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Enterprise SOA und Composite Applications

Erläuterung, Nutzen und Anwendungsszenarien

Bachelorarbeit 2008 72 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Themenvorstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau

2 IT-Architekturen in Unternehmen
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Traditionelle Architekturen
2.2.1 Monolithische Anwendungen
2.2.2 Zweischichtige Architektur
2.2.3 Dreischichtige Architektur
2.2.4 Nachteile traditioneller Ansätze
2.3 Herausforderung für die IT
2.3.1 Einflussfaktoren aus der Unternehmensumwelt
2.3.2 Anforderungen an eine neue IT-Architektur
2.3.3 Serviceorientierung als neuer Ansatz

3 Die betriebswirtschaftliche IT-Architektur
3.1 Serviceorientierte Architekturen (SOA)
3.1.1 Begriffliche Einordnung
3.1.2 Der Nutzen einer SOA
3.1.3 Prinzipien der Serviceorientierung
3.1.4 Technischer Aufbau einer SOA
3.1.4.1 Bestandteile
3.1.4.2 Rollenverteilung
3.1.4.3 Webservice-Architektur
3.1.5 SOA-Reifegrade
3.2 Enterprise SOA
3.2.1 SOA vs. Enterprise SOA
3.2.2 Enterprise Services
3.2.3 Enterprise SOA im Geschäftsmodell
3.3 Plattform für Enterprise SOA: SAP NetWeaver
3.3.1 Produktzyklus SAP ERP
3.3.2 Integrationsebenen von SAP NetWeaver
3.3.2.1 Applikationsplattform
3.3.2.2 Integration von Prozessen
3.3.2.3 Integration von Informationen
3.3.2.4 Integration von Menschen
3.3.2.5 Life-Cycle-Management
3.3.2.6 Composite Application Framework
3.3.3 SAP NetWeaver als All-in-One-Lösung

4 Die neue Anwendungsform: Composite Applications
4.1 Begriffliche Einordnung
4.2 Technologische Eigenschaften
4.3 Architektur von Composite Applications
4.3.1 Geschäftsobjekt- und Service-Schicht
4.3.1.1 Lokale- / Remote - Geschäftsobjekte
4.3.1.2 Lokale / Entfernte - Services
4.3.2 User Interface-Schicht
4.3.3 Prozessschicht
4.3.4 Portalschicht
4.4 Spezifikation von Composite Applications
4.5 Optimierungspotentiale
4.5.1 Allgemeine Optimierungsaspekte
4.5.2 Anwendungsszenarien
4.6 SAP NetWeaver Composition Environment als Plattform

5 Machbarkeitsstudie bei der Energie AG
5.1 Szenariobeschreibung
5.2 Ausgangssituation
5.3 Lösungsvorschlag
5.4 Optimierungspotentiale der Lösung
5.5 Durchführungsansatz

6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhangverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Themenvorstellung

Unternehmen benötigen in der heutigen Zeit eine IT-Architektur, die sie in jeder Marktsituation und bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützt. Gleichzeitig muss eine Lösung wirtschaftlich sein und Innovationen ermöglichen. Bisher wurden für jede Problemstellung eigene Entwicklungen gestartet oder nach wirtschaftlichen Aspekten hinzugekauft. Daher besteht die derzeitige Systemlandschaft in den Unternehmen aus verschiedenen Systemen und Anwendungen. In einer Zeit wo prozessbedingt immer mehr Daten aus unterschiedlichen Systemen und Anwendungen verknüpft werden müssen (Integration), stellt die gegenwärtige Situation eine besonders große Herausforderung für die IT dar.

Eine neue IT-Architektur vom Marktführer SAP[1] verspricht mehr Flexibilität bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Dieser neue Ansatz nennt sich Enterprise SOA und ermöglicht die Integration von Geschäftsprozessen über System- und Unternehmens-grenzen hinweg. Zudem wird die Implementierung von neuen Prozessen basierend auf vorhandenen Softwarekomponenten unterstützt. Derartige Anwendungen nennen sich Composite Applications.

1.2 Zielsetzung

Das Ziel dieser Arbeit setzt sich aus zwei Bereichen zusammen. Als erstes soll eine ausführliche Einführung in die Thematik geliefert werden mit dem Ziel, das Konzept und die Idee hinter SOA sowie Enterprise SOA zu vermitteln. Darauf aufbauend soll das Ziel verfolgt werden, die auf Enterprise SOA basierenden Composite Applications im Hinblick auf deren Nutzen und technologischem Aufbau zu untersuchen. Durch Anwendungsszenarien und einer Machbarkeitsstudie sollen zudem konkrete Beispiele für die Anwendbarkeit von Enterprise SOA in Verbindung mit Composite Applications aufgezeigt werden.

1.3 Aufbau

Als Einstieg beginnt Kapitel 2 mit der historischen Entwicklung der Informations-technologie (IT) in Unternehmen. Hier wird der zunehmende Integrationsbedarf im zeitlichen Verlauf dargestellt. Im darauf folgenden Abschnitt werden traditionelle Architekturen im Hinblick ihrer historischen Entwicklung beschrieben und deren Nachteile erläutert. Anschließend werden Einflussfaktoren aus der Unternehmens-umwelt dargestellt, woraus sich zusammen mit den Nachteilen traditioneller

IT-Architekturen, die Anforderungen an eine neue IT-Architektur ergeben.

Kapitel 3 geht ausführlich auf serviceorientierte Architekturen (SOA) ein. Beginnend mit der begrifflichen Einordnung und dem Nutzen von SOA werden hier die Prinzipien der Serviceorientierung, der technologische Aufbau und die sog. SOA-Reifegrade beschrieben. Der nächste Abschnitt befasst sich mit dem serviceorientierten Ansatz von SAP. Hier werden Enterprise SOA und der bereits dargestellte SOA-Ansatz verglichen und abschließend die Besonderheiten der Enterprise-Lösung im Einzelnen dargestellt. Die Plattform SAP NetWeaver, die Enterprise SOA ermöglicht, wird im letzten Abschnitt vorgestellt. Nach einer kurzen Beschreibung der historischen Entwicklung der SAP Systeme wird SAP NetWeaver ausführlich beschrieben.

Nachdem in den vorherigen Kapiteln ein Grundverständnis über die Notwendigkeit einer neuen Architektur, die serviceorientierten Ansätze und deren technischen Konzepte vermittelt wurde, beschreibt Kapitel 4 ausführlich den neuen Ansatz von SAP zur Entwicklung von Composite Applications. Beginnend mit der begrifflichen Einordnung werden zunächst die technologischen Eigenschaften erläutert, der strukturelle Aufbau aus Entwicklersicht ausführlich beschrieben und der Spezifikationsprozess von Composite Applications dargestellt. Der darauf folgende Abschnitt befasst sich mit den Optimierungspotentialen. Diese werden zunächst aus allgemeiner Sicht und anschließend anhand von konkreten Anwendungsszenarien beschrieben. Das Kapitel schließt dann mit der erforderlichen Plattform als Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für Composite Applications ab, der sog. SAP NetWeaver Composition Environment (CE).

Kapitel 5 beschreibt eine Machbarkeitsstudie bei einem Energieversorger (Energie AG), bei dem durch den Einsatz von Composite Applications und der SAP NetWeaver CE Plattform, Optimierungen erzielt werden sollen. Zunächst wird die gegenwärtige Situation auf dem Energiemarkt und bei der Energie AG geschildert. Im Anschluss wird auf die Problemstellung eingegangen und die Ausgangssituation analysiert. Die folgenden Punkte geben Auskunft über die Herkunft der Lösung und über dessen Optimierungspotentiale. Abschließend wird im Überblick der Durchführungsansatz erwähnt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit wurde die geplante Machbarkeitsstudie nicht durchgeführt, daher wird aufgrund fehlender Daten das Thema hier nur theoretisch behandelt.

In Kapitel 6 wird zu guter Letzt eine Zusammenfassung mit anschließendem Ausblick zur künftigen Entwicklung von SOA, Enterprise SOA und Composite Applications geliefert.

2 IT-Architekturen in Unternehmen

2.1 Historische Entwicklung

Die IT-Landschaft der Unternehmen wurde in den 50er und 60er Jahren durch Großrechner und den darauf laufenden monolithischen Anwendungen[2] dominiert. Da nur wenige betriebliche Abläufe durch die IT unterstützt wurden, bestand kein Bedarf diese so genannten Insellösungen[3] zu integrieren. Mit der zunehmenden Automatisierung betrieblicher Aufgaben durch Anwendungssysteme wuchs auch der Integrationsbedarf. Anfang der 70er wuchs die Notwendigkeit, Anwendungen beispielsweise in den Bereichen Materialwirtschaft, Personal und der Finanzbuch-haltung zu integrieren. In den folgenden Jahren wurden die Überlegungen weiter-geführt und Konzepte zur Integration entwickelt, um den losen Verbund der Insel-lösungen zusammenzuführen. Einer der ersten Ansätze war das Kölner Integrations-modell von Grochla[4]. Es stellt für den Produktionsvertrieb die Aufgaben der Informationsverarbeitung sowie die zwischen den Aufgabenbereichen anfallenden Datenströme dar.

In den 80er Jahren ermöglichten kleinere, offene Systemplattformen eine zunehmende Dezentralisierung der Informationsverarbeitung und die Vernetzung von Arbeitsplätzen. Auf dieser technologischen Basis konnte insbesondere das Konzept des CIM[5] an Popularität gewinnen. Noch stärker geschäftsprozessorientiert war das Konzept des MRP II[6], welches bereits 1984 eine Integration der Produktionsplanung mit einer vorgelagerten Absatzplanung forderte[7]. Beide Konzepte sollten dennoch zu Beginn der 90er Jahre in die Entwicklung sog. Enterprise Ressource Planning (ERP[8] )-Systeme einfließen. Durch das Aufkommen dieser umfassend integrierten Standardsoftware[9] konnte die Integrationsproblematik in den Unternehmen besser gelöst werden[10].

Allerdings erwies sich die Erwartung der Ablösung der Altsysteme durch ERP-Systeme als verfrüht. Oft bilden sie nicht die gesamte benötigte Funktionalität ab. Außerdem zeigt sich in der Praxis, dass Unternehmen ihre Altanwendungen aufgrund der Komplexität und Bedeutung für das Geschäft (Wettbewerbsvorteile) nicht betriebs-wirtschaftlich sinnvoll durch ERP-Systeme ablösen können[11]. Darüber hinaus verfolgen Unternehmen häufig einen so genannten Best-of-Breed-Ansatz, der vorsieht, dass für einzelne Anwendungen jeweils das beste am Markt verfügbare Produkt erworben wird. Aufgrund beider Aspekte kommt in Unternehmen eine Kombination von Altsystemen, Standardsoftware-Lösungen und neu entwickelten Spezialanwendungen zum Einsatz. Das Ergebnis in der betrieblichen Praxis ist der Bedarf zur Integration der Standardsoftware mit vorhandenen Anwendungen verschiedenster Art[12].

Neben der innerbetrieblichen Integration von Anwendungssystemen ist seit Ende der 70er Jahre auch die überbetriebliche Integration von Bedeutung. Dabei gilt es neben der automatischen Datenübernahme auch weitere Verarbeitungsschritte anzustoßen[13]. Neben einer Erhöhung der Produktivität durch eine Automatisierung der Kommunikationsbeziehungen verspricht man sich insbesondere eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen. In der Anfangszeit handelte es sich

meist um einen wechselseitigen Austausch von Daten auf der Grundlage

von Datenträgern und bestimmten Formaten. Diese Formate wurden im Rahmen des EDI[14] um semantische und branchenspezifische Standards (S.W.I.F.T.[15],

ODETTE[16], RosettaNet[17] ) ergänzt. Während diese Standards auch heute noch eingesetzt werden, gewinnen internetbasierte Nachrichtenformate immer mehr an Bedeutung[18].

Seit etwa Mitte der 90er Jahre besteht durch die verstärkte Verbreitung internet-basierter Anwendungen zusätzlicher Integrationsbedarf. Dabei stellen neue Kundenerwartungen und steigender Wettbewerbsdruck auch neue Anforderungen an die Integration[19]. Heute laufen immer mehr geschäftliche Transaktionen als Web-Anwendungen ab, die das Kunden-Frontend mit den Backend-Systemen[20] des Unternehmens verbinden. Dabei werden die Ziele verfolgt, dass die Kunden standardisierte Oberflächen erhalten und Prozesse teilweise oder auch vollständig automatisiert werden. Beispielsweise verläuft eine Buchbestellung über das Internet bei Amazon.com[21] weitgehend automatisch ab. Zunächst sucht der Kunde über die Bedieneroberfläche nach seinem Wunschbuch. Das gefundene Buch wird in den Warenkorb gelegt und anschließend bestellt. Unternehmensintern werden die Bestelldaten automatisch in die Backend-Systeme eingespielt. Lediglich in Einzelfällen müssen Mitarbeiter eingreifen und Änderungen vornehmen. Durch diese Art von Automatisierung kann das Unternehmen immer mehr Kunden beliefern und seinen Gewinn immer weiter ausbauen. Zudem bietet ihm diese Fähigkeit einen erheblichen Vorsprung gegenüber seinen Wettbewerbern an. In diesem Zusammenhang existiert der Begriff "E-Fullfillment"[22]. Er beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, geschäftliche Transaktionen, die über Web-Anwendungen am Kunden-Frontend ausgelöst wurden, durch die nahtlose unternehmensinterne Integration mit den Backend-Systemen durchgängig ausführen zu können.

Heute und in naher Zukunft steht für Unternehmen die zunehmende Verwendung betriebswirtschaftlicher Softwarekomponenten im Vordergrund. Ziel dieser Komponententechnik ist es, durch die anwendungsübergreifende Wiederverwendung von Systemkomponenten Anwendungssysteme dynamisch zusammensetzen zu können[23]. Die technischen Hilfsmittel hierfür stehen schon länger zur Verfügung. Bereits in den 80er Jahren entwickelte Sun Microsystems[24] die RPCs[25], die es erlaubten, auf ein entferntes System laufende Prozeduren aufzurufen. Dem schloss sich ein Entwicklungsschritt in Richtung verteilter Objekt-Technologien[26] an, mit der Schlüsseltechnologie CORBA[27] der OMG[28] und COM[29] von Microsoft[30]. Diese Technologien stellen die technischen Mittel bereit, um über Systemgrenzen hinweg Objekte anzusprechen. Mit dem Aufkommen der Java-Technologien[31] (J2EE[32], um 1998) sowie Microsofts COM(+)/DCOM[33] (1996) wurde das Komponenten-Konzept populär. Die technische Umsetzung des Softwarekomponenten-Konzepts deutet vielmehr in Richtung einer fließenden Erweiterung hin zu einer Integrations-technologie, die auf den bestehenden Standards basiert und diese unter einem Dach zusammenführt. Dieses Konzept wird auch als Serviceorientierte Architektur (SOA) bezeichnet[34].

2.2 Traditionelle Architekturen

Im Folgenden wird die Entwicklung von Geschäftsanwendungen, beginnend mit dem Mainframe-Zeitalter bis zum heutigen Tag aus der Sicht der Architekturen dargestellt.

2.2.1 Monolithische Anwendungen

Wie bereits in Kapitel 2.1 aufgeführt, wurden die ersten Computeranwendungen auf Mainframe-Computern[35] erstellt und waren monolithisch[36] aufgebaut. In der Darstellung 1 ist zu sehen, dass eine umfangreiche Anwendung allein für die Benutzerschnittstelle, den Anwendungscode (Monolithische Anwendung) und für den Zugriff auf die gespeicherten Daten zuständig war[37].

