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Perspektiven einer sozialraumorientierten Unterstützung von Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen

Überlegungen im Kontext von tagesstrukturierenden Angeboten

von Inna Doms

Bachelorarbeit 2009 63 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschichte der Institutionen - Entstehung der 2 Psychiatrie

2. Psychische Erkrankung

3. Rechtliche Grundlagen

4. Die psychosoziale Versorgungslandschaft

5. Die moderne Gesellschaft: Markt versus Soziales

6. Geschichte der Sozialraumorientierung

7. Sozialer Raum

8. Sozialraumorientierung
8.1 Prinzipien der Sozialraumorientierung
8.2 Zugänge zur Veränderung von Sozialräumen
8.3 Sozialraumanalyse

9. Sozialraumorientierung und Gemeindepsychiatrie

10.„Dritter Sozialraum“ und Bürger-Profi-Mix

Abstract

Literaturverzeichnis

Einleitung

Führt man sich die Entwicklung der Versorgung psychisch kranker Menschen vor Augen, so scheint klar, dass sich ein Paradigmenwechsel vollziehen muss. In der Vergangenheit ist dies bereits geschehen. Jedoch lag damals die Intension auf einer Umorientierung von der Institution hin zur Personenzentrierung. Heute scheint es - wie darzustellen sein wird - notwendig, einen Paradigmenwechsel in weiterführender Hinsicht zu betreiben: „Weg von der gemeindepsychiatrischen Versorgung! Hin zu einer sozialräumlichen Inklusion! Weg vom Profi-Denken, hin zum bürgerzentrierten Konzept!“

Die Idee zur Auseinandersetzung mit dieser Thematik entstand während meiner Praktikumszeit in einer Tagesstätte der gpe für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Mainz. Dort war es meine Aufgabe - neben der Arbeit im alltäglichen - die Einrichtung im Hinblick auf eine gemeinwesenorientierte Arbeit zu analysieren und erste Ideen zu entwickeln. Dort wurde es mir außerdem ermöglicht, mich mit dem Sozialraum auseinanderzusetzen und mir erste Gedanken über eine Studie zu machen, an der die Tagesstätte Interesse zeigte um ihr Hilfekonzept zu überdenken. Tragende Idee ist es, eine Beratungsstelle einzurichten, die Neuzugänge der Tagesstätte dahingehend begleitet, alternative Unterstützungssysteme in der Gemeinde ausfindig zu machen, sodass die Maßnahme Tagesstätte nicht weiter nötig erscheint. Aus den gewonnen Eindrücken heraus schien es mir interessant mich weitergehend mit der Sozialraumorientierung und ihren Chancen, aber auch Schwierigkeiten, für die Gemeindepsychiatrie zu beschäftigen.

Ergebnis ist die vorliegende Bachelor-Arbeit die das Thema „Perspektiven einer sozialraumorientierten Unterstützung von Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen. Überlegungen im Kontext von tagesstrukturierenden Maßnahmen.“ trägt.

Beginnen möchte ich mit einem Rückblick in die Vergangenheit und der Entstehung der Psychiatrie. Klarzustellen ist hierbei selbstverständlich auch, was psychische Krankheit überhaupt meint und welche Faktoren psychische Krankheiten bedingen. Neben den rechtlichen Grundlagen, wird außerdem auf die bestehende Versorgungslandschaft einzugehen sein. Daneben ist den Schwierigkeiten, mit denen sich unsere moderne Gesellschaft auseinander zu setzen hat, ein eigenes Kapitel gewidmet (Markt versus Soziales). Die Schwerpunkte meiner Arbeit im Folgenden bilden auf der einen Seite die Sozialraumorientierung mit ihren Methoden und Prinzipien, sowie die Umsetzung dieser in den Bereichen der Gemeindepsychiatrie. Auf der anderen Seite stehen die Möglichkeiten die Bürgerschaftliches Engagement bietet. Hierzu orientiere ich mich v.a. an Klaus Dörner, der im Rahmen seines „Dritten Sozialraum-Konzeptes“ einen Bürger-Profi-Mix fordert. Dies soll Ergebnis und Ende meiner Auseinandersetzung darstellen.

1. Geschichte der Institutionen - Entstehung der Psychiatrie

Um die heutige Situation von psychisch kranken Menschen in der Gesellschaft zu verstehen, ist es notwendig zuerst einmal in die Vergangenheit zu blicken. Denn je nach dem was für ein Menschenbild in der Gesellschaft verankert war, und was für eine Haltung die Menschen gegenüber „Unvernünftigen“ hatten, so versuchten sie auf bestimmte Weise mit ihnen umzugehen. Es hängt also immer davon ab, wie die Gesellschaft einen bestimmten Zustand des Menschen interpretiert, wie wichtig ihr Gesundheit ist. Diese Haltungen waren und sind immer abhängig von ökonomischen und geistigen Bedingungen einer Zeit und den jeweiligen Macht- und Herrschaftsverhältnissen.1 Dies macht einen Gesellschaftsprozess deutlich und somit die Geschichte der Institutionen angefangen mit der Institutionalisierung über Dezentralisierung hin zur gemeindeintegrierten Versorgung erklärbar. Die Psychiatrie kann man nur in der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung verstehen.2 Wie wir zu unserem heutigen Verständnis von Integration psychisch kranker Menschen gefunden haben, soll nun ein geschichtlicher Überblick vermitteln:

Im Altertum (Hippokrates) waren psychische Störungen Krankheiten, die durch ein Säfteungleichgewicht hervorgerufen wurden. Über den angemessenen Umgang wurde auch zu dieser Zeit schon gestritten. Es standen körperliche Gewalt, Medikation oder das heilende Gespräch zur Diskussion. Die Philosophen schworen auf Letzteres.3

Im Mittelalter war Gesundheit und Soziales Angelegenheit der Kirchen und Ordensgemeinschaften. Die Bedürfnisse des Menschen wurden ganzheitlich wahrgenommen. So durfte kein Mensch ausgegrenzt werden, vor allem psychisch Kranke, die -wie jeder Mensch- als Kinder Gottes galten. Anfangs durften sie bei ihren Familien und ihren Dorfgemeinschaften bleiben, später wurden Irrensiedlungen angelegt, um sie umfassend zu betreuen. Es wurden Narrenfeste gefeiert, als Ausdruck für die angeborene Narrheit des Menschen. Zum Ende dieser Epoche hin, im Zeitalter der Inquisition, galten psychisch Kranke jedoch als besessen, als Hexen, die man hinrichten musste. Sie wurden als Sündenböcke und zur Abschreckung für die Bevölkerung benutzt, gefoltert und ermordet. So konnte die Kirche mit ihrer Inquisition ihre Macht gegenüber dem weltlichen Staat doch demonstrieren.4 In der Renaissance schließlich blühten die Städte auf und die Bürger bemühten sich, ihre Stadt zur schönsten, saubersten und sichersten zu machen. Dazu wurden Menschen, die als gefährlich, unsozial, störend usw. galten, „unsichtbar gemacht“, indem sie ausgegrenzt wurden und in Krankenhäuser untergebracht oder aus der Stadt ausgewiesen wurden. Zu dieser Zeit wurden alle Menschen zur Arbeit aufgefordert.5

Mit der Aufklärung / dem Absolutismus (17. - 18. Jahrhundert) kam die Befreiung der Bürger von allem „Unvernünftigen“ auf. Das Leben wurde nach rationalen Erwägungen ausgerichtet. Das geschaffene Sieb ließ viele „unvernünftige“ Menschen durchfallen. Man versuchte mit allen Mitteln alle Menschen vernünftig zu machen, sei es durch das Militär, den bürgerlichen Moralkodex, die Entmündigung, die Medizin oder in Reservoirs (Konzentrations-, Umerziehungslager, Zucht-, und Arbeitshäuser). Im Ergebnis zeigt diese Entwicklung, dass jede Aufklärung auch pervertiert werden kann, wenn die jeweils geltende „Vernunft“ einen Absolutheitsanspruch geltend macht.6

In der Folgezeit, durch die Industrialisierung , wurde die Gesamtgesellschaft in Wirtschaftssystem, Familie und soziale Einrichtungen aufgespalten.7 Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Psychiatrien gegründet. Da sich die Wirtschaft auf Marktwirtschaft und industrielle Produktionsweise umstellte, zwang man die Bürger in Fabriken arbeiten zu gehen. Bürger mit der Fähigkeit zum reibungslosen monotonen Funktionieren waren brauchbar, die anderen kamen in Spezialeinrichtungen unter. Auf dieser Basis hat sich unser heute noch gültiges soziales Versorgungssystem herausgebildet. Die Verantwortung für das einst soziale Handeln und Helfen wurde durch die Industrialisierung den Bürgern genommen; sie und ihre Familien wurden durch die entstehenden Institutionen entlastet, damit sie für den Produktionsprozess zur Verfügung standen. So wurde das Helfen institutionalisiert, professionalisiert und später entsprechend der unterschiedlichen Behinderungsarten spezialisiert.8 Sogar heute noch geben die Bürger ihre Verantwortung/das Mittragen für Schwächere den sozialen Institutionen und den Professionellen ab, weil es sie überfordert. Aus der Nachbarschaft/Gemeinde, aus dem verflochtenen Haushalt wurde die isolierte Kleinfamilie. Die anfangs (ab 1830) noch relativ kleinen Einrichtungen mit ihrer gesunden Mischung der Betroffenen wurden aufgrund betriebswirtschaftlichen Denkens wegrationalisiert. Die Heterogenität in den Einrichtungen wurde als rückständig betrachtet, sodass alle Betroffenen nach diagnostischen Kriterien sortiert und homogenisiert in eigenen Institutionen behandelt wurden.9

Die Romantik als Gegen-Bewegung hingegen wendete sich den psychisch Kranken zu. Es wurden Irrenanstalten auf dem Lande gegründet, hauptsächlich um die „Irren“ vor dem hektischen Treiben der Großstadt zu bewahren. Die Heilkraft der Natur wurde hochgehalten.

