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Strategisches Beteiligungscontrolling - grundsätzliche Aufgaben aus Konzernsicht unter besonderer Berücksichtigung der Lebenszyklusphasen einer Beteiligung

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 20 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1. DEFINITIONEN
l.l. CONTROLLING
l.2. DER KONZERN
l.3. BETEILIGUNGSBEGRIFF
1.3.1. Juristische Definition
1.3.2. Betriebswirtschaftliche Definition

2. BETEILIGUNGSCONTROLLING
2.l. DEFINITIONEN BETEILIGUNGSCONTROLLING
2.2. ZIELE DES BETEILIGUNGSCONTROLLINGS
2.4. LEBENSZYKLUSPHASEN VON BETEILIGUNGEN

3. AUFGABEN DES STRATEGISCHEN CONTROLLINGS IN DEN LEBENSZYKLUSPHASEN VON BETEILIGUNGEN
3.l. AKQUISITION
3.1.1. Akquisitionsstrategie
3.1.2. Analyse und Vorbereitung
3.1.3. Suche und Kontaktaufnahme
3.1.4. Beurteilung und Auswahl
3.1.5. Closing
3.2. INTEGRATION
3.2.1. Aufgaben der Integration
3.2.2. Risiken in der Integrationsphase
3.3. BETEILIGUNGSPHASE
3.3.1. Aufgaben des laufenden Beteiligungscontrollings
3.3.2. Planungs- und Berichtswesen
3.4. DESINVESTITION
3.4.1. Aufgaben des Desinvestitionscontrollings
3.4.2. Erfolgskontrolle von Desinvestitionen

4. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abbildung l: Beteiligungslebenszyklus nach Krüger, (Quelle: Eigene Darstellung nach Krüger, (l996) S.74.)

Abbildung 2: Beteiligungslebenszyklus nach Dieckhaus, (Quelle: Eigene Darstel- lung nach Dieckhaus, (l993), S. l84.)

Abbildung 3: Auslösende Faktoren für eine Desinvestitionsentscheidung, (Quel- le:. Eigene Darstellung nach Böllhoff/ Brast (2OO9); in Anlehnung an Gusinde, (2OOO), S. 29.)

1. Einleitung

Fragen der Steuerung von Beteiligungen haben aufgrund der wichtigen Rolle von Konzernen in der Praxis marktwirtschaftlicher Wirtschaftssysteme hohe Relevanz. Schätzungen zufolge sind bei weiter steigender Tendenz rund 9O % der Aktien- gesellschaften und knapp die Hälfte der Gesellschaften mit beschränkter Haftung in Deutschland konzernverbunden.l

Ziel dieser Arbeit ist es, die grundsätzlichen Aufgaben des Beteiligungscontrol- lings aufzuzeigen und dabei besonders auf die Aufgaben des Controllings in den Lebenszyklusphasen einer Beteiligung einzugehen.

2. Definitionen

2.1. Controlling

Als Instrument der Unternehmensführung, hat das Controlling die Aufgabe, die Aktivitäten aller Unternehmensteilbereiche, sowohl in sachlicher als auch in zeit- licher Hinsicht im Sinne der Unternehmensziele abzustimmen. 2 Die grundlegende Aufgabe des Controllings besteht in der Informations-versorgung und Sicherstel- lung ergebnisorientierter Planung, Steuerung und auch Überwachung des gesam- ten Unternehmensgeschehens.3

Operatives und strategisches Controlling haben verschiedene Zielsetzungen. Das strategische Controlling ist langfristig angelegt, während das operative Control- ling einen kurzfristigen bis mittelfristigen Betrachtungszeitraum hat. Das operati- ve Controlling ist auf Gewinnsicherung ausgerichtet und befasst sich mit Erträ- gen, Aufwendungen, Leistungen und Kosten.

Das Strategische Controlling ist auf Existenzsicherung ausgerichtet und befasst sich mit dem Unternehmensumfeld aus dem sich Chancen und Risiken ergeben und dem Unternehmen aus dem sich Stärken und Schwächen ergeben.4

Das operative Controlling arbeitet im Wesentlichen mit Fakten und Zahlen aus der Vergangenheit und Gegenwart und wertet diese aus. Dahingegen ist es Aufga- be des Strategischen Controllings Ist-Werte zu interpretieren, um langfristig für zukünftige Perioden zu planen.5

2.2. Der Konzern

„Betriebswirtschaftlich gesehen besteht ein Konzern aus mindestens zwei rech- tlich selbständigen Unternehmungen, die als wirtschaftliche Einheit ein gemein- sames Ziel verfolgen.“6

Gesetzlich ist der Begriff „Konzern“ im Aktienrecht nach § l8 geregelt, im Han- delsrecht gibt es keine eigene Definition. Das HGB definiert indirekt nach

§ 27l Abs. 2 wann verbundene Unternehmen als Mutter- und Tochterunterneh- men gelten und nach HGB § 29O Abs. l und 2 in den Konzernabschluss des Mut- terunternehmens mit einbezogen werden müssen.7 8 „Bemerkenswert ist jedoch, dass die meisten Bestimmungen nicht an den Konzernbegriff sondern an das Be- stehen von Verbunden Unternehmen anknüpfen (§ l5 AktG).“9

Unter dem Begriff Verbundene Unternehmen werden das bereits genannte Kon- zernunternehmen (§ l8 AktG), Abhängigkeitsverhältnisse (§ l7 AktG), Mehr- heitsbeteiligungen (§ l6 AktG), Wechselseitigebeteiligungen (§ l9 AktG) und schuldrechtliche Verträge in Form von Beherrschungs- und Gewinnabführungs- vertragen verstanden.lO

2.3. Beteiligungsbegriff

2.3.1. Juristische Definition

Nach § 27l Abs. l Satz l HGB wird unter einer Beteiligung die (Kapital-) Anteile an einem Unternehmen, welche bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu jenem Unternehmen zu dienen, verstanden. ll Von einer Beteiligung wird bereits gesprochen, wenn die Anteile 2O % des Nennkapitals überschreiten (§ 27l Abs. l Satz 3 HGB).l2

2.3.2. Betriebswirtschaftliche Definition

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird eine Beteiligung als Anteil am Kapital einer Personen- oder Kapitalgesellschaft verstanden und durch folgende Kriterien näher definiert:l3

- Möglichkeit, auf Einflussnahmen der Unternehmenspolitik
- Recht auf Anteil am Bilanzgewinn
- Pflicht zur Haftung, in Höhe des anteiligen nominellen Kapitals
- Recht auf Anteil am Liquidationserlösl4

3. Beteiligungscontrolling

3.1. Definitionen Beteiligungscontrolling

Beteiligungscontrolling ist die Koordination von komplexen Unternehmens- strukturen unter Berücksichtigung individuellen Führungsphilosophien mittels der Unterstützung und der Steuerung durch Planung und Kontrolle aller Unterneh- mensverbindungen, welche eine nachhaltige Einflussnahme erlauben.l5

[...]


1 Vgl. Eckey (2006), S.f.

2 Vgl. HansƒWarschburger (2009), S. 4.

3 Vgl. HahnƒHungenberg (200f), S. 272

4 Vgl. Buchholz (2009), S. 43 ff.

5 Vgl. Preißler (2007), S. f9.

6 Biegƒ Kußmaul (2006), S. 348.

7 Vgl. Vogler (2009), S. f3.

8 Vgl. BurgerƒUlbrich (2005), S. 24.

9 Burgerƒ Ulbrich (2005), S. 24.

10 Vgl. Burgerƒ Ulbrich (2005), S. 24.

11 Vgl. Eckey (2006), S. 30.

12 Vgl. Burgerƒ Ulbrich (2005), S. 6.

13 Vgl. Vogler (2009), S. f2.

14 Vgl. Burgerƒ Ulbrich (2005), S. 7.

15 Vgl. Burgerƒ Ulbrich (2005), S. 87.

Details

Seiten
20
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640850051
ISBN (Buch)
9783640850334
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v168103
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
2,0
Schlagworte
Controlling Akquisition Beteiligung Due Diligence Closing desinvestition Beteiligungscontrolling Lebenszyklusphasen Beteiligungsphase Integration Konzern

Autor

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