Monolithische Anwendungen erfüllen nur die Aufgaben, für die sie entwickelt wurden und können nur recht schwierig an Veränderungen angepasst werden. Die verschiedenen Ebenen der Anwendung sind miteinander eng verknüpft. Eine kleine Veränderung in einer Ebene kann dazu führen, dass die gesamte Anwendung nicht länger funktioniert.

2.2.2 Zweischichtige Architektur

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: Das Innenleben der ESA, s. 32

Mit der Weiterentwicklung der IT-Architekturen wurde die Datenbank von der monolithischen Anwendung gelöst und eine aus zwei Schichten bestehende Anwendung geschaffen (illustriert in Darstellung 2)[38]. Die Benutzerstelle und der Anwendungscode blieben jedoch verknüpft. Durch diese Struktur konnten nun auch andere Datenbankprogramme genutzt werden, die separat angeboten wurden. Außerdem konnten Anwendungen nach dem Client-Server-Prinzip[39] entwickelt werden.

2.2.3 Dreischichtige Architektur

In den späten 80ern und frühen 90ern kamen aus drei Schichten bestehende Anwendungen auf den Markt. Wie in der Darstellung 3 illustriert, wurde bei diesem Modell die Benutzerschnittstelle vom Monolithen getrennt. Somit konnte nun jede der Schichten auf getrennten Systemen laufen, was erhebliche Vorteile in der Performance und Daten-sicherheit mit sich brachte[40].

In vielen Unternehmen besteht noch die Gesamtarchitektur aus einer Sammlung von dreischichtigen Anwendungen (illustriert in Darstellung 4), beispielsweise aus einem CRM[41] -, ERP- und SCM[42] -System. Eine Integration, die die Kommunikation zwischen ihnen ermöglicht, ist komplex und kostenintensiv[43].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch die Verwendung von Portalen[44] oder APIs[45] wurden jedoch bereits Fortschritte bei der Wiederverwendung von Teilen der Anwendungen erzielt. Auch wenn Portale weitestgehend nur auf einen Bruchteil der systemübergreifenden Anwendungen zugreifen und APIs die kostspielige Integration ermöglichen[46].

2.2.4 Nachteile traditioneller Ansätze

In [SOA - Entwurfsprinzipien für serviceorientierte Architektur] werden folgende Auswirkungen von traditionellen Architekturen auf das Unternehmen genannt[47].

- Traditionelle Ansätze verschwenden Ressourcen
Solche Anwendungen haben eine große Menge redundanter Funktionalitäten und erfordern somit auch redundante Anstrengungen und Kosten.
- Traditionelle Ansätze sind nicht so effizient, wie sie erscheinen
Mit der Entwicklung einer neuen Anwendung oder Erweiterung bestehender Anwendung um Funktionalitäten, wurde das Rad immer wieder neu erfunden. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit existierten dessen Bestandteile bereits an anderer Stelle.
- Traditionelle Ansätze blähen Unternehmen auf

Jede neue oder erweiterte Anwendung wird dem Bestand der vorhandenen

IT Umgebung hinzugefügt. Der ständig wachsende Aufwand für Hosting, Wartung und Administration der Software kann das Budget, die Ressourcen und die Größe einer IT-Abteilung aufblähen.

- Traditionelle Ansätze machen Integration zu einer Herausforderung

Anwendungen, die nur für die Automatisierung ganz bestimmter Geschäftsprozesse entwickelt wurden, sind im Allgemeinen nicht auf Interoperabilität[48] ausgelegt. Wenn später mit Anwendungen dieser Art Informationen ausgetauscht werden soll, muss eine umfangreiche Middelware[49] eingesetzt werden, um dies zu ermöglichen.

Im Ganzen wirkt sich die Nutzung von traditionellen Ansätzen nachteilig auf die Unternehmensentwicklung aus. Denn solche Ansätze machen es für das Unternehmen schwer, sich an neue Marktveränderungen oder an geänderte strategische Pläne der Unternehmensführung anzupassen. Zudem wird die Konzentration auf die eigenen Schlüsselkompetenzen erschwert, da der zunehmende Aufwand für Hosting, Wartung und Administration der Software verwaltet werden muss[50].

2.3 Herausforderung für die IT

2.3.1 Einflussfaktoren aus der Unternehmensumwelt

In der heutigen Zeit sind Unternehmen vielen Einflussfaktoren ausgesetzt, auf die sie frühzeitig reagieren müssen. Darstellung 6 illustriert wesentliche Einflussfaktoren auf Unternehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Darst. 5: Wesentliche Einflussfaktoren auf Unternehmen

Gesetzliche Auflagen

Bis vor kurzem wurden beispielsweise im Bankensektor aufgrund einer EU-weiten gesetzlichen Auflage die bestehenden IT-Systeme an die Anforderungen der neuen Kreditvergaberichtlinie Basel II[51] angepasst. Aufgrund dieser neuen Richtlinie müssen vorhandene Anwendungen teilweise oder vollständig ersetzt werden. Ein weiteres Beispiel für gesetzliche Auflagen ist im Bereich der Energieversorgung anzutreffen. Hier finden ständig neue Auflagen statt, die den CO2-Ausstoß sowie die Preisgestaltung der Energieversorger regulieren. Auch Unternehmen in anderen Branchen unterliegen branchenspezifischen oder allgemeinen gesetzlichen Auflagen. Gerade solche Auflagen müssen mit hoher Dringlichkeit in den Informationssystemen der Unternehmen umgesetzt werden, da ansonsten Strafen fällig werden und das Unternehmensimage darunter leiden kann.

