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Entwicklung einer Wissensmanagementstrategie für den Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik

Projektarbeit 2011 39 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungen

Abbildungen

Tabellen

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau des Projekts

2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Wissen
2.2 Wissensmanagement

3 Aktuelle Wissenslandschaft
3.1 Befragung
3.2 Wissensziele
3.3 Methoden, Probleme und Lösungsansätze

4 Wissensmanagementstrategie
4.1 Wissensleitbild
4.2 Umsetzung der Zielprozesse
4.2.1 Zielprozess I: Wissensteilung, Integration
4.2.2 Zielprozess II: Verhalten, Motivation
4.2.3 Zielprozess III: Wissensfelder, Kernkompetenzen
4.2.4 Zielprozess IV: Konferenzen, Kooperationen
4.2.5 Zielprozess V: Wissensflüsse
4.3 Bewertung der Umsetzbarkeit
4.4 Ergebnisse
4.5 Kritische Würdigung und Ausblick
Literatur

5 Anhang
5.1 Integration eines Beispielprozesses
5.2 Templates
5.2.1 WikiDot Template Übersichtsseite
5.2.2 WikiDot Template Wissensleitbild
5.2.3 WikiDot Template Wissenstopologiekarte
5.2.4 WikiDot Template Lessons Learned
5.2.5 WikiDot Template Wissenszirkelmethoden

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungen

Abbildung 1: Aufbau der Arbeit

Abbildung 2: Zeichen, Daten, Information und Wissen nach Rehäuser & Krcmar, 1996, S. 3

Abbildung 3: Schichtenmodell der organisatorischen Wissensbasis (Rehäuser & Krcmar, 1996, S. 9)

Abbildung 4: Bausteinmodell nach Probst et al. (2006)

Abbildung 5: Aufbau Befragung

Abbildung 6: Wissensziele des Lehrstuhls WI insb. IM

Abbildung 7: Wissensleitbild

Abbildung 8: Zielprozess I: Wissensteilung, Integration

Abbildung 9: Zielprozess II: Verhalten, Motivation

Abbildung 10: Template Übersichtsseite des Lehrstuhls WI insb. IM

Abbildung 11: Wissensleitbild im Wiki

Abbildung 12: Zielprozess III: Wissensfelder, Kernkompetenzen

Abbildung 13: Template für Wissenstopologiekarte

Abbildung 14: Zielprozess IV: Konferenzen, Kooperationen

Abbildung 15: Vernetzung des Lehrstuhls WI insb. IM

Abbildung 16: Bsp. Lessons Learned Thema Weiterentwicklung Wiki

Abbildung 17: Beispielhafte Mind Map Thema ELearning

Abbildung 18: Zielprozess V: Wissensflüsse

Abbildung 19: Nutzung Wiki Inhalte

Tabellen

Tabelle 1: Systematisierung Wissensmanagementmethoden

Tabelle 2: Aktuelle Probleme am Lehrstuhl WI insb. IM

Tabelle 3: Lösungsansätze

Tabelle 4: Vergleich Google Docs und Windows Live Skydrive

Tabelle 5: Umsetzbarkeitsbewertung der Ansätze

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Wissen ist zentraler Inhalt jeder Forschungstätigkeit. Besonders in diesem Umfeld muss Wissen als kritische Ressource verstanden und organisiert werden. Der Umfang der Zielgruppe ist am Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, insb. Informationsmanagement mit acht Mitarbeitern verglichen mit einer Firma gering, was eine Bewertung insbesondere für komplexere Wissensmanagementinstrumente notwendig macht. Mittels einer Befragung der Lehrstuhlmitarbeiter werden aktuelle Probleme und mögliche Lösungsansätze identifiziert. Ziel des vorliegenden Praxisprojekts ist die Ausarbeitung einer Wissensmanagementstrategie ausgehend von normativen, strategischen und operativen Wissenszielen. Der Fokus liegt dabei auf der Bewertung möglicher Methoden und die Ausarbeitung von Templates zum Einsatz in der Zielsystemlandschaft.

Kernfragen:

[1] Welche Probleme bestehen bezüglich des Wissensmanagements?
[2] Welche Lösungsansätze sind denkbar?
[3] Normative / Strategische / Operative Wissensziele?
[4] Welche Lösungsansätze lassen sich im Rahmen einer Wissensmanagementstrategie umsetzen?

1.2 Aufbau des Projekts

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufbau der Arbeit

Abbildung 1 zeigt den Aufbau der Projektarbeit. Ausgangspunkt ist die Ermittlung des Ist-Zustandes der aktuellen Wissenslandschaft. Als Erfassungsmethode wird eine Befragung der Lehrstuhlmitarbeiter WI insb. IM bezüglich bestehender Wissensziele, genutzter Methoden, aktueller Probleme und möglicher Lösungsansätze genutzt. Die ermittelten allgemeinen Wissensziele werden als normativ, strategisch oder operativ klassifiziert. Darauf aufbauend wird in Kapitel 4 ein Wissensleitbild mit konkret umsetzbaren Wissenszielen generiert. Innerhalb des Leitbildes stehen einzelne Ziele miteinander in kausaler Verbindung und bilden Wissenszielprozesse über mehrere Ebenen hinweg (von normativ über strategisch zu operativ) ab. Nach der Zuordnung der Lösungsansätze zu den Wissenszielprozessen werden die konkrete Umsetzung untersucht und konkrete Lösungen und Templates vorgeschlagen. Abschließend finden eine Bewertung der Umsetzbarkeit und eine Evaluation des Einführungsaufwands und Nutzens der Lösungsansätze statt.

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Wissen

Wissen stellt die Abbildung realer Verhältnisse, Zustände und Vorgänge auf Modelle von der Außenwelt dar, über die ein Individuum oder eine Organisation verfügt (vgl. Strohner, 1990, S. 215 ff.) und „besteht aus vielen Informationen“ (Steinmüller, 1993, S. 236). Abbildung 2 verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Zeichen, Daten, Information und Wissen. Wissen erweitert Informationen um Pragmatik.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Zeichen, Daten, Information und Wissen nach Rehäuser & Krcmar, 1996, S. 3

Wissen wird weiterhin nach der Zugänglichkeit in implizites und explizites Wissen differenziert (vgl. Polanyi & Sen, 2009). Implizites Wissen ist schwer formalisierbar, kommunizierbar und teilbar, da einzelne Personen Wissensträger sind. Subjektive Einsichten und Intuition bilden implizites Wissen. Es ist in den Handlungen, Idealen, Werten oder Gefühlen und Erfahrungen von Individuen verankert (vgl. Rehäuser & Krcmar, 1996, S. 7). Um implizites Wissen in einer Organisation verarbeiten, übertragen und speichern zu können, muss es in dokumentiertes explizites Wissen überführt werden (vgl. Nonaka & Takeuchi, 1995, S. 9). Abbildung 3 zeigt eine Systematisierung der Wissensarten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Schichtenmodell der organisatorischen Wissensbasis (Rehäuser & Krcmar, 1996, S. 9)

2.2 Wissensmanagement

Es gibt verschiedene Ansätze den Prozess des Wissensmanagements zu systematisieren. Das Spiralmodell von Nonaka und Takeuchi (1995, S. 71) fokussiert insbesondere den Prozess der Externalisierung. Im Lebenszyklusmodell von Picot und Franck (1988, S. 611) liegt der Fokus auf Umsetzung von Managementphasen im Wissensmanagementbereich. Basis für die Befragung der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Lehrstuhls Wirtschaftsinformatik insb. Informationsmanagement ist das zyklische Bausteinmodell nach Probst, Raub & Romhardt (2006).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Bausteinmodell nach Probst et al. (2006)

3 Aktuelle Wissenslandschaft

3.1 Befragung

Um den Ist-Zustand der aktuellen Wissenslandschaft zu erfassen wird eine Befragung von vier der sieben wissenschaftlichen Mitarbeiter des Lehrstuhls WI insb. IM. durchgeführt. Ergänzt werden die gewonnenen Erkenntnisse um Informationen aus der Website, der Selbstdarstellung des Lehrstuhls und der Prozesslandkarte (Stand 2008).

Als Methode wurde auf Experteninterviews zurückgegriffen. Ziel ist die Strukturierung des Problemfeldes, wofür Exptertenbefragungen geeignet sind (vgl. Kallus, 2010, S. 28). Die Umfrage hat das Bausteinmodell von Probst (2006, S. 28) als Basis, um einen Überblick über sämtliche Phasen des Wissensmanagements zu ermöglichen. Abbildung 5 zeigt den grundsätzlichen Ablauf der Befragung. Basierend auf Wissenszielen werden eingesetzte Methoden, aktuelle Probleme sowie Verbesserungsvorschläge erfragt und diskutiert. Die Wissensziele werden in diesen Prozess erweitert und konkrete Lösungsansätze den Wissenszielen zugeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Aufbau Befragung

3.2 Wissensziele

Zu den wichtigsten Funktionen von Wissenszielen gehören im Forschungsbereich die Entwicklung und Bewahrung zentraler Kompetenzen und die Sicherstellung, dass allen Mitarbeitern der Zugriff auf diese Technologien gesichert bleibt (vgl. Probst u. a., 2006, S. 40). Die Wissensziele werden in drei Ebenen eingeteilt. Normative Ziele bilden die Grundlage für die generelle Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Wissensaspekten (vgl. Probst u. a., 2006, S. 41). Strategische Ziele erleichtern die Bewertung der Umsetzbarkeit der formulierten Strategie und können als eigenständige Zielformulierung neue strategische Optionen ermöglichen (vgl. Probst u. a., 2006, S. 47). Operative Wissensziele übersetzen die normativen und strategischen Wissensziele in konkrete, operationalisierbare Teilziele (vgl. Probst u. a., 2006, S. 52).

Am Lehrstuhl WI insb. IM sind bislang als explizit dokumentierte Ziele die Selbstdarstellung des Lehrstuhls in schriftlicher Form (Stand 2008) sowie die Informationen der Website und des Blogs verfügbar. Als Vision wird die „internationale, interdisziplinäre, anwendungsorientierte Vernetzung von Forschung und Lehre“ angegeben. Auf strategischer Ebene wird das aktuelle Forschungsprofil durch eine anwendungsbezogene, gestaltungsorientierte Betrachtung der kollaborativen Wissensarbeit in Organisationen der Wirtschaft und der Verwaltung gekennzeichnet und ist durch induktiv-analytisches Vorgehen geprägt (vgl. Lehrstuhlwebsite, 2009). Weiterhin wird auf Kompetenzzentren und deren Vernetzung eingegangen. Zusätzlich werden Informationen zu Kernbereichen der Forschung und konkreten Projekten bereitgestellt. Damit wird die Grundausrichtung determiniert. Bislang wurden jedoch keine Wissensziele konkret definiert und expliziert, was eine Bewertung oder Analyse der Wissenskultur erschwert. Das Fehlen eines zentralen Wissensleitbildes, welches grundlegende Aussagen in Bezug auf die Bedeutung und den allgemeinen Umgang mit Wissen macht (vgl. Probst u. a., 2006, S. 43), erschwert die bewertbare Umsetzung der Ziele auf operativer Ebene. Um die Wissensziele stärker zu explizieren, wird eine Einordnung bereits bestehender Ziele in den Rahmen von Probst (2006, S. 41) vorgenommen. Zusätzlich findet eine Erweiterung der Ziele um Konzepte und Ideen der Mitarbeiter statt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Wissensziele des Lehrstuhls WI insb. IM

Abbildung 6 zeigt die Einordnung der Wissensziele in die Ebenen operativ, strategisch und normativ in Anlehnung an das St. Galler Managementkonzept (Ulrich & Krieg, 1973). Die Einteilung in Strukturen, Aktivitäten und Verhalten und die inhaltliche Ausrichtung basiert auf dem Rahmen von Probst u. a. (2006, S. 41). Durchgezogene Verbindungspfeile stellen kausale Zusammenhänge her. Gestrichelte Pfeile symbolisieren Ergebnisse die sich als Projekte umsetzen lassen.

Bei der Zuordnung der Zusammenhänge wird deutlich, dass das Wissensleitbild zentraler Ausgangspunkt auf normativer Ebene ist. Wichtiger Bestandteil der Wissensstrategie muss deshalb die Ausformulierung eines Wissensleitbildes sein. Am Ende der Zielprozesse steht die Umsetzung in Projekten. Hierbei ist insbesondere auf eine Messbarkeit der Ergebnisse Wert zu legen. Die Übersicht zeigt einige Ansätze zur Generierung von Wissenszielen. Diese können jedoch erst auf Basis einer detaillierten Problemanalyse konkret ausformuliert werden. Im Folgenden werden deshalb zunächst die Methoden und Probleme analysiert, um darauf aufbauend Lösungsansätze anzugeben.

3.3 Methoden, Probleme und Lösungsansätze

Tabelle 1: Systematisierung Wissensmanagementmethoden[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 zeigt eine Zusammenfassung der am Lehrstuhl WI insb. IM derzeit eingesetzten Methoden. Es wird deutlich, dass alle Phasen des Wissensmanagementprozesses mittels direkter Kommunikation umgesetzt werden. Die Explikation des Wissens wird jedoch nicht konsequent umgesetzt. Mit dem Wiki wurde eine zentral zugreifbare Wissensplattform eingeführt. Thematisch enthält das Wiki bislang hauptsächlich Wissen zum organisatorischen Ablauf, ist aber noch nicht vollständig angenommen. Besonders im Hinblick auf wissenschaftliche Zusammenarbeit stellt sich die Frage ob ein Wiki in dieser Form das geeignete Werkzeug ist.

Tabelle 2: Aktuelle Probleme am Lehrstuhl WI insb. IM

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 fasst die von den Mitarbeitern geschilderten Probleme am Lehrstuhl zusammen. Besonders hervorzuheben ist die Frage, ob die aktuelle Wissenslandschaft dabei den Anforderungen an Lehre, Organisation und Forschung gerecht wird. Fokus der vorliegenden Arbeit ist die Umsetzbarkeit von Organisation und Forschung. Als Werkzeug zur Sammlung organisationalen Wissens wurde ein Wiki eingeführt. Als Werkzeug für kollaborative Forschung ist es bei Berücksichtigung des aktuellen Funktionsumfangs nur bedingt geeignet. Gründe dafür sind die fehlende Anbindung von Literaturverwaltungsprogrammen (wie das genutzte Mendeley), unzureichende Integration des Filesystems und die Einarbeitung in die Syntax (kein WYSIWYG-Editor). Die in Tabelle 3 gesammelten Lösungsansätze greifen diese Probleme auf. Die Grundlagen zur Umsetzung der Lösungsansätze werden in Kapitel 4 erarbeitet und diskutiert.

[...]


[1] Der Rahmen ist angelehnt an das Bausteinmodell nach Probst et al. (2006).

Details

Seiten
39
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640913664
ISBN (Buch)
9783640912360
Dateigröße
2.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171755
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,3
Schlagworte
Wissensmanagement Integration Wissensleitbild Wissensziel Wissensmanagement-strategie Wiki Methoden Werkzeuge Templates

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Titel: Entwicklung einer Wissensmanagementstrategie für den Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik