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Wieviel Ungleichheit ist gerecht?

Zur Begründung politischer Umverteilung bei John Rawls und Michael Walzer

Seminararbeit 2009 25 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Einleitung
1 Zur Fragestellung und Absicht dieser Arbeit
2 Anmerkungen zur Vorgehensweise

II Umverteilung und gerechte Ungleichheit bei John Rawls
1 Vorbemerkung: Zur Konzeption der Gerechtigkeit bei John Rawls
2 Freiheit und Gleichheit. Zu den beiden Grundsätzen der Gerechtigkeit
3 Unterschiedsprinzip und gleiche Chancen. Zur Ordnung sozialer Ungleichheit
4 Fazit. Gerechtigkeit als Fairness bei John Rawls

III Umverteilung und komplexe Gleichheit bei Michael Walzer
1 Vorbemerkung: Zur Konzeption der Gerechtigkeit bei Michael Walzer
2 Autonomie und komplexe Gleichheit. Zu den Prinzipien der Umverteilung
3 Sphären der Gerechtigkeit. Das Beispiel Sicherheit und Wohlfahrt
4 Fazit. Gerechtigkeit als komplexe Gleichheit bei Michael Walzer

IV Wann ist Ungleichheit gerecht? Rawls und Walzer im Vergleich
1 Gemeinsamkeiten und Differenzen bei Rawls und Walzer
2 Versuch einer Beantwortung der Ausgangsfrage

V Schluss
1 Zusammenfassung
2 Ausblick

VI Literaturverzeichnis
1 Primärliteratur
2 Sekundärliteratur
3 Nicht verwendete Literatur

I Einleitung

1 Zur Fragestellung und Absicht dieser Arbeit

Nur wenige Fragen haben die Geschichte des politischen Denkens so nachhaltig geprägt wie die nach der gerechten Ordnung menschlicher Gesellschaften. Seit der Antike ging es dabei immer auch um die Art und Weise, in der verschiedene erstrebenswerte Güter - wie etwa Macht, Wohlstand oder bestimmte Freiheitsrechte - unter den Mitgliedern einer Ge- sellschaft zu verteilen seien. Im Sinne einer so verstandenen distributiven Gerechtigkeit er- hob sich dabei unter anderem stets die Frage, nach welchen intersubjektiv vertretbaren Prin- zipien eine praktische Umsetzung dieser normativen Leitidee zu erreichen sei.

Demgegenüber ist die Vorstellung, dass jede politische Ordnung auf einem bestimmten Maß an Gleichheit unter ihren Mitgliedern gegründet sein müsse, eine ideengeschichtlich wesentlich jüngere Einsicht. Seit den Tagen der europäischen Aufklärung ist und bleibt aller- dings die Frage umstritten, in welchem Ausmaß alle Menschen hinsichtlich gewisser Rechte und Pflichten gleich seien. Können etwa zukünftige, noch ungeborene Generationen ver- nünftigerweise die gleichen Rechte für sich in Anspruch nehmen wie gegenwärtige? Und leiden etwa unter einer fortgesetzten Ausweitung des Katalogs an universellen Grund- und Menschenrechten nicht gleichzeitig auch deren unverbrüchliche Kerninhalte?

Die politische Philosophie der Gegenwart ist diesen überaus schwierigen Fragen nicht aus dem Weg gegangen und hat sich ihnen in vielfältiger und differenzierter Weise gestellt. Vor diesem Hintergrund sucht die vorliegende Arbeit die genannten Leitbegriffe jener Debatten, den der Gerechtigkeit und den der Gleichheit, in einer etwas umgekehrten Akzentuierung aufzugreifen. Ich möchte danach fragen, welche Arten der sozialen Ungleichheit vernünfti- gerweise als gerecht bezeichnet werden können und mit welcher Begründung.[1] Dazu werde ich untersuchen, wie zwei der profiliertesten Denker der Gegenwart - JOHN RAWLS und MI- CHAEL WALZER jeweils als Vertreter der liberalen bzw. der kommunitaristischen Schule - poli- tisch gesteuerte Umverteilung von materiellen und immateriellen Gütern begründen und legitimieren. Wenn dabei die wechselseitigen Ansprüche der beiden Leitideen von ‚Gerech- tigkeit͚ und ‚Gleichheit͚ in menschlichen Gesellschaften eine gewisse Klärung erfahren, hat diese Arbeit ihren Sinn erfüllt.

