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Der internationale Währungsfond (IWF) - Seine Aufgaben in Normalzeiten und in der Krise

Bachelorarbeit 2011 41 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abstract

1. Einleitung

2. Was bringt die Währungsstabilität des IWF für Europa
2.1 Seine Aufgaben als Krisenmanager
2.2. Reformpakete für industrieschwache Länder. Wer profitiert/verliert an den Reformpaketen?
2.3. IWF als Regulierungsbehörde für Kapitalströme
2.4. Verbesserung der Liberalisierung der Kapital- und Finanzmärkte. Ist es wirklich zukunftsweisend?
2.5. IWF als Überwachungspolizei und Beratungsmanager

3. Kernaufgaben des IWF im Vergleich zu Normalzeiten und einer Rezessionsphase

4. Mistrauen wächst in den letzen Jahren. Wo bleibt der Vertrauensbonus des IWF zu den Industrieländern?

5. Die Schuldenpolitik der EU Länder. Welche Maßnahmen setzt man im IWF entgegen?
5.1. Was passiert dabei am Beispiel der Hilfeleistung für Ungarn?

6. Anreize und Erfahrungen aus dem Krisendebakel bewegen eine Verschärfung des IWF in seiner Strukturänderung und deren Arbeitspolitik - Ein Weg aus der Krise - Resümee?

7. Quellenverzeichnis

8. Abkürzungsverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich; dass ich die vorliegende Abschlussarbeit ohne Hilfe Dritter und nur mit den angegebenen Quellen und Hilfsmitteln angefertigt habe. Ich habe alle Stellen, die ich aus den Quellen wörtlich übernommen habe, als solche kenntlich gemacht.

Abstract

Der IWF als Gutachter und Berater für den internationalen Währungsfonds der die Regeln bestimmt, welche Kredite unter welchen Bedingungen kurzfristig und durch weitere Liquiditätsengpässe zu weiteren langfristigen Laufzeiten vergeben werden. Die neuen Regeln zur Spirale für finanzschwache Länder eine Abhängigkeit mit sich zieht. Industrieländer des G8 verteilen hier durch die Staatsoberhäupter den Finanzmarkt mit neuen Reformstrukturen und Einhaltungsregeln. Der IWF büßte hier zuletzt durch die letzte Krise viel an Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei leistungsschwachen Ländern ein. Das Spiel der Mächte mit dieser Institution weist auf die Veränderungen hin, auf dem globalen Wirtschaftsraum und die notwendigen Strukturen und Reformen, die eine Stabilität des internationalen Währungsraumes gewährleisten.

