erleichtert den Einstieg in folgende Kundengespräche. Er kann ferner zeigen, dass er sensibel mit Kundendaten umgeht und die Richtlinien des Datenschutzes beachtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Lernziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Schlüsselkompetenzen

Die OECD definiert Schlüsselkompetenzen als Kompetenzen oder auch Qualifikationen, die zum Erreichen wertvoller Ergebnisse beitragen, indem sie Menschen dabei helfen, wichtige Anforderungen unter unterschiedlichen Bedingungen zu erfüllen.[3] Schlüsselkompetenzen sind diejenigen Kompetenzen, die alle Menschen für ihre persönliche Entfaltung, soziale Integration, Bürgersinn und Beschäftigung benötigen.[4] Schlüsselqualifikationen, die mit der Unterweisung umgesetzt werden sollen sind insbesondere

- Konzentrationsfähigkeit,
- Sorgfalt,
- Genauigkeit,
- Leistungsbereitschaft,
- Engagement,
- Ausdauer,
- Selbstständigkeit,
- Logisches Denken,
- Systematisches Vorgehen.

4. Einzelne Lernschritte

Siehe Gliederungspunkt IV (Seite 9).

III. Methodische Analyse

1. Methodische Festlegung

Bei dieser Unterweisung wurde die Vier-Stufen-Methode in modifizierter Form angewandt. Diese basiert auf der in den USA entwickelten Programms des "Training-within-industry".[5] Die 4-Stufen-Methode eignet sich besonders zu Beginn der Ausbildung, da sie wenig Vorkenntnisse voraussetzt.

[...]


[1] (Niegemann, Dogmagk, Hessel, Hein, Hupfer, & Zobel, 2008)

[2] (Metzig & Schuster, 2006)

[3] (Kabo, 2009)

[4] (Kommission, 2006)

Details

Seiten
20
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640985777
ISBN (Buch)
9783640985760
Dateigröße
722 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v176798
Note
Schlagworte
Dauerauftrag Überweisung Unterweisung Unterweisungsentwurf Ausfüllen Kunden nationaler Zahlungsverkehr Zahlungsverkehr Bankkaufmann

Autor

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