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Selbstbild vs. Fremdbild. Selbst- und Fremdwahrnehmung des Individuums

Hausarbeit 2008 22 Seiten

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. DEFINITION

2. ELEMENTE DES SELBSTBILDES
2.1 Kognitive Elemente
2.2 Emotional-affektive Elemente (Gefühle, Selbstliebe und Antrieb)
2.3 Wertende Elemente (Selbsteinschätzung)

3. DIMENSIONEN DES SELBSTBILDES
3.1 Identität
3.2 Körper und äußere Erscheinung
3.3 Fähigkeiten und Fertigkeiten
3.4 Bildung, Ausbildung, Arbeit und Beruf
3.5 Wünsche, Interessen, Ziele und Träume
3.6 Charakter und Werte

4. SCHWANKUNGEN DES SELBSTBILDES

5. SELBSTDARSTELLUNG

6. SELBST- UND FREMDBILD / INNEN- UND AUßENSICHT

7. JOHARI-FENSTER / FEEDBACK

8. FAZIT

QUELLENANGABEN

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1 Johari-Fenster

Abbildung 2 Arenen des Johari-Fensters bei fremder Umgebung

Abbildung 3 Arenen des Johari-Fensters bei Vertrautheit

1. DEFINITION

Das Selbstbild bezeichnet die Vorstellung, die jemand von sich selbst hat beziehungsweise macht. Das Selbstbild steht im Gegensatz zum Fremdbild, also wie Dritte einen von außen wahrnehmen. Das Selbstbild misst sich am Wunschbild, also daran, wie man gerne sein möchte.1

2. ELEMENTE DES SELBSTBILDES

2.1 Kognitive Elemente2

Leon Festinger entwickelte die Theorie der kognitiven Dissonanz [lat.:unterschiedlich, auseinander]. Die Grundannahme Festingers Theorie ist ein Streben nach Harmonie, Konsistenz und Kongruenz in der kognitiven Repräsentation der Umwelt und der eigenen Person. Beziehungen bestehen innerhalb eines Paares von Elementen.

Eine Beziehung ist entweder:

- irrelevant, wenn die Elemente nichts miteinander zu tun haben,
- konsonant, wenn ein Element aus dem anderen hervorgeht oder
- dissonant, wenn das Gegenteil eines Elementes aus dem anderen folgt

Typischerweise treten kognitive Dissonanzen auf, wenn neu hinzukommende Erkenntnisse der bislang bestehenden eigenen Meinung widersprechen oder Zusatzinformationen eine Entscheidung als falsch identifizieren.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Beispiel: Raucher

Einstellung: ,,lch rauchegern!"

Erfahrung/lnformation: ,,Rauchen verursacht Krebs!"

Wenn Raucher z.B. auf Zeitungsartikel treffen, die von den fatalen Folgen ihres Zigarettenkonsums handeln, schenken sie diesen deutlich weniger Aufmerksamkeit als Nichtraucher. Raucher werden durch die Information peinlich berührt und verdrängen diese vorzugsweise.

Dahingegen empfinden Menschen konsonante Kognitionen, d.h. Informationen, die ihrer Meinung entsprechen, als angenehm und suchen diese daher bewusst. Dissonante Informationen versuchen sie zu vermeiden (Seeking and Avoiding- Hypothese).

Menschen tendieren dazu, bereits einmal getroffenen Entscheidungen zunächst beizubehalten und alle neuen Informationen, die zu der getroffenen Entscheidung in Widerspruch stehen, abzuwerten. Alle konsonanten Informationen hingegen werden von ihnen tendenziell überschätzt.

Wenn die innere Spannung, die durch die Dissonanz entstanden ist, zu groß wird, werden Menschen ihre Meinung ändern, um Erfahrung und Entscheidung wieder zu einer Konsonanz zu führen.

2.2 Emotional-affektive Elemente(Gefühle, Selbstliebe und Antrieb)

Die Selbstliebe muss man3 als einen Urtrieb begreifen, als einen Überlebenstrieb und Lebenswillen eines Individuums. Nur wenn man sich selbst liebe, überlebe man und ohne dem könne man sein Leben nicht meistern. Andererseits gibt es auch Ausnahmen, in denen die Selbstliebe häufig weiter geht als es notwendig und richtig ist.

Viele Menschen lieben ausschlieftlich sich selbst und sehen nur ihren eigenen Vorteil, wobei sie haufig noch in ihrer ubersteigerten Selbstliebe und ihrem Egoismus durch viele Publikationen bestarkt werden, wo es dann heiftt: „Finde dich selbst, tue all das, was dir SpaR. macht, nimm keine Rucksicht auf andere, es ist dein Leben!“.

Viele Menschen lesen solche Ratschläge und befolgen diese dann auch, füllen ihr Leben mit vielen Aktivitäten aus, sodass sie keine Zeit mehr haben um sich selbst zu fragen ob sie überhaupt glücklich mit dieser Situation sind.

Dennoch ist Selbstliebe ein wichtiger Antrieb in unserem Leben, denn nur wer sich selbst lieben kann, kann sich behaupten und auch andere Menschen lieben. Das was man beachten muss ist, dass die Selbstliebe jedem dasselbe Recht auf Leben und Selbstverwirklichung zugestehen, tolerant sein und Platz für die Nächstenliebe lassen muss.

2.3 Wertende Elemente (Selbsteinschätzung)

Unter Selbstwert versteht man den Eindruck oder die Einstellung zu sich selbst, der sich dann aus den Faktoren wie z.B. Charakter, Fähigkeiten von einem selbst, das Ich-Empfinden oder auch an der Vergangenheit zusammensetzt bzw. bildet. Das Selbstwertgefühl bildet sich, indem man selbst die vermeintlichen subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen, mit denen man konfrontiert wird, vergleicht. Dabei kann man bei Personen ein besonders hohes Selbstwertgefühl feststellen, wenn die Situation von der Person selbst als besonders gut zu bewältigen eingeschätzt wird.4

Bei Individuen kann man entweder ein situatives oder ständig unangemessenes Selbstvertrauen erkennen, was davon abhängig ist, ob sie ihre Leistungsmöglich- keiten über- oder unterschätzen. Diese Fehleinschätzungen entstehen auf der Basis individueller Besonderheiten, Einstellungen und anderer Eigenschaften. Ein zu hohes Selbstwertgefühl wirkt sich jedoch meist negativ bei den Mitmenschen aus und ruft Abneigung gegenüber ihm hervor. Ein idealer Zustand stellt sich dann ein, wenn ein Gleichgewicht zwischen den vier psychischen Grundsäulen besteht:

- Eigenständigkeit und Freiheit
- Zwischenmenschliche Beziehungen und das Bewusstsein gewisser Abhängigkeit
- Wechsel in manchen Lebenssituationen
- Dauer bei wichtigen Lebensgrundlagen

Die Grundlage für einen sicheren Umgang mit den Mitmenschen hängt sehr eng mit dem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zusammen, welche sich im Laufe der Kindheit entwickeln.

3. DIMENSIONEN DES SELBSTBILDES

3.1Identität

Das ist man selbst, Name, Alter,5 Geschlecht, Lebensort. Im Grunde ist die Identitätsfunktion ein Rätsel, da obwohl man sich ständig ändert, neue Erfahrungen macht, älter wird, dazu lernt, bleibt die Identitätsfunktion bei Gesunden erhalten. Stets fühlt man sich als ein und derselbe identische Mensch. Die Identität ist für Gesunde so etwas wie eine psychologische Konstante über das ganze Leben hinweg. Dieses trifft für das Selbstbild nicht zu, da dies stets einem Wandel unterliegt und veränderungsfähig ist.

3.2 Körper und äußere Erscheinung

Das ist die Gestalt, Figur, Größe, das Gesicht, die Gesundheit oder auch Krankheit, Beweglichkeit oder auch Behinderung von einem selbst. Der Körper und die äußere Erscheinung können zudem eine Bewertung hinsichtlich der Attraktivität, die man sich selbst zuordnet erfahren. Hier gibt es also zwei sehr unterschiedliche Beurteilungen:

1. Die Wahrnehmung einerseits und

2. die Bewertung dieser Wahrnehmung andererseits.

3.3 Fähigkeiten und Fertigkeiten

Davon hat man z.B. handwerkliche, geistige, praktische, hauswirtschaftliche, technische sprachliche oder kommunikative, welche man eher gut oder eher schlecht beherrscht.

3.4 Bildung, Ausbildung, Arbeit und Beruf

Diese Dinge gehören zu dem Selbstbild dazu. Für Kinder sind Kindergarten und Hort, für Schüler die Schule, für Studenten die Universität, für Hausfrauen und -männer und Rentner der Haushalt der Arbeitsplatz. Anhaltende Arbeitslosigkeit kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und einen unzufrieden machen, da man sich nicht mehr gebraucht und ungefordert fühlt.

3.5 Wünsche, Interessen, Ziele und Träume

Diese können berufliche, persönliche, kulturelle, soziale oder öffentliche Ausprägungen haben. Jeder Mensch der ein Ziel oder Wunsch bzw. Traum hat, hat etwas, auf das er zuarbeiten kann und das ihm einen gewissen Lebensantrieb gibt.

3.6 Charakter und Werte

Damit ist die Orientierung an folgenden Grundwerten wie z.B. Echtheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität oder Selbstverantwortung gemeint.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Allgemeine Lebensregel:

Insgesamt kann man sagen, dass durch eine Umgebung, die einen in seinem Selbstbild bestätigt, wertschätzt und unterstützt, das Selbstbild gefördert wird.

[...]


1 http://www.sgipt.org/gipt/diffpsy/ich/sb.htm [Stand: 09.04.08]

2 http://www.psychologie-

seiten.de/?Motivation:Situative_Determinanten_des_Verhaltens:Kognitive_Dissonanz [Stand:

20.04.08]

3 http://www.strebinger.de/lebensfragen/Schritte_zur_Liebe/Was_ist_Liebe_/was_ist_liebe_.htm [Stand: 16.04.08]

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwert [Stand: 16.04.08]

5 http://www.sgipt.org/gipt/diffpsy/ich/sb.htm [Stand: 10.04.08]

Details

Seiten
22
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640930760
ISBN (Buch)
9783640931262
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v172960
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,0
Schlagworte
Johari-Fenster

Autor

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Titel: Selbstbild vs. Fremdbild. Selbst- und Fremdwahrnehmung des Individuums