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Die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaftsinformatik

Essay 2011 19 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Management Summary

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaftsinformatik
2.1 Corporate Social Responsibility in der Wirtschaftsinformatik
2.1.1 Nachhaltigkeitsmanagement
2.1.2 Leitfaden für gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen
2.1.3 Wertbeitrag Betrieblicher (Umwelt)-Informationssysteme - Ansatzpunkt der Wirtschaftsinformatik
2.2 Die Verantwortung der Wirtschaftsinformatik für die Finanzmarktkrise
2.2.1 Entstehung der Immobilien- bzw. Finanzmarktkrise
2.2.2 Ansatzpunkte für die Wirtschaftsinformatik
2.3 Die Verantwortung der Wirtschaftsinformatik für unseren Planeten
2.3.1 Umgang mit natürlichen Ressourcen
2.3.2 Ansatzpunkt für die Wirtschaftsinformatik

3 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: ISO 26000 Core Subjects

Management Summary

Es kursieren viele Definitionen der Wirtschaftsinformatik und ihrer Kernaufgaben - die meisten allerdings konzentrieren sich „lediglich“ auf die Abstimmung der IT und der Unternehmensstrategie.

Was aber, wenn die Wirtschaftsinformatik sich in der Non-Profit-Rolle sieht und dazu übergeht, Verantwortung für eine Organisation, ein Gesellschaftsgefüge oder eine Gemeinde zu übernehmen?

Im Zuge der steigenden Komplexität des Alltags kommen somit immer mehr und mehr Themen auf, mit denen man sich auseinandersetzen muss - dabei wird somit kritisch hinterfragt, welche Funktion die Wirtschaftsinformatik einnehmen kann, um an dieser Stelle proaktive Hilfestellung leisten zu können - sei es in Form eines Frühwarnsystems für Wirtschaftskrisen oder der Generierung von Methoden und Konzepten, um Computersysteme immer umweltschonender betreiben zu können.

1 Einleitung

Gesellschaftliche Verantwortung, Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeitsma- nagement - dabei handelt es sich um Schlagwörter, die man heutzutage häufiger in der Presse und in entsprechenden Nachrichtenportalen vorfindet und die wiederum Assets darstellen, über die sich Unternehmen und Marken positionieren wollen (und können).

Wo genau liegt allerdings die gesellschaftliche Verantwortung? Wo fängt diese an, welche Teilgebiete werden umfasst und an welchen Endpunkten hört diese letztlich auf?

Diese Fragestellung wird in der vorliegenden Arbeit näher beleuchtet und exemplarisch darauf hin untersucht, ob die Wirtschaftsinformatik, als Querschnittsdisziplin aus BWL und Informationstechnologie ebenfalls über eine gesellschaftliche Verantwortung ver- fügt.

Anhand dieser Argumentation wird akribisch untersucht, inwieweit die Wirtschaftsin- formatik ebenfalls die Bürde trägt, Wirtschaftskrisen im Vorfeld zu erkennen oder be- stehende soziokulturelle Strukturen nachhaltig zu steuern und eine Entwicklung voran- zutreiben.

2 Die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaftsinformatik

Die Veränderung des Klimas, der fortwährende Schwund von natürlichen Ressourcen und auch die Immobilien- und Finanzmarktkrise sind Themen, die die Menschen in der jüngsten Vergangenheit bewegte und auch noch heute bewegt. Dabei handelt es sich um Themen, die zunehmend unser Leben beeinflussen. Das folgende Kapitel stellt die bereits genannten Themen näher vor und informiert inwiefern die Wirtschaftsinformatik ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und dazu beitragen kann, diese gesellschaftlichen Probleme besser in den Griff zu bekommen.

2.1 Corporate Social Responsibility in der Wirtschaftsinformatik

Im Zuge der Tatsache, dass Organisationen und Konzerne über Budgets und Einkommen verfügen, die stellenweise höher sind als die Steuereinnahmen ausgewählter Länder, muss man beginnen sich zu fragen, ob eine gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen und Konzerne nicht doch unabdingbar ist.

Hinter „Corporate Social Responsibility“ verbirgt sich ein Thematik[1], die bisher bereits durchaus kontrovers diskutiert wurde. Auf seine Art verbindet damit allerdings jeder stets eine andere Form der Nachhaltigkeit - sei es im ökologischen Zusammenhang, im sozialen Gefüge durch die Patenschaft für Kinder in Entwicklungsländern oder in Form des Medienrummels, wenn Geschäftsführer und Partner selbst noch am „CSRDay“ im Kindergarten Unkraut jäten[2].

2.1.1 Nachhaltigkeitsmanagement

Corporate Social Responsibility hat unterschiedliche Ausprägungen und ist daher auch in der Literatur sehr vielschichtig aufgefasst. Generell wird darunter allerdings das Verständnis einer gesellschaftlichen Verantwortung für Unternehmen und Organisationen aufgefasst - die Implementierung einer Leitkultur, als Organisation innerhalb eines sozialen Gefüges nicht rücksichtslos zu wirtschaften und sich über Reglementierungen und Maxime hinweg zu setzen.

Im Hinblick einer Philosophie des nachhaltigen Wirtschaftens, gehört es damit also dazu, dass in effizientem Maße mit dem Naturkapital umgegangen wird und natürliche Ressourcen nicht verschwendet werden.

Das Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements ist an dieser Stelle also, nicht nur in einzelnen Disziplinen sparsam mit Rohstoffen und Ausgaben umzugehen, sondern eine gestaffelte Initiative zu fahren, die unternehmensweit angewendet wird. Die Umsetzung als solches geht über strategische Führungsinstrumente vonstatten - die Balanced Scorecard oder ein gut durchdachtes Nachhaltigkeitscontrolling stellen dabei nur zwei von mehreren Möglichkeiten dar.

