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Ecosystem Apple - Eine End-to-End-Betrachtung

Hausarbeit 2011 16 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Was ist ein Ökosystem?
Ökosystem Apple?

Geschichte

Hardware
Desktops
Laptops
iPod
iPad
iPhone
Apple TV
Netzwerkhardware

Software
iOS
iLife
iWork
iTunes

Dienstleistungen
iTunes Store
App Store (iOS)
App Store (Desktop)
MobileMe

Vernetzung und Haussteuerung
Medienverwaltung und Wiedergabe
Haussteuerung

Fazit

Einleitung

Was ist ein Ökosystem?

Um die Frage beantworten zu können warum die Firma Apple mit ihren Produkten eine Art Ökosystem erschaffen hat, muss man zunächst verstehen was ein Ökosytem überhaupt kennzeichnet. Der Begriff leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet in etwa „Das verbundene Haus“. Als Fachbegriff aus den ökologischen Wissenschaften bezeichnet er die räumliche bzw. funktionale Wechselwirkung von Lebewesen und ihrem Lebensraum. Ein Ökosystem zeichnet sich hierbei insbesondere durch drei Eigenschaften aus:

Es ist offen d.h. durch äußere Einflüsse veränderbar. In der Regel äußert sich dies dadurch, dass Energie und Materie aufgenommen und Entropie und umgewandelte Materie abgegeben wird.

Es ist dynamisch d.h. es verändert seinen Zustand auch ohne Zutun äußerer Einflüsse. Dazu gehören insbesondere Selbstorganisations- und Anpassungsprozesse.

Es ist komplex d.h. die in ihm enthaltenen Lebewesen und Strukturen stehen in einer Wechselwirkung zueinander. Daher kann es auch fatale Auswirkungen haben, falls ein Teil des Systems verändert oder entfernt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die in einem solchen System enthaltenen Strukturen lassen sich kategorisieren in Produzenten, Konsumenten und Destruenten. Grob vereinfacht stellen die Produzenten Stoffe her, von denen sich Konsumenten und Destruenten ernähren. Destruenten bauen (abgestorbene) Konsumenten und Produzenten sowie deren Abfallprodukte ab und stellen daraus Stoffe her die die Produzenten ihrerseits wieder in verwertbare Materie umwandeln.[1]

Die Grenzen die ein Ökosystem ausmachen sind hierbei durchaus fliessend. So kann wie z.B. im nebenstehenden Schaubild[2] unsere komplette Atmosphäre als ein System verstanden werden das durch Sonneneinstrahlung Energie aufnimmt. Durch die in ihm enthaltenen Bäume wird diese Sonnenenergie zusammen mit Kohlendioxid aufgenommen und Sauerstoff wieder abgegeben.

Der Begriff Ökosystem hat sich auch in wirtschaftlichen Zusammenhängen etabliert und bezeichnet wie in untenstehenden Schaubild [3] die Wechselwirkungen und Beziehungen einer Firma zu ihren Zulieferern, Kunden, Investoren oder sonstigen Stakeholdern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ökosystem Apple?

Im Folgenden soll nun die Frage beantwortet werden ob die Firma Apple mit ihren Produkten ebenfalls ein Ökosystem erschaffen hat. Hierbei steht insbesondere die Verbindung und das Zusammenspiel der angebotenen Hardwareprodukte und die Unterstützung dieser Kombination durch die dazugehörige Software im Mittelpunkt. Desweiteren soll untersucht werden ob mit Hilfe der von Apple angebotenen Technologien die Vision des verbundenen Hauses möglich ist und umgesetzt werden kann.

Geschichte

Die Geschichte von beginnt wie viele der klassischen Silicon Valley Stories und klingt teilweise zu fantastisch um wahr zu sein. Gegründet von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne mit einem Startkapital von 1750 Dollar (der Erlös aus dem Verkauf des VW-Bus von Jobs und dem Taschenrechner von Wozniak) wurde in einer Garage in Los Altos der Apple I entworfen. Die Partnerschaft mit Ronald Wayne wurde kurz danach aufgelöst. Aus den (relativ geringen) Verkaufserlösen des Apple I wurde die Produktion des Apple II finanziert. Dieser entwickelte sich mit einer Gesamtzahl von ca. zwei Millionen verkauften Exemplaren zu einem der erfolgreichsten Computer seiner Zeit. Diese ersten zwei Modelle verfügten noch nicht über eine grafische Benutzeroberfläche sondern die Steuerung erfolgte nach wie vor über die Kommandozeile.

Entgegen eines weit verbreiteten Irrtums wurde die erste grafische Benutzeroberfläche (GUI) nicht von Apple selbst entwickelt. Zwar geht die Einführung auf dem Massenmarkt mit „Lisa“ im Jahr 1983 auf sie zurück. Es handelt sich hierbei allerdings um eine Weiterentwicklung bestehender Technologien von Xerox. Diese hatten bereits im Jahr 1973 erste Rechner mit GUI entwickelt. Allerdings wurden diese damals nicht auf dem Massenmarkt etabliert. Auf Anregung eines ehemaligen Mitarbeiters wurden die Rechte an der Technologie durch Apple gekauft und mit der Weiterentwicklung begonnen. Die meisten Prinzipien heutiger Betriebssysteme (Drag & Drop, Pulldown Menüs, Papierkorb oder Doppelklick) gehen auf diese Entwicklungen durch Apple zurück.

Mitte der 90er Jahre steckt das Unternehmen Apple in einer tiefen Krise. Zwar verfügt die Firma über eine Vielzahl innovativer Produkte - wie etwa den ersten PDA „Newton“ oder der Digitalkamera „Quicktake“, allerdings sind diese ihrer Zeit teilweise zu weit voraus oder kommen am Markt nicht an. Währenddessen feiert Microsoft mit seinem gerade veröffentlichten Betriebssystem „Windows 95“ riesige Erfolge im PC-Markt.

Nach Differenzen in den 80er-Jahren und dem Rücktritt von Steve Jobs als Firmenchef trat er im Jahr 1997 zu seiner zweiten Amtszeit an und änderte die Unternehmenspolitik radikal („Think Different“). So wurde die Lizensierung des Betriebssystems an Dritthersteller eingestellt und die Produktpalette verschlankt und vereinfacht. Zukünftig gab es nur noch zwei Varianten Desktop- und Laptopcomputer. Jeweils ein Modell für Privatanwender und eines für den professionellen Einsatz. Zusätzlich wurde das Design grundlegend verändert und auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Bestes Beispiel ist der damals neu aufgelegte iMac. Der für dessen Aussehen zuständige Designer Jonathan Ive ist noch heute Chef der Gestaltungsabteilung von Apple.

Aktuell befindet sich Apple ebenso wie seine Aktie im Aufwind. Die Quartalszahlen werden jährlich besser, die Marktanteile und Verkaufszahlen ebenso. In manchen Bereichen verfügt das Unternehmen über eine Quasimonopolstellung und eine starke Verhandlungsposition mit potentiellen Geschäftspartnern. Diese steht immer wieder in der Kritik und muss sich (wie am Beispiel des Zulassungsprozess von Software im Appstore) auch Zensurvorwürfen stellen. Es scheint eine Frage der Zeit bis die Wettbewerbshüter ähnlich wie bei Microsoft einschreiten und die Marktmacht von Apple einschränken oder Strafen aussprechen. Der Erfolg von Apple ist zu dem untrennbar mit der Person Steve Jobs verbunden. So wurde eine Krebserkrankung des CEO streng geheim gehalten um den Aktienkurs nicht zu belasten. Dank seiner Ideen ist es keiner Marke so sehr wie Apple gelungen ihre Produkte emotional aufzuladen. Man besitzt nicht „nur“ ein Telefon oder einen MP3-Player sondern geradezu ein Schmuckstück zu dem eine starke Bindung besteht. Ein empfehlenswerter Artikel zu diesem Thema findet sich beispielsweise bei Stern („Im Reich des iGod [4] ). [5] [6]

Hardware

Desktops

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Apples Portfolio an Desktoprechnern wird am unteren Ende mit dem Mac mini eröffnet. In einem kleinen, kompakten Gehäuse befindet sich ein vollwertiger Rechner der sich aufgrund des geringen Stromverbrauchs auch sehr gut als Kleinserver für den Haushalt eignet.

Das nächstgrößere Modell stellt die iMac-Baureihe dar. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Monitor und Rechner. Alle Hardwarekomponenten sind innerhalb des Bildschirmgehäuses verbaut so dass ein zusätzlicher Tower auf oder unter dem Schreibtisch überflüssig wird.

Am oberen Ende der Leistungsskala befindet sich der MacPro. Dieser richtet sich Aufgrund des verfügbaren Prozessoren (bis zu 12 Kerne) und der aufgrund des Gehäuses sehr guten Aufrüstmöglichken für Arbeitsspeicher, Zusatzkarten für Video- und Audiobearbeitung in erster Linie an professionelle Anwender.

Apples Serverprodukt Xserve wurde eingestellt und wird nicht mehr weiterentwickelt.

Laptops

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Laptopmodelle von Apple werden was Gewicht und Maße betrifft von der der neu vorgestellten MacBook Air Baureihe begonnen. Diese sind mit Größen von 11“ und 13“ und einem Gewicht von ca. einem Kilo auf maximale Mobilität ausgerichtet. Diese wird mit Abstrichen in der Hardwareausstattung erkauft. So fehlen z.B. ein optisches Laufwerk und es finden sich lediglich zwei USB-Anschlüsse für Peripheriegeräte.

Als letztes „Nicht-Metall“-Modell der Laptoplinie ist das weiße 13“ MacBook im Programm. Dieses verfügt zwar über ein optisches Laufwerk, allerdings fehlt als Abgrenzung zur Pro-Reihe die Firewireschnittstelle und höhere Bildschirmgrößen und -auflösungen.

[...]


[1]http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosystem

[2]http://?.bp.blogspot.com/ joGMueSheqM/SexUXd6WOXI/AAAAAAAAAH8/FJQJQmTw7hF/s400/ecosystem.jpg

[3]http://www.provenmodels.com/files/275hhe71h16e785592492heah4d87964/husiness-ecosystem-actors.gif

[4]http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/erfolgsgeschichte-apple-im-reich-des-igod-704376.html

[5]http://de.wikipedia.org/wiki/Apple

[6]http://www.focus.de/digital/computer/apple aid 230361.html

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640869060
ISBN (Buch)
9783640869480
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168685
Institution / Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
Apple Ecosystem

Autor

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