2 Anmerkungen zur Vorgehensweise

Bevor ich einige Bemerkungen zur Methode und zum Aufbau der vorliegenden Untersu- chung machen kann, sind noch einige vorläufige Begriffsklärungen angebracht. Im Folgenden werde ich unter ‚Gerechtigkeit͚ immer eine Eigenschaft von sozialen Ordnungen, einschließ- lich der ihnen zugehörigen Institutionen und Verfahrensweisen, verstehen. Darin folge ich weitgehend den beiden von mir betrachteten Theoretikern (vgl. Rawls 1979: 23, Walzer 2006: 26).[2] Gerechtigkeit als eine Eigenschaft von Individuen, wie sie vor allem in der christ- lich-jüdischen Tradition behandelt wird, spielt dabei keine Rolle. Entsprechendes gilt sinn- gemäß für das hier entwickelte Verständnis von ‚Gleichheit͚, das immer als gleiche Vertei- lung bestimmter Güter innerhalb der Mitglieder einer Gesellschaft verstanden wird.[3]

Welche Vorgehensweise empfiehlt sich nun, um dem Anspruch einer möglichst genauen und präzisen Beantwortung der eingangs gestellten Frage gerecht zu werden? Ich möchte behaupten, dass beide Theoretiker sehr unterschiedliche, aber einander nicht entgegenge- setzte Auffassungen von Gleichheit und Gerechtigkeit vertreten, und werde dies im Folgen- den anhand der Methode der rationalen Rekonstruktion aus einem analytischen Ansatz her- aus darlegen (vgl. Druwe 1995: 57ff). Dabei werde ich mich zunächst John Rawls zuwenden und nach einer kurzen Skizzierung seiner Gesamtkonzeption (Kpt. II/1) die beiden von ihm entwickelten Grundsätze der Gerechtigkeit vorstellen (Kpt. II/2). In diesem Zusammenhang werde ich mein Augenmerk vor allem auf den zweiten Grundsatz richten und sowohl das Unterschiedsprinzip als auch das Prinzip der Chancengleichheit näher erläutern (Kpt. II/3). Nach einem kurzen Zwischenfazit zur vorläufigen Beantwortung der Ausgangsfrage (Kpt. II/4) werde ich mich im folgenden Teil den Überlegungen von Michael Walzer widmen und auch hier zunächst in wenigen Zügen die Gesamtanlage seiner Konzeption vorstellen (Kpt. III/1). Daraufhin werde ich die Prinzipien der Umverteilung aus seiner Perspektive der ‚komplexen Gleichheit͚ besprechen (Kpt. III/2) und die Idee verschiedener ‚Sphären͚ der Gerechtigkeit anhand eines Beispiels verdeutlichen (Kpt. III/3). Nach einem weiteren Zwischenfazit (Kpt. III/4) möchte ich im nächsten Teil der Arbeit beide Ansätze direkt miteinander vergleichen (Kpt. IV/1) und auf diese Weise versuchen, zu einer abschließenden Beantwortung der Aus- gangsfrage zu gelangen (Kpt. IV/2). Zum Abschluss der Arbeit werde ich das Gesagte in einigen wenigen Worten zusammenfassen und einen Ausblick auf offen gebliebene Fragen geben (Kpt. V).

Eine letzte Bemerkung: Aufgrund der gebotenen Kürze der Darstellung erscheint die Ar- gumentation an der einen oder anderen Stelle etwas komprimiert. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu überschreiten, beschränke ich mich daher bei beiden Theoretikern auf jeweils eines ihrer Hauptwerke und lasse andere zentrale Texte weitgehend unberücksichtigt.[4]

II Umverteilung und gerechte Ungleichheit bei John Rawls

1 Vorbemerkung. Zur Konzeption der Gerechtigkeit bei John Rawls

Die Rückkehr des Normativen in das politische Denken der Gegenwart ist zuerst und vor allem John Rawls zu verdanken, der in seiner 1971 erschienenen „Theorie der Gerechtigkeit“ (TdG) die philosophischen Grundlagen für jede weitere Auseinandersetzung über die wün- schenswerte Verteilung gesellschaftlichen Wohlstands schuf. Rawls führte dabei nicht nur die wissenschaftliche Diskussion - in direkter Anlehnung an die neuzeitlichen Klassiker der politischen Philosophie - von einer bloß metaethischen Sprachanalyse wieder zu einer deut- lich normativ geleiteten Sachanalyse (vgl. Höffe 2006: 3f). Er wirkte darüber hinaus auch durch die Rezeption seiner Werke in vielfacher Weise schulbildend, was sich neben seiner Fähigkeit, „systematisch belangvollen Widerspruch zu provozieren“ (Kersting 1993: 8), auch an der Zahl seiner wortmächtigen Fürsprecher ablesen lässt. Ich möchte die wichtigsten Eck- punkte seiner Theorie kurz umreißen.

Gerechtigkeit, so John Rawls zu Beginn seiner Ausführungen, bezeichnet die „erste Tu- gend sozialer Institutionen“ (TdG: 19). Was damit gemeint ist, wird deutlich, wenn man sich das Ziel der TdG näher vor Augen führt: Es geht um eine Bestimmung derjenigen Gerechtig- keitsgrundsätze, auf die sich „freie und vernünftige Menschen (…) in einer anfänglichen Situ- ation der Gleichheit“ (TdG: 28) einigen würden. Dieser vorpolitische ‚Urzustand͚ ist im We- sentlichen dadurch gekennzeichnet, dass in ihr „niemand seine Stellung in der [noch zu schaffenden, M. R.+ Gesellschaft kennt, (…) ebenso wenig sein Los bei der Verteilung natürli- cher Gaben“ (TdG: 29). Ein solcher hypothetischer „Schleier des Nichtwissens“ (TdG: 29) gewährleistet, dass unterschiedliche Interessen oder besondere Fähigkeiten des Einzelnen bei der Suche nach allgemein zustimmungsfähigen Gerechtigkeitsgrundsätzen kein Hindernis darstellen. Darüber hinaus sind die Vertragspartner im Urzustand von einem gegenseitigen Desinteresse im Sinne eines „begrenzte*n+ ltruismus“ (TdG: 170) geleitet und versuchen individuell, das je für sie „größtmögliche Maß gesellschaftlicher Grundgüter“ (TdG: 168) zu gewinnen.

Da die Entscheidungsfindung unter der Bedingung antizipativer Unsicherheit stattfindet (vgl. TdG: 177), ist für ihren Vollzug die so genannte ‚Maximin-Regel͚ maßgeblich, derzufolge unter mehreren Alternativen stets diejenige zu wählen ist, deren „schlechtestmögliches Ergebnis besser ist als das jeder anderen“ (TdG: 178). Die weiteren Verästelungen und Schwierigkeiten dieser kontraktualistischen Argumentationsfigur brauchen uns für die Fragestellung dieser Arbeit nicht im Einzelnen zu interessieren.[5] Vorläufig mag für uns die Annahme ausreichen, dass die Vereinbarungen, welche in einer solchermaßen als ‚fair͚ klassifizierten Ausgangssituation getroffen werden, begründungslogisch mit guten Gründen als Inbegriff einer „Gerechtigkeit als Fairness“ (TdG: 34f) im Sinne Rawls͚ gelten können.

2 Freiheit und Gleichheit. Zu den Grundsätzen der Gerechtigkeit

Nun hat sich gezeigt, dass Rawls seine Gerechtigkeitstheorie aus der Situation eines hy- pothetischen Vertragsschlusses zwischen freien und gleichen Individuen konzipiert. Welches aber sind die Grundsätze, auf die sich solche Individuen vernünftigerweise einigen würden, und was folgt aus ihnen hinsichtlich der Rechtfertigung sozialer Ungleichheiten? Um diese Fragen beantworten zu können, erscheint mir zunächst eine Bestimmung dessen ange- bracht, was John Rawls unter seinen „Grundsätzen der Gerechtigkeit“ überhaupt versteht. Insofern sich soziale Gerechtigkeit als das Resultat einer allgemein zustimmungsfähigen Ver- einbarung erweist, ermöglichen ihre Grundsätze nach Rawls zweierlei: Zum einen die „Zu- weisung von Rechten und Pflichten in den grundlegenden Institutionen der Gesellschaft“ (TdG: 20f), zum anderen aber auch die „richtige Verteilung der Früchte und der Lasten der gesellschaftlichen Zusammenarbeit“ (TdG: 21). Ich werde mich später vor allem mit dem letztgenannten Aspekt der rawlsschen Gerechtigkeitsgrundsätze beschäftigen. Zunächst aber ist zu fragen, auf welche Weise John Rawls von seinen dargelegten Voraussetzungen aus zu eben jenen Grundsätzen gelangt, von denen angenommen wird, dass sie in einem gedachten Urzustand von allen Beteiligten akzeptiert würden. Er geht davon aus, dass sich in der Einigung eine Entscheidung für einen von mehreren denkbaren Gerechtigkeitsgrundsätzen vollzieht (vgl. TdG: 34f) und dass ihr eine „allgemeine Gerechtigkeitsvorstellung“ (TdG: 84) zugrunde liegt, die folgendermaßen formuliert werden kann:

„Alle sozialen Werte - Freiheit, Chancen, Einkommen, Vermögen und die sozialen Grundlagen der Selbstachtung - sind gleichmäßig zu verteilen, soweit nicht eine ungleiche Verteilung jedermann zum Vorteil gereicht͘“ (TdG: 83)

Hier wird nun - in einer ersten Annäherung - nicht allein dasjenige als gerecht verstanden, was einer gleichmäßigen Verteilung der gesellschaftlichen Güter entspricht. Vielmehr er- scheint eine ungleiche Verteilung der verschiedenen sozialen Werte[6] auch dann als gerecht, wenn sich diese Ungleichheit für alle Beteiligten als vorteilhaft erweist. Ungeachtet dessen, dass die hier gebrauchten Formulierungen zweifellos noch weiterer Präzisierung bedürfen, ist nun leicht einzusehen, warum die Vertragspartner im rawlsschen Urzustand an dieser Stelle nicht stehen bleiben dürfen: Immerhin beruht, so zumindest die Überzeugung von John Rawls, jede soziale Ordnung auf einer Reihe von Werten, deren (Um-)Verteilung gerade nicht zur Verfügungsmasse politischer Entscheidungsträger werden darf. Aus diesem Grund teilt er die allgemeine Gerechtigkeitsvorstellung in einem nächsten Schritt in zwei verschie- dene Grundsätze auf, die ihrem Gewicht nach allerdings nicht gleichrangig sind:

„Jedermann soll gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grund- freiheiten haben, das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist.“ (TdG: 81)

- so der vorläufige Wortlaut des ersten Grundsatzes, der garantieren soll, dass ein gewisser Katalog an Freiheitsrechten nicht zugunsten anderweitiger Vorteile eingeschränkt werden kann. Dies wird nach Rawls dadurch gewährleistet, dass dem ersten Grundsatz kraft Setzung ein so genannter lexikalischer Vorrang gegenüber dem zweiten eingeräumt wird, mithin also „Verletzungen der vom ersten Grundsatz geschützten Grundfreiheiten nicht durch größere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Vorteile gerechtfertigt oder ausgeglichen werden kön- nen“ (TdG: 82). Für unsere Fragestellung ist dies insofern relevant, als nach Rawls einer Un- gleichverteilung von miteinander vereinbaren Freiheitsrechten[7] grundsätzlich nicht das Prädikat ‚gerecht͚ zukommen kann. Ich möchte diesen Aspekt hier jedoch nicht weiter verfolgen, sondern mich vielmehr dem zweiten Grundsatz der Gerechtigkeit zuwenden, der in einer vorläufigen Formulierung folgendermaßen lautet:

„Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu gestalten, daß (a) ver- nünftigerweise zu erwarten ist, daß sie zu jedermanns Vorteil dienen, und (b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offen stehen͘“ (TdG: 81)

Der zweite Gerechtigkeitsgrundsatz ist, wie wir sehen können, seinerseits in zwei Teilprinzi- pien untergliedert, die augenscheinlich beide verschiedene Interpretationsspielräume hin- sichtlich einer gerechten Ungleichheit offen lassen. Ich werde im folgenden Kapitel alle denk- baren Varianten dieses zweiten Grundsatzes diskutieren, um von dort aus in der Perspektive von John Rawls zu einer endgültigen Beantwortung unserer Fragestellung zu gelangen.

3 Unterschiedsprinzip und gleiche Chancen. Zur Ordnung sozialer Ungleichheit

Bei der nun folgenden Erörterung des zweiten Grundsatzes gehe ich mit John Rawls da- von aus, dass der Grundsatz der gleichen Freiheit für alle in seinem lexikalischen Vorrang gegenüber dem zweiten Grundsatz erfüllt und gewährleistet ist (vgl. TdG: 87). Wie wir zum Teil bereits gesehen haben, ist der zweite Grundsatz dadurch verwirklicht, dass „die Positio- nen offen gehalten werden und dann unter dieser Einschränkung die sozialen und wirt- schaftlichen Ungleichheiten zu jedermanns Nutzen gestaltet werden“ (TdG: 82). Nun ist leicht zu ersehen, dass sich je nach Verständnis der beiden Teilprinzipien scheinbar „unend- lich viele Möglichkeiten“ (TdG: 85) ergeben, denen zufolge eine soziale oder wirtschaftliche Ungleichverteilung als ‚gerecht͚ bezeichnet werden kann. Rawls unterscheidet indessen nur je zwei verschiedene Mechanismen, die theoretisch ein solches Urteil erlauben. Ich werde sie kurz skizzieren und anschließend begründen, für welche Kombination der gegebenen Deutungsmöglichkeiten sich John Rawls letztlich entscheidet.

[...]


[1] Mir ist bewusst, dass sich die vorliegende Frage wahrscheinlich nur eingeschränkt quantitativ beantworten lässt. Insofern mag der Titel dieser Arbeit etwas irreführend erscheinen.

[2] Im Folgenden zitiere ich jeweils im Fließtext und mit daran anschließender Seitenangabe Rawls 1979 als „TdG“ *=Theorie der Gerechtigkeit+ und Walzer 2006 als „SdG“ *=Sphären der Gerechtigkeit+.

[3] Es sei hier betont, dass mit dem Ausdruck ‚Güter͚ keine gleichwie materialistisch geartete Engführung des Gemeinten beabsichtigt ist.

[4] Vgl. S. 3, Anm. 2. Leider nicht berücksichtigt werden Rawls 1998 [=Politischer Liberalismus], Rawls 2003 [=Gerechtigkeit als Fairness. Ein Neuentwurf] sowie Walzer 1982 [=Gibt es den gerechten Krieg?].

[5] Vgl. etwa für weitere Ausführungen zum Urzustand Maus 2006: 72-87.

[6] Rawls spricht im Folgenden auch von ‚Grundgütern͚, die er als „Dinge, von denen man annehmen kann, daß sie jeder vernünftige Mensch haben will“ (TdG: 83), definiert.

[7] Rawls nennt hier etwa das aktive und passive Wahlrecht, die Rede-, Versammlungs-, Gewissens- und Gedankenfreiheit sowie einige weitere Freiheitsrechte (vgl. TdG: 82).

Details

Seiten
25
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640917303
ISBN (Buch)
9783640917075
Dateigröße
841 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v172032
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen – Institut für Politikwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
wieviel ungleichheit begründung umverteilung john rawls michael walzer

Autor

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