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Das Verständnis des Glaubens bei Dietrich Bonhoeffer unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur

Bachelorarbeit 2010 44 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Kurzbiografie von Dietrich Bonhoeffer

3. Die Zeit von 1933-1945
3.1 Stellung der Kirche im Dritten Reich
3.2 Christen und Kirche im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand
3.3 Kirche und Staat vor der Judenfrage

4. Glaube ist
4.1 Kirche
4.2 Christus
4.3 Nachfolge

5. Interpretation des Gedichts „Christen und Heiden“ im Kontext

6. Schluss

7. Literaturverzeichnis
7.1 Quellen
7.2 Hilfsmittel
7.3 Sekundärliteratur

8. Anhang

1. Einleitung

Wer die Zeit von 1933 bis 1945 im kirchlichen Kontext betrachtet, wird immer wieder auf den Namen Dietrich Bonhoeffer stoßen. Dietrich Bonhoeffer ist für viele Christen ein Begriff und wird weltweit als Märtyrer verehrt.[1] Dies bestätigte sich ebenfalls in meiner unternommenen Umfrage zum Thema „Glaube und Dietrich Bonhoeffer“.[2] Bei dieser Umfrage gaben etwas über 70 % der Befragten im Alter von neun bis 86 Jahren an, den Namen Dietrich Bonhoeffer schon einmal gehört zu haben. In etwa genauso viele konnten sogar zusätzlich noch etwas über Dietrich Bonhoeffer aufschreiben. Dabei kam ganz deutlich zum Ausdruck, was mit diesem Mann in Zusammenhang gebracht wird. Am häufigsten wurde folgendes Bild mit ihm assoziiert: Er war Theologe zur Zeit des Nationalsozialismus, Widerstandskämpfer mit einem starken Glauben und wurde am Ende für seine Bemühungen verhaftet und umgebracht. Ob dieses Bild richtig ist, wird unter anderem in der vorliegenden Arbeit betrachtet. Aus Interesse an der Zeit des Nationalsozialismus entstand dieser Arbeit. Dieses Interesse scheint der geschichtlichen Greifbarkeit verdankt zu sein. Noch gibt es Zeitzeugen, mit denen man über diese Jahre reden kann. Während des Schreibens dieser Arbeit sprach ich mit einem Bekannten, der in dieser Zeit aufwuchs und auch in Kriegsgefangenschaft war. Er konnte mir viel erzählen, umso erstaunter war ich, als sich im Gespräch herausstellte, dass ihm Dietrich Bonhoeffer nur vom Namen her ein Begriff ist.

Auch in der Literatur findet man viel über Dietrich Bonhoeffer. Zu dem einen Gebiet mehr, zu dem anderen weniger. Vor allem Eberhard Bethge hat sich intensiv mit Dietrich Bonhoeffer beschäftigt. Doch nur wenige setzten Schwerpunkte in ihren Auseinandersetzungen mit Dietrich Bonhoeffer. Zu diesen Wenigen gehören Jürgen Henkys, welcher die Gefängnisgedichte interpretierte und Roland Biewald, der dem Adressaten seine Überlegungen zum besseren Verständnis Bonhoeffers näher bringt. Die Fragen, die mich bewegten wurden nirgends ausführlich thematisiert: Was verstand man in dieser Zeit eigentlich unter Glauben? War Glaube überhaupt möglich? Was war Glaube für Dietrich Bonhoeffer?

Ziel dieser Arbeit ist es, diese Fragen zu beleuchten und Antworten zu finden. Nachdem zu Beginn ein kurzer Überblick über das Leben Dietrich Bonhoeffers zu finden ist, wird zuerst einmal die Stellung der Kirche und Menschen der damaligen Zeit betrachtet. Anschließend an die Bedingungen der Zeit des Nationalsozialismus wird konkret auf Bonhoeffers Glaubensverständnis eingegangen. Eine Gedichtsinterpretation wird beispielhaft für Bonhoeffers Glaubens- und Lebensweg die gesammelten Erfahrungen der vorherigen Kapitel zum Abschluss bringen.

2. Kurzbiografie von Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer wurde zusammen mit seiner Zwillingsschwester Sabine am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Sein Vater war Karl Bonhoeffer, ein Neurologe und Professor für Psychiatrie, der mit Paula geb. von Hase verheiratet war. Dietrich Bonhoeffer wuchs mit sieben Geschwistern auf und hatte bis auf eine Blinddarmoperation eine behütete Kindheit. 1912 zog Familie Bonhoeffer nach Berlin, weil der Vater Dietrichs den Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie in Berlin übernahm.[3]

„Berlin wurde und blieb für Bonhoeffer die bestimmende Stadt: das kaiserliche, das republikanische und das zögernd nationalsozialistisch gewordene Berlin; das liberale und das kirchliche, das konservative und das weltoffene Berlin |…|“[4]

