Lade Inhalt...

Religionskritik in Gutzkows "Wally, die Zweiflerin" und ihre Wechselwirkungen mit der Zensur

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 26 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

GLIEDERUNG

Einleitung

1 Die Situation in Deutschland zu der Zeit des „Vormärz“
1.1 Die „Übergangszeit“
1.2 Die Literatur im Zangengriff der Zensur
1.3 „Junges Deutschland“
1.4 Wally erscheint

2 Religionskritik in Wally, die Zweiflerin
2.1 Erstes Buch
2.2 Zweites Buch
2.3 Drittes Buch

3 Auswirkungen des Romans
3.1 Verbot von Wally, die Zweiflerin
3.2 Verbot des „Jungen Deutschland“

Abschließende Überlegungen

EINLEITUNG

Der 1835 erschienene Roman Wally, die Zweiflerin, wird häufig als der Grund für das Verbot des „Jungen Deutschlands“ gesehen. Die „Obszönität“[1], Unsittlichkeit und moralische Verwerflichkeit dieses Werks gaben der konservativen Kritik[2] Anlass zum Vorgehen gegen die liberalen Schriftsteller. Gleichzeitig war Wally die „folgenreichste jungdeutsche Veröffentlichung“[3], deren Konfiszierung einen „literarischen Bürgerkrieg“[4] auslöste.

Der Roman Wally, die Zweiflerin kann nicht losgelöst von ihrer zeitgeschichtlichen Situation betrachtet werden. Er steht in engem Zusammenhang mit der Atmosphäre der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie auch mit der damaligen Religionskritik und dem Versuch der jungen Schriftsteller, eine neue Poesie zu schaffen. Der Roman ist ein stark zeitgeschichtlich gebundenes Werk, er spiegelt die damalige politische und gesellschaftliche Situation wieder und auch die Diskussionen dieser Zeit.

Die größte Kritik erfuhren die sog. Sigunen-Szene und die Geständnisse über Religion und Christentum. Sie beide nutzten literarische Vorlagen als Quellen: den mittelhochdeutschen Epos Titurel und die Fragmente des Wolfenbüttelschen Unbekannten von Reimarus. Insbesondere die Fragmente, die der Gymnasialprofessor Hermann Samuel Reimarus zwischen 1735 und 1768 unter den Namen Apologie oder Schutzschrift für die vernünftigen Verehrer Gottes geschrieben hat, waren bereits an sich ein Stein des Anstoßes. Diese stark religionskritische Schrift wurde erst 1773 von Lessing veröffentlicht und rief starke Reaktionen hervor[5]. Die radikale Bibelkritik spiegelt sich in den Geständnissen wieder.

Den ersten Punkt dieser Hausarbeit bildet die Beschreibung der zeitgeschichtlichen Situation in der Zeit des „Vormärz“[6]. Dabei ist von besonderem Interesse, wie Wally durch diese geprägt wurde. Der darauf folgende Teil setzt sich damit auseinander, wie stark der Bezug auf Reimarus und andere zeitgenössische Kritiker war. Diese Analyse wird gleichzeitig von der Frage begleitet, ob sich Gutzkow in seinem Roman von diesen Positionen distanzierte oder ob er durch bestimmte erzähltechnische Mittel diese dem Leser näher bringen wollte. Diese Untersuchungen sollen die Leitfrage beantworten, inwiefern der Roman Wally, die Zweiflerin durch seinen Inhalt und seine Form zu seinem Verbot und zu dem Verbot des „Jungen Deutschland“ beitrug. War dieses Werk tatsächlich so gefährlich, dass der Deutsche Bund eingreifen musste?

1 DIE SITUATION IN DEUTSCHLAND ZU DER ZEIT DES „VORMÄRZ“

1.1 Die „Übergangszeit“

Die erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wurde von vielen Schriftstellern als eine Zeit des Umbruchs empfunden[7], ebenfalls von Karl Gutzkow. So sah er die früheren Wertungen und Orientierungshilfen als nicht mehr gültig an, ein Ersatz für diese fehlte jedoch, sodass man von einer „Unbestimmtheit unserer heutigen Zustände“[8] sprechen konnte. Dieses Gefühl des Übergangs hängt von den Veränderungen im literarischen und politischen Bereich ab und kann beispielshaft an der Person Goethes verdeutlicht werden. Während Johann Wolfgang Goethe vor 1819 wie ein Halbgott angesehen wurde und große Bewunderung seitens der Literaten genoss, wurde er in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts polemisch angegriffen. So behauptete Wolfgang Menzel, in seinen Schriften seien fremde Einflüsse nachzuweisen[9], Ludwig Börne sah in Goethe „eine ungeheuere hindernde Kraft“[10] und Heinrich Heine sah in dem Tode Goethes und anderer bedeutender Gestalten von „früher“[11] ein Ende der „Kunstperiode“[12], das einer neuen Schriftstellergeneration die Chance bot, etwas Neues anzufangen. Auf der anderen Seite blieb für Heine fraglich, ob die „neue“ Literatur die Qualität Goethes erreichen könne[13].

Die traditionellen Strukturen wurden von Seiten des Staates verstärkt, man berief sich auf die gottgewollte Vorrangstellung von König und Adel. Die Menschen wurden als unmündig angesehen und sollten deswegen nicht über sich selbst regieren[14]. Die spätabsolutistischen Dynastien wurden von beiden Kirchen gestützt, sodass die Allianz zwischen Thron und Altar auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein sehr starkes Bündnis bildete[15]. Dieser Auffassung stand der Liberalismus gegenüber, einerseits eher völkisch orientiert und nach der sofortigen Vereinigung aller deutschen Länder verlangend, die vom ganzen Volk getragen werden solle, andererseits jener Liberalismus, der sowohl in den überkommenen gesellschaftlichen Strukturen wie auch im zu starken Patriotismus eine Gefahr sah[16]. Durch die Spannung und Widersprüchlichkeit zwischen Altem und Neuem kann diese Zeit charakterisiert werden. So litt auch Gutzkow unter dieser „Übergangszeit“. Zusammen mit den jungdeutschen Schriftstellern empfand er, dass die Literatur den Anschluss an die Gesellschaft verlor. Die Größe der alten Dichtung schien unerreichbar zu sein, man suchte nach Neuem, ohne zu wissen, wie dieses Neue auszusehen habe[17].

Die Gesellschaft teilte sich jedoch nicht in zwei sich gegenseitig bekämpfende Parteien. Denn nicht selten war das Bekenntnis zu der alten Ordnung ein Versuch, die eigenen Zweifel zu überwinden. Ein nach außen gerichteter Optimismus stand einem inneren Pessimismus gegenüber[18]. Damit im Zusammenhang steht die von Kant behauptete Auffassung über die Begrenztheit des menschlichen Vermögens. So sei die Weltsicht nicht der Weltanschauung gleichzusetzen, d.h. die Welt, wie sie uns erscheint, entspricht nicht der wirklichen Welt[19]. Diese Unsicherheit wurde durch die These Schopenhauers verstärkt, das Leben sei stets Unglück[20]. Diese These vertrat ebenfalls Schiller, für den die Bewahrung der inneren Freiheit und der Schönheit der Seele in der Welt nicht möglich sei[21].

Aus diesem Pessimismus und dieser Beunruhigung hinaus suchte man einen Ausweg. Diesen fanden etliche in der christlichen Hoffnung auf die Seligkeit im Jenseits, diejenigen aber, für die das Christentum eine ebenfalls überkommene Tradition darstellte, die sich auf zweifelhafte Grundlagen stützte und deswegen nicht mehr glaubhaft war[22], mussten eine andere Möglichkeit in Erfahrung bringen. Die Suche nach dieser Alternative prägte auch Gutzkow. Dieser stammte aus einem pietistischen Hause, nach der Beschäftigung mit der Antike und der Religionskritik bei Reimarus und Feuerbach empfand er jedoch im Hinblick auf das Christentum Zweifel und Misstrauen. Die Beschäftigung mit Gott und dem Glauben begleitete sein ganzes Leben[23].

1.2 Die Literatur im Zangengriff der Zensur

Am Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschärfte sich auf Grund der Französischen Revolution und der daraus resultierenden Angst vor einem Umsturz in Deutschland die Zensurlage. Auch die von den Aufklärern gelobte Pressefreiheit in Preußen[24] fand zu dieser Zeit ein Ende. So wurde 1791 die „Geistliche Immediat-Examinations-Kommission gegründet, die in dem Verbot der religionsphilosophischen Schrift Kants „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ ein Exempel statuierte[25].

1806 wurde das Heilige Römische Reich deutscher Nation durch Kaiser Franz II. aufgelöst, nicht zuletzt angetrieben durch den militärischen und ideologischen Druck Frankreichs. Denn obwohl nicht alle Gebiete des Reiches unter der direkten Kontrolle Frankreichs standen, beeinflusste die revolutionäre Denkweise alle deutschen Staaten[26]. Es kam zu einer Verän-derung der Rechtsstrukturen nach dem französischen Vorbild[27], die Zensur inbegriffen. Denn 1810 erließ Napoleon ein Dekret zur Überwachung und Zentralisierung des Buchhandels, das religiöse und politische Literatur streng überwachen ließ, während die wissenschaftliche und die schöne Literatur zensurfrei war[28].

Nach dem Sieg über Napoleon begann das Ringen um die Pressefreiheit aufs Neue, das jedoch nur kurz andauern sollte. Denn 1815 fand der Wiener Kongress statt, der die absolutistische Ordnung stärkte und das Bürgertum in seinen Aufstiegsbestrebungen aufhielt[29]. In allen deutschen Staaten entstand nun ein komplexes Spitzel- und Denunzianten-system, angetrieben durch den österreichischen Außenminister Metternich. Eine Steigerung der Restaurationsbemühungen stellten schließlich die so genannten Karlsbader Beschlüsse aus dem Jahr 1819 dar[30]. Die Konferenz der deutschen Staaten sollte die möglichen Interpreta-tionen der Paragraphen 13[31] und 18 d[32] der Bundesakte auf eine einzige bündeln, die Entscheidung über die Auslegung des §13 stellte man jedoch zurück und so standen nun die Regelungen der Pressefreiheit im Vordergrund[33], verkörpert durch das Preßgesetz. Dieser bestimmte, dass alle Schriften, die nicht mehr als 20 Bogen umfassen, unter die Vorzensur fallen, dass der Redakteur einer durch die Bundesversammlung unterdrückten Zeitschrift für fünf Jahre Berufsverbot erhält und dass alle deutschen Staaten ihre Gesetze dem Preßgesetz anzupassen haben und gegebenfalls einem Verbotsbeschluss durch die Bundesversammlung Gehorsam leisten müssen[34]. Weitere Regelungen der Beschlüsse hatten eine verstärkte staatliche Universitätsaufsicht und ein Verbot der Burschenschaft zur Folge[35]. Die Karlsbader Beschlüsse sollten zunächst fünf Jahre lang gelten, sie wurden jedoch auf eine unbestimmte Dauer verlängert und galten bis 1848. Es wurde offenbar, was Metternich mit diesen Beschlüssen eigentlich beabsichtigte: die Unterdrückung jedweder Opposition[36].

Mit der Pariser Julirevolution 1830 erwachte das niedergeschlagene liberale Selbstbewusst-sein. Der Sieg des französischen Volkes galt als Zeichen dafür, dass das reaktionäre Staaten-system nicht unantastbar war. Die Impulse, die von diesem Ereignis ausgingen und sich schnell in Europa breit machten, führten zur Verunsicherung der deutschen Obrigkeit und schließlich zu den so genannten Wiener Beschlüssen 1834[37]. Diese verstärkten die gegenseitige Ver-pflichtung einer strengen Aufsicht über Zeitungen und Zeitschriften und beschlossen, die Anzahl politischer Blätter zu senken, indem sie „von den Nachtheilen [ihrer] übermäßigen Anzahl“[38] überzeugt waren.

1.3 „Junges Deutschland“

Trotz der zahlreichen Versuche der Obrigkeit, die Verbreitung liberalen Gedankenguts zu verhindern, trat in der deutschen Literatur eine deutliche Veränderung zu Tage. Die „Jungen“ forderten eine neue Poesie, die das zeitgeschichtliche Leben bestimmen[39] und in der das Demokratische erscheinen sollte. Sie wandten sich gegen die Romantik, gegen das Sentimentale, Rückwärtsgewandte[40] und kritisierten vor allem die Zeitferne der vorherigen Literatur. Diese Literaten wurden von Metternich als „Sekte“ bezeichnet, später[41] setzte sich die zunächst negative Benennung[42] als „Junges Deutschland“ durch. Hinter dieser Bezeichnung verbargen sich die Namen Theodor Mundt, Ludolf Wienbarg, Heinrich Laube und Karl Gutzkow, im Bundestagsbeschluss wurde außerdem noch Heinrich Heine[43] genannt.

[...]


[1] 5. Konfindentenbericht vom 2.12. 1835, zitiert nach Gutzkow (1998) – Wally, die Zweiflerin, S. 266.

[2] Vgl. Wabnegger (1987) – Literaturskandal, S. 241.

[3] Hömberg (1975) – Zeitgeist und Ideenschmuggel, S. 108.

[4] Ziegler (2006) – Literarische Zensur in Deutschland, S. 157.

[5] Vgl. Breuer (1982) – Geschichte der literarischen Zensur, S. 140ff.

[6] Im Folgenden wird die Epochenbezeichnung „Vormärz“ in Anführungszeichen gesetzt, da dieser Begriff in der Vergangenheit häufig angezweifelt wurde. Dennoch kann auf ihn nicht verzichtet werden, denn es gibt keinen geeigneteren Begriff, um die Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1815 und der Revolution 1848 zu beschreiben.

[7] Eng zusammenhängend mit dem Umbruch der gesamten Gesellschaftsstruktur. Aus der Verbindung der adeligen Großgrundbesitzer und der kapitalistischen Bourgeoisie entstand eine neue wirtschaftliche Oberschicht, die nun bestimmte, was als gerecht zu gelten habe. Hand in Hand damit ging die Ausbeutung der unteren Schichten. Vgl. Wabnegger (1987) – Literaturskandal, S. 30f.

[8] Gutzkow (1912) – Die Mode und das Moderne, S. 19.

[9] Vgl. Dobert (1968) – Karl Gutzkow, S. 26.

[10] Börne (1862) – Gesammelte Schriften III, S. 54.

[11] 1829 starb Friedrich Schlegel, 1831 Georg Wilhelm Friedrich Hegel, 1832 Goethe und der Verleger Cotta, 1835 Wilhelm von Humboldt.

[12] Heinrich Heine sagte hierzu: „Es ist als sey der Tod in diesem Jahre plötzlich aristokratisch geworden, als habe er die Notabilitäten dieser Erde besonders auszeichnen wollen, indem er sie gleichzeitig ins Grab schickte.“ Zitiert nach Heine (1979) – Die romantische Schule, S. 163.

[13] Koopmann (1993) – Das Junge Deutschland, S. 24.

[14] So sah es Goethe ebenfalls als unentbehrlich an, das Volk zunächst zu bilden, bevor es eines Tages zur Selbstbestimmung finden sollte. Vgl. dazu Dobert (1968) – Karl Gutzkow, S. 20.

[15] Vgl. Sautermeister (1996) – „Der böse Heerrauch zieht über das weite Land“, S. 110.

[16] Vgl. Dobert (1968) – Karl Gutzkow, S. 20f.

[17] Vgl. ebd., S. 34.

[18] Vgl. Krömer (1982) – Dichtung und Weltsicht, S. 5.

[19] Vgl. Kant (1904) – Kritik der reinen Vernunft, S. 55.

[20] Vgl. Schopenhauer (1977) – Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 4, S. 670f.

[21] Vgl. Krömer (1982) – Dichtung und Weltsicht, S. 17.

[22] Vgl. meine Ausführungen im Abschnitt 2.3, wo ich mich mit den Werken von Strauß, Feuerbach und Reimarus beschäftige.

[23] Vgl. dazu Dobert (1968) – Karl Gutzkow, S. 40f.

[24] In Preußen wurde zwar 1749 die erste Berliner Zensurkommission gegründet, sie spielte jedoch nur eine unbedeutende Rolle. Das zeigt sich beispielhaft an der Verwunderung des Zensors Dr. Heinius, als ihn Friedrich Nicolai darum bat, die Zensur der „Literaturbriefe“ zu übernehmen. Vgl. Houben (1990) – Hier Zensur, S. 19.

[25] Vgl. Breuer (1982) –Geschichte der literarischen Zensur, S. 97.

[26] Vgl. ebd., S. 147.

[27] Ausgenommen Preußen und Österreich.

[28] Vgl. Breuer (1982) – Geschichte der literarischen Zensur, S. 148.

[29] Vgl. Wabnegger (1987) – Geschichte der literarischen Zensur, S. 32.

[30] Vgl. ebd., S. 32f.

[31] „In allen Bundesstaaten wird eine Landständische Verfassung statt finden.“ zitiert nach Die deutsche Bundesakte, online verfügbar unter www.uni-heidelberg.de/institute/fak2/mussgnug/BA1815.doc.

[32] „Die Bundesversammlung wird sich bey ihrer ersten Zusammenkunft mit Abfassung gleichförmiger Verfügungen über die Preßfreyheit und die Sicherstellung der Rechte der Schriftsteller und Verleger gegen den Nachdruck beschäftigen.“ zitiert nach Karl Bindung – Deutsche Staatsgrundgesetze, Heft III, S. 19 ff.

[33] Vgl. Houben (1990) – Hier Zensur, S. 286f.

[34] Vgl. Ziegler (2006) – Literarische Zensur in Deutschland, S. 8-10.

[35] Vgl. Wabnegger (1987) – Literaturskandal, S. 33.

[36] Vgl. Breuer (1982) – Geschichte der literarischen Zensur, S. 154.

[37] Vgl. Wabnegger (1987) – Literaturskandal, S. 34f.

[38] Art. 28, 4 der Wiener Beschlüsse, zitiert nach Ziegler (2006) – Literarische Zensur in Deutschland, S. 11.

[39] Vgl. Schönfeld (1933) – Gutzkows Frauengestalten, S. 13f.

[40] Vgl. Koopmann (1993) – Das junge Deutschland, S. 34f.

[41] Die erste Nennung erfolgte im Gutachten des Oberzensurkollegiums über Mundts Madonna am 30.5. 1835.

[42] Diese assoziierte einen Zusammenhang mit dem Jungen Europa und Jungen Italien und unterstellte den Literaten, „Umstürzler“ des alten Systems zu sein. Vgl. Sautermeister (1996) – „Der böse Heerrauch zieht über das weite Land“, S. 105. Es gelang jedoch nie, der jungdeutschen Literatur signifikante politische Ziele nachzuweisen. Vgl. dazu Wabnegger (1987) – Literaturskandal, S. 40.

[43] Dem Bundestagsbeschluss ging am 14.11. Verbot aller Schriften des Jungen Deutschlands voraus, in dem Heine nicht erwähnt war. Erst am 11.12. dehnte Preußen das erlassene Verbot auf Heine aus. Vgl. Houben (1925) – Verbotene Literatur, S. 391.

Details

Seiten
26
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640924264
ISBN (Buch)
9783640923915
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v172498
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,7
Schlagworte
religionskritik gutzkows wally zweiflerin wechselwirkungen zensur

Autor

Zurück

Titel: Religionskritik in Gutzkows "Wally, die Zweiflerin" und ihre Wechselwirkungen mit der Zensur