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Die Zukunft der Arbeit - Wie werden bzw. wie wollen wir arbeiten?

Diplomarbeit 2003 67 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen: Arbeit, Erwerbsarbeit, Erwerbslosigkeit
2.1 Herkunft des Wortes Arbeit
2.2 Kurze Reise durch die Zeit: Arbeit im Spiegel der Geschichte
2.2.1 Arbeit in der Antike
2.2.2 Das Arbeitsverständnis im Mittelalter
2.2.3 Reformation und Aufklärung prägen den Beruf
2.2.4 Industrialisierung und die Erfindung des „Normalarbeitsverhältnisses“
2.3 Begriffsbestimmung: Arbeit und Erwerbsarbeit
2.4 Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit

3. Bewertungskriterien: Probleme von Erwerbslosen und Erwerbstätigen
3.1 Problemlagen langfristig Erwerbsloser
3.1.1 Finanzielle Probleme
3.1.2 Psychosoziale Probleme
3.2 Die ‚Soll-Seite‘ von Erwerbsarbeit
3.3 Zusammenfassung

4. Die Zukunft der Arbeit - Modelle zum Umgang mit der Erwerbskrise
4.1 Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft
4.1.1 Problemanalyse
4.1.1.1 Neue Technologien
4.1.1.1.1 Landwirtschaft
4.1.1.1.2 Industrie
4.1.1.1.3 Dienstleistungssektor
4.1.1.2 Die Logik des Marktes
4.1.1.3 Wissensarbeiter und Dienstleister
4.1.1.4 Gefahren der Neuen Wirtschaft
4.1.2 Lösungsvorschläge
4.1.2.1 Arbeitszeitverkürzung
4.1.2.2 Ausbau des Dritten Sektors
4.1.2.2.1 ‚Weltbild Dritter Sektor‘
4.1.2.2.2 Steuererleichterungen und Sozialeinkommen
4.1.3 Bewertung
4.2 Orio Giarini, Patrick M. Liedtke: Wie wir arbeiten werden
4.2.1 Problemanalyse
4.2.1.1 Wandel des Wertes der Arbeit
4.2.1.2 Der Lebenszyklus
4.2.2 Lösungsvorschläge: die neue Vollbeschäftigung
4.2.2.1 Der neue Lebenszyklus
4.2.2.2 Mehrschichtenmodell
4.2.2.2.1 Erste Schicht: Staatlich garantierte Grundbeschäftigung
4.2.2.2.2 Zweite Schicht: Der freie Arbeitsmarkt
4.2.2.2.3 Dritte Schicht: produktive nichtmonetisierte Arbeit
4.2.3 Bewertung
4.3 New Work - Frithjof BERGMANN
4.3.1 Problemanalyse
4.3.2 Lösungsvorschlag: New Work - Neue Arbeit
4.3.2.1 Erwerbsarbeit
4.3.2.2 High Tech Self Providing und Smart Consumption
4.3.3 Bewertung

5. Soziale Arbeit mit Erwerbslosen - Wie wollen wir leben?
5.1 Bildungsarbeit und Workshops
5.2 Politische Arbeit und Vernetzung

6. Fazit

7. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

„Die Zukunft der Arbeit - Wie werden oder wie wollen wir arbeiten?“.Wenn ich mein Thema Freunden vorstelle, sind die meisten zunächst erstaunt: „Was für ein großes Thema“, „und was willst du da schreiben?“ Einige sagten auch „Oh, hochaktuell!“ und viele fanden das Thema interessant und begannen damit, mit mir darüber zu diskutieren. Die Frage danach, wie die Zukunft der Arbeit ausse­ hen kann , scheint für viele ein aktuelles und interessantes, vielleicht auch not­ wendiges Thema in unserer Gesellschaft zu sein. Die Gründe dafür scheinen in der steigenden Erwerbslosenquote, der verbreiteten Unsicherheit oder auch in der zunehmenden Härte auf dem Arbeitsmarkt zu liegen.

Das Thema Arbeit und Erwerbslosigkeit ist seit den 80er Jahren des letzten Jahr­ hunderts ein „Dauerbrenner“. Kaum ein Wahlkampf ist seither vergangen, ohne dass die Formeln der „Schaffung von Arbeitsplätzen“ oder dem „Abbau von Arbeitslosigkeit“ Gebetsmühlenartig bemüht wurden.1 Die Erwerbslosenquote hingegen steigt seitdem bis auf geringfügige Abweichungen permanent an. Die Brisanz der Frage nach der Zukunft der Arbeit hängt unmittelbar mit der ge­ stiegenen Erwerbslosigkeit zusammen. Mit der Agenda 2010 beantwortet die Bundesregierung ihrerseits diese Frage. Sie stellt die Weichen für eine veränderte Arbeitswelt in Deutschland: Die Vermittlung von Arbeit durch Zeit­ arbeitsunternehmen, Herabsetzung der Kriterien für „zumutbare“ und von Erwerbslosen anzunehmende Arbeit und die gesetzlich manifestierte Forderung nach „höherer Flexibilität“ von Arbeitnehmern sind Beispiele, wie sich die Re­ gierung die Zukunft der Arbeit für heute Erwerbslose vorstellt.2