William Battie gründete 1751 in England das St. Luke‘s Hospital als das erste Gegen-Modell, in dem die Beeinflussung des Kontextes der Patienten als wirksamer betrachtet wurde als Medikamente. In Frankreich forderte Pinel (1745-1826) die „Befreiung der Irren“. Leider blieben die „Irren“ nach der Umverteilung als einzige übrig. Selbst heute ergeben Meinungsumfragen, dass die Bevölkerung den psychisch Kranken eine Unberechenbarkeit zuspricht. Für Pinel sind psychisch Kranke Menschen, die sich selbst entfremden. In Deutschland gab es zu dieser Zeit kein vollständiges Modell der Psychiatrie. Ab 1800 waren Irrenanstalten zu verzeichnen, in denen allerdings akut und chronisch Kranke getrennt behandelt wurden. 1848 wurde durch die bürgerliche Revolution ein Modell der Psychiatrie von Griesinger erarbeitet. Er versuchte die seelischen, körperlichen, subjektiv- objektiven, idealistisch-materialistischen Aspekte zusammenzufassen und entwickelte die Stadtasyle als kleine stationäre Einheiten in der Gemeinde. Er forderte als Erster eine Gemeindepsychiatrie. Dennoch interessierte er sich nur für die Akutkranken und chronisch Kranke wurden außer Acht gelassen, die weiterhin in Großeinrichtungen behandelt wurden.10 Für die Kirchengemeinden war zu dieser Zeit der Gottes- und Menschendienst noch eine Einheit bis das Arbeiten aus den Haushalten in die Fabriken ausgelagert wurde. Sie erfanden anfangs noch kleine Unterbringungsformen (sozialintegriert und mit Hauseltern), schufen dann aber ebenfalls soziale Institutionen für „Ballastexistenzen“. Die kirchlichen Einrichtungen Diakonie/Caritas organisierten den Menschendienst in abgelegenen Großanstalten und ließen sich nicht mehr von anderen Anbietern unterscheiden. Die Kirchengemeinde selbst konzentrierte sich nur noch auf den Gottesdienst.11

Ab 1880 nahm der Staat durch die Sozialgesetze die Regie für die Organisation der Institutionalisierung und Professionalisierung des Helfens in die Hand.12

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Psychiatrie als Unterdisziplin der Medizin betrachtet, da die Medizin große Fortschritte machte und das Irresein als Körperkrankheit angesehen wurde, bzw. man annahm, dass psychische Störungen Gehirnkrankheiten seien. Demnach ließen sich Nervenärzte in den Anstalten nieder. Das Diagnostizieren und Klassifizieren wurde durch Fallbeobachtungen immer präziser (Bleuer, Kraepelin). Nachteile gab es für Patienten, weil das Interesse an ihnen vorwiegend diagnostisch war und an ihren Leichen hirnpathologisch. Sie wurden demnach hospitalisiert. Die Psychiater führten Psychosen auf Erbkrankheiten zurück. Demnach traten rassistische und antisemitische Theorien hervor, die zur Vernichtung lebensunwerten Lebens führten, z. B. im Nationalsozialismus. Hier wurde das Ziel einer leidensfreien Gesellschaft verfolgt. Dieses bestand aus der medizinischen Endlösung der sozialen Frage durch Beseitigung. Obwohl die meisten Psychiater/Pflegekräfte diese radikale Lösung ablehnten, gab es keinen heftigen Widerstand.13

Gerichtet an die chronisch psychisch Kranken sagt Dörner: „ Ihr wartüberwiegend die Gegenstände von Veranstaltung, Verwahrung, Verwaltung, Verwissenschaftlichung, Vernichtung. “14

