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Die Dolchzahnkatze Megantereon

Fachbuch 2011 95 Seiten

Biologie - Zoologie

Leseprobe

Ernst Probst

Die Dolchzahnkatze Megantereon

Vorwort

In vier Erdteilen nachgewiesen

Mit einer Schulterhöhe von etwa 70 Zentimetern und einer Kopfrumpflänge von rund 1,20 Metern war die urzeitliche Dolchzahnkatze Megantereon ungefähr so groß wie ein heutiger Jaguar (Panthera onca). Mit ersterer Raubkatze befasst sich das Taschenbuch „Die Dolchzahnkatze Meganteron“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Megantereon existierte in vier Erdteilen vom Pliozän vor ca. drei Millionen Jahren bis zum Eiszeitalter vor etwa 500.000 Jahren und lebte vor rund einer Million Jahre auch in Deutschland.

Dieses Taschenbuch ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Kees van Hooijdonk aus Rucphen (Niederlande) und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Hooijdonk genießt international einen guten Ruf als Experte für Säbelzahnkatzen. Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut). Alle drei haben dem Autor mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

Ernst Probst hat bisher rund 300 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Darunter befinden sich etliche Werke über fossile Raubkatzen wie „Säbelzahnkatzen„,Säbelzahntiger am Ur-Rhein“, „Der Mosbacher Löwe“, „Höhlenlöwen“ und „Der Höhlenlöwe“.

Kein Name ist ideal:

Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze,

Dolchzahnkatze

Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.

Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.

In der wissenschaftlichen Systematik gehören die Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen zu den Höheren Säugetieren (Eutheria), Raubtieren (Carnivora), Katzenartigen (Feloidea), Katzen (Felidae) und Säbelzahnkatzen (Machairodontinae). Der amerikanische Zoologe Theodore Gill (1837–1914) hat die Unterfamilie der Machairodontinae 1872 erstmals beschrieben.

Echte Säbelzahnkatzen existierten vom Mittelmiozän vor etwa 15 Millionen Jahren bis zum Ende des Eiszeitalters (Pleistozän) vor etwa 11.700 Jahren. Wenn in der Literatur noch ältere Säbelzahnkatzen erwähnt werden, handelt es sich dabei um Formen, die man heute als falsche Säbelzahnkatzen oder Scheinsäbelzahnkatzen bezeichnet.

Zähne und Knochen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen hat man in Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa und Afrika entdeckt. Auch in Deutschland wurden Reste von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen geborgen. Nur aus Australien liegen keine Funde vor.

Die Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden in der Literatur oft in drei Stämme (Tribus) aufgeteilt: Metailurini, Homotheriini und Smilodontini.

Zu den Metailurini gehören folgende Gattungen:

Metailurus: Miozän in Europa und Asien

Adelphailurus: Miozän in Nordamerika

Dinofelis: Pliozän und Pleistozän in Afrika, Europa (Frankreich), Asien und Nordamerika

Ein Teil der Wissenschaftler rechnet die Metailurini heute nicht mehr zu den Säbelzahnkatzen (Machairodontinae), sondern zu den Kleinkatzen (Felinae).

Zu den Homotheriini (saber-toothed cats, scimitar-cats) gehören folgende Gattungen:

Machairodus: Miozän und Pliozän in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika

Xenosmilus: unterstes Pleistozän in Nordamerika

Homotherium: frühes Pliozän bis spätestes Pleistozän in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und neuerdings auch Südamerika

Zu den Smilodontini (dirk-toothed cats) zählen folgende Gattungen:

Paramachairodus (Promegantereon): mittleres bis oberes Miozän in Europa und Asien

Megantereon: Pliozän bis Mittelpleistozän in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika

Smilodon: oberes Pliozän bis oberstes Pleistozän in Nord- und Südamerika

In Kino- oder Fernsehfilmen werden Säbelzahnkatzen bzw. Dolchzahnkatzen oft als sehr große und furchterregende Raubtiere dargestellt. Tatsächlich besaßen nur wenige Arten ungefähr die Größe eines heutigen Löwen (Panthera leo) mit einer Höhe von einem Meter und einer Gesamtlänge bis zu 2,80 Metern oder vielleicht sogar eines Sibirischen Tigers (Panthera tigris altaica) mit einer Höhe bis zu einem Meter und einer Gesamtlänge bis zu drei Metern.

Imposante Maße hatten die Säbelzahnkatzen Machairodus giganteus (ca. 2,50 Meter Gesamtlänge, 1,20 Meter Schulterhöhe) und Homotherium crenatidens (mehr als zwei Meter Gesamtlänge, 1,10 Meter Schulterhöhe) sowie die Dolchzahnkatze Smilodon populator (etwa 2,40 Meter Gesamtlänge, 1,20 Meter Schulterhöhe), die in älterer Literatur oft als größte Art der Säbelzahntiger bezeichnet wird. Viele andere Arten waren kleiner als ein Leopard (Panthera pardus), der mit Schwanz bis zu 2,30 Meter lang ist, oder ein Ozelot (Leopardus pardalis), der insgesamt bis zu 1,45 Meter lang wird.

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen konnten ihren Unterkiefer bis um 120 Grad nach unten aufreißen. Das versetzte sie in die Lage, ihre langen Eckzähne voll einzusetzen. Gegenwärtige Katzen können ihre Kiefer nur um 65 bis 70 Grad öffnen.

Ober- und Unterkiefer der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen waren durch ein Scharniergelenk verbunden. Ihr Gebiss hatte je nach Gattung oder Variation innerhalb der- selben unterschiedlich viele Zähne. Bei Machairodus waren es 30 Zähne, bei Homotherium und Megantereon jeweils 28 Zähne und bei Smilodon 26 bis 28 Zähne. Davon abweichende Zahlenangaben beruhen darauf, dass der sehr kleine (rudimentäre) Backenzahn in beiden Oberkieferästen oft nicht in der Zahnformel erwähnt wird.

Lücken (Diastema) ermöglichten es, dass die Eckzähne beim Schließen des Maules aneinander vorbei gleiten konnten. Die Eckzähne dienten zum Packen, Festhalten und Töten der Beute, die Reißzähne zum Abbeißen von Fleischstücken, die unzerkaut geschluckt wurden. Die Reißzähne besaßen zackige Spitzen, die beim Beißen scherenartig aneinander vorbei glitten.

Über die Lebensweise der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gab und gibt es immer noch viele Diskussionen. Heute überwiegt die Ansicht, sie seien aktive Räuber gewesen. Gelegentlich heißt es aber auch, sie könnten sich als reine Aasfresser ernährt haben. Der niederländische Experte Kees van Hooijdonk aus Rucphen vermutet, Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen könnten versucht haben, anderen Raubkatzen die Beute abzunehmen, wenn sich Gelegenheit dafür bot. In Zeiten der Knappheit hätten sie vielleicht auch Aas gefressen. Wegen des teilweise recht großen Körpers mancher Arten nimmt man an, diese hätten recht stattliche Beutetiere zur Strecke bringen können.

Umstritten ist, ob Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen auch riesige erwachsene Rüsseltiere oder zumindest deren Jungtiere angegriffen haben. Anhaltspunkte hierfür lieferten zahlreiche Mammutskelette, die neben einigen Skeletten der Säbelzahnkatze Homotherium serum in der Friesenhahn-Höhle (Bexar County) bei San Antonio in Texas entdeckt wurden.

Nicht völlig geklärt ist die Funktion der charakteristischen Eckzähne der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen, die kontinuierlich nachwuchsen. Einerseits heißt es, damit hätten diese Raubkatzen sehr großen Beutetieren tiefe Stich- und Reißwunden zufügen können, an denen die Beutetiere verblutet seien. Andererseits verweisen skeptische Experten darauf, dass die relativ weichen Eckzähne bei solch einer starken Belastung leicht brechen hätten können.

Ein Teil der Fachleute hält es für möglich, dass Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen mit ihren Eckzähnen bereits am Boden liegenden, wehrlosen Beutetieren gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre durchtrennten. Dabei hätten sie mit ihren kräftig ausgebildeten Vordergliedmaßen Beutetiere gegen den Boden gedrückt, um einen präzisen Todesbiss anzubringen.

Nach einer anderen Theorie dienten die eindrucksvollen Eckzähne der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen lediglich dazu, ihren eigenen Artgenossen zu imponieren. Weil die Eckzähne bei verschiedenen Arten sehr unterschiedlich gestaltet sind, ist es auch möglich, dass sie auf unterschiedliche Art und Weise benutzt worden sind.

Laut einer weiteren Theorie könnten sich Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen von Blut, Eingeweiden und weichen, leicht abzufressenden Körperteilen ernährt haben, welche die langen Eckzähne nicht gefährdeten. Den Rest der Beute ließen sie vermutlich liegen, was oft Aasfresser anlockte. Vermutlich besaßen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen wie heutige Katzen verhornte Papillen auf der Zunge, um ohne Gefahr für die Zähne von Knochen das Fleisch ablösen zu können.

Nach den bisherigen Funden zu schließen, stammen die ältesten Fossilien von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus dem Mittelmiozän vor etwa 15 Millionen Jahren. Aus dem Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren kennt man Reste der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus und der Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius aus Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim in Rheinhessen, vom ehemaligen Vulkan Höwenegg bei Immendingen/Donau (Kreis Tuttlingen) und aus Melchingen, heute ein Stadtteil von Burladingen (Zollernalbkreis). Etwas jünger sind die auf etwa 8,5 Millionen Jahre datierte Säbelzahnkatze Machairodus cf. aphanistus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus orientalis und Paramachairodus ogygius) aus Dorn-Dürkheim in Rheinhessen. Die Abkürzung „cf.“ (lateinisch: confer = vergleiche) wird benutzt, wenn eine Bestimmung unsicher ist. Sie steht vor dem unsicheren Bestandteil des Namens, im erwähnten Fall vor der Art aphanistus.

Machairodus war vielleicht der Ahne der Gattung Homotherium, die sich im frühen Pliozän entwickelte. Homotherium existierte etwa vor 5 Millionen bis 11.700 Jahren. Diese Gattung ist auch von mehreren eiszeitlichen Fundorten aus Deutschland bekannt.

Ein Zeitgenosse von Homotherium war die Dolchzahnkatze Megantereon, die vom frühen Pliozän vor etwa 4,5 Millionen Jahren bis zum mittleren Eiszeitalter vor etwa 500.000 Jahren verbreitet war. Homotherium und Megantereon kamen in der Gegend von Chilhac und Senèze (beide in Frankreich) sowie in Untermaßfeld bei Meiningen (Deutschland) zusammen vor. Megantereon ähnelte sehr seinem Nachfahren Smilodon.

Die Dolchzahnkatze Smilodon lebte vom Oberpliozän vor mehr als 2,5 Millionen Jahren bis zum späten Pleistozän und starb erst vor etwa 11.700 Jahren zu Beginn des Holozän (Heutzeit) aus. Von Smilodon wurden nur in Nord- und Südamerika fossile Reste gefunden. Besonders viele Fossilien von Smilodon sind vom Fundort Rancho La Brea im Stadtgebiet von Los Angeles in Kalifornien bekannt.

Als so genannte Scheinsäbelzahnkatzen gelten einige Arten der Nimravidae und der Barbourofelidae. Verlängerte obere Eckzähne wie bei den Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gab es außerhalb der Raubtiere auch bei zwei anderen Ordnungen der Säugetiere. Nämlich bei den Creodonten wie Machaeroides und den zu den Beuteltieren gehörenden Thylacosmiliden wie Thylacosmilus.

Machaeroides wurde 1901 von dem aus Kanada stammenden Paläontologen William Diller Matthew (1871–1930) beschrieben. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung hatten ihm zwei Unterkiefer und ein Zahn aus Wyoming (USA) aus dem Eozän (etwa 53 bis 34 Millionen Jahre) vorgelegen. Der Artname Machaeroides simpsoni erinnert an den amerikanischen Paläontologen George Gaylord Simpson (1902–1984). Machaeroides hatte eine Schulterhöhe von ca. 30 Zentimetern, eine Kopfrumpflänge von etwa 60 Zentimetern und – zusammen mit dem ungefähr 30 Zentimeter langen Schwanz – eine Gesamtlänge von rund 90 Zentimetern.

Die erste Beschreibung von Thylacosmilus atrox erfolgte 1934 durch den amerikanischen Paläontologen Elmer Riggs (1869–1963). Sie erfolgte auf der Basis von zwei Teilskeletten aus dem Pliozän von Argentinien. Diese Funde gelten als die am komplettesten erhaltenen Fossilien jener Art. Thylacosmilus atrox hatte etwa die Größe eines südamerikanischen Jaguars. Er erreichte eine Schulterhöhe von ca. 60 Zentimetern, eine Kopfrumpflänge von etwa 1,20 Meter, wozu noch ein schätzungsweise 45 Zentimeter langer Schwanz kam.

Unter Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten suchen, kursieren Berichte über angebliche Sichtungen von Großkatzen aus Südamerika und Afrika, bei denen es sich um Säbelzahnkatzen handeln soll. Der verhältnismäßig junge Forschungszweig der Kryptozoologie wurde um 1950 von dem belgischen Zoologen und Publizisten Bernard Heuvelmans (1916–2001) gegründet und bewegt sich zwischen seriöser Wissenschaft und purer Phantasie.

Eingeborene in der Zentralafrikanischen Republik und aus dem Tschad berichteten über mysteriöse „Tiger der Berge“ in ihrer Heimat. Spekulationen zufolge könnte es sich um überlebende Tiere der Gattungen Machairodus oder Meganteron handeln, die aus Afrika durch Fossilien belegt sind. Als an ein Leben im Wasser angepasste Säbelzahnkatzen werden so genannte „Wasserlöwen“ oder „Panther des Wassers“ gedeutet, die in der Zentralafrikanischen Republik existieren sollen.

Megantereon:

So groß wie ein Jaguar

In Afrika, Europa, Asien und Nordamerika behauptete sich im Pliozän vor ca. drei Millionen Jahren bis zum Eiszeitalter vor etwa 500.000 Jahren die Dolchzahnkatze Megantereon. Die Gattung Meganteron wurde 1828 von dem französischen Pfarrer und Amateur-Paläontologen Jean-Baptiste Croizet (1787–1859) aus Neschers und dessen Freund Antoine Claude Gabriel Jobert (genannt der Ältere), der in den 1850-er Jahren starb, erstmals beschrieben.

Die Dolchzahnkatze Megantereon erreichte mit einer Schulterhöhe von etwa 70 Zentimetern und einer Kopfrumpflänge bis zu rund 1,20 Meter etwa die Größe eines heutigen Jaguars (Panthera onca). Der Schwanz von Megantereon war schätzungsweise 20 Zentimeter lang. Ein Schädelfund von Megantereon cultridens aus Senèze in Frankreich misst rund 25 Zentimeter Länge.

In älterer Literatur wird Megantereon als „Europäische Säbelzahnkatze“ bezeichnet, obwohl diese Gattung nicht nur auf Europa beschränkt war und neben ihr noch andere Säbelzahnkatzen bzw. Dolchzahnkatzen auf diesem Erdteil lebten. Fundorte von Megantereon gibt es in Südafrika, Ostafrika, Indien, China, Nordamerika, in der Ukraine, Griechenland, Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

In Nordamerika entwickelte sich vor etwa 2,5 Millionen Jahren aus Megantereon die Dolchzahnkatze Smilodon. Die jüngsten Funde von Megantereon in Afrika haben ein Alter von etwa 1,5 Millionen Jahren. Aus Elandsfontein in Südafrika kennt man Gliedmaßenreste von Megantereon.

Bei Swartkrans in Südafrika wurde in einer Kalksteinhöhle der Schädel eines vor mehr als einer Million Jahren lebenden Vormenschen der Gattung Australopithecus mit den ältesten bekannten Bissspuren entdeckt. Die Löcher im Schädel stammen allerdings nicht von einer Säbelzahnkatze oder Dolchzahnkatze, sondern von einem Leoparden, der seine Eckzähne in den Kopf eines Australopithecus geschlagen hatte. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Rekorde der Urmenschen“ (2008) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Ähnliches ereignete sich wahrscheinlich manchmal auch bei Begegnungen zwischen Vormenschen und Dolchzahnkatzen.

Eine Zeichnung in dem englischsprachigen Buch „The big cats and their fossil relatives“ von Alan Turner und Mauricio Antón zeigt das Ende einer Begegnung zwischen Leopard und Vormensch in Ostafrika. Die Raubkatze schleift einen von ihr getöteten Vormenschen weg. Im Hintergrund stehen ungerührt drei Rüsseltiere der Gattung Deinotherium

(„Schreckenstier“).

In der Gegend von Chilhac in der Auvergne (Departement Haute-Loire) in Frankreich lebten im frühen Eiszeitalter vor etwa 1,9 Millionen Jahren gleichzeitig die Dolchzahnkatze Megantereon cultridens und die Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens. Fossilien von diesem Fundort sind im „Musée de Paléontologie Christian Guth“ in Chilhac ausgestellt. Unter den Schaustücken befinden sich auch zwei Eckzähne von Megantereon cultridens.

Ein Fund aus Untermaßfeld bei Meiningen in Thüringen belegt, dass Megantereon noch im Bavelium vor etwa einer Million Jahren in Mitteleuropa vorkam. Dabei handelt es sich um ein Oberkieferfragment mit Zähnen (Mei 23560). Dieses Fossil gilt als jüngster Nachweis von Megantereon in Europa. Es wurde 2001 von dem Mainzer Zoologen Helmut Hemmer als eine Unterart namens Megantereon cultridens adroveri beschrieben. Der Name dieser Unterart bezieht sich auf den spanischen Paläontologen Rafael Adrover. Hemmer gilt in der Fachwelt als „Katzenpapst“. Als junger Journalist hat der Autor dieses Taschenbuches den Mainzer Katzenspezialisten als stets hilfsbereiten und kompetenten Interviewpartner kennen und schätzen gelernt.

Anders als Hemmer betrachten spanische Paläontologen die Dolchzahnkatze Megantereon cultridens adroveri als afrikanischen Einwanderer und nennen sie Megantereon whitei. Der Mainzer Zoologe dagegen tendiert zu einer Neubesiedlung Europas mit asiatischen Dolchzahnkatzen. Welcher Name letztlich gültig sein wird, hängt von der Klärung der Herkunft ab.

In Asien behauptete sich Megantereon bis vor etwa 500.000 Jahren. In China kam diese Dolchzahnkatze zusammen mit dem Peking-Menschen (Homo erectus pekinensis) von Choukutien bei Peking vor, der das Feuer beherrschte und sich als Kannibale betätigte.

Die bis heute entdeckten Fossilien aus Afrika, Asien und Europa scheinen alle von der Art Megantereon cultridens zu stammen. Bei den fragmentarisch erhaltenen amerikanischen Funden kann dies allerdings nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden.

Basierend auf extremen Größenunterschieden und verschiedenen Merkmalen im Zahnbau unterschiedlicher Regionen und Epochen wurden drei eigenständige Arten vorgeschlagen: Megantereon cultridens aus Nordamerika, Asien und dem europäischen Pliozän, Megantereon whitei aus Afrika und dem europäischen Unterpleistozän und Megantereon falconeri aus Indien. In der Literatur kursieren aber auch noch andere Artnamen.

Ein vollständig erhaltenes Skelett von Megantereon cultridens wurde vor 1925 in Senèze, einem Weiler bei Brioude (Departement Haute-Loire) in der Auvergne (Frankreich) entdeckt. Dieses weltweit einzige Skelett von Megantereon cultridens wurde 1925 von dem schweizerischen Lehrer und Paläontologen Samuel Schaub (1882–1962) aus Basel beschrieben.

Die in der Gegend von Senèze durch zahlreiche Fossilfunde überlieferte Tierwelt aus dem Eiszeitalter ist mehr als 1,5 Millionen Jahre alt. An dieser berühmten Lokalität unweit der erwähnten Fundstelle Chilhac kam – wie erwähnt – auch ein komplettes Skelett der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens zum Vorschein.

Das im Naturhistorischen Museum Basel aufbewahrte Megantereon-Skelett von Senèze („SE311“) hat eine Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern und eine Kopfrumpflänge von rund 1,20 Meter. Wegen dessen Größe nimmt man an, es könne von einem Männchen stammen. Bei diesem einmaligen Fossil ragen die oberen Eckzähne etwa neun Zentimeter aus dem Kiefer.

Wie die Säbelzahnkatze Homotherium hatte auch die Dolchzahnkatze Megantereon insgesamt 28 Zähne. Davon saßen 14 im Oberkiefer und 14 im Unterkiefer. Der linke und der rechte Ast im Oberkiefer sowie der linke und der rechte Ast im Unterkiefer verfügten über jeweils sieben Zähne. Nämlich (von vorne nach hinten betrachtet) jeweils drei Schneidezähne (Incisiven), einen Eckzahn (Caninus), zwei Vorderbackenzähne (Prämolaren P3 und P4) und einen Backenzahn (Molar).

Megantereon besaß lange, flache, obere Eckzähne, die in der Literatur als Dolchzähne bezeichnet werden. Damit konnte diese Raubkatze die Halsschlagader bzw. Luftröhre von Beutetieren durchtrennen. Die Schneidezähne standen weiter vorne als bei heutigen Katzen, was dem Schädel ein leicht eckiges Aussehen verlieh. Mit den Schneidezähnen vermochte Megantereon mehr oder minder große Fleischstücke aus Beutetieren zu reißen, ohne von seinen oberen Eckzähnen behindert zu werden.

Auf einen sehr muskulösen Körper deuten die Skelettknochen von Megantereon hin. Seine Vorderbeine waren etwa so lang wie die eines Löwen, obwohl er bei weitem dessen Körpergröße nicht erreichte. Seine kürzeren Hinterbeine bewirkten eine abfallende Rückenlinie wie bei Hyänen.

Megantereon hatte löwengroße Pfoten und trug löwenähnliche Krallen an den Vorderbeinen. Damit konnte diese Raubkatze ihre Beutetiere packen und zu Boden reißen. Der Körperbau von Megantereon eignete sich nicht für schnelle Verfolgungsjagden, wie sie zum Beispiel heutige Geparden praktizieren.

Zu den Beutetieren von Megantereon gehörten vermutlich Antilopen, Hirsche, Wildschweine und Auerochsen. Auf einer Abbildung in dem Buch „The big cats and their fossil relatives“ von Alan Turner und Mauricio Antón wird Megantereon in lauernder Haltung beim Anschleichen auf zwei Hirsche gezeigt. Im Sommer wartete diese Dolchzahnkatze vermutlich in bewaldeten Tälern unweit von Flüssen auf Beutetiere, die zur Tränke kamen.

Wenn Megantereon ein Beutetier angesprungen und einen tödlichen Biss angebracht hatte und sein Opfer sich nicht mehr regte, geschah immer dasselbe: Der erfolgreiche Jäger wandte sich von seinem Opfer ab und knurrte laut. Dies geschah aus Vorsicht vor einem potentiellen Konkurrenten, der ihm seine Beute streitig machen konnte.

Nahrungskonkurrenten von Megantereon waren die Säbelzahnkatze Homotherium, die anderthalb Mal so groß wie diese gewesen ist, die imposante gepardenartige Hyäne

Chasmaporthetes (Schulterhöhe etwa 80 Zentimeter) und der stattliche Gepard Acinonyx (Schulterhöhe rund 90 Zentimeter). Die Raubkatzen Megantereon, Homotherium und Acinonyx kamen bei Untermaßfeld unweit von Meiningen in Thüringen gleichzeitig vor.

Zum Beißen dienten die oberen Eckzähne von Megantereon wohl kaum, weil sie beim Aufprall auf Knochen leicht gebrochen wären. Die langen Eckzähne wurden im Ruhezustand durch besonders ausgeprägte, lappenartige Zahnscheiden am Unterkiefer geschützt.

Die größten Formen der Gattung Megantereon existierten in Indien und wogen schätzungsweise etwa 90 bis 150 Kilogramm. Das Durchschnittsgewicht lag wohl bei rund 120 Kilogramm. Als mittelgroß wird Megantereon aus dem übrigen Eurasien und dem Pliozän Europas bezeichnet. Die kleinsten Formen stammen aus Nordamerika, Afrika und dem unteren Pleistozän Europas. Ihr Gewicht wird auf etwa 60 bis 70 Kilogramm geschätzt, nach anderen Angaben auf ungefähr 100 bis 160 Kilogramm.

Auf Basis des Megantereon-Skelettfundes aus Senèze sind im Naturhistorischen Museum Wien (NHMW) 2001 zwei weltweit erste lebensechte Modelle dieser Dolchzahnkatze angefertigt worden. Sie entstanden auf Initiative von Generaldirektor Prof. Dr. Bernd Lötsch und Dr. Martin Lödl, Direktor der 2. Zoologischen Abteilung des NHMW. Die wissenschaftliche Leitung oblag Dr. Martin Lödl und Prof. Dr. Doris Nagel vom Institut für Paläontologie der Universität Wien.

Als Grundlage für die Dolchzahnkatzen-Modelle diente eine Leopardenform, die nach den Proportionen von Megantereon verändert wurde. Zum Beispiel musste der für Megantereon zu kleine Leopardenkopf durch einen größeren Jaguarkopf ersetzt werden. Außerdem wurden der Hals der Leopardenform verlängert, die Vorderbeine verstärkt und der Schwanz gekürzt.

Für die Gestalt dieser ca. 70 Zentimeter hohen und etwa 1,10 Meter langen Dolchzahnkatze mit rund 20 Zentimeter langem Schwanz dienten Zeichnungen von Mauricio Antòn aus dem Buch „The big cats and their fossil relatives“ von Alan Turner und Mauricio Antón als Vorlage. Die Ausführung der Modelle lag in den Händen von Präparator Horst-Gustav Wiedenroth und seines Teams.

Der Rand des Maules, der Flansch zu beiden Seiten des Unterkiefers zum Schutz der oberen Eckzähne bei geschlossenem Maul und die Ohrspitzen wurden bei den Wiener

Megantereon-Modellen in Schwarz gehalten. Die Zunge aus Siliconkautschuk ist vom Modell her eine leicht gekürzte Bärenzunge. Eine Löwenzunge beispielsweise wäre zu groß gewesen. Bei der Augenfarbe griff man auf orange-braune Tigeraugen zurück.

Obwohl bisher kein Fell einer Säbelzahnkatze oder Dolchzahnkatze entdeckt wurde, wählte man für die Megantereon-Modelle ein Fellmuster. Denn Katzen benötigen ein Fellmuster als Schutz für ihre Jungtiere und bei der Jagd. Bei der Färbung und dem Muster des Modellfelles musste man allerdings die Fantasie walten lassen.

Für die Megantereon-Rekonstruktionen im Naturhistorischen Museum Wien hat man das Fell eines maximal einjährigen männlichen Junglöwen verwendet. Dieses besaß kaum mehr das Fellmuster eines jungen Löwen, aber auch noch nicht die Kurzhaarigkeit eines erwachsenen Tieres. Als Fellmuster für Megantereon wählte man am Rücken mittelgroße verschwommene Punkte und an den Flanken vier teilweise durchbrochene Rosetten. Von der Schulter bzw. vom Becken abwärts zu den Pfoten wurden Striche übergehend in Punkte gewählt. Den Schwanz versah man mit vier Ringen und einer schwarzen Spitze.

Die weltweit ersten Modelle der Dolchzahnkatze Megantereon können in der Schausammlung des Naturhistorischen Museums Wien bewundert werden. Sie sind dort eine Attraktion und beliebte Motive für Fotografen.

Megantereon ist eine der Dolchzahnkatzen, die zur Freude von Philatelisten, Paläontologen, Fossiliensammlern und Tierfreunden bereits Briefmarken zierten. 2000 prangte Megantereon whitei auf Postwertzeichen von Gibraltar.

Ein Zeitgenosse von Megantereon war die vom Pliozän vor etwa fünf Millionen Jahren bis zum Eiszeitalter (Pleistozän) vor vielleicht einer Million Jahren existierende Gattung Dinofelis („Schreckenskatze“), die man früher lange den Säbelzahnkatzen zugerechnet hat. Heute ordnet man sie trotz ihrer verlängerten oberen Eckzähne nicht mehr zu den Säbelzahnkatzen im engeren Sinne.

Dinofelis kam in Europa (Frankreich), Afrika, Asien und Nordamerika vor. Aus Europa ist Dinofelis diastemata bekannt, aus Afrika Dinofelis barlowi und Dinofelis piveteaui, aus Asien Dinofelis abeli und aus Nordamerika Dinofelis paleoonca. Als beste Funde von Dinofelis barlowi gelten drei Skelette, die in einer Grube von Bolt’s Farm bei Johannesburg in Südafrika zusammen mit Reste von Pavianen entdeckt wurden. Ein besonders gut erhaltener Schädel von Dinofelis piveteaui aus Kroomdraai in Südafrika wurde auf ein Alter von rund 1,5 Millionen Jahren datiert.

Barry Cox, Dougal Dixon, Brian Gardiner und R. J. G. Savage geben in ihrem Buch „Die große Enzyklopädie der prähistorischen Tierwelt. Dinosaurier und andere Tiere der Vorzeit“ (1988) für Dinofelis eine Länge von 1,20 Meter an. Diese panthergroße Raubkatze trug abgeflachte Eckzähne, die aber merklich kürzer waren als bei Dolchzahnkatzen und Säbelzahnkatzen. Zum Beutespektrum von Dinofelis in Afrika gehörten vermutlich Paviane und möglicherweise auch Frühmenschen. Eine Zeichnung von Mauricio Antón in dem Buch „The big cats and their fossil relatives“ zeigt Dinofelis barlowi beim Angriff auf einen bereits am Boden liegenden Pavian.

Funde von Säbelzahnkatzen

und Dolchzahnkatzen

aus aller Welt (Auswahl)

Ägypten:

Wadi-el-Natrun: Machairodus cf. aphanistus

Argentinien:

Barranqueras: Smilodon populator

Lujan: Smilodon populator

Paso Otero-Verde: Smilodon fatalis

Äthiopien:

Middle Awash – Adu-Asa: Machairodus sp.

Bolivien:

Nuapua 1, Chuquisaca: Smilodon populator

Tarija: Smilodon populator

Brasilien:

Garrincho: Smilodon populator

Lagoa Santa (Minas Gerais): Smilodon

Mostardas: Smilodon populator

Toca da Boa Vista: Smilodon populator

Toca da Cima dos Pilao: Smilodon populator

Toca da Janela da Barro do Antoniao: Smilodon populator

Bulgarien:

Slivnitsa: Homotherium crenatidens

China:

Baode (Provinz Shansi): Megantereon

Choukutien bei Peking: Megantereon

Guanghe Formation (Provinz Gansu): Machairodus giganteus

Lufeng (Provinz Yunnan): Machairodus fires

Nantan, Hohsien, Upper Red Clays (Provinz Shansi): Machairodus palanderi

Nihowan (Provinz Shansi): Megantereon nihowanensis

Songshan, Tianzu (Provinz Gansu): Machairodus sp.

Tung Gur (Innere Mongolei): Machairodus sp.

Yushe (Provinz Shansi): Megantereon

Deutschland:

Dorn-Dürkheim in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz): Machairodus cf. aphanistus, Paramachairodus ogygius

(nach anderer Schreibweise Paramachairodus ogygia), Paramachairodus orientalis

Eppelsheim in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz): Machairodus aphanistus, Paramachairodus ogygius

Esselborn in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz): Paramachairodus ogygius

Gau-Weinheim in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz): Machairodus sp.

Höwenegg bei Immendingen/Donau (Baden-Württemberg): Machairodus aphanistus

Mauer bei Heidelberg (Baden-Württemberg): Homotherium crenatidens

Melchingen, heute ein Stadtteil von Burladingen (Baden-Württemberg): Machairodus aphanistus

Mosbach in Wiesbaden (Hessen): Homotherium crenatidens

Neuleiningen bei Grünstadt (Rheinland-Pfalz): Homotherium crenatidens

Randersacker bei Würzburg (Bayern): Homotherium sp.

Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg): Homotherium latidens

Untermaßfeld bei Meiningen (Thüringen): Homotherium crenatidens, Megantereon cultridens adroveri (Megantereon whitei)

Voigtstedt im Harzvorland (Thüringen): Homotherium moravicum

Weimar-Süßenborn: Homotherium crenatidens

Wissberg bei Gau-Weinheim in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz): Paramachairodus ogygius

England:

Dove Holes bei Buxton (Derbyshire): Homotherium crenatidens

Kent’s Cavern (Torquai): Homotherium latidens

Kessingland (Suffolk): Homotherium

Nordsee vor Ostengland: Homotherium crenatidens

Pakefield (Suffolk): Homotherium

Robin Hood Cave in den Creswell Crags (Derbyshire): Homotherium latidens

Sidestrand (Norfolk): Machairodus sp.

Westbury-sub-Mendip (Somerset): Homotherium crenatidens

West Runton (Norfolk): Homotherium

Frankreich:

Abbeville, Flussterrasse der Somme, Pas de Calais, Region Picardie (Somme): Homotherium latidens

Artenac bei Angoulême (Charente): Homotherium latidens

Blassac-la-Gironde in der Auvergne (Haute Loire): Megantereon cultridens

Cajarc (Lot): Homotherium sp.

Chilhac im Zentralmassiv (Haute Loire): Homotherium crenatidens, Megantereon cultridens

La Baume (Haute-Savoie): Homotherium latidens

La Roche-Lambert, Saint Paulien (Haute Loire): Homotherium crenatidens

Le Coupet, Mazeyrat d‘Allier (Haute Loire):

Homotherium crenatidens

Montmaurin (Haute-Garonne): Homotherium latidens

Montredon (Hérault): Machairodus aphanistus

Perrier-Etouaires in der Auvergne (Puy de Dôme): Megantereon cultridens, Homotherium crenatidens

Perrier-Pardines in der Auvergne (Puy de Dôme): Megantereon cultridens, Homotherium crenatidens

Perrier-Roccaneyra in der Auvergne (Puy de Dôme): Homotherium

Saint Vallier (Dróme): Megantereon cultridens, Homotherim crenatidens

Sainzelles, Polignac (Haute Loire): Homotherium crenatidens

Senèze im Zentralmassiv (Haute Loire): Homotherium crenatidens, Megantereon cultridens

Soblay (Ain): Machairodus aphanistus

Villeneuve-sur-Lot, Region Aquitaine (Lot-et-Garonne): Homotherium latidens

Georgien:

Akhalkalaki: Homotherium crenatidens

Calka: Homotherium sp.

Dmanisi: Homotherium crenatidens, Megantereon whitei

Kvabebi bei Signakhi: Homotherium

Griechenland:

Appolonia 1 (Makedonien): Megantereon whitei, Homotherium

Halmyropotamos auf der Insel Euböa: Machairodus aphanistus

Kalamotó (Makedonien): Homotherium crenatidens

Livakos (Makedonien): Homotherium sp.

Makinia (Westgriechenland): Megantereon cultridens

Milia bei Grevena (Makedonien): Homotherium

Petralona auf der Halbinsel Chaldiki (Makedonien): Homotherium, Megantereon

Pikermi bei Athen: Machairodus giganteus, Paramachairodus orientalis, Paramachairodus ogygius

Saloniki (Makedonien): Machairodus aphanistus

Samos (Insel vor der kleinasiatischen Küste): Machairodus giganteus

Sésklon (Thessalien): Homotherium crenatidens

Vatera auf der Insel Lesbos: Homotherium crenatidens

Thermopigi: Paramachairodus sp., Machairodus sp.

Tourkovounia bei Athen: Homotherium cf. crenatidens

Vathylakkos (Thessalien): Machairodus giganteus

Volax (Makedonien): Megantereon cultridens

Irak:

Injana, Lower Bakhtiari Formation: Machairodus sp.

Iran:

Maragha: Paramachairodus orientalis

Israel:

Ubeidiya Formation: Megantereon cf. Whitei

Italien:

Casa Frata, Arezzo, Arnotal (Region Toskana): Homotherium crenatidens

Collepardo in der Provinz Prosinone (Region Latium): Megantereon cultridens

Costa San Giacomo (Region Latium): Homotherium

Farneta (Region Toskana): Megantereon cultridens

Manfredonia auf der Halbinsel Gargano: Homotherium crenatidens

Monte Argentario (Region Toskana): Megantereon whitei, Homotherium crenatidens

Monte Riccio (Region Latium): Megantereon cultridens

Montopoli (Region Toskana): Megantereon cultridens

Olivola, Val di Magram (Region Toskana): Megantereon cultridens, Homotherium crenatidens

Pirro Nord (Region Apulien): Megantereon whitei

Selva Vecchia, Sant’Ambrogio di Valpolicella, Verona

(Region Venetien): Homotherium crenatidens, Homotherium latidens

Scivolone, Brecce di Soave, Verona bzw. Breccia di Valpolicella (Region Venetien): Homotherium latidens

Slivia, Provinz Triest (Region Friaul-Julisch Venetien): Homotherium crenatidens

Tasso (Region Toskana): Megantereon cultridens

Triversa (Region Toskana): Homotherium crenatidens

Val d’Arno bzw. Arnotal (Region Toskana): Homotherium crenatidens

Verona (Region Venetien): Homotherium moravicum

Kanada:

Dawson, Yukon: Homotherium sp.

Old Crow, Yukon: Homotherium serum

Kasachstan:

Dzhenama River: Machairodus aff. irtyschensis

Kalmakpai: Machairodus kurteni

Selim-Dzehevar: Machairodus aphanistus taracliensis, Machairodus ischimicus

Kenia:

Lothagam: Lokotunjailurus emageritus

West Turkana: Homotherium problematicus

Kirgisien:

Serafimovka: Machairodus sp.

Mazedonien:

Veles: Paramachairodus orientalis

Mexiko:

Arroyo Tepalcates: Machairodus cf. coloradensis

Cedazo (Arroyo Cedazo, Arroyo San Francisco): Smilodon fatalis

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Details

Seiten
95
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640868964
ISBN (Buch)
9783640869350
Dateigröße
22.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168904
Note
Schlagworte
dolchzahnkatze megantereon

Autor

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Titel: Die Dolchzahnkatze Megantereon