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Das Burn-out Syndrom. Definition, Stressentstehung, Risikofaktoren

Hausarbeit 2010 10 Seiten

Soziologie - Medizin und Gesundheit

Leseprobe

Gliederung

1.Einleitung. 3

2.Burn-Out 4
2.1 Was ist Burn-out?. 4
2.2 Begleitende Krankheiten. 6

3. Risikofaktoren, die zum Burn-out führen können. 7
3.1 Risikofaktoren für Burn-out im Lehrerberuf. 7
3.2 Risikofaktoren für Studierende. 8

4. Schlussteil 9

5. Literaturverzeichnis. 10

1.Einleitung

In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Thema Burn-out beschäftigen. Dazu möchte ich zunächst eine Definition des Themas geben, um die Frage zu klären, was Burn-out überhaupt ist oder was man sich darunter vorzustellen hat. Hierzu werde ich darauf eingehen, wer betroffen ist und welche Krankheiten das Krankheitsbild Burn-out begleiten. Um einen besseren Überblick über Formen und Ausprägungen dieser Krankheit zu geben, werde ich anschließend die Risikofaktoren anhand des Beispiels von Lehrern und Studenten darstellen. In meiner Arbeit geht es mir in erster Linie darum einen Einblick in die Materie der Krankheit zu geben um sie zu verstehen.

Burn-out ist schon längst eine Volkskrankheit, die jeden von uns betreffen kann. Exakte Daten und Fakten sind schwierig zu ermitteln, aber die Betriebskrankenkassen schätzen, dass jeder Neunte in Deutschland darunter leidet. Streng genommen handelt es sich beim Burnout-Syndrom um keine Krankheit, sondern um einen „Zustand körperlicher, psychischer und geistiger Erschöpfung, der durch normale Erholungszeiten nicht mehr kompensiert werden kann“1, wie der Frankfurter Psychoanalytiker Hansjörg Becker erklärt.

Fast jeder von uns kennt heute Fälle aus dem Bekanntenkreis. Zum Beispiel die ehrgeizige Studentin, die unbedingt in möglichst kurzer Zeit ihre Examensarbeit schrieben will und den Druck nicht mehr standhält oder den Top-Manager einer DAX Firma, der Tag und Nacht nur noch arbeitet und irgendwann zusammenbricht.

Aber auch Prominente trifft dieses Syndrom immer wieder. 2004 hatte der Skispringer Sven Hannawald seine Karriere beendet nachdem er zwei Jahre zuvor als erster und einziger Skispringer alle Wettbewerbe der seiner Tournee gewonnen hatte. In dem Zeitungsartikel „Hannawald genießt sein „neues“Leben“ beschriebt er, dass er „zu nichts mehr Lust hatte, sich zu nichts aufraffen konnte und es als Belastung empfand sich den Schanzen, die er um die Jahrtausendwende beherrscht hatte, überhaupt nur zu nähern“2.

2.Burn-Out

Dr. Manfred Nelting, anerkannter Psychotherapeut und Spezialist für Burn-out Fälle, erklärt in seinem Buch „Burn Out – Wenn die Maske zerbricht“: „[...] wer ausbrennt muss vorher gebrannt haben [...]“3. Um dies besser zu verstehen werde ich in dem folgendem Teil zuerst eine allgemeine Definition gegeben, um danach die begleitenden Krankheiten zu beleuchten.

2.1 Was ist Burn-out?

Der Begriff „Burn-out“, was auf deutsch soviel wie „ausgebrannt“ heißt, wurde das erste mal 1974 von dem New Yorker Psychoanalytiker Herbert Freudenberger beschrieben. In seinem Buch „Burnout: The High Cost of High Achievement“ beschriebt er das Aufopfern von Menschen in helfenden Berufen im Rahmen des sogenannten Helfersyndroms. Mit helfenden Berufen meint Freudenberger in erster Linie Berufe, die mit Menschen zu tun haben, wie zum Beispiel Sozialarbeiter, Lehrer, aber auch Verkäufer oder andere Berufsgruppen, die sich mit Menschen beschäftigen.

Der Psychoanalytiker merke zuerst bei dich selber, das ihm der Beruf, der ihm sonst immer Spaß gemacht hatte, nicht mehr genauso erfüllt wie früher. Zusätzlich fand er heraus, dass seine Kollegen, die auch schon Jahre im Beruf waren immer zynischer und unmotivierter ihre Patienten behandelten. Freudenberger analysierte daraufhin auch andere Berufsgruppen und kam zu dem Ergebnis, dass immer wieder die selben Symptome auftreten:

Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwächen, nicht selten in Kombination mit körperlichen Symptomen wie Verdauungsproblemen oder Rückenschmerzen.

Freudenberger definierte Burn-out daraufhin als "einen Zustand erschöpfter physischer und mentaler Ressourcen", der mit dem Arbeitsleben im direkten Zusammenhang steht.4

[...]


[1] Georg Meck „Burn out Syndrom – erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde“, FAZ, 08.03.2010

[2] Martin Beils: „Hannawald genießt sein „neues“ Leben“, Rheinische Post, 29.12.2010

[3] Dr. Manfred Nelting, Burn Out, 2010, S.29

[4] Vgl. Freudenberger, Burnout: The High Cost of High Achievement, 1980, S. 8-56

Details

Seiten
10
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783668190467
Dateigröße
570 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v173980
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Schlagworte
burn-out syndrom definition stressentstehung risikofaktoren

Autor

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Titel: Das Burn-out Syndrom. Definition, Stressentstehung, Risikofaktoren