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The Empowered Church

Ein Evangelisations-Konzept

Seminararbeit 2011 17 Seiten

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Programm Set-Up
2.1. Gewinnung desAusschusses
2.2. Gewinnung der Gemeinde

3. Evangelistische Jahresplanung
3.1. Menschen vorbereiten
3.2. Menschen erreichen
3.2.1. Physische
3.2.2. Psychische
3.2.3. Sozial
3.2.4. Geistliche
3.3. Menschen gewinnen
3.4. Menschen bewahren

4. Outreach Leadership Team
4.1. Bildung und Zusammensetzung
4.2. Treffen des Teams
4.3. Vorstellen der Gemeinde

5. Status quo
5.1. Gemeindeumfrage
5.2. DerAktionsplan

6. Die Erweckung

7. Evangelisation

8. Jüngerschaft

9. Schluss

1. EINLEITUNG

Der Begriff „Mission“ weckt bei einem gläubigen Menschen die verschiedensten Emotionen und Assoziationen. Während es für den Einen das Verteilen von „Nimm-Jesus“- Karten am Sabbatnachmittag ist, verbindet der Andere damit den groß angelegten Missionseinsatz mit anschließender Massentaufe irgendwo auf den Philippinen. Wieder Andere sprechen von ihrem täglichen Leben als „Mission“ und sind „Missionare“ an ihren Arbeitsplätzen, in ihrer Nachbarschaft, in ihrer Familie. Doch was ist „Mission“? So definiert Wikipedia Mission wie folgt:

„Der Begriff Mission leitet sich vom lateinischen ,missio‘ (Sendung) ab und bezeichnet die Verbreitung des christlichen Glaubens (Evangelium). Die Mission ist meist ausgerichtet auf bestimmte Gebiete oder Zielgruppen und verfolgt in der Regel das Ziel, dass Menschen sich durch Bekehrung dem Christentum zuwenden.“1

Mission steht für einen Auftrage, für eine Aufforderung zu einer bestimmten, zielorientierten Handlung. So sprechen wir Christen von dem Missionsbefehl Jesu der in Matthäus 28,18-20 zu lesen ist. Theoretisch müsste es doch erfolgreich sein. Doch warum „scheitert“ bzw. gelingt Mission nicht immer so wie man sich das vorstellt? Das Problem liegt oft schon in der Organisation und Planung von evangelistischen Veranstaltungen. Schlägt dann ein Pastor eine Gemeindeevangelisation vor, hat das Gemeindeglied oft eine eher distanzierte Haltung, denn welche Rolle ihm dabei zukommt ist meist nicht wirklich klar definiert. In erster Linie wird nun ein transparentes Konzept benötigt, welches dem Gemeindeglied als sinnvoll und fruchttragend erscheint - eben organisiert, wie Ellen White es zum Ausdruck bringt:

„Well-organized work must be done in the church, that its members may understand how to impart the light to others and thus strengthen their own faith and increase their knowledge. As they impart that which they have received from God they will be confirmed in the faith. A working church is a living church.”2

In dieser Arbeit soll ein Evangelisations-Konzept erarbeitet werden. Orientieren werde ich mich an meiner Heimatgemeinde mit etwa 50 Gliedern. Ziel der Arbeit ist es, im späteren Predigtdienst eine durchdachte Strategie in punkto Gemeindewachstum vorrätig zu haben.

2. PROGRAMM SET-UP

Eine evangelistische Veranstaltung steht und fällt mit dem Einsatz der Gemeindeglieder. Für einen Pastor allein ist es unmöglich eine Evangelisation auf eigene Faust zu organisieren. Entscheidend ist es die Gemeindeglieder mit „im Boot“ zu haben, d.h. sie für ein solches Projekt, bzw. überhaupt für die Mission zu motivieren und zu begeistern. Dies könnte man in Form eines Gemeindewochenendes tun, welches das geistliche Leben und vor allem das Gemeinschaftsgefühl stärken würde. An so einem Wochenende wäre der geistliche Fokus auf unsere christlichen (Jesus, die Apostel und die ersten Gemeinden) und adventistischen (Pioniere und Ellen White) Wurzeln sicherlich identitätsstärkend und ein Motivationsschub in Sachen Mission. Auch bereits vor dem Gemeindewochenende wären Predigten über das Thema Mission erforderlich und würden den Weg vorbereiten.

2.1. Gewinnung des Ausschusses

Die Gewinnung des Ausschusses für eine Evangelisation ist unabdinglich und sollte von Seiten des Pastors erfrischend, begeisternd und erfolgreich vorgestellt werden. Der Ausschuss muss hundertprozentig hinter dem vorgestellten Konzept stehen, sonst würde es in zu Uneinigkeit führen was das Projekt schon im Keim ersticken lassen würde. Man sollte sich allgemein Zeit für Gespräche nehmen, da ein solches Projekt durchaus das Potenzial enthält sogar eine Spaltung in der Gemeinde hervorzurufen. Deshalb muss am Anfang die Gewinnung des Ausschusses oberste Priorität haben, so dass er geschlossen hinter dem Pastor und dem Projekt steht. Darum könnte man schon vorher im Einzelgespräch „vorfühlen“, um zu wissen wie die einzelnen Ausschuss Mitglieder grundsätzlich dazu eingestellt sind und ihnen Zeit zum nachdenken geben. Sind sie schließlich einverstanden, wird der nächste Schritt sein, die Gemeinde zu gewinnen.

2.2. Gewinnung der Gemeinde

Als nächsten Schritt wäre es als sinnvoll, im Anschluss an die Gewinnung des Ausschusses, dieses Projekt der Gemeinde vorzustellen. Dazu bedarf es normalerweise keiner Gemeindestunde, dies kann ohne Weiteres während des Gottesdienstes geschehen, vielleicht sogar vor, nach oder anstelle des Missionsberichts. Zudem wird auch angekündigt (um der Gemeinde eine gewisse Grundangst zu nehmen), dass ein Team gegründet werden soll, welches das Projekt koordinieren wird.

3. EVANGELISTISCHE JAHRESPLANUNG

Wenn es dem Pastor gelungen ist den Ausschuss und die Gemeinde für die Notwendigkeit einer Evangelisation zu gewinnen ist es nun wichtig, gemeinsam mit dem Ausschuss eine evangelistische Jahresplanung zu erstellen. Dies Jahresplanung könnte wie folgt in viert Teile aufgeteilt werde:

3.1. Menschen vorbereiten

Das Ziel in diesem ersten Teil der 4 Phasen Jahresplanung ist die Vorbereitung und Ausbildung der Gemeinde. Dies kann z.B. durch Hauskreise, Gebetskreise geschehen. Es geht in dieser Phase um den geistlichen Gemeindeaufbau. Dazu könnten auch Gemeindeaufbau-Seminare genutzt werden aber auch Gemeindewochenenden eignen sich gut für einen geistliche Gemeindeaufbau bzw. einer geistlichen Erweckung, Erneuerung (Revival). Zudem könnten die Gemeinde konkret an einer Missionarischen Ausbildung teilnehmen. Interessierte an der Gemeinde können durch aus an diesen Veranstaltungen teilnehmen, sie können zusätzlich als Motivationen agieren. Bei der geistlichen Erweckung ist es notwendig offen zu Kommunizieren und z.B. offenen Sünden beim Namen zu nennen um dem Widersacher keine Platform zum Handel geben zu können. Dieser Teil des geistlichen Gemeindeaufbaus könnte zwischen 3-6 Monaten dauern. Zusammengefasst könnte man als Ziel sagen: Motivieren - Planen - Ausbilden von Gemeindegliedern. Wichtig ist, dass man nicht in einer der Phasen hängen bleibt weil „man sich da so wohl fühlt“. Als nächstes würde die zweite Phase folgen in der es darum geht Menschen zu erreichen.

3.2. Menschen erreichen

Die zweite Phase hat als Ziel konkret mit Menschen in Kontakt zu kommen. Es geht darum, dass Interesse der Menschen zu wecken. Dies kann durch so genannte „Einstiegsveranstaltungen“ erfolgen, die anhand von Werbung in Zeitungsanzeigen, durch Zeitungsberichte oder Radio und Fernseher bekannt gemacht werden. Zu den Einstiegsveranstaltungen gehören unteranderem Messestände, Wohlfartsarbeit und was sehr gut funktioniert ist die Gesundheitsarbeit. Gesundheitstage oder das Angebot einer „Health Expo“ werden von allen gerne genutzt. Zu diesen Einstiegsveranstaltungen können und sollen Freunde eingeladen werden.

Zu den Einstiegsveranstaltungen, in denen Menschen mit der Gemeinde bzw. Gemeindegliedern in Kontakt kommen, gehören so genannte „Bedürfnisorientierte Veranstaltungen“. Zu beachten ist, dass in der zweiten Phase gezielte geistliche „Angelhacken“ gesetzt werden sollten. Es sollen geistliche Anhaltspunkte geboten werden jedoch ohne das moralischen Druck entstehe. Diese Veranstaltungen sollten so weit es geht „neutral“ gehalten werden aber trotzdem sollten geistliche Inhalte immer wieder durchscheinen. Um die Umgebung rund um die Gemeinde kennen zu lernen und zu schauen was die Bedürfnisse der Nachbarschaft sind, bietet es sich an im Vorfeld eine Umfrage durchzuführen an der man erkennen kann, welche Veranstaltungen gewünscht werden. Ziel ist es bedürfnisorientiert zu Arbeiten und damit das Interesse der Umgebung zu wecken. Diese Bedürfnisorientierte Veranstaltungen können in vier Kategorien unterteilet werden und müssen gut überlegt werden.

3.2.1. Physische

Zu den beliebtesten Physischen Veranstaltungen gehört die Raucherentwöhnung.

Doch neben dem Raucherentwöhnungskurs können unter anderem ein Ernährungs- Fitness- oder Gewichtsreduktionskurs angeboten werden. Diese Veranstaltungen müssen

[...]


1 http://de.wikipedia.org/wiki/Mission_Christentum (Stand: 22.02.2011)

2 Ellen White, Testimonies for the Church: Vol. 6 (Mountain View: Pacific Press, 1948), 6:435. 3

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640976447
ISBN (Buch)
9783640976683
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175774
Institution / Hochschule
Seminar Schloss Bogenhofen
Note
1,8
Schlagworte
Church Evangelisation Konzept Evangelisations Konzept Empowered Church Gemeindeaufbau

Autor

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Titel:  The Empowered Church