20. Jahrhundert: Im Jahre 1934 konnte man in Dänemark eine erste Bewegung der Deinstitutionalisierung ausmachen, die durch Bürgerproteste u. a. gegen das Zwangssterilisationsgesetz entstand. Die Bürger forderten die Auflösung der Anstalten. Ende der 40er Jahre war die Politik dann soweit, den Bürgern Recht zu geben. Niels Erik Bank-Mikkelsens „Normalisierungsprinzip“ konnte sich somit entwickeln und sich sogar in anderen skandinavische Staaten, in England und den USA ausbreiten. Mit dem Normalisierungsprinzip ergab sich eine Bewegung der Deinstitutionalisierung. Diese Welle erreichte Deutschland erst gegen Ende der 50er Jahre mit Selbsthilfegruppen von Alkoholkranken/Körperbehinderten und der Gründung der Lebenshilfe. Eine Deinstitutionalisierungsbereitschaft war durch das 1961 eingeführte Bundessozialhilfegesetz zu erkennen (ambulant vor stationär), doch die Rechte der Ausgegrenzten wurden noch nicht explizit in den Blick genommen.15 Mit den 68ern ging noch einmal ein neuer Impuls einher. Die Krüppelbewegung ebnete den Weg zur Assistenz und dem Persönlichen Budget. Im Kinder- und Jugendbereich wurden Heime aufgelöst. Mit den Protest- und Reformbewegungen in den 60er/70er-Jahren trat die Sozialpsychiatrie zutage, die sich nun mit der Bedeutung von sozialen Umgebungsfaktoren für psychische Gesundheit/Krankheit befasste und dies durch epidemiologische Untersuchungen in Relation setzte.16

Um 1960 wurden Sozialarbeiter zum integralen Bestandteil der Psychiatrie und man bezog andere Wissenschaften wie die Soziologie mit ein. Dies führte zum Begriff „Sozialpsychiatrie“, der eigentlich überflüssig sein müsste, da Psychiatrie immer sozial sein sollte. Sozialpsychiatrie beinhaltet die schon erwähnten epidemiologischen Untersuchungen, Untersuchungen der psychiatrischen Einrichtungen (in Hinblick auf Hospitalismus) in Bezug auf Wechselwirkungen, die Prävention sowie Entwicklung günstiger Einrichtungen; sie bezieht sich auf das Milieu und soziotherapeutische Ansätze. Das Ziel ist ein chancengleiches Versorgungssystem zu entwickeln, sowie lebensnähere Orte der Begegnung zu schaffen. Im vorigen Jahrhundert näherten sich die Psychiatrie und Philosophie wieder an; der Mensch wurde zum selbstständig handelnden Subjekt. Die Psychoanalyse Freuds bezog soziale Aspekte mit ein und berücksichtigte die individuelle Psychodynamik, so stellte sie die bürgerliche Gesellschaft in Frage. Levinas Theorie von den sprechenden Augen des Anderen und M. Bubers dialogisches Prinzip „Der Mensch wird am Du zum Ich“ beeinflussten nun das psychiatrische Handeln. Nach Marx, Basaglia (um 1975) in Italien, Laing und Cooper in England, Szasz in Amerika - den Vertretern der Antipsychiatrie - stand die Psychiatrie im Begriff sich aufzuheben.17 Sie kämpften für eine Vermenschlichung der Psychiatrie und somit ihrer Auflösung. So machten sie das Elend in den Irrenanstalten sichtbar und die menschenunwürdigen Verhältnisse.18 Man erkannte, dass das psychische Kranksein nicht nur in dem Betroffenen wurzelt, sondern auch in seiner Umgebung.

Die Unmenschlichkeit der Anstalt wurde 1972 auch von Goffman entlarvt, der sie als „Totale Institutionen“ beschrieb. Merkmale dafür waren seiner Meinung nach die Beschränkungen des sozialen Verkehrs mit der Außenwelt, dass sich die Bereiche Schlafen, Freizeit, Arbeiten unter einem Dach abspielen, die Trennung zwischen Insassen und Aufsichtspersonal/hierarchische Strukturen, dass die Kommunikation von den Wärtern kontrolliert und der Tagesablauf bis ins kleinste geregelt wird ohne Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse.19 Englische und amerikanische Autoren untersuchten das sog. Institutionalisierungssyndrom, das sich nach langer Aufenthaltsdauer in einer „Totalen Institution“ zeigt.20 Aus diesen ganzen Erkenntnissen entwickelte sich die globale Bewegung der Deinstitutionalisierung und Gemeindepsychiatrie. Man wollte mit immer weniger Institutionen auskommen.21 Die Einführung der Sozialpsychiatrie war in Deutschland demnach maßgebend für die Psychiatrie-Enquete. Dazu wurde eine Sachverständigenkommission 1972 berufen, um die Lage in den deutschen Psychiatrien zu erarbeiten.22 Diese führte zu einer Psychiatrie- Reform und somit zur Verkleinerung vieler Großkrankenhäuser. Jedoch wollte man schnell zu viel erreichen, sodass eigentlich nur eine Umhospitalisierung stattgefunden hat. Chronisch psychisch kranke Menschen wurden in Heime verlegt, in denen die Verhältnisse nicht viel anders waren. Man konnte zu dieser Zeit noch nicht von einer Chronisch- Kranken-Psychiatrie aus denken.23 Das Ziel war leider keine Gemeindepsychiatrie, sondern nur eine gemeindenahe Psychiatrie folglich die Verkleinerung und nicht Auflösung der Großanstalten.24Nur in bescheidenerem Umfang - aber immerhin - kam es durch De- Institutionalisierung zu Anfängen einer gemeindepsychiatrischen Infrastruktur und zu wirklichen Entlassungen von chronisch psychisch Kranken in ambulante Betreuung. “25 Durch die Umhospitalisierung konzentrierte sich jedoch die Unerträglichkeit in den stationären Restheimen. Dort wurden die schlimmsten / nicht integrierbaren Fälle gesammelt.26 Man dachte nicht vom Letzten her. Die Deinstitutionalisierung geht auch heute noch langsam voran, weil viele Leitenden noch immer an ihrer Großeinrichtung festhalten. So fasst Dörner zusammen: „ Jedenfalls sind wir noch lange nicht soweit; denn das Krankenhaus ist gewohnt, von den Akut-Kranken her zu denken; das Heim ist gewohnt, seine ‚ Bewohner ‘ dauerhaft zu haben; und die Gemeinde hatte sich 150 Jahre daran gewöhnt, ohne die chronisch psychisch kranken Mitbürger gut zu funktionieren. “27 Die Entwicklungen, die sich jedoch getan haben, müssen weiterhin verfolgt werden. Wo bis 1980 die Institutionalisierung als normal galt, haben sich ambulante Hilfen nun bewährt und aufgezeigt, dass Institutionalisierung abnorm und unnötig ist.28 Jetzt gilt ambulant vor stationär! Um auch die „Letzten“ miteinzubeziehen bedarf es jedoch einer „Community Care“ und der Inklusion, nur so konnten die Skandinavier ihre gesunde Mischung herstellen und Integration von Bürgern mit und ohne Behinderung in der Gemeinde erreichen.29

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit der Zeit die medizinische Einseitigkeit korrigiert wurde. Nun wird der Mensch mit seiner psychopathologischen Problematik ganzheitlich gesehen, biologisch, psychisch und sozial. Sein soziales Umfeld hat Bedeutung erhalten, sodass heute auch versucht wird ambulante Hilfen, sowie Versorgungsstrukturen in der Gemeinde einzurichten. Der Ausgemeindung und Wiedereingemeindung von psychisch kranken Menschen liegen tiefgreifende Gesellschaftsprozesse zu Grunde. Heute kann man erkennen, dass die Bürger immer sensibler für Prozesse der Individualisierung und der Persönlichkeitsrechte für alle Menschen werden, dass Ausgrenzung immer schwieriger wird. Demnach verändert sich auch die Beurteilung von Vernunft, Werte und Sinn des Menschen.30

2. Psychische Erkrankung

Im Folgenden nun soll erläutert werden, was es bedeutete bzw. bedeutet psychisch krank zu sein, wie sich eine psychopathologische Problematik entwickeln kann und wie die gesellschaftliche Situation von Menschen mit psychischen Erkrankungen aussieht. Ferner wird es darum gehen, zu klären, um was es für ein Klientel bei den chronisch psychisch Kranken handelt. Gesundheit nimmt einen besonderen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Dies zeigt sich im medizinischen Fortschritt, der es uns ermöglicht ein langes Leben zu führen. Wie schon im vorigen Kapitel erwähnt, ist es stets ein gesellschaftlicher Prozess, was man als gesund (psychisch gesund) und somit als Unterschied zu psychisch krank definiert. Die Grenze zwischen psychischer Krankheit und Gesundheit verschwimmt, da man nicht ganz klar bestimmen kann, ab wann man denn eigentlich als psychisch krank gilt. So bestimmt die Gesellschaft durch ihre Normen und Wertvorstellungen, wann ein Mensch diesen nicht entspricht und somit als psychisch krank abgestempelt und ausgegrenzt wird. Erwähnenswert ist, dass manche Unterschiede zwischen dem Anspruch der Gesellschaft und der Wirklichkeit akzeptiert werden und andere mehr Aufmerksamkeit erregen.31 Dieses auffällige, abweichende, unerwünschte soziale Verhalten wurde stigmatisiert und mit Gegenmaßnahmen angegangen. Durch die Ausgrenzung in bestimmte für sie geschaffene Institutionen wurde die psychische Krankheit verbannt und tabuisiert. Die Gesellschaft hat ihre Vorurteile gegenüber psychisch kranken Menschen noch immer nicht abgebaut. Die Bevölkerung spricht ihnen auch noch heute eine Unberechenbarkeit zu und gibt ihre Verantwortung für die Schwächeren usw. gerne an Einrichtungen ab, „die sich schon um diese Menschen kümmern werden“. Angehörige fühlen sich überfordert und ratlos, und befürworten nach anfänglichen Bedenken eine Einweisung und psychologische Behandlung. So gehen für psychisch kranke Menschen immer mehr Kontakte in die Alltagswelt der Kommune verloren. Die bedeutungsvollen Beziehungen, Bestätigung, Zuwendung, Rückhalte, Rat und Hilfe finden durch die Institutionalisierung nur noch mit Schicksals- und Leidensgefährten statt.32 Sie vereinsamen und isolieren sich, weil sich Freunde und Familie zurückziehen.