Dagegen steht die Frage „Wie wollen wir arbeiten?“ Sie impliziert selbstbestimm­ tes Denken und Handeln und fordert eigene Ideen zur Lebensgestaltung. Um den Horizont für diese Frage zu öffnen, werde ich exemplarisch drei - sehr unterschiedliche -Alternativmodelle zur Zukunft der Arbeit vorstellen:

Jeremy RIFKIN schlägt in seinem Buch „Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“ Erwerbslosen eine Arbeit im „dritten Sektor“ zu bieten. Durch eine Art Sozialein­ kommen sowie Steuererleichterungen soll allen Menschen eine sinnvolle Arbeit mit ausreichender Bezahlung geboten werden.3

Patrick M. LIEDTKE und Orio GIARINI vertreten ein „Drei­Schicht­Modell“. In einer ersten Schicht soll jedem Menschen eine garantierte Mindestarbeit geboten werden, die in der zweiten Schicht durch Arbeit auf einem unregulierten freien Arbeitsmarkt erweitert oder ersetzt werden kann. Die dritte Schicht der Arbeit soll aus unbezahlter Eigenleistung bestehen, etwa Hausarbeit oder auch Selbst­ bedieung in Restaurants.4

Frithjof BERGMANN schließlich hat ein Modell namens ‚New Work‘entworfen. Erwerbslose und Erwerbstätige sollen die Chance bekommen neben einer Erwerbstätigkeit etwas „wirklich wichtiges“ zu tun. Moderne Technik soll den Menschen helfen, Einkommensverluste durch ‚High­Tech­Self­Providing‘ ­ einer neuen Art Selbstversorgung ­ auszugleichen.

Diese Modelle werde ich anhand der Problemlagen von Erwerbslosen und Erwerbstätigen bewerten. Die Frage „Wie wollen wir arbeiten?“ dient mir hierbei nur als Aufhänger, denn ich kann wohl kaum eine allgemein gültige Antwort darauf finden.

Am Anfang meiner Diplomarbeitszeit stand die Frage, wie meine persönliche Zu­ kunft in der Erwerbsarbeit aussieht. Als Berufsanfänger steht für mich die Frage: „Wie will ich arbeiten?“. Mein ganz persönliches Anliegen war es, mich mit dieser Frage intensiv auseinander zu setzen. Auf der anderen Seite hat mich die Frage nach der Möglichkeiten der Sozialen Arbeit in der Erwerbslosenarbeit motiviert. Am Ende dieser Arbeit werde ich eine eigene Idee vorstellen, wie

Soziale Arbeit mit Erwerbslosen aussehen kann. Die Modelle haben mir dazu als Anregung gedient.

Meine Diplomarbeit ist in folgende aufeinander aufbauende Thematische Einhei­ ten gegliedert:

- Begriffsklärung Arbeit, Erwerbslosigkeit
- Erarbeitung der Bewertungskriterien
- Die drei Modelle zur Zukunft der Arbeite
- Soziale Arbeit mit Erwerbslosen - ene Idee
- Fazit

Im nächsten Kapitel werde ich die Begriffe Arbeit und Erwerbslosigkeit betrach­ ten. Mit einer kurzen „Reise durch die Zeit“ werde ich deutlich machen, wie das heutige Arbeitsverständnis im Laufe der Geschichte geformt wurde. An­ schließend daran werde ich aktuelle Definitionen zur Arbeit und Erwerbslosig­ keit betrachten und einen Begriff entwerfen, der für diese Diplomarbeit sinnvoll ist.

2. Definitionen: Arbeit, Erwerbsarbeit, Erwerbslosigkeit

Arbeit wird in den unterschiedlichen Zusammenhängen und Wissenschaften ver­ schieden definiert. Die sprachliche Herkunft des Wortes, sowie dessen Wandel im Laufe der Zeit werfen ein Licht darauf wie sich das Verständnis von Arbeit bis heute entwickelt hat. Anschließend an den geschichtlichen Teil werde ich aktu­ elle Begriffsbestimmungen vorstellen und die Definition darstellen, die für mich in dieser Arbeit grundlegend sein soll.

2.1 Herkunft des Wortes Arbeit.

Die Autoren des „Etymologischen Wörterbuch des Deutschen“ führen den Ur­ sprung des Wortes Arbeit auf das germanische Verb arbejo (sinngemäß: „bin verwaistes und daher aus Not zu harter Arbeit gezwungenes Kind“) zurück. Im Althochdeutschen bildete sich das Wort arbeiti für Mühsal, Plage, Anstrengung so­ wie Ertrag der Arbeit. Im Mittelhochdeutschen tritt die Bedeutung Mühsal; Not, die man leidet oder freiwillig übernimmt besonders in den Vordergrund. Unter dem Einfluss des aufsteigenden Bürgertums weitete sich der Begriff Arbeit auf „jede zweckgerichtete, zunächst körperliche, später auch geistige Tätigkeit des Menschen“ aus.5 Auffällig ist, dass die negative Konnotation des Begriffs Arbeit in dieser Deutung entfällt. Wie es zu diesem Wandel kam zeige ich im nächsten Kapitel anhand eines Blicks auf die Geschichte.

2.2 Kurze Reise durch die Zeit: Arbeit im Spiegel der Geschichte

„ Kaum ein Begriff ist im Laufe der Jahrhunderte aus so tiefen Nie ­ derungen zu so viel Glanz aufgestiegen, wie die Arbeit “ 6

Die folgenden Abschnitte zur Geschichte der Arbeit sollen verdeutlichen, wie sich Bewertung von Arbeit im Laufe der Geschichte veränderte. Beginnend von der Antike werde ich gesellschaftlichen Stellenwert und Wertschätzung von Arbeit bis zur Entstehung der modernen Arbeitsgesellschaft betrachten.

Die Veränderungen, die der Begriff Arbeit im Laufe der Geschichte erfahren hat, können den Blick darauf richten, wie Arbeit in Zukunft definiert und bewertet werden kann. Die nächsten Abschnitte sollen zeigen, dass die heutige Bedeutung des Begriffs Arbeit keineswegs schon immer Gültigkeit hatte. Sie ist also nicht feststehend. Diese Sicht kann die Möglichkeit bieten, Arbeit neu zu werten und nach Alternativen jenseits bestehender Vorstellungen zu suchen.

2.2.1 Arbeit in der Antike

Im Hinblick auf die allgegenwärtige Sklavenarbeit und den großen Anteil von nicht­ oder unterprivilegierten Personen in der gewerblichen Produktion galt, so NIPPEL, in der Antike Erwerbsarbeit als des „freien Mannes unwürdig“. Sie sei mit der Unterwerfung unter einen fremden Willen verbunden.7 Nach BRAIG u. a. wurde Lohnarbeit als freiwillige Sklavenarbeit geächtet. Das Ansehen des Lohn­ arbeiters stand deshalb noch unter dem des Sklaven, da dieser ja zur fremdbe­ stimmten Arbeit gezwungen wurde.8 Erwerbstätigkeit mache nach XENOPHON unfähig zum Kriegsdienst und sie gewähre nicht die Muße, die für geistige Tätig­ keiten, die Pflege von Beziehungen und die Mitwirkung im Gemeinwesen er­ forderlich sei.9 Lohnarbeiter wurden - im Gegensatz zu heute ­ tendenziell aus der Gesellschaft ausgeschlossen.10 BECK verweist darauf, dass dieser Arbeitsbe­ griff allerdings Sklavenarbeit sowie die Unterdrückung der Frau voraussetzte. Die „Freiheit der wenigen [baute] auf der Unfreiheit, ja dem Ausschluß vieler aus der Gesellschaft auf.“11

2.2.2 Das Arbeitsverständnis im Mittelalter

Nach OEXLE setzen sich im 11. Jahrhundert die Anfänge einer differenzierten arbeitsteiligen Gesellschaft durch. Die Gesellschaft bestand aus drei Ständen: den Klerikern (die beten), den Rittern (die kämpfen) und den Arbeitenden. Der Stand der Arbeitenden wurde zunächst durch die Arbeit der Bauern definiert, im Laufe der Entwicklung traten jedoch Kaufleute, Handwerker und schließlich Professoren hinzu. OEXLE weist darauf hin, dass es sich hier um eine funktionelle Teilung handelte, bei der Arbeit eben eine Funktion in der Gesell­ schaft darstellt und immer auch als Mühsal wahrgenommen wurde.12 Die christ­ liche Tradition definierte Arbeit als „Fluch und Segen, Strafe und Göttlichen Auf­ trag zugleich“.13 Das Leben auf der Erde wurde im frühen Mittelalter als Jammertal aufgefasst, in dem Arbeit einer Art gerechter Strafe für die Sünden der Menschen gleichkam.14 Dieses Verständnis leitet sich aus der biblischen Ge­ schichte vom Rauswurf von Adam und Eva aus dem Paradies ab: „So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. / Unter Mühsal wirst du von ihm essen [...]. Im Schweiße Deines Angesichts / sollst du dein Brot essen.“15

Nach NIPPEL gewann in der spätmittelalterlichen Stadt Arbeit eine zentrale Be­ deutung. Im Gegensatz zur antiken Polis wurde „ehrbare Arbeit“ die Basis für Stadtbürgerrecht und Gesellschaftliche Teilhabe und mit Freiheit verknüpft.16 Die Bildung von Gilden und Zünften oder von Vereinigungen der Handwerksge­ sellen scheinen Belege für die zunehmend positive Bewertung von Arbeit zu sein.17 Arbeit gewinnt an gesellschaftlicher Relevanz. Sie tritt aus der Privatheit heraus und wird zur Grundlage der Etablierung gesellschaftlicher Vereini­ gungen.

2.2.3 Reformation und Aufklärung prägen den Beruf

Die protestantische Reformation schließlich legte die Grundlagen für den Arbeitsbegriff der Industriegesellschaft. Der Beruf als „göttliche Berufung“ wird identisch mit Pflichterfüllung und gottgefälligem Tun. Arbeit als Berufsarbeit bzw. Berufung verleiht ihr eine gewisse Sinnerfüllung und Identität.18 Während Martin Luther noch eine statische Berufsauffassung vertrat, die die ständische Position der einzelnen Gesellschaftsmitglieder rechtfertigte, vertraten die pu­ ritanischen Strömungen die Auffassung, dass materieller Erfolg ein Zeichen gött­ licher Erwählung sei. Berufsarbeit wurde als wichtigstes Mittel zur Erlangung das Gnadenstandes gesehen. Max Weber wertete diese Aufwertung der Berufs­ arbeit als eine der folgenschwersten Leistungen der Reformation hinsichtlich der Entstehung des Kapitalismus.

Nicht­Arbeit wird zunehmend negativ bewertet.19, was noch im heutigen Sprach­ gebrauch Spuren hinterlassen hat, etwa wenn wir von Arbeitsscheuen sprechen. DÜLMEN weist darauf hin, dass hier ordnungsstaatliche und reformatorische In­ teressen zusammen kamen:

„ Die Aufforderung zu Arbeit und Flei ß [...] mündete jedoch [in] ein düsteres Zwangsinteresse an der Unterdrückung unchristlichen Verhaltens. Alle Menschen sollten zu strenger Arbeit verpflichtet sein, wenn sie Anrecht auf Nahrung und Lebenssicherung haben wollten. “

Dies führte schließlich zur Erfindung und Einführung von so genannten „Arbeitshäusern“.20 Ich erkenne hier deutlich die frühe Entstehung eines Arbeits­ zwangs, der sich moralisch bis heute in unserer Gesellschaft gehalten hat und sich beispielsweise in der Kopplung des Bezuges von Sozialhilfe an gemeinnützige Tätigkeiten ausdrückt.21

Die Aufklärung des 17./18. Jahrhunderts schließlich - so ZIMMERMANN ­ löst den Berufsbegriff von seiner religiösen Verankerung. Die soziale Verpflichtung und gesellschaftliche Relevanz der Arbeit wurde allerdings beibehalten.22 Nach KOCKA kam es zu einer „emphatischen Aufwertung der Arbeit als Quelle von Eigentum, Reichtum und Zivilität bzw. als Kern menschlicher Selbstverwirkli­ chung“. Spiel, Muße und Nichtstun wurden zum Gegenbegriff der Arbeit und moralisch negativ aufgeladen.23

2.2.4 Industrialisierung und die Erfindung des „Normalarbeitsverhältnisses“

Nach KOCKA gewann die Arbeit, besser: die Erwerbsarbeit, im Zeitalter der In­ dustrialisierung an sozialer, politischer sowie kultureller Bedeutung. Arbeit fand zunehmend in Manufakturen und Fabriken beziehungsweise in Büros und Verwaltungen statt. Es entstand der Arbeitsplatz als räumlich und zeitlich klar vom privaten Bereich abgetrennter Ort. Wo vor der Herausbildung der Indus­ triegesellschaft Arbeit, Familienleben und andere Tätigkeiten fließend inein­ ander übergingen entstand nun die Kultur von Erwerbsarbeit und Freizeit. Arbeit im Haus und für die Familie - vor allem von Frauen wahrgenommen ­ wurde nach KOCKA zur „Nicht­Arbeit“ degradiert.24

MIEGEL weist darauf hin, dass zu Beginn des Industriezeitalters zunächst die Er­ ziehung zur Arbeit stand. Hierzu dienten das Schul­ und Bildungswesen, aber auch Arbeitsanstalten (beziehungsweise die erwähnten Arbeitshäuser), in denen Armen, Kriminellen, Vagabunden und anderen „Randgruppen“ der Gesellschaft das „Mühen und Plagen“ beigebracht werden sollte.25

VOBRUBA datiert die Konstruktion von Arbeitslosigkeit in dieser Zeit. So sollten in Großbritannien am Anfang des 20. Jahrhunderts Arbeitsvermittlungen und Arbeitslosenversicherung eingeführt werden, die sich gegen die Lebensweise von Gelegenheitsarbeitern richteten.26 Das Arbeitsamt sollte

„ für den Mann, der einmal in der Woche zu arbeiten wünscht und den Rest der Woche im Bett liegt, diesen Wunsch unrealisierbar ma ­ chen. Eine Lebensweise, bei der man nur hier und da einen Gelegen ­ heitsjob annimmt, wird durch das Amt so gut wie unmöglich. Denn durch die Tätigkeit dieses Amtes wird dieser eine Tag, den der Ge ­ legenheitsarbeiter arbeiten will, ihm weggenommen und einem anderen Arbeiter gegeben, der schon vier Tage Arbeit in der Woche hat und ihm so ein anständiges Leben ermöglicht. “ 27

Diese Maßnahmen dienten der Disziplinierung der Arbeiter und zielten auf die Etablierung des „Normalarbeitsverhältinisses“. Das Normalarbeitsverhältnis war allerdings, wie KOCKA beschreibt, für die die meisten Menschen zu dieser Zeit überhaupt nicht erreichbar. „Die Verknüpfung von verschiedenen Erwerbstätig­ keiten [...] [blieb] für viele Erwerbstätige normal[...].“ Allerdings nahm die Arbeitsteilung zu und Berufsarbeit auf Lebenszeit wurde zunehmend zur Norm. Der Beruf wurde - vor allem für Männer - en wichtiges Identitätsmerkmal.28

Der Begriff „Arbeitsgesellschaft“ macht auf die zentrale Stellung der Erwerbs­ arbeit in den Industriegesellschaften aufmerksam. Wie schon erwähnt, kommt der Erwerbsarbeit in diesen Gesellschaften soziale, kulturelle und politische Be­ deutung zu. KOCKA macht dies am Beispiel der größten sozialen Bewegung der Industriegesellschaft deutlich: der Arbeiterbewegung. Diese fußte auf Erwerbs­ arbeit als Basis. „Sie bewies die vergesellschaftende Kraft der Arbeit, die als so­ ziales Verhältnis Menschen verknüpfte und mobilisierte.“29 BERGER erwähnt, dass in der Arbeitsgesellschaft die Erwerbsarbeit die soziale und personale Identität formt. Berufliche Leistungen, sowie die Stellung im Beruf dienen als zentrale Bezugspunkte der Selbst­ und Fremdeinschätzung.30

Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sprechen wir schließlich von der Krise der Arbeitsgesellschaft. Laut BERGER ist der Anteil derjenigen, die einer kontinuierlichen Vollzeitbeschäftigung nachgehen, in Westdeutschland von rund 80% im Jahr 1970 auf circa 65% im Jahr 1995 gesunken. Das Normalarbeitsver­ hältnis verliert an Bedeutung und es beginnt sich eine „Vielfalt postindustrieller Lebensläufe“ herauszubilden. 31 Es könnte sein, dass durch die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt die Erwerbsarbeit und der Beruf seine zentrale Bedeutung hinsichtlich der Identitätsbildung und des gesellschaftlichen Status‘verliert.

Wie schlägt sich diese wechselhafte Bewertung der Arbeit in unserem heutigen Sprachgebrauch nieder? Im folgenden Kapitel betrachte ich verschiedene Defini­ tionen und entwerfe eine Begriffsbestimmung, die für meine Diplomarbeit gelten soll.

2.3 Begriffsbestimmung: Arbeit und Erwerbsarbeit

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird das Wort Arbeit oft mit Erwerbstätigkeit gleichgesetzt, aber auch mit dem Ort an dem Erwerbsarbeit stattfindet: der Arbeitsstelle („Ich gehe zur Arbeit“, „Ich bin auf Arbeit“). Die Definitionen, die ich in diesem Kapitel exemplarisch darstelle, beschränken sich keineswegs auf diese verkürzte Alltagsdefinition. Im folgenden werde ich kurz darstellen, warum ein erweiterter Begriff nötig ist.

VAHLENS GROSSES WIRTSCHAFTSLEXIKON definiert Arbeit als Tätigkeit zur Bedürfnisbefriedigung und Überwindung der Knappheit. Sie ziele auf die Schaf­ fung ökonomischer Werte und die Sicherung der menschlichen Versorgung. Arbeit sei auf der einen Seite ein Produktionsfaktor im ökonomischen Produk­ tionssystem. Auf der anderen Seite hebt der Autor den wesentlichen Persönlichkeitsausdruck und ­wert hervor, den Arbeit repräsentiere.32

Der Soziologe VOBRUBA diskutiert den Begriff der Arbeit anhand von Hannah Arendts Formel vom „Ende der Arbeitsgesellschaft“. In der Arbeitsgesellschaft sei Arbeit eine zentrale gesellschaftliche Normalität, die die soziale Integration der Gesellschaft sicherstelle. Sie prägt entscheidend die individuellen Lebensläufe und die wichtigen gesellschaftlichen Institutionen. Das der ­Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgehe, könne verhängnisvoller nicht sein. Dagegen setzt VOBRUBA, dass der Arbeitsgesellschaft nicht die Arbeit, sondern eher die Erwerbsarbeit aus­ gehe. In seine Definition von Arbeit fließen auch andere Arbeitsformen ein, wie Hausarbeit oder Eigenarbeit.33

Nach der MICROSOFT ENCARTA wird Arbeit als „die Aufwendung physischer, geistiger oder emotionaler Anstrengung für die Herstellung von Waren zum eigenen oder fremden Gebrauch sowie das Erbringen von Dienstleistungen“ de­ finiert. Auch die ENCARTA unterscheidet zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit.34

Im Gegensatz zum alltäglichen Sprachgebrauch, in dem von Arbeit meist als Erwerbsarbeit gesprochen wird, nehmen die beschriebenen Definitionen auch unbezahlte Tätigkeiten in den Begriff auf. Mir scheint es wichtig zwischen Erwerbsarbeit und anderer Arbeit zu unterscheiden, um klar zu strukturieren, was jeweils gemeint ist, wenn ich von Arbeit spreche. GIARINI/LIEDTKE weisen darauf hin, dass in der postmodernen Dienstleistungsgesellschaft nichtbezahlte Eigenproduktion notwendigerweise in die Produktion von Gütern und Dienstleis­ tungen eingebunden sind. In Selbstbedienungsrestaurants etwa wird ein Teil der Arbeit von den KonsumentInnen selbst erbracht,35 wenn auch oft - aber nicht immer - für preiswertere Produkte. Außerdem muss bei der Definition von Arbeit beachtet werden, dass sehr viel Arbeit unbezahlt geleistet wird, die theoretisch auch gegen Bezahlung auf dem regulären Arbeitsmarkt erfolgen könnte. Ein Beispiel wäre Hausarbeit oder die Pflege von kranken Angehörigen. Deshalb scheint mir eine differenziertere Definition von Nöten.

Erwerbsarbeit ist nach meiner Auffassung dann gegeben, wenn die eigene Arbeitskraft gegen Geld oder andere Tauschmittel getauscht wird, also eingesetzt wird, um ein Einkommen zu erzielen. Nach JAHODA beziehen sich Erwerbs­ und Berufstätigkeit „auf die Arbeit unter vertraglichen Bedingungen, zu denen eine materielle Entlohnung gehört“.36

Ich spreche in dieser Arbeit von Erwerbsarbeit auf der einen Seite und von Arbeit, die unbezahlte Eigenarbeit im weitesten Sinne sein kann. Beispielsweise Hausarbeit, Familienpflege, private Gartenpflege oder auch Selbstbedienung zähle ich hierzu. Allen Formen dieser Arbeit ist gemein, dass sie Zweck­ und Zielorientiert ist und darauf gerichtet ist, die individuelle oder soziale Lebensqualität zu erhöhen.

Eine Definition könnte sein: Arbeit ist zielgerichtete Tätigkeit zu einem Zweck. Sie unterscheidet sich in Erwerbsarbeit und „andere Arbeit“. Erwerbsarbeit meint den Tausch der eigenen Arbeitskraft gegen Geld und andere Tauschmittel. Die „andere Arbeit“ besteht folglich aus allen ziel­ und zweckorientierten Tätigkei­ ten, die in Eigenleistung ohne fremde Entlohnung erbracht werden.

Diese beiden Formen der Arbeit werden uns - in unterschiedlichen Ausprä­ gungen - auch in den Modellen zur Zukunft der Arbeit, die in Kapitel 4 be­ schrieben werden, begegnen.

2.4 Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit

Die Unterscheidung von Erwerbsarbeit und anderer Arbeit muss auf die Definiti­ on des Begriffs Erwerbslosigkeit, der verallgemeinernd oft als Arbeitslosigkeit (sicher im Sinne der Vorstellung der „Arbeitsgesellschaft“) gebraucht wird, zu­ rückwirken.

Wenn ich dem Begriff Arbeit sinngebend andere Formen jenseits des Geld­ erwerbs hinzufüge wird schnell einsehbar, dass Erwerbslose keinesfalls unbe­ dingt Arbeits ­ los sein müssen, in dem Sinne, ohne Arbeit zu sein. Erwerbslose er­ ziehende Eltern haben beispielsweise wahrscheinlich sehr viel Arbeit mit der Kindererziehung, dem Haushalt und anderen Dingen. Der im Sinne von Erwerbs­ losigkeit verwendete Begriff Arbeitslosigkeit impliziert die Abwertung von jegli­ cher Arbeit, keinen Tauschwert darstellt. Auch JAHODA beschreibt Erwerbslosig­ keit als Kontrast zur Erwerbstätigkeit, nicht zur Arbeit.37

In dieser Arbeit verwende ich deshalb den Begriff Erwerbslosigkeit, anstelle von Arbeitslosigkeit. Wenn ich an einigen Stellen trotzdem von Arbeitslosigkeit spre­ che, geschieht dies im Sinne der korrekten Wiedergabe von Zitaten. Es sei darauf hingewiesen, dass an diesen Stellen dennoch Erwerbslosigkeit gemeint ist.

3. Bewertungskriterien: Probleme von Erwerbslosen und Erwerbstätigen

Die Modelle zum Umgang mit der Erwerbskrise möchte ich aus der Sicht von Erwerbslosen betrachten. Erwerbslosigkeit ist das offensichtliche und grund­ legende Problem, mit dem die nachindustrielle Gesellschaft sowie deren Mitglie­ der belastet werden. Die „Krise der Arbeitsgesellschaft“ äußert sich in steigender Erwerbslosigkeit sowie in einer Verschärfung der Arbeitsbedingungen für einen großen Teil der ArbeiterInnen.38 Ein Modell zur Zukunft der Arbeit kann deshalb wohl nur Zukunftsfähig sein, wenn es die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen von Erwerbslosigkeit begrenzt und eine Alternative zur aktuellen Organi­ sation von Arbeit aufzeigt.

Ali WACKER weist in seiner Studie „Arbeitslosigkeit“ darauf hin, dass der Begriff Arbeitslosigkeit einerseits die relativ belastungsfreie Übergangsphase in erneute Erwerbsarbeit bezeichnet, andererseits allerdings auch „Lebenssituationen, die für die Betroffenen zur persönlichen Katastrophe werden“.39 Diese Unterschei­ dung scheint für mich sinnvoll, da kurzfristig Erwerbslose in der Regel nicht denselben psychischen oder sozialen Belastungen ausgesetzt sind, wie langfristig Erwerbslose. Ich gehe davon aus, dass bei kurzfristig Erwerbslosen der psy­ chische Druck sowie persönliche oder soziale Probleme im Bezug auf die Erwerbslosigkeit keine besondere Rolle spielen, zumindest dann nicht, wenn eine neue Erwerbstätigkeit absehbar ist. Daher beziehe ich mich auf die Pro­ blemlagen von langfristig Erwerbslosen, im Verwaltungstechnischen und alltägli­ chen Sprachgebrauch genannt: Langzeitarbeitslose.

Im folgenden Kapitel werde ich typische Problemlagen Erwerbsloser beschreiben, wie sie vor allem in der Arbeitslosenforschung der 80er Jahre er­ kannt wurden. Da sich spätere Autoren auf ebendiese Forschung vor allem aus dem Umfeld von WACKER und KIESELBACH beziehen, nehme auch ich diese Arbeiten als Grundlage. Es wäre anzunehmen, dass sich aufgrund der Verschär­ fung der allgemeinen Arbeitsmarktsituation einige der Ergebnisse heute anders darstellen. Gesellschaftliche Normen haben sich verändert und auch die persönli­ che Lebensplanung folgt oft nicht mehr dem Muster der 80er Jahre. Festgestellt hat diesen Wertewandel u. a. CANNON bei der so genannten Generation X:

„ Indem die Generation X es ablehnt, sich durch eine Vollzeitstelle und langfristig an eine Firma zu binden, definiert sie sich nicht mehr über ihren Arbeitsplatz. Ihre Vertreter haben einen persönlichen Entwurf, der mehr zählt als die Ziele der Organisation, für die sie arbeiten; und sie sind mehr durch die Sorge um ethische Werte oder soziale Nützlichkeit motiviert als durch Arbeitsethik. “ 40

Es drängt sich der Verdacht auf, dass Erwerbslose bei einer Zahl von ca. 4,3 Millionen Betroffenen in Deutschland- davon ca 1,5 Millionen Langzeitarbeits­ lose41 ­ im Gegensatz zu den 80er Jahren ­ gesellschaftlich eine höhere Akzep­ tanz erfahren. Demgegenüber stehen öffentliche Stigmatisierungen in der poli­ tischen Diskussion42, es bleibt jedoch zweifelhaft, in wie fern solche Debatten noch eine breite gesellschaftliche Akzeptanz finden.

Dennoch gibt es kaum aktuelle Ergebnisse in der Grundlagenforschung zur Erwerbslosigkeit. Ich sehe hier eine Lücke, die von der Wissenschaft wieder ge­ schlossen werden sollte, da Erwerbslosigkeit zunehmend ein Massenphänomen geworden ist. Um beispielsweise in der Erwerbslosenarbeit nicht populären Miss­ verständnissen des Problems Erwerbslosigkeit zu erliegen scheint es mir dringend nötig diese Zielgruppe Sozialer Arbeit erneut genauer unter die wissen­ schaftliche Lupe zu nehmen.

[...]


1 Beispiele aus dem Bundestagswahlkampf 2002: „Arbeit gerecht verteilen“ (SPD); „Der vier Millionen Kanzler“ (CDU in Anspielung auf G. Schröder und 4 Millionen Erwerbslose); „Brüder durch Sonne zur Arbeit“ (Bündnis 90/Die Grünen - Arbeitsplätze schaffen in der alternativen Energiewirtschaft), vgl. WAHLSPLITTER, Information, Verfügbar unter: http://www.wahlsplitter.de/information5.html Stand: 15.7.03;

2 vgl. REGIERUNG ONLINE, Maßnahmen der Agenda 2010 im Überblick, Verfügbar unter: http://www.bundesregierung.de/Themen­A­Z/Agenda­2010­,9913/Agenda­2010­im­ Ueberblick.htm, Stand: 15.7.03;

3 RIFKIN, J., Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft, Campus Verlag / Frankfurt/Main; New York,1996;

4 GIARINI, O.,LIEDTKE, P. M.: Wie wir arbeiten werden - Bericht an den Club Of Rome, Hoffmann und Campe/Hamburg,1998;

5 PFEIFER, W., u. a., Arbeit, in: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, Akademie Verlag Berlin, Berlin, 1989, S. 70;

6 BRAIG, A., RENZ, U., Die Kunst weniger zu arbeiten, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2003, S. 95;

7 NIPPEL, W., Erwerbsarbeit in der Antike, in: KOCKA, J., OFFE, C. (Hrsg), Geschichte und Zukunft der Arbeit, Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2000, S. 61;

8 BRAIG, A. RENZ., U., 2003, S. 98;

9 XENOPHON, zit. in: NIPPEL, W., 2000, S. 55 ff.;

10 NIPPEL, W., a. a. O.;

11 BECK, U., Schöne neue Arbeitswelt, Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2000, S. 17;

12 OEXLE, O.G., Arbeit, Armut, „Stand“ im Mittelalter, in: KOCKA, J., OFFE, C. (Hrsg), Geschichte und Zukunft der Arbeit, Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2000, S. 61;

13 KOCKA, J., Thesen zur Geschichte und Zukunft der Arbeit, in: BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG (Hrsg), Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 18.5.01, S. 8;

14 BRAIG, A. RENZ., U., 2003, S. 101;

15 GENESIS 3,17­18, in: Die Bibel - Enheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Katholische Bibelanstalt, Stuttgart, 1980, S. 19;

16 KOCKA, J., Thesen zur Geschichte und Zukunft der Arbeit, S. 8;

17 OEXLE, O.G., 2000, S. 73­74;

18 ZIMMERMANN, G. E., Arbeit, in: SCHÄFER, B. (Hrsg.), Grundbegriffe der Soziologie, 4. Aufl., Leske +Budrich, Opladen, 1995, S. 15;

19 ZIMMERMANN, G. E., a.a.O.;

20 DÜLMEN, R.: „Arbeit“ in der fühneuzeitlichen Gesellschaft, in: KOCKA, J., OFFE, C., 2000, S. 81;

21 vgl. REIN, H., Rechtliche Entwicklung erzwungener Arbeitseinsätze, in: FRANKFURTER ARBEITSLOSENZENTRUM - FALZ (Hrsg.), Arbeitsdienst - wieder Salonfähig? ­ Zwang zur Arbeit in Geschichte und Sozialstaat, Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main, 1998, S. 15;

22 ZIMMERMANN, G.E., Beruf, in: SCHÄFER, B., 1995, S. 22;

23 KOCKA, J., 2001, S. 8­9;

24 KOCKA, J., a.a.O.;

25 MIEGEL, zit. in: FISCH, S., Arbeitslose, Erwerbslose oder Anders­Arbeitende, Edition Soziothek, Bern, 2001, S. 15;

26 VOBRUBA, G., Alternativen zur Vollbeschäftigung, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2000, S. 25;

27 BEVERIDGE, William, Der Beveridge­Plan, zit. n. VOBRUBA, G., 2000, S. 26;

28 KOCKA, J., 2001, S. 8­10;

29 KOCKA, J., a.o.O.;

30 BERGER, Arbeits­, Schicht und Klassengesellschaft, in: OTTO, H.U., THIERSCH, H.,Handbuch Sozialarbeit / Sozialpädagogik, Luchterhand, Neuwied, 2001, S. 73;

31 vgl. BERGER, a.a.O.;

32 J.K., Arbeit, in: DICHTL, E., ISSING, O., Vahlens Großes Wirtschaftslexikon, Bd. 1, Verlag C. H. Beck, München, 1994, S. 85;

33 VOBRUBA, G., 2000, S. 10;

34 MICROSOFT ENCARTA, Arbeit (Soziologie), Verfügbar unter http://encarta.msn.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=721527616, 17.07.03;

35 GIARINI, O., LIEDTKE, P.M., 1998, S. 151;

36 JAHODA, M., Wieviel Arbeit braucht der Mensch? ­ Arbeit und Arbeitslosigkeit im 20. Jahrhundert, Beltz, Weinheim, Psychologie Verlags Union, 1995, S­ 25;

37 JAHODA, M., 1995, S. 28;

38 Eine solche Verschärfung der Arbeitsbedingungen wird unter anderem durch die Rehabilitation der Arbeitnehmerüberlassung oder neue Zumutbarkeitsregelungen im Arbeitslosenrecht deutlich. (vgl. BUNDESREGIERUNG ONLINE, Das neue Arbeitsamt, Verfügbar unter: http://www.bundesregierung.de/artikel,­482900/Das­neue­ Arbeitsamt.htm;)

39 WACKER, Ali, Arbeitslosigkeit - sozale und psychische Folgen, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main, 1983, S. 9;

40 CANNON, D., Generation X and the New York Ethic, zit. n. GORZ, A., 2000, S. 87;

41 STATISTISCHES BUNDESAMT, Wiesbaden, 2003, zit. n. GENESIS­ONLINE, verfügbar unter: www.genesis.destatis.de/genesis/online;

42 man denke an die sogenannten „Faulheitsdebatten“ in der öffentlichen und politischen Diskussion, vgl. OSCHMIANSKY, F., Faule Arbeitslose? Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmißbrauch, in: Aus Politik und Zeitgeschichte - Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 3.2.2003, S. 10;

Details

Seiten
67
Jahr
2003
Dateigröße
856 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v17540
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
sehr gut
Schlagworte
Zukunft Arbeit

Autor

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Titel: Die Zukunft der Arbeit - Wie werden bzw. wie wollen wir arbeiten?