Zu einem entsprechenden Nachhaltigkeitsmanagement gehört in diesem Zusammen- hang allerdings auch das Reporting bzw. die Nachhaltigkeitskommunikation in Nach- haltigkeitsberichten um genau darüber zu informieren, welche Tätigkeiten, Initiativen und Leistungen gefahren wurden und zu welchem Ausmaß diese erfolgreich waren.

2.1.2 Leitfaden für gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen

Wo fängt allerdings gesellschaftlich konformes Wirtschaften an und wie weit geht es als Initiave? Wie müssen Prozesse und Wertschöpfungsketten ausgestaltet werden, um an dieser Stelle anzusetzen und nachhaltig ökologisch und sozial zu wirtschaften?

Dahingehend gibt es unterschiedliche Initiativen, die versuchen an dieser Stelle Hilfe- stellung zu geben, um eine gestaffelte und einheitlich gesteuerte CSR-Philosophie zu vermitteln.

Mit der ISO 26000[3] wurde erstmalig ein Dokument[4] entwickelt und veröffentlicht, das in einem mehrjährigen Beratungsprozess die Expertisen[5] subsummiert, die zum Thema „Coporate Social Resposibility“ gesammelt wurden. Dabei handelt es sich um keine Zertifizierung, sondern vielmehr um eine Anhäufung von Best Practices, die aus dem CSR-Umfeld stammen[6]. Der Inhalt stützt sich auf die zentralen Kernthemen, die im Zusammenhang mit CSR thematisiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: ISO 26000 Core Subjects[7]

So wurde von der ISO ein Führungsrahmen[8] geschaffen, anhand dessen man sich bei der Etablierung eines CSR-Konzepts entlanghangeln kann - dabei werden generelle Themen abgedeckt, wie beispielsweise der organisatorische Führungsrahmen[9], die Verwaltung von Kundenbeziehungen[10], die Relation zur Umwelt[11] etc.

Anhand der Beschreibung definierter Best Practices[12] für diese Teilbereiche des Unternehmens, ist es so möglich aufzuzeigen, wie ein CSR-Konzept zusammengestellt werden kann, das sich in ähnlichen Konstellationen bereits bewährt hat.

Ebenfalls gibt es hier Unternehmensberatungen, die sich auf die Etablierung von CSRLeitkulturen spezialisieren und diesen Gedanken ins Unternehmen tragen[13].

[...]


[1] O. A.: Corporate Social Responsibility, http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/corporatesocial- responsibility.html; Zugriff 04.01.2011

[2] O. A.: KPMG in Deutschland motiviert mehr als 900 Mitarbeiter zu freiwilligem gesellschaftlichem Engagement, http://csr-news.net/main/2009/10/05/kpmg-in-deutschland-motiviertmehr- als-900-mitarbeiter-zu-freiwilligem-gesellschaftlichem-engagement/; Zugriff 03.01.2011

[3] O. A.: Neuer CSR-Leitfaden von ISO umstritten, http://www.umweltdialog.de/umweltdialog/csr_news/2010-03- 18_Neuer_CSR_Leitfaden_von_ISO_umstritten.php; Zugriff: 03.01.2011

[4] O. A.: ISO 26000 – Social resposibility, http://www.iso.org/iso/iso_catalogue/management_and_leadership_standards/social_responsibility/sr_discovering_iso26000.htm; Zugriff 03.01.2011

[5] Lenz, G.: CSR-Leitfaden ISO26000 verabschiedet, http://blog.lenz-consult.com/2010/11/csrleitfaden- iso26000-verabschiedet/; Zugriff 03.01.2011

[6] O. A.: Corporate Social Responsibility (CSR): ISO 26000 ist ein Leitfaden, keine Management- Norm, https://www.personalpraxis24.de/aktuelles/?aktuelles_id=192595; Zugriff 03.01.2011

[7] Entnommen aus: http://www.iso.org/iso/iso_catalogue/management_and_leadership_standards/social_respon sibility/sr_discovering_iso26000.htm#std-6; Zugriff 03.01.2011

[8] Oberhofer P., Norm standardisiert Corporate Social Responsibility, http://www.businesswissen. de/unternehmensfuehrung/iso-26000-norm-standardisiert-corporate-socialresponsibility/; Zugriff 12.01.2011

[9] O. A.: ISO 26000 geht an den Start, http://www.nachhaltigwirtschaften.net/scripts/basics/ecoworld/ wirtschaft/basics.prg?session=42f941b04ccffd7b_33855&a_no=3858; Zugriff 01.01.2011

[10] O. A.: ISO 26000 – weltweite Zustimmung, http://www.imug.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=3; Zugriff 12.01.2011

[11] O. A.: ISO 26000 auf einen Blick, http://www.vzbv.de/mediapics/iso_26000_im_berblick.pdf; Zugriff 09.01.2011

[12] O. A. CSR-Norm ISO 26000 in diesem Jahr auf der Zielgeraden, http://csrnews. net/main/2010/01/07/csr-norm-iso-26000-in-diesem-jahr-auf-der-zielgeraden/; Zugriff 01.01.2011

[13] O. A.: Nachhaltigkeit: Für ein Unternehmen ein doppelter Gewinn, http://www.kpmg.de/Themen/14446.htm?WT.srch=1; zugriff 03.01.2011

Details

Seiten
19
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640847099
ISBN (Buch)
9783640843756
Dateigröße
449 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v167752
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
Schlagworte
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Titel: Die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaftsinformatik