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Go Green? - Chancen für die Traum Autovermietung GmbH

Studienarbeit 2011 22 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einführung

2 Definition einer grünen Fahrzeugvermietung
2.1 Grüne Fahrzeugvermietung im engeren Sinne
2.2 Grüne Fahrzeugvermietung im weiteren Sinne

3 Traum Autovermietung GmbH – kurze Vorstellung der Unternehmung

4 Wirtschaftlicher Nutzen umweltfreundlicher Positionierung in der Autovermietbranche
4.1 Umsatzoptimierung
4.2 Kostenreduktion

5 Quantifizierung des Marktpotentials

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Überblick Anteile der globalen CO2-Emissionen

Abbildung 2 Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von PKWs pro 100km

Abbildung 3 Kernprozess einer Autovermietung

Abbildung 4 Analyse des CO2 Ausstoß der Flotte im März 2011

Abbildung 5 Wichtigkeit von Umweltverträglichkeit beim Autokauf – nach Ländern

Abbildung 6 Zulassungsstatistik hybride Fahrzeuge in BRD (Apr 09 – Mär 11)

Abbildung 7 Kraftstoffpreisentwicklung 2000 - 2011

Abbildung 8 Umsatzaufteilung nach Kundenkategorie in Deutschland

Abbildung 9 Zusammenfassung der Analyse des Marktpotentials

1 Einführung

Nachhaltiges Wirtschaften ist in den vergangen Jahren zu einem Kernbegriff für die Wirtschaft geworden[1]. In den Medien stets präsent[2], entwickeln sich neue Konsumverhalten[3], die für die Unternehmenslandschaft eine enorme Veränderung der Wertschöpfungskette bedeuten. Obwohl das Thema der Nachhaltigkeit bereits in den 1970er in die wissenschaftliche Diskussion auftauchte[4], erlangte es eine bedeutende Relevanz für die Unternehmenspraxis erst durch die Erkenntnis, dass der latent im Raum stehende Klimawandel ein reelles globales Problem sein könnte, welches einschneidende Veränderungen zur Wahrung der Lebensqualität erfordert[5]. Die von Menschen verursachten zusätzlichen Treibhausgase stören das natürliche Gleichgewicht an Treibhausgasen und begünstigen klimaverändernde Prozesse[6]. Zu den Verursachern gehört u.a. der Verkehr, der einen Anteil in Höhe von ca. 17% der emittierten Treibhausgase in Deutschland verschuldet (siehe Abb. 1)[7]. Um der Klimaveränderung entgegenzuwirken gehört eine Umgestaltung hin zur nachhaltigen Mobilität zu den Kernaufgaben der Verkehrsindustrie. Kann jedoch ein Mobilitätsdienstleister von diesem Megatrend profitieren oder ist ein ökologischer Anstrich ökonomisch unvorteilhaft? Wie muss sich die Traum[8] Autovermietung positionieren, um ein Image als nachhaltiger Dienstleister aufzubauen?

Die vorliegende Arbeit widmet sich dieser Fragestellung. Nach einer genaueren Definition einer grünen Autovermietung wird im zweiten Schritt untersucht, inwiefern sich die Parameter der Gewinnfunktion durch einen grünen Anstrich verbessern lassen. Abschließend findet eine Quantifizierung des geschätzten Marktvolumens statt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Überblick Anteile der globalen CO2-Emissionen

2 Definition einer grünen Fahrzeugvermietung

Zunächst ist eine Abgrenzung zu finden, wie sich eine grüne Autovermietung definiert. Hierfür ist es notwendig das Leistungsangebot aus Kundensicht zu beurteilen, da Kunden die Entscheidung treffen, ob die erfüllte Leistung ihrer Sichtweise von nachhaltiger Mobilität entspricht. Die Definition umfasst aus dem Blickwinkel der Abnehmer zwei Stufen einer nachhaltigen Autovermietung – das direkt wahrnehmbare Leistungspotential als grüner Mobilitätsdienstleister und die indirekten nachhaltig optimierten Prozesse. Demnach ist zwischen einer grünen Autovermietung im engeren und im weiteren Sinne zu unterscheiden.

2.1 Grüne Fahrzeugvermietung im engeren Sinne

Die individuelle Mobilität verursacht negative Externalitäten für die Umwelt. Insbesondere gehören hierzu die emittierten Schadstoffe. Ein Fokus liegt auf den CO2-Ausstoß[9] der Fahrzeuge. Durch den Verbrennungsprozess der fossilen Kraftstoffe entstehen unmittelbar CO2-Emissionen. „Ein Liter Benzin verursacht ca. 2,33 kg CO2 und ein Liter Diesel ca. 2,63 kg CO2“[10]. Da im Gegensatz zu anderen Schadstoffen es nicht möglich ist den CO2-Ausstoß zu filtern, ist eine Emissionsreduktion ausschließlich über die Verbrauchsreduktion möglich[11]. Im den vergangenen Jahren konnte der durchschnittliche Verbrauch auf 100 km bei PKWs mit Hilfe von effizienteren Motoren stetig gesenkt werden (siehe Abb. 2). Dennoch ist eine weitere Reduktion nicht nur möglich sondern auch unabdingbar, die durch drei grundlegende Ansatzpunkte realisierbar ist:

1. Spezifischer Verbrauch der Kraftfahrzeuge
2. Fahrweise
3. Verbesserung der Verkehrsorganisation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von PKWs pro 100km[12]

Für eine grüne Autovermietung spielen lediglich die beiden erstgenannten Punkte eine Rolle. Das heißt, dass eine aus Kundensicht nachhaltige Autovermietung umweltfreundliche, dementsprechend Kraftstoff sparende Fahrzeuge, anbietet. Neben Fahrzeugen mit effizienten Verbrennungsmotoren spielen auch Vehikels mit Elektromotor und hybriden Antrieben eine Rolle. Nach der Umweltliste des Verkehrsclub Deutschlands sind 4 der 10 umweltfreundlichsten Fahrzeuge mit einem hybriden Motor ausgestattet[13]. Doch besonders mittelfristig wird das Elektroauto wesentlichere Rolle im Produktportfolio von Mobilitätsdienstleistern spielen[14].

Als zweiten zusätzlichen Ansatzpunkt kann die vollständige Information des Kunden gewählt werden. Zum einen werden die die Umweltauswirkungen jedes einzelnen Fahrzeugs mitgeteilt. Zum anderen bietet die Autovermietung Informationsmaterialien umweltfreundliches Fahren.

2.2 Grüne Fahrzeugvermietung im weiteren Sinne

Zur zweiten Stufe des nachhaltigen Mobilitätsdienstleisters - die der Kunde nicht direkt wahrnehmen kann - gehört die Ressourcen schonende Gestaltung der Prozesse.

Obwohl auch die Supportprozesse Verbesserungspotential bieten, konzentrieren wir uns auf den Kernprozess, der in der Abbildung 3 schematisch dargestellt ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Kernprozess einer Autovermietung[15]

Die einzelnen Wertschöpfungsstufen können nachhaltig optimiert werden, wie die folgenden Beispiele zeigen[16]:

Einsteuerung der Fahrzeuge: Die einzelnen Fahrzeuge werden von einer Sammelstelle per LKW an alle Standorte überführt. Ein Transport auf Schiene könnte sowohl Kosten als auch die CO2 Bilanz des Prozessschrittes verbessern.

Leistungsbereitstellung: Zu der Leistungsbereitstellung gehört ggf. das Überführen des gewünschten Fahrzeuges und die Erfüllung der qualitativen Anforderung an Sauberkeit. Zu diesem Punkt könnten das Vermeiden einer Überführung und die Pflege mit umweltschonenden Verfahren helfen Ressourceneinsatz zu minimieren.

Vermietprozess: Der Vermietprozess an sich ist die Leistungserstellung. Durch den hohen Einsatz des externen Faktors, liegt hier die Ressourceneffizienz in den Händen der Kunden.

Aussteuerung der Fahrzeuge: Analog zur Einsteuerung kann auch bei der Aussteuerung der Einsatz von schienengebundenen Fahrzeugen für die Rückgabe der Vermietflotte überprüft werden.

Die indirekte Wahrnehmung sollte aber über umfangreiche Marketingmaßnahmen sichergestellt werden.

[...]


[1] Vgl. Stein, Managementpraktiken unternehmerischer Nachhaltigkeit, 2010, S. 1

[2] Die mediale Präsenz der Thematik wird durch das Ergebnis der Suche am 22.04.2011 in Google News deutlich. Die Suchmaschine fand 2678 Nachrichtenbeiträge für den Begriff „Nachhaltigkeit“ und 13294 Beiträge für den Suchbegriff „Umwelt“

[3] Vgl. Engweiler, Nachhaltigkeitskommunikation mit strategischen Konsumenten, 2010, S. 12

[4] z.B.: Annasohn (1976), Bruhn (1978), Budäus (1977) und Picot (1977)

[5] Vgl. Stein, Managementpraktiken unternehmerischer Nachhaltigkeit, 2010, S. 4

[6] Vgl. Breidenbach, Umweltschutz in der betrieblichen Praxis, 1999, S. 55-56

[7] Vgl. Homepage ACEA

[8] Aufgrund der datenschutzrechtlichen Bestimmung wurde der Name durch den Autor verändert.

[9] Zu den wichtigsten anthropogenen Treibhausgasen gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (CFC), Ozon (O3) und Lachgas (N2O). Alle Schadstoffe werden in CO2-Equivalenten umgerechnet. Vgl. hierzu Gassmann, Was ist los mit dem Treibhaus Erde, 1998, S. 27-47

[10] Nyenhuis, Wirtschaftspolitische Steuerungsmöglichkeiten zur CO2-emissionsreduktion im Automobilsektor, 2008, S. 6

[11] Vgl. Nyenhuis, Wirtschaftspolitische Steuerungsmöglichkeiten zur CO2-emissionsreduk-tion im Automobilsektor, 2008, S. 6

[12] Vgl. Homepage Umweltbundesamt

[13] Vgl, Homepage Verkehrsclub Deutschland

[14] Vgl. Matthies/Traencker, Warum Elektromobilität ein echter und nachhaltige Systemwechsel ist, 2011, S. 4

[15] Eigene Darstellung

[16] Die Beispiele sollen nur einen Überblick geben, ohne den Anspruch einer vollständigen Überprüfung zu erfüllen. Weiterhin sind die Ideen nur aus ökologischer Sichtweise sinnvoll. Eine ökonomische Sinnhaftigkeit muss hinterfragt werden.

Details

Seiten
22
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640935062
ISBN (Buch)
9783640934980
Dateigröße
581 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v173327
Institution / Hochschule
Provadis School of International Management and Technology AG
Note
1,3
Schlagworte
CSR Nachhaltig go green

Autor

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