Ab 1913 besuchte Dietrich das nahegelegene Friedrich-Werdersche-Gymnasium und wechselte bald auf das Grunewald-Gymnasium. Dietrich Bonhoeffer war ein begabtes Kind, welches mit zehn Jahren Mozartsonaten vorspielte und später eine Kantate über den Psalm 42 schrieb. Im Jahr 1923 bestand Bonhoeffer das Abitur und wollte seinen Kindheitswunsch, Theologe zu werden, erfüllen. Nach Familientradition studierte er die ersten beiden Semester in Tübingen. In Tübingen war Dietrich Mitglied der Jugendbewegung „Igel“, mit der er für zwei Wochen Soldat wurde, seine einzige militärische Erfahrung. Aufgrund der politischen Lage setzte Bonhoeffer, nach einem Zwischensemester in Rom, das Studium in Berlin fort. Bereits während seines Studiums begann er mit 19 Jahren seine Doktorarbeit und seinen praktischen Dienst. Mit 21 schloss Dietrich Bonhoeffer seine Dissertation ab.

„Gerade jetzt, als der akademische Weg offen stand, begann ihn der Weg zur Kanzel mehr zu reizen als der zum Katheder. Bonhoeffer entschied sich für die kirchliche Ausbildung.“[5]

Er absolvierte das anschließende Vikariatsjahr in Barcelona und die kirchliche Prüfung zur Ordination erfolgreich. Während Bonhoeffer noch auf seine Berechtigung zur Ordination warten musste, schob er ein Studienjahr in Amerika ein. Ab 1931 war Dietrich Bonhoeffer Privatdozent, Studentenpfarrer und Hilfsprediger. Fünf Jahr später durfte er das akademische Amt nicht mehr ausüben. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 befand sich Bonhoeffer in Konfrontation gegenüber dem Führer. Dietrich Bonhoeffer trat in den Kirchenkampf ein, zog sich aber zurück und beteiligte sich an der Gründung des Pfarrernotbundes. 1933 bis 1935 war er Gemeindepfarrer in London und wollte Abstand zu der politischen Situation in Deutschland gewinnen, was ihm aber nicht glückte. Ab 1935 arbeitet Dietrich in einem Predigerseminar der Bekennenden Kirche.[6] „|…| die beruflich und menschlich ausgefüllteste Zeit |…|“[7] 1936 besuchte Bonhoeffer mit Seminaristen Schweden. Zusammen mit Eberhard Bethge fuhr er im selben Jahr aus kirchenpolitischem Interesse zur ökumenischen Konferenz nach Chamby. Im Anschluss an die Konferenz verbrachte Dietrich Bonhoeffer ein paar Tage in Italien, um Abstand zu gewinnen. Während sich die politische Lage weiterhin verschlechterte, hatte die Bekennende Kirche 1938 ihren Tiefpunkt. Dietrich erhielt ein Aufenthaltsverbot für Berlin, um jegliche Kommunikation mit Bekannten zu unterbinden. 1939 war Bonhoeffer in England bei seiner emigrierten Zwillingsschwester zu Besuch und plante von dort einen „Urlaub“ nach Amerika. Als Dietrich Bonhoeffer in Amerika war, standen ihm alle Türen offen, wie nur wenigen. „Dann kam der 20. Juni 1939, der über Bonhoeffers Leben entschieden hat.“[8] Dietrich entschloss sich nach Deutschland zurück zu kehren. Im März 1940 nahm er seine Arbeit wieder auf, die jedoch kurze Zeit später unterbunden wurde. Bonhoeffer und Eberhard Bethge wurden durch den Bruderrat zu Visitatoren und „|…| reisten im Sommer durch ostpreußische Gemeinden.“[9] Dietrich Bonhoeffer arbeitete weiterhin am Widerstand der Kirchen mit und unternahm Reisen nach Schweden, Norwegen, Italien und in die Schweiz, aufgrund seiner Pass- und Visamöglichkeit. Im Januar 1943 verlobte sich Bonhoeffer mit Maria von Wedemeyer. Im selben Jahr, am 5. April 1943 wurde Dietrich verhaftet und ins Tegeler Gefängnis gebracht. Er erlebte eine schwierige Zeit und musste sich mit Qualen, mangelnder Hygiene, Prozessen und Leid beschäftigen. Am 8. Oktober 1944 wurde Bonhoeffer, aufgrund von Aktenfunden, in das Kellergefängnis der Prinz-Albrecht-Straße verlegt. Bonhoeffer sollte jedoch für weitere Verhöre aufgespart werden und wurde am 7. Februar 1945 in das KZ Buchenwald verlegt. Irrtümlicherweise wurde Dietrich Bonhoeffer dann nach Schönberg gebracht, jedoch bald von Abgesandten nach Flossenbürg geholt, wo er dann am 9. April 1945 erhängt wurde.

3. Die Zeit von 1933- 1945

3.1 Die Stellung der Kirche im Dritten Reich

Um die Stellung der Kirche im Dritten Reich zu betrachten, muss man noch etwas weiter in der Geschichte zurückblicken. Die Zeit des 1. Weltkrieges brachte viele Veränderungen mit sich. Viele Menschen starben, Landschaften und Wohnräume wurden zerstört und politische Systeme zerbrachen.

„Auf der einen Seite hatte sich mit dem Kommunismus und seinen Ablegern eine linksradikale Bewegung entwickelt, auf der anderen Seite erstarkte in vielen Ländern eine national-konservative Strömung, die vielerorts direkt in den Faschismus mündete.“[10]

Diese beiden Seiten unterschieden sich voneinander. Während der Kommunismus antireligiös war, schlug die national-konservative Strömung eine religiöse Richtung ein.[11] Viele Menschen stellten sich daher bewusst auf die Seite der national-konservativen Strömungen. Viele rechtsnationale Theologen gründeten 1927 eine Gemeinschaft, die sich „Deutsche Christen“ nannte und forderten die Abschaffung jeglicher jüdischer Einflüsse.[12] Dies war der Beginn der Meinungsverschiedenheit innerhalb der Kirche. Doch das war längst nicht der ausschlaggebende Punkt. Eine weitere wichtige Rolle hatte Hindenburg inne. Hindenburg, Chef der obersten Heeresleitung und zweiter Reichspräsident der Weimarer Republik, genoss viel Vertrauen vom deutschen Volk und Zuspruch für den 30. Januar 1933. Er hatte Hitler[13] berufen, um das deutsche Volk aus der Weimarer Republik zu führen. Dieser galt als von Hindenburg Auserwählter und gottgesandter Überwinder.[14] Doch mit der Machtergreifung Adolf Hitlers änderte sich alles. Adolf betonte in seinen Reden immer wieder das Christentum als Basis. Auch in den Wahlkampfreden (5.März 1933), welche eher einer Predigt glichen, betonte Hitler immer wieder das Christentum als Grundlage.[15] Doch das war alles nur Schein, denn „um die Kirchen von ihren Gläubigen zu trennen, mußte sich der Staat als der allerchristlichste gebärden.“[16] Hitler versuchte von Anfang an die Kirche nach seinem Bilde zu formen, was ihm aber nur zum Teil glückte.

„|…| (Das Jahr) 1933 brachte den Deutschen Christen einen großen Aufschwung. Sie feierten in Dankgottesdiensten die „durch Gottes Fügung“ erzielte politische Wende.“[17]

Daran ist zu erkennen, was für eine wichtige Stellung die Kirche bei der Bevölkerung einnahm. Jedoch konnte sich der größte Teil der Nation nicht entscheiden zu welcher Kirche sie denn wirklich gehören. Denn 1933 stand die Kirche vor einer großen Versuchung. Sie stand vor der Wahl, sich entweder unterzuordnen und so eine angesehene Stellung zu erlangen oder allein Stand zu halten. Durch dieses Ereignis kam es zu einem inneren Streit.[18] Die Deutschen Christen standen nun der Bekennenden Kirche gegenüber. Doch auch in der Bekennenden Kirche waren viele Christen, die den Nationalsozialismus bejahten.[19] Jeder einzelne von ihnen musste sich die Frage stellen: „An was oder wen glaube ich eigentlich?“ Der Staat griff immer mehr in die Kirche ein. Als die Deutschen Christen eine Einheit der Landeskirchen forderten, unterstütze und beeinflusste die NSDAP die Kirchenwahlen mit ihrem Propagandaapparat.[20] Bei dieser Gelegenheit wurde die evangelische Jugend in die Hitlerjugend überführt und noch mehr Einfluss vom Staat ausgeübt. Hitler war fasziniert von der Motivationskraft und Glaubensbereitschaft der Deutschen und wollte diese für sich nutzen.[21] Hierbei wird auch deutlich, dass die entscheidende Bedrohung nicht direkt vom Staat ausging, sondern aus der Kirche selbst. Kurze Zeit später verlor die Kirche noch mehr an Einfluss und Bedeutung.

„Am 24. Januar 1934 wurde Rosenberg- und erst das war ein Affront für die Kirchen- „mit der Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP“ beauftragt.“[22]

So wurden Kontrollen in der kirchlichen Jugendarbeit durchgeführt, Kruzifixe mussten abgenommen werden und zum Teil wurde sogar der Religionsunterricht verboten. Es wurde sogar darüber diskutiert, dem Führerbild Vorrecht vor dem Christuskreuz einzuräumen.[23]

„Man empfand dies nicht nur als Rückzug aus der Öffentlichkeit in ein innerkirchliches Refugium, sondern auch als Wiederentdeckung der eigentlichen Kraftquellen der Kirche und eines christlichen Lebens.“[24]

Das gesamte kirchliche Leben wurde kontrolliert, überwacht und geriet unter Druck. Oft wurden sogar kirchliche Einrichtungen in staatliche überführt. Hitler wollte die Trennung von Kirche und Staat immer mehr durchsetzen, bis zur schlussendlichen Verstaatlichung der Kirche. Im Jahr 1935 beauftragte Hitler Hans Kerrl, die staatliche Oberaufsicht der Kirche zu übernehmen. Doch dieser trat einen Versöhnungsversuch zwischen Kirchen und Nationalsozialismus an, was einen Rückschlag für Adolf Hitler darstellte.[25] Goebbels schrieb in seinem Tagebuch eindeutig dazu: „Kerrl will die Kirche konservieren, wir wollen sie liquidieren.“[26] An dieser Aussage wird deutlich, wie sehr Hitler daran gelegen war die Kirche aufzulösen. Hitler nutzte die Predigt später sogar um „Werbung“ für sein Denken weiterzugeben.

„So verstieg sich der Gauleiter Kube zu dem Mißbrauch eines Bibelwortes: „Adolf Hitler- gestern und heute- und derselbe auch in Ewigkeit.““[27]

Die Kontrolle und Überwachung der Kirchen wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Jedoch gelang es Christen, wie zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer, immer wieder echten Glauben zu leben. Wer auf Gott vertraute und Kirche in einer Welt voller Scheinheiligkeit lebte, kam dennoch gut in dieser Zeit zurecht. Trotz dass Hitler die Kirche nach seinem Bilde formen wollte und dies zum Teil bei den Deutschen Christen schon bewirkt hatte, trat er nie in direkte Konfrontation mit der Kirche. Auch wenn die Kirchen viele Einschränkungen und Vorgaben von den Nationalsozialisten auferlegt bekamen, war sie nichtsdestoweniger eine mächtige Größe im Dritten Reich. Sie hätte durchaus die Fähigkeit gehabt sich zu Wehr zu setzen. Nur leider gab es viel zu wenige, wie Dietrich Bonhoeffer, die für ihren Glauben lebten und für eine bessere Welt eintraten. Die meisten „Christen“ hatten Angst, kein Gottvertrauen und wurden zu stark vom Regime beeinflusst. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Kirche durchaus ein Gegenpol zu den Nationalsozialisten hätte sein können. Doch weil nur wenige für eine wahre Kirche eintraten, wurde sie immer mehr in den Hintergrund gedrängt.

3.2 Christen und Kirche im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand

In der Zeit des Nationalsozialismus standen viele Christen vor einer unausweichlichen Frage: „Widerstand oder Anpassung?“ Der größte Teil der Christen merkte noch nicht einmal, dass etwas in die falsche Richtung zu laufen schien. Dementsprechend war es umso bemerkenswerter, wie sich einzelne Christen für eine bessere Welt einsetzten. Zu diesen gehörten u.a. Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller. Dietrich Bonhoeffer erkannte schon früh den Ernst der Lage.

„Als der Arierparagraph in der Kirche durchgeführt werden soll, entwirft er mit Martin Niemöller eine Erklärung, in der es heißt: „Wer einem solchen Bruch des Bekenntnisses seine Zustimmung gibt, schließt sich damit selbst aus der Gemeinschaft der Kirche aus.“[28]

Dies war einer der ersten und wenigen Versuche des Widerstands von Seiten der Kirche her. Viele Christen wussten in dieser Situation nicht weiter und entzogen sich aus den Angelegenheiten der Kirche, das heißt, sie versuchten sich anzupassen. Für viele war es auch schwer plötzlich an etwas Neuem festzuhalten und nicht auf ihren „traditionellen“ Glauben zu beharren. Denn schon seid Luthers Zeit wird streng an die Bibel erinnert, in welcher steht:

„Jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott, wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet (Röm 13,1).“[29]

Durch diese Verse dürfte es jedem Christen schwergefallen sein die richtige Einsicht zu gewinnen, zumal man meinte, dass Hitler, der von Gott gesandte Führer war. Weiterhin gab es auch keine Richtlinien in der Geschichte an denen sich die Christen im Kirchenkampf hätten orientieren können. Mit der Einführung des Arierparagraphen gründeten deutsche Theologen den sogenannten Pfarrernotbund. Sie stellten sich bewusst gegen die Deutschen Christen, welche jegliche jüdische Elemente aus der Kirche verbannen wollten. Der Pfarrernotbund blieb bis zum Ende des dritten Reiches bestehen. Mit dem Pfarrernotbund begann der aktive Kirchenkampf. Die Kirche musste mit vermehrten Einschränkungen und Verboten rechnen. Doch auch wenn die meisten diese Situation stillschweigend hinnahmen, setzten sich einige zu Wehr. 1934 kam es zur Gründung der Bekennenden Kirche, einer Gegenbewegung der Deutschen Christen.[30] Diese Bewegung wirkte aktiv am Kirchenkampf mit.

