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Konfliktmanagement - Analyse von Konflikten und Eskalationsstufen mit Lösungsweg

Seminararbeit 2010 13 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Aufbau meiner Arbeit

Definition

Konflikttypen bzw. Arten

Konflikttypen nach Satir

Konflikttypen nach Glasl

Die Ursachen eines Konflikts

Konfliktverlauf

Die 9 Stufen der Konflikteskalation nach Glasl

Konfliktlosung: Harvard Methode

Quellenverzeichnis

Einleitung

Heutzutage sind Konflikte bei Projekten, Gruppenarbeiten, aber auch im Privatleben nicht mehr vermeidbar. Konflikte gehoren zur Tagesordnung unseres Lebens. Wie schon der Audi-Chef Franz-Josef Paefgen sagte in einem Interview uber die momentane Automobilkonjunktur, das Konflikte vorprogrammiert sind. Sie gehoren zum menschlichen Leben und es gibt wahrscheinlich niemanden, der in einer Organisation oder einem Unter- nehmen tatig ist und nicht schon in Konflikte involviert oder verwickelt war.

Besonders im Rahmen von Gruppenarbeiten kann es zu Konflikten kom- men. Grundsatzlich sollte das Ziel sein, Konflikte zu verhindern, jedoch sollte man auch beachten, dass Konflikte auch motivierend sein konnen und die Kreativitat jedes einzelnen fordern kann bei Krisensituation in Teamarbeiten. Weiteres zeigen Konflikte auch Diskrepanzen, Uneinigkei- ten, Probleme und Fehlern bei Projekten auf.

„Entscheidend ist, dass Konflikte nicht weiter eskalieren.

Konstruktive Konfliktbearbeitung dient dazu, dies zu verhin­dern" (Philipp etal. 2002).

Eine generelle Problematik bei der Definition des Begriffs Konflikt ist die Vermischung von Beschreibung und Bewertung. Denn, nicht der Konflikt ist„gut" oder „schlecht" an sich, sondern die Konfliktaustragungsform ist funktional oder dysfunktional.

Das Ziel des Konfliktmanagement sollte sein, einen entstandenen Konflikt fur beide Parteien eine WIN-WIN Situation schaffen und den Konflikt auch so schnell wie moglich losen.

Aufbau meiner Arbeit

Das Ziel meiner Arbeit besteht darin, das Konfliktmanagement naher zu betrachten und zu beschreiben. Sowie auch die Vorgehensweise bei einem Konflikt. Meine Arbeit setzt sich aus 6 kleinen Kapiteln zusammen.

Als erstes werde ich den Begriff Konflikt erklaren und definieren anhand unterschiedlicher Definitionen. Weiteres werden auch die Konflikttypen analysiert. Anhand dieser Konfliktarten werden die wichtigsten Ursachen eines Konflikts dargestellt.

Und zusatzlich werden auch die Konflikttypen anhand von Satir und Glasl prasentiert. SchlieBlich wird der Konfliktverlauf analysiert und auch die 9 Stufen der Konflikteskalation von Glasl naher betrachtet. Als Abschluss wird die Harvard Management Methode erklart und zusammengefasst, die fur die Konfliktlosung sehr haufig dient.

Unter anderem soll auch aufgezeigt werden, was einen Konflikt ausmacht, welche Konfliktfelder und-typen es gibt und wie Konfliktmanagement in Konflikten wirksam werden kann.

Definition

In diesem Kapitel befasse ich mich mit dem Begriff Konflikt. Dies ist keine leicht Angelegenheit, da ein Konflikt sehr viele unterschiedliche Ursachen aufweisen kann.

Das Wort Konflikt stammt von dem lateinischen Wort „conflictus", uber- setzt bedeutet es Kampf oder ZusammenstoG.

In der von mir recherchierten Definition, handelt es sich aber dabei um soziale Konflikte. Daher kann ich diesem Fall, nur Friedrich Glasl - ein be- ruhmter osterreichischer Okonom - seine Definition eines Konflikts zitie- ren:

"Sozialer Konflikt ist eine Interaktion zwischen Aktoren (Individuen, Gruppen, Organisationen usw.), wobei wenigstens ein Aktor Unver- einbarkeiten im Denken/ Vorstellen/ Wahrnehmen und/ oder Fuh- len und/ oder Wollen mit dem anderen Aktor (den anderen Akto­ren) in der Art erlebt, - dass im Realisieren eine Beeintrachtigung durch einen anderen Aktor (die anderen Aktoren) erfolge."

Hierbei beschreibt Glasl, dass ein Konflikt mindestens 2 Personen haben muss, und es muss mindestens ein Beteiligter eine Unvereinbarkeit im Denken, Wahrnehmen, Fuhlen und/oder mit der anderen Person erlebt haben. Das resultierende Ergebnis aus einer solchen Uneinigkeit ist ein sozialer Konflikt.

Berkel beschreib einen Konflikt etwas anders als Glasl, er definiert einen Konflikt als Hindernis fur die Zielerreichung, jedoch durch aus verstand- lich:

"Wir definieren Konflikt als eine Eigenschaft eines Systems, in dem es miteinander unvereinbare Zielvorstellungen gibt, so dass das Er- reichen des einen Zieles das Erreichen des anderen ausschlieBen wurde." (Berkel 1999)

Konfliktsituationen

Stehen sich mindestens zwei verschiedene Ansichten oder Interessen un- vereinbar gegenuber, liegt eine Konfliktsituation vor. Dies ist moglich

- innerhalb und zwischen Personen (Seelische, Beziehungs-, Weltan- schauungs-, Kultur-, Interessen-Konflikte),
- innerhalb und zwischen Gruppen, Unternehmen, Organisationen
-Beziehungs-, Weltanschauungs-, Kultur-, Interessen-Konflikte),
- innerhalb und zwischen Gesellschaften und Staaten (Weltan­schauungs-, Kultur-, Interessen-Konflikte) sowie,
- nicht zuletzt, zwischen einzelnen Personen und diesen Zusam- menschlussen.
-ur Abgrenzung eines Konflikts muss man zusatzlich erwahnt werden, dass kein sozialer Konflikt vorliegt, wenn folgende Situationen gegeben sind:
- Unvereinbarkeiten nur im kognitiven Bereich (Unterschiede konnen ohne Feindschaft voll bewusst sein!)
- Unvereinbarkeiten nur im Fuhlen (emotionale Gegensatze, Ambiva- lenz (Sympathie und Antipathie gleichzeitig) )
- Unvereinbarkeit im Wollen (Antagonismen). Zusammen mit Ge- fuhlsgegensatzen bedeutet dies Krise
- Unvereinbares Verhalten (beeintrachtigendes Verhalten, z.B. auf die FuBe treten ohne Absichten, Gefuhle, Vorstellungen: dies ist ein In- zident (das Erklaren der wahren Absichten bringt Entspannung)

Konflikte sind auch nie statisch, sie sind immer dynamisch. Konflikte kon­nen jederzeit geandert werden, anhand des Bewusstseins der Akteure.

Konflikttypen bzw. Arten

Um einen Konflikt zu analysieren, muss man zuerst die verschiedenen Ar­ten eines Konflikts aufzeigen. Dies bedeutet im Konfliktmanagement, die Konflikte zu systematisieren und die Konflikte verschiedenen Typen zuzu- ordnen. Diese Konflikte werden im Allgemeinen in dieser Weise unterteilt:

- Innerseelische Konflikte
- Sachkonflikte
- Beziehungskonflikte
- Rollenkonflikte
- Verteilungskonflikte
- Zielkonflikte
- Beurteilungs- bzw. Wahrnehmungskonflikte Innerseelische Konflikte

Diese Art von Konflikt entwickelt sich im sogenannten „Inneren" der Per­son. Diese Konflikte konnen sich schon in der Kindheit und Pubertat entwi- ckeln. In diesem Sinne kann man auch sagen, dass innerseelischen Kon­flikte meist von „AuBen" mitentwickelt werden. „AuBen" wird hierbei defi- niert, das personliche Umfeld, Familie, Freunde, Schule, Ausbildung,..usw. Jedoch kann man bei dieser Art von Konflikten, nicht mit den ublichen Me- thoden der Konfliktlosung helfen, sondern hierbei muss die jeweilige Per­son einen Therapeuten aufsuchen um die innerseelischen Konflikte zu lo- sen.

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Details

Seiten
13
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640855827
Dateigröße
2.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168507
Institution / Hochschule
FH OÖ Standort Steyr
Note
Sehr gut
Schlagworte
konfliktmanagement analyse konflikten eskalationsstufen lösungsweg sehr

Autor

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Titel: Konfliktmanagement - Analyse von Konflikten und Eskalationsstufen mit Lösungsweg