Neue Märkte

Aufgrund der hohen Marktdynamik müssen sich viele Unternehmen durch neue Produkte neue Marktfelder erschließen oder ihre Geschäftsfelder erweitern, um ihre Gewinne weiter auszubauen und ihren Wettbewerbsvorsprung zu sichern. Hierzu müssen sie neben der Anpassung organisatorischer Funktionen auch Anpassungen vorhandener Anwendungen sowie der IT-Infrastruktur vornehmen, damit die Veränderung auch durch die IT unterstützt wird. Dabei spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Denn schaffen es die Konkurrenten, diese Anpassungen schneller durchzuführen, entgeht dem Unternehmen der Vorteil, beispielsweise als erster das neue Produkt einzuführen. Dadurch kann das betroffene Unternehmen gezwungen sein, die eigene Produktstrategie zu überdenken oder sich im schlimmsten Fall aus dem neuen Markt zurückziehen.

Kunden

Weitere wesentliche Einflüsse gehen von Kunden und den Lieferanten eines Unternehmens aus. Der Kunde ist mittlerweile mehr und mehr in der Lage über das Internet nach umfangreichen Produktinformationen zu recherchieren. Hierdurch verlagert sich das Kräfteverhältnis vor allem in Verhandlungen auf den Kunden. Dieser kann sich durch verschiedene Websites der Verkaufsstellen und über Online-Communities[52], die sich mit dem jeweiligen Produkt oder Leistung befassen, fundierte Argumente für eine Preisverhandlung überlegen. Außerdem ist der Kunde in der Lage, einfach über das Internet bei einem anderen Anbieter zu bestellen. Diese Aspekte erfordern, dass die Unternehmen ihre Produkte mehr an Kundenanforderungen ausrichten und Zusatzleistungen anbieten müssen, um ihr Alleinstellungsmerkmal[53] zu bewahren. Um dies zu erreichen, müssen die IT-Systeme des Unternehmens einen hohen Grad an Anpassungsfähigkeit aufweisen, um Veränderungen zügig umsetzen zu können.

Lieferanten

Die beschleunigte und automatisierte Kommunikation mit Lieferanten bringt erhebliche Verbesserungen der Performance in der Lieferkette. Beispielsweise kann im Einzelhandel der Lieferant schneller auf Bedarfsschwankungen eines Händlers reagieren und seine Losgrößen[54] optimieren. Der Händler kann dadurch seine Abverkäufe für alte Waren steigern und die Lagerkosten senken. Dieser beschriebene Ansatz wird bereits in vielen Warenhausketten eingesetzt und nennt sich VMI[55]. Wal-Mart[56] ist einer der erfolgreichsten Pioniere dieser Supply-Chain[57] Strategie. Durch VMI wird dem Lieferanten die Fähigkeit übertragen, das eigene Lager zu verwalten. So kann er sehen, wenn bestimmte Produkte schneller abverkauft werden als Andere und danach seine Lieferung ausrichten. So entstehen für beide Seiten Vorteile und natürlich auch für den Kunden. Dieser erhält stets seine Ware und muss nicht aufgrund eines fehlenden Produktes auf ein anderes Geschäft ausweichen. Diese und noch andere Supply-Chain Ansätze setzen hohe Ansprüche an die IT. In so einem Fall müssen die IT-Systeme auf beiden Seiten in einer Art und Weise zusammenarbeiten. Es müssen Schnittstellen zur Kommunikation vereinbart werden und die zu kommunizierenden Inhalte müssen festgelegt werden. Daher sind solche Ansätze mit recht hohen Investitionskosten verbunden. Sie ermöglichen jedoch Wettbewerbs-vorteile und die Senkung von Kosten.

Unternehmenstransaktionen

Aufgrund der zunehmenden Marktdynamik und der hohen Konkurrenzsituation müssen Unternehmen strategisch vorgehen, um ihr Überleben zu sichern. Hierzu zählen Unternehmensübernahmen sowie Verkäufe von Unternehmensteilen. Unternehmen wie beispielsweise Henkel[58], Proctor & Gamble[59] oder Unilever[60] sowie Andere bestehen aus vielen kleineren Unternehmen. Diese wurden in der Vergangenheit hinzugekauft, um neue Märkte zu erschließen und das Wachstum des Unternehmens voranzutreiben sowie die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Verkäufe von Unternehmensteilen sind ebenfalls strategischer Natur. Beispielsweise sucht gegenwärtig die Royal Bank of Scotland[61] einen Käufer für die Versicherungssparte. Das Unternehmen plant, den Bereich Versicherungen zu veräußern, um mit dem Erlös das neue Geschäftsfeld, entstanden durch die vor kurzem erfolgte Übernahme der ABN Amro[62], weiter auszubauen. Bei Unternehmensübernahmen sowie Verkäufen von Unternehmensteilen entsteht ein sehr hoher Aufwand, um die unterschiedlichen IT-Systeme der beteiligten Unternehmen zu konsolidieren und miteinander kommunikationsfähig zu machen. Auch hier ist es von großer Bedeitung, wie schnell solch eine Anpassung der IT-Infrastruktur erfolgt, damit sich das Unternehmen wieder auf seine eigentliche Key Kompetenz konzentrieren kann.

[...]


[1] Die SAP AG ist der größte europäische und weltweit viertgrößte Softwarehersteller. Der Hauptsitz befindet sich im badischen Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis). Tätigkeitsschwerpunkt ist die Entwicklung von Software für mittelgroße und große Unternehmen, die einen zentralen Zugriff auf wichtige Geschäftsdaten bezweckt, wie beispielsweise Kundenbestellungen, Rechnungen, Produktionsauslastung (vgl. SAP, abgerufen 24.05.2008, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/SAP).

[2] Vgl. Abschnitt 2.2.1 Monolithische Architekturen

[3] Als Insellösung werden technische Systeme bezeichnet, die nur innerhalb ihrer eigenen grenzen wirksam sind und nicht mit ähnlichen oder verwandten Systemen der Umgebung kompatibel sind (vgl. Insellösung, abgerufen 12.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Insell%C3%B6sung).

[4] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 55

[5] Computer Integrated Manifacturing (CIM) ist ein Sammelbegriff und steht für Computer integrierte Produktion (vgl. CIM, abgerufen 13.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Computer_integrated_Manufacturing).

[6] Manifacturing Ressource Planing (MRP II) von Oliver Wight ist eine Methode, um alle Ressourcen eines Produktionsunternehmens zu planen. Es stellt der Produktionsprogrammplanung weitere Planungsebenen voran. (vgl. MRP, abgerufen 19.04.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Manifacturing_Ressources_Planning)

[7] Vgl. Stahlknecht, Hasenkamp, Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 8. Aufl., Berlin 1999, S. 383

[8] ERP-Systeme sind Systeme zur Planung, Steuerung und Kontrolle von Geschäftsprozessen. Sie vereinen in sich die betrieblichen Anwendungen in Form verschiedener untereinander verbundener, transaktionsorientierter Module und speichern alle betrieblich-relevanten Daten (vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 56).

[9] Als Standardsoftware werden Softwaresysteme verstanden, die einen klar definierten Anwendungsbereich abdecken und als vorgefertigte Produkte erworben werden können (vgl. Standardsoftware, abgerufen 17.04.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Standardsoftware).

[10] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 56

[11] Vgl. Nicolescu, Funk, Entwicklerbuch SAP Exchange Infrastructure, 1. Aufl., 2006 Bonn, S. 22

[12] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 57

[13] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 60

[14] EDI steht für Electronic Data Interchange und bezeichnet als Sammelbegriff alle elektronischen Verfahren zum asynchronen und vollautomatischen Versand von strukturierten Nachrichten zwischen Anwendungssystemen verschiedener Institutionen (vgl. EDI, abgerufen 12.04.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/

Elektronischer_Datenaustausch).

[15] SWIFT ist die Abkürzung für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Es handelt sich dabei um eine 1973 gegründete, internationale Genossenschaft der Geldinstitute, die ein Telekommunikationsnetz (SWIFT-Netz) für den Nachrichtenaustausch zwischen diesen unterhält (vgl. SWIFT, abgerufen 05.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT).

[16] ODETTE steht für Organisation for Data Exchange by Tele Transmission in Europe und beschreibt einen Austauschformat zwischen Unternehmen (vgl. ODETTE, abgerufen 07.04.08, URL: http://de.wikipedia.org/

wiki/Odette_International).

[17] RosettaNet ist eine Non-Profit Organisation mit dem Ziel den elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen aus den verschiedensten Branchen zu standardisieren (vgl. RosettaNet, abgerufen 05.05.08,

URL: vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/RosettaNet).

[18] Vgl. Nicolescu, Funk, Entwicklerbuch SAP Exchange Infrastructure, 1. Aufl., 2006 Bonn, S. 22

[19] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 57

[20] Das Frontend ist näher am Benutzer (z.B. Visualisierung und Interaktion mit dem Benutzer), das Backend näher am System (Datenverarbeitung und evtl. Ausgabe). Beide Enden können voneinander zeitlich und räumlich getrennt sein (vgl. Frontend und Backend, abgerufen 05.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/

Frontend_und_Backend).

[21] Amazon.com ist ein US-amerikanisches Versandhaus, das Bücher, elektronische Bücher, CDs, DVDs, Musik, Video, Elektronik und Foto-Artikel, Software, Computer- und Videospiele, Küchen- uvm. verkauft. Nach eigenen Angaben hat Amazon die weltweit größte Auswahl als Internet-Marktführer für Bücher, CDs und Videos

(vgl. Amazon, abgerufen 05.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon.com).

[22] E-Fulfillment bezeichnet die vollständige Auftragsabwicklung, von der Bestellung via Internet über Bezahlung, Lagerung und Transport bis hin zur Auslieferung der Ware (vgl. E-Fullfillment, abgerufen 06.05.08,

URL: http://www.mittelstandswiki.de/E-Fulfillment).

[23] Vgl. Kaib, Enterprise Application Integration, 1. Aufl., Wiesbaden 2002, S. 57

[24] Sun Microsystems ist ein in Santa Clara ansässiger Hersteller von Computern und Software. Sun Microsystems gehört zu den Erfindern und Entwicklern der Internet-Technologie Java (vgl. Sun Microsystems,

abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Sun_Microsystems).

