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Übergänge in beruflichen Laufbahnen in der Hotellerie

Wissenschaftlicher Aufsatz 2011 16 Seiten

Touristik / Tourismus

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung

2 Übergänge in beruflichen Laufbahnen in der Hotellerie
2.1 DerWeg von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Ausbildung
2.2 Von der Berufsausbildung in die Berufstätigkeit
2.3 Die Frage nach dem MUSS einer akademischen Ausbildung für die Hotellerie
2.4 Der Karriereweg sowie Übergänge auf nationaler und internationaler Ebene
2.5Trends
2.5.1 Abiturvs. Mittelschulabschluss
2.5.2 Praktika im Studium vs. Facharbeiter
2.5.3 Frage der Praxis: Vertiefungsrichtungen im Studium vs. Berufsausbildungen

3 Fazit und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die am stärksten besetzten Berufe an Berufsfachschulen gemäß BBiG/HwO im Schuljahr 2008/09

Abbildung 2: Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse im Gastgewerbe in den Jahren

Abbildung 3: Die prognostizierte Anzahl von Absolventen nach Schulabschluss für 2010 und 2020 (in 1000)

Vorwort

Der Beitrag stellt die Übergänge in beruflichen Laufbahnen in der Hotellerie auf der Mesoebene dar. Dabei werden signifikante Übergänge thematisiert. Diese werden von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Ausbildung, von der Berufsausbildung in die Berufstätigkeit, von akademischen Ausbildungen in ein Unternehmen mit dem Ziel einer höheren Karrierestation sowie mit Übergängen auf beruflicher internationaler Ebene vorgestellt. Die Hotellerie und Gastronomie weist zudem einen leichten Trend eines akademischen Anspruches auf. Dennoch ist die Zahl der Fachkräfte mit einer Berufsaus­bildung um ein Vielfaches höher.

Was sind die Gründe, dass Quereinsteiger mit einem akademischen Hintergrund den Weg in die Hotellerie und Gastronomie weniger suchen? Was sind Vorteile einer fachlich fundierten Berufsausbildung? Der Autor thematisiert schwerpunktmäßig die Übergänge auf der Basis seiner praktischen Erfahrungen in der Hotellerie/Tourismus, als ehemaliger Lehrer an einer staatlichen Schule für Gastgewerbe und seines Weges in die eigene akademische Laufbahn.

1 Einleitung

Berufliche Laufbahnen in der Hotellerie und Gastronomie erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Hintergrund ist der Tourismus, der beide Dienstleistungssektoren einschließt und einer der größten Wirtschaftsfaktoren weltweit ist. Der Tourismus kurbelt die Wirtschaft an, schafft Arbeitsplätze und gibt beruflichen Laufbahnen eine Chance, sich zu entwickeln. Es gilt zudem daraufzu verweisen, dass der Tourismus nicht nur für den Wettbewerb innerhalb von Regionen oder Ländern ein Treiber ist. Tourismus bietet weltweit Chancen. Regionen, Naturgebiete und Sehenswürdigkeiten vervielfachen sich. Neues und Unbekanntes, aber auch touristisch Interessantes entsteht. Architektonische Möglichkeiten lassen neue Sehenswürdigkeiten ans Licht kommen. Neue touristische Ideen entstehen. An zukunftsorientierten Beispielen wie dem Unterwasser- und Weltraumtourismus lassen sich die Inhalte ableiten. Das alles impliziert eine entscheidende Komponente: dass berufliche Laufbahnen in der Hotellerie und Gastronomie an genau diesen Orten benötigt werden. Stringenter formuliert kann man sagen, dort wo Tourismus angeboten oder neu konzipiert wird, dort benötigt man Mitarbeiter.

Die folgenden Kapitel sollen inhaltliche Auszüge aus der Praxis geben.

2 Übergänge in beruflichen Laufbahnen in der Hotellerie

2.1 Der Weg von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Ausbildung

Das Interesse an einem Beruf in der Hotellerie oder Gastronomie beruht stets auf dem Wunsch, eine Dienstleistung erbringen zu wollen. Der Weg hinführend zu einer Ausbildung in diesem Dienstleistungssektor kann bereits sehr zeitig beginnen. Vor einem eventuellen Ausbildungsbeginn in der Schulzeit stehen der Ferienjob oder das schulische Praktikum für einen Einblick zur Verfügung. Des Weiteren bieten sich Messen (KarriereStart etc.) oder Tage der offenen Tür der Ausbildungsbetriebe an, sich ein Bild zu verschaffen. Ist daraufhin ein Interesse an einem Ausbildungsberuf vorhanden, so beginnt der Prozess der Bewerbung. Vorab sollte man sich aber bewusst sein, welche Fähigkeiten man für einen Beruf mitbringen muss. Von entscheidender Relevanz ist dabei der unabdingbare Wille, eine Dienstleistung für jemanden erbringen zu wollen. Sehr gute Umgangsformen, Werte wie Anstand und Respekt, Zuvorkommenheit und Freundlichkeit sind entscheidend. Schulische Kenntnisse beruhen zumeist auf den Fächern Deutsch und Mathematik. Dies ist u. a. begründet durch die kommenden Korrespondenzen, die bspw. bei Reservierungs- bestätigungen im Hotel, im Controlling oder Frontoffice anfallen sowie am Beispiel Mathematik im Tagesgeschäft im Restaurant, wo Rechengrundlagen zweifelsfrei gefordert sind. Die Bewerbungsverfahren verlaufen zumeist in Form einer Bewerbung mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Sehr gern werden auch Einladungen zum Assessment­Center sowie zu Arbeitsproben versandt. Dabei verschaffen sich die Unternehmen einen persönlichen Eindruck vor Ort, inwiefern der künftige Auszubildende für das Unternehmen in dem jeweiligen Beruf geeignet ist.

Um die Berufe in der Hotellerie und Gastronomie einordnen zu können, kann mithilfe von Abbildung 1 eine Einteilung vorgenommen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundesinstitut fürBerufsbildung

Abbildung 1 zeigt die Berufe an den Berufsfachschulen nach Namen quantitativ auf.

Dem zugrunde liegt der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010 vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Der Erhebungszeitraum erstreckt sich über das Schuljahr 2008/2009. Expliziter Untersuchungsgegenstand waren die Berufe an Berufsfachschulen außerhalb der BBiG/HwO. Die jeweiligen Abkürzungen stehen für das Berufsbildungsgesetz [BBiG] sowie für die Handwerksordnung [HwO]. Der Untersuchungsgegenstand bezog sich auf die Makroregion Deutschland. Der Herkunftsverweis sowie die Veröffentlichung der Inhalte beziehen sich auf den Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010, mit der Veröffentlichung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung.

Abgerundet wird der Weg von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Bildung nicht nur mit dem Zuschlag für ein Ausbildungsverhältnis. Vielmehr entscheidet die Probezeit beiderseitig für den Auszubildenden sowie Ausbildungsbetrieb darüber, inwiefern man für eine kommende feste Anstellung geeignet ist. Die Probezeit ist von Bedeutung. Die Hotellerie und Gastronomie erfahren eine gewisse Anzahl an Abbrüchen in der Probezeit. Für die Jugendlichen spielen dabei folgende Faktoren eine entscheidende Rolle (Beispiele):

- Arbeit an Feiertagen
- Arbeit an Wochenenden
- Arbeit innerhalb der Sperrzeiten (bspw. nach 22.00 Uhr), aber über die normale Arbeitszeit (bspw. über 18.00 Uhr) hinaus
- Eine relativ schlechte Entlohnung während des Ausbildungsverhältnisses im Vergleich zu anderen Berufen (vgl. Abbildung 1)
- Das Wissen um „die anderen persönlichen Vorstellungen“ zum Beruf.

Ist die Probezeit bestanden, so ist das Ausbildungsverhältnis von Bestand. Der Ausbildungsbetrieb in der Hotellerie und Gastronomie erweist sich zumeist als ein boden- ständiger fairer Partner, der um das Wissen und die Arbeitskraft der eigenen Auszubildenden, auch mit Blick nach vorn nach der Ausbildung des Einzelnen, weiß.

2.2 Von der Berufsausbildung in die Berufstätigkeit

Nachdem der Weg in die Hotellerie und Gastronomie mit dem Beginn der Berufsausbildung sowie dem Verbleib im Unternehmen nach der Probezeit geebnet wurde, findet die Ausbildung innerhalb von 3 Jahren statt. Unter besonderen Voraussetzungen und sehr guten Leistungen des Auszubildenden kann die Lehre nach Rücksprache mit dem Ausbildungs- betrieb und der Berufsschule auf 2,5 Jahre verkürzt werden.

Abbildung 2 zeigt die Möglichkeiten der zu erlernenden Berufe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640976850
ISBN (Buch)
9783640976744
Dateigröße
2.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v176325
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
Schlagworte
übergänge laufbahnen hotellerie

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