1 Einleitung

Die vielen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten brachten in den letzten Jahren den Internationalen Währungsfond stark in Bedrängnis im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit, Vertrauen am Kapitalmarkt, zur Stabilisierung der Währung innerhalb der EU gegenüber der Weltbank und der WTO. Die Spannungen an den internationalen Finanzmärkten griffen auf die Realwirtschaft und den Industrieländern über, was einen generellen Einbruch des Welthandels bewirkte. Regierungspakete und Reformpakete zur Eindämmung der Risiken am Finanzmarkt und zur Stärkung des Finanzsystems forderten einen hohen Preis, in der noch tief sitzenden Staatsverschuldung mancher EU-Länder. Durch die Globalisierung auch am Finanzmarkt herrscht rege Unsicherheit von Vergaben bei Krediten. Besonders stark davon betroffen sind industrieschwache Länder denen der Staatsbankrott droht. Nur mit Hilfe von Auffüllen der EU-Kasse die hilfebedürftigen Länder aus Ihrem Schlamassel zu retten, kann keine Dauerlösung sein. Ein Interview vom deutschen Bundesfinanzminister greift nach alternativen Lösungen und spricht stärkere Kontrolle des IWF durch strengere Richtlinien und mehr Mitbestimmungsrecht der EU-Länder an, die Hilfestellung mit Eurogeldern an verschuldete Staaten ihren Beitrag in der EU leisten. Man fordert eine gemeinsame koordinierte Vorgehensweise zur Bewältigung der Krise und eine Neugestaltung des internationalen Finanzsystems. Man spricht hier von mehr Transparenz, Rechenschaftspflicht, Gewährleistung aller Finanzmärkte, die einer angemessenen Kontrolle und einer Aufsicht unterliegen sollen, damit Geldwäsche, Finanzkriminalität, Hedgefonds, internationale Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Terrorismusbekämpfung, überschaubarer gemacht werden, und man eine Verbesserung der Tragweite von Risiken vorhersehen kann, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen setzen zu können. Ob das alles hilft schildere ich in einem sehr spannenden erarbeitenden Thema das zeigt wohin wir alle gehen mit den Erfahrungen und neuen Anreizen, dass für mehr Verantwortung am Finanzmarkt sorgen soll und um ein Umdenken des Finanzsystems. Trotzdem sorgen Turbulenzen am Währungsmarkt weiterhin zwischen Dollar und Euro für heiße Diskussionen. Der schwache Dollar sorgt für globale Kapitalverluste bei Erdölstaaten und Schwellenländern. Die wiederum eine Währungsbelastung und Bewährungsprobe des IWF am internationalen Finanzsektor darstellt, um auf die Reserven von China anzuspielen. Was macht da die Geldpolitik einer EZB sie senkt den Leitzins um Anreize zu schaffen, damit die Realwirtschaft, Konsumgüter in der EU gestärkt wurden. Mit dem hat niemand gerechnet an den jetzigen veröffentlichten Daten des IWF am Bsp. Deutschland und Österreich. Die Aktienmärkte müssen sich nun um einheimische Kunden bemühen da der Immobilienmarkt für ausländische Kunden eingebrochen ist. Ist innerhalb Europa ein kleines Wirtschaftswachstum zu spüren? Ist die Krise überstanden? Das begründe und analysiere ich zu diesem Thema mit Fakten und Unterlagen mit Hilfe von Grafiken zum Wirtschaftswachstum und seinen Tiefpunkten in Beziehung zu der Geldpolitik und dem Aktienmarkt. Der Normalbetrieb in ruhigen Zeiten stärkt das Vertrauen zum IWF. Hat der IWF in Krisenzeiten aus den Fehlern gelernt oder ist ein lebenslanges Lernen der Inbegriff geworden seit Bestehen dieses Fonds? Mit eigenen Recherchen greife ich wissenschaftlich das Thema auf in ihren Facetten und Angriffsflächen und versuche einen Überblick zu machen um was es konkret geht. Wohin die Finanzpolitik sich bewegt auf mehr Kontrolle oder mehr Eigenverantwortung mit Überschaubaren Werkzeugen die Risiken besser vorhersehen zu können um schnell zu handeln.1 23