[25] Remote Procedure Call (RPC, sinngemäß Aufruf einer fernern Prozedur) beruht auf dem Client-Server-Modell und soll die gemeinsame Nutzung von Programmfunktionen über Rechnergrenzen ermöglichen (vgl. RPC,

abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Remote_Procedure_Call).

[26] Die Objektorientierung ist ein Ansatz zur Entwicklung von Software, der darauf beruht, die zu verarbeitenden Daten anhand ihrer Eigenschaften und der möglichen Operationen zu klassifizieren. Ihr liegt eine Aufteilung der zu beschreibenden Welt in Objekte und ihren Eigenschaften und Operationen zugrunde. Ergänzt wird dies durch das Konzept der Klasse, bei dem Objekte aufgrund ähnlicher Eigenschaften zusammengefasst werden

(vgl. Objektorientierung, abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Objektorientierung).

[27] Common Object Request Broker Architecture (CORBA) ist eine Spezifikation für eine objektorientierte Software, die plattformübergreifende Dienste und Protokolle definiert (vgl. CORBA, abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/CORBA).

[28] Object Management Group (OMG) ist ein 1989 gegründetes Konsortium, das sich mit der Entwicklung von Standards für die herstellerunabhängige systemübergreifende Objektorientierte Programmierung beschäftigt. Der OMG gehörten zur Gründung 11 Firmen darunter IBM, Apple und Sun an (vgl. OMG, abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Object_Management_Group).

[29] Component Object Model (COM) ist eine von Microsoft entwickelte Plattform-Technologie, um unter dem Betriebssystem Windows Interprozesskommunikation und dynamische Objekterzeugung zu ermöglichen (vgl. COM, abgerufen 06.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Component_Object_Model).

[30] Die Microsoft Corporation ist ein multinationaler und erfolgreicher Softwarehersteller. Das Unternehmen wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet. Die bekannteste Software ist die Betriebssystem-Software für PCs: Windows (vgl. Microsoft, abgerufen 06.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft).

[31] Java ist eine Programmiersprache, die von Sun Microsystems entwickelt wurde.

[32] Java Platform, Enterprise Edition abgekürzt J2EE ist die Spezifikation einer Softwarearchitektur für die transaktionsbasierte Ausführung von Java programmierten Anwendungen (vgl. J2EE, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/J2EE).

[33] Distributed Component Object Model (DCOM) ist ein von Microsoft entwickeltes objektorientiertes System, dass dazu dient die Technologie COM über ein Netzwerk kommunizieren zu lassen (vgl. DCOM, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.orh/wiki/DCOM).

[34] Vgl. Erl, SOA - Entwurfsprinzipien für serviceorientierte Architektur, 1. Aufl., München 2008, S. 22

[35] Mainframe ist die engl. Bezeichnung für Großrechner. Ein Großrechner ist ein sehr komplexes und umfangreiches Computersystem, das weit über die Kapazitäten eines Personal Computers hinausgeht (vgl. Mainframe, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Mainframe).

[36] Monolith bedeutet soviel wie "Stein aus einem Guss". Allgemein bezeichnet man Objekte, die aus einem Stück bestehen, als monolithisch (vgl. Monolithisch, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/

wiki/Monolithisch).

[37] Vgl. Woods, ESA, 1. Aufl., Bonn 2004, S. 32

[38] Vgl. Woods, ESA, 1. Aufl., Bonn 2004, S. 32

[39] Das Client-Server-Prinzip beschreibt eine Möglichkeit, Aufgaben und Dienstleistungen innerhalb eines Netzwerks zu verteilen. Die Aufgaben werden von Programmen erledigt, die in Clients und Server unterteilt werden. Der Client fordert eine Aufgabe vom Server an. Der Server, der sich auf einem beliebigen System im Netzwerk befindet, bearbeitet die Anforderung (vgl. Client-Server-Modell, abgerufen 03.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Client-Server-Modell).

[40] Vgl. Woods, ESA, 1. Aufl., Bonn 2004, S. 32

[41] Customer Relationship Management (CRM) bezeichnet die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen und ist ein wichtiger Baustein für Beziehungsmarketing. Da Kundenbeziehungen langfristig ausgerichtet sind, steigert es den Unternehmenserfolg, alle kundenspezifischen Unternehmensaktivitäten aufzuzeichnen (vgl. CRM, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/

Kundenbeziehungsmanagement).

[42] Das Supply Chain Management (SCM) zielt in diesem Sinne auf eine Verbesserung von Effektivität und Effizienz industrieller Wertschöpfungsketten ab, und dient mit der Informations- und Kommunikations-Unterstützung der Integration aller Unternehmensaktivitäten von der Rohstoffbeschaffung bis zum Verkauf an den Endkunden in einen nahtlosen Prozess (vgl. SCM, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/

Supply_Chain_Management).

[43] Vgl. Woods, ESA, 1. Aufl., Bonn 2004, S. 32

[44] Ein Portal bezeichnet ein Anwendungssystem, das sich durch die Integration von Anwendungen, Prozessen und Diensten auszeichnet. Ein Portal stellt seinem Benutzer unterschiedliche Funktionen zur Verfügung. Außerdem koordiniert es die Suche nach Informationen (vgl. Portal, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/

wiki/Portal_%28Informatik%29).

[45] Application Programming Interface (API) ist eine Programmierschnittstelle, die von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt wird (vgl. Programmierschnittstelle, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle).

[46] Anwendungen die ursprünglich nicht ausdrücklich dafür entwickelt wurden zusammenzuarbeiten benötigen zur Integration eine Enterprise Application Integration (EAI). Das Ziel dabei ist, die beteiligten Applikationen ohne Eingriff eines Menschen miteinander ggf. über deren API zu verbinden (vgl. Angeli, Technische Integration von SAP-Systemen, 1. Aufl., Bonn 2003, S. 17ff).

[47] Vgl. Erl, SOA - Entwurfsprinzipien für serviceorientierte Architektur, 1. Aufl., München 2008, S. 93ff

[48] Interoperabilität ist die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Systeme, möglichst nahtlos zusammen zu arbeiten, um Informationen auf effiziente und verwertbare Art und Weise auszutauschen (vgl. Interoperabilität, abgerufen 03.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Interoperabilit%C3%A4t).

[49] Middleware stellt eine Ebene in einem komplexen Softwaresystem dar, die als Dienstleister anderen Softwarekomponenten den Datenaustausch ermöglicht. Beispielsweise gilt eine EAI als Middleware (vgl. Middleware, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Middleware).

[50] Vgl. Erl, SOA - Entwurfsprinzipien für serviceorientierte Architektur, 1. Aufl., München 2008, S. 35

[51] Basel II bezeichnet die Gesamtheit der Eigenkapitalvorschriften, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht in den letzten Jahren vorgeschlagen wurden. Die Regeln müssen seit dem 1. Januar 2007 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für alle Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute angewendet werden (vgl. Basel II, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_II).

[52] Eine Online-Community ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich via Internet begegnet und austauscht (vgl. Online-Community, abgerufen 06.05.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community).

[53] Als Alleinstellungsmerkmal, veritabler Kundenvorteil (engl. unique selling proposition, USP) oder Komparativer Konkurrenzvorteil wird im Marketing und in der Verkaufspsychologie das Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt (vgl. Alleinstellungsmerkmal, abgerufen 06.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Alleinstellungsmerkmal).

[54] Mit Losgrößen ist hier die Menge von Produkten gemeint, die den Lieferanten als eine Lieferung verlassen.

[55] Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein logistisches Mittel zur Verbesserung der Performance in der Lieferkette, bei dem der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden hat (vgl. VMI,

abgerufen 06.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Vendor_Managed_Inventory).

[56] Wal-Mart Stores Inc. ist ein weltweit tätiger US-amerikanischer Einzelhandelskonzern, der einen großen Teil des US-Marktes beherrscht (vgl. Wal-Mart, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-Mart).

[57] Supply Chain, deutsch: „Versorgungskette“, „Lieferkette“, „logistische Kette“ (vgl. SCM, abgerufen 04.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Supply_Chain_Management).

[58] Der Henkel-Konzern ist ein weltweites Unternehmen, das auf drei strategischen Geschäftsfeldern aktiv ist: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (vgl. Henkel Konzern, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Henkel_%28Konzern%29).

[59] Procter & Gamble ist ein amerikanischer, weltweit vertretener Konsumgüter, das vor einigen Jahren das weltweit bekannte Unternehmen Gilette übernommen (vgl. Procter & Gamble, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Procter_%26_Gamble).

[60] Unilever ist ein global agierender britisch-niederländischer Konzern, dass sich aufgrund von Firmenübernahmen zum drittgrößten Hersteller von Nahrungsmitteln entwickelt hat (vgl. Unilever, abgerufen 07.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Unilever).

[61] Royal Bank of Scotland (RBS) ist eine weltweit agierende Großbank mit Sitz in Edinburgh. Sie ist (Stand Juli 2007) im Hinblick auf die Marktkapitalisierung das zehntgrößte größte Finanzinstitut Schottlands der Welt (vgl. RBS, abgerufen 08.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Bank_of_Scotland).

[62] ABN AMRO ist eine weltweit tätige niederländische Bank. Sie entstand 1991 durch die Fusion der beiden Kreditinstitute ABN und AMRO. Gemessen an der Bilanzsumme war ABN AMRO 2007 die größte Bank in den Niederlanden und die 12. größte Bank der Welt. Im Rahmen der bis dato größten Bankenübernahme wurde sie 2007 durch ein Bankenkonsortium (Royal Bank of Scotland, Santander und Fortis) übernommen. Der Firmenname ABN AMRO wird als Name der niederländischen Bankfilialen von Fortis und ABN AMRO weiter geführt (vgl. ABN AMRO, abgerufen 08.06.08, URL: http://de.wikipedia.org/wiki/ABN_Amro).

Details

Seiten
72
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640975488
ISBN (Buch)
9783640974900
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v176295
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
Schlagworte
IT-Architektur serviceorientierte Architektur SOA Enterprise SOA SAP SAP NetWeaver Legacy Systeme ERP Composite Applications Prozesse Portal Composition Environment CE CA Optimierungspotentiale Composite Application Framework SOA-Reifegrade EAI ESA Enterprise Service Architecture Enterprise Service Repository

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Titel: Enterprise	SOA	und Composite Applications