Basaglia bestimmt die Realität des psychisch kranken Menschen folgendermaßen: „ Wenn tatsächlich der Kranke die einzige Realität ist, auf die wir uns zu beziehen haben, dann müssen wir uns eben gerade mit beiden Seiten dieser Realität befassen: mit der, daßer ein Kranker mit einer (dialektischen und ideologischen) psychopathologischen Problematik ist, und mit der anderen, daßer ein Ausgeschlossener ist, ein gesellschaftlich Gebrandmarkter. Eine Gemeinschaft, die therapeutisch sein will, mußsich diese doppelte Realität - Krankheit und Brandmarkung - vor Augen halten, um nach und nach die Gestalt des Kranken so rekonstruieren zu können, wie sie gewesen sein mußte, bevor die Gesellschaft mit ihren zahlreichen Schritten der Ausschließung und der von ihr erfundenen Anstalt mit ihrer negativen Gewalt auf ihn einwirkte.33

Demnach muss auch immer mitbedacht werden, dass das soziale Umfeld durch ihre Diskriminierung und Stigmatisierung das So-Sein des psychisch kranken Menschen beeinflusst. Im Folgenden wird zu erläutern sein, wie sich die Persönlichkeit entwickelt und wie es zu einer psychischen Krankheit kommen kann und was demnach für den Umgang mit psychisch kranken Menschen von Bedeutung ist.

Der Mensch ist nach dem biologisch-psychisch-sozialen Modell in seiner Ganzheitlichkeit zu sehen. Dies schließt auch mit ein, dass alle drei Ebenen stets in Wechselwirkung miteinander agieren. Das Subjekt tritt über die Tätigkeit mit dem Objekt/mit der Umgebung in Kontakt und umgekehrt. Da der Mensch ein soziales Wesen ist, ist er für seine Entwicklung auf soziale Beziehungen angewiesen. Dies wird von Bubers Satz: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ verdeutlicht. Je nachdem was für ein Gegenüber wir dem anderen sind, beeinflusst dies seine Entwicklung. Maturana/Varela (Systemtheorie) sehen das Lebewesen als ein gleichzeitig offenes und geschlossenes System, das im wechselseitigen Austausch mit der Umwelt steht und auf Umweltbedingungen reagiert, ohne seine Struktur aufzugeben. Es organisiert sich selbst (Autopoiesis). Indem es offen ist, nimmt es selektiert Außenreize auf und kann sich gleichzeitig als geschlossenes System von der Umwelt abgrenzen.34 Luhmann weitet den Autopoiesis- Begriff auf neuronale, psychische und soziale Systeme aus. Für ihn besteht der Mensch aus vielen autopoietischen Systemen (Nervensystem, endokrines System usw.), die strukturell gekoppelt sind.35 Demnach können psychische Erkrankungen biologische, psychische oder soziale Ursachen haben. Den Betroffenen sollte man in verschiedene Systeme eingebunden sehen (Nervensystem, Bewusstseinssystem, soziale Systeme), die miteinander vernetzt sind.

Jantzen geht dabei von folgendem aus:36 Jeder Mensch baut sich vor dem Hintergrund seiner Biografie ein Erklärungssystem der sozialen Wirklichkeit auf. Er versucht die Welt psychisch abzubilden, zu konstruieren. Für eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung erfordert es einer Entsprechung von Abbildniveau und Tätigkeitsniveau, was bedeutet, dass der Mensch einer adäquaten Kommunikation zwischen seiner sozialen Umwelt und seiner psychischen Organisation bedarf. Treten isolierende Bedingungen auf, so wird dies als Deprivation, Überstimulierung oder widersprüchliche Information gekennzeichnet. Findet dies keine Entsprechung, führt dies zu Wahrnehmungstäuschungen, die jedoch bewältigt werden können, wenn die Person auf andere Operationen zugreifen kann. Falls dies nicht zutrifft, können isolierende Bedingungen je nach Entwicklungsniveau der Person je andere psychopathologische Auswirkungen haben. D.h. wenn die Person das Problem nicht alleine durch das reine Durchdenken der Situation lösen kann, braucht sie die Hilfe anderer Individuen. Demnach sind Bindungen/Sicherheit und somit emotional positiv bewertete Formen der Kooperation sehr wichtig. Wenn die Kooperationsfähigkeit eingeschränkt ist oder Möglichkeiten der Kooperation nicht hinreichend zur Verfügung stehen, so passt sich die Person den isolierenden Bedingungen an und es kommt zur Umbildung der Persönlichkeitsstruktur. Um die höheren psychischen Ebenen wieder herzustellen, greift die Person auf niedere Ebenen zurück, um sich selbst zu stabilisieren. Dies führt auf der sozialen Ebene zur Einschränkung der Tätigkeitsmöglichkeiten. Diese Tätigkeiten sollten dann kooperativ aufgegriffen werden, um für die Person neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Psychische Krankheiten sind demzufolge Möglichkeiten der Vermittlung menschlicher Natur und gesellschaftlicher Tätigkeit der Menschen, d.h. sie sind Konstruktionen, „ die einer veränderten sozialen Entwicklungssituation durch Aufrechterhaltung des Selbst Rechnung tragen. Sie sind insofern systemhaft und sinnvoll37. Diese Konstruktion der Wirklichkeit ist unter den gegebenen Umständen meist die beste Lösung. Nach Luhmann müsste demnach das Bewusstseinssystem mit seiner eigenen konstruierten Wirklichkeit geschützt und in seiner Struktur unterstützt werden, damit es genügend Sicherheit hat, zu gemeinsamen Konstruktionen zurückzukehren.38

Mit den Anfängen der Sozialpsychiatrie und der Antipsychiatrie wurde die psychische Krankheit als Symptom der sozialen Umgebung und Zeichen von Kommunikationsstörungen gesehen. Die Krankheit wurzelt nicht nur in dem Einzelnen, sondern auch in seiner Umgebung.39 Seitdem war man der Ansicht, dass psychisch kranke Menschen so lange wie möglich in ihren natürlichen Lebensbezügen zu lassen40, da sie sonst in der Großanstalt hospitalisiert werden würden. Hieran wird sichtbar, dass die soziale Umgebung der Person diese beeinflussen kann. So ist es dann auch möglich, dass in schwierigen belastenden soziologischen/wirtschaftlichen o.a. Verhältnissen psychopathologische Störungen auftreten können, bspw. durch Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck in der Gesellschaft usw.

Folglich kann man auch annehmen, dass in der heutigen Zeit, psychische Krankheiten zunehmen, da die Belastung/der Druck durch die Finanzkrise/Arbeitslosigkeit und den sozialen Abbau zunehmen. Durch den Fortschritt der Medizin, werden die Menschen zudem immer älter und eine weitere neue Bevölkerungsgruppe wird, so Dörner, erkennbar: die Neo- psychisch-Kranken, bei denen es sich um leichte Befindlichkeitsstörungen und Persönlichkeitsbesonderheiten handelt, die früher eigentlich noch als normal galten.41 Eine dritte Gruppe stellen die chronisch Kranken dar, die nicht mehr an einer Akutkrankheit sterben. Jedoch existiert bis heute keine ausformulierte Chronisch-kranken-Medizin.42 Dies gilt auch für die Chronisch psychisch kranken Menschen. Meist handelt es sich hierbei um Menschen, die durch die Isolierung und Institutionalisierung, bzw. durch eine hingelegte Patientenkarriere, eine Chronizität herausgebildet haben.43 Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie längerfristig krank sind und über lange Zeiträume in psychiatrischen Einrichtungen behandelt wurden/werden.44 Durch die langen Klinikaufenthalte sind Beziehungen zu Freunden und Angehörigen meist abgebrochen, sodass sie vereinsamt sind. Diese Isolation verschließt so auch den Zugang zu stützenden/normalisierenden Ressourcen des sozialen Umfeldes, was zudem auch negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat.45 Des Weiteren sind die Nebenwirkungen der Chronifizierung verheerend: Sie leiden durch Neuroleptika an Konzentrationsschwäche, Gefühlsverflachung, einer veränderten Körperselbstwahrnehmung und verlieren ihre sozialen Fähigkeiten, wie Kommunikation. Dies führt zu sozialem Rückzug, sodass sie in sehr geringem Ausmaß sozial integriert sind. Aufgrund ihres abweichenden Verhaltens und ihrer Beeinträchtigungen fallen sie aus den Erwartungshorizonten alltäglichen Handelns heraus, werden in ihrem näheren Umfeld und am Arbeitsplatz stigmatisiert und ausgegrenzt und chronifizieren letztendlich, da sie bspw. als erwerbsunfähig46 sogar aus der Werkstätte für behinderte Menschen herausfallen. Kardorff beobachtet weiter, dass chronisch kranke Menschen „ in Kreisläufen zwischen Klinikaufenthalt, therapeutischer Wohngemeinschaft, betreutem Einzelwohnen, Begleitung und Krisenintervention im sozialpsychiatrischen Dienst, Tagesgestaltung in einer Tagesstätte mit Zuverdienstmöglichkeit, einer Maßnahme der Berufsförderung und wieder der Klinik in einem von derübrigen Gesellschaft kaum bemerkten, weil in ihr selbst durch unsichtbare Grenzen markierten ambulanten Ghetto “ zirkulieren .47

