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Wir lernen Silbenregeln kennen: Wörter lassen sich zerlegen

Rechtschreiben: Selbstlaute, Mitlaute, Silben

Unterrichtsentwurf 2008 16 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Unterrichtsvorbereitung anlässlich eines

Besonderen Besuchs nach DB zu § 9 PVO-Lehr II

Fach: Deutsch

Klasse: 2c

Thema der Einheit: Rechtschreiben: Selbstlaute, Mitlaute, Silben.

Thema der Stunde: Wir lernen Silbenregeln kennen: Wörter lassen sich in Silben zerlegen.

Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit:

1. / 2. Std. Wir lernen Selbstlaute und Mitlaute kennen.

3. Std. Wir lernen Silbenregeln kennen: Wörter lassen sich in Silben zerlegen.

4. / 5. Std. Wir trennen Wörter unter Beachtung der Silben.

6. / 7. Std. Wir erstellen ein Silben- , Selbst- und Mitlautspiel.

Ziel der Unterrichtseinheit: Ss können Selbstlaute, Mitlaute und Silben erkennen und regelgemäß

zur Textarbeit verwenden.

Groblernziel der Stunde: Die Schüler kennen Regeln für Silben und können diese anwenden.

Feinlernziele der Stunde ( FLZ ):

Die Schüler ...

- wissen, dass Wörter aus einer unterschiedlichen Anzahl von Silben
bestehen und sie einen Vokal beinhalten (FLZ1).
- können die Anzahl von Silben in einem Wort durch Klatschen und
-langsames Sprechen erkennen (FLZ2).
- wissen, dass Silben mittels Silbenbögen markiert werden können
(FLZ3).
- kennen allgemeingültige Regeln für Silben (FLZ4).
- können die Regeln selbstständig n einer Textarbeit anwenden und
Wörter sowie Texte unter Anwendung der Regeln bearbeiten (FLZ5).
- die gelernten Regeln im Sprachgebrauch zur rhythmischen

Gestaltung eines Textes anwenden (FLZ6).

Literaturangaben:

- Bourne & Ekstrand ( 1992 ): Einführung in die Psychologie. 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Klotz.
- Burgel, A. u. a. (2006): Jo-Jo, Sprachbuch2, Handreichungen für den Unterricht mit Kopiervorlagen
und Lernstationen. Berlin: Cornelsen. S. 67. Silben – Lene Hille-Brandt.
- Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag.
- Ende, M. : Schnurpsenzoologie: www.lindenhahn.de/referate/diverses/itg_kl56/schueler/ende.htm
- Grasser, D., Haas, S. ( 1992 ): Unterrichtsstunden: Deutsch für das 3. Schuljahr. Kopiervorlagen. München:
Oldenbourg.
- Häring, L. u. Ringeisen, F. ( 1980 ): Wer kennt sich aus? Lehrerbegleitheft. Donauwörth: Auer. S. 11.
- Häring, L. u. a. ( 1997 ):Wer kennt sich aus? Teil 1. Donauwörth: Auer.
- http://silbe.know-library.net/
- Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern e. V. [Hrsg.] (1990): Methodische Aspekte des
-Religionsunterrichts. 1. Aufl. Donauwörth: Auer.
- Kürschner, W. (2005): Grammatisches Kompendium. Systematisches Verzeichnis grammatischer
-Grundbegriffe . Stuttgart: UTB. S. 237ff.
- Mietzel, G., Psychologie in Unterricht und Erziehung, 1993.
- Niedersächsisches Kultusministerium, Dannenmann- Warmbold u. a. (2006): Kerncuriculum für die
-Grundschule, Schuljahrgänge 1- 4, Deutsch. Hannover: Niedersächsisches Kultusministerium.

( http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/ ) (Stand: 20.07.2006).

- Reuter-Liehr, C. (2001): Eine Einführung in das strategiegeleitete Lernen zum Training von Phonemstufen
auf der Basis der rhytmischen Silbensegmentierung. 1. Aufl. Bochum: Winkler.
- Reuter-Liehr, C. (2000): Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung. Bd. 2. 2. Aufl. Bochum: Winkler.
- Wahrig, G. (1997): Wörterbuch der deutschen Sprache. Wiesbaden: Deutscher Taschenbuch Verlag.
Eingeführtes Lehrwerk:
- Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Sprachbuch 2, Braunschweig: Schroedel.
- Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Das Lesebuch 2, Braunschweig: Schroedel.
- Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Die Werkstätten 2, Braunschweig: Schroedel.
- Menzel, W. ( 2000), Pusteblume, Materialien, Anregungen, Informationen für Lehrerinnen und

Lehrer, Braunschweig: Schroedel.

Medien und Arbeitsmittel:

- Sudokuspiel, Wortkarte: Ameisenbär, Silbenkarten zum Sudokuspiel: s. Anhang 1: Entnommen aus …
- Tesafix, Tafel, Kreide, Edding, akustisches Signal, Schülermappen, Folienstifte: rot, grün
- Unbeschriftetetes Plakat: s. Anhang 2: voraussichtliches Tafelbild.
- Folie: Gedicht: Michael Ende: Schnurpsenzoologie: s. Anhang 3: zu finden unter:
www.lindenhahn.de/referate/diverses/itg_kl56/schueler/ende.htm ( Stand: 19.10.2006 )
- Arbeitsblätter: s. Anhang 3 ( identisch mit der Folie )
- Zusatzmaterialien: s. Anhang 4:
- Rapp (Plakat ): selbst erstellt: s. Anhang 5.

Lernvoraussetzungen:

Seit November 2005 bin ich an der Grundschule xxx als Lehreranwärterin tätig. Die Lerngruppe der Klasse 2c mit 22 Schülern[1], 8 Schülern und 14 Schülerinnen unterrichte ich seit dem 01.02.2006 eigenverantwortlich in Deutsch mit 3 Stunden pro Woche. Betreut werde ich dabei von xxx, der Klassenlehrerin.

Alle Schüler sind altersgemäß eingeschult. Der Altersdurchschnitt liegt bei 7 Jahren. Laut Piaget befinden sich Schüler im Alter von 7 Jahren mit ihrer geistigen Entwicklung auf der Stufe des konkret-operativen Denkens. [2] Dies bedeutet, dass die Schüler in der Lage sind einzelne Sachverhalte zu verinnerlichen und diese kognitiv zu verarbeiten, aber dass sie an konkreten Handlungen und Anschauungen hängen bleiben.[3] Dies trifft nicht mit 100 % Wahrscheinlichkeit auf alle Schüler zu. So ist es bedeutsam Lerninhalte anschaulich und handelnd darzubieten. Darum führe ich die Stunde mit einem Sudoku Rätselspiel auf Wortkarten ein, auf welche Silben gedruckt stehen und unterstütze das Silbenlesen durch Klatschen[4].

Die Leistungen der Klasse entsprechen den Anforderungen des Lese- und Schreiblehrgangs. Jedes Kind beherrscht bis jetzt die notwendigen Fähigkeiten. Allerdings ist der Lehrgang erst Ende des 2. Schuljahres abgeschlossen. Die Leistungsstärke der einzelnen Schüler ragt weit auseinander. Leistungsschwächere Schüler sind xxx. Beim Bearbeiten von Arbeitsaufträgen stehe ich besonders ihnen als Beraterin und Helferin zur Verfügung. Des Weiteren bekommen die schwächeren Schüler von ihren leistungsstärkeren Mitschülern Hilfestellung. Aus diesem Grund sitzen sie neben leistungsstärkeren Schülern. Das Gespräch mit dem Nachbarn in Arbeitsphasen ist gestattet.

Auch das Arbeitstempo und die Lernfähigkeit der Schüler ragt weit auseinander, so dass ich den schnelleren Schülern Zusatzmaterialien bereitstelle. Besonders leistungsstark sind xxx.

Es besteht grundsätzlich ein ausgewogenes Sozialverhalten in dieser Lerngruppe, kameradschaftlich und hilfsbereit. Die Schüler zeigen meistens große Motivation und Lernbereitschaft. Lediglich xxx spielen bei geeigneten Situationen gern den Klassenclown oder provozieren ihre Mitschüler durch bewertende, teilweise auch herablassende Kommentare. Vorzüglich zielen ihre Äußerungen auf xxx ab, welche ich ihnen verbiete, sie in Einzel- oder Gruppengesprächen auffordere dies zu unterlassen oder sie an einen leeren Tisch im hinteren Bereich der Klasse verweise.

Es zeigen sich bereits in der Motorik der Schüler Unterschiede, welche auf ihr Schriftbild Auswirkungen hat. Während xxx eine sehr ausgeprägte Feinmotorik haben, neigen xxx zur Grobmotorik. Beim Verfassen von Texten gibt es in sofern Differenzen, dass die leistungsstärkeren Schüler ganze Sätze in vereinfachter Ausgangsschrift schreiben können, während leistungsschwächere Schüler sich der Druckschrift bedienen. Durch Diktatübungen und einem Schreibheft in VA werden alle Schüler an die vereinfachte Ausgangsschrift herangeführt.

Besonders xxx lesen unbekannte Texte sinnerfassend und flüssig. xxx haben immer noch Schwierigkeiten mit bereits bekannten Texten. Um dies zu fördern, bietet die Schule einen Leseförderlehrgang an.

xxx gelten als zurückhaltende Schüler, welche sich selten beteiligen, allerdings liefern sie bei ungemeldetem Aufruf gute Beiträge. Hieran haben sie sich gewöhnt. Auch das Arbeiten mit Schülerketten hilft ihnen die Sprechangst zu überwinden. In Einzelgesprächen motiviere ich sie zur aktiven Anteilnahme durch Lob und verweise darauf, dass ihre Beiträge produktiv sind.

xxx beteiligen sich zwar rege, doch sind die Beiträge oft weniger produktiv.

Der Lerninhalt dieser Stunde dürfte von allen Schülern zu bewältigen sein. Ich erwarte, dass die meisten Schüler mühelos Silben auf akustische und visuelle Weise erfassen können und so in der Lage sind die gestellten Aufgaben zu lösen. Das Silben-Schreiten ist den Schülern aus der ersten Klasse vertraut. Bei dem produktiven Erarbeiten der Silbenregeln wird es unter anderem bedingt durch die Lesefähigkeit der Schüler Unterschiede geben. Einige Schüler benötigen mehrere Leseversuche teilweise unterstützt durch das Klatschen von Silben um die Anzahl von Silben innerhalb eines Wortes zu erkennen. Andere Schüler werden die Anzahl der Silben innerhalb eines Wortes bereits nach dem ersten Lesen nennen können.[5]

Obwohl das selbstständige Auswählen von Aufgaben vom Materialtisch den Schülern vertraut ist und ihnen Freude bereitet, besitzen einige Schüler noch kein Einschätzungsvermögen ihrer Leistungsfähigkeit. So habe ich die Aufgaben nach ihrem Schwierigkeitsgrad markiert. Lieder oder Sprechgesänge zum Stundenausklang sind den Schülern bekannt, so dass der Rapp leicht von allen Schülern erfasst wird.

Im Allgemeinen zeigen die Schüler am Fach Deutsch Interesse und sind leicht zu motivieren. Sie lassen sich durch den Einsatz von Medien motivieren und bearbeiten meist selbstständig ihre Aufgabenstellungen.[6]

Sachanalyse:

Wörter, welche aus Buchstaben oder Lauten gebildet werden, bestehen aus einer unterschiedlichen Anzahl von Silben. Silbe wird vom griechischen Wort syllabe abgeleitet und bedeutet zusammennehmen, zusammenfassen = die zu einer Einheit zusammengefassten Laute.[7] So besteht die Wortgruppe Silben normalerweise aus mehr als einem Buchstaben oder Laut, aus einem Selbstlaut, Vokal oder Doppellaut und einem oder mehreren Mitlauten, Konsonanten. Eine Silbe kann aber auch keinen Konsonant umfassen: O-fen.

„Als sprachliche Einheit ist die Silbe zwischen dem Lautsegment und der Wortform angesiedelt.“ [8]

Wichtig für Silben ist, dass sie einen vokalischen Silbengipfel besitzen, in der Umgangslautung kommen aber auch Konsonanten als Silbenkerne vor. Vom Endrand einer Silbe spricht man, wenn dem Kern mehrere Laute folgen, der Silbenreim. Folgt auf den Kern kein Laut, wird dies als nackte oder offene Silbe betitelt.[9]

Sie ist eine phonetische und keine Sinneinheit, was bedeutet, dass die Einteilung in Silben häufig nicht mit der Einteilung in bedeutungstragende Einheiten Morpheme übereinstimmt.[10]

Silben sind von entscheidender Bedeutung für den Sprachrhytmus. Sie können als Träger von Akzenten betont oder unbetont sein. Die Gliederung eines Wortes in Morpheme (Wortbausteine) und Silben darf nicht verwechselt werden. Silben sind Sprechsilben, Morpheme werden auch als Sprachsilben bezeichnet:

Silbe: Rin – der ó Morphem: Rind – er [11] .

[...]


[1] Um einen guten Redefluss zu gewährleisten wird im Folgenden für die Bezeichnung Schüler/-in (nen) das Wort „Schüler“ gewählt,

welches beide Geschlechter beinhaltet.

[2] S. Bourne & Ekstrand ( 1992 ): Einführung in die Psychologie. 2. Aufl. Frankfurt a. M.: Klotz. S. 331 ff.

[3] Vgl. Mietzel, G., Psychologie in Unterricht und Erziehung, 1993, S. 76 ff

[4] s. meth. Begründung

[5] Vgl. Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern e. V. [Hrsg.] (1990): Methodische Aspekte des Religionsunterrichts. 1. Aufl.

Donauwörth: Auer. S. 43. (s. meth. Begründung).

[6] S. meth. Begründung.

[7] Vgl. Dudenverlag ( 2006 ): Duden, das große Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn Bänden. 3. Aufl. Bd. 8. Mannheim: Dudenverlag.

S. 3564.

[8] S. Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag. S. 37

[9] Vgl. ebd.

[10] S. http://silbe.know-library.net/

[11] Beispiel, s. Dudenredaktion ( 2006 ): Duden, die Grammatik. 7. Aufl. Bd 4. Mannheim: Dudenverlag. S. 38.

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640882472
ISBN (Buch)
9783640882601
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169706
Note
Gut
Schlagworte
Silben Deutsch 2. Klasse

Autor

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