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Erkenntnistheorie von John Locke

Wie gelangen wir zu Wissen?

Essay 2007 6 Seiten

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe

Wie gelangen wir zu Wissen? Können wir sicher sagen, dass wir etwas wissen? Und überhaupt, was wissen wir eigentlich? Das ist nur ein kleiner Ausschnitt von Fragen, welche uns beschäftigen, wenn wir von Wissen oder Erkenntnis sprechen. Wir suchen regelrecht nach Erkenntnis und so ist es nicht verwunderlich, dass eben diese Suche nach Erkenntnis auch in der Philosophie eine zentrale Rolle spielt. Aber zentrale Rolle hin oder her- eine Antwort darauf gibt es immer noch nicht; nein es gibt sogar sehr viele Antworten. Genauso wie in der Ontologie, Sprachphilosophie und weiteren Disziplinen der Philosophie, haben viele kluge Köpfe viele kluge und interessante Antworten parat.

Doch bevor wir nun von Wissen oder Erkenntnis sprechen, möchte ich zuerst festlegen, mit welchen Grundbegriffen wir es in dieser Disziplin zutun haben.

Um das Kind beim Namen zu nennen: wir bewegen uns hier im Bereich der Epistemologie. Das Wort episteme stammt aus dem Griechischen und bedeutet so das Wissen und logos, ebenfalls aus dem Griechischen, bedeutet die Lehre. Also: die Epistemologie ist die Lehre vom Wissen; von dem, was wir wissen (können). Dementsprechend können wir verschiedene Kategorien aufstellen, welche sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Wissens beschäftigen.

Zuerst ist die Frage nach der Quelle unseres Wissens zu stellen. Woher erhalten wir also unser Wissen? Etwa mittels unserer Sinneswahrnehmungen? Aber ist unser Wissen dann sicher? Unsere Sinne können uns doch ebenso gut täuschen. Weiterhin kann man sich fragen, worüber wir etwas wissen. Zuletzt stellt sich sicherlich noch die Frage, was wir denn wissen wollen und zu welchem Zweck?

Wie man bereits erkennen kann, lassen solche Fragen viel Spielraum für etliche Antworten. Wie aber kommen wir nun zu der einen, richtigen Antwort, wenn es diese denn überhaupt gibt. Es ist offensichtlich nicht gewährleistet, ob wir eine „richtige“ Antwort finden, wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt. Aber diese Frage soll uns jetzt nicht beschäftigen. Wie gesagt, es gibt bereits viele kluge Antworten, die sich oft widersprechen, aufeinander aufbauen oder sich ergänzen. Eine möchte ich im Folgenden vorstellen.

John Locke (1632-1704) gilt als Begründer des Empirismus[1]. Dem Empirismus unterliegen die Sinneswahrnehmungen, Erfahrung und Beobachtung als Erkenntnisquellen. Betrachtet man das Adjektiv „empirisch“, welches soviel wie „ erfahrungsgemäß; dem Experiment entnommen“ bedeutet, wird der folgende Zusammenhang deutlicher.

[...]


[1] Helferich, C. Geschichte der Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart und östlichen Denkens. DTV: München. 2005. 6. Auflage.

Details

Seiten
6
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640913503
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171728
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
Schlagworte
erkenntnistheorie john locke wissen

Autor

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Titel: Erkenntnistheorie von John Locke