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Die Macht der Medien - Werden wir wirklich von Medien manipuliert?

Essay über den Einfluss von Medien

Essay 2011 11 Seiten

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein

Leseprobe

Die Macht der Medien - Werden wir wirklich von Medien manipuliert?

Einleitung

Medien sind unser täglicher Begleiter. Egal ob Radio, Fernsehen, Zeitungen oder Internet, jeder von uns wird jeden Tag mit Medien in irgendeiner Form konfrontiert und beeinflusst. „Wieso denn beeinflusst?“, mag man denken. Viele sehen Medien, vor allem Fernsehen und Werbung, nicht als etwas an, das Macht ausübt. Sie konsumieren einfach, ohne sich Gedanken zu machen. Warum auch? Es ist schließlich nicht so, dass ein Werbespot uns sagen würde „Du musst unser Putzmittel kaufen, weil unsere Verpackung am Schönsten ist!“ oder „Wenn du Parfum von Chanel kaufst, bist du besser als deine Nachbarin, die ihres von ALDI hat.“ Macht, die durch die Medien ausgeübt wird, ist in den meisten Fällen nicht offensichtlich und auch wenn wir sie nicht sofort als solche wahrnehmen, so ist sie dennoch da.

Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sind vollgepackt mit Informationen, aber auch Meinungen, manchmal offensichtlich, aber viel öfter unterschwellig.

Sind Fernsehen, Werbung etc. wirklich in der Lage unser Verhalten und Kaufverhalten zu beeinflussen? Wird unser Verhalten durch die Medien gesteuert? Sind wir nur Marionetten der Medienindustrie?

Im folgenden Essay soll auf die Fragen eingegangen werden, wann wir der Macht der Medien unterliegen, dass man sich dieser Macht aber auch entziehen kann und wie wir uns selbst bewusster machen können, dass man uns manipulieren will.

Die Macht medial verbreiteter Schönheitsideale

Eine Erscheinung unserer heutigen Gesellschaft ist die unglaubliche Fixierung auf Äußerlichkeiten. In den Medien, seien es Zeitschriften, Kinofilme, Werbespots, Plakatwände etc., überall starren uns wunderschöne Menschen mit wunderschönen Körpern an, mit einem geschätzten Körperfettanteil von maximal 1% und das sitzt im Ohrläppchen. Auf den Laufstegen begegnen uns sogenannte „Size Zero“ Models, die darauf hinarbeiten ihr Geburtsgewicht wieder zu erreichen.

Der Konsument sieht also jeden Tag überall eine Fülle von schon manchmal besorgniserregend schlanken Menschen, die aber durch ihr Aussehen von der Gesellschaft als schön erachtet werden und deshalb auch ein erfolgreiches Modell, Schauspieler oder was auch immer sind. Natürlich will jeder so sein: schlank, reich, schön, erfolgreich. Die Medien füttern uns jeden Tag mit diesem gigantischen Input an schönen Menschen. Nur hin und wieder findet man Übergewichtige oder gar Hässliche. Aber mal ehrlich, wer würde sich Unterwäschewerbung von H&M ansehen, wenn sich eine über proportionierte Frau auf einem Plakat räkelt? Genau den Gedanken haben natürlich auch die Werbeagenturen.

Was ist die Folge von zu vielen Menschen, die sich in „Size Zero“ präsentieren? Der sogenannte „Magerwahn“. Normale Bürger, vor allem Frauen und Mädchen, haben Hungern zu einem Volkssport gemacht. Wenn Lisa, 14 Jahre alt, den ganzen Nachmittag damit verbringt Musiksender oder Boulevard-Sendungen zu gucken, oder die „Bravo“ oder „Cosmopolitan“ zu blättern und dabei jede Rippe von Paris Hilton zählen kann, was will man noch erwarten? Gerade junge Mädchen und Frauen sind fixiert auf ihr Gewicht und wollen natürlich alle so aussehen, wie ihre berühmten Vorbilder. Schlank und schön sein zu wollen, ist nicht das Thema. Das Problem ist, dass Medien uns ein verzerrtes Bild vermitteln, in dem der Übergang von schlank zu mager schon recht fließend ist.

Unser Essverhalten und unser Körpergefühl werden also von den Medien beeinflusst. Selbst die Medien berichten darüber, dass durch die Medien und eben diese Darstellung von mageren Models oder Hollywoodschauspielern viele dazu veranlasst werden, sich dem Schlankheitswahn anzuschließen. Und es wird dagegen vorgegangen. Modells sollen nicht mehr über den Catwalk laufen dürfen, wenn sie zu dünn sind, die Kosmetik Firma Dove wirbt mit normalgewichtigen Frauen, im Fernsehen wird in Berichten vor ungesundem Schlanksein gewarnt, die neue „Turbo-Diät“ ist da, RTL Punkt 12 klärt darüber auf, was wie viel Kalorien hat und was man besser nicht essen sollte, ach, und die neue Winterkollektion von Dior wird auf Bohnenstangen, pardon, Modells präsentiert. Ja was denn nun? Es scheint so, als könne man sich nicht entscheiden, ob man jetzt gegen den Magerwahn angeht oder lieber damit weiter macht. Die Medien springen in ihrer Argumentation hin und her. Einmal soll man sich gesund ernähren, ein normales Gewicht haben und ein anderes Mal wird von Modells schwärmend berichtet, die untergewichtig sind.

Aber sind die Darstellungen der Medien wirklich so mächtig, dass sie in unseren Köpfen herum spuken und uns antreiben zu fasten oder zu essen? Ja, sind sie. Zu Zeiten des Malers Peter Paul Rubens hatten die Frauen zum Beispiel kein Problem mit Untergewicht. Damals 2 galt es als schick rundlicher zu sein, nicht zuletzt setzten seine Werke diesen Trend. Die Menschen haben sich also auch damals schon in diese Richtung beeinflussen lassen, durch die Macht von Rubens Bildern.

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Details

Seiten
11
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640867325
ISBN (Buch)
9783640868001
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168725
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Studium Generale
Note
"unbenotet"
Schlagworte
macht medien werden essay einfluss

Autor

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Titel: Die Macht der Medien - Werden wir wirklich von Medien manipuliert?