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Merkmale und Lebensweise des Ordens der Franziskaner

Seminararbeit 2009 10 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Die Ordensgründung und das Leben des Franziskus
2.2 Merkmale und Lebensweise des Ordens der minderen Brüder
2.2.1 Das Leben in Askese
2.2.2 Das Leben nach der Bullierten Regel
2.2.3 Die Aussagen des Testamentum
2.2.4 Die Regularkanoniker
2.3 Kurzvergleiche der beiden Orden Franziskaner und Dominikaner
2.4 Der Orden nach dem Tod des heiligen Franziskus von Assisi
2.5 Der Orden der minderen Brüder heute

3 Zusammenfassung

4 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem der bedeutendsten Bettelorden des Mittelalters, dem ordo fratrum minorum, dem Orden der minderen Brüder, den sog. Franziskanern.

Die Bearbeitung dieser Aufgabe erscheint wegen der Bedeutsamkeit des Ordens in der mittelalterlichen Geschichte, aber auch heute und vor allem wegen den bemerkenswerten Ziele und der damit verbundenen Lebensweise der Mönche dieses Ordens interessant.

Die Intention dieser Arbeit liegt darin, den Orden der minderen Brüder anhand von Quellen- und Forschungsliteratur überblicksartig, von der Gründung bis zum Tod des Ordensführers und der damit verbundenen ersten Spaltung des Ordens im Jahre 1226 darzustellen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den beiden wichtigsten Regelwerken des Franziskus an seine Anhänger, der Bullierten Regel und des Testamentum. Bezug genommen wird auch auf einen zweiten großen, nicht minder bedeutenden Orden, den der Dominikaner. Erläutert werden sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Bettelorden. Abschließend wird ein Ausblick auf die vielfältigen Tätigkeitsbereiche des Franziskanerordens und seine Bedeutung in unserer Zeit gegeben.

2 Hauptteil

2.1 Die Ordensgründung und das Leben des Franziskus

Zu Beantwortung der Frage wie der Orden der Franziskaner gegründet wurde, ist es im Vorfeld nötig, die Definition des Ordensbegriffes vorzunehmen: Orden können als religiös orientierte, zentral geleitete und hierarchisch strukturierte Personalverbände umschrieben werden. Ihnen kommt der Charakter einer freiwilligen Organisation und eines Teilsystems der Kirche zu.[1]

Gegründet wurde der ordo fratrum minorum von einem der wichtigsten Heiligen der katholischen Kirche Franziskus von Assisi, welcher als Sohn eines politisch einflussreichen wie wohlhabenden Kaufmannes als Giovanni Bernadone 1181/82 in Assisi geboren wurde. Er durchlief einen für damalige Zeiten typisch verlaufenden Sozialisationsprozess, welcher eine städtische Schulbildung und gesellschaftlich betrachtete Nebenerscheinungen wie Luxus und Verschwendung mit sich führte. Ein Prozess des Umdenkens setzte ein, als Franziskus 1202/03 in Perugia für etwa ein Jahr in Gefangenschaft geriet.[2] Durch die Erfahrung von Hunger und Entbehrungen schlug er gegen 1206 einen neuen Lebensweg ein. Ein Leben in Armut sollte die von ihm angestrebte Nachfolge von Jesus Christus ermöglichen. Dieser Überzeugung folgte eine große Anhängerschaft.

Das Franziskus sich der Kirche völlig unterwarf ermöglichte 1209 die Anerkennung seiner Glaubensgemeinschaft durch Papst Innocenz III, welche mit der Erlaubnis zur einfachen Bußpredigt einher ging.

Der Orden breitete sich europaweit aus. Auf ihren Wanderungen zogen Franziskus und seine Anhänger barfuß durch ganz Italien bis nach Ägypten.

1220 zog sich Franziskus von der Leitung des Ordens und damit in die Einsamkeit zurück. Sein Glaube blieb jedoch zeitlebens ungebrochen und bestimmte sowohl Geist als auch Körper derart, dass Franziskus 1224 die Wundmale Jesus Christus empfing (Stigmatisation).

Papst Honorius III bestätigte 1223 die endgültige Regel[3] für den Orden der Franziskaner.[4] Ein weiteres wichtiges Regelwerk diktierte Franziskus kurz vor seinem Tod im September/Oktober 1226, das Testamentum.[5] Nachdem Franziskus 1226 starb, wurde er bereits zwei Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen.[6]

2.2 Merkmale und Lebensweise des Ordens der minderen Brüder

Das Leben der Mönche erfolgt verschiedensten Regeln sowie Regelwerken, die den Franziskanerorden charakterisieren. Diese Regelwerke wurden von Franziskus von Assisi verfasst und sind heute als Quellenschriften überliefert. Im Folgenden werden sie im Bezug auf eine Quellenschrift vorgestellt[7].

[...]


[1] G. SCHMELZER, Religiöse Gruppen, S. 206f.

[2] Die Gefangenschaft ereignet sich aufgrund von Auseinandersetzungen verfeindeter Städte.

[3] Die endgültige Regel ist auch als bullierte Regel bekannt und wird unter Punkt 2.2.2 behandelt.

[4] Darauf wird unter Punkt 2.2.2 noch genauer eingegangen.

[5] Das Testamentum wird ebenfalls detaillierte unter Punkt 2.2.3 betrachtet.

[6] J. OBERSTE, Mittelalter, S. 104f.

[7] Hrsg. L. HARDICK und E. GRAU, Schriften.

Details

Seiten
10
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640913770
ISBN (Buch)
9783640912742
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171769
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Geschichte
Note
2,7
Schlagworte
merkmale lebensweise ordens franziskaner

Autor

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