Lade Inhalt...

Heterogenität im deutschen Schulwesen

Seminararbeit 2007 7 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heterogenität – Definition

3. Heterogenität im deutschen Schulwesen

4. Bedeutung der Lehrerbildung für das Lehren in heterogenen Klassen

5. Beispiel

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Um als LehrerIn arbeiten zu können, ist es heute besonders wichtig auf die Verschiedenheit der Kinder einzugehen. Da das Thema der Heterogenität während des Studiums oft nur am Rande erwähnt wird, möchte ich kurz einige Erläuterungen zum Thema Heterogenität im deutschen Schulwesen und deren Bezug zur Lehrerbildung ansführen. Da ich mich bereits in einem anderen Seminar mit diesem Thema beschäftigt habe, finde ich es umso interessanter, weiterhin an der Themenstellung zu arbeiten. Diese Arbeit soll jedoch nur einen knappen Einblick in das Thema bieten.

2. Heterogenität – Definition

Heterogen kommt aus dem Griechischen "heteros", der "Andere". Der Gegensatz dazu ist "homogen" und bedeutet "gleichartig". Gleichartig heißt nicht identisch; so wird also umgangssprachlich dieser Begriff im Zusammenhang bei Schulklassen gleicher Schulformen angewendet. Will man eine Gruppe als homogen bezeichnen, so ist dies immer abhängig von den Kriterien, die man an die Gleichartigkeit stellt. Meistens sind es im Schulwesen die beiden Kriterien "Alter" und "Leistung". Heterogenität umschreibt also die unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden, die diese mitbringen.

3. Heterogenität im deutschen Schulwesen

Heterogenität spielt nicht mehr nur in der Grundschule eine wichtige Rolle, sonder nunmehr auch in weiterführenden Schulen. Heterogenität bezieht sich besonders auf Punkte wie Leistung, Alter, Kultur, Verhalten, Wertevorstellungen, Motivation, Schulzufriedenheit und weitere mehr. Am Beispiel Leistung treffen sich die beiden Extreme lernbehindert und hochbegabt. Diese Extreme gibt es natürlich nicht immer. In der Realität sind jedoch oft Schüler zu finden, die auf der einen Seite hoch motiviert sind und dann wiederum Schüler, die wiederum Leistungsverweigerer sind. Das impliziert natürlich, dass die Anforderungen an die Lehrer immer höher werden. Der Lehrer soll sowohl Lernstörungen, als auch besondere Begabungen rechtzeitig wahrnehmen, richtig diagnostizieren und fördernd darauf eingehen können. Heterogenität sollte nicht als Last, sondern als Chance und Herausforderung angesehen werden. Sie kann der Didaktik wichtige neue Impulse geben.

Nimmt man zum Beispiel unsere Gesellschaft, so ist diese auch nicht homogen. Somit stellt sich also die Frage, wieso sollte Schule homogen sein? Die Schule spiegelt die Gesellschaft wieder und hat den Auftrag, die Menschen in ihr zu bilden und auf das Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Lehrer neigen oft dazu, zu sagen Homogenität mache ihre Arbeit leichter. Überlegt man jedoch wenn ein Störfaktor dazu tritt, löst dieser andere wiederum aus und es hat eine gewisse Heterogenität zur Folge. Oft gibt es auch starke Vorurteile von der Gesellschaft, wenn Kinder in einer Sonderschule oder Migrantenschule waren. Meist werden deren Berufschancen gravierend eingeschränkt, als würden sie zum Beispiel von einer "normalen" Schule mit Integrationshintergrund kommen. Doch gerade heutzutage sollte die Gesellschaft soweit offen sein, dass man Heterogenität in jeglicher Art zulässt.

In folgender Tabelle soll kurz ein Überblick in Stichpunkten zu den Begriffen "Homogenität" und "Heterogenität" gezeigt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 – Tabelle Homogenität vs. Heterogenität

4. Bedeutung der Lehrerbildung für das Lehren in heterogenen Klassen

In heterogenen Klassen zu lehren ist noch längst nicht selbstverständlich. Viele sehen die Heterogenität von Klassen nicht als Potential, sondern als Belastung. Meist wird Heterogenität in einer Klasse für Leistungsschwund, Überlastung und oft auch für "Burn Out" verantwortlich gemacht. Studien jedoch zeigen, dass besonders LehrerInnen von Integrationsklassen sehr viel Freude am Beruf haben und meist engagierter sind als solche im homogenen Schuldienst. Die Kunst des Unterrichtens liegt darin, die richtige Entscheidung zu treffen, wann welches Kind seinen Lernprozess selbst in die Hand nehmen kann und wann es gezielte Hilfe benötigt. Ein Kind mit Hochbegabung kann eine Förderung zu bestimmter Zeit genauso brauchen, wie ein Kind mit Handicap zu anderer Zeit. Daraus resultiert eine Vielfalt an Lernmöglichkeiten und Methodenvielfalt. Besonders wichtig sind die Identitätsfindung und die sozialen Erfahrungen aller Kinder mit einzubringen und zu fördern. Lehrende heute brauchen, um heterogen arbeiten zu können natürlich auch bestimmte Kompetenzen im Umgang mit Kindern. So kann es zum Beispiel im Fachunterricht nicht sein, dass ein Kind am PC besser Bescheid weiß als der Lehrer selbst.

Die daraus resultierende Kompetenzerwerbung sollte jedoch auch nicht als Belastung, sondern als Neuorientierung gesehen werden. Dies sollte auch besonders von "Oben", wie von der obersten Schulaufsicht gefördert werden. Letztendlich sollte Heterogenität auch die Lehrenden von der "Verschiedenheit der Köpfe" anregen, um ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Um leichter mit dem Thema Heterogenität umgehen zu können, gibt es eine Vielzahl an Vorschlägen und Leitideen für LehrerInnen. Zur Veranschaulichung von einigen der Leitideen soll die folgende Abbildung stehen.

[...]

Details

Seiten
7
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640872466
ISBN (Buch)
9783640872817
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169085
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Grundschulpädagogik
Note
1,7
Schlagworte
heterogenität schulwesen

Autor

Zurück

Titel: Heterogenität im deutschen Schulwesen