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Burnout am Beispiel eines Lehrers

Hausarbeit (Hauptseminar) 2003 40 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Gliederung

2.) Einleitung / Definition
2.1) Was bedeutet „Burnout“ ?

3.) Geschichtlicher Verlauf
3.1) Forschungstheorien
3.2) Verschiede Burnout Modelle

4.) Ursachen und Symptome
4.1) Stadien im Detail

5.) Die Burnout – Arten

6.) Zusammenhang zwischen Stress und Burnout
6.1) Stresstypen
6.2) Stressreaktionen nach H.Seyle
6.3) Wie hängen Stress und Krankheit zusammen ?

7.) Erläuterung des Burnout am Beispiel von Pädagogen
7.1) Was unterscheidet den Leherberuf von anderen sozialen Berufen
7.2) Prozess und Symptome von Lehrern
7.3) Die Rolle des Lehrers
7.4) Was die Schüler vom Lehrer erwarten ?
7.5) Befunde
7.6) Spezielle Präventivmethoden aus dem Beruf des Lehrers bezogen

8.) Allgemeine Präventivstrategien

9.) Schlussgedanke

10.) Quellen

2. Einleitung / Definition

Der deutschstämmige Psychoanalytiker Herbert Freudenberger prägte 1974 in einem Aufsatz einen Begriff, der in den USA in kürzester Zeit populär wurde: "Burn Out" .

Er wurde hier auf eine Problematik aufmerksam, die für professionelle Helfer existierte. Er beobachtete, wie aus aufopferungsvollen, pflichtbewussten und engagierten Helfern häufig Mitarbeiter wurden, die leicht reizbar sind, eine zynische Einstellung gegenüber den Klienten entwickelten und Symptome einer physischen und psychischen Erschöpfung zeigten. Diese Veränderung wurde als Burn Out, als Ausbrennen bezeichnet. Er beschrieb Burn Out als einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Arbeitsmüdigkeit, sondern um einen Zustand, der mit wechselhaften Gefühlen der Erschöpfung und Anspannung verbunden ist. Gegenwärtig gibt es noch keine Übereinstimmung bezüglich der Ursachen von Burn Out. Manche Definitionen sehen die Ursache für Burn Out in der Persönlichkeit des Helfers, andere betonen die Bedeutung der Arbeitsbedingungen oder die gesellschaftlichen Bedingungen. Inzwischen ist das Burn Out Syndrom für mehr als 30 Berufe und gesellschaftliche Gruppen beschrieben worden: häufig bei Lehrern, Sozialarbeitern, Therapeuten aller Art, Krankenschwestern, Hausfrauen und Arbeitslosen usw. Auffallend ist es, dass in den meisten der besonders „ Burn Out- trächtigen Berufe“ mit Menschen gearbeitet wird, und zwar in sofern asymmetrisch, als die eine Seite dabei gibt, die andere aber nur nimmt. Burn Out ist vor allem in der Krankenpflege zu einem Begriff geworden, aufgrund dieser Asymmetrie.

2.1 Was bedeutet Burn Out?

Der Begriff ,,Burnout" wird nach Burisch (1998, S. 3) im ,,psychologischen Sinn" das erste Mal in Graham Greenes Erzählung A Burnout Case von 1961 verwendet. Barth (1990, S. 3) verweist aber darauf, dass es so etwas Ähnliches wie das Ausbrennen schon viel früher gegeben hat, es aber anders benannt wurde. Dazu gibt sie einen Artikel aus dem Jahre 1911 wieder, in dem eine ,,moderne Lehrerkrankheit" mit Namen ,,Neurasthenie" beschrieben wird, deren Symptome stark an die Erscheinungsformen erinnern, welche man heute dem Burnout zuschreibt. Burnout ist also durchaus ein älteres Phänomen, das wahrscheinlich durch gesellschaftliche Veränderungen immer häufiger auftrat, und deshalb durch die Forschungsliteratur in den 70er Jahren aufgenommen und benannt wurde.

In der Forschungsliteratur prägte der amerikanische Psychoanalytiker Freudenberger (1974) erstmals den Begriff ,,Burnout". Er beobachtete den psychischen und physischen Abbau der meist ehrenamtlichen Mitarbeiter von Drogenkliniken, Frauenhäusern, therapeutischen Wohngemeinschaften und Krisenintervationszentren. Es fiel ihm auf, dass gerade bei Personen in helfenden Berufen, die sich anfänglich sehr in ihrem Beruf engagieren, Gefühle von Resignation und Leere, Erschöpfungszustände und andere psychische und physische Störungen auftreten können.

Freudenbergers Untersuchungen waren sehr praxisorientiert, basierten vor allem auf Beobachtungen. Christina Maslach begann Anfang der 80er Jahre mit systematischen Untersuchungen zum Burnout- Syndrom (vgl. Barth 1990, S. 6). Zusammen mit Susan Jackson kam sie zu folgender Definition:

,,We define burnout as a psychological syndrome of emotional exhaustion, depersonalization, and reduced personal accomplishment that can occur among individuals who work with other people in some capacity." (Schaufeli, Maslach, Marek, S. 20)

3. Einführung / Geschichtlicher Abriss

Die ersten Verwendung des Begriffes sind im heutigen Sinn in Graham Greenes Erzählung „A Burnout case“ von 1961 erschienen. Im Jahre 1974 wurde das erste Mal in der Geschichte der Wissenschaftlichen Forschung das Burn Out Syndrom erwähnt.

Das Phänomen, dass gerade bei Therapeuten freier Drogenkliniken beobachtet wurde, ähnelte sich in deren Verlauf so oft, dass eine scheinbar zufällige Symptomatik auszuschließen war. So beschreibt Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger gerade einen Personenkreis besonders engagierter Mitarbeiter, die nach hingebungsvoller Tätigkeit, nicht selten physisch und / oder psychisch völlig „ausbrannten“, bis hin zu einem Zusammenbruch..

Bereits vor hundert Jahren taucht der Begriff und die Symptomatik des Burn Out- Syndroms auf. Im „Oberpfälzer Schulanzeiger „ von 1911 erschien der Artikel eine „moderne Lehrerkrankheit“ der die Erscheinung als „Neurasthenie „ bezeichnet auf : griech. für Nervenkraftlosigkeit, Nervenerschöpfung).

In der Mitte der 70er Jahre bekam der Termini besondere Beachtung , das sich Wissenschaftler nun zunehmend mehr damit auseinander setzten.

Seit Ende 1983 existieren Diskussionen nun auch in Deutschland über das Ausbrennen als eine Gefahr für Sozialberufe. Es wird wieder deutlich, dass Berufe, die das Sorgen für und um andere Menschen beinhaltet, besonders betroffen sind. Die betrifft hauptsächlich Ärzte, Psychologen, Krankenschwestern, Hausfrauen und Lehrer.

3.1 Forschungsstheorien

Die Forschergruppe um Pines in Kalifornien bezeichnet das Burn Out als einen Zustand von physischer, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Dabei fühlt sich der Betroffene innerlich leer, hilflos, emotional erschöpft und ohne Hoffnung. Es kommt dann zur negativen Einstellung - auch gegenüber sich selbst - im Ernstfall das Leben allgemein betreffend. Dieser Zustand kann die Folge von übersteigerten Ideen und enttäuschten Hoffnungen sein. Problematisch dabei ist, dass das Ausbrennen nicht nur den Beruf betrifft, sondern auch das soziale Umfeld, also den Freundeskreis, Partnerschaften, eben das gesamte Privatleben nachhaltig beeinträchtigen kann.

Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger benennt den Verlauf, auch den Beginn des Burnouts. In seinen Unterlagen taucht das Phänomen auf, dass Mitarbeiterinnen einer Drogeneinrichtung betroffen haben. Besonders die engagierten und pflichtbewussten unter ihnen zeigten Symptome von Müdigkeit und Erschöpfung. Dies war anfänglich so, später kamen noch Gereiztheit, Misstrauen und Feindseeligkeit hinzu, bei einigen sogar das Auftreten von Depressionen.

Burn Out ist ein schleichender Prozess, welcher nicht von heute auf morgen entsteht, sondern sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Manchmal wird den Betroffenen auch erst im Nachhinein klar, was sie umtriebig, freudlos oder lustlos gemacht hat.

Die Ursache für das Ausbrennen ist dabei nicht auf eine einzige Störung zurückzuführen, sondern es sind viele Faktoren, die dazu beitragen. Ch. Maslach, welche als Psychologin mit A. Pines über Burn Out forschte, nimmt konträr dazu an, dass es sich beim Ausbrennen um einen fehlenden Ehrgeiz und ein fehlendes Selbstbewusstsein handelt.

M. Burisch [Burisch 1989] stellte fest, dass die Betroffenen entweder lethargisch oder überaktiv waren, auch einige passive waren darunter. Manche fühlten sich leer, erschöpft oder hilflos, einige hatten dazu keine Selbstachtung und oft machte sich noch eine quälende innere Unruhe breit.

Burisch schlägt vor, eine andere Einteilung zu treffen:

a) „Burnout„ für die echten Ausgebrannten, wie sie auch Freudenberger postuliert
b) „Wearout„ - für jene, die weniger durchsetzungsfähig sind u. somit von den äußeren Anforderungen her nicht „wehrfähig„
c) „Rustouts„- für solche, die sich nie sonderlich engagiert hatten- ironisch verwendet- welche jedoch so noch zu ihren „psychischen Streicheleinheiten„ kommen wollen.

Ob Frauen für das Ausbrennen gefährdeter sind als Männer, kann aufgrund der Literatur nicht ermittelt werden bzw. gibt es dazu widersprüchliche Aussagen. Von Frauen wird erwartet, dass sie sowohl beruflich als auch privat „ihren Mann stehen“, dass sie einfühlsam, verständnis- und rücksichtsvoll sind, anderen zuhören, ihn unterstützen etc. Bei einigen steht außerdem die Doppelbelastung an, also Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Wahrscheinlich gestaltet es sich so, dass Frauen die Belastungen einfach anders wahrnehmen als Männer.

Frauen reagieren nach Untersuchungen gereizter, fühlten sich stärker belastet und zeigen sich betroffener. Männer dürften da wohl eher mit Depersonalisation neigen.

[Schwarzer 1987]

3.2 Verschiedene Burnout Modelle

Verschiedene Modelle zu Burnout

1. Das „Soziale Kompetenz-Modell“ des Burnout (Harrison, 1983)
2. Das „Kybernetische Modell“ des Burnout (Heifetz und Bersani, 1983)
3. Das „Defizit-Modell“ des Burnout (Jayaratne und Chess, 1983)
4. Das „Stress-Modell“- des Burnout (Eisenstat und Felner, 1983)
5. Die Theorie des Burnout (Meier, 1983)
6. Das Phasenmodell des Burnout (Golembiewski und Munzenrider, 1981, 1983,
1988)
7. Das „Integrative Modell“ des Burnout (Cherniss, 1980 a und b, 1982)

4. Ursachen und Symptome

Als Ursachen für Burn Out werden relativ einheitlich, doch mit unterschiedlicher Gewichtung folgende Faktoren aufgeführt:

1. Persönlichkeitsfaktoren: Subjektive Stress-Belastungstoleranz, Angstniveau, Aggressivität, verschiedene Stressverarbeitungsstile.
2. Die soziokulturelle Umwelt einschließlich Arbeitsplatzfaktoren: Soziale Veränderungen, organisatorische Strukturen, Rollendruck, politischer Druck durch öffentliche Meinung und Medien.
3. Interaktion zwischen den beiden Faktoren Individuum und Umwelt, die beeinflusst wird durch die jeweilige Organisation, was das Ausbrennen beschleunigen oder verzögern kann.

Weitere mögliche Faktoren:

Mangel an Autonomie, Rollenkonflikte, zu hohe Erwartungen, Unklarheiten in den hierarchischen Strukturen, inadäquate Ziele und Konzepte, unzureichende Unterstützung durch Vorgesetzte usw..

Wieder andere betonen die Diskrepanz zwischen dem anfänglich hohen Engagement („lodern„), verbunden mit ggf. irrealen persönlichen Erwartungen und der desillusionierenden Realität.

Die ursächlichen Faktoren sind beliebig ausdehnbar. Wichtig ist, dass sich jeder selbst an seinen Grenzen orientiert, stark subjektivierend handelt.. Man sollte sich die Grenzen bezüglich seiner seelischen, geistigen oder psychosozialen Fähigkeiten nicht setzen lassen, auch wenn wir in einer Leistungsgesellschaft leben. Einsatz, Initiative, Engagement oder auch Überengagement bergen die Gefahr der Erschöpfung und des Ausbrennens.

Oft liegen die Ursachen auch bei jenen Menschen mit Leistungswillen und Idealismus, die ihren beruflichen Aufgaben zwar gerecht werden wollen, dann aber bitter feststellen müssen, dass die erwarteten Erfolge und Anerkennungen ausbleiben. In einer Zeit, wo Lob ein Luxusartikel darstellt, sich viele danach sehnen, die wenigsten, daraus schöpfen können, ist das sich „unter Druck setzen „ eine Alltagserscheinung.

So werden Misserfolge im Arbeitsfeld dann nicht nur als Kränkungen, sondern sogar als persönliche Niederlagen erlebt. Das führt schließlich im Laufe der Zeit zu Beeinträchtigungen des Selbstwertgefühls, zu Kommunikationsstörungen, schließlich Leistungseinbruch, depressiv und ängstlich gefärbten Erschöpfungszuständen und zuletzt zu vegetativen Funktionsstörungen (Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Wirbelsäulenbeschwerden usw.). Das Ausbrennen im Helferberuf ist ein Ergebnis andauernder oder wiederholter emotionaler Belastung in Zusammenhang mit langfristig intensiven Einsatz für andere.

Ausgebrannte sollten sich eingestehen, dass sie die Rolle des Helfers und des Gebenden nicht mehr leisten können, weil sie sich selbst andauernd überfordert haben. Nicht wenigen Burn Out- Betroffenen macht im übrigen Leben auch eine zunehmende Sinnleere zu schaffen. Bei fehlendem Sinnbezug drohen aber nach rascher Erschöpfung, Entfremdung und Erholungsunfähigkeit - und im Gefolge davon, neurotische und psychosomatische Störungen, bei denen sich seelische Probleme in körperlichen Krankheitszeichen niederschlagen. Manche Menschen unterschätzen auch ihre berufliche Qualifikation und damit Leistungsfähigkeit und sind getrieben von blindem Ehrgeiz mit all seinen Folgen. Kommen noch entgleiste Selbstbehandlungsversuche mit Alkohol, Nikotin, Medikamenten oder gar Rauschdrogen hinzu, ist die Situation schließlich völlig verfahren.

Der Wille zum Helfen und zur hervorragenden Leistung ermöglichen im übrigen auch das Erlebnis, gut und gleichzeitig mächtig zu sein eine - ideale Kombination. Kommt es jedoch entgegen der unrealistischen Wünsche nicht zu dieser Selbstbestätigung, droht eine Ernüchterung, im Extremfall das Burn Out- Syndrom. Das in Einzelfällen überstarke Streben nach Selbstdarstellung, Belohnung, Erfolg, Ruhm, öffentlicher Aufmerksamkeit und Dankbarkeit, das sich immer mehr auszubreiten scheint, wird inzwischen nicht nur als Sonderform süchtigen Fehlverhaltens bezeichnet, sondern kann der direkte unheilvolle Weg zum Burn Out- Syndrom werden.

Manche Menschen überschätzen auch ihre berufliche Qualifikation und damit Fähigkeiten und sind getrieben von einem bisweilen blinden Ehrgeiz, dessen Keim nicht selten schon in jungen Jahren von selber ehrgeizigen und falsch beratenen Eltern gelegt wurde, die ihre eigenen Grenzen durch den Erfolg ihres Kindes zu sprengen versuchen. So hat für manche „Ausgebrannte„ ihr Beruf, ihre Position, das Projekt an dem sie arbeiten usw. eine besondere, ja - uneingestanden – einzigartige Bedeutung: Selbstverwirklichung, Selbstbestätigung, vielleicht sogar Selbsterhöhung als Selbstbehandlungsmaßnahme gegen miserable sonstige

Bedingungen. Es wird der Versuch einer Selbst-Therapie durchlaufen gegen Entmutigung, Nichtbeachtung, Überforderung, Kränkungen, Demütigungen usw. .

Auch das Gefühl, eigentlich nur durch Leistung und Anpassung geliebt, geschätzt oder zumindest akzeptiert zu werden, stellt eine mögliche Ursache für ein solches Verhalten dar. Die hier genannten Punkte, treffen auf die meisten Menschen in irgendeiner, wenngleich abgewandelten Form zu. Eine Direktverbindung zum Burn Out- Syndrom lässt sich daraus noch nicht konstruieren.“ Ein wenig Burn Out „ ist wohl in uns allen. Vermutlich hat es seinen Sinn. Doch der wird ins Gegenteil verkehrt, wenn sich die Mühsal des Alltags in ein Leidensbild verwandelt, dass den Betroffenen lautlos, aber unerbittlich hinabzieht in eine selbstzerstörerische Krankheit, deren Gefährlichkeit noch lange Zeit nicht erkannt wird.

Symptome

- Körperliche Erschöpfung (z.B. chronische Ermüdung)
- emotionale Erschöpfung (Gefühl der Überforderung durch Kontakt zu anderen Menschen)
- Depersonalisation (Gefühl der Selbstentfremdung, Verlust des Persönlichkeitsgefühls und der Lebensfreude) / Persönliche Inkompetenz
- Geistige Erschöpfung / Gefühl reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit
- Kognitive Symptome wie Pessimismus
- Affektive Symptome Depression

Bei Lehrern speziell: hohe Abwesenheitsrate, Mangel an Einsatz, abnormer Wunsch nach Ferien, geringe Selbsteinschätzung und Unfähigkeit, die Schule ernst zu nehmen

4.1 Stadien im Detail

Stadium I = der Zwang sich zu beweisen,

Verbissene Entschlossenheit zu Leistungen und Erfolg

Übertriebene Erwartungen, Ehrgeiz

zuviel arbeiten und sich zu stark engagieren

Stadium II = Verstärkter Einsatz

Angst, inkompetent zu erscheinen und die Kontrolle zu verlieren

Noch mehr tun, wobei nichts delegiert wird

Stadium III = Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse

Keine Zeit haben, viel vergessen oder verschieben

Änderung von Gewohnheiten

Stadium IV = Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

Gedankenkreisen und innere Konflikte und unausgeglichenes Verhalten Verschieben von Bedürfnissen, Chronische Müdigkeit

Stadium V = Umdeutung von Werten, Desorientierung, Verwirrung

Unwichtiges wird wichtig, Wichtiges bedeutungslos

„Ich kannte mich selbst nicht mehr“

gestörter Zeitbegriff

Stadium VI = Verleugnung der Probleme Verstärkung von Stadium III

starr, unflexibel und intolerant werden, Vereinsamung

Stadium VII = Rückzug Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit

Leben wie eine Maschine

Gefühlsverhärtung oder Affektinkontinenz

Stadium VIII = Beobachtbare Verhaltensenderungen

Kalt, abweisen, zynisch reagieren, keine Kritik ertragen

Falsche Therapie: Cave => Suchtgefahr

Bekannte reagieren besorgt

Stadium IX = Depersonalisation

Kontakt zu sich selbst, zum Körper, zu den Prioritäten verlieren

Gefährdende Gewohnheiten

Stadium X = Innere Leere

Sich ausgehöhlt, ausgezehrt, nutzlos und erledigt fühlen

Übermäßigkeit im Essen, Phobien und Panikattacken

Stadium XI = Depression

Verzweiflung und Erschöpfung, Suchtverhalten

Wunsch nach Dauerschlaf, Suizidgedanken

Alles andere vernachlässigen

Stadium XII = völliges Burnout

Lebensgefährliche geistige und körperliche Erschöpfung

Psychosomatische Erkrankungen

In der Anfangsphase treten auch nach Burisch [Burisch 1983] als Warnsymptome

auf:

- Starkes Engagement für Ziele
- Hyperaktivität
- Freiwillige unbezahlte Mehrarbeit
- Gefühl, unentbehrlich zu sein, gleichzeitig aber nie Zeit zu haben
- Verleugnung eigener Bedürfnisse
- Verdrängung von Misserfolg und/oder von Enttäuschungen
- Beschränkung der sozialen Kontakte

Der Beginn einer Burnout- Krise erscheint oft auch erst einmal positiv. Viele Burnout- Betroffene gelten in der Tat als aktiv, dynamisch, zupackend, ideenreich, engagiert bzw. überengagiert.

[...]

Details

Seiten
40
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638217095
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v17026
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Wildau, ehem. Technische Fachhochschule Wildau – Personalmanagement
Note
1,0
Schlagworte
Burnout Beispiel Lehrers

Autor

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Titel: Burnout am Beispiel eines Lehrers