„Die Bekennende Kirche gründete darum eigene kirchliche Hochschulen und eigene Predigerseminare“[31],

um sich von den Deutschen Christen bewusst abzugrenzen. Doch je länger der Kirchenkampf andauerte, desto weniger Menschen wussten wirklich auf welche Seite sie sich stellen sollten. Im Mai 1936 verfasste die Bekennende Kirche eine Denkschrift an Adolf Hitler und klagte das NS-Regime an.[32] Dies war ein bedeutendes Zeichen und ein bedeutender Schritt der Bekennenden Kirche, da dies alles im Ausland bekannt wurde. Es wurde sofort nach den Verantwortlichen gefahndet. „Man griff sich Friedrich Weißler, einen Juristen jüdischer Abstammung“[33], und verurteilte ihn. An diesem Vorfall wird deutlich, dass jeder, der sich um eine gerechte Welt bemühte schlussendlich mit seinem Leben zu bezahlen hatte. Aus Angst einem könne dasselbe Schicksal widerfahren, zogen sich viele Christen zurück und ordneten sich dem Regime unter.

Ebenso „der Kriegsausbruch 1939 stürzte viele Christen in einen kaum lösbaren Zwiespalt. Auch wenn sie den Nationalsozialismus ablehnten, wollten sie doch gute Soldaten sein und für das Vaterland kämpfen.“[34]

Ein guter Christ richtet sich nach der Bibel und den von Gott gegebenen Geboten: „Du sollst nicht töten (Dtn 5,17)!“[35] Aber steht nicht in derselben Schrift, dass jedermann Untertan der von Gott erwählten Obrigkeit ist und mit Gottes Hilfe die Feinde in die Flucht schlägt? Doch war in dieser Zeit Freund und Feind nicht zu erkennen und so war es auch für die Christen schwierig, sich für den rechten Weg zu entscheiden. In Zeiten des Krieges fragten wieder mehr Menschen nach der Kirche. Die Vielzahl der Toten, Leid, Elend und Trauer ermöglichten der Kirche, die Seelsorge. Dieser Dienst wurde jedoch bald durch den Staat verboten.[36]

„Und es gab schließlich einzelne Christen |…|, die sich bis zu der Entscheidung durchkämpften, im Gehorsam gegen Gottes Gebot Widerstand gegen den gegebenen Staat selbst zu leisten und an dessen Umsturz mitwirken zu müssen.“[37]

Zu nennen wäre die studentische Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ mit den Geschwistern Scholl und der Kreisauer Kreis. Viele Menschen, welche in den Widerstand traten, mussten mit ihrem Leben bezahlen. Jedoch hat jeder einzelne von ihnen dazu beigetragen, Hoffnung in die Herzen zu säen und weiter am Glauben festzuhalten.

3.3 Kirche und Staat vor der Judenfrage

Das Problem der Judenfrage trat nicht erst zur Zeit des Nationalsozialismus auf, sondern hat seinen Ursprung in der früheren Geschichte. „Seit dem zweiten Jahrhundert klagten Christen die Juden des ‚Gottesmordes’ an |…|“[38] So finden sich auch Andeutungen in der Bibel (Mt 27,25, 1. Thess 2, 15 f.). Die Juden sehen sich theologisch als auserwähltes Volk Gottes und erkennen nicht, dass Christus das Bindeglied eines neuen Bundes zwischen Menschen und Gott ist, das für alle Menschen gilt.[39] Dementsprechend zieht sich dieser Antijudaismus durch die gesamte Geschichte bis zum Untergang des Dritten Reichs. Die Juden wurden für alles schuldig gemacht und oft auch aus wirtschaftlichen, religiösen und nationalistischen Motiven zur Verantwortung gezogen. Auch Hitler unterstützte diese Judenfeindlichkeit schon früh. So sah er die Juden als Intriganten des Versailler Vertrages und führte die daraus resultierenden ökonomischen Folgen für Deutschland auf diese zurück.[40] Da lag es nahe, dass bereits das Programm der NSDAP[41] von 1920 die Bekämpfung des Judentums beinhaltete.[42] Mit dem Machtantritt Adolf Hitlers und dem damit verbundenen Aufstieg der NSDAP änderte sich für die Juden alles. Der Staat richtete sich gegen die Juden als nichtarische Gemeinschaft. Bereits 1933 kam es zum Boykott jüdischer Geschäfte und anderen Diskriminierungen gegenüber Juden. Dem Hilferuf deutscher Juden mit einem Telegramm an den Kirchenführer in Berlin wurde ausgewichen und er wurde ignoriert.[43] In der evangelischen Kirche gab es nur wenige, die sich für die Juden einsetzten.

