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Freizeitsportarten und Bewegung in der Freizeit

Seminararbeit 2010 20 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG DES 1. TEILS

2 DIE ENTSTEHUNG DES FRAGEBOGENS

3 AUSWERTUNG

4 EINLEITUNG DES 2. TEILS

5 KONKRETE SITUATION

6 MODUL 1: FREIZEITSPORTARTEN UND BEWEGUNG IN DER FREIZEIT
6.1 Beschreibung des Modulthemas
6.2 Begründung
6.3 Ziele und Kompetenzen
6.4 Modulbausteine / Themenliste

7 BEISPIELHAFTER LEHRGANG

8 LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung des 1. Teils

Unser Seminar „Bewegungsaktive Gesundheitsförderung an berufsbildenden Schu- len“ beschäftigt sich mit dem Konzept des Sportunterrichts der Kaufmännischen Schulen Marburgs. Das jetzige Konzept ist schon etwas älter und in der letzten Zeit wurden vermehrt Stimmen laut, die sagen, dass dieses Konzept dringend überar- beitet werden müsste und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, die zum Großteil alle eine Ausbildung, Weiterbildung etc. machen, angepasst werden müss- te.

Damit ist gemeint, dass es einen deutlichen Unterschied zu dem Sportunterricht in den Klassen 5 - 13 geben soll und die Schülerinnen und Schüler eher wie Erwach- sene mit den entsprechenden Rechten behandelt werden sollen. Um dies allerdings umsetzen zu können, mussten wir zuerst einen Fragebogen entwickeln mit Hilfe dessen sich die Stellung des Sportunterrichts und seiner Be- deutung ermitteln lässt.

Aus diesem Grund möchten wir nun die Entwicklung und den Fragebogen vorstel- len.

2 Die Entstehung des Fragebogens

Um zu verdeutlichen, wie wir unseren Fragebogen aufgebaut haben, sollte man ihn einmal gesehen haben. Ein beispielhafter Fragebogen befindet sich zum näheren Betrachten im Anhang.1

Grundsätzlich haben wir den Fragebogen in drei große Fragenbereiche und einen Einleitungsteil gegliedert.

Als Einleitung dient ein kurzer Überblick über den Zweck dieses Bogens, in dem gesagt wird, dass der Bogen für ein Seminar der Philipps-Universität Marburg ist und bitte wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen ist. Sehr wichtig ist hierbei die Betonung der Anonymität für die Befragten, damit sie sich sicher sein können, dass ihre Angaben nicht zurückverfolgt werden können.

Um leicht in den Fragebogen eingeführt zu werden, müssen die Befragten zu Be- ginn demographische Angaben über ihr Geschlecht, Alter und Schulabschluss ma- chen. Eine erste Themenannäherung bilden dann die nächsten drei Fragen, bei denen nach dem Geschlecht der Sportlehrkraft, dem aktuellen Thema des Sportun- terrichts und der Anzahl der Sportschuhe gefragt wird. Diese Fragen sollen eine erste Aussage über die Aufmerksamkeit und eventuelle Sportlichkeit der Befragten treffen.

Die nächsten drei großen Abschnitte bestehen alle aus Aussagen, die die Befragten mit den jeweils zutreffenden Antworten ankreuzen sollen.

Im ersten Block wird in vier Fragen nach der persönlichen Bedeutung des Sportun- terrichts gefragt, z.B. wie wichtig dieser ist, wie zufrieden man damit ist und ob der Sportunterricht zum außerschulischen Sporttreiben animiert. Diese Aussagen kön- nen mit trifft nicht zu, trifft kaum zu, trifft eher zu und trifft zu beantwortet werden. Wir haben uns bewusst für nur vier Ankreuzmöglichkeiten entschieden, weil die Befragten sich auf diese Weise für eine positivere oder negativere Antwort ent- scheiden müssen und bei einer eventuellen fünften Antwort neutral bleiben können. Der zweite große Block hat ebenfalls vier Fragen mit vier Ankreuzmöglichkeiten und keine Möglichkeit auch hier eine neutrale Antwort zu geben. Der Bereich be- schäftigt sich mit dem konkreten Sportunterricht in der Schule und fragt nach einem erkennbaren Zeitplan, rotem Faden in den behandelten Themen und nach der ge- rechten Benotung.

Der letzte Block trifft Aussagen über die Lehrkraft, deren Kompetenz und den Bezug des Sportunterrichts zum Leben.

