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Kennzahlen und ihre Bedeutung für das Controlling

Hausarbeit 2011 25 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

I. Controlling- Ursprung und Definition

II. Kennzahlen
1. Was sind Kennzahlen
2. Arten von Kennzahlen
3. Gliederung von Kennzahlen
4. Kennzahlensysteme
5. Arten von Kennzahlensystemen
5.1.Ordnungssysteme
5.2. Rechensysteme
5.3. Mischformen aus Ordnungs- und Rechensystemen

III. Kennzahlen bzw. Kennzahlensysteme - ihre Verwendung und ihr Nutzen für das Controlling
1. Informationsfunktion von Kennzahlen
1.1. Kennzahlen als Mittel der Krisenfrüherkennung im Controlling
1.2. Kennzahlen als Mittel der Unternehmensplanung und -kontrolle im Controlling
1.3. Kennzahlen als Mittel der Unternehmenssteuerung und -koordination im Controlling
2. Grenzen in der Anwendung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen

IV. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Kennzahlen

Abbildung 2 Beziehungen zwischen Kennzahlen

Abbildung 3 RL-System

Abbildung 4 Du Pont System of Financial Control

Abbildung 5 ZVEI- Kennzahlensystem

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Einleitend zu meiner Thematik Kennzahlen und Ihre Bedeutung für das Controlling möchte ich mit dem Zitat des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG Herrn Klaus Zumwinkel:

„Exzellentes Management lässt sich nur erreichen, wenn man permanent Resultate misst.“[1]

beginnen. Diese Aussage verdeutlicht in sehr kurzer Form wie essentiell notwendig es ist, wenn man ein Unternehmen erfolgreich und zielführend steuern möchte, dass Ent­scheidungen hierzu auf Fakten fußen müssen. So können die Planungen, Kontrollen und Situativen Entscheidungen der Management- bzw. Führungsebene nur effizient sein, sofern sie auf begründeten Daten beruhen. Diese Daten können durch ein, dem Unter­nehmen angepasstes Kennzahlensystem gewonnen werden in dem die einzelnen Kennzahlen quantitativ erhoben und zur Zielverfolgung gemessen an vorher festgeleg­ten Planwerten ausgewertet werden. Nur durch ein solches Instrument kann im Rahmen des Controlling von Unternehmen effizient ermittelt werden, ob ein Unternehmen z.B. rentabel wirtschaftet oder ob die Arbeiter ausgelastet sind etc. . Die Belegarbeit soll im Folgenden einen kurzen Überblick vermitteln, welchen Ursprung das Controlling hat und was sich hinter diesem Begriff versteckt, da das Arbeiten mit Kennzahlen und Kennzahlensystemen ein Mittel zur Realisierung dieser Begrifflichkeit bzw. dessen was dahinter steht ist. Ohne Kennzahlen wäre ein Controlling der Unternehmerischen Tätigkeit nicht möglich. Hauptaugen­merk der Belegarbeit ist das Arbeiten mit Kennzahlen. Hierfür wird zunächst erläutert was Kennzahlen sind, welche verschiedenen Arten von Kennzahlen existieren und wie sie unterglie­dert sind. Weiterhin soll diese Arbeit einen Überblick über die Arten von Kennzahlensystemen ermöglichen. Als wichtigster Bestandteil, im Unternehmerischen Umgang mit Kennzahlen und Kennzahlensystemen, soll im weiteren sowohl die Verwendung und der Nutzen von diesen als Informations-, Früherkennungs-, Planungs-, Kontroll-, Steuerungs- und Koordinationsinstru­ment verdeutlicht werden, als auch die Defizite der Kennzahlen näher betrachtet und aufgezeigt werden. Durch diese Arbeit soll das Verständnis für die Bedeutung von Kennzahlen geweckt werden, da jedes Unternehmen unabhängig von deren Größe, wirtschaftlich erfolgreich am Markt bestehen möchte. Dies kann zweifelsohne nur durch das Feststellen und Dokumentieren und Interpretieren von Werten geschehen, um Veränderungen, sowohl positiv als auch negativ aufzuzeigen.

I. Controlling- Ursprung und Definition

Ursprünglich wurde der Begriff in England und den USA bereits ab dem 15. Jahrhun­dert für die Deskription einer staatlichen Stelle, eines Organes zur Aufzeichnung von Einnahmen und Ausgaben verwandt. In den USA wurde diese Funktion durch die Be­stellung eines Beamten, welcher als Controller bezeichnet wurde, besetzt. Die Art und Weise der Überwachung und Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben durch diesen Be­amten wurde später auf wirtschaftliche Unternehmen übertragen, und zumeist der Rechnungswesen- Abteilung zugeordnet. In der Wirtschaft wurde das Controlling erst im Laufe der zwanziger Jahre etabliert. Bis zum heutigen Zeitpunkt herrschen Control­ling-Systeme vorwiegend in Großen und mittleren Unternehmen vor. Im öffentlichen Sektor Gewinnt das Controlling sowie die doppelte Buchführung als wirtschaftliche Entscheidungskriterien zunehmend an Bedeutung.[2]

Der Begriff des Controllings selbst ist von dem Wort „to control“ abgeleitet und lässt sich am ehesten mit den Worten steuern, überwachen oder beeinflussen übersetzen.[3]Das Controlling ist ein Instrument zur Entscheidungsfindung in einem wirtschaftlichen Unternehmen. Es umfasst Methoden und Informationen für Planungs- und Kontrollpro- zesse und die Unterstützung und Koordination des Unternehmergeschehens. Hierbei wird grundsätzlich in das operative und das strategische Controlling differenziert. Das operative Controlling befasst sich mit quantifizierten Strategien für einen begrenzten Zeitraum mit einer Dauer von in der Regel ca. 1- 3 Jahre zur Steuerung des Unterneh­mens wohingegen das strategische Controlling ausgehend von den Zielen des Unternehmens grobe quantifizierte Zielstellungen erarbeitet, sowie konkrete Maßnah­men um diese zu erreichen. Im operativen Controlling werden vorwiegend die internen Unternehmensprozesse geplant, analysiert und auf die entsprechende Zielstellung hin­gesteuert. Typische Größen sind hier Kosten, Umsatz oder auch Deckungsbeiträge. Die festgelegten Langzeitziele im strategischen Controlling liegen ca. 3- 5 Jahre in der Zu­kunft.[4]Die Zielstellung eines Unternehmens durch das Controlling besteht zum einen in der Gewinnmaximierung, Liquiditätssicherung oder auch zur Kostendeckung sowie Anpassung an veränderte Marktsituationen.

Das strategische Controlling soll im Ganzen zur nachhaltigen Existenzsicherung des Unternehmens dienen und neben den quantifizierten Werten vor allem die qualifizierten Faktoren wie Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen mit einbeziehen.

II. Kennzahlen

In so ziemlich jedem wirtschaftlichen Unternehmen werden Kennzahlen selbst erarbei­tet oder zumindest angewendet. Problematisch hierbei ist, dass in den meisten Unternehmen oft die falschen Kennzahlen betrachtet oder zur Planung und Steuerung dieses herangezogen werden. Allzu oft werden nur vergangenheitsbezogene, finanzwirt­schaftliche Kennzahlen herangezogen. An nichtmonetären Kennzahlen mangelt es, oder die Unternehmen haben schlicht weg zu viele und ungeeignete Kennzahlen, getreu dem Leitsatz Quantität geht vor Qualität, wodurch sich eine Wirkungslosigkeit dieser fol­gert.[5]Dennoch ist es für die Führung eines Unternehmens unerlässlich aussagefähige Kennzahlen zu haben. Nur so kann rechtzeitig und richtig analysiert, gesteuert, reagiert und entsprechend agiert werden. Durch sie können zeitnah Abweichungen festgestellt und eine realistische Einschätzung der Unternehmenssituation gegeben werden.

1. Was sind Kennzahlen

Über das Verständnis von Kennzahlen gibt es in der Praxis und Literatur unter­schiedlichste Auffassungen. Grundsätzlich kann man Kennzahlen als präzise, dokumentierte und konzentrierte Form eines zahlenmäßig erfassten Sachverhaltes beschreiben, welcher eine Aussagekraft über die Entwicklung einer Unternehmung informieren und strategische Erfolgsfaktoren bilden kann.[6]Für die Bezeichnung Kennzahl gibt es in der Literatur unterschiedlichste Begrifflichkeiten wie Kennzif­fer, Schlüsselzahl, Schlüsselgröße, Richtzahl, Messzahl oder auch Ratio.[7]

In kurzen Worten kann man nun, trotz differenzierter Bezeichnungen, zusammen­fassen, dass Kennzahlen einen quantitativ messbaren Sachverhalt konzentriert zusammengefasst wiedergeben um die Aktivitäten einer Unternehmung nachvoll­ziehbar, überschaubar und vergleichbar zu machen.

2. Arten von Kennzahlen

Wie bereits angedeutet, gibt es eine Vielzahl von Kennzahlen in den verschiedens­ten Unternehmungen. Gemein haben diese alle, dass sie ihrer Art nach in Einzelkennzahlen und Kennzahlensysteme gegliedert sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Kennzahlen[8]

Einzelkennzahlen setzen sich aus Absolutzahlen und Verhältniszahlen zusammen.

Die Erstgenannten werden, wie in der Abbildung 1 ersichtlich, differenziert nach Einzelzahlen (z.B. Umsatz), Summen (z.B. Bilanzsumme), Differenzen (z.B. Be­triebsergebnis) und Mittelwerte (z.B. durchschnittliche Materialverbrauch). Die Absolutzahlen sind kurz gefasst Bestandsgrößen oder Differenzen.

Bei den Verhältniszahlen als Teil der Einzelkennzahlen handelt es sich um eine rela­tive Größe, welche Sachverhalte miteinander in Beziehung setzen. Verhältniszahlen bauen immer auf absolute Zahlen auf und werden, wie in der obigen Abbildung er­sichtlich in Gliederungs-, Beziehungs- und Indexzahlen differenziert.[9]

[...]


[1]Siehe Zumwinkel, Klaus, Zitat von der Internetseite http://www.wirtschaftszitate.de/thema/kennzahlen.php Download am 03.12.2010

[2]Vgl. Bachmann, Controlling f. d. Öffentliche Verwaltung, 1. Auflage 2004 S. 133

[3]vgl. Bachmann, Controlling f. d. Öffentliche Verwaltung, 1. Auflage 2004 S.129

[4]vgl. Bachmann, Controlling f. d. Öffentliche Verwaltung, 1. Auflage 2004 S.130-131

[5]vgl. Preißler, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 2008, S.3

[6]vgl. Preißler, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 2008, S.11

[7]Vgl. Preißler, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 2008, S. 11

[8]Siehe Grafik Preißler, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 2008, S.12

[9]vgl. Preißler, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 2008, S. 13-16

Details

Seiten
25
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640868346
ISBN (Buch)
9783640868292
Dateigröße
706 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168677
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,0
Schlagworte
kennzahlen bedeutung controlling

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