2 Was bringt die Währungsstabilität des IWF für Europa

Gigantische Zahlen an Schuldenbergen im öffentlichen Dienst, im Staatshaushalt und ein auf Staats-Pump gewährtes Geld zur Begünstigung der Investitionswirtschaft im Finanzdienstleistungssektor, sowie im Handel und der Konsumgüterwirtschaft. Das Ergebnis ist eine Belebung der Wirtschaft auf bestimmte Zeit. Wollen wir weiter in die Tiefen der Geld- und Wirtschaftspolitik hineinsehen, dann öffnet sich ein Korridor von Stadt, Ländern, öffentlichen Sektor, umgeben von der Wettbewerbs- und freien Marktwirtschaft, der die Regeln der Beschaffungs- und Nachfragepolitik im Land durch komplexe Wirtschafts- und Protektionismusnetzwerke steuern lässt. Das bewirkt in Industrieländern eine Geldvermehrung und Zinsensenkung und in den ärmeren Ländern eine Kapitalverringerung und Schuldenvermehrung durch Zinsbelastungen und Darlehen, Staatsverschuldungen und Wirtschaftsflaute und Konsumrückgängen mit hoher Arbeitslosenrate. Das Wachstum wirkt sich auch auf die Staatsschulden aus. Je größer die Staatsverschuldung desto größer die Gefahr einer Wirtschaftsbremse, die als Nachwirkung eintreten könnte. Aber aus mathematischer Sicht passt man sich den gegebenen Umständen an und man arbeitet mit immer größeren Zahlen, die Werte der Realwirtschaft mit dem Leistung strömen auszudrücken, auch wenn die Zahlen der Schuldenberge immer größer werden, solange dieses System funktioniert die Realwirtschaft am Leben zu erhalten. Die Inflation auf das Geldvermögen zu lenken indem Löhne und Gehälter sich die Waage halten soll, ist ein Umkehrungsprinzip zu den gesammelten Vermögen.4 Aus Erfahrung wissen wir aus früheren Schuldenkrisen, dass ein hohes Außenverschulden keine generelle Gefahr ist und die Kreditwürdigkeit zur gesamten Volkswirtschaft aufrecht bleibt. Eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank und weitere unterstützende Maßnahmen greifen im Jahr 2008/2009 auf die eingetretene Finanzkrise in Europa durch Haftungen(Bürgschaftskredite) der industriereichen EU- Staaten und Hilfspakete schnüren, für beinahe bankrotte EU-Staaten in letzter Sekunde, das Verantwortungsbewusstsein zur gemeinsamen EU-Politik. Die Verantwortung mit Prinzipien im Staat zu haushalten, zeigen die Fehler der letzen Jahre auf, wie man Lockerungen der Prüfbarkeit im Geld- und Wertpapierhandel, die globalen Wirtschaftswachstumsprozesse durch die technischen Entwicklungen hinterher geschwommen ist. Globale Risiken abzuwenden, wurden zu spät erkannt und auch die Überschaubarkeit der Kapitalströme im Wertpapierhandel, durch die schnelllebige auf boomende asiatische Wirtschaft, mit undurchsichtigen Geldbeschaffern und gigantischen Beträgen, machten den globalen Geld- und Kapitalmarkt schnell zu einer unüberschaubaren Größe, mit multinationalen eigenen Länderbezogenen Kontrollen, die durchgeführt wurden, zu kapitalstarken Kreditgebern für die USA und für die Schwellenländer.5

Der Internationale Währungsfond (IWF), der ursprünglich der früheren Abkommen des Bretton Woods war, gehören fast alle Länder der Welt an. Durch die aktive Rolle des IWF in der Vergabe von Krediten und die dadurch entstehenden Absicherungen für den Schuldner, sowohl als auch für den Gläubiger, kommt eine besondere Stellung zu. Dennoch will sich der Fond mehr als Überwachungsinstitution sehen als ein Kreditinstitut. Aus der Vergangenheit hat man mit der Weltwirtschaftskrise umzugehen gelernt, rechtzeitig zu handeln und entgegenzusteuern. Daraus ergeben sich Rückschlüsse für weitere zukunftsweisende Maßnahmen, die die Währungsstabilität auf heutiger Basis als einen wichtigen Faktor bezeichnen, in der internationalen Geldpolitik und dem Welthandel. Ohne Währungsstabilität würde es viele negative Folgen haben im weltweiten Devisenhandel, und Auswirkungen auf den Kapital-, Arbeits- und Konsumgütermarkt. Die Erfahrungen haben durch viele Analysen und Datentransparenz , durch das Verschärfen der Arbeitsweise des IWF aus den Folgen von der Finanzkrise 2007/2008 und der Asienkrise, eine noch engere Kooperationspolitik mit den Mitgliedsstaaten bewirkt, um Konfliktpolitik zu vermeiden, um nach neuen Lösungen für die Probleme zu suchen und auch umzusetzen.6

Seit der Gründung des IWF mit den Bretton Woods Abkommen im Jahr 1944 entwickelte sich das ursprüngliche Machtstreben der reichen Industrieländer zu einer auch moralischen umstrittenen Weltwirtschaftspolitik von heute, mit negativen Auswirkungen auf die einzelnen innerpolitischen Staatsproblematiken, sowie neuen technischen schnelleren Entwicklungen der Geldpolitik und der Transaktionsgeschäfte, innerhalb und außerhalb der nationalen Staaten und ihren Eigenheiten zum IWF als Mitgliedsstaaten. Viele Richtlinien und Rahmenbedingungen zur globalen Weltwirtschaft wurden erst spät umgesetzt. Daraus resultiert aus der Vergangenheit seit Bestehen des IWF, eine Ungleichverteilung der Goldreserven der Mitgliedstaaten und vermehrten auftretenden Schuldenpolitik von ärmeren Ländern, wie Entwicklungsländern und den neuen EU- Staaten der letzten 10 Jahre.