„Bonhoeffer begriff die 1933 in Deutschland einsetzende Judenverfolgung |…| sofort als extreme gesellschaftliche, kirchliche und theologische Herausforderung.“[44]

Doch die meisten lehnten dieses Denken ab, wie zum Beispiel Bischof Theophil Wurm. Viele Autoren, unter anderem Eberhard Bethge, sahen die Judenverachtung als Hauptmotivation für Bonhoeffers Entscheidung, in den aktiven politischen Kirchenkampf zu treten.[45] Dietrich Bonhoeffer hatte in seinem Umfeld viel mit Juden zu tun. Nachbarn, Bekannte und Verwandte waren Juden, was Dietrich Bonhoeffers Entscheidung zu dieser Zeit stark beeinflusste. Bonhoeffer arbeitet zu dieser Zeit an seinem Aufsatz: Kirche vor der Judenfrage, welchen er kurz nach der Einführung des ‚Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums’ veröffentlichte. Auch Bonhoeffer war anfangs nicht frei von antijüdischen Tendenzen.

„So, wenn er in dem erwähnten Aufsatz beispielweise schreibt: Niemals ist in der Kirche Christi der Gedanke verlorengegangen, daß das ‚auserwählte Volk’, das den Erlöser der Welt ans Kreuz schlug, in langer Leidensgeschichte den Fluch seines Tuns tragen muß.“[46]

Dietrich Bonhoeffer stand 1933 vor einer weiteren schwierigen Entscheidung. Seine Zwillingsschwester und deren Mann, Gerhard Leibholz, baten Bonhoeffer, den Vater von ihm zu beerdigen. Dieser war Jude, hatte sich nicht taufen lassen und keine aktive Verbindung zur jüdischen Gemeinde mehr.[47] Als Bonhoeffer diese Anfrage an den Generalsuperintendenten weiterleitete, riet der ihm diese Beerdigung nicht durchzuführen. Dietrich Bonhoeffer gehorchte.[48] Auch daran wird deutlich, dass Juden nicht erwünscht waren. Bonhoeffer war einer der wenigen, welcher sich zumindest mit der Judenfrage beschäftigte und nicht der Meinung des Staates folgte.

„Bonhoeffers Engagement ist vergeblich. Im September 1933 beschließt seine eigene Kirche |…| die Einführung des Arierparagraphen |…|“[49]

Anstatt als Staat und Kirche für die Schwachen, Verfolgten und Unterdrückten da zu sein, entschieden sie sich für die bewusste Ausrottung des minderwertigen Volkes. Auf der einen Seite standen die Deutschen Christen und der Staat, auf der anderen Seite die Bekennende Kirche. Die Bekennende Kirche war gegen alles nur nicht gegen den Arierparagraphen, da hat sie Stillschweigen bekundet. Bonhoeffer brachte das ganz klar auf den Punkt:

„|…| hier, wo Jude und Deutscher zusammen unter dem Wort Gottes stehen, ist Kirche, hier bewährt es sich ob Kirche noch Kirche ist oder nicht.“[50]

Doch der Staat griff bewusst in die Kirche ein. Es kommt zum Verbot der Judenmission und zum Ausschluss getaufter Juden.[51] Nichtsdestoweniger setzte die Kirche sich nicht zur Wehr und sah immer noch nicht die große Gefahr, welche daraus resultieren konnte. Bonhoeffer setzte sich mit ein paar wenigen Theologen für die Juden ein. Zu nennen wäre die Theologengruppe, welche das Betheler Bekenntnis verfasste und Franz Hildebrandt mit dem Bonhoeffer ein Flugblatt entwarf. Bonhoeffers Losung für den Kampf war dabei immer ein Wort aus der Bibel: „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind (Spr 31,8).“[52] Nur die Kirche selbst richtete sich weniger nach der Bibel. In den folgenden Jahren verschärfte der Staat immer mehr seine antijüdische Politik. Die Zwangssterilisation aus rassehygienischen Gründen wurde möglich, der Ausschluss von Juden aus Vereinen wurde durchgeführt und es wurden sogar Badeverbote ausgesprochen. Das gesamte Leben der Juden wurde kontrolliert und damit auch Nichtjuden beeinflusst. Wer bei einem Juden im Laden einkaufen ging, musste selbst mit Diskriminierungen rechnen.[53] Der soziale Druck wurde immer größer und man begann als Nichtjude darüber nachzudenken, den Kontakt zu Juden abzubrechen. „ |…| die praktische Umsetzung der Verfolgung war Sache der Gestapo“[54], welche später sogar eigenmächtig Maßnahmen ergriff und Verbote aussprach. Die Kirche schwieg wie immer, wäre da nicht Dietrich Bonhoeffer unter anderen gewesen, welcher sich sogar im Ausland für die Juden einsetzte. Dietrich Bonhoeffer erkannte, dass die Judenfrage in Wirklichkeit eine Christenfrage war. Stehe ich als Christ zu Jesus dem Juden oder falle ich von ihm ab? [55] Es war für ihn eine Sache des Glaubens an Jesus und der Leidensbereitschaft durch Nachfolge. Die Kirche hörte auf Kirche zu sein, aus diesem Grund handelte der Christ nur recht, wenn er aus der zum Gesetz gewordenen Kirche austrat. Viele Kirchen unterstützten den Staat sogar und betrieben Ahnenforschung, um die Juden von der deutschen Rasse zu selektieren.[56] So unterstützten die Kirchen das Regime zur Entstehung eines judenreinen Staates. Mit der Eintragung des ‚J’ in die Pässe und das Tragen des Judensterns war die Abgrenzung vollständig. Obwohl bisher immer nur der Widerstand einzelner Theologen der Kirchen genannt wurde, sollte an dieser Stelle auch gesagt werden, dass es auch von Seiten der Juden Widerstandsgruppen gab. Zu nennen wäre zum Beispiel die Gruppe Baum. Diese war eine Widerstandsgruppe aus etwa 25 Mitgliedern, welche oppositionelles Material herstellte.[57] Wie mit allen Widerstandsgruppen im Dritten Reich kannte der Staat keine Gnade und alle Mitglieder mussten bei Entdeckung sofort mit ihrem Leben bezahlen. Erst als 1941 die Massendeportationen und Vernichtungswellen begannen, meldete sich die Kirche zu Wort. Landesbischof Wurm, welcher sich gegen das Denken Bonhoeffers ausgesprochen hatte, schrieb nun einen Brief an Hitler. Er forderte, die Verfolgung und Vernichtung ohne richterliches Urteil zu unterbinden.[58] Wahrscheinlich stieß Wurm hier auf den Gedanken der Bibel, dass kein Mensch auf Erden einfach so über Leben und Tod entscheiden kann, nur der Schöpfer allein. Doch das Handeln der Kirche war zu spät und so nahm die Massenvernichtung bis zum Ende des Dritten Reiches einen grausamen Fortgang. Wäre der Glaube stärker gewesen als das Gesetz, hätten zahlreiche Menschenleben gerettet werden können. Doch die Kirche stellte sich zunehmend auf die Seite des Staates, um weiterhin eine angesehene Stellung zu behalten. Einer der bis zum Schluss kämpfte und im Glauben gestärkt wurde, war Dietrich Bonhoeffer. Doch nur wenige schlossen sich ihm an.

[...]


[1] Vgl. Fink, Heinrich/ Kaltenborn Carl-Jürgen/ Kraft, Dieter (Hg.): Dietrich Bonhoeffer- Gefährdetes Erbe in bedrohter Welt: Beiträge zur Auseinandersetzung um sein Werk. Berlin: Union Verlag, 1987, S.5.

[2] Siehe Anhang 1, S.39-42.

[3] Vgl. Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer: Theologe- Christ- Zeitgenosse. München: Chr. Kaiser Verlag, 1967, S.43.

[4] Bethge, Eberhard: Bonhoeffer. 22. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2005, S. 16.

[5] Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer. Überarbeitete Neuausgabe. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2006, S.33.

[6] Vgl. Bethge, Eberhard: Bonhoeffer. 22. Auflage, S.58.

[7] Theologe- Christ- Zeitgenosse. München: Chr. Kaiser Verlag, 1967, S.481.

[8] Ebd., S.736.

[9] Bethge, Eberhard: Dietrich Bonhoeffer, S.88.

[10] Ortag, Peter: Christliche Kultur und Geschichte: Ein Überblick. Sonderausgabe. Brandenburg: Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft Potsdam mbh, 2008, S.132.

[11] Vgl. Christliche Kultur und Geschichte, S.132.

[12] Vgl. Ebd., S.136.

[13] Ebd.

[14] Vgl. Dozentenkollegium der Religionspädagogik Instituts Loccum (Hg.): Evangelische Kirche und Drittes Reich: Ein Arbeitsbuch für Lehrer der Sekundarstufen I und II. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1983, S.28-29.

[15] Vgl. Ebd., S.30.

[16] Heydemann, Günther/ Kettenacker, Lothar (Hg.): Kirchen in der Diktatur. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1993, S.72.

[17] Röhm, Eberhard/ Thierfelder, Jörg: Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz. Vierte unveränderte Auflage. Stuttgart: Calwer Verlag, 1990, S.21.

[18] Vgl. Müller, Hanfried: Von der Kirche zur Welt: Ein Beitrag zu der Beziehung des Wortes Gottes auf die societas in Dietrich Bonhoeffers theologischer Entwicklung. 2. Auflage. Leipzig: Koehler & Amelang, 1966, S. 174-175.

[19] Vgl. Ebd., S.174-175.

[20] Vgl. Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz, S.21.

[21] Vgl. Kirchen in der Diktatur, S. 80.

[22] Siehe dazu vor allem Bollmann, Reinhard: Das Amt Rosenberg und seine Gegner: Studien zum Machtkampf im nationalsozialistischen Herrschaftssystem. Zweite um ein Nachwort ergänzte Auflage. München: Oldenbourg, 2006.

[23] Vgl. Geschichtsverein der Diözese (Hg.): Kirche im Nationalsozialismus. Sigmaringen: Jan Thorbecke Verlag, 1984, S.95.

[24] Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz, S.22.

[25] Vgl. Kirchen in der Diktatur, S.77-78.

[26] Goebbels, Joseph: Die Tagebücher: Teil 1: Aufzeichnungen 1924-1941. München: Saur, 1987, S.45.

[27] Walter, Conrad: Der Kampf um die Kanzeln: Erinnerungen und Dokumente aus der Hitlerzeit. Berlin: Alfred Töpelmann, 1957, S.9.

[28] Grunow, Richard (Hg.): Bonhoeffer Auswahl. München: Chr. Kaiser Verlag, 1964, S.30.

[29] Evangelische Kirche in Deutschland (Hg.): Die Bibel: Nach der Übersetzung Martin Luthers. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 1999, S.185.

[30] Vgl. Meier, Kurt: Kreuz und Hakenkreuz: Die evangelische Kirche im Dritten Reich. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2001, S.62-63.

[31] Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz, S.50.

[32] Vgl. Ebd., S.83-84.

[33] Ebd., S.84.

[34] Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz. S.110.

[35] Bibel, S.185.

[36] Vgl. Evangelische Kirche zwischen Kreuz und Hakenkreuz, S.110.

[37] Moeller, Bernd: Geschichte des Christentums in Grundzügen. Achte, neu bearbeitete Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2004, S.377.

[38] Weber, Hartwig: Lexikon Religion. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2001, S. 34.

[39] Vgl. Christliche Kultur und Geschichte, S.13.

[40] Vgl. Kreuz und Hakenkreuz, S.152.

[41] Siehe Anhang 2.

[42] Vgl. Ebd., S.152.

[43] Vgl. Röhm, Eberhard/ Thierfelder, Jörg: Juden- Christen- Deutsche. Band 1: 1933- 1935: Ausgegrenzt. Stuttgart: Calwer Verlag, 1990, S.141- 150.

[44] Dietrich Bonhoeffer- Gefährdetes Erbe, S.64.

[45] Vgl. Feil, Ernst/ Tödt, Ilse (Hg.): Konsequenzen: Dietrich Bonhoeffer und das Kirchenverständnis heute. München: Kaiser, 1980, S.171-212.

[46] Gremmels, Christian/ Grosse, W. Heinrich (Hg.): Dietrich Bonhoeffer: der Weg in den Widerstand. Gütersloh: Kaiser, 1996, S.14.

[47] Vgl. Volkmann, Angelika (Hg.): Dietrich Bonhoeffer: Tübinger Beiträge zu seinem 100. Geburtstag. Tübingen: TVT Medienverlag, 2006, S.76.

[48] Vgl. Ebd.

[49] Weg in den Widerstand, S.16.

[50] Gremmels, Christian/ Huber, Wolfgang (Hg.): Dietrich Bonhoeffer Auswahl: Gegenwart und Zukunft der Kirche 1933-1935. Band 2. Erste Auflage. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2006, S.78.

[51] Vgl. Ebd., S.74.

[52] Bibel, S.656.

[53] Vgl. Wildt, Michael: Geschichte des Nationalsozialismus. Sonderausgabe. Göttingen: Vandenhoeck &Ruprecht, 2008, S.114.

[54] Dams, Carsten/ Stolle, Michael: Die Gestapo: Herrschaft und Terror im Dritten Reich. Sonderauflage. München: Verlag C.H. Beck, 2008, S.115.

[55] Vgl. Tübinger, S.83.

[56] Vgl. Gailus, Manfred (Hg.): Kirchliche Amtshilfe: Die Kirche und die Judenverfolgung im „Dritten Reich“. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2008, S.12.

[57] Vgl. Klönne, Arno: Jugendliche Opposition im „Dritten Reich“. Sonderausgabe. Dresden: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, 2005, S.78-79.

[58] Vgl. Kreuz und Hakenkreuz, S.164.

Details

Seiten
44
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640938162
ISBN (Buch)
9783640938063
Dateigröße
620 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v173429
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Evangelische Theologie
Note
1,0
Schlagworte
Dietrich Dietrich Bonhoeffer Verständnis Glauben Diktatur Nationalsozialismus Drittes Reich Glaube Christen und Heiden Christen Christ Bonhoeffer Kirche Judenfrage Widerstand Hitler KZ Bekennende Kirche

Autor

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Titel: Das Verständnis des Glaubens bei Dietrich Bonhoeffer unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur