Lade Inhalt...

Die Machtergreifung Dareios I.

Hintergründe und Ablauf einer Usurpation und ihrer Geschichtsfälschung

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 35 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Quellenproblematik

III. Kambyses in Ägypten – Wahnsinn, Brudermord, Verschwörung, Tod
III.1 Die Quellen
III.1.1 Die Königsinschrift von Behistun
III.1.2 Aischylos
III.1.3 Herodot
III.1.4 Ktesias
III.1.5 Pompeius Trogus / Justin
III.2 Quellenanalyse

IV. Die Entlarvung des „falschen“ Bardiya, seine Ermordung und die Machtergreifung des Dareios
IV.1 Die Quellen
IV.1.1 Die Königsinschrift von Behistun
IV.1.2 Herodot
IV.1.3 Ktesias
IV.2 Quellenanalyse

V. Legitimation einer unrechtmäßigen Herrschaft

VI. Ein möglicher Ablauf der Ereignisse

Literatur

I. Einleitung

Als Dareios I. die Macht im persischen Reich egriff, war dieses noch sehr jung. Seine Begründung als erstes Weltreich der Geschichte erfolgte im wesentlichen durch Kyros II. Dieser war zunächst nur Nachfolger der Könige von Anschan, wie er auf der berühmten Bauinschrift aus Babylon, dem Kyros-Zylinder, berichtet. Kyros nennt in seiner Ahnenreihe seinen Vaters Kambyses, seinen Großvaters Kyros und den Urgroßvater Teispes, der in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts über Anschan regierte. Anschan gilt als „die altorientalische Bezeichnung des Zentrums des östlichen Teils des elamischen Reiches auf dem südwestiranischen Hochland“, ein Gebiet also, das fast „deckungsgleich ist mit der Gegend, die die Perser später mit ihrem Namen belegen und Parsa (griech. Persis) nennen.“[1] Die Bezeichnung der Gegend stammt von der gleichnamigen Stadt, die schon im 23. Jahrhundert v. Chr. in einem akkadischen Text erwähnt wird und in den 1970er Jahren archäologisch mit Tal-i Malyan identifiziert wurde.[2]

Kyros II. erweiterte die Grenzen dieses vergleichsweise kleinen Herrschaftsgebietes in den Jahren seiner Regierungszeit[3] erheblich und schuf so das bis 330 bestehende persische Reich („der Achaimeniden“[4] ), das erst durch Alexander zerschlagen werden sollte. Die Eroberungen des Kyros umfassten medisches[5] und urartäisches Gebiet, er besiegte den lydischen König Kroisos und brachte ganz Kleinasien unter seine Kontrolle, danach Babylonien, um schließlich im Osten des Reiches Baktrien, Gandhara, Sogdien und Choresmien zu unterwerfen.

Nach Kyros’ Tod 529 folgte ihm sein Sohn als König Kambyses II. nach. Ihm sollte nur eine siebenjährige Regierungszeit beschieden sein, da er frühzeitig verstarb. Auch Kambyses gelang während seiner Herrschaft eine Erweiterung des Reichsgebietes: Er eroberte 525 Ägypten.

Hier setzt die vorliegende Arbeit ein. Die merkwürdige Geschichte der durch Kambyses veranlassten Ermordung seines Bruders Bardiya, der Usurpation durch dessen betrügerischen Doppelgänger, des Todes des Kambyses und schließlich der Machtergreifung des Dareios hat hier ihren Anfang.

Die auf uns gekommene Version der Machtergreifung des Dareios ist eine lange Zeit nicht in Frage gestellte Synthese aus mehreren Überlieferungen, die sich teils bestätigen und teils widersprechen. Sie setzt sich zusammen aus der offiziellen Darstellung des Dareios auf seiner berühmten Königsinschrift von Behistun, der Darstellung in den Historien Herodots, der Persika des Ktesias, sowie einigen kürzeren Überlieferungen griechischer und römischer Autoren.

Zunächst ist eine Erläuterung der Problematik nötig, vor die uns diese Quellen stellen. Anschließend erfolgt eine Überschau der einzelnen Überlieferungen zu den beiden sich ergebenden Sinnabschnitten (Vorgeschichte und eigentliche Machtergreifung) in eigenen Unterkapiteln. In diesen wird gefragt: Was berichtet die Behistun-Inschrift und ihre Reliefs, was erzählt Herodot, welche Angaben liefern die anderen Autoren?

Nachdem zu einem Sinnabschnitt alle Quellen gesprochen haben, werden deren Angaben kritisch verglichen, Unglaubwürdiges ausgesondert und ein Versuch unternommen, sich dem tatsächlich Geschehenen anzunähern.

Aus diesem folgend wird eine Reihe von schwerwiegenden Indizien zeigen, dass die auf uns gekommene Version der Geschichte der Machtergreifung des Dareios doch recht stark in Zweifel gezogen werden kann. Stattdessen soll der wahrscheinlichere Ablauf der Ereignisse dargestellt werden, der Dareios’ Weg auf den Thron als „Putsch“ ausweist.

II. Quellenproblematik

Beschäftigt man sich mit dem achaimenidischen Perserreich, so muss man mit Pierre Briant bedauerlicherweise feststellen, dass es eine bemerkenswerte Eigenart der Achaimeniden ist, dass sie nicht, wie die meisten anderen Eroberer, eine Darstellung ihrer Geschichte im narrativen Sinne hinterließen.[6]

Dies stellt in der Tat ein großes Problem dar. Weil die achaimenidischen Könige keine Chroniken ihrer Geschichte anlegen ließen, besitzen wir vor allem durch epigraphische Hinterlassenschaften[7], darunter so berühmte wie die schon genannte Inschrift von Behistun[8], Beispiele für die originär persische Sicht der Ereignisse. Neben Inschriften in der durch Dareios neu geschaffenen altpersischen Schrift gibt es elamische, babylonische, ägyptische, aramäische, hebräische, phönizische, lydische, lykische, phrygische und karische.

Inschrift und Relief von Behistun stellen die unmittelbarste und früheste Quelle zu unserem Thema dar. Dareios ließ sie kurze Zeit nach seiner Machtergreifung, etwa ab 520, in mehreren Phasen anbringen. Sie befindet sich an einer Felswand in etwa 70 Meter Höhe. Es konnte also mit bloßem Auge niemand die Inschriften lesen, noch erkennen, was auf dem Relief dargestellt war. Der Ort der Anbringung (30 Kilometer östlich vom heutigen Kermanschah) war von Bedeutung. Altpersisch hieß er Bagastana - „Götterplatz“ und lag an der alten Straße von Babylon nach Egbatana, die später ein Teil der Seidenstraße werden sollte.

Das Relief hatte ein Vorbild in dem des Königs Anubanini, das dieser im frühen zweiten Jahrtausend anbringen ließ.[9] Abgebildet ist der über seine Feinde triumphierende überlebensgroße Dareios. Er hält einen Bogen in der Linken und hat den rechten Arm mit der ausgestreckten Hand als Herrschergeste erhoben. Hinter dem König stehen ein Speer- und ein Bogenträger. Dareios setzt seinen Fuß auf den am Boden liegenden Usurpator Gaumata, der die Arme flehend erhoben hat. Vor Dareios stehen aufgereiht neun besiegte Gegner. Sie sind durch ein Seil am Hals aneinander gebunden und ihre Hände sind auf dem Rücken gefesselt. Laut Inschrift sind dies die neun „Lügenkönige“, die nach Dareios' Machtergreifung im Reich rebelliert hatten und die er nach und nach besiegte. Der letzte in der Reihe wurde nachträglich angebracht, nachdem Dareios erste Eroberungszüge unternommen hatte: Es ist der Skythe Skunxa, erkennbar an seinem großen Spitzhut.

Über den Gefesselten schwebt ein merkwürdiges Wesen, das wie eine Mischung aus einer geflügelten Person und einer Art Siegel aussieht. Oft wurde dies als Abbildung Ahura Mazdas angesehen[10], des Gottes, den Dareios fast in jedem Satz in seinen Inschriften erwähnt. Eine andere Interpretation lautet, dass es sich um eine Art Genius oder Daimon des Königs oder des Reiches handelt.[11]

Rings um das Relief sind Inschriften angebracht in elamisch, babylonisch und altpersisch.

Diese wurden in mehreren Phasen eingemeißelt. Dareios rühmt sich in der Inschrift, dass er die altpersische Keilschrift eigens neu habe schaffen lassen. Höchstwahrscheinlich konnte er sie selbst noch nicht lesen, als die Inschrift in Behistun entstand.

Der Zweck des Reliefs und der Inschriften ist die Legitimation der Herrschaft des Dareios. Es handelt sich also um Propaganda. Dareios begründet sein Recht auf den Thron mit seiner Abstammung, seinen Erfolgen, seiner Rechtschaffenheit und nicht zuletzt durch die Gnade seines Gottes Ahura Mazda.

Nun stellt sich die Frage, warum man Propaganda in 70 Meter Höhe, unlesbar für Vorbeiziehende, anbringen lässt. Sicher hatte dies vor allem religiöse Gründe, man denke an die Bezeichnung „Götterplatz“. Hierzu passt der Bericht Herodots, die Perser hätten „Zeus“ auf den Gipfeln von Bergen verehrt.[12] Die Höhe sollte sicherlich auch beeindrucken und einen erhabenen Eindruck hinterlassen, während der Inhalt der Inschriften und der Reliefs noch in zahlreichen „Kopien“ oder „Inhaltsangaben“ im Reich verbreitet wurden. Dies scheinen eine aramäische Übersetzung, die in Elephantine gefunden wurde und Teile des Reliefs und des babylonischen Textes auf einer Stele in Babylon äußerst wahrscheinlich zu machen.[13]

Obwohl es sich, wie erwähnt, um königliche Selbstdarstellung und Propaganda handelt, ist der Quellenwert doch recht hoch. Man hat die Sichtweise des Königs Dareios selbst vorliegen, also eine unmittelbare Quelle, die nur kurze Zeit nach den Ereignissen entstand. Sollte es sich auch um Unwahrheiten handeln, die Dareios in seinen Inschriften festhalten ließ, so sind es doch wenigstens keine Jahrzehnte oder Jahrhunderte später nacherzählten und nochmals verfälschte Unwahrheiten.

Epigraphische Texte können jedoch nicht die fehlende Geschichte des Perserreichs aus eigener Perspektive - geschrieben durch einen Perser oder zumindest einen Bewohner des Reichs - ersetzen.

An zusammenhängender narrativer Darstellung bleibt nur die Überlieferung durch Fremdvölker von außerhalb. Sucht man einigermaßen zeitnahe Zeugnisse[14], kann man sich ausschließlich auf griechische Autoren berufen. Hier stellt die erhebliche räumliche Distanz ein Problem dar. Über innerpersische Ereignisse konnten die meisten Griechen nur durch Hörensagen erfahren, vermittelt durch Reisende und Händler. Unsere zwei wichtigsten griechischen Gewährsmänner Herodot und Ktesias waren noch nicht am Leben, als Dareios die Macht ergriff. Aischylos war noch ein Kleinkind. Es bleibt ausschließlich Hörensagen und Überlieferung als ihre Quelle.

Es ergibt sich ein weiteres Problem. „Die“ Griechen und insbesondere die Athener, denen wir die wichtigste Literatur zu den Persern verdanken, waren seit dem frühen 5. Jahrhundert und teilweise schon etwas früher Feinde des Achaimenidenreiches. Vieles ist deshalb - auch in der Rückschau - negativ gefärbt, bedient Stereotypen, oder ist frei erfunden, um das Publikum zu unterhalten.

Die griechisch-persische Feindschaft begann mit den ersten Eroberungsversuchen des Dareios über Ionien hinaus, wurde heftiger durch den Ionischen Aufstand und kulminierte in der Invasion Griechenlands durch Xerxes, die erfolgreich abgewehrt wurde. Speziell durch diesen legendären oder zur Legende verklärten Sieg festigte sich bei den Griechen ein neues Identitätsgefühl[15], das sich auch durch die Feindschaft mit den Persern definierte. Man kann bei den griechischen Autoren, die über die Perser schrieben, keine neutrale Darstellung sine ira et studio erwarten.

Die Historien des Herodot von Halikarnassos[16] sind unsere umfangreichste griechische Quelle zu Ereignissen im Achaimenidenreich. Dieser, oft als erster Historiker der Menschheitsgeschichte, als „ pater historiae [17] “, bezeichnet, ist trotz seines unsterblichen Werkes ein äußerst zweifelhafter Gewährsmann. Seine Historien wurden in Athen öffentlich vorgetragen. Dies waren beileibe keine wissenschaftlichen Vorlesungen. Herodot betrieb keine quellenkritische Geschichtswissenschaft im heutigen (post-)modernen Sinn, sondern war vor allem auch ein Geschichtenerzähler, der sein Publikum unterhalten wollte.

Wenn man auf Herodot als Quelle für Ereignisse im Reich der Achaimeniden zurückgreift, muss man sich daher, wie bei allen antiken Autoren, immer fragen: Woher hatte er seine Informationen? Was ist frei erfunden? Was wurde von ihm publikumswirksam übersteigert? Was ist dem Zeitgeist und dem Geschmack der Athener angeglichen worden? Bei welchen Schilderungen handelt es sich um Topik? Wo werden von Herodot literarische Konstrukte unternommen, um Vorausdeutungen auf das eigentliche Thema seiner Historien, die „Perserkriege“ der Griechen zwischen 490 und 478 zu machen? Auf viele dieser Fragen muss man leider enttäuschende Antworten geben. So gilt der heutigen Geschichtswissenschaft ein großer Teil der Historien in vielen Punkten als unglaubwürdig oder zumindest zweifelhaft.[18]

Insbesondere werden heute die Angaben Herodots zu den weitläufigen Reisen, die er unternommen haben will, von Teilen der Forschung mit guten Gründen in Zweifel gezogen.[19]

Der zweite griechische Autor, der zu unserem Themenkreis geschrieben hat, ist Ktesias von Knidos[20]. Nach eigener Aussage war er 17 Jahre lang Leibarzt am Hofe Artaxerxes’ II. Er schrieb ein großes Werk über den Orient mit dem vielversprechenden Titel Persiká. Dieses ist nicht mehr original erhalten, konnte jedoch durch Auszüge des byzantinischen Gelehrten und Patriarchen von Konstantinopel Photios aus dem 9. Jahrhundert. n. Chr., sowie zahlreiche bei vielen antiken Autoren verstreute Fragmente in größeren Teilen rekonstruiert werden.[21]

Sollte man annehmen, dass von einem Autor, der am persischen Königshof gelebt haben will, bessere Informationen geliefert werden, wird man erneut enttäuscht. Auch Ktesias erfindet oft frei. Die politischen Ereignisse im Perserreich sind nicht sein Hauptinteresse, sondern vor allem Skandal- und Haremsgeschichten. Sein Hauptziel scheint gewesen zu sein, Herodot, den er als Lügner bezeichnet, in möglichst jedem Punkt zu widersprechen.

In jüngster Zeit wurde gar der Vorschlag gemacht, das Werk von Ktesias als eine Art Parodie auf die Historien zu lesen.[22] Vergleicht man einige Passagen, ist dies eine durchaus denkbare Möglichkeit.

Mit den Werken von Herodot und Ktesias sind schon die beiden umfangreichsten griechischen Quellen genannt. Für unseren Themenkreis, die Geschichte um die Machtergreifung des Dareios, muss außerdem der Vollständigkeit halber noch das Theaterstück „Die Perser“ des Aischylos genannt werden, das 472 in Athen aufgeführt wurde und somit die früheste griechische Referenz auf die von uns betrachtete Phase der persischen Geschichte liefert. In ihm wird eine Aufzählung der persischen Könige vorgetragen, die unter anderem wegen der Nennung eines ansonsten unbekannten Königs befremdlich erscheint, sonst aber nicht viel hergibt.

Außerdem gibt es eine kurze Version der Geschichte bei Justin, der einen stark verkürzten Auszug aus den verlorenen Historiae Philippicae des Pompeius Trogus fertigte, einer Weltgeschichte, die vermutlich in augusteischer Zeit entstand. Die Lebensdaten und die Entstehungszeit der Epitome Justins sind nicht bekannt. Die Vorschläge reichen vom 2. bis zum Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr., wobei letzteres mittlerweile als am wahrscheinlichsten gilt.[23] In dem Auszug werden erneut die Reihenfolge der Ereignisse verdreht und nochmals andere Namen geliefert. Pompeius Trogus scheint sich aber auch teilweise auf Herodots Darstellung gestützt zu haben.

[...]


[1] J. Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v. Chr. Bis 650 n. Chr., Düsseldorf / Zürich 2005, 20.

[2] J. Hansmann, Encyclopaedia Iranica s.v. Anshan, 1985.

[3] Etwa von 559 bis 529 v. Chr. Soweit nicht anders vermerkt, bedeuten im Folgenden alle Jahreszahlen „v. Chr.“.

[4] Zu dieser Zeit mit größter Wahrscheinlichkeit eine anachronistische Bezeichnung, da erst Dareios die Ahnenreihe der „Achaimeniden“ einführte. Näheres unter VI.

[5] Ein „Medisches Reiches“, wie es Herodot (I,95-106) beschreibt, hat es sehr wahrscheinlich niemals gegeben. Vgl. H. Sancisi-Weerdenburg, Was there ever a Median Empire?, in: AchHist 3, 1988, 197-212.

[6] P. Briant, From Cyrus to Alexander. A History of the Persion Empire, Translated by P.T. Daniels, Winona Lake 2002, 5.

[7] Eine andere Quelle, die vor allem über verwaltungstechnische Fragen Aufschluss liefern, sind die Tontäfelchen aus Persepolis. Vgl. R.T. Hallock, Persepolis Fortification Tablets, Chicago 1969.

[8] Diese Arbeit benutzt die englische Übersetzung in: A. Kuhrt, The Persian Empire. A Corpus of Sources from the Achaemenid Period, Volume I, London 2007, 141-157 (mit Anm.).

[9] Vgl. H. Koch, Persien zur Zeit des Dareios. Das Achämenidenreich im Lichte neuer Quellen, Marburg 1988, 4-5.

[10] Ebd., 6.

[11] Ob das Symbol schon zu dieser Zeit die heutige Bedeutung des Faravahar, des Symbols des Zoroastrismus, hatte, oder ob es erst später dazu gemacht wurde, ist ungewiss.

[12] Herodot I, 131.

[13] Vgl. A. Kuhrt, Bisutun, in: DNP, Bd. 2, Stuttgart 1997, Sp. 696-697. P. Högemann, Das alte Vorderasien und die Achämeniden. Ein Beitrag zur Herodot-Analyse, Wiesbaden 1992, 39.

[14] Aischylos wurde 525 geboren und ist somit der früheste über unseren Zeitraum der persischen Geschichte schreibende Grieche.

[15] Dies hielt sie dennoch nicht davon ab, sich gegenseitig im langen Peloponnesischen Krieg zu zerreiben.

[16] Geboren etwa zwischen 490 und 480, vielleicht gestorben in den 420er Jahren.

[17] Cic. Leg. 1,1,5.

[18] Vgl. H. Erbse, Fiktion und Wahrheit im Werke Herodots, in: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften, Göttingen 1991.

[19] Vgl. z.B. R. Bichler, Herodots Welt. Der Aufbau der Historie am Bild der fremden Länder und Völker, ihrer Zivilisation und Geschichte, Berlin 20012. Ders. – R. Rollinger, Herodot, Hildesheim 2001.

[20] Über seine Lebensdaten sind keinerlei gesicherte Angaben erhalten. Neuerdings wird sein Geburtsjahr mit ca. 441 angegeben; vgl. L. Llewellyn-Jones / J. Robson, Ctesias’ History of Persia. London u. New York 2010, 11. Ktesias’ Aufenthalt am persischen Königshof, so man an diesen glaubt, grenzt man eher auf die Jahre 405-398/7 ein, also auf sieben anstatt auf die von ihm behaupteten 17 Jahre. Ebd., 13.

[21] F. W. König, Die Persika des Ktesias von Knidos, Graz 1972. L. Llewellyn-Jones / J. Robson, Ctesias’ History of Persia. Tales of the Orient, London / New York 2010. J.P. Stronk, Ctesias’ Persian History. Part I: Introduction, Text, and Translation, Düsseldorf 2010.

[22] Vgl. zur Glaubwürdigkeit des Ktesias: R. Bichler, Ktesias „korrigiert“ Herodot. Zur literarischen Einschätzung der Persika, in: H. Heftner – K. Tomaschitz (Hrsg.), Ad fontes! Festschrift für Gerhard Dobesch, Wien 2004, 105-116.

[23] Vgl. P.L. Schmidt, Iustinus/-os, in: DNP, Band 6, Stuttgart 1999, Sp. 106.

Details

Seiten
35
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640911776
ISBN (Buch)
9783640909957
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171639
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg – Seminar für Alte Geschichte
Note
1,00
Schlagworte
machtergreifung dareios hintergründe ablauf usurpation geschichtsfälschung

Autor

Zurück

Titel: Die Machtergreifung Dareios I.