Die Situation hat sich in den letzten Jahren gewandelt, von einem Währungsstabilitätspakt zu einer immer größeren fehlenden Wachstumspolitik mit der fehlenden Liquidität. Das Hauptproblem scheint die Umsetzung aller Richtlinien, der im IWF ausgearbeiteten Modelle, zur Stabilisierung einer einheitlichen Währungspolitik in Europa zu sein.7 Am Beispiel des Jahresberichtes von 2010, des deutschen BMF, wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland ein Aufwärtstrend festgestellt, im Bruttoinlandsprodukt von 2008 auf 2010. Mit Schwerpunkt auf die letzten eingesetzten finanzpolitischen Maßnahmen vom G8 Gipfel im Jahr 2008 und den darauf folgenden geschnürten Rettungspaketen im Finanzsektor. Die Folge war eine ansteigende weltwirtschaftliche Nachfrage an Exportsteigerungen, die zeitlich begrenzt wirkt. Die Kostenblase der deutschen Unternehmen aber noch hoch sind und sich auf den Arbeitsmarkt auswirkt, zumindest das gegenwärtige Beschäftigungsniveau noch zu halten. Die Bundesregierung strebt eine Steuer- und Abgabenpolitik an, die die Motivation und Leistungsbereitschaft stärken soll und den Freiraum schaffen soll, für die Konsumgüterwirtschaft und der damit abhängigen Investitionsbereitschaft. Damit soll ein Umkehrschub bewirkt werden, dessen Effekt sich auf eine Besserstellung der strukturellen angeschlagenen Konsolidierungspolitik und für die öffentlichen Haushalte Verbesserungen bringen soll, und die Wachstumspolitik fördern soll um die Wirtschaft weiter zu stabilisieren. Die Grafik zeigt für das Gesamtjahr 2010 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,4%. Das Jahr 2009 hatte in Deutschland eine Auswirkung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise einen Tiefstand der Wirtschaftsleistung von 5,0% geführt. (Tabelle 1)

In manchen Dingen ist die Situation verfahren, das macht die heutige Währungspolitik deutlich, wie wir sie erlebt haben, seit dem Ausbruch der Finanzkrise von 2007 bis heute. Man bekommt den Eindruck, es regiere das Faustrecht in der Währungspolitik, im Hinblick auf die Staaten die viel Einfluss im IWF haben und sich das Recht behalten haben, umfassende Politik mit nationalen Einfluss auf Geld- und Wirtschaftsentwicklungen zu betreiben, am Beispiel Frankreich und Deutschlands innerhalb der EU. Die Währungsstabilität im IWF hat uns für Europa eine Umverteilung der Machtkompetenzen von industriereichen Ländern beschert und ein egoistisches radikales Durchsetzen von Nationalinteressen für eine gemeinsame Währung in der EU. Auf die Erweiterung der Eurozonen anzusprechen, wie etwa Spanien, Portugal, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen, Griechenland, in kurzer Zeit die Türen geöffnet zu haben, um am gemeinsamen Währungskuchen mitzumischen. Der Verzicht auf die Maastricht-Kriterien war ein schwerwiegender Fehler bei der Betreibung der Eurozonenerweiterung. Die Instabilität der Währungsgemeinschaft hatte sich bis zur Finanzkrise weiter getragen. Die sogenannte Flexibilität bei der Handhabung von Währungsrichtlinien machen deutlich, wie wichtig es ist, Regeln aufzustellen und diese auch zu befolgen. Der Prozess der Auflösung von Stabilitätskriterien machte eine Schere auf von Kernländern und den anderen Ländern des IWF. Die Kernländer, die mit guter Liquidität und Leistungsüberschüssen haushalten können und jenen anderen Ländern, die die Qualität der Wirtschaftlichkeit durch den Bonus der Europäischen Währungspolitik nicht erkannt haben bzw. nicht ausreichend im Land für strukturelle Maßnahmen, wie Förderungen und Entwicklung der Wirtschaft, rechtzeitig eingesetzt haben, beeinflussten die Stabilität der Währungsunion der EU. Die Folge der Auswirkungen waren die hohe Anhäufung von Staatsschulden und Geldpolitik am falschen Platz. Hierfür sind auch die fehlende Wirtschaftspolitik und Instabilität der Länder, ein Maßstab geworden für das Kennzeichnen von Schwellenländern und Krisenherden, bis hin zu den Entwicklungsländern. Eines der Kernländer wie die Schweiz, setzten aus den Folgen der letzten Finanzkrise, ihre Lösungsschritte in strengere Richtlinien bei der Vergabe von Krediten und Hilfspakete, an leistungsschwache Länder. Ebenso mehr Mitspracherecht der industriereichen Ländern weiterhin, ein Kriterium am Machtdenken darstellt gegenüber kleineren und wirtschaftsschwachen Ländern. Eine Rückkehr zu drastischen Sparauflagen würde eine rezessive Wirkung nachhaltig auf die globale Weltwirtschaft haben. Entwicklungsländer sind besonders stark davon betroffen. Es wird schwieriger Geldflüsse und Wirtschaftswachstum zu betreiben, da vielen bereits jetzt geschwächten Staaten das Geld ausgehen wird, dass der globale Wachstumsspielraum überhaupt anspringt.89

Das heißt in manchen Industrieländern ist der Wirtschaftsmotor durch politische Maßnahmen im Finanzpolitik und Investitionspolitik für gewisse Zeit angesprungen. Die Infrastrukturen im öffentlichen Dienst, der sogenannten Gouvernance (Stadt, Länder, Gemeinden, öffentliche Institutionen) werden vermehrt zum Geldausgeben herangezogen, für vorgezogene Projekte, um die Wirtschaft zu beleben. Der Konsum und die Arbeitspolitik ergeben ein Wirtschaftswachstum zur Gegenleistung zum außenpolitischen Wirtschaftsmotor, wie die der Exportaufträge und -Ausfuhren.

Die Wechselkurse und das bisweilen durch die EZB absinken des Leitzinses, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise, ergeben einen Kapitalfluss von Kreditrückzahlungen an bereits reiche Industriestaaten. Die Kreditvergabe mit flexiblen Haftungserleichterungen an schwache Industrieländer ergeben eine zusätzliche Abhängigkeit von Wirtschaftsleistungen gegenüber der Kernländer China, als ein Land von schnellem Wirtschaftswachstum, verzeichnete in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung trotz der Wirtschaftskrise in Europa und den USA. China will seine erwirtschafteten Reserven nun in Euro, Pfund und Sterling anlegen. Der EU Wirtschaftsraum wird somit durch neue Machtstellungen von China zum IWF eine zusätzliche Belastung werden. Auch die Südamerikanischen Staaten versuchen sich aus der Geiselhaft des IWF zu lösen mit einem eigenen gegründeten Fond. Es wird auch in naher Zukunft angestrebt werden, eine eigene dafür wirtschaftliche Währung einzusetzen, um die Staaten mehr Freiraum im globalen Wirtschaftsraum zu geben. Als Beispiel voran hat Venezuela seinen Austritt aus dem IWF vollzogen, um die Abhängigkeiten zur USA nicht größer werden zu lassen. Ebenso erhält der IWF Konkurrenz von den asiatischen Staaten und ihrer eigenen Wirtschaftsgemeinschaft. China, Indien, Indonesien, Süd-Korea versuchen die Regeln für eine gemeinsame Währungsstabilität mit ihren eigenen nationalen Machtstreben zu durchbrechen, indem eigene Wege außerhalb des IWF angestrebt werden. Ebenso sind schon Signale von den afrikanischen Staaten signalisiert worden sich verstärkt zusammen zu tun um dem IWF entgegenzusetzen.10 Für Europa eine zusätzliche Kommunikationsaufgabe mit Überzeugungsarbeit, die Wichtigkeit des IWF im Vordergrund zu rücken, um die wirtschaftlichen gemeinsamen Interessen zu nützen, und den sozialen, wirtschaftlichen Wohlstand in den Mitgliedstaaten des IWF zu sichern. Auch wenn eine kleine Mehrheit auf den reich erwirtschafteten robusten Wirtschaftsraum, durch Handelsbeziehungen zu anderen Staaten und der Liberalisierung der kapitalistisch orientierten Wirtschaft, auf ihre Rechte beharrt, und nicht zurückstecken will, so zeigen die innereuropäischen gemeinschaftlichen Kooperationen, eine deutliche Sprache von Mitgestalten in der EU, wenn es um den Erhalt der EU geht, Staaten durch Sonderkredite in Millionenhöhe von 440 Millionen Euro, vor den Staatsbankrott zu retten.11 Durch spezielle Sonderziehungsrechte des IWF als Reserveinstrument der Mitgliedstaaten anzusehen, schafft man in der internationalen Organisation, eine gewisse Art von Sicherheitsmaßnahmen, um den Charakter des SZR als Liquiditäts- und Reserveinstrument der einzelnen Mitgliedstaaten zu garantieren.

Eine Charaktereigenschaft die der IWF als Zünglein an der Waage als Instrument einsetzt, um Schellenländer und Entwicklungsländer für die Gewährung von Kreditnehmern, flexibler und leichter zu gestalten. Die Entwicklungen mit beratenden Maßnahmen, Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, zur Stabilisierung von politischen Konfliktlösungen, bis hin zur Entwicklungsförderung und Vorantreibung von Erneuerungen der Infrastrukturen im Land, sind ein wichtiger Bestandteil der Maßnahmenpolitik des IWF. Hier werden die Einflüsse der WTO und Weltbank deutlich, die zentralen und mächtigen Bestandteile des Geflechts, der Global Governance Architektur einzusetzen. Ihre spezifischen Funktionen, Kompetenzen und Einflussbereiche, zur Durchsetzung von Handelsliberalisierung und Investitionsfreiheit zu nützen.12

Innerhalb der EU schwanken daher die Meinungen wie der IWF seine Währungsstabilität löst und wie sich die Kriterien auf die Entwicklungsländer niederlegen, und der staatsverschuldeten Ländern mit negativer Leistungsbilanz, lässt sogar die EU Kommissarin Viviane Redling aus der Fassung bringen, zum vorgeschlagenen Merkel Plan (2010), wo den benachteiligten industrieschwachen Ländern, mehr Stimmrechte eingeräumt werden sollen, gerade jene die lt. EU Kommissarin gegen die Regeln des Stabilitätspaktes verstoßen haben. Eine sogenannte Reform- und Stimmrechtsänderung, bewirke auch eine Machtverteilung und mehr Zugeständnisse, um sich als EU-Mitglied mehr für den EU-Raum einzubinden. Hardliner innerhalb der EU beharren auf ihrer eigenständigen Machtposition.13

Es bedarf noch viel Aufklärungsarbeit und gemeinschaftliche Verbesserung der Zusammenarbeit und Überzeugungsarbeit durch den IWF. Innerhalb der EU hat die Währungsstabilität einen großen Teil zur Lösung der Finanzproblematik bewirkt, um nach der Finanzkrise 2007/2008 wieder eine Geld- und Wachstumspolitik mit neuen Regeln aufzustellen, um mehr Nutzen im globalen Wirtschaftsfeld, durch festsetzen von mehr Transparenz von Daten und Werkzeugen, wie Analysen und Statistiken einer gemeinsamen Eurozone, stärker werden zu lassen. Überschaubare, schnelle Handhabung bei Lösung von Problemen, setzt auch die intakte wirtschaftspolitische Infrastruktur in Europa voraus. Ein Vorteil gegenüber Schwellenländern und Entwicklungsländern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1. Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland

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1 Vgl. Beitrag zu diesem Bericht vom Bundesministerium der Finanzen Deutschland. (8.11.2010): „Zu lange auf Pump gelebt“ Dr. Wolfgang Schäuble im Interview mit dem Spiegel. Presseaussendung Bundesfinanzminister. Abgerufen am 2.12.2010 von BMF online: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_87612/DE/Presse/Reden-und- Interviews/20101105-_20Interw-Spiegel.html

2 Vgl. Aus den Gedanken von Horst Köhler, International Monetary Fund (2. April 2001): „Herausforderungen der Globalisierung und Rolle des IWF. Bemerkungen von Horst Köhler, Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds Anlässlich einer Diskussionsveranstaltung Deutschen Bundestag, Berlin. Siehe Quellenverzeichnis

3 Vgl. Zur Wirtschaftskrise, Wirtschaftswachstum, Probleme und Umgang mit der Krise Seite 647-650, 644, 645, aus Fischer Weltalmanach (2010) Zahlen, Daten, Fakten Siehe Quellenverz.

4 Egon W. Kreutzer Stand 12. Sept. 2003 Der Fluss des Geldes Teil 9 Irrtümer und Täuschungen im Umgang mit Geld Währungsstabilität und Haushaltsdefizit (Sind Staatsschulden ein Risiko für zukünftige Generationen) Wo liegt also die reale Gefahr der Staatsverschuldung für die Währung? http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen9.html Aus dem Quellenverzeichnis:

5 Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen, Daten, Fakten (Globalisierung, Welthandel, Auslandsinvestitionen und Staatsverschuldung, Finanzmärkte, Geldpolitik, Kapitalmärkte Seite 652-664, China Seite 676-678) Fischer Taschenbuchverlag www.fischerverlage.de;

6 Jahresbericht des IWF (2010): Überblick mit Entwicklungen und neuen Richtlinien setzen um eine schärfere Währungspolitik anzustreben. Maßnahmen und Regeln aufzustellen und in Folge umzusetzen;

7 Daniel Rottgardt (2005):Die Schuld an der Krise, zeigt im Überblick Ziele und Auswirkungen des wirtschaftspolitischen Engagement des IWF vor und nach der Krise ab 1980 auf, Hauptseminararbeit Grin Verlag, München 26 Seiten; Vergleich zu Fischer Weltalmanach Zahlen, Daten, Fakten (2010) mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzkrise, Siehe Quellenverzeichnis;

8 Dokument (18.Februar 2010): IWF- Kredite in der globalen Wirtschaftskrise wie denkt und arbeitet als Geldgeber die Schweiz im IWF im Falle von leistungsschwachen Ländern. Herausgeber aliance-sued, Mark Herkenrath,Siehe Quellenverzeichnis;

9 Die Volkswirtschaft (2005): Internationale Finanzstabilität und die Rolle im IWF Monatsbericht von Dr. Martin K. Hess (EFV) Siehe Quellenverzeichnis; Aus dem Quellenverzeichnis:

10 Daniela Setton(2008): WTO-IWF-Weltbank Die „unheilige Dreifaltigkeit“ in der Krise. Kapitel IWF und Weltbank in Anpassungsnot - Die Konkurrenz kommt

11 Die Zeit (8.6.2010): „Euro-Finanzminister besiegeln 440 Milliarden-Bürgschaft, EU Währungsstabilität; http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-06/euro-rettung-finanzminister

12 Daniela Setton(2008): WTO-IWF-Weltbank 1. Die „Kohärenz-Agenda“ von IWF, Weltbank und WTO

13 Focus(28.10.2010): „EU-Kommissarin nennt Merkels Plan selbstmörderisch Verweis Quellenverzeichnis

Details

Seiten
41
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640963096
ISBN (Buch)
9783640963355
Dateigröße
682 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175387
Institution / Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt – Ferdinand Porsche Fernfachhochschulstudiengängen
Note
2
Schlagworte
Gutachter und Berater Stimmrechte Währungsstabilität Flexiblere Kreditumschuldungen Finanzhilfe Unterstützende Wirtschaftsinstrumente Stabilisierung der Finanzmärkte Strengere Finanzregeln Transaktionsgeschäfte fehlende Liquitäten Reformpakete Liberalisierung der Kapital- und Finanzmärkte Stärkung des globalen Firtschaftssystems Leistungsbilanzdefizit multilaterale Überwachung Transparenz Ungleichgewichte

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