Wie auch schon in den ersten beiden Blöcken haben die Befragten wieder nur die Möglichkeit zwischen vier Möglichkeiten und keiner neutralen zu wählen. Lediglich die letzte Frage nach der individuellen Unterstützung der Lehrkraft können sie mit ja oder nein beantworten. Vergleicht man diese Frage mit den anderen Fra- gen, die vier Antwortmöglichkeiten haben, kann man fragen, wieso man diese nicht auch bei einer solchen Frage hat? Wir haben uns hierbei gedacht, dass man ent- weder unterstützt werden kann oder eben nicht und dass es keine alternativen Möglichkeiten gibt, sofern die Schülerinnen und Schüler dazwischen überhaupt un- terscheiden können.

Im Folgenden werden nun die beantworteten Bögen analysiert und ausgewertet.

3 Auswertung

An unserer Umfrage bei den Kaufmännischen Schulen Marburgs haben 16 Personen teilgenommen, wobei alle 16 Personen Männer bzw. Jungen waren. Hierbei ist es äußerst bedauernswert, dass leider nur männliche Teilnehmer die Fragebögen ausgefüllt haben, da dadurch die „Sicht des anderen Geschlechts“ nicht berücksichtigt werden kann und wir zudem auch nicht feststellen können, ob die Mädchen und Frauen den Fragebogen nicht anders beantwortet hätten.

Bei den Befragten liegt das Durchschnittsalter bei ungefähr 25 Jahren.2

Im ersten Fragenblock haben wir nach der persönlichen Bedeutung des Sportunter- richts für jeden gefragt. Dabei spielte die Wichtigkeit, die Zufriedenheit, die Animati- on für außerschulischen Sport und ob der Befragte gerne in den Sportunterricht gehe eine Rolle.

Es lässt sich deutlich erkennen, dass die Mehrheit den Sportunterricht wichtig findet, gerne dorthin geht und zufrieden damit ist. Allerdings werden nur vier der Befragten zum außerschulischen Sporttreiben animiert und der Rest fühlt sich nicht dazu animiert.3 Eigentlich hatte sich die Schule vorgenommen, in ihrem Sportunterricht die Schülerinnen und Schüler zu animieren, doch aufgrund dieser Zahlen scheint sie ihr Ziel verfehlt zu haben.

Im zweiten Teil des Bogens fragten wir nach dem Sportunterricht in der Schule, seinem Inhalt, der Benotung und ob er einen Ausgleich zum Beruf schafft. Auch hierbei war wieder eine große Mehrheit der Befragten einer Meinung und „lobten“ den Aufbau, den Zeitplan, den roten Faden und die Benotung.4 Jedoch war für die meisten der Zeitplan nicht eindeutig erkennbar, ebenso wie der rote Faden der be- handelten Themen.

In Bezug auf diesen Teil kann man sagen, dass der Aufbau des bisherigen Unterrichts gut und auch zufriedenstellend für die Schülerinnen und Schüler ist. Im letzten Bereich des Fragebogens wurden Fragen bzw. Aussagen über die Lehrkraft und den Schulsport gestellt bzw. getroffen.

Die Lehrkräfte haben eine gute bis sehr gute Bewertung bekommen.5 Viele von ihnen wirken auf die Schülerinnen und Schüler verständnisvoll und vertrauenswürdig und sind in der Lage, die nötigen Hilfen und Korrekturen und sogar individuelle Unterstützung zu leisten.

Als nach der Möglichkeit zur Mitgestaltung, dem Bezug zum Leben und nach der Ähnlichkeit zum früheren Schulsport gefragt wurde, gab es für alle vier möglichen Nennungen ungefähr die gleiche Anzahl. Einige Befragte hatten nicht das Gefühl, den Unterricht mitgestalten zu können und viele sahen keinen konkreten Bezug zum ihrem Leben. Des Weiteren stimmte die Mehrheit der Aussage zu, dass der jetzige Schulsport dem früheren auf der letzten Schule sehr ähnelt.

Diese Aussagen stimmten mit den Stimmen einiger Schüler überein, die mit dem Sportunterricht nicht zufrieden waren und sich nicht wir Erwachsene behandelt fühl- ten.

Nach dieser Auswertung kann man erkennen, dass viele der Befragten im Großen und Ganzen mit dem Verlauf des Sportunterrichts und der Gestaltung zufrieden waren. Allerdings gab es kleine Mängel in der Mitgestaltung und der Art des Schul- sports.

Dies entspricht allerdings nicht ganz unseren Erwartungen, da wir im Vorfeld dieser Untersuchung wie bereits einige Stimmen aus der Schule gehört haben, die uns vom Gegenteil berichteten.

Gerade nach der Erfahrung im Fitnessstudio „Vita“ zeigten sich den Schülerinnen und Schülern doch deutliche Unterschiede und Mängel zu ihrem Schulsportunterricht an den Kaufmännischen Schulen.

Um diesen Stimmen nun auch gerecht zu werden und weil es einige Fehler in dem alten Konzept für den Sportunterricht an den Kaufmännischen Schulen gibt, wollen wir ein neues Konzept entwickeln, was sich allerdings auch noch an dem alten ori- entieren soll.

Dieses neue Konzept sieht vor, dass der Sportunterricht in Module eingeteilt werden soll und eines von diesen Modulen hat das Thema Freizeitsport. Genau mit diesem Modul wollen wir uns im Folgenden beschäftigen, es erklären und Beispiele für einen kleinen Lehrgang aufzeigen.

4 Einleitung des 2. Teils

Das Thema unseres Lehrgangs im Rahmen einer Unterrichtseinheit in der Schule ist der Freizeitsport und die Bewegung in der Freizeit. Dabei soll es einerseits um eine Ausdehnung des Sportverständnisses, auf der anderen Seite um eine Abkehr von der vorhandenen Monokultur sportlicher Orientierungen gehen. Sport soll also nicht mit dem Wettkampfgedanken gleichgesetzt werden. Objektive Vergleiche, Meisterschaften und Wettkämpfe sollen dem „befreiten Sport“ (Wopp/ Dieckert, 2002, S.16) weichen. Es gilt, die traditionellen Merkmale des Sporttreibens im Ver- ein und anderen auf diese Weise strukturierten, herkömmlichen Organisationen aufzubrechen und das bestehende Selbstverständnis des Sports zu erweitern. So ist es notwendig, dass neben dem bestehenden Leistungs- und Wettkampfgedan- ken auch andere Maßstäbe wie Wagnisse eingehen, Spielen im weiteren Sinne, gestalterisches Bewegen sowie aber auch das individuelle Bewegungsleisten zu- nehmend in den Vordergrund rücken.

Ein weiterer wichtiger Punkt des von uns geplanten Lehrgangs ist die Organisation des Sporttreibens. Diese soll nicht wie gewohnt über die Teilnahme an Angeboten aus dem vielfältigen Vereins- bzw. eines Organisationsprogramms ablaufen, son- dern zunehmend selbst organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit ihren Bewegungsaktivitäten in der Freizeit an ihre individuellen zeitlichen und räumlichen Bedingungen anpassen und eben nicht von bestehenden Voraus- setzungen des institutionalisierten Sporttreibens abhängig sein. Mit dieser Art von Freizeitsport soll gewährleistet werden, dass die Sporttreibenden nicht ausschließ- lich auf bestehende Sportanlagen und Institute beschränkt sind, sondern ihre Um- welt auf Bewegungsmöglichkeiten prüfen und so auch gewisse Plätze des öffentli- chen Raumes zum Sporttreiben und für Bewegungsaktivitäten nutzen. Gute Bei- spiele dafür wären zum Beispiel Wald- und Feldwege zum Joggen, ruhige Land- straßen oder Fahrradwege, gegebenenfalls auch Wälder zum Biken, leerstehende Parkplätze zum Skaten oder Inline-Hockey-Spielen oder Treppen zum Springen mit dem Skateboard. Neben der Unabhängigkeit von räumlichen Gegebenheiten gibt es auch eine zeitliche. Durch die angestrebte Selbstorganisation können individuel- le Leerlauf-Phasen im Tagesablauf auch in unregelmäßigen Abständen genutzt werden. Zum Beispiel der Weg zu Bushaltestelle, die Mittagspause oder sonstige Freistunden.

[...]


1 s. Anhang (6) Beispielhafter Fragebogen.

2 s. Anhang (1) Alter der Befragten.

3 s. Anhang (3) Bedeutung des Sportunterrichts (Überblick).

4 s. Anhang (4) Sportunterricht in der Schule (Überblick).

5 s. Anhang (5) Lehrkraft und Sportunterricht (Überblick).

Details

Seiten
20
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640971237
ISBN (Buch)
9783640972456
Dateigröße
755 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175938
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Schlagworte
freizeitsportarten bewegung freizeit

Autor

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Titel: Freizeitsportarten und Bewegung in der Freizeit