Chronisch psychisch kranke Menschen können als Systemsprenger bezeichnet werden, da sie nicht in Schubladen gesteckt und geheilt werden können. Man spricht oft von einem „Harten Kern“, der als nicht mehr integrierbar gesehen wird und die immer wieder aus Einrichtungen herausfallen.48 Es wird deutlich, dass die Akut-Psychiatrie noch nicht vom chronisch psychisch Kranken her denkt. Wenn sie vom Letzten her denken und handeln würde, wäre die Chronisch-Kranken- Psychiatrie als Basis anzuerkennen.49 Denn bei chronisch psychisch kranken Menschen geht es nicht mehr nur um Therapie, sondern um lebenslange Begleitung.50 Es wird darum gehen, vom Schwächsten her zu denken, denn dann wird es möglich sein, dass Menschen nicht mehr ausgegrenzt werden. Doch dafür sollte das psychische Kranksein als Thematik wieder in die Gemeinde zurückgeführt werden, damit auch die Bürger erkennen, dass Krankheit immer ein Bestandteil des Lebens ist, ebenso wie sein Gegenpart die Gesundheit. Das Erleben zeichnet sich immer auf dem Hintergrund menschlicher Sterblichkeit ab. Ferner lernen so die Bürger Verantwortung für Schwächere zu übernehmen und nicht mehr auszugrenzen, denn psychische Krankheit ist auch nur eine Möglichkeit des Seins, die in jeder Persönlichkeit entstehen kann. Schließlich hängt seelische Gesundheit auch davon ab, inwieweit ein Gemeinwesen jedem Bürger Basisressourcen garantiert, um seine elementaren Bedürfnisse zu befriedigen, die da seien: physiologische Bedürfnisse, Bedürfnisse nach zwischenmenschlichen Beziehungen, Bedürfnisse nach sozialer Anerkennung, Bedürfnisse nach Sinngebung.51

Inwieweit diese in der Gesetzgebung berücksichtigt werden und welche Rechte den psychisch kranken Menschen zustehen, wird im folgenden Kapitel aufgezeigt.

3. Rechtliche Grundlagen

Im Folgenden Kapitel soll es nun um die rechtlichen Rahmenbedingungen der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen gehen.

[...]


1 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 475.

2 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 477f.

3 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 476.

4 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 476f.

5 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 477f.

6 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 478f.

7 Vgl. Richter 1998, S. 273.

8 Vgl. Dörner 2007, S. 22.

9 Vgl. Dörner 2007, S. 26.

10 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 480ff.

11 Vgl. Dörner 2007, S. 111ff.

12 Vgl. Dörner 2007, S. 22.

13 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 484-488.

14 Dörner, Klaus 1998, S. 11.

15 Vgl. Dörner 2007, S. 49ff.

16 Vgl. Ciompi 2001, S. 758.

17 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 489-492.

18 Vgl. Battegay et al. 1977, S. 271ff.

19 Vgl. Späte 2001, S. 108f.

20 Vgl. Ciompi 2001, S. 758.

21 Vgl. Dörner, Klaus 1998. S. 12.

22 Vgl. Hopfmüller 1998, S. 119f.

23 Vgl. Dörner, Klaus 1998, S. 162.

24 Vgl. Schwendy 2001, S. 34.

25 Vgl. Dörner, Klaus 1998, S. 330.

26 Vgl. Dörner 2007, S. 38f.

27 Vgl. Dörner, Klaus 1998, S. 160.

28 Vgl. Dörner 2007, S. 46f.

29 Vgl. Dörner 2007, S.30.

30 Vgl. Dörner et al. 2009, S. 489-492.

31 Vgl. Gaebel et al. 2005, S. 20.

32 Vgl. Görres et al. 2009, S. 24.

33 Basaglia 1974, S. 15.

34 Vgl. Hemdendreis 2001, S. 386f.

35 Vgl. Hemdendreis 2001, S. 387.

36 Vgl. Jantzen 2007, S. 283-287.

37 Jantzen 2005, S. 186f.

38 Vgl. Hemdendreis 2001, S. 374.

39 Vgl. Battegay et al. 1977, S. 285.

40 Vgl. Battegay et al. 1977, S. 285f.

41 Vgl. Dörner 2007, S. 13.

42 Vgl. Dörner 2007, S. 177f.

43 Vgl. Strotzka 1972, S. 16.

44 Vgl. Rasmus 1998, S. 31.

45 Vgl. Holler et al. 1996, S. 54.

46 Vgl. Kardorff 2008, S. 295 f.

47 Siehe Kardorff 2008, S. 305.

48 Vgl. Hopfmüller 1998, S. 91ff.

49 Vgl. Dörner 1998, S. 9.

50 Vgl. Dörner 1998, S. 21f.

51 Vgl. Oelschlägel zit. n. Legewie 2007, S. 219.

Details

Seiten
63
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640943395
ISBN (Buch)
9783640943029
Dateigröße
664 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v173994
Institution / Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Note
2,0
Schlagworte
perspektiven Sozialraumorientierung psychische Erkrankungen

Autor

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Titel: Perspektiven einer sozialraumorientierten Unterstützung von Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen