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Soziale Unterstützungsmöglichkeiten durch psychosoziale Beratung für Menschen mit Krebs

Unter besonderer Berücksichtigung einer empirischen Studie in Kooperation mit dem Tumorzentrum „Südharz e.V.“

Diplomarbeit 2008 93 Seiten

Soziologie - Medizin und Gesundheit

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medizinische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung Krebs
2.1.1 Pathologie der Zelle
2.1.2 Ursachen von Krebserkrankungen
2.1.3 Epidemiologie
2.2 Medizinische Versorgung
2.2.1 Operation
2.2.2 Bestrahlung
2.2.3 Medikamentöse Behandlung
2.2.4 Tumornachsorge

3. Krankheitskonzepte und Krankheitsverarbeitung
3.1 Gesundheit und Krankheit
3.2 Krankheitsmodelle
3.2.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell
3.2.2 Das psychosomatische Krankheitsmodell
3.2.3 Das Streß-Modell
3.2.4 Das Verhaltensmodell von Krankheit
3.2.5 Das sozioökonomische Krankheitsmodell
3.2.6 Das Risikofaktoren-Modell
3.3 Krankheitsverarbeitung
3.3.1 Krankheitsbewältigung
3.3.1.1 Das Coping-Modell
3.3.1.2 Das Konzept der Abwehr
3.3.2 Zusammenhang von Coping- und Abwehrkonzept

4. Belastungen für Menschen mit einer Krebserkrankung
4.1 Diagnosemitteilung
4.2 Krankheitsbewältigung bei Krebskranken
4.3 Krankheitsverarbeitung im Verlauf

5. Beratung
5.1 Beratungsansätze in Deutschland Ein geschichtlicher Rückblick
5.2 Psychosoziale Beratung
5.2.1 Klientenorientierte Gesprächsführung
5.2.2 Die Beratungsbeziehung
5.3 Psychosoziale Beratung in der Onkologie
5.3.1 Konzept zur psychosozialen Beratung in der Onkologie
5.3.1.1 Leistungen
5.3.1.2 Tätigkeitsfelder
5.3.1.3 Strukturqualität
5.3.1.4 Personalausstattung
5.3.1.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
5.3.1.6 Qualitätssicherung
5.3.2 Anforderungen an Mitarbeiter im psychoonkologischen Bereich

6. Unterstützende Angebote innerhalb der Krebsberatung
6.1 Sozialrechtliche Beratung
6.1.1 Zuzahlungen
6.1.2 Schwerbehindertenrecht
6.2 Wirtschaftliche und finanzielle Beratung
6.2.1 Lohnersatzzahlungen
6.2.2 Krankengeld
6.2.3 Übergangsgeld
6.2.4 Härtefonds der Deutschen Krebshilfe
6.2.5 Erwerbsminderungsrente
6.2.6 Wiedereingliederung in den Beruf
6.3 Medizinische Rehabilitationsmaßnahme
6.3.1 Anschlussrehabilitation (AR)
6.3.2 Onkologische Rehabilitation
6.3.3 Nach-, Festigungs- und Rehabilitationskuren
6.4 Soziale Pflegeversicherung
6.4.1 Pflegebedürftigkeit
6.4.2 Pflegestufen
6.5 Selbstbestimmungsrecht

7. Tumorzentrum „Südharz e.V.“
7.1 Psychosoziale Beratungsstelle
7.2 Statistische Daten der Psychosozialen Beratungsstelle

8. Zum Anliegen der Klientenbefragung

9. Klientenbefragung in Kooperation mit dem Tumorzentrum „Südharz e.V.“
9.1 Vorüberlegungen
9.1.1 Entscheidung für die quantitative Methoden der Befragung
9.1.2 Mögliche Vor- und Nachteile einer schriftlichen Befragung
9.1.3 Qualitätsstandards der empirischen Sozialforschung
9.2 Ausgangssituation
9.3 Vorgehensweise
9.3.1 Fragebogenkonstruktion
9.3.2 Fragebogenstruktur
9.4 Verteilung und Rücklaufquoten

10. Auswertung
10.1 Erster Teil - Allgemeiner Teil
10.1.1 Auswertung Fragen 01-04
10.1.2 Zusammenfassung
10.2 Zweiter Teil - Fragen zur Erkrankung
10.2.1 Auswertung Fragen 05-09
10.2.2 Zusammenfassung
10.3 Dritter Teil - Beratungsstelle Tumorzentrum Nordhausen
10.3.1 Auswertung Fragen 10-15b
10.3.2 Zusammenfassung
10.4 Vierter Teil - Beurteilung der Beratung
10.4.1 Auswertung Fragen 16-22
10.4.2 Zusammenfassung
10.5 Anmerkung zu den offenen Fragen

11. Hypothesenbewertung und Diskussion

12. Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Grundgedanken

Befremdend jedes Anzeichen einer Veränderung, die in den kleinsten Bausteinen unseres Körpers beginnt. Beängstigend jede Vermutung, die der Arzt offenbart. Ohnmacht bringt das Testergebnis. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten die Diagnose Krebs. Dieses Schicksal ereilt, nach Angabe der Gesellschaft des epidemiologi- schen Krebsregister, jährlich ca. 424.250 Frauen und Männer in Deutschland.1

Was bedeutet es für einen Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert zu werden? - Ein Angriff auf das Leben, den der Mensch zu selten gewinnt. Es ist eine Übernahme aller Lebensbereiche, für deren Befreiung nicht immer die Kraft reicht. Um nicht zu kapitulieren, forschen Wissenschaftler intensivst. Die Medi- zin ist immerwährend auf der Suche nach Antworten, um den Masterplan zu prä- sentieren. Und der Staat baut in seinem sozialen Verständnis und Engagement Brücken, setzt Wegweiser, um Betroffenen und Angehörigen zu helfen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Unterstützungsmöglichkeiten durch psychosoziale Beratung für Krebskranke und soll begleitend einen Über- blick über die medizinischen Bemühungen und Forschungsansätze geben. Um einen Praxisbezug herzustellen, wurde in Kooperation mit dem Tumorzentrum „Südharz e.V.“ eine Befragung durchgeführt. Die in der Klientenbefragung lie- genden Erkenntnisse bilden einen Schnittpunkt zwischen Theorie und Praxis. Mit Hilfe der durchgeführten empirischen Studie soll die Bedeutung psychosozialer Beratungsstellen belegt werden. In diesem Zusammenhang ist die Rolle des Bera- ters2 und das damit verbundene Anforderungsprofil an seine Person darzulegen und zu charakterisieren.

Zur Struktur der Arbeit

Im ersten Teil der Arbeit wird der Leser an das Thema Krebserkrankungen her- angeführt. Dafür werden medizinische Grundlagen in der Entstehung von Krebs, den Ursachen und der Epidemiologie gegeben und die aktuellen Behandlungs- formen zur Bekämpfung von Krebs dargelegt. Gliederungspunkt drei beschäftigt sich mit den für die Krebsentstehung relevanten Krankheitsmodellen und der Krankheitsbewältigung. In diesem Zusammenhang werden die Begriffe Gesund- heit und Krankheit definiert.

Der zweite Teil der Arbeit befasst sich einleitend mit den Belastungen für Men- schen mit einer Krebserkrankung, wobei die zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen der Krankheitsverarbeitung und Krankheitsbewältigung in Bezug ge- setzt werden. Im Gliederungspunkt fünf wird die Beratung als Methode in der Sozialen Arbeit vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die psychosoziale Bera- tung und die Anwendung dieser in der Onkologie. Anschließend werden unter- stützende Angebote innerhalb der Krebsberatung aufgezeigt und erläutert, um eine Grundlage zum besseren Verständnis der sich anschließenden empirischen Untersuchung zu schaffen.

Die Klientenbefragung zur Beratungsstelle des Tumorzentrums Südharz e.V. bil- det den dritten Teil der Arbeit. Dafür wird zunächst in Punkt sieben die Einrich- tung vorgestellt. Das Anliegen der Klientenbefragung und die damit verbundene Hypothesenbildung werden im Gliederungspunkt acht definiert. Der neunte Punkt beschreibt die Wahl und Entwicklung des Datenerhebungsinstrumentes, einschließlich der Ausgangssituation und Vorgehensweise für die empirische Stu- die. Die Auswertung der Klientenbefragung erfolgt im Gliederungspunkt zehn. Abschließend werden die aufgestellten Hypothesen gemäß ihrer Gültigkeit be- wertet und diskutiert.

Medizinische Grundlagen

2. Medizinische Grundlagen

Um Menschen mit einer Krebserkrankung zu begleiten und Hilfestellungen für den Umgang mit dieser Erkrankung zu geben, ist es notwendig sich zunächst detaillierter mit dem Krankheitsbild vertraut zu machen.

2.1 Begriffsbestimmung Krebs

Die kleinste Organisationseinheit des Lebens ist die Zelle. Hier entsteht der Krebs. Jedes Organ unseres Organismus besteht aus Zellen, die ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen. Zellen haben nur eine bestimmte Lebensdauer und werden nach dem Absterben durch neu gebildete Zellen ersetzt. Im gesunden Organis- mus werden die Neubildungen von Zellen durch Steuervorgänge geregelt. Diese Steuerung kann außer Kontrolle geraten und neue Zellen entstehen, die im Or- ganismus keine Funktion erfüllen. Es kommt zu einer Gewebevermehrung.3

Aus dem alltäglichen Sprachgebrauch sind uns verschiede Begriffe für eine Krebserkrankung bekannt. Einige Bezeichnungen aus der Medizin sind zum Bei- spiel: echte Neubildungen, Neoplasma, Geschwülste, Gewächs oder auch Tumor. In der Medizin bezeichnet das Fachgebiet der Onkologie die Lehre von den Ge- schwülsten. Diese sind örtliche, irreversible und autonome Wachstumsexzesse von körpereigenen Zellen. Geschwülste verhalten sich zum Organismus parasitär. Kennzeichnend für einen Tumor ist, dass er aus körpereigenen Zellen entsteht, jedoch nicht aus jeder Zelle. Außerdem steht er außerhalb der normalen zellulä- ren und humoralen Regulations- und Steuerungsvorgängen des Organismus. Das bedeutet, der Tumor besitz Autonomie. Ein Tumor hat keine spontane Rückbil- dungsfähigkeit und verkleinert sich nicht ohne medizinisches Eingreifen. Er ent- wickelt sich auf Kosten des gesamten Organismus.4

In der Medizin werden verschiedene Endungen bzw. Begriffe für die Kennzeichnung gutartiger und bösartiger Tumore unterschieden. Die Kennzeichnung gutartiger Tumore erfolgt durch das Anhängen der Silbe „-om“ an den Namen des Ausgangsgewebes. Eine gutartige Geschwulst zum Beispiel, die sich am Muskelgewebe befindet, bekommt die Bezeichnung Myom. Für bösartige Geschwülste werden die Begriffe Karzinom und Sarkom verwendet.5

Um verstehen zu können, warum es zu Störungen innerhalb des Organismus kommen kann, ist es hilfreich, die Pathologie der Zelle zu erfassen.

2.1.1 Pathologie der Zelle

Die Zelle besitzt zahlreiche Möglichkeiten, sich an veränderte Umweltbedingun- gen anzupassen. Sie ist in der Lage, äußere Störungen auszugleichen und so das System in gewissen Grenzen stabil zu halten. Der Zellaufbau ist ein komplexes System. Die Grundelemente sind der Zellkern mit dem Karyoplasma, der Nukleolus und der Kernmembran. Wei- tere Bestandteile bilden das endoplasmatische Retikulum, der Golgi-Komplex, Mito- chondrien, Lysosomen, Mi- krobodies, Grundplasma und die Plasmamembran. Die ne- benstehende Grafik6 soll den Aufbau veranschaulichen.

Die Zelle ist Träger und Überträger der Erbanlagen, steuert fast alle Stoffwech- selvorgänge und dient als Transportweg für Wasser und Stoffwechselsubstanzen. Trotz des umfangreichen Wissens über die Zelle sind die Beziehungen der Zell- bestandteile untereinander und ihre Bewertung noch Gegenstand intensiver For- schung. Neben der Anpassungsfähigkeit der Zelle an veränderte Bedingungen, kann es auf der anderen Seite zur ihrer Schädigung oder sogar zum Zelltod kommen.

Pathologische Veränderungen der Zelle können sein: Störung der Zellteilung, Störung des Zellstoffwechsels, Apoptose: Zelltod durch Erschöpfung von genetischen Informationen, Nekrose: Zelltod durch nicht kompensierbare Störgrößen, unreguliertes Wachstum durch Zunahme der Zellenanzahl, unreguliertes Wachstum durch Volumenzunahmen der Zellen.7

Für die Tumorbildung ist das unregulierte Zellwachstum kennzeichnend. Des Weiteren neigen bösartige Tumore zur Entwicklung von Tochtergeschwülsten, die nach der Verschleppung von Zellen des Primärtumors an einer anderen Stelle im Organismus auftreten. Dieser Vorgang wird als Metastasierung bezeichnet.8

2.1.2 Ursachen von Krebserkrankungen

Seitens der Forschung gibt es bisher keine einheitliche und gesicherte Theorie zur Krebsentstehung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in 75 Prozent aller menschlichen Krebserkrankungen Umweltbedingungen eine Rolle spielen. Ein Zusammenhang zwischen Ursache und Krebsentstehung wird zum Beispiel für das Rauchen und den Lungenkrebs angenommen. Die Krebsentstehung, genannt Kanzerogenese, ist ein mehrstufiger Prozess, der auf Veränderungen im Genom der betroffenen Zelle beruht. Die genetischen Veränderungen bestehen in der Aktivierung zellulärer Regulatorgene und im Verlust von negativ regulierenden Kontrollgenen. Daher kommt es zu einem gestörten Ablauf von Differenzie- rungsprogrammen. Die Ursachen dafür können in Gruppen zusammengefasst werden.

Zum einem gibt es die Gruppe der exogenen Ursachen. Hierzu zählen physikalische Reize, wie mechanische Reize, Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlen und UV-Strahlen. Eine weitere Gruppe der exogenen Ursachen sind chemische Faktoren. Zur Zeit sind etwa 1500 chemische Substanzen bekannt, die eine kanzerogene Wirkung aufweisen. Diese werden im Körper umgewandelt, um ihre malignisierende Wirkung zu entfalten. Sie beeinflussen das Wachstum der Zellen und ihre Bindung an die DNA führt zur Veränderung genetischer Informationen. Weiterhin zählen Parasiten und Viren zu den exogenen Ursachen. Ihre kanzerogene Wirkung ist jedoch in der Medizin umstritten.

Die zweite Gruppe sind die endogenen Ursachen. In der Medizin sind Vorgänge im Organismus bekannt, die eine neoplastische Umwandlung der Zelle zur Folge haben können. Einen weiteren endogenen Faktor stellt die Vererbung dar. Es ist bekannt, dass bei Nachkommen tumorfreier Eltern weniger Krebserkrankungen auftreten als bei Nachkommen krebserkrankter Eltern. Dabei ist zu beachten, dass nicht der Tumor selbst vererbt wird, sondern die Neigung den Tumor zu entwickeln.9

2.1.3 Epidemiologie

Die allgemeine Krebsmorbidität hat in allen Ländern stark zugenommen. Ursa- chen dafür sehen die Forscher in der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung, der besseren medizinischen Diagnostik und in der Zunahme von krebserregen- den Stoffen.10 Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO, erkranken jedes Jahr etwa neun Millionen Menschen an Krebs. Es ist mittlerweile die zweit häufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen.11 Die Neuerkrankungen pro Jahr liegen bei ungefähr 218.250 Männern und 206.000 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für beide Geschlechter bei etwa 69 Jahren. Das mittlere Sterbealter an Krebs liegt für Männer bei ca.71 Jahren und bei ca.76 Jahren für Frauen. Im europäischen Vergleich der jährlichen Neuerkrankungen liegt Deutschland im oberen Drittel.12

Die durchschnittliche Krebstodesrate ist bei Männern höher als bei Frauen. Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, ist bei beiden Geschlechtern gleich. Krebs kann sich in jedem Alter entwickeln. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter an.13 Bei Kindern zwischen ein bis fünf Jahren ist Krebs die dritthäufigste Todesursache. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und fünf- zehn Jahren ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Die häufigsten Krebsar- ten in diesem Altersabschnitt sind Leukämien, bösartige Neubildungen des Ner- vensystems und Lymphome.14

Vorhandene Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit auf internationaler Ebene sind größtenteils Folge der unterschiedlichen Umweltbedingungen. Hierbei sind vor allem verschiedene Lebensgewohnheiten, wie Rauchen oder Anzahl der Schwangerschaften und verschiedene Essgewohnheiten, wie Alkoholkonsum oder die Zubereitung bestimmter Getränke von Bedeutung.

2.2 Medizinische Versorgung

Voraussetzung für die Krebsdiagnose ist eine mikroskopische Untersuchung von entnommenen Gewebe. Entscheidend für eine erfolgreiche Krebstherapie ist die genaue Klassifikation nach Größe und Ausdehnung des Tumors, Befall von Lymphknoten und vorhandener Metastasierung.15 Zu den herkömmlichen medi- zinischen Behandlungsformen bei Krebs gehören Operation, Bestrahlung und die medikamentöse Therapie.

2.2.1 Operation

Die erste Maßnahme zur Bekämpfung eines Tumors ist oft die Operation. Diese hat das Ziel, dass Krebsgewebe vollständig zu entfernen. Um sicherzustellen das alle Zellen des kranken Gewebes entfernt wurden, ist es notwendig, auch einen Teil des gesunden Gewebes zu entfernen. Die Ausdehnung des Tumors wird hierbei ebenfalls beurteilt. Bei Krebspatienten, deren Tumor in der Nähe von Lymphknoten sitzt, werden bei der Operation auch diese entfernt. Dies dient der Vorbeugung, um so eine mögliche Metastasierung zu verhindern. An die Operation schließt sich eine histologische Untersuchung des Krebsgewebes an. Daraus ergibt sich der weitere Behandlungsplan.16

Nicht alle Tumore können operativ entfernt werden. Bei Patienten mit einen fortgeschrittenen Tumor oder Metastasierung ist das oberste Ziel die Beschwerden zu lindern. Die Operation strebt hier nicht mehr die Heilung an, sondern das Aufrechterhalten der Lebensqualität und die Verlängerung der Lebenszeit. In der Medizin wird dann von einer palliativen Therapie gesprochen.

2.2.2 Bestrahlung

Die Bestrahlung kommt zum Einsatz, um Tumorzellen gezielt abzutöten. Sie kann allein oder in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Eine Bestrahlung kann vor einer Operation angewandt werden, um den Tumor zu verkleinern und nach einer Operation um eventuell verbliebene Krebszellen zu zerstören. Die Strahlentherapie wird ebenfalls zur Schmerzlinde- rung eingesetzt. Es gibt verschiedene Strahlenarten, die zur Bekämpfung der Krebszellen genutzt werden. Treffen diese Strahlen auf Zellgewebe, kommt es zu einer Veränderung innerhalb der Zellen. Bei der Strahlentherapie wird versucht nur das kranke Gewebe zu treffen, was nicht immer möglich ist. Durch die Auf- teilung der Strahlendosis in kleine Strahlenmengen können gesunde Zellen sich in den Bestrahlungspausen erholen. Häufige Nebenwirkungen bei der Strahlenthe- rapie sind Übelkeit, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und örtliche Hautreakti- onen.17

2.2.3 Medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung zählen Chemotherapie, Hormonbehandlung, biologische Therapie und die Immuntherapie.

Bei der Chemotherapie werden dem Patienten Medikamente verabreicht, welche die Krebszellen zerstören sollen. Diese Zytostatika können in Form von Infusio- nen, Spritzen oder Tabletten verabreicht werden. Die Medikamente zielen be- sonders auf Zellen, die sich häufig teilen und hierzu gehören auch Krebszellen. Bis auf wenige Ausnahmen teilen sich gesunde Zellen nur selten und sind daher unempfindlich gegen die Chemotherapie. Zu den Ausnahmen gehören unter an- derem die Schleimhäute und Haarwurzeln. Daher ist eine der häufigsten Neben wirkungen der Haarausfall. Weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und eine verstärkte Blutungs- und Infektanfälligkeit. Chemotherapie kann mit dem Ziel der Heilung als unterstützende Therapie oder zum Zweck der Linderung von Beschwerden eingesetzt werden.18

Bei bestimmten Tumoren wie Brust-, Prostata-, Gebärmutter- und Eierstock- krebs wird auch die Hormontherapie eingesetzt. Da einige Tumorarten durch körpereigene Hormone zum Wachstum angeregt werden, wird die Bildung dieser Hormone unterdrückt. Diese Wirkung ist aber zeitlich begrenzt die Tumore set- zen ihr Wachstum fort. Die Hormontherapie erhöht als zusätzliche Behandlung bei bestimmten Tumorarten die Heilungschance und kann ein Rezidiv19 verhin- dern. Auftretende Nebenwirkungen können Wechseljahrbeschwerden bei Frauen sein, wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen. Bei Männern kann es zu einer Verminderung der sexuellen Lust und zu einer Abnahme der Potenz kommen. Diese Nebenwirkungen sind die Folge des Fehlens der Geschlechtshormone.20

Bei der biologischen Therapie werden Medikamente zielgerichtet eingesetzt, die Signalwege in den Tumoren auslösen und somit die Tumorzellen „lahm legen“. Diese Therapieform ist noch relativ neu und wird häufig zusätzlich zu einer Chemotherapie eingesetzt.

Auch die Immuntherapie kann bei der Krebsbehandlung zum Einsatz kommen. Die Therapie hat das Ziel, die Abwehrkräfte des Körpers zu steigern. Dies wird durch Gewebshormone, wie Interferon, Interleukinen oder durch die Gabe von Antikörpern erreicht. Diese Art der Behandlung ist noch im Versuchsstadium.21

2.2.4 Tumornachsorge

Die Aufgabe der Tumornachsorge ist ein Wiederauftreten der Krankheit recht- zeitig zu erkennen, Begleit- und Folgeerkrankungen festzustellen und zu behan- deln und dem Patienten behilflich bei sozialen, psychischen und physischen Problemen zu sein. Nachsorgeuntersuchung erfolgen meist interdisziplinär. In den ersten zwei Jahren werden die Nachsorgeuntersuchungen meistens in einen Intervall von drei Monaten durchgeführt. In den darauf folgenden drei Jahren finden die Untersuchungen halbjährlich statt. Nach fünf Jahren wird der Inter- vallzeitraum auf eine jährliche Untersuchung ausgeweitet.22 Dies sind lediglich Richtlinien und abhängig von den Befunden und der Prognose des Arztes.

3. Krankheitskonzepte und Krankheitsverarbeitung

Im folgenden werden die Begrifflichkeiten Krankheit und Gesundheit erläutert. In diesem Zusammenhang existieren Krankheitsmodelle aus verschiedenen Wissenschaftsbereiche. Diese werden in Bezug zu den Krebserkrankungen gesetzt. Wie Menschen den krankheitsbedingten Anforderungen begegnen, wird im anschließenden Teil der Krankheitsverarbeitung erklärt.

3.1 Gesundheit und Krankheit

Krankheit und Gesundheit sind Begriffe, die uns tagtäglich begleiten. „Ich wünsche dir Gesundheit“ oder „Hauptsache gesund“ sind Formulierungen, die wir immer wieder mit den besten Absichten in Worte fassen. Aber was steht hinter diesen Begriffen - was heißt „gesund sein“, was heißt „krank sein“?

Die Auffassungen über Gesundheit und Krankheit sind historisch und kulturell geprägt. Sie unterliegen dem gesellschaftlichen Wandel und sind daher variabel. Die Weltgesundheitsorganisation WHO formulierte 1948 Gesundheit als einen Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur allein als Abwesenheit von Krankheit.23 Auch wenn die Definition der WHO häufig kritisiert wurde, ist sie doch die bekannteste und meistgenutzte Definition von Gesundheit. Gesundheit geht hier über das Freisein von körperli- chen Gebrechen hinaus und bezieht das Wohlbefinden mit ein, wobei das Wohl- befinden nicht näher beschrieben wird.

Der Begriff Krankheit ist eng mit dem Begriff Gesundheit verknüpft. In der His- torie war die Gesundheitslehre vor allem auf die Verhinderung von Krankheit ausgerichtet. Krankheiten wurden als Störung in bestimmten Vorgängen ausge- legt. Bis ins Mittelalter galt die Entstehung von Krankheiten als Ergebnis von Fehlern in der Lebensführung.24 Auch der Krankheitsbegriff wird heute in der medizinischen Literatur unterschiedlich definiert. „Eine Krankheit ist eine pro- zeßhafte Störung von Lebensvorgängen und geht mit strukturellen und funktio- nellen Atypien einher. Sie stellt ein Missverhältnis zwischen den ständig wech- selnden Umweltbedingungen und der Anpassungsfähigkeit des Organismus dar.“25 Obwohl es verschiedene Definitionen für den Krankheitsbegriff gibt, las- sen sich bestimmte Kriterien herausarbeiten, die bei der Kennzeichnung eine wichtige Rolle spielen. Zum einem liegt ein Befund vor, der objektiv feststellbare körperliche, geistige und seelische Veränderungen formuliert. Ein weiteres Krite rium ist die Störung des körperlichen, seelischen sowie sozialen Wohlbefindens. Auch eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit und der Rollenerfüllung stellen ein Kriterium für die Kennzeichnung einer Krankheit dar. Ein letztes wichtiges Kriterium ist die Notwendigkeit professioneller medizinischer und sozialer Behandlung bzw. Betreuung.26

3.2 Krankheitsmodelle

Heiko Waller erklärt in seinem Buch „Sozialmedizin“ das Krankheit vor dem Hintergrund der sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen der Menschen verständlich ist. Ebenso sieht er das Krankheitsverhalten von Menschen von psy- chischen und sozialen Faktoren geprägt, die außerhalb der eigentlichen Be- schwerden bzw. der Krankheit liegen. Diese Faktoren bestimmen beispielsweise die Entscheidung, Hilfe in Anspruch zunehmen ebenso stark, wie die Art und In- tensität von Symptomen. Verknüpfungen von sozialen und medizinischen Fakto- ren bei einer Erkrankung sind daher vielfältig. Soziale Faktoren haben einen Ein- fluss bei der Krankheitsentstehung, der Krankheitsdefinition, dem Krankheits- verhalten, den Krankheitsfolgen als auch bei der medizinischen Versorgung im Krankheitsfall.27 Für das Verständnis von Krebserkrankungen ist heute in der Medizin das biomedizinische Krankheitsmodell prägend. Zum Verständnis über Ursachen und Entstehung von Krebserkrankungen tragen neben dem biomedizi- nischen weitere Krankheitsmodelle bei.28

Im folgenden wird auf die Krankheitsmodelle näher eingegangen, welche zur Erklärung von Krebserkrankungen beitragen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die verschiedenen Modelle der wissenschaftlichen Krankheitstheorien keine konkurrierenden Theorien sind. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie betrachten die „Krankheit“ lediglich aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihnen lassen sich jeweilige Disziplinen und Professionen zuordnen. Die Modelle sind kombinierbar und sollten nicht als starre Gebilde angesehen werden.

3.2.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell

Das biomedizinische Krankheitsmodell ist das in der Theorie und Therapie beherrschende Modelle. Es begründet sich im Besonderen auf vier Annahmen.

Jede Erkrankung besitzt eine spezifische Ursache. Dazu zählen genetische Veränderungen, Mikroorganismen, chemische, physikalische, mechanische und biochemische Einwirkungen.

Erkrankungen zeichnen sich durch eine bestimmte Grundschädigung aus. Krankheiten haben typische äußere Symptome und können so von Ärzten erkannt und behandelt werden.

Krankheiten haben beschreibbare und vorhersagbare Verläufe, die sich ohne medizinisches Eingreifen verschlimmern.

Für Kritiker ist das biomedizinische Krankheitsmodell zu einseitig biologisch ori- entiert und kann nur einen Teil der Krankheitsursachen erfassen und aufdecken. Es wird nur begrenzt auf psychosoziale Aspekte und psychische Störungen ein- gegangen. Außerdem versagt das Modell, insofern es um Erklärungen von funk- tionellen Störungen, Beschwerden ohne erkennbare organische Ursachen geht. Es ist individuenzentriert und kurativ orientiert und lässt den Bereich der Präven- tion aus. Die Medizin wird erst aktiv, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Des Weiteren stabilisiert das Modell die Dominanz der Ärzte im Gesund- heitswesen und führt zur Medikalisierung der Gesellschaft.29

3.2.2 Das psychosomatische Krankheitsmodell

Bei diesem Krankheitsmodell wird der Einfluss des Seelischen auf körperliche Erkrankungen des Menschen verfolgt. Der Begriff psychosomatisch ist hier als Oberbegriff zu sehen und unterscheidet sich noch einmal in verschiedene psy- choanalytische, psychobiologische und psychosoziale Modelle.30 Die Gemein- samkeit besteht bei allen darin, dass sie dem Patienten unbewusste Konflikte wieder bewusst machen und diese entsprechend bearbeitet werden können. Die Kritik an diesem Modell, ist ähnlich wie die des biomedizinischen Modell. Ob- wohl die Psyche als wichtige Ursache für die Entstehung einer Krankheit mit einbezogen wurde, bleibt dieses Modell kurativ orientiert und individualistisch. Ergebnisse der Umweltmedizin bleiben außerhalb des Interesses psychosomati- schen Denkens.31

Das psychosomatische Modell versucht die Krebsentstehung unter zwei Ge- sichtspunkten zu erklären. Zum einem existiert eine Hypothese über Persönlich- keitskonstellationen und Abwehrmechanismus. Diese geht von der sogenannten „Krebspersönlichkeit“ aus. Bestimme Persönlichkeitseigenschaften, wie soziale Angepasstheit, Gewissenhaftigkeit und Fleiß sowie extreme Hilfsbereitschaft und Opferbereitschaft sollen eine Krebsentstehung begünstigen. Auch bedeuten die- se Eigenschaften, dass aggressive Gefühle nicht geäußert werden können und dürfen, daher verdrängt und verleugnet werden. Die Verlust-Depressions- Hypothese hingegen vermutet, dass in der Kindheit und Jugend der Betroffenen keine Bindung zu Bezugspersonen stattfinden konnte. Die Betroffenen haben die Erfahrung gemacht, dass solche Bindungen gefahrvoll sind und letztlich Abweisung zur Folge haben. Wenn später zeitweise eine gute Beziehung zu einer Person besteht, genießt der Betroffene das Gefühl von Akzeptanz und das Leben erhält einen Sinn. Bei Verlust dieser Beziehung folgt eine tiefe Verzweiflung, die zu körperlichen Veränderungen führen kann.32

3.2.3 Das Streß-Modell

Bei diesem Modell werden Reaktionsabläufe die innerhalb des Körpers ablaufen im Zusammenhang mit Belastungsfaktoren außerhalb des Körpers verknüpft.33 Hierbei lässt sich Stress als Anpassungsversuch des Organismus gegenüber physi- schen, psychischen und sozialen Belastungen verstehen. Die Reaktionen des Körpers teilen sich in Alarmstadium, Abwehrreaktion und Erschöpfungsstadium. Die daraus resultierende Stressreaktion, Dauerbelastung und Erschöpfung kann nach dieser Erklärung zu funktionellen und organischen Erkrankungen führen.34

Für die Krebsentstehung ist diese Theorie deshalb von Bedeutung, da die vermehrt unter Stress im Körper ausgeschütteten Nebennierenhormone zu einer Hemmung des immunbiologischen Abwehrsystems und somit auch zur Schwächung der Körperabwehr gegenüber Krebszellen führen können.35

3.2.4 Das Verhaltensmodell von Krankheit

Dieses Krankheitsmodell geht davon aus, dass gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen für die Entstehung heutiger Krankheiten von Bedeutung sind. Dies gilt insbesondere für das Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum und Über- oder Fehlernährung. Der Zusammenhang zwischen gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen und epidemiologischen bedeutsamen Krankheiten ist in vielen Untersuchungen empirisch nachgewiesen worden.36

Im Zusammenhang für die Krebsentstehung ist vor allem das Rauchen von Be- deutung. Krebserkrankungen der Bronchien, Lunge sowie Luftröhre werden zu 90 Prozent auf das Rauchen zurückgeführt. Schätzungen gehen davon aus, dass 30 bis 40 Prozent aller Krebstoten auf das Rauchen zurückgeführt werden können. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten werden ebenfalls mit bestimmten Krebserkrankungen in Verbindung gebracht.37

3.2.5 Das sozioökonomische Krankheitsmodell

Das sozioökonomische Modell versteht Krankheit als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Dabei wird insbesondere Bezug auf die Arbeitsbedingungen, gesell- schaftliche Verhältnisse, Klassenunterschiede sowie Machtstrukturen genommen. Krebserkrankungen sind nach diesem Modell primär sozioökonomisch erklärbar. Demnach sind Krebserkrankungen überwiegend durch physikalische und chemi- sche Umweltfaktoren bedingt. Die Erkrankung trifft die Arbeiterklasse weitaus häufiger als die Mittelschichten. Bei Männern besteht eine Abhängigkeit der Krebssterblichkeit von der Sozialschicht. Hauptsächlich für Magen- und Lungen- krebs gilt, dass die Krebssterblichkeit mit abnehmender Schichtzugehörigkeit zu- nimmt.

Jedoch wird bei diesem Krankheitsmodell ausschließlich der gesellschaftliche Rahmen von Gesundheit und Krankheit thematisiert. Die eigentliche Bedeutung des Modells sehen Wissenschaftler in der Erweiterung anderer Modelle, die aus- schließlich auf medizinische und psychologische Faktoren begrenzt bleiben.38

3.2.6 Das Risikofaktoren-Modell

Als Risikofaktoren werden alle Variablen bezeichnet, die das Auftreten bestimm- ter Krankheiten erhöhen. Das Modell kommt hauptsächlich in der Erforschung chronischer Erkrankungen zum Einsatz.39 Das Risikofaktoren-Modell ist ein Multifaktorenkonzept. Es kombiniert medizinische, psychologische und soziolo- gische Faktoren miteinander. Auch versucht es, eine Rangordnung der Risikofak- toren anzugeben, um so unterschiedliche Faktoren in ihrem Einfluss zu ordnen. Die Kritik an diesem Krankheitsmodell bezieht sich auf ein Definitionsproblem des Begriffs „Risikofaktoren“. Auch die Kombination von Faktoren unterschied- licher theoretischer Herkunft und die Annahme eines passiven Menschenbildes stellen Kritikpunkte dar.40

Diese hier benannten Modelle geben einen Überblick zur Entstehung und den Ursachen von Krebserkrankungen. Daraus resultierend gibt es unterschiedliche Behandlungsansätze, welche durch die Wissenschaftsdisziplinen und Professio- nen bestimmt sind. Trotz der Verschiedenartigkeit der Modelle sind bei genaue- rer Betrachtung Verbindungslinien erkennbar. Die Krankheitsmodelle fungieren als Richtlinien und sind abhängig vom Gesundheits- und Krankheitsbegriff.

3.3 Krankheitsverarbeitung

Bei einer Krebserkrankung wirken die unterschiedlichsten Belastungen auf den Menschen ein. Wie ein Mensch mit diesen Belastungen umgeht, hängt davon ab, wie er und seine Angehörigen den krankheitsbedingten Anforderungen begegnen. Es ist möglich, dass sich Beeinträchtigungen nicht mehr rückgängig machen lassen, jedoch geeignete Bewältigungstechniken helfen können, psychische Auswirkungen der Krankheit abzumildern.

3.3.1 Krankheitsbewältigung

Der Begriff „Bewältigung“ erfährt durch unterschiedliche Fachdisziplinen seine Bedeutung. Die Pädagogik setzt die Bewältigung mit Problemlösung gleich. Dem gegenüber betrachtet die Psychoanalyse Bewältigung als einen stabilen persön- lichkeitsabhängigen Reaktionsmodus des Fühlens und Handelns.41 In der Ausei- nandersetzung mit einer Erkrankung lassen sich nach Faller Abwehr- und Co- pingvorgänge unterscheiden. Sie haben den Sinn, allzu belastende Emotionen ab- zumildern. Bei der seelischen Krankheitsverarbeitung greifen Abwehrvorgänge und die aktive Auseinandersetzung mit der Erkrankung ineinander.

3.3.1.1 Das Coping-Modell

Der Begriff „Coping“ wird in der Belastungsforschung mit Stressverarbeitung oder Krankheitsbewältigung gleichgesetzt. Unter Coping wird der Versuch des Menschen verstanden, die Belastung der Erkrankung auszugleichen und zu meis- tern. So soll der Mensch nach einer emotionalen Krise wieder in ein Gleichge- wicht kommen. Dabei spielen bewusste, auf die Realität gerichtete Handlungen, als auch unbewusst ablaufende Vorgänge eine Rolle. Das Coping-Konzept stammt ursprünglich aus der Stressforschung. Wissenschaftler stellten fest, dass Stressfolgen nicht nur von den belastenden Ereignissen abhängen, sondern auch davon, wie ein Mensch diesen begegnet und sich damit auseinandersetzt. Der Mensch ist einem Stressereignis nicht ausgeliefert, sondern kann selbst dagegen etwas tun. Das bekannteste Modell aus der Stressbewältigung ist das Lazarus- Modell. Es stammt vom amerikanischen Stressforscher Richard S. Lazarus. Das Modell betont die Situationsgebundenheit und Kontextabhängigkeit von Bewälti- gungsprozessen. Demnach ist die Auseinandersetzung zwischen Person und Be- lastungssituation durch ein Kräftegewicht zwischen Anforderungen der Situation und Fähigkeit des Individuums gekennzeichnet. Stress entsteht dann, wenn An- forderungen aus der Umwelt die Anpassungsfähigkeit einer Person beanspruchen oder übersteigen. Kommt es zu dieser Situation, setzen Bewältigungsstrategien

ein. Zunächst muss die Person eine Primärbewertung vornehmen, in der sie ihre Lage beurteilt. In der daran anschließenden Sekundärbewertung beurteilt die Person die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten. Im Verlauf dieses Bewältigungsprozesses nach Lazarus nimmt das Individuum andauernd Neubewertungen vor. Das Modell hebt die Veränderlichkeit von Bewältigungsweisen hervor und legt großen Wert auf die gedankliche Bewertung des Individuums. Die emotionale Betrachtungsweise wird vernachlässigt.42

3.3.1.2 Das Konzept der Abwehr

Der Begriff „Abwehr“ stammt aus der Psychoanalyse und bezeichnet den unbe- wussten Versuch, Angst und negative Gefühle zu verringern, die das Selbstwert- gefühl vermindern. Eine neuzeitliche psychoanalytische Sicht versteht Abwehr als normales Regulationssystem, dass notwendig ist, um die seelische Gesundheit aufrechtzuerhalten. Dieses Modell sieht Abwehr als allgegenwärtig und innerhalb gewisser Grenzen als unerlässlich. Besonders bei körperlicher Krankheit werden Abwehrformen als eine Normalform des Umgangs mit der Erkrankung gesehen. Für Außenstehende entsteht der Eindruck, dass der Betroffene seine Krankheit nicht einsieht oder akzeptiert. Diese Vorgänge laufen unbewusst und automatisch ab. Die Strategie ermöglicht es dem Kranken, Zeit und Distanz zu gewinnen, um sich nicht sofort oder dauerhaft mit der bedrohlichen Situation auseinanderzuset- zen. Er kann Abstand gewinnen und sich zu einem späteren Zeitpunkt mit der Situation befassen. Bei lebensbedrohlichen Krankheiten ist Verleugnung bzw. Verdrängung eine der häufigsten beschriebenen Abwehrmechanismen.43 Ver- drängung wird durch unbewusst bleibende Angstsignale ausgelöst.

Weitere Abwehrmechanismen neben der Verdrängung sind Projektion, Identifi- kation, Fixierung, Regression, Verschiebung, Reaktionsbildung, Rationalisierung, Sublimierung sowie Widerstand. Bei der Projektion werden eigene Eigenschaften, Gefühle oder Gedanken auf eine andere Person übertragen bzw. ihr zugeschrie- ben. Unerwünschte Gefühle, Bedürfnisse usw. nimmt der Mensch nach gelunge- ner Projektion nicht mehr an sich selber wahr und versucht sie anschließend an der „ausgewählten“ Person zu bekämpfen. Unter Identifikation wird die Abwehr von Angst durch die Identifizierung mit einer anderen Person verstanden.44 Fi- xierung beschreibt das Zurückfallen oder Stehen bleiben einer Person in eine be- stimmte frühkindliche Entwicklungsphase. Auch ist es möglich, dass der Betrof- fene an entsprechenden Verhaltensweisen festhält, um Bedürfnisse zu befriedi- gen. Auslöser dafür sind unzureichende oder übermäßig befriedigte Triebwün sche und Bedürfnisse.45 Regression hat einen Abwehrcharakter, wenn eine Ge- fahr dazu führt, dass ein früheres Funktionsniveau aufgesucht wird. Ursachen können beispielsweise Bedrohungen für Leben oder Gesundheit sein. Bei der Verschiebung werden aggressive Gefühle, Phantasien oder Impulse von einer Person, der sie gelten sollen, auf eine andere verschoben. Hierbei werden ur- sprünglich vorhandene Zusammenhänge ausgeblendet und neue Zusammenhän- ge hergestellt. Es entsteht ein Konflikt mit der Person auf welche die Impulse verschoben wurden. Die ursprünglich auslösende Person bleibt unberührt. Bei der Reaktionsbildung können aggressive Verhaltensweisen durch gegenteilige Ge- fühle zurückgehalten werden. Es kommt vor, dass Menschen für ihr ausweichen- des Verhalten vernünftige und plausible Erklärungen suchen. Sie rechtfertigen sich nachträglich für Ihr Verhalten. Diese so genannte „innere Ausrede“ wird als Rationalisierung bezeichnet.46 Bei der Sublimierung werden nicht zugelassene Bedürfnisse und Wünsche in Leistungen umgesetzt, die von der Gesellschaft so- zial erwünscht und als positiv bewertet werden. Bei dem Abwehrvorgang Wider- stand wehrt sich eine Person gegen das Auftreten verdrängter Gefühle oder Ge- danken.47

3.3.2 Zusammenhang von Coping- und Abwehrkonzept

Die Herkunft des Coping- und Abwehrkonzepts ist verschieden. Das Coping- Modell stammt aus der Stressforschung, dagegen dass Abwehrkonzept aus der Psychoanalyse. Das Abwehr-Modell hat zum Ziel, dass bedrohliche Gefühle und Phantasien unbewusst bleiben, um so die Funktionsfähigkeit des „Ich“ zu si- chern. Diese Vorgänge erfolgen unbewusst. Im Gegensatz dazu ist das Ziel des Coping-Modell die Realitätsbewältigung um so die Realitätsanpassung des Indivi- duum zu sichern. Diese Vorgänge laufen meist bewusst ab. Beide Modelle stehen in funktionellen Verhältnissen zueinander.48 Während den 70ger Jahren, der An- fangszeit in der Copingforschung, wurden beide Modelle streng voneinander ge- trennt behandelt. Heute wird versucht, beide Konzepte zu integrieren.49

Wenn ein Mensch von einer plötzlich eintretenden traumatischen Bedrohung be- troffen ist, kann er anfangs überfordert sein, ein realitätsangemessenes Bewälti- gungsverhalten zu zeigen. Für diese Situation bedarf es einer umgehenden Lö- sung, die das „Ich“ zumindest kurzfristig entlastet und es so ermöglicht realitäts- bezogen zu handeln. Das „Ich“ bezeichnet hierbei die Instanz, welche die be- wusste Auseinandersetzung mit der Realität leistet. Sie stellt eine der drei Persön lichkeitsinstanzen dar, welche von Sigmund Freud entwickelt wurden, um die Dynamik der Persönlichkeit zu erklären. Dabei ist das „Ich“ die Vermittlungsin- stanz zwischen den Triebwünschen, dem „Es“, und den Moralvorstellungen, dem „Über-Ich“.50 So können hier Verleugnungsprozesse helfen. Diese verhindern ei- ne emotionale Überflutung und die Wiederbelebung bereits vorhandener innerer Ängste und Bedrohungen. Abwehrmechanismen schützen daher das „Ich“ vor überwältigenden Wahrnehmungen und Gefühlen. Mit zunehmender erfolgreicher Verarbeitung der realen Situation kann das „Ich“ langfristig Abwehrformen durch Coping-Verhalten ersetzen und auf übermäßige Abwehr verzichten. Ab- wehr wird also kurzfristig und vorübergehend als „Notfallreaktion“ eingesetzt und ermöglicht ein langfristiges situationsangemessenes Coping. Sind jedoch Abwehr- und Verleugnungsvorgänge zu intensiv ausgeprägt oder dauerhaft, er- schweren sie die angemessene Verarbeitung der realen Situation.51

4. Belastungen für Menschen mit einer Krebserkrankung

Ein gesunder Mensch denkt nicht ständig über seine körperliche Verfassung nach. So lange keine gesundheitlichen Probleme auftreten, stehen Gedanken wie Krankheit oder Tod im Hintergrund. Menschen, die unerwartet die Diagnose „Krebs“ erhalten, sind gezwungen sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und fühlen sich einem Todesurteil nah. „Wer die Diagnose Krebs hört, ist erschüttert und assoziiert sofort Schmerz, Siechtum, Angst vor körperlicher und seelischer Verstümmelung und alsbaldigen Tod.“52 Auch wenn heute eine Krebsdiagnose nicht zwingend das Ableben bedeutet, bleibt sie lebensbedrohlich und unbere- chenbar.

4.1 Diagnosemitteilung

Diagnose Krebs - völlig unvorbereitet und unerwartet erreicht den Patienten die- se niederschmetternde Diagnose. Joachim Weis führte in seinem Buch „Leben nach Krebs“ eine Studie zur Krankheitsverarbeitung bei Krebserkrankungen durch. Hierbei wurde die Krankheitsverarbeitung über Selbst- und Fremdein- schätzung erfasst. Ziel der Studie war es, infolge der Krebserkrankung die Belas- tungen und Lebensveränderungen, als auch die Verarbeitung mit dem Erlebten der Patienten zu untersuchen. Dabei fand er heraus, dass die Mehrzahl der be- fragten Patienten auf die Diagnosemitteilung mit Schock und Entsetzen reagier- ten. Demnach versuchten 19 Prozent der Patienten durch Gefasstheit das scho- ckierende Ereignis zu überwinden. Auch schätzten die Mehrzahl der Patienten die Belastung durch die Diagnosemitteilung als stark ein und etwa 18 Prozent empfanden diese als sehr stark.53

Laut Faller steht an erster Stelle der Belastungen die Todesdrohung. Die Diagno- se wird von den Betroffenen als Todesurteil aufgefasst. Auch wenn wir alle wis- sen, dass das Leben endlich ist und wir sterblich sind, verdrängen wir es zum größten Teil. Diese Verleugnung ist für einen Krebskranken nicht mehr so ein- fach möglich. Todesangst ist eine menschliche Grundangst und ist besonders schwer zu bewältigen. Häufig leiden geheilte Patienten noch Jahre nach der Krebserkrankung an körperlichen und seelischen Beschwerden.54

Eine weitere Belastung bei Krebs ist die Verletzung der körperlichen Unver- sehrtheit. Ein Mensch der an Krebs erkrankt, ist realen körperlichen Beeinträch- tigungen ausgesetzt. Diese körperlichen Beschwerden machen dem erkrankten Menschen bewusst, dass er nicht unverletzlich ist. Es müssen Therapiemaßnahmen überstanden werden, die wiederum das Gefühl der körperlichen Unversehrtheit in Frage stellen.

Der Autonomieverlust stellt eine zusätzliche Beeinträchtigung für den Krebs- kranken dar. Vielen Menschen fällt es schwer, ihr Leben nicht mehr selbst zu be- stimmen, sondern abhängig von anderen zu sein. Plötzlich hängt das Leben bzw. der Gesundheitszustand von anderen Personen, wie Ärzten ab. Bereits der Auf- enthalt im Krankenhaus kann als Verlust der Selbständigkeit empfunden werden.

Als Folge der körperlichen Beeinträchtigungen und Kräfte zehrenden Therapiemaßnahmen müssen häufig Aktivitäten im Beruf und Freizeit eingeschränkt oder aufgegeben werden. Ganze Lebensinhalte und Ziele müssen überdacht und neu strukturiert werden. Die soziale Rolle in Familie und Beruf verändert sich. Erschwerend dazu kommen Befürchtungen, alltäglichen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Daher ist es verständlich, dass es bei einigen Menschen zu Trauer und Wut über den erlittenen Verlust kommt.

Die Angst vor sozialer Isolierung und Stigmatisierung sind bei einigen Krebs- kranken anzutreffen. Sie haben Angst, dass ihr Gegenüber nicht versteht, was sie gerade durchstehen und wie sie sich fühlen. Ein gesunder Mensch kann nur schwer die Situation eines Todkranken nachvollziehen. Häufig bemühen sich Außenstehende um einen Optimismus, der jedoch dem kranken Menschen nicht angemessen erscheint. Angehörige wirken oft im Umgang mit dem Erkrankten unsicher. So entsteht Befangenheit und Tabus bewirken, dass über krankheitsre- levante Dinge nicht mehr gesprochen wird. Wer beispielsweise durch die Chemo- therapie an Haarausfall leidet, ist oft gewillt, sich komplett von der Außenwelt abzuschotten. So wird versucht, unangenehme Situationen für sich und seine Umwelt zu vermeiden.

Durch die Diagnosemitteilung unterliegt die soziale Identität und das Selbstwert- gefühl des Patienten einem reduzierenden Wandel. Um dessen Stand zu halten, benötigt der Krebskranke eine unterstützende und einfühlsame Umgebung.55 Durch die verschiedenen Tumorarten und Stadien der Erkrankung sind genaue Angaben über psychosoziale Probleme der Betroffenen schwierig. Laut einer Studie aus den USA sind die häufigsten Anzeichen Angststörungen und Depres- sionen. Weiterhin wurde herausgefunden, umso schlechter die körperliche Ver- fassung der Erkrankten, um so höher die Zahl der depressiven Störungen .56

4.2 Krankheitsbewältigung bei Krebskranken

Die Medizin ging lange Zeit davon aus, dass krebskranke Menschen als Bewälti- gungsstrategie57 die Verleugnung unbewusst einsetzten. Heute steht fest, dass dies nicht die einzige Bewältigungsstrategie ist. Verleugnung hilft dem Betroffe- nen, zunächst den Schock der Diagnose zu mildern. Dauerhaft kann diese Strate- gie nicht aufrechterhalten werden. Auch ist sie nicht förderlich für eine wirkungs- volle Behandlung, da es langfristig eine realistische Einstellung zur Erkrankung unmöglich macht. Forschungen haben gezeigt, dass vor allem Optimismus, Ab- lenken und Haltung bewahren, häufige Umgangsweisen mit der Krebserkrankung sind. In vielen Fällen versucht der Mensch trotz enormer Belastung der Erkran- kung, ein positives Selbstbild aufrechtzuerhalten.58 Auch Weis fand in der mit von ihm durchgeführten Studie heraus, dass Ablenkung und aktive problemzen- trierte Bewältigung die wichtigsten Verarbeitungsformen bei der Erkrankung sind.59

Auch geschieht es, dass der Betroffene zwischen Verleugnung und Optimismus wechselt. Für Außenstehende wirkt dieses Verhalten häufig sehr paradox. Ein Beispiel dafür ist, wenn der Patient eine infauste Prognose vom Arzt mitgeteilt bekommt, aber zu seinen Angehörigen sagt, dass alles in Ordnung sei. Er handelt nicht so, weil er sich oder andere bewusst täuschen will, sondern er ist einfach davon überzeugt. Für dieses „eigentliche Bescheidwissen“ und „nicht - wahrha- ben - wollen“ gibt es den Ausdruck middle knowledge (mittleres Wissen). Dieser ständige Wechsel zwischen Akzeptieren und Verleugnen beschreibt die Verhal- tensweise vieler Erkrankten am genausten. Dabei wissen die meisten Betroffenen durchaus wie es um sie steht. Sie können nur nicht ständig mit diesem Wissen le- ben, da es sie zu sehr belasten würde. So blenden sie die Erkrankung mit ihren Folgen zeitweise aus. Es scheint ein normaler Anpassungsvorgang zu sein, der von der Umwelt respektiert werden sollte. Den Kranken gegen seinen Willen mit der Realität zu konfrontieren, hätte wenig Sinn.60

Beim ersten Gedanken bleibt der Bewältigungsprozess jedoch nicht stehen, es setzen weitere Verarbeitungsversuche ein. In einem Interview mit Menschen, die an Lungenkrebs erkrankt waren, wurde versucht herauszufinden, welche Gedan- ken und Verhaltensweisen die Betroffenen hatten, um die Diagnosemitteilung zu bewältigen. Hierbei stand bei den Interviewten an erster Stelle, die Krankheit zu akzeptieren.

[...]


1 vgl. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (Hrsg.), 2006, S. 16.

2 Zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Das gleiche gilt für die Bezeichnung des Klienten. Dabei sind gleichermaßen die weiblichen Personen gemeint.

3 Vgl. Waller, 2002, S. 162.

4 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 31

5 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 31.

6 Meier, Online im Internet: URL: http://www.morbus-hodgkin.de/infoserv/zelle.gif.

7 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 24-28.

8 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 33.

9 Vgl. Meyer, 2003, S. 37-39.

10 Vgl. Meyer, 2003, S. 39.

11 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 39.

12 Vgl. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg.), 2006,

S. 16.

13 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 39.

14 Vgl. Waller, 2002 , S. 163.

15 vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 40 und 41.

16 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 12.

17 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 15-16.

18 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 13-15.

19 Widerauftreten einer Krankheit.

20 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 16-17.

21 Vgl. Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.), 2006, S. 12-13.

22 Vgl. Deutsche Krebshilfe e.V.(Hrsg.), 2007, S. 56.

23 Vgl. Hoehne, in: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), 2002, S. 406.

24 Vgl. Franke, 2006, S. 51.

25 Meyer, 2003, S. 2.

26 Vgl. Franke, 2006, S. 54.

27 Vgl. Waller, 2002, S. 12-13.

28 Vgl. Waller, 2002, S. 165.

29 Vgl. Waller, 2002, S. 15-18.

30 Vgl. Waller, 2002, S. 18.

31 Vgl. Franke, 2006, S. 128-130.

32 Vgl. Waller, 2002, S. 166-167.

33 Vgl. Waller, 2002, S. 22.

34 Vgl. Brennecke, 2004, S. 107.

35 Vgl. Waller, 2002, S. 167.

36 Vgl. Waller, 2002, S. 26.

37 Vgl. Waller , 2002, S. 165.

38 Vgl. Waller, 2002, S. 31- 165.

39 Vgl. Franke, 2006, S. 125-126.

40 Vgl. Waller, 2002, S. 34-35.

41 Vgl. Miller, 2003, S. 35.

42 Vgl. Faller, 1998, S. 35-36.

43 Vgl. Faller, 1998, S. 36-37.

44 Vgl. König, 2003, S. 37-47.

45 Vgl. Hobmair (Hrsg.), 1997, S. 429.

46 Vgl. König, 2003, S. 18-60.

47 Vgl. Hobmair (Hrsg.), 1997, S. 430.

48 Vgl. Faller, 1998, S. 37.

49 Vgl. Weis, 2002, S. 11-12.

50 Vgl. Hobmair (Hrsg.), 1997, S. 419-426.

51 Vgl. Faller, 1998, S. 37-39.

52 Hagemann, 2003, S. 21.

53 Vgl. Weis, 2002, S. 87-88.

54 Vgl. Faller, 1998, S. 26.

55 Vgl. Faller, 1998, S. 25-28.

56 Vgl. Holland, 1998, zitiert in Weis, 2002, S. 48.

57 Siehe dazu Punkt 3.3.1 Krankheitsbewältigung.

58 Vgl. Faller, 1998, S. 39-41.

59 Vgl. Weis, 2002, S. 104.

60 Vgl. Faller, 1998, S.41.

Details

Seiten
93
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640848447
ISBN (Buch)
9783640844838
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167956
Institution / Hochschule
Fachhochschule Nordhausen
Note
1,3
Schlagworte
Psychosoziale Beratung Diagnose Krebs soziale Unterstützung empirische Studie Krankheitskonzepte Krankheitsverarbeitung Beratungskonzepte Ursachen Krebserkrankung

Autor

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Titel: Soziale Unterstützungsmöglichkeiten durch psychosoziale Beratung für Menschen mit Krebs