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Standards und Architekturen für E-Government SAGA 4.0

Informationstechnische Innovationen

Seminararbeit 2011 12 Seiten

Informatik - Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 STANDARDS UND ARCHITEKTUREN FÜR E-GOVERNMENT-ANWENDUNGEN SAGA 4.0
2.1 SAGA 4.0 - WAS IST DAS?
2.2 DER INHALTLICHE AUFBAU DER SAGA 4.0
2.3 DIE ZIELGRUPPE DER SAGA 4.0
2.4 DIE ZIELE DER SAGA 4.0
2.5 DIE AUFGABEN DER SAGA 4.0
2.6 DIE GRUNDPRINZIPIEN FÜR E-GOVERNMENT-ANWENDUNGEN
2.7 DER PROZESS DER AUFNAHME VON STANDARDS UND ARCHITEKTUREN
2.8 AUFBAU EINER E-GOVERNMENT-INFRASTRUKTUR
2.9 KRITIK AN SAGA 4.0

SCHLUSSBETRACHTUNG

LITERATURVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Unterstützung des öffentlichen Verwaltungshandelns durch moderne In- formations- und Kommunikationstechnik hat in den letzten Jahrzehnten im- mer mehr an Bedeutung gewonnen und ist für das ordnungsgemäße Funkti- onieren der öffentlichen Verwaltung unverzichtbar geworden. Das föderale System in Deutschland und die rasante informationstechnische Entwicklung haben dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Verwendungen von Hardware und Software hervorgebracht. Am Beispiel der Steuerverwaltung, welche überwiegend Hoheit der einzelnen Bundesländer ist, hat sich dies in der Ver- gangenheit deutlich gezeigt. Obwohl die Landesverwaltungen den Auftrag zur Festsetzung und Erhebung bundeseinheitlicher Steuern haben, hatten die einzelnen Länder die dafür notwendige informationstechnische Unterstüt- zung der Aufgabenerfüllung im Wesentlichen autonom mit eigenen Fachleu- ten und wenig Abgestimmtheit untereinander realisiert. Dies führte zu erheb- lichen technischen Inkompatibilitäten mit der Folge signifikanter Mehrkosten. Erst mit der Realisierung des noch laufenden Projekts KONSENS erfolgt für den Bereich der Steuerverwaltungen eine weitgehende, längst überfällige Vereinheitlichung von Standards und Strukturen. „Mit Blick aufs Ganze ist jede IT-Unterstützung, die sich nicht an umfassende Strukturen und Stan- dards hält, nicht sonderlich wirkungsvoll und äußerst unwirtschaftlich. Für die Unterstützung großer Bereiche ist ohne Strukturierung und Standardisierung der umfassende Einsatz von Informationstechnik und die IT-Bereitstellung nicht zufriedenstellend beherrschbar und eindeutig unwirtschaftlich. Das gilt für Behörden und erst recht übergreifend für den Bund, die Länder und die großen Gemeinden.“1 Dies erkennend entwickelte die Bundesregierung die sogenannte „SAGA 4.0“.

Mit dieser Arbeit soll nun die Frage beantwortet werden, was unter dem Be- griff „SAGA 4.0“ zu verstehen ist, an wen sie sich richtet, welche Ziele mit ihrer Aufstellung verfolgt werden und was die SAGA 4.0 im Einzelnen bein- haltet. Dazu werden zunächst allgemeine Ausführungen niedergelegt und der spezifische Regelungsinhalt anhand des Kapitels 7.2 „Aufbau einer E- Government-Infrastruktur“ in SAGA 4.0 exemplarisch abgebildet. Abschließend wird auf einzelne kritische Äußerungen in Bezug auf den Inhalt der SAGA hingewiesen.

2 Standards und Architekturen für E-Government- Anwendungen SAGA 4.0

2.1 SAGA 4.0 - Was ist das?

Der Begriff SAGA 4.0 ist die offizielle Abkürzung für „Standards und Architek- turen für E-Government-Anwendungen Version 4.0“. Es verbirgt sich dahinter eine Richtlinie der Bundesregierung, die zielgruppenorientiert Mindestanfor- derungen zur Offenheit von Standards und die Definitionen zu deren Klassifi- zierung sowie das Architekturmodell für E-Government-Anwendungen dar- stellt.2 Der Inhalt dieses Dokuments wird seit der ersten Veröffentlichung im Jahre 2003 regelmäßig fortgeschrieben. Es werden dabei alle wichtigen Be- reiche von E-Government-Anwendungen betrachtet. So enthält die SAGA u.

a. Methoden zur Daten- und Prozessmodellierung, Vorgaben für eine sichere Infrastruktur und Empfehlungen zur Software-Architektur.3 „Die rasch aufei- nander folgenden Versionen des Dokuments - seit 2002 bislang vier Versio- nen - sind im Auftrag der beim Bundesinnenministerium angesiedelten Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informations- und Kommunikationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) von der priva- ten ]init[ AG für digitale Kommunikation, die das sog. „SAGA-Autoren Team“ stellt, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Software- und Sys- temtechnik (ISST) erarbeitet worden. Das SAGA-Autoren Team ist angehal- ten, die Anregungen aus dem sog. SAGA-(Diskussions-)Forum zu berück- sichtigen, das die KBSt bereit stellt, um neue Ideen der Anwender und nicht zuletzt der Wirtschaft für die Fortschreibung des Dokuments zu sammeln. Darüber hinaus wurde ein SAGA-Expertenkreis aus Vertretern der Verwal- tung, der Wirtschaft (Adobe, BITKOM, IBM, Microsoft, Oracle, SAP etc.) und Standards und Architekturen für E-Government SAGA 4.0 Seite 3 der Wissenschaft eingerichtet, der an der Weiterentwicklung der SAGAStandards beteiligt wird.“4

2.2 Der inhaltliche Aufbau der SAGA 4.0

Die SAGA 4.0 ist inhaltlich in acht Kapitel und drei Anhänge unterteilt. Nach einer einleitenden Darstellung der Ziele und Aufgaben dieser Richtlinie und weiterer erläuternder Ausführungen folgen Aussagen zur Verbindlichkeit und zum Geltungsbereich. Darüber hinaus werden die Mindestanforderungen an die Offenheit und die Definitionen der Klassifikationen von Standards und die Problematik der Konformität der E-Government-Anwendungen abgebildet. In den Kapiteln 3 bis 8 folgen die Darstellung des Architekturmodells für E- Government-Anwendungen und dessen Sichten (Viewpoints) auf das E- Government in seiner Gesamtheit, in denen die Grundlagen des E- Government (Kapitel 4), die Standardisierung von Datenmodellen (Kapitel 5), die Referenz-Software-Architektur (Kapitel 6), das IT-Service-Management und die Referenz-Infrastruktur (Kapitel 7) sowie die Standards für IT- Architektur und Datensicherheit (Kapitel 8) dokumentiert werden.5

2.3 Die Zielgruppe der SAGA 4.0

In erster Linie richten sich die Empfehlungen in SAGA 4.0 an die in den Be- reichen Organisation, Informationstechnik und E-Government der öffentli- chen Verwaltung Entscheidungen tragenden Personen, um diesen die nötige Sicherheit bei der Planung und Konzeption von E-Government-Investitionen zu geben.6

2.4 Die Ziele der SAGA 4.0

Die Ziele der SAGA 4.0 lassen sich folgendermaßen klassifizieren:7

1. Interoperabilität
2. Wiederverwendbarkeit
3. Offenheit
4. Reduktion von Kosten und Risiken
5. Skalierbarkeit

[...]


1 Vgl. Ulschmid, Lothar: IT-Strategien für die öffentliche Verwaltung, 1. Auflage, Wiesbaden, 2003, Betriebswirtschaflticher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, S. 117.

2 Vgl. SAGA 4.0, Bundesministerium des Innern, Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Abgerufen am 21. November 2010 von http://www.cio.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Standards_und_Architekturen/sag a_4_0_download.pdf?__blob=publicationFile, S. 18.

3 Vgl. Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen, Vikipedia, Abgerufen am 21. November 2010 von http://de.wikipedia.org/wiki/Standards_und_Architekturen_f%C3%BCr_E-Government- Anwendungen.

4 Vgl. Hill, Hermann/Schliesky, Utz: Herausforderung e-Government, 1. Auflage, Baden- Baden, 2009, Nomos Verlagsgesellschaft, S. 116)

5 Vgl. SAGA 4.0, a. a. O., S. 18.

6 Vgl. SAGA 4.0, a. a. O., S. 11.

7 Vgl. SAGA 4.0, a. a. O., S. 12.

Details

Seiten
12
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640897810
ISBN (Buch)
9783640897674
Dateigröße
690 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v170766
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Schlagworte
4.0 Standards Architekturen eGovernment E-Government Internet öffentliche Verwaltung MPA Master Public Administration

Autor

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Titel: Standards und Architekturen für E-Government SAGA 4.0